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Mystische Stadtbibliothek
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Leviathan

Leviathan

Zen 136

Charakterbogen
Aufenthaltsort: Zimmer 205
Aktuelles Outfit: Offenes, grau kariertes Hemd über weißem T-Shirt, knielange Jeasshorts, weiße Sneakersocken
Leviathan

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BeitragThema: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptySa 2 Jul 2011 - 11:07
Die mystische Stadtbibliothek





Die Schwelle , die den Eingang zur mystischen Stadtbibliothek bildet, kann nur von Wesen mit paranormalen Fähigkeiten übertreten werden - Menschen würden hier in eine unsichtbare Wand laufen und sind nicht dazu berechtigt, das Innere der Bibliothek zu betreten. Wirft man einen Blick in das Innenleben des Gebäudes, so versteht man auch schnell warum. Eine Bibliothekarin mit Hörnern an den Kopf und Hufen statt Beinen begrüßt die Besucher freundlich und steht jederzeit zur Verfügung, sollte man Hilfe benötigen. Dies ist den meisten Fällen auch bitter notwendig, denn an gewissen Stellen sind die Decken bis zu 6 Meter hoch und eine kleine Fee hilft hier gerne aus, wenn es mal darum geht, zu den höher gelegenen Büchern zu gelangen. Hier und da schweben offene Bücher auf Pulten, in denen man vieles zur Vergangenheit der Insel oder zu diversen Rassen finden kann, Informationen, die den Menschen besser vorenthalten werden sollte.


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Anonymous

BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyDo 29 Dez 2011 - 1:07
pp: Liam's Strandhäuslein~<3

Liam

Ich kam außer Atem und viel zu früh an. Ich war gerannt, mein Haar war zerzaust, mein Shirt ein wenig zerknittert. Ich strich mir alles mögliche glatt, bevor ich ebenso stürmisch die Bibliothek betrat, sodass die Bibliothekarin unglaublich zusammenzuckte.
"Entschuldigen Sie.", schnell beugte ich mich in ihre Richtung, senkte meine Lider, lächelte.
Sie schaute mich missbilligenden an, dann weg, und ich entschied, dass das sowas wie die Geste der Vergebung bedeuten musste.
Mein Handy holte ich erst hinter dem nächsten Bücherregal und schrieb überhaupt erstmal AJ, dass das lief, mit dem Treffen hier. Vielleicht konnte sie es sich auch denken, aber ich ging eben auf Nummer sicher.
Und auch jetzt sah ich, dass ich eine SMS bekommen hatte, von meinem einzigartigen Mitbewohner. Geschätzte drei Tage hatte ich ihn nicht mehr gesehen, und vermutlich war das nur gut so.
Er schien gesund und munter zu sein. Das war gut, immerhin hatte ich nicht wirklich befürchtet, dass ihm was zugestoßen war.
Ich tippte schnell eine Nachricht an ihn ein, schaute mir dann die einzelnen Bücher an. Vermutlich war es, was die Büchertante von mir erwartete, das ich tat, damit ich mich hier weiter aufhalten durfte.



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Anonymous

BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyMi 4 Jan 2012 - 21:27
CF: Klassenraum der Sternenklasse


Ich hastete also über den Pausenhof mein Rücken schmerzte heftig und meine Flügel wollten sich entfalten und ihre drei Meter Spannweite preisgeben, doch ich unterdrückte dies und ertrug die heftigeren Schmerzen, die sie mir nun bereiteten.
>>Ich komm zu spät! <<, haspelte ich vor mich hin, während ich rannte, als sei ich von wilden Hunden gejagt, während ich hinter mir ein riesen Steak her zog. Es war schrecklich, unerträglich und einfach nur anstrengend, als ich endlich - viel zu spät - vor der Bibliothek angekommen war blieb ich stehen, richtete mein zerzaustes Haar und öffnete vorsichtig die Tür, hechelnd blickte ich durch die Bibliothek, ehe ich Liam erblickte und vorsichtig auf ihn zuging.

>>Liam <<, flüsterte ich und blickte rasch zur Bibliothekarin, die mich skeptisch ansah, >>Da bin ich...<<, murmelte ich nur noch und ließ mich auf einen Stuhl nieder sinken, hechelte noch immer und japste nach Atem. War ja auch gerannt wie eine Verrückte um ihn nicht allzu lange warten zu lassen, nachdem ich elends verschlafen hatte und ohnehin schon zu spät war.


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Anonymous

BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyMi 4 Jan 2012 - 22:16
Liam

Als AJ fünf Minuten vorher wie vereinbart war, noch nicht auftauchte, stellte ich mir vor, sie hätte ihre Meinung schon geändert und wollte mich nicht sehen. Es stimmte mich ein wenig frustriert, und ich setzte mich an den Stuhl, mit einem Buch, das ich mir wahllos gegriffen hatte, las.
Und wenn sie mich nun gar nicht mehr sehen wollte? Das konnte gut sein.
Immerhin war es nun schon fünf nach.
Mit jedem suspekten Blick der Bibliothekarin und jedem Ticken der Uhr sank ich mehr auf meinem Platz zusammen und schreckte richtig zusammen, als sie dann tatsächlich durch die Tür geknallt kam; völlig durch den Wind, mit verwirrtem Haar und ebenso verpeilten Gesicht, dass ich nicht anders konnte, als zu lächeln und mich über sie zu freuen.
"Ich hätte auch noch zehn Minuten mehr gewartet.", sagte ich, anstatt sie zu begrüßen, da sie doch ziemlich hechelte, stand auf und ging zum Automaten in der Ecke [unfassbar, dass die Bibliothek einen hatte..] und kaufte mit ein paar Münzen etwas zu trinken, lief damit zurück und schob es ihr hin.
"Hey.", meinte ich sanft und wusste erstmal nicht, was ich sagen sollte. Und damit gab es ein wenig Schweigen zwischen uns, was der Bibliothekarin [die übrigens schon wieder glotzte] wohl auch ganz Recht war.
"Naja, ich wollte reden...", begann ich somit den eigentlichen Grund unseres Treffens, und fühlte mich sichtlich unwohl, wusste erneut nicht weiter, "Deswegen ...rede ich jetzt...", meinte ich ziemlich verpeilt und versuchte in meinem Hirn nach dem besten Thema zu kramen, das man wohl in so einer Situation anpeilen konnte.
Dabei hatte ich doch eigentlich so viele Fragen, die ich stellen konnte. Ich holte kurz Luft.
"Wie geht es dir jetzt?" Schien doch am einfachsten, für den Einstieg.


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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyFr 6 Jan 2012 - 19:29
Er hätte auch länger gewartet, erklärte er mir, doch so recht glauben konnte ich es nicht, denn wer wartete schon gern? Und von ihm hatte ich es mir noch weniger vorstellen können, denn er war zwar ein geduldiger junger Mann, doch hatte ich in Erinnerung, dass er nicht gern wartete. Vielleicht verwechselte ich das ja auch gerade mit jemand anderem, immerhin war ich gerade mehr als nur durch den Wind. Meine Knie schlotterten regelrecht vor Angst.
Denn dieses Gespräch, das wir nun zu führen hatten, behagte mir kein Stück, um ehrlich zu sein, wollte ich eigentlich gar nicht hier sein, denn auf dem Weg hierher hatte ich die ganze Zeit darüber nachgedacht nicht zu erscheinen. Aber diese Handlung erschien mir als zu feige, weshalb ich also nun da stand, wo ich eben stand, mitten in der Stadtbibliothek.
Ich sah nur, wie Liam zu einem Automaten schritt und dort etwas kaufte, zu mir hinüber kam und es mir reichte, ich nahm es freudig und dankend entgegen, >>Danke <<, meinte ich und nahm an dem Tisch platz, an dem er gesessen und ein Buch gelesen hatte. Als ich mir den Einband genauer ansah konnte ich den Titel Hänsel und Gretel lesen und musste doch etwas lächeln.
Er hatte mich gegrüßt, woraufhin ich nur ein Nicken vermerkte, noch bevor ich mich setzte und das Buch betrachtete, sowie an der Limonadendose nippte. Mit einem pffft war sie auf gegangen, von der Bibliothekarin konnte ich ein Pschhhhht hören, ihr Blick machte mich dann doch ein wenig nervös.
Doch nicht nur das, denn die Stille zwischen mir und Liam machte mich noch wahnsinniger, also nippte ich immer nervöser an der Dose, die zitternden Hände versuchte ich so still wie nur irgend möglich zu halten, ehe er zu sprechen begann und erklärte, dass er hatte reden wollen und es nun tat, ich musterte ihn deshalb ein wenig neugierig, aber auch verwirrt.

>>Wie geht es dir jetzt? <<, fragte er woraufhin ich nun ein wenig irritiert drein schaute und mich fragte, ob er nun ernsthaft mit mir hatte reden wollen oder ob er nur Smalltalk führen wollte. >>Soll ich ehrlich sein oder kann ich es mit einer Lüge abtun? <<, hauchte ich ihm entgegen, sah ihn dabei jedoch nicht an, denn ich konnte nicht, es fiel mir viel zu schwer. Immer nervöser blickte ich auf die Uhr, ich war zu spät, das Ticken der Uhr machte mich verrückt. >>Wie gehts dir denn im Moment? <<, stellte ich die Gegenfrage und wartete sehnsüchtig auf eine positive Antwort nur um mir wieder sagen zu können, dass er wohl erleichtert war mich los zu sein, denn etwas anderes konnte ich mir kaum vorstellen. Mal ganz davon abgesehen, dass er ja nun einen Freund oder soetwas hatte. Was ich dummerweise nicht wusste war, dass jener schon lange nicht mehr da war.


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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyFr 6 Jan 2012 - 21:24
Liam

Es war nicht so, dass ich ihr Zittern und ihre Nervosität nicht bemerkte. Ich fieberte sogar darüber nach, wie ich es ihr angenehmer machen konnte, wenn ich nicht selbst so nervös und zittrig gewesen wäre. Zuerst hatte ich es nicht bemerkt, bis ich das Buch zur Seite gelegt hatte.
Ihren Dank nahm ich mit einem Nicken an, nahm ihr, nachdem sie genug an der Dose gesaugt hatte, diese ab und trank selbst einen Schluck, bevor ich sie ihr zurückgab.
Die Bibliothekarin ging mir gehörig auf die Nerven, allerdings verdrängte ich die Gedanken an sie in das letzte Hinterstübchen und versuchte mich auf die Situation zu konzentrieren.

"Vergiss die Frage.", erwiderte ich darauf, als sie meinte, ob sie diese ehrlich beantworten sollte, und ich meinte eindringlicher: "Was kann ich ändern, damit es dir besser geht? Es liegt ja an mir, soweit ich das verstanden habe." Schuldbewusstsein machte sich in meinem Gesicht breit, dabei hatte ich eigentlich nie vorgehabt, ihr wehzutun. Nein, ich war einfach nur schrecklich dumm gewesen, sie als ein 'Kind' anzusehen, das sicherlich keine Gefühle, oder zumindest keine ernsthaften Gefühle für mich hegen konnte.
Ich hatte gedacht, dass es einfach besser wäre, den Kontakt komplett zu lösen, als irgendwie noch versuchen, mit ihr befreundet zu bleiben. Aber das hatte ihr offensichtlich geschadet. Ich biss mir auf die Lippe und sah sie an, bevor ich näher rückte.
"Schöne Frage, nächste Frage.", meinte ich und sah zur Seite, als sie mich nun ausquetschen wollte, wie es mir ging. "Ich hab Schuldgefühle.", gab ich nun zu, auch wenn es ihr wohl dadurch nicht besser ging, "ich denke fast ununterbrochen daran, dass du mich hassen musst, und dass ich dafür verantwortlich bin, wie es dir geht. Mir geht's ehrlich gesagt scheiße, und noch beschissener, wenn ich darüber nachdenke, wie es dir erst gehen muss.", brachte ich relativ ruhig heraus, schaute hin und wieder zur Bibliothekarin, während ich redete, dann wieder AJ an.
"Das klingt so geschleimt und unwirklich, aber, es tut mir, ernsthaft leid. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich dir anderes sagen kann. Ich mache wirklich alles. Ich schenk dir meinetwegen ein pinkes Plüschpony, wenn dich das aufmuntert.", erklärte ich und versuchte ein wenig zu lächeln. Dass Gil weg war, und das, obwohl ich dachte, ich hätte jemanden gefunden, in den ich mich ernsthaft verlieben konnte, ließ ich beiseite. Es war schlimm gewesen, und hatte mich zunächst mehr geschockt als alles andere, dass er ohne auch nur eine Nachricht zu hinterlassen weg war, aber ich konnte damit leben, denn er war eine Person gewesen, in die ich mich ernsthaft verliebt hätte, aber auch eine, die zu schnell weg gewesen war, als dass das hätte passieren können. Während AJ meine liebste Freundin gewesen war, und eine der wenigen Personen, auf deren Achtung es mir ankam, ich folglicherweise viel mehr litt.
"Irgendwas, bitte. Lass mich irgendwas für dich tun, oke?", sagte ich leise und ignorierte ausnahmsweise die empöhrt schauende Bibliothekarin ganz; die sich wohl gedanklich darüber ausließ, was eine Schülerin hier mit einem Lehrer trieb. Oder besser gesagt, was der Lehrer mit seiner Schülerin machte.


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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyFr 6 Jan 2012 - 21:40
Er stellte Fragen, die ich ihm nicht hätte beantworten können, selbst wenn ich es gewollt hätte, denn die Gedanken in meinem Kopf hatten sich zu einem riesengroßen Klumpen verwirrt, sodass ich gar keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Einfach viel zu kompliziert das ganze. Die Frage, wie es mir ging sollte ich nun also doch vergessen, vermutlich hatte er begriffen, was ich mit meiner Antwort hatte indirekt sagen wollen und das erleichterte mich ungemein, denn mein Gesichtsausdruck veränderte sich von einer extrem angespannten Mine zu einer nur noch dezent nervösen.
Und dann sagte er etwas das mich vollkommen aus der Bahn warf, >>Was kann ich ändern, damit es dir besser geht? Es liegt ja an mir, soweit ich das verstanden habe <<, mein Herz pochte heftig und ich konnte nichts dagegen tun, ich hatte sogar die Befürchtung, dass er es hören konnte, doch versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen und mir stattdessen eine Antwort zu überlegen. Aber nichts kam mir über die Lippen, das Herz pochte mir bis in den Kopf, pumpte das Blut immer schneller durch meinen Kreislauf und ließ mich nicht zu Wort kommen, weil es zu laut war. >>Ich...<<, begann ich doch beendete ich den Satz nicht mehr, denn ich konnte nicht, sicher würde er mich für albern halten, so wie er es zuvor getan hatte, als ich ihm versucht hatte zu erklären, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Sicher war das auch nicht gerade das was er von mir hören wollte und so schwieg ich weiter.
Er nahm mir die Dose aus der Hand um daraus zu trinken und sie mir schließlich wieder zu geben mit den Worten, es sei eine schöne Frage, aber, dass es auch eine nächste Frage gäbe. So erwiderte er auf die meine, dass er Schuldgefühle hätte. Konnte ich ihm das jedoch glauben? >>Wieso solltest du Schuldgefühle meinetwegen haben?...<<, fragte ich ihn ein wenig ungläubig und wandte den schüchternen Blick ab.

Er konnte nicht aufhören daran zu denken, dass ich ihn hassen musste, dass er dafür verantwortlich war wie es mir ging, doch ich schüttelte bloß den Kopf, >>Das...könnte ich nicht...<<, erklärte ich murmelnd und trug nun ein sehr unangenehmes Gefühl in meiner Bauchgegend, es fühlte sich beinahe an wie Bauchkrämpfe.
>>Das klingt so geschleimt und unwirklich, aber, es tut mir, ernsthaft leid. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich dir anderes sagen kann. Ich mache wirklich alles. Ich schenk dir meinetwegen ein pinkes Plüschpony, wenn dich das aufmuntert <<, sagte der Dunkelhaarige ehe ich eine passende Antwort gab fuhr er jedoch fort und bat mich darum irgendetwas für mich zu tun. Am liebsten hätte ich ihm Dinge an den Kopf geworfen wie, dass er mir eine Chance geben sollte, dass er es mir schuldig war, nachdem er mich eiskalt abgewiesen und ignoriert hatte. Nachdem er mich wie den letzten Dreck behandelt hatte, nur um mit seinem neuen Typen etwas anzufangen, weil ich ihm wohl nicht alt genug war.
Aber wie hätte ich ihn um soetwas bitten können...?
>>Und was gedenkst du für mich zu tun? Ich meine...wie willst du das wieder gerade biegen? <<, fragte ich ihn und wurde immer direkter, meine Stimme immer sicherer. >>Wir wissen beide, dass ich in dich verliebt bin Liam und...dass ich... <<, ein Tränenschleier vernebelte meine Sicht, sodass ich mir den Handrücken über die Augen wischte, um nur nicht loszuweinen


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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptyFr 6 Jan 2012 - 22:50
Liam

Die Situation zwischen uns wollte aber auch nicht entspannter werden.
Mir gingen die Worte aus, um zu erklären, was ich wollte, dabei war es so einfach: Ich wollte, dass wir Freunde waren, wie vorher, ohne soetwas Kompliziertes wie Gefühle.
Sie wusste, dass es zwischen uns nichts geben konnte, genauso gut wie ich. Und ich wusste wohl genauso gut wie sie, dass Freundschaft wohl ziemlich unangebracht wäre, weil weder ich noch sie ihre Gefühle so einfach beiseite schieben konnten.
Und nun wollte ich dieses Schuldbewusstsein ertränken, indem ich ihr etwas Gutes tat, tat, was sie wollte, denn ursprünglich war es wohl einfach meine Schuld gewesen; hätte ich mich niemals so undistanziert gegeben, wäre sie vielleicht auch nicht darauf gekommen, in mir irgendetwas Anderes zu sehen, als einen Lehrer, vielleicht nichtmal einen Freund. Und hätte ich sie zu der Zeit auch nicht herausgefordert hätten wir uns niemals geküsst.
Schätzte ich. Das war es, was mein Gewissen am meisten plagte. Man konnte ja fast sagen, ich hätte mich an einer Jüngeren vergangen!
Dabei hatte ich mir zu der Zeit keine Gedanken darum gemacht, ob ich überhaupt was für sie empfand, oder dass wir eigentlich Lehrer und Schülerin waren. Wieso denn jetzt?
Ich seufzte, legte den Kopf schief und wartete darauf, dass sie, meinetwegen, mich ein wenig anschrie, oder so.
Aber das passierte nicht, denn sie war nicht wütend, sie war verletzt. Der Grund, warum sie mich nicht hassen konnte. Also schwieg ich.
"Das frage ich eben dich..", meinte ich, denn ich wollte es geradebiegen, um jeden Preis. Sie wurde sicher und klang im ersten Moment gefangen, doch ich merkte, dass sie kurz vorm Heulen war.
Als ich die Hand ausstreckte, um die ihre wegzunehmen, um zu sehen, ob sie tatsächlich weinen musste, stand die Bibliothekarin auf und kam forschen Schrittes herüber.
Meine Hand zuckte zurück und ich drehte mich zu ihr und ihrem musternden Blick.
"Guten Tag.", grüßte ich, so freundlich es ging, woraufhin sie schnaubte.
"Sie stören die anderen Besucher!", fauchte sie, drehte sich auf dem Absatz wieder um und setzte sich hinter die Theke.
Ich seufzte auf, sah zu AJ, stand dann auf, zog sie von ihrem Platz und vorsichtig hinter mir aus der Bibliothek heraus, auf die Treppe davor.
"Ich weiß.", murmelte ich, pausierte dann, "Und damit hast du mich ganz schön geschockt."
Hier draußen war Wind, auch wenn er lasch war, wirbelte er meine Ponysträhnen durcheinander, sodass ich durch meine Haare fahren musste, damit sie gerichtet waren.
Eine Weile saß ich schweigend da,bis ich wieder das Wort ergriff, unbedacht, dass ich immernoch ihre Hand hielt: "Es ist sicher nicht besonders toll, mit mir zusammen zu sein, wenn dich das tröstet.",versuchte ich wieder, die Stimmung ein wenig zu ändern, oder zumindest sie davon zu überzeugen, dass ich ja sowieso ein Idiot war - wenn ich das nicht schon längst getan hatte.
"Wie hast du dir das eigentlich vorgestellt?", fragte ich nun, "Nehmen wir an, ich ginge mit dir aus, müssten wir das geheim halten, oder? Zumindest, damit deine Mitschüler es nicht auf dich absehen. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Kollegen oder der Schulleiter das auch nicht gerade toll fänden. Du bist 16, und wenn ich mich nicht ganz irre, wäre das sogar strafbar.", meinte ich. Es kam mir sogar unwahrscheinlich normal vor, darüber zu reden.
Noahhr. Nicht ernsthaft.
Ich bemerkte, dass ich immernoch Alisha's Hand hielt, ließ diese ruckartig los, sah zur Seite und kniff die Augen zusammen, bei dem Gedanken, was für ein unglaublicher Idiot ich war.



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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptySo 8 Jan 2012 - 17:34
>>Das frage ich eben dich...<<, war seine Antwort auf meine Frage, wie er das je wieder gut machen wollte, ich wiederrum zuckte bloß die Schultern, denn selbst wusste ich es nicht, wie er das ausbaden wollte, was er angerichtet hatte. Ich wusste gar nichts, denn ich wollte ihn nichts tun lassen, was er nicht freiwiliig für mich tun wollte. >>Lass' dir etwas einfallen und überrasch mich zur Abwechslung mal positiv <<, raunte ich mit einem dicken Kloß im Hals und die Wut in mir began nzu brodeln. Am liebsten wäre ich schließlich der unfreundlichen Bibliothekarin an die Kehle gesprungen, als sie herüber geschritten war, um uns merklich arrogant und zickig darauf hinzuweisen, dass wir die anderen Besucher der Stadtbibliothek störten, welche uns mittlerweile im Visier hatten und unserem Gespräch lauschten. Doch ich riss mich zusammen so gut es eben ging, um mir nichts anmerken zu lassen.
Ich hörte Liam seuftzen, denn er wusste, wie ich für ihn empfand, genauso wie ich wusste, dass zwischen einem Lehrer und einer Schülerin niemals etwas entstehen konnte. Missmutig erhob ich mich, wusste nicht, ob ich ihm nun folgen oder mich gegen den Griff wehren sollte.
Liam hielt meine Hand während er mich hinaus zur Treppe vor der Bibliothek führte und auch als wir uns gesetzte hatten hielt er sie noch immer. Wozu das ganze, wieso wollte er ausgerechnet jetzt ein Gespräch mit mir führen. Wieso musste er jetzt dieses Thema wieder aufgreifen, wo wir doch beide sicher nicht bereit dazu waren? Er wusste genau, dass ich von meinem Gedanken nicht abzubringen war, dass er sich mir nicht ausreden konnte.
Ja, ich war jünger als er und es wäre nicht richtig mit ihm etwas anzufangen, doch was konnte ich dafür, wenn mein Herz für ihn schlug, nur für ihn und so sehr ich auch versucht hatte ihn zu verfluchen und zu hassen, es hatte nicht geklappt.

>>Entschuldige...<<, mein Blick war entschuldigend, als ich das erste Mal wieder mit gerötetem Gesicht zu ihm aufsah, >>Ich hätte es nicht verheimlichen wollen....Die Meinung anderer wäre mir nicht wichtig gewesen...<<, murmelte ich und wandte sogleich den Blick auf unsere Hände, ruckartig riss er seine weg, sah ebenfalls weg und ich fühlte mich nur noch unwohler in meiner Haut. Die Tränen kullerten nun wieder über meine Wangen und ich fühlte mich wie eine gottverdammte Heulsuse die weder wusste was sie wollte, noch was sie durfte.
>>Du hast recht....es...<<, schluchtzen, >>...es ist nicht richtig <<, stimmte ich ihm also zu, um dem weiteren Gesprächsverlauf zu entkommen, denn ich wollte es nicht hören, dass er nur mit mir befreundet sein wollte, so erhob ich mich und machte den Ansatz dazu wegzulaufen.


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BeitragThema: Re: Mystische Stadtbibliothek Mystische Stadtbibliothek EmptySo 8 Jan 2012 - 19:40
Liam

Ich wurde zunehmend nervös und fasste es nicht. War das jetzt ein Scherz? Irgendwie die gerechte Strafe für mein Verhalten gegenüber Alisha? Vermutlich. Das musste es sein.
Achquatsch, ich war auch nicht dermaßen abergläubig.
Sie wurde wohl immer wütender, je mehr oder weniger ich sagte oder tat, und ich selbst konnte sie besser verstehen, als mich selbst. Warum war ich so grausam gewesen? Nur, weil ich nicht die selben Gefühle erwiederte, wohl kaum. Und was sollte ich dann jetzt sagen?
Ich wollte sie überzeugen, davon, dass ich der größte Idiot der gesamten Insel war [sah man von Levi und Cruel ab]. Aber vermutlich war sie schon überzeugt. Aber es gab immernoch etwas, was ich tun konnte, das Übrige.
Positive Überraschung, huh? Wenn sie das wollte.
Aber zunächst entschuldigte sie sich; und ich schüttelte den Kopf. "Du hast alles Recht dazu, mir alles mögliche anzukreiden, Alisha.", meinte ich, was sie wohl selbst schon wusste, und trotzdem beschuldigte sie sich selbst. Ich seufzte auf, als sie meinte, dass sie es nicht verheimlichen wollte. Das wäre noch weniger gut gegangen. Wenn Gil geblieben wäre, hätte sie noch mehr gelitten. Und irgendwie begrüßte ich es gerade fast, dass er gegangen war. So konnte ich doch weitgehend die Dinge mit AJ klären, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber hätte haben müssen.
Dass ihr die Meinung anderer nicht wichtig gewesen wäre, war verständlich, aber ich schüttelte den Kopf. "Aber wenn du wegen mir von denen gemobbt werden würdest, fände ich es schlimm, selbst wenn es dir nichts ausmachen würde." Das war ehrlich. Ich selbst hätte wohl auch Probleme gehabt, wenn die Kollegen das erfahren hätten, aber...
Ich sah immernoch zur Seite, und hatte einen eindeutigen Entschluss gefasst, dabei nicht gemerkt, dass AJ anfing, nun richtig zu weinen. Erst als sie aufstand, mit einem Ruck, schreckte ich auf, stand automatisch mit auf.
"He, stopp.", meinte ich, hielt sie fest und drehte sie zu mir.
"Wenn du es unbedingt willst, mir soll es gleich sein.", leitete ich mein klasse Vorhaben ein, "Und nach einer Zeit wirst du sowieso merken, dass du dich auf einen Trottel eingelassen hast."
Ich strich ihr schließlich auch die Tränen weg, kramte in meiner Tasche nach Tempos, die ich ihr gab. "Du bist verliebt in mich und wärst unter allen Umständen bereit, mit mir zusammen zu sein? In Ordnung, ich werde dein Freund.", erklärte ich kurzerhand, steckte die Hände tief in die Hosentaschen.
Gespannt wartete ich ab, ob sie mir nun eine Ohrfeige verpassen würde und abhaute; denn auch wenn ich sie die meiste Zeit ruhig erlebt hatte, so wusste ich, dass Frauen einem ganz neue Seiten zeigten, sobald sie ausrasteten.
Eins hoffte ich nur inständig, unzwar dass sie nicht nach Gil fragen würde [was sie wohl oder übel noch tun würde, da ich schließlich noch vor ein paar Wochen nur von ihm geschwärmt hatte].
Ich fragte mich, was ich dann sagen sollte; denn ich war mir sicher,egal was meine Antwort darauf sein würde, sie würde sie sowieso in den falschen Hals kriegen.



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