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Bürgermeister Koji

Bürgermeister Koji

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Bürgermeister Koji

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BeitragThema: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptySa 21 Nov 2009 - 13:20
das Eingangsposting lautete :

Der Supermarkt





Keine Zeit für ein Restaurant? Zu teuer? Alles kein Problem, denn hier im Supermarkt findet man alles, was das hungrige oder durstige Herz oder auch sonst begehrt. Der Supermarkt ist der Größte der Insel und die einzelnen Abteilungen sind gut beschriftet, die Regale jedoch bis obenhin vollgestopft. Die Lichter sind äußerst grell, die Klimaanlage läuft immer auf Hochtouren (brrr) und eine Kamera hat alles genau im Blick - Diebstahl ist zwecklos!

Preisliste


Obst und Gemüse
pro Portion
Obst
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Gemüse
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
-------------------------------------------------------------------------------------
Fleisch und Fisch
klein (ca. 250g)
groß (ca. 500g)
1 Stk.
3 Stk.
Schweinefleisch
7 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
10 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Hühnerfleisch
9 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
12 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Rindfleisch
13 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
14 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Bratwürste
8 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
11 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Wildfleisch
13 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
16 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Diverse Fischsorten
x
x
10 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
23 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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Fertiggerichte
kleiner Imbiss (Sandwich, belegtes Brötchen)
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Dosen- oder Mikrowellengerichte
4 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Tiefkühl-Fertigprodukte (Pizza, Lasagne & Co)
6 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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andere Lebensmittel
pro Portion
Milchprodukt
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
10 Eier
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Feinkost
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
sonstige Kochzutaten
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Brotlaib (Weiß, Schwarz, Vollkorn)
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Schnittbrot
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Naschartikel (süß, salzig)
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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Getränke
0,3l
0,5l
1l
6x0,5l
Wasser mit/ohne Kohlensäure
x
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2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
Analkoholisches Getränk (Saft, Softdrinks etc.
x
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3 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
Bier
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3 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
14 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Wein
x
11 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
x
Prosecco
x
x
10 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
Sekt
x
x
17 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
Spirituosen (Wodka, Whisky, Tequila ...)
x
x
20 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
x
----------------------------------------------------------
Zeitschriften
Tageszeitung International
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Tageszeitung Isola
1 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Diverse Zeitschrift
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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Medien
CD
10 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
DVD
15 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Konsolenspiel
30 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Schallplatte
18 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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Schulutensilien
Umhängetasche
20 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Rucksack
20 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Stifte (Kugelschreiber, Bleistift, Buntstift u.A.)
1 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Füller
5 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Collegeblock
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Heft
2 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Zubehör
(Radiergummi, Anspitzer, Lineal, Zirkel ...)
1 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
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Sonstige
Hygieneartikel
(T-Papier, Schminke, Pflegeartikel ...)
1 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Kondome 6er Pack
6 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Zigaretten
6 Supermarkt - Seite 6 Zen-icon-mini
Milchprodukt
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Gast

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Anonymous

BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptySa 3 Jan 2015 - 11:39
cf: Wohnung Nr.2

Eine Gefühlte Ewigkeit war ich bereits durch die Stadt gelaufen, es war bereits dunkel geworden. Selbst nachts waren immer noch eine Menge Bewohner am Weihnachtsmarkt unterwegs. Auch in den Seitenstraßen war nun ordentlich etwas los, weswegen ich mich von dort auch einigermaßen schnell entfernte. Menschenmengen waren eben nicht wirklich etwas für mich.
Zumindest hatte ich den Entschluss gefasst noch auf den letzten Drücker ein Weihnachtsgeschenk für Levi zu holen. Durchaus könnte im Falle eines Erscheinens ohne Geschenk von ihm oder anderen Leuten als ignorant und hochnäsig bezeichnet zu werden. Für solche Gedanken wollte ich natürlich in niemandes Kopf Platz lassen oder schaffen und da der Weihnachtsmarkt nicht wirklich Sachen hatte die einen Jungen seines Alters großartig interessieren würden und ich ihn abgesehen davon sehr gut kannte, konnte ich mir schon denken was in gewisser Weise gut bei ihm ankommen würde. Es waren Videospiele. Ich persönlich war kein großer Fan davon, aber er schien sie regelrecht zu lieben.
Das war unter anderem auch der Grund warum ich mich in den Supermarkt begab. Ich ging schnurstracks durch den Eingang und direkt zu der Abteilung wo in riesigen Buchstaben "Games" geschrieben war. Hier bahnte sich nun das nächste Problem an. Ich hatte nämlich keine Ahnung welches dieser Spiele nun in irgendeiner Weise interessant sein würden. Ich rief einen Verkäufer herbei, der einigermaßen jung zu sein schien und gerade dabei war ein Regal einzuräumen und ließ mich von ihm "beraten". Am Ende lief es darauf hinaus das ich von ihm ein Spiel in die Hand gedrückt bekommen habe, mich bedankte und an die Kasse ging um es zu bezahlen. Zusätzlich ließ ich es auch noch als Geschenk verpacken, erstaunlicherweise wurde dafür kein Aufpreis verlangt. Ich übergab dem Verkäufer die fällige Summe von 40 Zen und verließ wieder den Supermarkt in Richtung Waisenhaus. Jedoch beschloss ich, mir dabei ein wenig Zeit zu lassen und mich eventuell noch in den anderen Läden umzugucken.

tbc: ???

Konsolenspiel 40 Zen.


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Gast

Gast

Anonymous

BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptySo 1 März 2015 - 18:29
Cf : Gilgameshs wohnung

Mit langsamen aber stetigen schritten erreichte ich den Supermarkt und sah mich erst einmal um, dann kam ich zu dem Schluss das niemand von Interesse in der Umgebung war und ich mich ungestört meinen Einkäufen widmen konnte. Schließlich war es besser einige dinge auf Vorrat zu kaufen, auch wenn ich lange zeit nichts essen musste war es wohl dennoch besser etwas zu kaufen. Schließlich wollte ich nicht ohne essen dastehen wenn ich etwas zu essen brauchte. Das ich sie ignoriert hatte tat mir schon ziemlich leid aber es war mir nicht anders möglich gewesen, schließlich wollte ich nicht noch mehr schaden anrichten, trotz meiner Trauer verbannte ich diesen Gedanken in die dunkelste ecke meines Kopfes und überlegte nun was ich eigentlich brauchte.
Nachdem ich eine weile nachgedacht hatte wusste ich es und legte die dinge welche ich benötigte in den Einkaufskorb welchen ich mir beim Betreten des Gebäudes mitgenommen hatte.
Diese Insel kam mir schon ein wenig seltsam vor, auch wenn ich nicht wirklich verstand wieso so war es doch etwas anderes hier zu sein als in der freien Welt.



5X Gemüse    5Z
3X Cola         9Z
1X Rotwein    6Z


Tbc: Uferpromenade


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Matheo

Mathéo Tristam

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Mathéo Tristam

Matheo
BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyDi 24 Sep 2019 - 1:09
Cf: Yashidori | Yashidori

Wie zu erwarten war, hatte die Fahrt nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch genommen. Julia nutzte die Möglichkeiten, welche ihr durch die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen gegeben wurden, bis zum Anschlag aus. Hier und da fragte er sich wieder, ob sie sich in eine andere Person verwandelte, sobald sie hinter das Steuer stieg. Außerdem keimte auch die Frage auf, ob sie in bestimmten anderen Bereich ebenfalls ein anderes Bild an den Tag legte. Vielleicht wenn man ihr einen Tennisschläger in die Hand drückte oder … ach, Mathéo wollte seine Fantasie lieber direkt ersticken, bevor er wieder an unanständige Dinge dachte.
Stattdessen sprach er unterwegs davon, wie seltsam es sich anfühlte, Straßen entlangzufahren, die er vorher kaum genutzt hatte, sich aber einreden musste, dass er diese noch häufiger in Zukunft sehen würde, da sie zu seinem neuen Heim gehörten. Im nächsten Moment fiel ihm dann allerdings wieder ein, dass noch gar nicht feststand, dass er im Yashidori-Viertel wohnen blieb. Einer von den beiden würde sicher ausziehen; im schlimmsten Fall beide. Es würde also schwerfallen, sich hier wirklich einzuleben, weil im Hinterkopf der Gedanken spukte, dass es nur für vorübergehend war. Hm.

»Allerlei Gewürze, Tee und so was habe ich übrigen noch in meinen Kisten. Das können wir uns erst mal sparen«, sprach Mathéo, kaum waren sie angekommen und ausgestiegen. Er überlegte, ob er vorschlagen sollte, dass sie gerennt durch den Markt liefen, um schneller alles zusammenzutragen. Auf der anderen Seite interessierte ihn jedoch das Gefühl, gemeinsam einzukaufen. Und dabei war nicht die Rede vom handelsüblichen Shoppen im Einkaufsviertel. Er meinte den Gang durch den Supermarkt, wo es nur um die alltäglichen Dinge wie Lebensmittel, Getränke und Taschentücher ging; also das, was man als Wohngemeinschaft oder als Paar machte. Stopp! Mathéo musste sich plötzlich in Gedanken ermahnen. Das ging schon wieder in die falsche Richtung.
Um sich zu beruhigen, klopfte er sich kurz zwei Mal auf die Brust, atmete durch und umkreiste dann den Wagen, um zu Julia zu gelangen.
»Wir können ja erst mal holen, was uns so in den Sinn kommt und uns später daheim hinsetzen, was wir künftig grundsätzlich einkaufen wollen. Fürs Essen gleich weißt du sicher genau, was du brauchst. Ansonsten wäre noch Frühstück morgen. Brot, Brötchen, Butter, alles so was noch. Getränke müssten wir schauen, ob wir es uns leicht machen können und auf einen Nenner kommen. Für mich würde Wasser reichen, wenn du nichts spezielles brauchst, Julia.« Wenn er selbst etwas besodneres wollte, hatte er seinen Tee. »Ach, Milch werde ich auf alle Fälle noch holen«, fiel ihm in dem Moment ein.

Das ungleiche Paar bog vor den Eingang des Supermarkts und trat schließlich in das hell durchleuchtete Gebäude ein.
»Fällt dir noch was bestimmtes ein?«, schaute er zu seiner blonden Begleitung.
Ganz verdrängen konnte er den Gedanken nicht, welchen Eindruck sie wohl gerade machten. Immerhin war es nicht so, dass er ein kleiner Bube war und sie eine große, erwachsene Frau. Gut, letzteres stimmte. Aber der Tristam war nicht kleiner als sie. Außerdem sah sie keine zwanzig Jahre älter aus als er. Also … würde man die beiden missinterpretieren? Mathéo würde zu gerne eine eine der anderen Personen fragen, die hier gerade einkauften. Der Drang war unausstehlich. Eine andere Möglichkeit war, sich an einer Theke etwas zu holen und darauf zu hoffen, dass die Verkäuferin sich nach Julia erkundigte. Hm. Wollte er gerade wirklich einen Plan aushecken? Mathéo konnte sich selbst nicht mehr einschätzen.




Supermarkt - Seite 6 PY8debn
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Julia

Julia Bardera

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Julia
BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyDi 24 Sep 2019 - 2:36

cf: Stadt | Yashidori | Yashidori 16

Es dauerte nicht lange, bis die beiden neuen Hausbesitzer am Supermarkt in der Stadt ankamen. Für Julia war es Routine. Nur die Anfahrt hatte sich geändert. Das ihr Wagen nicht das idealste für einen Großeinkauf war, musste ihr aber auch keiner erzählen. Sie würde sich trotzdem weigern ihren gelben Boliden zu ersetzen. Ganz allein ihr Stolz ließ das schon nicht zu. Niemand würde sie von ihrem letzten besitz trennen, welchen sie sogar extra mit auf die Insel genommen hatte. Eines stand zumindest fest: Klauen würde man ihn nicht. Nicht, wenn er der einzige seiner Art wäre. Aber das war zum Glück ein Thema über das sich die Dämonin sowieso keine Gedanken machen musste.
Zumindest hatte der Tristam sich zum Einkauf selber ein paar Gedanken gemacht. Kaum waren sie ausgestiegen teilte er ihr mit, was im Haushalt zumindest überhaupt nicht gebraucht wurde. „Gut zu wissen, das erspart uns einen kleinen Großeinkauf.“, erwiderte sie knapp und atmete etwas erleichtert auf. So sagte ihr zumindest keiner, dass ihr Wagen zu klein für solche Einkäufe war…

Zumindest vorgesorgt hatte die Bardera, indem sie von ihrem Schlüsselbund einen kleinen Chip entfernte, welcher im ungefähren die Größe eine Geldmünze hatte, damit sie den Einkaufswagen von seinen Ketten befreien konnte. Ein simpler Gegenstand, aber immens nützlich. Besonders jetzt wo ein paar Isolaner dort standen und erst einmal in ihrem Portmonee herumkramten. Die Frau von Welt war vorbereitet, so auch ihre Wenigkeit. In der Zwischenzeit erläuterte ihr der Tristam, was sie unter anderem vielleicht auch noch brauchen würden.
„Ich dachte ähnlich.“, schloss sie an seine Aussage an als sie den Einkaufswagen in Richtung des Eingangs schob. „Brötchen für die Mikrowelle stehen auf meiner Liste, genauso wie Aufstrich und vielleicht ein bisschen Marmelade.“, sie stoppte kurz vor dem Eingang und erlaubte der Tür sich zu öffnen, „Kaffee sollte ich nicht vergessen, genauso wie ein paar Backmischungen. Die Sachen für heute Abend lassen sich relativ schnell zusammensammeln. Ich streite allerdings noch, ob ich das Ganze mit etwas Knoblauch versehe…mhh.“, besonders letzteres schien die Blondine etwas mehr zu beschäftigen, als man es von ihr eigentlich erwarten würde. Sie probierte gerne ein bisschen in der Küche herum. Was sicherlich auch mal nach hinten losging. Allein die Omelette in der letzten Woche waren sicherlich kein Eintrag für die Geschichtsbücher, da war sich die Direktorin selbst sehr sicher. Aber zum Glück bekamen ihre Gäste davon meistens nichts mit.
„Bei den Getränken, schau doch einfach nach dem was du willst. Musst dich nicht zurückhalten.“, schmunzelte sie mit Blick auf ihre Begleitung und bog zusammen mit dem Tristam in die erste Abteilung ein, wo sie schon einmal die Nudeln für den heutigen Abend heraussuchte. Spaghetti waren es. Lang, dünn und gut mit der Gabel aufzuwickeln. Für Tomatensoße mit Flusskrebsen eine ihrer bevorzugten Auswahlen. Dementsprechend schnell fanden sich auch Tomatenstückchen aus der Dose, Zwiebeln und eine Packung Knoblauch in ihrem Wagen wieder. Oh, und eine Flasche Olivenöl, für das erste anbraten.
Dabei tat sich die Dämonin nicht einmal den Funken mühe zu geben sich vom Tristam fernzuhalten oder ihn irgendwie auf Distanz zu bringen. Nein, sie machte nichts dergleichen. Keine bisschen Aufmerksamkeit erregte die Blondine bei ihrer Einkaufstour. Ganz nach dem Motto: Wenn du es nicht auffallen lässt, fällt es auch nicht auf. Genau so wie Julia es haben wollte. Man würde lügen, wenn sie es nicht auch darauf angelegt hätte. Sie spielte ihr Spiel gut und die Chancen standen nicht schlecht, dass ihr die Verfärbungen in Mathéos Gesicht durchaus aufgefallen waren. Lediglich die genaue Deutung sollte noch fehlen.

Erst beim zweiten Kühlregal wurde die Bardera langsamer und begutachtete das Sortiment. Nicht alles in ihrem Leben hatte eine starre Liste, welcher sie nachlief. Vanillepudding war hier gerade das Objekt der Begierde, während ihre blauen Augen fast schon vertieft die Inhaltsstoffe abscannten und am Ende am Haltbarkeitsdatum hängen blieben. „Mh…auch ein Fan von Pudding?“, grübelte sie kurz und würde je nach Antwort des Tristams auch ein – bis zwei Becher für ihn hinzufügen. Stattdessen wanderten Salami, Schinken und andere Wurstsorten in das Innere des Einkaufswagens. Alles Sachen die länger haltbar waren und dementsprechend keinen schnellen Konsum benötigten. Käse und Erdbeermarmelade durften dabei selbstredend auch nicht fehlen, nur waren die hier nicht zu finden. „Wärst du so freundlich einmal zu schauen, wo sie hier die Erdbeermarmelade hingetan haben?“, fragte sie mit einer spontanen Drehung zu ihrer Begleitung und fixierte ihn mit ihren blauen Seelenspiegeln. „Und – bevor du gehst – was hältst du von Aufschnitt? An der Theke haben sie für gewöhnlich immer frische Sachen.“. Es klang wie ein Ratschlag, war aber eher eine simple Beobachtung ihrer vielen Einkaufstouren. Vielleicht ein bisschen Klischee, aber was solls. „Ich schaue so lange, wo sie hier den Joghurt versteckt haben.“. Auch wenn vor ihrer Nase Joghurt stand, aber das war nicht das Objekt ihrer Begierde. Sie brauchte türkischen Joghurt…und Kirschen…und Zucker. Aber das konnte sie auch gleich noch holen, während sie den Restauf der imaginären Liste abarbeitete.


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Matheo

Mathéo Tristam

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Matheo
BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyMi 25 Sep 2019 - 2:06

Irgendwie gewann er den Eindruck, als war Julia deutlich besser bewusst, was sie kaufen wollte, als es beim Tristam der Fall war. Mathéo dachte noch in groben Gruppen, dachte an den Zweck hinter den Lebensmitteln. Er wollte das Abendessen sichern, ein Frühstück gewährleisten. Zu trinken musste jeder was haben. Recht einfach plante er also die Einkaufsliste. Dagegen war Julia auf einer viel expliziteren Route unterwegs.
Neugierig folgte er ihr und notierte sich innerlich alles, worüber sie sprach. Anscheinend war Julia ein Marmeladen-Fan. Mathéo kannte sogar Menschen, die nichts anderes frühs auf ihrem Brötchen aßen. Andere widerum mochten Süßes überhaupt nicht auf dem Brot. Aber was mochten sie alle zu ihrem Frühstück? Genau … Kaffee. Bei Julia war es eines der ersten Dinge, was sie nannte. Sicherlich gehörte sie zu der Sorte, die ohne ihre drei Tassen frühs weder anzusprechen noch zu ertragen waren. Mathéo musste schmunzeln bei dem Gedanken und stellte sich eine muffelige Bardera vor, die mit zerzaustem Haar aus ihrem Schlafzimmer stapfte, in die Küche hinab stolperte und vor der laufenden Kaffeemaschine fast erneut einschlief, bis der grelle Hinweiston des Geräts ihr mitteilte, dass ihr Seelenheil endlich fertig gebraut war.

Es ging weiter durch den Gang, vorbei an Diversitäten. Für einen kurzen Moment konnte er sogar die Getränkeabteilung erspähen, doch Julia schob den Wagen vorerst weiter in die andere Richtung. Er würde also später dorthin zurückkommen, um sich einen Pack zu schnappen. Auf die Schnelle würde das reichen; und wenn Julia wirklich mit allem zufrieden war, brauchte er auch nichs anderes als stilles Wasser.

»Hm?«, stutzte er, als er plötzlich nach seiner versteckten Puddingleidenschaft gefragt wurde. Sein Blick folgte ihrem und er sah, womit sie sich gerade beschäftigte. Vanille … brrr ... Innerlich schüttelte sich der Tristam. Nicht dass er grundsätzlich etwas gegen diese Geschmacksrichtung hatte. Nur purer Vanillepudding war ihm einfach zu … vanillig. Als Soße mochte er es sehr, doch die Hauptattraktion musste immer wer anders sein. »Gerne, aber lieber Schoko«, antwortete er deshalb und schaute ihr zu, wie sie sowohl für sich als auch für ihn einen Becher in den Wagen legte. Schwarz und Gelb. Man hätte auch von Schwarz und Weiß sprechen können. Auf alle Fälle bildeten sie einen starken Kontrast zueinander.
Als nächstes folgten noch diverse Wurstsorten, deren Wahl Mathéo ziemlich wahllos erschien. Eher kam es dem Tristam vor, als warf Julia die Lebensmittel nach Lust und Laune in den Wagen.

»Klar, kann ich machen«, antwortete er ihr, als sie ihn darum bat, nach der Erdbeermarmelade zu schauen. Doch ehe er losstiefeln konnte, denn er erinnerte sich sofort, wo er sie zuletzt gesehen hatte, hatte Julia noch einen Nachbrenner für sie. »Aufschnitt, hm? Klingt gut. Ich schau mal nach, was es so gibt.«
Gleichzeitig wunderte er sich aber auch, da sie doch Wurstaufschnitt bereits einsackt hatte. Ging es ihr also nur noch um den Käse? Vermutlich mochte sie es, wenn die Scheiben frisch vom Käsebatzen abgeschnitten wurden. Vielleicht hatte sie früher sogar als kleines Mädchen ihre Mutter beim Einkaufen begleitet und sich immer gefreut, wenn der Verkäufer hinter der Theke eine Scheibe extra abschnitt und ihr diese reichte. Wieder lief die Fantasiefabrik des Tristams zu Höchstleistungen an und bescherte ihm einen Kurzfilm, der eine fünfjährige Julia zeigte. Doch ob er sie sich richtig vorstellte? Mathéo schwenkte mit seinen Augen ein letztes Mal zu der Blondine, erfasste ihr Aussehen und verschwand dann im nächsten Gang. Er fand es schwer, sicher zu sagen, wie sie wohl als kleines Mädchen ausgesehen hatte. Das einfachste würde sein, sie nach ein paar Kindheitsbildern zu fragen. Doch würde sie ihm diese auch zeigen? Irgendwie hatte Mathéo auch das Gefühl, dass er es sich vorher gut überlegen sollte, ob er sie überhaupt danach fragte; nicht weil es etwas sehr privates war sondern eher weil es ein Teil ihrer Vergangenheit war, mit der Julia so ihre Probleme hatte, wie er bereits herausfinden durfte.
Besser, er verwarf den Gedanken fürs erste wieder und konzentrierte sich auf den Einkauf. Die Marmelade stand gleich eine Ecke weiter. Mathéo musste sich nur kurz durch die verschiedenen Sorten kämpfen, bis er an einem rot gefüllten Glas hängen blieb. Einen Vergleich verschiedener Marken konnte er nicht durchführen. Es gab nur die eine. Aber er hatte auch nichts anderes von einem Supermarkt dieser Größe erwartet. Zuhause in Newcastle würde er wohl mit zehn verschiedenen Marken konfrontiert werden und sich ewig den Kopf darüber zerbrechen können, welches Glas er nun nahm. Den lobenden Worten und Beschreibungen auf den Etiketten konnte man selten glauben. Alle wollten sie ihr Produkt verkaufen, da lehnte sich jeder gerne mal etwas weiter aus dem Fenster und lobte seine Ware bis zum Himmel hoch. Hier in dem kleinen Markt auf Isola war es anders. Da gab es nur das eine und nur das eine wurde von dem Dämon aus dem Regal gegriffen.
Als nächstes ging es zur Theke, wie Julia ihm empfohlen hatte. Hier war die Auswahl größer. Verschiedene Käsesorten lagen zur Auswahl. Zuerst war Mathéo etwas überrascht von den Namen, doch schnell erinnerte er sich daran, dass hier im fernen Osten Gouda und Co nicht die Marktführer waren. Natürlich konnte Mathéo auch diese europäischen Lieblinge finden, doch den meisten Platz nahmen die lokalen Helden ein.
»Sechs Scheiben vom Gouda«, bestellte er bei der Dame hinter der Theke, nachdem sie zu ihm gekommen und nach seinem Begehrt gefragt hatte. Ob sechs genug sind? Mathéo war sich unsicher. Er hatte noch nie für einen zweiköpfigen Haushalt Käse gekauft. Für sich selbst holte er meist großzügig, ohne weiter darüber nachzudenken. Vermutlich machte Julia gerade genau dasselbe. Zumindest wirkte sie so unbeschwert, wie er sich sonst immer selbst gefühlt hatte. »Und am besten noch sechs vom Mozzarella.« Das sollte reichen, dachte er sich und nahm die verpackten Scheiben mit einem Lächeln und einem »Danke sehr« entgegen.

Um mehr hatte Julia ihn eigentlich nicht gebeten. Doch eine Sache fiel ihm auf alle Fälle noch ein: die Getränke. Ein Sechserpack stilles Wasser aus irgendeiner wundervollen Fuji-Quelle war es am Ende, was sich Mathéo griff. Außerdem kam er auf seinem Weg noch an den Regalen mit den Naschereien vorbei. Kurz überlegte er, worauf Julia wohl stand, konnte sich allerdings nichts zusammenreimen. Immerhin war es nicht so, als konnte man ihr an der Nasenspitze ablesen, dass sie auf weiße Schokolade oder so stand. Das müsste Mathéo erst noch herausfinden. Danach könnte er ihr eventuell mal eine kleine Freude machen, indem er sie mit ihren Lieblingspralinen überraschte. Ob sie darauf stand? »Hm …«, Mathéo murmelte vor sich herum, während er nun deutlich langsamer zurück zu Julia schlürfte. Es gab so viel, was er von ihr noch nicht wusste. Unabhängig von ihrer Vergangenheit und den Dingen, die sie beschäftigten, waren es viele kleine und alltägliche Dinge, von denen er noch keine Ahnung hatte. Im Umkehrschluss wusste sie aber auch wenig von ihm. Ob es sie interessierte? Warum Mathéo sich wieder innerlich dafür ohrfeigte, dass seine Gedanken ständig in dieselbe Richtung abdrifteten?

»Hey, da bin ich wieder!«, kündigte Mathéo seine Rückkehr an. Sofort packte er den Käse und die Marmelade zum Rest des Einkaufs in den Wagen. »Deine Marmelade hab‘ ich gefunden. Getränke hab‘ ich auch dabei.« Zur Verdeutlichung hob er den Sechserpack an, ließ ihn eine Sekunde später aber schon wieder sinken. »Ansonsten hab ich paar Scheiben Käse bei der Theke geholt. Wurst haben wir ja schon. Hoffe, das reicht dir so.« Fragend schaute er der Bardera in die Augen.
Nebenher erinnerte er sich auch wieder an seine Überlegungen zum Thema Theke. Das hatte eben mit der Käsetante nicht hingehauen, was aber auch daran lag, dass er getrennt von Julia dort war. Da konnte die beiden niemand missverstehen. Aber es wäre wohl auch seltsam, wenn so etwas an der Käsetheke passieren würde. Mathéo erwartete nicht, dass er gefragt wurde, ob seine Freundin gerne eine Scheibe Käse zum Probieren haben wollte. Aus dem Alter war sie offensichtlich heraus, sodass man ihr diese Angebote machte. Mathéo musste also auf eine andere Gelegenheit warten.




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Julia

Julia Bardera

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Julia Bardera

Julia
BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyMi 25 Sep 2019 - 19:22

Ein leichtes, kaum hörbares Lachen wurde der Bardera entlockt, als es doch lieber Schokolade sein sollte. Der Gegensatz war schon ein wenig amüsant, das war nicht zu verneinen. „Dann Schokolade.“, kommentierte sie amüsierten Tones und packte beide Sorten in den Wagen. Gerade wollte sie isch nach anderen Wünschen erkunden, aber da fiel ihr das ein, was eigentlich die ganze Zeit schon hätte offensichtlich sein müssen und sei am Ende auch schweigen ließ, anstatt etwas weiteres anzusprechen. Das hier war nicht Levi. Mal davon abgesehen, dass sie den schwarzhaarigen Rotzlöffel sowieso bei der Chips Abteilung parken könnte. Dort würde er eine gefühlte halbe Stunde brauchen, wenn sie ihm das Limit von einer einzigen Tüte setzen würde. Sachen zum Naschen sollten eben gut gewählt sein. Traurig, aber irgendwie auch wieder lustig. Sie wusste selbst nicht, was sie großartig anderes davon halten sollte.
Dementsprechend ging die Dämonin auch einfach weiter ihren imaginären Einkaufszettel runter und stellte ihre Anfrage an den Tristam, welcher sich auch sogleich an die Arbeit machte. Einen kurzen Moment folgten ihm die blauen Augen, dann aber widmete sie sich wieder ihrem Kühlregal. Die Dämonin hoffte ja darauf, dass er sich nun auch um seine Sachen kümmern würde, wenn er schonmal die Gelegenheit hatte. Auch wenn der Gedanke selbst sie im nächsten Moment etwas verwirrte. Letzten Endes was sie nur darauf gespannt, wie viel der Tristam für sich selbst holen würde, während sie vor sich aber leider auch nicht das fand, was sie gerne hätte.
„Schade…“, murmelte sie und seufzte. Sie hätte dem Tristam gerne diese Art der Nachspeise präsentiert. Kalte Kirschen ganz unten, darüber Joghurt und eine Schicht aus braunem Zucker darüber. Gemischt ein nicht ganz zu verachtendes Geschmackserlebnis und sie hätte gerne gewusst wie Mathéo dazu gestanden hätte. Aber wenn sie vom Schokopudding ausging, dann konnte sie da noch keine wirklich logische Parallele ziehen. Sie würde ein bisschen subtiler Fragen müssen, aber das Thema musste dementsprechend auch passen. Geduld, hieß hier das Stichwort.

Deswegen bewegte sich die Bardera auch sogleich weiter. Brötchen zum aufbacken fanden sich relativ einfach in einer der Kühltruhen. Man musste sie zwar nicht dort aufbewahren, aber man konnte. Ihr selbst war das eigentlich immer recht egal. Mal legte sie eine Tüte griffbereit auf die Küchenzeile, mal packte sie diese immer wieder zurück ins Kühlfach. Es war wirklich von ihrer Zeit und Laune abhängig, was man im ersten Moment eigentlich nicht so recht glauben konnte. Naja, wenigstens konnte sie dort drei Tüten mitnehmen. Diese, so schätzte sie, würden erst einmal reichen. Ihr Haushalt war sowieso immer sehr koch lastig. Aber da würde Mathéo selbst noch draufkommen.
Und als hätte er sie bei diesem Gedanken gehört, riss seine Stimme die Blondine auch aus ihren Gedanken. „Oh, hey. Sehr gut.“, versuchte sie sich aus ihrer überrumpelten Situation zu retten und setzte sogleich ein leichtes Lächeln auf, welche sie einzig und allein dem Tristam schenkte. Gleich danach beäugten ihre Blicke kurz den Aufschnitt, blieben aber viel mehr an der Marmelade hängen. „Nein, das passt alles so! Wunderbar, dann kann man gleich mehrere Sachen von der Liste streichen.“, lobte sie ihn, drehte sich kurz und schaute noch einmal zum Kühlregal zurück.
„Eigentlich mache ich die Marmelade selber, wenn die Zeit da ist.“, erklärte sie sich und lachte kurz auf, „Aber das ist eine wahre Sauerei in der Küche, das sage ich dir. Wenn es dir nicht auf der Schürze landet, dann kleben die Finger und damit sich das lohnt, macht man am besten gleich zehn Gläser davon.“. Eine wahre Geschichte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Bardera eher anderes in ihrem Kochrefugium produzierte als nur ausschließlich Marmelade. Dort musste sie in jedem Falle noch üben. Außerdem verbrauchte Marmelade immer so viel Zucker. Aber irgendwoher musste ja der Trick der Haltbarkeit kommen, von den Früchten her kam sie ganz bestimmt nicht.

Und damit wäre der Einkauf auch an sich erledigt gewesen. Wenn Julia nicht noch in einer kleinen Ecke eine extra Joghurt Abteilung aufgefallen wäre. Abrupt stoppte sie den Wagen und schaute nach links. Wunderbar! Ein kleiner Eimer mit türkischem Joghurt, direkt neben dem Griechischen. Nur hatte die Dämonin gerade absolut kein Mitleid mit Aristoteles und seinen Schergen, weswegen sie den auch keines Blickes würdigte. Was sie dabei auch nicht beachtete, war ihre Pose. Wie beim Auto schaffte es die Blondine sich wirklich elegant nach vorne zu neigen. Nicht in einem 90 Grad Winkel, aber es reichte schon das linke Bein leicht angewinkelt nach vorne zu setzen und den Oberkörper leicht schräg folgen zu lassen. Auch wenn ihr Rock dieses Mal keinen guten Ausblick versprach, die Bluse und das Jackett der Direktorin konnten das sehr wohl kompensieren. Als sie dann letzten Endes noch den Joghurt herausnahm, auf die Inhaltsstoffe schaute und kurz darauf eine ihrer wildgewordenen Strähnen langsam hinter ihr rechtes Ohr strich, sich ihre Mundwinkel erneut leicht nach oben zogen, schien die Szenerie perfekt zu sein.  
„Weißt du…“, setzte sie an und suchte den Blickkontakt zu ihrem Mitbewohner. Ihr waren neben den Kirschen noch ein paar andere Ideen gekommen. Aber wer kannte es nicht. Selbst wenn eine Frau eine Einkaufsliste hatte. Es landete immer mehr im Kühlschrank, immer. Genauso wie sich der Herr im Haus, wenn es denn einen gab, dann immer beschwerte, letzten Endes aber alle fleißig mit konsumiert. „Vielleicht könnten wir noch etwas…“, wieder eine Pause, „…Saft mitnehmen.“, ihr Blick wurde fragend, genauso wie ihre Stimme. „Orangensaft für das Frühstück. Habe ich ab und zu ganz gerne.“, erläuterte sie und wartete auf eine Antwort. Die Kirschen und en braunen Zucker würde sie so schon irgendwo finden. Wenn sie sich recht erinnerte, lag das in diesem kleinen Markt sogar auf ihrem Weg.


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Matheo

Mathéo Tristam

Zen 309

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Mathéo Tristam

Matheo
BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyDo 26 Sep 2019 - 20:59
Marmelade selber machen ... Das klang wie etwas, wovon ihm seine Freunde früher erzählten. In der einfachen Menschnfamilie war es scheinbar üblich gewesen. Mindestens die Großmutter nutzte die jährlichen Obsternten dazu, Kompott und Marmelade herzustellen. Und danach wurde alles an die Kinder und Enkelkinder verteilt. Bei den Mädels in seiner Clique ging es sogar so weit, dass sie dazu gedrängt wurden, bei ihren Müttern zu helfen. Doch Lust hatte damals keine von ihnen. Mathéo wurde erst deutlich später bewusst, als er schon auf Isola war, dass sich keine von ihnen als potentielle Hausfrau geeignet hatte. Zumindest hatten alle Hausarbeit verabscheut und auch alles, was man damit im weiteren SInn in Relation setzen konnte. Aber Party machen - das konnten sie gut. Zugegeben: Mathéo hatte sich nicht anders gefühlt. Dass er in Wirklichkeit deutlich mehr für seine Zukunft getan hatte und Fertigkeiten und Kenntnisse erlernt hatte, die sogar einem Hausmann zu Gute kommen würden, war ihm damals schlicht nicht bewusst gewesen. Mathéo spähte zu Julia. So gut in der Küche wie die Bardera war er allerdings noch lange nicht. Er kannte nur ein paar Kleinigkeiten, die meist sehr speziell waren; mit denen man dann auch angeben konnte.

In dem Moment, in dem er zu Julia hinüberschielte, fiel ihm auf, dass sich die Direktotin der Joghurt-Abteilung zugewandt hatte. Eimerweise war das Kühlregal gefüllt. Mathéo las türkischen Joghurt, las griechischen Joghurt; musste daran denken, wie letzterer zusammen mit Honig schmeckte: sehr süß auf alle Fälle. Ob man jedoch auch als süß betiteln konnte, was Mathéo als nächstes betrachtete, darüber konnte man sich streiten. Was gab es noch so für Geschmacksrichtungen? Sauer, bitter … nein, es war auf alle Fälle eine verdammt … scharfer Anblick.

What the-?!

Das Szenario kannte er doch! Das war wie damals im Büro der Heimleitung, als er Julia beim Aktenwälzen geholfen hatte und ihr ein Stift runtergefallen war und dann … Mathéo riss sich ruckartig die Hände vors Gesicht, nahm sie einen Augenblick später allerdings schon wieder runter. Innerlich fauchte er sich an, dass er nicht jedes Mal wie ein kleiner, spätpubertärer Teenager rot anlaufen und weggucken konnte, wenn sich Julia nach vorne beugte. Diese Frau schien keinerlei Achtung oder gar Sensibilität für solche Momente zu besitzen. War gerade nicht bewusst, was sie da tat? Wie sie es tat?
Mathéo atmete tief ein und hielt die Luft an. Mit aller Macht stemmte er sich gegen das unwillkürliche Verlangen seines Körpers, von einem nervösen Rot überflutet zu werden. Die Staudämme wurden gefestigt, tausende von kleinen Helferlein stemmten sich dagegen. Der Damm durfte nicht brechen! Er musste standhalten!

Als sich Julia schließlich wieder aufrichtete und zu ihm sprach, als wäre nichts besonderes passiert, atmete Mathéo erst wieder langsam und ruhig aus. Er durfte ja keine Hektik aufkommen lassen - also keine innere. Sein Adrenalinspiegel war flach geblieben, die Farbe hatte er größtenteils im Topf gelassen. Einzig auf Grund der Anstrengung könnte man ihm einen leichten Touch ansehen, doch es sollte nicht zu Missverständnissen führen. Hoffte er zumindest.
Oh Julia ..., seufzte er innerlich. Er wollte sie zu gerne fragen, warum sie das immer wieder tat und warum ihr das nie selbst auffiel. Nie und nimmer tat sie das bewusst. Nie und nimmer wollte sie ihn mit solchen Mitteln ärgern oder gar verführen. So war sie nicht. Warum also …? War das etwas ihre Schwachstelle, ihre kleine … unachtsame … Schwachstelle? Mathéo hätte sich beinahe geraten, auf solcherlei Dinge künftig mehr zu achten, um sicher sagen zu können, ob sie diese eine naive Seite besaß.
Na ja, sollte sie ihn irgendwann mal bei was erwischen, würde er sie daran erinnern, wie sie ständig versucht hat, ihn zu verführen. Das würde ihr vielleicht ein paar Gewissensbisse verpassen und sie würde wieder von ihm ablassen.

»Gute Idee, ich schau mal, was ich finden kann«, antwortete er auf Julias Vorschlag hin und machte sich wieder auf den Weg. »Wir treffen uns dann an der Kasse, ok?«
Wieder warf er Julia einen letzten Blick zu, ehe er um die nächste Ecke bog. Und wieder nahm er sie in Gedanken mit sich, statt sie dort zu belassen, wo er sie zuletzt gesehen hatte. Mathéo fragte sich nämlich, ob er den Spieß auch einfach umdrehen konnte. Also ob er irgendeine reizvolle Pose - scheinbar unbewusst - einnehmen konnte, bei deren Anblick Julia rot anlaufen würde. Auf der einen Seite schätzte er die Bardera als jemand ein, der sich alles anschauen konnte, ohne auch nur die kleinste Zuckung im Gesicht. Auf der anderen Seite fiel ihm aber auch nichts ein, was Mann machen konnte, um Frau zu verführen - was spezielles Posieren anbelangte. In allen Kinofilmen mit attraktiven Frauen waren es die weiblichen Hauptdarstellerinnen, die mit ihren grazilen Bewegungen die Herzen des Helden oder eben des Publikums schneller schlagen ließen. Selten bis nie war es der Mann … insofern der Film nicht von muskelbepackte Männern handelte, die sich auf eine Bühne auszogen und an einer Stange tanzten. Das wäre allerdings nichts, was Mathéo unbewusst im Alltag abziehen konnte … Wobei!
Beinahe sein eigentliches Ziel aus den Augen verlierend wäre Mathéo glatt an den Säften vorbeigelaufen. Einen Schritt musste er wieder zurückgehen, dann stand er vor der bunten Auswahl. Orangensaft hatte sie gesagt, erinnerte er sich. Gleichzeitig fiel ihm wieder das Frühstück mit Levi und Sky letztens ein, wo er auch Orangensaft serviert hatte. Damals hatten ihm die beiden Schmarotzer seine Wochenendration an Brötchen weggemampft; wobei das hauptsächlich Levi gemacht hatte. Sky hatte - für ein Mädchen ihres Alters und ihrer Figur - einen normalen Appetit gezeigt. Levi hatte dagegen für eine ganze Familie zugelangt. Aber zu dem Zeitpunkt hatte er auch ausgesehen, als wäre er tagelang auf der Straße herumgeeiert ohne zu schlafen und zu essen. Hatte ihm Julia nicht danach sogar gedankt, dass er sich um ihn gekümmert hatte? Hm.
Mathéo griff eine Packung Orangensaft und eine zweite mit Cranberrysaft. Letzterer gehörte zu seinne Lieblingen. Viele tranken ihn jedoch lieber verdünnt, weshalb Mathéo noch ein Mal Sprudel besorgte. Auf dem Weg dachte er wieder darüber nach, womit er Julia aus der Fassung bringen konnte - ohne sie zu verärgern natürlich. Beim Thema Ausziehen war dem Dämon der Gedanke gekommen, er könnte shirtlos durch das Haus spazieren, z.B. nach der Dusche. Oder er könnte oben ohne den Garten umgraben. Diesen zu bewirtschaften hatte er sich ohnehin vorgenommen. Die Temperaturen würden zudem zulassen, dass man sich lieber weniger als mehr anzog, während man draußen aktiv war. Ob Julia auch Spaß daran finden würde, sich um den Garten zu kümmern? Kurz musst er sich vorstellen, wie sie ihn nur mit einem knappen Top bewaffnet unterstützte und ihr dabei die Schweißtropfen gierig über den Körper und ihre offensichtlichen Rundungen rollten … Halt stopp!! Eigentlich hatte er sich einen Racheplan ausdenken wollen. Stattdessen fantasierte er hier schon wieder. Warum tat er das nur ständig?! Das musst endlich aufhören. Meditation und Enthaltsamkeit mussten her. Er würde aus seinem Zimmer ein kleines Kloster machen, bis er seine animalischen Triebe unter Kontrolle hatte.

Mit zwei Packen und einer Flasche kehrte der aufgewühlte Tristam schließlich wieder zu Julia zurück. Samt Wagen war sie selbst gerade an der Kasse angekommen.
»Hier, Orangensaft und Cranberry - mein persönlicherer Favorit. Uuuund … falls du ihn lieber verdünnt magst, hab ich noch ein Sprudel mitgebracht.«
Mathéo legte die Getränke in den Wagen und warf nochmal einen Blick über alles. Das meiste hatte tatsächlich Julia entschieden. Von seinen Wünschen lag kaum etwas darin. Der Schokopudding würde in seinem Kühlschrankfach ein einsames Leben zusammen mit dem Cranberrysaft führen. Der Tristam munkelte. Ihm fiel aber auch nichts besonderes sonst ein. War er etwa so anspruchslos? Wenigstens etwas Süßes hatte er ja einpacken können, doch irgendwie war ihm nichts in den Sinn gekommen. Musste an den vielen scharfen Einlagen liegen, die er zuletzte ertragen musste und ihm den Appetit auf Süßes verdorben hatten. Ansonsten … er freute sich auf eine Tasse Tee daheim. Mehr war nicht. Hm. Er musste sich unbedingt mal Gedanken über solche Kleinigkeiten machen, sonst würde ihn Julia noch für langweilig halten.

Nacheinander packten sie mit vier Händen alles aus dem Wagen auf das Band, welches die Waren zur Kasse führte, wo sie nacheinander von einem jungen Mädel registriert wurden. Mathéo vermutete, dass sie hier neben der Schule jobbte. Gesehen hatte er sie jedenfalls noch nicht. Vielleicht war sie auch gar nicht mehr in der Schule. Das Alter einzuschätzen wurde immer schwerer. Besonders auf einer Insel wie Isola konnte man sich nie sicher sein, ob man nicht ein Großmütterlein im Körper eines Kleinkindes vor sich sitzen hatte.
Als schließlich alles auf dem Band lag und die Kassiererin auch so gut wie durch war, fiel Mathéo plötzlich ein, dass sie gar nicht geklärt hatten, wer bezahlte. Teilten sie? Aber was war mit den Dingen, die sie beide verbrauchten? Sich ertappt fühlend kramte der Tristam einfach mal sein Portmonee hervor.




Supermarkt - Seite 6 PY8debn
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BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyFr 27 Sep 2019 - 9:38

Ein leichtes Nicken erntete der Tristam, als er ihren Vorschlag mit dem Fruchtsaft als gute Idee betitelte. „Dann bis gleich.“, erwiderte sie freundlichen Tones und behielt die positive Krümmung ihrer Mundwinkel bei. Hätte sie jetzt ein übertriebenes Ego gehabt, würde sie natürlich damit antworten, dass sie es ja nicht ohne Grund gesagt hätte. Aber das war bei weitem nicht die Dämonin, welche gerade hier vor dem Joghurtregal stand und einem rothaarigen jungen Erwachsenen beim Verschwinden zuschaute. Mal ganz davon abgesehen, dass sie das absolut nicht nötig hatte. Ein Punkt wo sie sich eindeutig von ihrem Vater unterschied. Man könnte glatt meinen, dass er durch sein Verhalten das genaue Gegenteil bei ihr erreicht hatte. Andererseits…sie erkannte sich in vielen Aspekten auf der gleichen Seite wie ihr dämonischer Erzeuger wieder. Ein Schauer lief ihr den Rücken runter, während sie gefühlt eine Ewigkeit ins nichts gestarrt hatte. Ein Glück, das dort auch Produkte waren, so dass man davon ausgehen konnte sie würde etwas begutachten.
Stattdessen bemühte sich Julia anderer Gedanken. Gefrostete Kirschen musste sie noch holen und den braunen Zucker. Ja, das sollte sie tun! Ohne weiter zu trödeln begab sich die Bardera dann auch sogleich in die dafür vorgesehenen Abteile. Mit eher unkonzentrierten Griffen packte sie einfach was sie brauchte und ging dann weiter. Das ihr Lächeln seinen Platz auf ihren Lippen verloren hatte, viel ihr dabei allerdings nicht sofort auf. Der neutrale Blick war zurückgekehrt und leistete ganze Arbeit, während sie langsam aber sicher wieder and er Kasse ankam.

Allerdings stellte sie nicht sofort einen Anspruch auf einen Platz in der Reihe, sondern suchte mit ihren Blicken erst einmal den Tristam, welcher schon in der nächsten Sekunde um die Ecke kam. Instant erhellte sich die Mimik der Direktorin wieder, wenn auch nicht komplett. Zumindest ihre Augen strahlten eine gewisse wärme ihm gegenüber aus. „Cranberry?“, fragte sie erst einmal und betrachtete die Saftflasche. Wäre sie nicht so in ihren routinierten Einkäufen gefangen, hätte sie diese Sorte bestimmt auch mal in den Einkaufswagen gelegt. Die Frucht an sich war ihr ja auch keine Fremde. Dementsprechend konnte sie sich den Geschmack grob vorstellen. „Habe ich in diesem Umfang noch gar nicht probiert.“, gab sie ehrlich zu und überlegte gerade ernsthaft ob sie…sollte sie? Oder doch nicht? „Ich werde mir sicherlich mal ein kleines Glas davon abzweigen können, oder?“, brachte sie die Frage schließlich doch über die Lippen. Dabei schenkte sie Mathéo das leichte Grinsen einer wissenden Hyäne, während ihre Stimme einen frechen Unterton mit sich trug.
Es war diese Art Stimmlage, welche indirekt damit spielte das, sollte der Tristam „nein“ sagen, sie es trotzdem tun würde. Auch wenn man die Dämonin sicherlich nicht immer so teuflisch einschätzen konnte. Das machte sie nur, wenn man sich wirklich lange Zeit kannte. Zum Beispiel, wenn Sachen, die @Leviathan für sich beanspruchte, einfach vor seinen Augen konsumiert wurden. Mit Chips klappte das immer ganz gut. Da reichte es Julia auch nicht es im Verborgenen zu machen. Wo blieb denn der Spaß, wenn es heimlich geschah? Sie wollte ja das es gesehen wird. Die Empörung auskosten. Der Rothaarige war also eigentlich aus dieser Gefahr raus. Aber es schadete ja nicht schonmal damit zu spielen. Vielmehr unterstrich es die Geschäftsfrau noch, als sie dann einfach – weiter grinsend – die Sachen auf das Band legte.

So schnell wie besagte Sachen auf dem Band lagen, so schnell waren sie auch wieder im Wagen gelandet. Während die Kassiererin alles über den Scanner schob, sortierte sie gleich alles, nach härte geordnet, wieder ein. Wobei sie sich, im Gegensatz zu ihrem Mitbewohner nun keine Gedanken um das Bezahlen machte. Sie würde sowieso gerade nicht ins Gewicht fallen. Denn die Kassiererin schien unterbewusst doch über ein etwas Klischeehaftes Rollenverständnis zu verfügen. Sie betrachtete die Bardera nicht einmal, sondern reagierte schlichtweg auf die Geldbörse des Tristams. Der sich auch sogleich als Gönner präsentieren durfte. Auch wenn das weder Julias, noch sein eigener Plan gewesen war.
Sie unterließ es aber auch hier zu intervenieren und gab letzten Endes mit einer leicht hochgezogenen Augenbraue ihr Unverständnis preis, sowie mit leichtem Schulterzucken die Akzeptanz des Umstandes. Immerhin warteten noch andere Leute hinter den Beiden auf ihre Abfertigung und sie wollte nicht alles großartig aufhalten. Obwohl es zugegebenermaßen schon an ihr nagte, so einfach ignoriert zu werden. Gut, dass sie das mit genug Gleichgültigkeit wieder ausgleichen konnte. Sie wartete trotzdem in der Nähe, falls sein Geldbeutel es doch nicht alleine stemmen konnte. Sicher ist sicher.

Zum Glück eine unbedeutende Sorge, welche Julia sich da gemacht hatte. „Du solltest nie zu schnell den Geldbeutel zücken, es sei denn du willst es drauf anlegen.“, erwähnte sie sichtlich amüsiert und schob den Wagen zur Seite des Ganges, wo sie erstmal stehen blieb. „Wir hatten sowieso noch nicht darüber geredet, wer was bezahlt.“, merkte sie und begutachtete dabei den Wagen. Sie war niemand, der sich gerne auf Einkaufstouren einlud. Außerdem würde der Vorschlag, alles 50/50 zu machen, letzten Endes nur sie bevorzugen. Etwas was sie unbedingt vermeiden wollte.
„Wie wäre es, wenn wir erstmal zurückfahren und das dort klären, da gebe ich dir dann die Hälfte zu den allgemeinen Sachen und bezahle meine Sachen voll. Wie klingt das? Beim Einräumen werden wir sowieso damit konfrontiert.“, sie suchte den Blickkontakt zum Rothaarigen um ihre fragende Stimmlage zu untermauern. Es musste ihn sicherlich stören, jetzt einfach alles bezahlt zu haben. Was sie nur nachvollziehen konnte. Und diesen Umstand war sie auch mehr als gewillt aus der Welt zu schaffen. Nur...Julia hatte keine Lust jetzt in diesem kleinen Supermarkt alles abzurechnen. Dieser Blöße wollte sich die Direktorin einfach nicht aussetzen. Vor allem musste nicht jeder an ihren Finanzen teilhaben, darum ging es ihr viel eher dabei. Die Isolaner waren ein Volk aus Spionen durch und durch. Ein falsches Wort und morgen wusste es die ganze Insel. Einer von vielen Gründen, warum sie meistens immer so gut über Leviathan informiert war....leider. Ein kleines Seufzen entfuhr ihr bei dem Gedanken.

Aber so lange hielt es die beiden auch nicht auf. Die Sachen wurden verstaut, der Wagen wieder zurückgebracht und am Ende befanden sich Beide wieder auf dem Weg nach Hause. Julia übte sich dabei, sofern sie nicht antworten musste, in Stillem schweigen. Nur ab und zu schweiften ihre Blicke zum Tristam ab, der sich sicherlich ein paar nette Blicke erhaschen konnte. Ja, die Farbe vorhin am Kühlregal musste vom Licht hergekommen sein. So an sich sah er ja normal aus.

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BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyMi 2 Okt 2019 - 3:57

Mathéo hatte den Kopf schiefgelegt und musterte Julia, während diese wiederum den Cranberry-Saft begutachtete. Es war einer dieser Momente, in denen sie ihre analytischen Augen auf etwas warf, voll und ganz die Geschäftsfrau zu werden schien. Es waren allerdings auch diese Momente, in denen Mathéo eine gewisse Entfernung zwischen sich und der Bardera empfand; und dieses Empfinden war nie ein angenehmes. Ein wenig kühl war es, als wehte plötzlich eine winterliche Brise um seine Arme. Da mochte sie noch so warm lächeln … es war etwas, womit Mathéo noch so seine Problemchen hatte. Gleichzeitig fragte er sich allerdings, ob er auch solche Momente besaß, ob er auch diese berechnende Aura ausstrahlte, wenn es sich etwas mehr auf sachlicher Ebene widmete denn auf emotionaler. Hm. Er munkelte noch einen kurzen Augenblick für sich selbst, dann war es Julia, die ihn mit einer plötzlichen Frage aufschauen ließ.

Der Tristam staunte nicht schlecht, wenn auch sein Ausdruck nicht übertrieben war, als Julia ihn tatsächlich fragte, ob sie etwas von dem Saft abbekommen konnte. Selbstverständlich zeugte es von ihrer Umsicht und zeigte, was für eine rücksichtsvolle Frau sie war. Auf der anderen Seite aber … war da dieses Lächeln in ihrem Gesicht und der unterschwellige Ton in ihrer Stimme. Hätte man nur die Worte zum Lesen, hätte man sich nichts Böses bei gedacht. Doch Mathéo war in diesem Moment mehr von Julias Zügen und ihrer Zunge überrascht. Neckte sie ihn etwa gerade?
Mathéo war sich erst unsicher, schaltete jedoch schnell um. Es war wie ein Hebel, der ohne sein Zutun umgelegt worden war. Plötzlich tauchte auch auf seinen Lippen ein trügerisches Grinsen auf. Willkürlich anmutend, aber unwillkürlich ausführend, war der Tristam nicht mehr in der Lage, seine Reaktion zu beherrschen, als wäre da eine innere Kraft, die sein Handeln übernahm.
»Nö«, waren schließlich die zwei Buchstaben, die über seine frech verzogenen Lippen kamen. Nichts folgte danach außer der Anblick eines zufriedenen und irgendwie auch lockenden Dämons, der Julia einen letzten Blick zugeworfen hatte, ehe es für die beiden zur Kasse ging.
Mathéo würde es sich nicht eingestehen wollen und sicherlich hatte er es nicht mal gemerkt, wie sein Herz einen Takt ausgesetzt hatte. Julia um sich zu haben, war für ihn immer noch ein anstrengendes Unterfangen. Auch wenn sie ihre offensichtlichen wie versteckten Reize besaß, bedrängte den Tristam durchweg die Last, ihrer gerecht werden zu wollen. Immer wollte er darauf achten, was er tat und wie es wirken konnte. Dabei lebte er keine Lebensprüfung. Hier mit ihr einzukaufen, mit ihr über das Leben in dem gemeinsamen Haus zu reden oder mit ihr zusammen zu Kochen - all das, was sie bisher gemeinsam machen durften, war alles von einem besonderen Druck begleitet worden, den Mathéo auf seinen Schultern hatte fühlen können.
Doch der jüngste Moment, in dem sich Julia einer frechen Neigung hingegeben hatte, war ein abrupter, rigoros eingeführter Wechseln von Stimmung und Tempo im Tristam gewesen. Sie war es, die den Hebel in ihm umgelegt hatte. Nur wegen ihr hatte er zurückgelächelt und wie ein Fuchs die Gans angeschaut, der genau wusste, dass er sie in der Hand hatte, egal für wie schlau sie sich doch hielt und meinte, ihren Todfeind selbst aufs Kreuz legen zu können. Wenn Max und Moritz sich gegenseitig über den Tisch ziehen wollten, wer gewann dann? Wie auch immer die Antwort aussah, es interessierte Mathéo nicht. Was sein Empfinden getriggert hatte, war einfach nur der Umstand, war das Szenario, in welches sich die beiden Dämonen für einen kurzen Augenblick gestürzt hatten. Und es war eines, welches in Mathéo das Leben weckte, in verlockte, gar verführte. Er fragte sich, ob das nur eine kleine Laune gewesen war oder ob sie mehr von dieser Atmosphäre besaß, ob es vielleicht zu der Julia gehörte, die sie in sich trug und die meiste Zeit nicht nach draußen ließ. Ob es das wert war, nach dieser Julia zu kramen oder ob es fatal war, es zu versuchen? Mathéo fühlte sich angestachelt und irgendwie auch ein wenig hysterisch.

Doch alle Aufregung, so schnell sie gekommen war, verebbte in kürzester Zeit wieder. Der Einkaufswagen wurde zur Kasse geschoben und wie schon zuvor erwähnt, hatte Mathéo eilig sein Portmonee herausgekramt. Von Julia kam keine Reaktion, also ließ er sich auch nicht aufhalten. Doch wie sie keine Reaktion zeigte, konnte man eigentlich nicht sagen, dass sie dies tatsächlich tat. Sicherlich dachte sie sich etwas dabei und auch ihre Augen lagen vielsagend auf dem Tristam. Mathéo bemerkte sie nur im Seitenwinkel, wollte den Augenkontakt besser meiden und darauf warten, dass sie im Nachhinein etwas sagte. Vermutlich würde sie behaupten, dass es nicht nötig war oder dass sie sich das anders vorgestellt hatte. Was auch immer es sein würde, Mathéo würde damit umgehen können. Erst mal war wichtig, dass das Geld in die Hand der Kassiererin wanderte. Andere Kunden wollten auch noch ihre Beute nach Hause bringen.

Tatsächlich war es das Erste, was Julia ansprach, kaum hatten sie den Laden verlassen. Wobei sie es klingen ließ, als wenn der Tristam zu naiv war und sich schnell ausnutzen lassen würde. Daraufhin hatte Mathéo nur eine Braue gelupft und ihren Worten still weiter gelauscht. Abschließend nickte er.
»Dachte mir bereits, dass wir das noch klären werden. Aber ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass du dir den Einkauf schnappst und einfach ohne mich davondüst. Immerhin weiß ich ja, wo du wohnst.« Er zwinkerte ihr schelmisch zu, vermutlich noch angespornt von seiner Idee, die listige Julia zu locken. »Ich denke, es ist nicht so wichtig, wer erst mal auslegt. Am Ende werden wir sicher immer auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wir könnten uns genauso gut abwechseln oder wirklich kleinlich aufschreiben, wem was zufällt.« Mathéo ließ bewusst eine kritische Note seine Worte beherrschen. Er konnte zwar nicht für Julia sprechen, aber er selbst sah nicht die Not, explizit auszurechnen, wer mehr verbrauchte und wer weniger. Natürlich lag dies daran, dass der Tristam aus reichem Hause kam und weniger Sorgen besaß als der einfache Arbeitnehmer - auch wenn er hier auf Isola noch ein Schüler war. Sicherlich ging es Julia auch nicht schlecht, wenn man bedachte, in was für ein Auto Mathéo nun wieder einstieg und zu was für einem Haus die beiden zurückfuhren. Er würde vermutlich vermeiden, es in dieser Weise auszudrücken. Dabei lag es nicht daran, dass er vor Julia nicht den Eindruck eines Angebers vermitteln wollte. Ganz allgemein wollte er es nicht. Mathéo wusste, was er hatte und was er konnte. Damit anzugeben, war jedoch noch nie sein Stil gewesen. Sein Großvater hatte ihm dazu einst einen weisen Spruch erzählt.
Nimm dich in Acht vor Leuten, die immer damit prahlen, wer sie sind. Ein Löwe wird dir niemals erzählen müssen, dass er ein Löwe ist.
Wer kein Selbstbewusstsein in seine eigenen Fähigkeiten hatte und dass diese allein Ausdruck genug waren, der musste mit ihnen natürlich hausieren gehen.

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BeitragThema: Re: Supermarkt Supermarkt - Seite 6 EmptyDi 28 Jan 2020 - 19:46
Cf: Garderobe

Nach einiger Zeit waren die drei auch schon beim Supermarkt angekommen. Die fahrt selbst war gar nicht so lang. Vielleicht sollte sich Chloe wirklich ein Auto kaufen, denn es war doch sehr angenehm schnell von A nach B zu kommen. Aber sie war sich doch noch unsicher, was den Autokauf betraf. Wahrscheinlich würde sie sich noch Zeit lassen.

Chloe stieg aus dem Auto und als die beiden Schüler auch aus dem Auto draußen waren, sperrte die Griechin es ab. „So, da sind wir. Ich würde sagen, dass jeder von uns ein Einkaufswagen nimmt und dann geht das Einkaufen schon los“, sagte die Schwarzhaarige und war sichtlich motiviert. Immerhin sollte die Party ein voller Erfolg werden und dafür würde die Griechin alles geben.
Nachdem sich jeder einen Einkaufswagen geschnappt hatte, machten sich die drei auf in den Supermarkt. „Also überlegen wir mal gemeinsam, was wir alles brauchen. Zuerst einmal würde ich sagen, dass wir vielleicht Gemüse und Salat nehmen. Dann auch noch verschiedene Sorten Fleisch, Brot und Saucen. Was denkt ihr? “, fragte die Ärztin ihre beiden Begleiter. Chloe war sich nicht sicher, ob wirklich Gemüse und Salat gegessen werden würden. Aber für sie wäre dies doch ein Teil einer Party. Getränke und auch die Desserts, über das müssten sie danach sich noch Gedanken machen.


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