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Vivian

Vivian Edwards

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Vivian Edwards

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BeitragThema: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptySo 1 Okt 2023 - 0:29
Roshi's Gym





In einer Gasse am Rande des Einkaufsviertels führt eine unscheinbare Tür ins älteste - und vermutlich einzige - Gym auf Isola. Sein Alter sieht man ihm überall an. Zwar gibt es viele Fitnessgeräte und sogar verschiedene, doch können sie bei weitem nicht mit dem modernen Kram der Fitnessstudios auf dem Festland mithalten. Dafür werden sie regelmäßig gepflegt und sind selbst nach Jahrzehnten immer noch top in Schuss.
Das Gym profitiert von einem nostalgischen Fight-Club-Flair, welcher nicht zuletzt durch den alten Boxring im Herzen der Räumlichkeit untermauert wird. Es heißt, der Besitzer des Gyms - Meister Roshi - war vor vielen Jahrzehnten asiatischer Boxmeister. Nach seiner aktiven Karriere zog er sich in seine Heimat nach Isola zurück. Seitdem hilft der graubärtige Mann der sportswütigen Inselbevölkerung dabei, fitter zu werden oder unterrichtet sogar ein wenig in Kampfsportarten. Sein individueller und gewöhnungsbedürftiger Charme rundet die Atmosphäre im Gym schlussendlich ab.


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Liam

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BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptySo 1 Okt 2023 - 1:24
06.01.2016, Am Morgen
mit niemandem


cf: Klassenfahrt


Der frühe Vogel fängt die Hantel, lautete eins von Liams Sprichwörtern; nicht dass er es wirklich jemals benutzt hatte. Aber er war ein junger Mann der frühen Stunden. Wenn der Trubel auf der Straße noch mit Anlaufschwierigkeiten kämpfte, war der Alibi-Werwolf am liebsten unterwegs. Hier auf Isola waren es zudem die angenehmsten Stunden von den Temperaturen her. Zwar war es absolut kein Vergleich mit einem sibirischen Januarmorgen, doch im Verhältnis zur gewohnten Hitze waren sogar 20°C eine echte Abkühlung. Am besten war es kurz nach Sonnenaufgang, wenn das absolute Minimum für einen kurzen Moment anhielt. Doch den Moment hatte Liam längst hinter sich, als er über die Einkaufsstraße schlenderte. Auf dem Rücken trug er seine Sporttasche und am Leib nur den kürzesten Stoff, den sein Schrank hergegeben hatte.

Mit Tanktop und Shorts betrat er Roshis Gym. Sofort ging er hinüber zu seinem Spint und drückte seine Sporttasche rücksichtslos hinein. Nur die Schuhe wechselte er und ein Handtuch warf er sich über. Danach grüßte er den Meister, der den Kopf aus seinem kleinen Büro streckte. Binnen kürzester Zeit hatte der alte Mann seinen neusten Stammkunden lieb gewonnen, wenn auch es nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Insgeheim konnte Liam den Knacker gut leiden, doch da dieser oft aufdringlich und nervig war, ließ er ihn das nicht wissen. Besonders so früh am Morgen gab es außer Liam keine Seele hier. Konnte aber auch an anderen Dingen liegen und nicht nur an der Uhrzeit. Der Laden war super alt und strömte auch voll diese 80er-Jahre-Atmosphäre aus. Wer auf Fight Club und Co stand, der fühlte sich hier sicherlich heimisch. Die junge Bevölkerung aber bevorzugte eine moderne Umgebung. Auch konnte einem der alte Knacker auf den Keks - vor allem wenn man weiblicher Natur. Ein Wunder, dass der immer noch sein Gym betreiben durfte.
Na ja, dachte sich Liam nur und seufzte innerlich. Ein seichtes Schnarchen war aus der Ferne zu hören. Meister Rochi pennte im Büro.
Liam schnappte sich den alten Radiorekorder vor dem Bürofenster und schlenderte mit diesem hinüber zu den Hanteln. In verschiedenen Größen und Gewichten lagen sie hintereinander gereiht auf einer Ablage. Nachdem das Radio an war und ordentlich Musik durch die Lautsprecher pumpte, begann Liam mit ein paar Aufwärmübungen. Neben dem Hantelregal lagen abgenutzte Matten auf dem Boden, auf denen er mehrere Übungen absolvieren konnte. Alle Körperpartionen wollten angeregt werden, bis sich der erste Schweiß darauf bildete. Erst dann war Liam wirklich warm und konnte zu den nächsten Übungen übergehen.

Angefangen mit den Hanteln wechselte er zwischen verschiedenen Abläufen hin und her. Wichtig war ihm dabei nicht die Zeit sondern die richtige Ausführung. Langsame Bewegungen hatten zudem ihren besonderen Reiz für die Muskulatur und waren nicht ohne. Anspruchsvoll war auch das Nachfolgeprogramm mit den sogenannten Battle Ropes. Bevor er auf Isola angekommen war, gab es die in dem Gym gar nicht. Der alte Mann war zu alt dafür. Doch nachdem Liam ihn mehrfach damit genervt hatte, hatte Meister Roshi von einem Freund zwei dicke, fette Tauseile bekommen, die sich super für ein Training eigneten. Diese behelfsmäßigen Mittel passten auch total zu der Bruchbude.
Auch heute schnappte sich Liam die Seile, die an einem Gerüst an einer der Wände befestigt waren. Langsam beginnend wurde er immer schneller, bis er ein angenehm forderndes Tempo erreicht hatte. Welle um Welle schickte Liam durch die Seile, ohne an Konstanz einbüßen zu wollen. Mit der Zeit wurde es auch immer anstrengender, doch genau das war es, was ihn weiter antrieb und ihm jeglichen Kompromiss nahm, aufzuhören. Auf diese Weise hatte er es schon oft übertrieben. Dieses Mal jedoch nicht, denn als er endlich aufhörte, fühlte er zwar noch den Schwung in den Armen, doch zumindest würden sie nach einer kurzen Pause wieder zu Hochtouren auflaufen können. Das mussten sie auch, denn als nächsten würde ein Workout anstehen, welches er sich am gestrigen zusammengeschustert hatte und heute ausprobieren wollte. Als Uhr würden ihm die alten Zeiger oben an der Wand reichen. An Material brauchte er nur zwei Hanteln und eine Matte. Beides war schnell hergeräumt und unter der alten Zeigeruhr an der Wand aufgebaut.




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Cynthia

Cynthia Akintola

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BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptySo 1 Okt 2023 - 19:17
06.01.2016, Am Morgen
@Liam

Mit dem gewohnten Desinteresse in ihrem Blick wanderte Cynthia an diesem Morgen durch die Einkaufsstraße. Ihr Ziel: Das Fitness-Studio. Nein, nicht irgendein Studio, sondern das wohl älteste und verkorkste der Insel. Selbst, wenn diese Ansicht dem Ambiente nicht wirklich gerecht wurde. Eigentlich ging die Löwin da auch nur hin, weil man ihr dort nicht allzu sehr auf die Eierstöcke ging. Über die Insel joggen und sich durch ihre ganzen anderen Sachen fit halten war zwar nett, aber man konnte eben nicht durch die Straße laufen und einfach irgendjemandem die Fresse polieren. Dafür war die Gesetzgebung – und der anschließende Ärger – einfach zu groß. Von daher begnügte sich die Blondine nur allzu gerne mit den Boxsäcken in diesem komischen Abklatsch eines Fight Clubs. Sie nahm sogar Sportsachen dafür mit, damit sie nicht ganz so Assi in dem Laden herumlungerte. Der komische Kauz von Besitzer hatte ihr irgendwann mal verboten in ihren Straßenklamotten dort rumzulungern. Sie kam dem ganzen auch gerne nach, weil ihrer Lieblingskleidung nicht unbedingt mehr zugemutet werden sollte als sie es ohnehin schon tat. Lebenserhaltungsmaßnahmen – oder irgendwie sowas. Also führte ihr Weg nicht zuerst auf die Trainingsfläche, sondern direkt zur Umkleide. Bewaffnet mit einer schwarzen Sporthose und dem gleichfarbigen Tanktop machten die weißen Sportschuhe schon einhundert Prozent des Kontrasts aus. Ihre Mähne war natürlich, wie immer, mit einem Pferdeschwanz hinten zusammengebunden. Sie konnte sich selbst nicht mal daran erinnern, wann sie ihre eigene Friese offen getragen hatte. Sah aber auch einfach scheiße aus, wie sie fand.

Und mit diesem Gedanken bewaffnet, marschierte Cynthia weiter in den Trainingssaal rein. Viel war nicht los und alles, was sie selbst sehen konnte, war ein Kerl, den sie nur von seiner groben Erscheinung her kannte. Sein Geruch war ihr zumindest nicht fremd. Einen Moment lang blieb sie stehen und begutachtete den Typen bei seinen Übungen … oder waren es nur Vorbereitungen? Naja, vollkommen Latte. Zumindest war der Kerl kein Lauch, den man mal so eben umpusten konnte. Würde sie ja gerade wirklich mal interessieren, was Rio von ihm halten würde. Ihr war er sympathisch, weil er während der Fahrt sehr wenig Anstalten gemacht hatte ihr auf die Nerven zu gehen. Sie wollte es auch erstmal dabei belassen, während ihr Weg zu den Matten führte, wo sie auch prompt begann sich ein kleines bisschen zu dehnen. Nicht viel, wohlgemerkt, da sie aufgrund ihrer gemischten physischen Beschaffenheit sowieso anders tickte, aber dennoch war es für sie manchmal notwendig, damit am nächsten tag nicht der ganze Körper schmerzte. Kaum war das erledigt ging sie direkt zu Liegestützen über. Den Körper kerzengerade zu halten und dabei mit enganliegenden Armen zu arbeiten war für sie die anstrengendste Übung. Insbesondere, wenn man sich dabei direkt rein hing und sofort Leistung verlangte. Erst nach einer guten Stückzahl merkte sie dann, wie sich langsam ein Schmerz in ihren Armen ausbreitete. Sie ging bis zum Limit, was an zitternden Armpartien erkennbar war … und setzte sich dann langsam ab. Sie wusste es würde nicht lang dauern, bis sich ihr Körper wieder erholt hatte. Bereits eine halbe Minute nach ihrem anfänglichen Workout spürte sie das Leben in ihre Muskeln zurückkehren. Doch irgendetwas war einfach anders als sonst. Vermutlich, weil sie nach der Rückkehr gefühlt nichts anderes gemacht hatte. „Fuck … eh.“, schaffte es die innere Beschwerde über ihre Lippen, bevor sich die Löwin vom Boden aufsammelte und einmal streckte. Der andere Besucher war mittlerweile zu zwei Seilen an der Wand übergegangen, bei denen sich Cynthia nicht sicher war warum man das überhaupt als sportliche Aktivität deklarierte. Aber jedem das Seine, sie musste das Zeug ja nicht benutzen. Sie trieb es eher zu den Boxsäcken und damit in den Bereich der physischen Gesichtsmassage.
Sie ließ bereits voller Vorfreude ihre Finger knacken und begann damit das Ding zu bearbeiten. Ohne Handschuhe und nur mit ihren bloßen Fäusten. Innerlich gegen den Drang ankämpfend ihre Krallen zu nutzen oder sich gleich mit ihrem Gebiss direkt in den Stoff zu heften. Trotzdem: Ihre Pupillen waren wie fixiert auf dieses große Ziel vor ihr. Keine Sekunde wurde es aus den Augen gelassen, nicht einen Augenblick wollte sie verschwenden! Ihre Schläge landeten dementsprechend hart und präzise. Stärker, als es ihre Statur anmaßen ließ. Schwächer, als Cynthia es gerne hätte. Doch irgendwie schien sie mit ihrer hybriden Form an gewisse Grenzen gebunden, wenn diese auch variable gestaltet waren. Was der andere Kerl währenddessen machte? Sie wusste es nicht. Am Ende ihrer Prügelsitzung, die schon etwas andauerte, suchten ihre erschöpften Blicke allerdings nach ihm. Einfach, weil ihr eine Frage im Kopf herumgeisterte, die er ihr eventuell beantworten konnte. Vorausgesetzt hier ging das Ganze so aus, wie sie es wollte. Und so ungeniert wie sie war, setzte sie dieses Ziel auch gleich in die Tat um. „Eh, Frischling.“, schmiss sie mit dem erstbesten Wort um sich, dass nichts mit irgendeiner Beleidigung zu tun hatte. Ihren Kurs in seine Richtung gesetzt. Sie hoffte es war klar, dass sie sich damit auf die Schule und nicht auf das Fitnessstudio bezog. „Der Boxsack wird mit der Zeit scheiße langweilig. Aber du siehst aus, als würdest du nicht erst nach nen paar Schlägen umkippen.“, sie nickte rüber zu der kleinen Kampffläche. „Also, wie wär’s? Der alte Sack lässt uns zwar nich‘ ohne diese Schaum-Scheiße in den Ring, aber zum auf die Fresse hauen reichts.“. Eloquenz in ihrer pursten Perfektion. Ob sie den Kampf gewinnen würde? Als ob Cynthia das interessierte. Solange sie am Ende fertig mit der Welt war, konnte ihr das gepflegt am Arsch vorbeigehen.





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BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptyMo 2 Okt 2023 - 1:51
06.01.2016, Am Morgen
mit @Cynthia Akintola


Liam hatte - mehr oder minder - das Mädchen ignoriert, welches später die Trainingshalle betrat. Einen Namen hatte er für sie nicht parat, doch war er sich sicher, dass sie zu seiner Schule gehörte. Nicht nur hatte er sie während der Klassenfahrt nach Hokkaido gesehen; besonders überzeugend waren die tierischen Ohren, welche an ihrem Kopf zuckten. Flauschig wie aus dem nächsten Spielzeugladen standen sie aufmerksam und waren bereit, jeden Moment ein Geräusch zu identifizieren. Normale Menschen besaßen so etwas nicht. Also musste sie etwas anderes sein. Der Schwanz, den sie mit sich herumtrug, deutete eine Katzenart an. Die fette Mähne hätte Liam fast einen Löwen vermuten lassen. Allerdings hatte er in keinem der Tierbücher eine Löwin mit solch einem Aufzug gesehen. Mal wieder waren es nur die Männchen, die mit Äußerlichkeiten versuchten, die Weibchen für sich zu gewinnen. Bunte Feder, fette Kragen, zerzauste Mähnen - Mutter Natur hatte die Tierwelt oberflächlich gemacht. Aber was sollte das Mädchen nun darstellen? Vielleicht missinterpretierte er die Haarladung auch. Mädchen standen ja auf lang und .. voluminös. Nicht das einfachste Wort und nicht das gebräuchlichste. Liam beließ die Sache bei einem einfachen, anfänglichen Gedanken. Sie spielte für ihn keine Rolle, also brauchte er sich auch keine Gedanken um sie zu machen. Ungetrübt setzte er seine Übungen fort.

Hin und wieder hatte er das paranoide Gefühl, beobachtet zu werden. Unsicher lunchte er zu dem Mädel hinüber, doch jedes Mal war sie selbst mit ihrem Training beschäftigt. Dann schaute er zum Büro von Meister Roshi. Vor dem Fenster in der Wand saß der alte Mann auf einer knarrigen Bank; und sein Blick war definitiv nicht auf Liam gerichtet. Innerlich seufzend - über sich selbst und den Meister - wandte sich Liam wieder sich selbst zu. Die seichte Paranoia konnte er jedoch nicht abschütteln. Wenigstens hatte es keinen Einfluss auf sein Training. Angeschaut zu werden, kannte er bereits. In seiner Vergangenheit war er nicht nur ein Mal aufgefallen, auch wenn er sich oft anstrengte, genau das nicht zu tun. Dann stellten sich die Menschen Fragen, wer er war und was er machte. Je nach Auffälligkeit tratschten sie auch über anderes. Vor allem aber hatte er ein Gefühl dafür entwickelt, wenn jene Personen angestarrt wurden, die ihn begleiteten. Vielleicht lag es an seinem Beschützerinstinkt; vielleicht aber auch an etwas anderem.

Nach einiger Zeit, als Liam sich für sein Workout auf der Matte vorbereitete, flog ihm plötzlich eine nicht ganz geschmackvolle Anrede zu. Frischling, wiederholte er sofort in Gedanken. Sein Blick wusste sofort, in welche Richtung er wandern musste. Das Mädel, welches sich bis hierher so gut um sich selbst gekümmert hatte, brauchte plötzlich Zuwendung. Frischling, huschte es direkt nochmal durch seinen Kopf. Das Bild einer kleinen Figur gesellte sich dazu. Er kam sich definitiv schlechter dargestellt vor, als es die Wahrheit zuließ.
Als er das Mädel ins Auge fasste, sah er einen Ausdruck in ihrem Gesicht, der zu ihrem Benehmen super passte. Die ließ sich sicher an nichts stören und nahm alles, wie es ihr passte. An sich eine gesunde Lebensart und Liam würde es gutheißen; doch jetzt gerade ging sie ihm sofort auf die Eier damit. Er war nicht umsonst so früh hierher gekommen. Er wollte seine Ruhe. Er wollte nicht angesprochen oder angeeckt werden. Und dann auch noch so …
Er traute seinen Ohren nicht recht, als sie ihn tatsächlich aufforderte, sich mit ihr zu prügeln - also zu boxen. Sah alles andere als eine gekonnte Boxerin aus und allein ihr Kommentar zu den Handschuhen sagte ihm, dass sie einfach nur auf ihn einschlagen wollte - am liebsten barhändig -, weil ihr der Sandsack zu langweilig geworden war. Sie war hierher gekommen, hatte sich bisschen mit paar Kinderübungen über Wasser gehalten und dann lustlos auf einen Sack eingeschlagen, bis ihr dieser nicht mehr genug Gegenwehr bot … Liam fragte sich, was mit der los war.
Aber all das - wirklich alles - war hinfällig. Es war unwichtig. Was auch immer ihre Beweggründe waren und wie auch immer sie sich verhielt, wie sie aussah und was sie ihm sagte, er würde es ablehnen. Zudem: Als ob er sich mit einem Mädchen prügeln würde. Vollkommen abwegig.

Zweifelnd sah er sie an und antwortete: »Was ist denn mit dir verkehrt, ey?« Erst mal musste klargestellt werden, dass die Kleine einen an der Waffel hatte. Zwar machte sie einen drahtigen Eindruck, bis auf ein paar Stellen, die irgendwie bei jedem Mädel auf dieser Insel eine Überversorgung genossen hatten, aber das änderte nichts daran, dass sie zwei lauchige Arme mit sich herumschleppte. Sicher, ihre Was-auch-immer-Gene würden ihr einen harten Schlag ermöglichen, doch Liam würde sie bei weitem nicht umnieten können. Auf der anderen Seite hatte er keine Lust, sofort damit aufzufallen, weil er in der Stadt eine Mitschülerin ohnmächtig geschlagen hat.
»Box doch mit dem alten Knacker. Selbst der sollte dich noch in die Tasche stecken können, Kleine. Tch.«




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Cynthia Akintola

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Cynthia
BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptyDi 3 Okt 2023 - 18:26
06.01.2016, Am Morgen
@Liam

Zu sagen die Löwin hatte mit so einer Antwort gerechnet wäre sehr weit hergeholt gewesen. In Wahrheit hatte sie einfach nur die Chance gesehen, genutzt und wartete nun auf eine Antwort. Wie genau auch immer die ausfallen würde. Die anfänglichen Anstalten des Typen waren jedenfalls mehr die eines langsamen Faultiers als wirklich interessiert. Gut, war auch irgendwie zu erwarten gewesen, wenn man mit der Aufforderung um die Ecke kam sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Aber wozu war der Ring denn bitte schön da, wenn nicht für sowas? Anscheinend keine Überzeugung die der bis jetzt schweigsame Typ teilte. Ziemlich direkt – und es war nicht so, dass Cynthia ihm das übel nahm – folgte die verbale Reaktion auf ihre Einladung. Der sie aber am Anfang nicht wirklich was abgewinnen konnte. Sie war es gewohnt in dem Tonfall mit anderen zu sprechen und nicht gleich bei jedem Scheiß an die Decke zu gehen. Wortgewandtheit war sowieso nur für Pfeifen, die gerne um den heißen Brei herumredeten. Sobald sie damit anfangen musste in jedes Wort tausend Sachen hineinzuinterpretieren, damit die eigentliche Bedeutung ans Licht kam, war es eh vorbei mit ihrer Aufmerksamkeitsspanne.
Deswegen zuckte sie nur leicht mit den Mundwinkeln auf diese recht selbsterklärende Frage. „Ne, Menge.“, schob sie prompt ein und nahm das einfach mal als Absage gegenüber ihrem vorgeschlagenen Plan. Womit sich die Sache in ihrer Welt auch gleich erledigt hatte. Wäre da nicht der nette Zusatz gewesen, welcher ihr die Ohren erstarren ließ. Denn womit sie überhaupt nicht anbändeln konnte, war, wenn man ihren Stolz beleidigte. Konnte er gerne machen, nachdem er ihr die Fresse poliert hatte. So allerdings hatte sich der Kerl das Recht keineswegs verdient sie auf eine Ebene mit dem alten Opa am Eingang zu stellen. Dabei fand sie den Gegenwind zur Abwechslung mal ganz angenehm. „Alter, dein verfickter Ernst?“, drehte sie sich um und zuckte kurz ungläubig mit den Ohren. Ihr Blick mit einer Mischung aus Aggression und Unverständnis gemischt. Es war mehr als offensichtlich, dass hier gerade eine neue konfliktgeladene Stimmung am Entstehen war. „Wenn ich den alten Sack verdresche, dann hat’s sich mit deinem Workout in den nächsten Wochen erledigt, Flachpfeife.“. Sie schnaubte leicht verachtend – und fühlte sich damit absolut im Recht. Sie würde wahrscheinlich auch ne menge Ärger kriegen, doch das war eine ganz andere Sache und nicht Teil dieser Auseinandersetzung. „Dann macht dir hier keiner mehr die Tür auf. Just sayin‘.“. Mal ganz davon abgesehen: Wenn er so siegessicher war, wovor hatte er dann noch Angst? Mit einem Schlag auf die Bretter geschickt werden wäre ja auch mal ne Erfahrung für sich gewesen. Dann hatte sie wenigstens jemanden, an dem sie sich orientieren konnte. Allein der Gedanke, mal so eine richtige Rivalen-Situation zu haben befeuerte sie in dem Bestreben es zumindest noch einmal zu versuchen. Wenn das nichts wurde, dann konnte sie es auch nicht ändern. Wie gesagt, einen Aufstand wollte sie in dem Laden hier auch nicht anzetteln.
„Was ne Enttäuschung.“, und sie zuckte mit den Schultern. Sie hätte jede Chance genutzt so jemandem wie ihr einfach die Fresse zu polieren, wenn sich schon so eine Gelegenheit auftat. Naja, whatever. Ihr fehlte die Lust das ganze Szenario noch länger zu ziehen und machte sich wieder auf den Weg zurück zu ihrem Boxsack. „Am Ende frisst der auch den ganzen Tag nur Salat …“. Was im allgemeinen Volksmund zwar keine Beleidigung darstellte, doch aus der Sicht eines Raubtieres sehr wohl so gemeint war. Ein veganer Löwenmensch ist einfach unfähig zu jagen – und nichts anderes unterstellte sie dem Kerl gerade mit diesem Statment.





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BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptySo 8 Okt 2023 - 22:46
06.01.2016, Am Morgen
mit @Cynthia Akintola


Nicht nur äußerlich, auch innerlich kräuselte sich Liams Stirn. Auf der einen Seite wollte er behaupten, aus dem Mädel nicht schlau zu werden; auf der anderen konnte er sich irgendwie schon denken, wie sie drauf war. Wenn er richtig lag, besaß sie nicht gerade die komplizierteste Persönlichkeit und war sogar für ihn leicht verständlich: Sie wollte einfach nur draufhauen. Leute von der Sorte wollten immer in der Offensive leben. Sie wollten tun, machen, irgendwas - am besten mit einem lauten Knall. Und scheinbar war dieses Katzenmädchen so ein Nimmerruh. Doch zu ihrem Nachteil war Liam eben kein Kerl, der mal eben einem Mädchen auf die Nase haute. Selbst als Sparring tat er sich enorm schwer, einzuwilligen. Allein der Gedanke daran erzeugte bereits ein Schaudern in ihm. Vielleicht sollte er sich einfach nur hinstellen und sie zuschlagen lassen. Hm. Ne. Er hatte es sich kurz vorgestellt und würde sich selbst derbe verarscht fühlen, wenn jemand so eine Show mit ihm abzog. Erniedrigend einfach. Dann würde sie sich erst recht mit ihm kloppen wollen, glaubte Liam. Die besaß sicher eine mega Portion Stolz. Und an dieser Portion hatte er mit seinem Opa-Spruch bestimmt gekratzt. Da machte auch ihre Reaktion Sinn.
Liam seufzte. Natürlich wäre der Laden erst mal dicht, wenn der Opa ins Krankenhaus geschlagen wird. Aber davon ging Liam gar nicht aus. Tatsächlich traute er dem alten Sack mehr zu, als dieser den Anschein machte. Aber das Mädel achtete scheinbar nur auf Äußerlichkeiten. Die sah einen alten Mann, der auf seinem Stuhl einschlief. Von dem erwartete sie nichts außer Diabetes und einen Herzschrittmacher. Fatale Fehleinschätzung, wenn man überleben wollte. Mh. Da holte es ihn wieder ein. Der ständige Gedanke ans Überleben.

Als das Mädel den Anschein machte, sich endlich zurückzuziehen, warf sie noch einen Spruch zurück, den Liam nicht so recht verstand. Das mit der Enttäuschung sollte ihn nur provozieren. Er kannte so was von den tausend Straßenkindern, die ihm bereits unter die Nase gekrochen waren. Aber das mit dem Salat … Aßen Boxer keinen Salat? Liam war verwirrt.
»Hä?«, stutzte er laut genug, damit sie merkte, dass er noch nicht abgeschüttelt war. »Warum Salat? Das Zeug ist gesund. Wenn du nur Fleisch frisst, fällste irgendwann um.« Liam grübelte kurz. »Wobei das bei so Katzen wohl anders sein könnte«, murmelte er noch hinzu - zwar leise aber vermutlich immer noch hörbar. Danach zuckte er noch mit den Schultern und ermahnte sich innerlich, keine Diskussion anzuzetteln. Immerhin wollte er seine Ruhe.




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Cynthia

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Cynthia
BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptyMi 11 Okt 2023 - 17:03
06.01.2016, Am Morgen
@Liam

Eigentlich hatte sich die Sache mit der Abfuhr für sie schon lange erledigt. Cynthia war bereit sich einfach wieder ihren eigenen Gedanken zu widmen, welche allesamt einen sehr starken Schlag in das Trainingsziel ein paar Schritte entfernt, beinhalteten. Wenn sie keinem Typen die Fresse einschlagen konnte, dann musste man eben hier die ganze Energie rauslassen. Leider hatte das Schicksal noch ein paar Asse im Ärmel, die es der Löwin gerade süffisant auf die Nase binden wollte. Darunter fielen auch die Kommentare von Liam, die keineswegs an ihren empfindlichen Lauschern vorbeigezogen waren. Aber war ja klar, dass der Kerl damit nichts anfangen konnte. Wie sollte er auch? Sie rechnete irgendwie damit hier irgendeinen Engel oder den Abklatsch von Houdini vor sich zu haben. Nen Muskel-Magier, oder sowas in der Art. Würde zumindest Sinn machen, warum er sich so verweigerte in den Ring zu klettern. Cynthia verstand noch immer nicht, was daran so unglaublich schlimm sein sollte. Aber nicht ihr Problem, ganz einfach.
Das änderte sich schlagartig, als die Worte „Katze“ wie ein Echo durch ihren Kopf hallten und ihren Körper sofort dazu bewegten eine 180-Grad Wendung hinzulegen. Die Augen sofort auf seiner hellen kurzgeschnittenen Friese fixiert. „Katze?“, wiederholte sie das Wort, als würde sie ihm in den nächsten zwei Sekunden verächtlich ins Gesicht spucken. Man konnte mehr als deutlich spüren, wie Cynthias Laune langsam entgegen dem Nullpunkt sank. Auch, wenn der Kerl theoretisch nicht unrecht hatte. Aber darum ging es nicht, ganz und gar nicht. Katze hatte einfach immer den Klang einer braven und durchaus ansehnlichen Hauskatze. Eine, die man in ihr Körbchen packte und mit Nassfutter überall hinlocken konnte. Da war nichts Wildes, nichts Ungestümes – aber vor allem keine sonderliche Kraft in diesem Verhalten. Wenn er wenigstens Raubkatze gesagt hätte … aber nein, es ging immer nur um diese schwächlichen Fellbälle, die in ihrem Dasein lediglich einem Dackel Konkurrenz machen konnten. Jetzt wurde es aber erstmal Zeit ihrer Gesellschaft diesen Fakt direkt ins Gesicht zu werfen.
„Nenn mich noch einmal so und ich polier‘ dir dein kantiges Gesicht in Kugelform.“, sie schnaubte mit einem auf Krawall gebürsteten erhobenen Schwanz hinter sich. „Dann kannst du so viel Salat fressen, wie du willst; Bruder.“. Denn Fleisch würde er danach nicht mehr runter bekommen, so viel war sicher. So gern sie ihrer antrainierten Gleichgültigkeit auch hier den Vortritt gelassen hatte. Er wollte ihr den Namen aufdrücken? Das musste man sich verdienen. Keine Chance, dass sie seinen Spruch einfach so hinnehmen würde. Wer sich nicht schon beim kleinsten Funken zur Wehr setzte, der hatte bald das Nachsehen. Also war es besser die Fronten gleich zu klären … mit der Hoffnung er würde nicht einknicken und sich darauf einlassen. Noch war sie ja recht umgänglich; selbst wenn andere das vermutlich anders sehen würden. „Poser, eh.“, schloss sie die Anrede ab und ballte ihre Fäuste schon mal zusammen.





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Liam
BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptySa 14 Okt 2023 - 11:03
06.01.2016, Am Morgen
mit @Cynthia Akintola


Liam hatte sich gerade darüber ärgern wollen, dass er nichts zu trinken eingesteckt hatte, als ihn ein kalter Blitz durch den Rücken fuhr. Das Katzenmädel hatte seinen letzten Kommentar wiederholt; und das auf eine Art und Weise, die unmissverständlich machte, in welches Fettnäpfchen Liam damit getreten war. Sofort schlug er sich innerlich mit der Das-hättest-du-besser-wissen-können-Keule. Zwar mochten Mädels meistens Katzen und wollten sogar welche sein, aber wenn man sich halt für etwas besseres hielt, dann konnte das schnell beleidigend wirken. Liam hatte diese Möglichkeit außer Acht gelassen, sich leichtsinnig zu einem leisen Kommentar hinreißen lassen. Aber das Mädel trug ihre Lauscher wohl nicht nur zur Show. Die waren echt. Zu echt.
»Chill mal …«, war seine prompte Reaktion auf ihre Drohung. Selbst wenn sie sich für einen mächtigen Tiger hielt, musste sie nicht gleich so aus der Haut fahren, nur weil er was von Katzen geplappert hatte. Sie hatte eben diese Merkmal: Ohren, Schwanz. Letzterer stand übrigens gerade ziemlich steil. Liam fand das irgendwie niedlich; doch das sagte er ihr lieber nicht.
»… und immer noch keine Ahnung, was du mit Salat hast, ey«, murmelte noch hinzu, weil ihn das Salat-Thema einfach nicht losließ. Das Mädel hatte irgendwas gegen ihr Grünzeug, verschmähte vermutlich immer die Erbsen auf ihrem Teller, statt dankbar dafür zu sein, überhaupt etwas zu essen zu bekommen. Liam hatte solche Bälger hier und dort gesehen und ihnen neidisch zugeschaut, wie sie so viel zu essen bekamen. Geschwollen Runde Gesichter hatte er ihnen deshalb nicht verpassen wollen, selbst wenn sie ihn eine Katze oder einen Hund genannt hätten. Letzteres war nicht mal allzu weit hergeholt. Doch dieses Mädchen hier, die drohte ihm, genau das zu tun. Würde ihr ohnehin nicht gelingen, was sie allerdings nicht ahnen konnte. Mit den Lauchstangen von Armen würde sie nicht weit kommen und ihn würde man am Ende dafür beschuldigen, dass sie sich die Hände verletzte. Also besser der ganzen Sache aus dem Weg gehen, indem man sie zur Ruhe brachte. Sein ’Chill mal’ eben war da sicher der richtige weg. Brauchte vielleicht auch nur etwas zum Naschen. Süßigkeiten halfen ja bei Mädels oft.
Die Kleine hier würde vermutlich einen Haufen Schokolade benötigen, um wieder auf Ruhetemperatur herunterfahren zu können. Am Ende nannte sie ihn sogar einen Poser, was Liam erneut absolut nicht verstand. Wo posierte er hier denn? - fragte er sich. Weder machte er einen auf dicke Hose noch sonst was. Er wollte einfach nur vermeiden, ein dürres Mädel schlagen zu müssen. Ebenfalls wollte er keinen Stress und von ihr angekratzt werden. Warum man deshalb direkt zum Poser wusste, verstand er nicht.
»Whatever«, seufzte er daher nur unverständlich und schüttelte resignierend den Kopf. All das Gefasel von Salat, Posern und der Aufregung wegen dem Katzenwort war Liam zu viel Stress. Die stand vermutlich einfach auf Action und wollte diese ständig aus dem nichts erzeugen. Wenn er nicht so ein vernünftiger Kerl wäre, vielleicht wäre es die richtige Entscheidung gewesen, sie einfach im Ring K.O. zu schlagen, damit wieder Ruhe in diese Halle einkehrte. Doch Liam war eben vernünftig, sprach er zu sich selbst, und beherrschte sich.
Ein wenig Hoffnung besaß er, dass es mit ihr wie mit den meisten Bullys war und diese schnell das Interesse verloren, wenn sie merkten, bei ihren Opfern keinen Erfolg zu haben. Also wandte er sich von ihr ab und checkte nochmal seine Matte und so. Wieder ärgerte er sich, nichts zu trinken zu haben und schaute sich kurz um, ob es irgendwo etwas abzustauben gab.




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Cynthia

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Cynthia
BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptyMo 16 Okt 2023 - 20:14
06.01.2016, Am Morgen
@Liam

Klar, sie sollte chillen. War ja nicht so, dass er mit dieser scheiß Katzengeschichte um die Ecke gekommen war und das mit dem Salat nicht kapierte. Eigentlich ging es Cynthia auch nicht um letzteres, es reihte sich nur so schön mit in die Ereigniskette ein und rutschte deswegen mit durch die Aggressionsbewältigung der Löwin. Diese war nämlich gerade kurz davor dem Kerl einfach eine rein zu semmeln, wenn er nicht bald mit einer Entschuldigung rausrückte. Wäre zwar echt ne Enttäuschung, weil er gleich beim kleinsten Anzeichen von Gegenwehr einknickte, aber was solls. So würde er wenigstens keine Gesichtsmassage bekommen und konnte sein Leben weiterleben. War ja nicht so, als würde Cynthia über die Insel laufen und jedem diese Begebenheit wie ein weltveränderndes Ereignis ins Gesicht drücken. Dazu war ihre Zeit viel zu wertvoll und ihr Interesse am Flurfunk teilzunehmen viel zu gering. Lieber würde sie sterben als ein Teil dieser lästerlichen Prinzesschenwelt zu werden, welche sich in der von ihr so klassifizierten High-Society auftat. Sich hinter dem Rücken von anderen über jemanden lustig zu machen, war einfach nur schwach. Es hatte weder was Ehrenhaftes noch zeugte es von großartigem Selbstbewusstsein.
Von daher fand sie es auch gar nicht so schlimm, wie der weißhaarige Poser nach ihrer Drohung immer noch an seiner Meinung haften blieb. Dieses Mal gab es sogar keine lästige Tante von der Essensausgabe, die ihr mit einer Woche Zwangsdiät den Plan versauen konnte. Leider hatte sie durch ihre Worte aber mittlerweile auch den alten Sack auf sich aufmerksam gemacht, der ihr mit seinen Augen zwar keinen direkten Befehl gab, aber wohl nicht lange untätig bleiben würde; und auf Hausverbot hatte die Löwin nun mal absolut keinen Bock. Gab schon allein so genug Schuppen, die sie nicht mehr willkommen hießen. Wenn auch nur weil ihnen der Dresscode nicht zusagte. Aber wer will schon in einem dieser Edelschuppen essen gehen? Doppelter Preis für doppelt so wenig Fleisch, richtig beschissene Abzocke. Doch zurück zu ihrem eigentlichen Problem, was auf der Beschissenheits-Skala gerade unbeschreiblich hoch angesiedelt war.
„Ich geb‘ dir gleich nen whatever, Arschloch.“, warf Cynthia ihm entgegen und machte die letzten Schritte zu ihm hin, damit ihre Hand endlich, was in die Finger bekam. Glücklicherweise beherrschte sie sich noch so gut, dass sie nicht ihre Krallen ausfuhr. Stattdessen hatte sie nur ihre andere Faust so weit, dass ein dummer Kommentar reichte, um ihm eine ins Gesicht zu pfeffern. Bestimmt etwas, dass der Kerl so schnell nicht vergessen wird. „Du nimmst den Scheiß mit der Katze lieber sofort zurück. Löwen sind was anderes, du Vogel; oder bezeichnest du Krokodile auch nur als übergroße Lurche, huh? Nimm den scheiß also lieber zurück … jetzt!“. Und besonders auf letzteres Wort legte ihr stimmliches Muster besonders viel wert. Er sollte wissen, dass sie es wirklich ernst meinte. Fuck, eh. Sie hatte ihm sogar erklärt, wo das Problem lag. Wenn das kein Service ist, dann wusste sie auch nicht mehr. Cynthia erwartete im Gegenzug zu anderen Leuten aber auch nicht, dass der Kerl ihre Gedanken lesen konnte. „Oder du plättest mich im Ring, dann isses‘ mir scheißegal, ob du damit weitermachst.“. Recht des Stärkeren und so; allerdings würde er dieser Rivalität dann nicht mehr allzu leicht davonkommen. Nicht, dass es ein Problem damit gäbe. Sie würde kaum jede Gelegenheit nutzen, um ihm auf den Zeiger zu gehen. Nur manche Kampffelder waren eben weniger reglementiert als andere. „Also vergiss das scheiß Grünzeug und triff ne gottverdammte Entscheidung!“





"Man widerspricht oft einer Meinung, während uns eigentlich nur der Ton, mit dem sie vorgetragen wurde, unsympathisch ist." - Friedrich Nietzsche
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Liam

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Liam

Liam
BeitragThema: Re: Roshi's Gym Roshi's Gym EmptyMi 18 Okt 2023 - 19:45
06.01.2016, Am Morgen
mit @Cynthia Akintola


Tatsächlich fand Liam in einer Ecke der Halle etwas, was wie ein Getränkeautomat aussah. Da könnte er vermutlich eine frische Dose abgreifen. Doch ehe er sich auf den Weg dorthin machen konnte, wurde er bereits wieder von der auf Krawall gebürsteten Safarikatze angemacht. Die Alte hatte wirklich als Hobby, anderen auf den Geist zu gehen und ihr Ego zur Schau zu stellen.
Liam seufzte innerlich, als er ihre aufgebrachte Stimme vernahm. Die näher kommenden Schritte verstärkten nur sein Unwohlsein. So wie sie danach vor ihm Stand, sprach alles dafür, dass sie sich am liebsten auf ihn gestürzt hatte; wie so eine abgedrehte Katze halt. Kannte doch jeder diese kleinen Viecher, die aus dem Nichts und ohne jeglichen Ansatz eines nachvollziehbaren Grundes Sachen von den Regalen schubsten. In diesem Fall hier war Liam irgendein störendes Objekt auf irgendeinem verdammten Regal; und das Mädel war die fette Katze, deren Ego durch seine bloße Existenz verletzt wurde. Auf der einen Seite konnte er sich über Mädels an sich aufregen - das Leid, welches jedes männliche Wesen kannte -; und auf der anderen Seite hatte er noch nie ein gutes Händchen für Katzen gehabt. Sein Fluch holte ihn also quasi ein. Ein anderer Fluch. Nicht ganz so schlimm wie sein Familienfluch, trotzdem ein durchaus nerviger.
Wenigstens war sie so entgegenkommend, ihm endlich mal zu erklären, was ihr verdammtes Problem war. Irgendwie hatte er es sogar selbst herausgefunden, aber es bestätigt zu bekommen, hob seinen Stolz nochmal ein Stück. Vielleicht waren Mädels doch nicht so kompliziert … dachte er kurz … dann schaute er wieder in die angepissten Augen vor sich. Schick sahen sie ja aus, aber fern jeglicher Anziehungskraft. Und wer gerade jetzt scharf wurde, der musste sich mal beim Psychodoc durchchecken lassen.
Aber auch wenn Liam nun Gewissheit hatte, was die Alte störte, war es immer noch unverständlich für ihn, warum es sie derart aufregte. Klar, er wollte auch nicht als Schoßhund bezeichnet werden; doch deshalb drohte er doch keinem Schläge an. Außerdem warum machte sie das derart blind? Vor ihr stand ein Kerl, der deutlich mehr auf den Armen hatte als ihre Lauchstangen. Nur weil sie - anscheinend - eine Löwin war, war sie doch nicht allen überlegen. Oder dachte man das automatisch mit der Abstammung? War wohl auch nur der Ausschiss eines verträumten Disney-Films.

»Ernsthaft?! Wegen dem Scheiß machst du so einen Aufriss? Weil ich dich eine Katze genannt habe? Meine Fresse, ey, du hast Probleme.« Liam schüttelte zweifelnd den Kopf, hielt sich die Stirn zur Sicherheit, falls ihn alle Kräfte vor lauter Unsinnigkeit in seinen Ohren verließen. Dann hob er sein Gesicht aber ruckartig wieder an und starrte das Mädels vor sich resignierend an.
»Ja, man, dann nehm ich‘s halt zurück. Bist keine Katze. Bist nen fetter Löwe. König der Steppe und so.« Wie ernst ihm seine Worte wirklich waren, konnte man an seinem tendenziell ironischen Ton und seinem irritierten Blick erkennen. Nichtsdestotrotz nahm er tatsächlich seine Worte zurück. Lügen waren immerhin weder seine Stärke noch sein Hobby. Aber das konnte sie ja nicht wissen. Sie kannten sich kaum. Oder gar nicht.
»Du musst unbedingt mal an deinen Emotionen arbeiten.« Bestimmt der beste Satz, den man einem Mädel ins Gesicht werfen konnte. »Drehst ja direkt durch wie ein …«, doch Liam beendete seinen Satz besser nicht, ehe er wieder etwas zurücknehmen durfte. »Ach, whatever.«
Zeitgleich war ihm der alte Sack aufgefallen, dem wiederum Liam und seine - ach so nette - Gesprächspartnerin aufgefallen waren. Eventuell roch der Opa bereits den Konflikt, der hier zu entgleisen drohte. Doch da Liam davon überzeugt war, dass es an ihm keinesfalls lag, sah er sich auf der sicheren Seite. Wenn das Mädel meinte, ihm einen mit ihren Zuckerwattepfoten zu verpassen, würde sie im hohen Bogen aus dem Laden geschmissen werden. Und dann hätte Liam wieder seine Ruhe. Jeder andere hätte so einen hinterhältigen Schachzug sicher in Betracht gezogen. Liam jedoch schob ihn direkt von sich. Niemals würde er jemanden über den Tisch ziehen aus egoistischen Gründen. Das passte nicht zu ihm und wurde auch nicht von seiner angeborenen Ader toleriert.
»Also calm ya tits und schlag weiter auf deinen Sack da ein, wenn du keinen Stress haben willst«, schlug er ihr eloquent vor und wandte sich ein weiteres Mal von ihr ab. Seine Hoffnung blieb stark, sich nun einen Drink holen zu können.




»If you don't heal what hurt you, you'll bleed on people who didn't cut you.«
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