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 O1 - Büro der Direktorin

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BeitragThema: O1 - Büro der Direktorin   Sa 25 Dez 2010 - 15:45

das Eingangsposting lautete :



Büro der Direktorin




Das Büro der Direktion ist im Gegensatz zu den restlichen Räumen der Schule sehr klein, verfügt aber dennoch über aussreichend Möbel. Neben dem Schreibtisch des Direktors befindet sich auch ein weiterer Tisch, auf welchem 2 Bildschirme eines Computers Platz gefunden haben. In der Mitte des Raumes befinden sich ein Tisch und zwei Sitzbänke. So manch vorschriftswidriger Schüler wird hier schonmal gesessen haben, aber auch für Lehrer ist dies ein wichtiger Ort, um bestimmte Dinge mit der Direktion besprechen zu können.



     
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 4 Jul 2012 - 18:14

Das er zumindest für einen Moment in seinem Zerstörungswahn, sämtliche Akten zu zerlegen, inne hielt, war ein großer Fortschritt. Die Brünette war sich beinahe sicher, dass es nun vorbei war, als sein Blick von ihr fort auf die Akten glitt, um sein Wüten wieder aufzunehmen. Das Tierwesen zuckte zusammen, als er sie fort drückte und erneute Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie ihre großen, grünen Augen schloss. Sie bereitete sich bereits mentale auf seine Handgreiflichkeiten vor, doch diese blieben aus. Zögernd öffnete sie ein Auge, um zu sehen, was dort vor sich ging. Ihre Schultern hatte das Mädchen hoch gezogen und ihren Kopf so weit wie möglich eingezogen. Mittlerweile wusste Horie gar nicht mehr, was sie von ihm erwarten sollte, doch als der blonde Junge schließlich zurück schwankte, fühlte sie sich befreit. Sie hatte sich zwar selbst und völlig freiwillig in die Gefahrenzone begeben, doch die Distanz, die er nun zwischen sie brachte war deutlich angenehmer. Bewegen konnte sie sich dennoch nicht. Die Starre fiel auch nicht von ihren Beinen ab, als der Dämon auf die Knie sank. Dafür hafteten ihre Blicke auf seinen Zügen, die sich zunehmend veränderten: sein verwirrtes Gesicht, das verblassende Rot seiner Augen, bis hin zu seinem hilfesuchenden Blick.
Erst als der Blonde zur Seite kippte und sein Bewusstsein verlor war sie wieder in der Lage sich zu bewegen. Mit zu schnellen und schwankenden Bewegungen war sie vor gestolpert, um seinen Sturz abzufangen; wenn auch nicht sehr erfolgreich. Ihr eigener Atem war unregelmäßig und ihr Körper von einem erneuten, unkontrollierten Zittern befallen, während sich die Flecken vor ihren Augen verflüchtigten und das Rauschen ihres Blutes in den eigenen Ohren allmählich leiser wurde. Hilfesuchend sah sie zu den Frauen hinter sich. Jene, die eben noch Verstärkung angefordert hatte hockte neben ihrer Kollegin, die sich mit dem Atmen schwer tat. Die Sekunden erschienen ihr wie Stunden, als sie schließlich zwei Lehrkräfte herein eilen sah. Erleichterung überfiel sie. Jetzt wird alles gut. Horie seufzte und ließ ihre Schultern schließlich hängen, als sie hilfesuchend empor sah. Das ernste Gesicht der Männer hatte eine beruhigende Wirkung und die Brünette sträubte sich nicht, als ihr einer unter die Arme griff und wieder auf die Beine zog, während der andere sich im Raum um sah und schließlich neben Jun auf die Knie ging, um ihn zu untersuchen. „Alles in Ordnung, Mädchen?“ Das Tierwesen nickte lediglich und brachte mit Mühe ein leichtes Lächeln zustande. „Wir sollten den Jungen ins Krankenzimmer bringen.“, das war die Stimme des Mannes gewesen, der neben Jun hockte.

tbc: E2 - KRANKENZIMMER
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 1 Mai 2013 - 13:49

CF: Vor der Schule (Isabell)

Isa hatte es endlich geschafft und Klopfte an der Tür an. Es dauerte einige Zeit und dann ertöhnte eine Stimme hinter der Tür die sie hereinbat. Vorsichtig nahm Isabell die Türklinke in die Hand und drückte sie nach unten. Danach ging sie hinein und verneigte sich erst einmal. Sie setzte sich und fing eigentlich auch direkt an zu erzählen wer sie war, wie sie hiervon erfahren hatte und das sie gern zur schule gehen möchte. Vor allem auch das sie gern lernen wollte mit ihren Kräften umzugehen und einen Ort zu Wohnen brauchte. Der Rektor schien ihr zuzuhören und nickte dann. Anscheind gab es hier noch mehr die dieses Schicksal hatten weswegen Isabell sofort unterlagen bekam. Sie bekam einen Stundenplan, eine Klasse zugeteilt und einen Lageplan. Auch erzählte er ihr welches Zimmer sie im Weisenhaus haben konnte und Isa konnte einfach nicht anders als ihn zu umarmen und sich tausend mal zu bedanken. Sie nahm sich alle Unterlagen und rannte sofort los. Sie wollte ihr Zimmer sehen.

tbc: Isas Zimmer
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 6 Aug 2014 - 12:16

Cf. Schuldach

Mit dem Bierfass in der Hand betrat er sein Büro. Nach einem langen Seufzer schloss er die Tür hintersich und huschte einmal durch den Raum zur Fensterbank, vor welcher er das Bierfass abstellte. Man war er müde. Kurz schaute er sich um... achja.. das Büro. Auf dem Tisch mit den Zwei Monitoren waren Akten und Blätter gestapelt.. natürlich schön ordentlich, aber den Rechner konnte man vorerst nicht benutzen. "Ich brauch unbedingt ein neues regal..", sagte Drakonas leise zu sich selber. Naja.. angeblich sei schon eins auf dem Weg.. mal schauen wann es ankommen würde. Rasch zog er die Vorhänge zu und zog seinen Umhang aus. Dadrunter trug er natürlich ein weißes Hemd. Den Umhang legte er um den Sessel, an seinem Schreibtisch, dann setzte er sich in den Sessel, stellte die Lehne weit nach hinten und gähnte nochmal ziemlicht laut. Ne Runde schlafen tut jedem Gut. Gemütlich legte er die Beine auf den Schreibtisch und schlief dann, nach kurzer Zeit, in seinem Sessel ein..
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   So 24 Aug 2014 - 14:41

cf : Pausenhof

Sie rannte also - elegant wie sie war - in einem forschem Schritt die Treppe hoch und sah sich im Gang um. Zum Glück gab es nur ein Obergeschoss und keine zwölf Stockwerke. Eine Tür nach der anderen wurde inspiziert und näher betrachtet. Sie kannte diese "Bauweise" der Flure nicht. Sie fand es merkwürdig schlicht, grau. Aber sie mochte es auch. Wie man sich so etwas eben vorstellen könnte ... diese "Schuleinrichtung" konnte noch ein lustiger Spaß werden~
Sie stellte Diversitäten fest, wie sogenannte "Klassenräume", für sie ein Raum, wo mehrere dutzend Schüler eingepfercht etwas eingetrichtert bekommen, was aber in den meisten (oder auch wenigsten) Fällen von mehr als 50% der Klasse wieder vergessen wurde. Sie war nie in einer Klassengemeinschaft gewesen, hoffte aber nur trocken, dass sie sich gegenseitig nicht umbringen wollten. Mit einem Mal fand sie das Direktorenzimmer.
Und - wie herbestellt - schien die Engelsgestalt kurz durch und verkündete Neugier und Nervösität. Danach pure Freude. Und schließlich stand sie mit zitternden Menschenhänden - nicht, dass sie sich von ihren Engelshänden unterscheiden, nicht wirklich - da. Sie atmetete ein, atmetete aus. (Im Übrigen sah sie wieder ganz wie der Mensch aus, nur für die, die sich wundern mochten.)
Es würde schon schiefgehen ... nicht? Schließlich ... ach keine Ahnung, was schließlich.
Sie kratzte ihren letzten Rest von ihrer Selbstsicherheit, die durch den langen Schlaf auch eingepennt war - natürlich -, und klopfte an der Tür. (Natürlich nicht auf eine brutale Weise, wie man es eigentlich von ihr kannte, sondern ganz leise und sanft.)
Sie wartete.
Gut, es brachte nichts. Mit einem tiefen Atemzug trommelte sie kurz an die Tür, in der Hoffnung, der vermeintliche Rektor würde sie hereinbitten.
Sie nahm die Hand herunter und wartete erneut.

Allerdings verregnete eine lange Zeit, und niemand machte sich in irgendeiner Weise bemerkbar. Sie seufzte und kramte aus Langeweile in ihren Manteltaschen herum, bis sie ... ein Handy, kein besonders Modernes, aber ein Funktionierendes, fand und herausfischte. Sie sah auf die Uhr. Es war fast acht ... glaubte man der Anzeige. Nochmal kramte sie herum, blätterte alsbald in ihrer Kladde herum. Im Nu fand sie das Gesuchte, einen Brief, der offizieller aussah als Inhalt drinstand. In höflichen, langen Sätzen wurde ihr mitgeteilt, dass sie bitte als Flugtrainerin agieren sollte, irgendwann einmal ... Genau, sie erinnerte sich! Als sie heute die Wohnung verließ, hatte sie eben jenen Brief noch herausfischen können und ihn eingesteckt, dabei vorher noch grob überflogen.
Sie seufzte. Da der Direktor nicht anwesend oder gerade anderweitig abwesend war, schob sie nur einen kleinen Zettel unter die Türrinne zum Zimmer und machte sich schon bald auf dem Weg, ihren ersten Unterricht hier zu leiten.
Wenn das mal gut geht ...

Auf dem Zettel stand im Übrigen Telefonnummer der Engelsdame sowie eine kurze Notiz, man solle sich doch so bald wie möglich sie kontaktieren.
(In Hoffnung, der Rektor würde ein Handy besessen.)

tbc : Auf dem Schuldach
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 10 Sep 2014 - 21:56

Nach einer gewissen Zeit wachte er dann auch auf. Mit einem langen Gähnen und einem darauf folgenden Strecken stand er dann auch auf. Gemütlich zog er an der Schnur, welche dafür sorgte, das die Schalosien hochgezogen wurden. Man war es hell! Moment mal.... Entsetzt kramte ert sein Handy hervor und schaute auf die Uhrzeit, welche ihm sein Handy zeigte. WAS?! So Spät?! Er hatte eiskalt verschlafen! Verdammt! Wie vom Blitz getroffen schmiss er sich an seinen Schreibtisch.. er musste noch die Ansage für die Schüler machen! "Verdammt.", gab er leise von sich während er ein paar Papiere zur Seite räumte und damit das Mikrophon frei legte. Rasch drückte er den Knopf, räusperte sich und sprach dann deutlich rein: "An Alle Schüler und Lehrer der Schule, in kürze beginnen die Individuellen Trainingsfächer, auch bekannt als FTF! Bitte findet euch in den jeweiligen Räumen ein. Der Kampfkurs findet im Dojo statt und wird von Frau Butterblume geleitet! Der Flugkurs findet auf dem Dach statt und wird von Frau... Crown geleitet! Der Magiekurs findet im Pausenhof statt und wird von Frau Kashiwazaki geleitet. Der Heilkundekurs findet im Krankenzimmer statt und wird von Herrn Abraham geleitet und der Transformations & Selbstkontrollkurs findet auf dem Sportplatz statt, er wird von Frau Lunatique geleitet. Viel spaß beim Unterricht. Einen schönen Tag noch!". Die Worte waren auf dem gesamten Schulgelände zu hören.. so ne Lautsprecheranlage hatte doch was gutes. Zufrieden nahm Draco den Finger vom Knopf und seufzte. Nach einem weiteren Gähner ging er zur Tür... nanu? Ein Zettel. Schnell schnappte er den Zettel und überflog ihn.. oh.. da wollte ihn wohl jemand sprechen. Wie Peinlich.. Nach einem weiterem Seufzer schnappte er dann sein Handy und schrieb eine SmS an Mrs. Crown. 'Mrs. Crown, tut mir leid das ich heute nicht zur Verfügung war. Ich werde sie bei Gelegenheit in ihrem Unterricht besuchen.', waren die Worte die er dann schließlich an die Lehrerin schickte. Cliviaer.. sie war dann wohl die neue Schulärztin.. gut das Jonathan nun nicht mehr alleine ist. Gut, das wäre geklärt... Zeit für ein Frühstück oder so etwas... oder doch nicht. Er hatte nicht wirklich Hunger... am besten wäre es wenn er sofort zu Cliviaer gehen würde... aber er wollte den ersten Flugunterricht nicht gleich stören.. Also.. Warten. Mit einem grinsen begab er sich zurück an seinen Schreibtisch, setzte sich in den Sessel und fing an an dem Papierkram zu arbeiten...
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 7 März 2018 - 17:46

Cf: Wohnung Nr.12 | Stadt

Julias Blick glitt vom Stuhl, auf welchem sie in ihrem Esszimmer saß, zurück zum Schlüsselbrett. Wenn sie ein zweites Mal darüber nachdachte, hatte sie eigentlich keine Lust großartig die Stadt abzusuchen. Sie sträubte sich nun sogar etwas dagegen. Aber um etwas zu essen zu bekommen, musste das wohl oder übel sein. Eine Tatsache die die Dämonin jetzt sogar zu einem Teil einsehen musste. Erneut glitten ihre Hände im Anzeichen letzter Müdigkeit über ihr feminines Gesicht, dann änderte sich ihr Blick. „Ich gehe einfach nur Mittagessen…“, meinte sie zu sich selbst als sie sich langsam von ihrem Stuhl erhob um sich auf zum Schlüsselbrett zu machen. Schließlich hatte sie etwas zu tun und die Arbeit macht sich nun einmal nicht von selbst, das wusste die Ex-Managerin besser als wohl jeder andere. Nur ob sie es vom Hunger her bis zum Mittag schaffen würde, war ihr noch nicht so sicher.

Dementsprechend schnell marschierte die Blondine aus ihrem Esszimmer hinaus, direkt zur Garderobe. Sie hatte ihre Standard-Kleidung an, so passte am besten der Schwarze Überzieher. Allein schon wegen den, noch relativ niedrigen, Temperaturen die auf der Insel gerade herrschten. Schließlich war es sehr früh am Morgen. In einem letzten Check, stellte sich die Direktorin in alter Manier vor den Spiegel im Eingangsbereich und begutachtete ihre Erscheinung. Eine Drehung nach links, eine nach Rechts. Sie sah gut aus, fand sie. Zumindest so gut, dass man ihr die Strapazen nicht auf den ersten Blick ansehen würde. Es folgte eine letzte Korrektur an ihrem Kragen, dann nahm die Blondine ihren Schlüssel vom Schlüsselbrett und marschierte aus der Tür hinaus. Wie sie feststellte, musste sie dann allerdings doch noch einmal umdrehen. Ihre Tasche, hatte sie vergessen und die war für die Schule nun einmal überlebenswichtig. Es war ein Moment wie dieser, wo Julia bemerkte wie durch den Wind sie eigentlich war. Innerlich seufzte sie gerade und verzog dann auch wieder leicht das Gesicht, als sie die ersten Stufen hinauf in Angriff nahm. Ihr Bauchbereich war von dem Plan nicht so ganz begeistert. Zum Glück war sie nicht komplett unten gewesen.

Mit zusammengebissenen Zähnen und schnellen Schritten holte sie noch ihre Aktentasche, welche sich neben dem Wohnzimmertisch versteckt hatte und wiederholte dann ihren Weg aus ihrer Wohnung hinaus, raus in die morgendliche Kälte der Insel. Es war wirklich eine frische Brise die Ihr entgegenkam. Zu Schade, dass sie von dieser nicht so viel mitbekommen würde, dachte sie zu sich selbst. Denn laufen wollte sie in diesem Moment nicht, allein schon wegen ihrer Kurierenden Verletzung die sich schon bei Treppenstufen bemerkbar machte. Ein letzter Seufzer durchfuhr Julia und sie begab sich vorne an die Straße des Hauses, wo ihr Wagen für gewöhnlich immer stand. Eigentlich passte er nicht wirklich zur Inselidylle und das lernte sie immer wieder an ein paar Blicken. Vielleicht war ihr Gefährt auch einfach zu untypisch, so genau wusste sie das nicht. Aber sie scherte sich auch nicht drum. Sie mochte es und allein darauf kam es an, oder nicht?

Mit einer neutralen sehr strikten Professionalität, schloss sie ihr Gefährt auf und ließ sich, wegen ihrem Bauch, sehr langsam in das doch relativ niedrige Gefährt sinken. Es war in jedem Falle kein Auto für Krankentransporte, aber das war ihr selbst schon sehr früh klar geworden. Sie bemerkte es nur einmal als es kurz wieder im Bauchbereich zu ziehen begann und sie instant langsamer werden ließ. „Okay okay…ich mach ja schon langsam…“, murmelte sie als ob ihr Bauch sie hören konnte und schloss letzten Endes die Tür vom Fahrzeug, steckte den Schlüssel in das Zündschloss und bewegte sich ohne große Umschweife zur Schule. Eine Sache die bei ihrer Geschwindigkeit wohl nicht sehr lange dauern würde. Vor allem weil sie eine sehr fokussierte Fahrerin war, da verging für sie die Zeit meistens sowieso immer wie im Flug.

Gerade als ihr Auto die einfahrt durchquerte, konnte sie das Schulgebäude durch die Windschutzscheibe schon sehr gut sehen. Es hatte im Anbetracht der letzten Ereignisse überhaupt nichts abbekommen. Was vielleicht auch daran lag, dass der Kampf sich woanders viel heftiger ausgetragen hatte. Ihr wurde mulmig bei dem Gedanken und dem reflektieren des Kampfes, welchen vor allem sie sich in der Innenstadt geliefert hatte. Es lief ihr kalt den Rücken runter als sie neben dem Eingang auf einem der Parkplätze zum Stehen kam und auch sogleich Ausstieg. Irgendetwas schauderte sie in diesem Moment, aber wissen was es war, das tat Julia nicht. Dieses Mal stieg sie aber langsam und vorsichtig aus. Sie schaute sich ein wenig um, alles war ruhig. Ruhig schloss sie die Wagentür hinter sich, mit einem schnellen Druck auf die Taste des Schlüssels, schloss sie noch schnell ihren Wagen ab, welcher fröhlich mit einem doppelten Blinken den Befehl entgegennahm, dann ging es los.

Mit langsamen Schritten ging sie zur Eingangstür und zog ihren Schlüssel heraus, um den Eingang für sie freizugeben. Das ganze Gebäude wirkte wie ein Geisterhaus in diesem Moment, welches sich fröhlich in der kalten Morgenluft rühmte. Ob es am Montag auch so sein würde? Sie wusste es nicht und schob diesen Gedanken gleich wieder nach hinten, bevor sie wieder bei den Selbstvorwürfen heute Morgen ankam. Sie war hier um zu arbeiten und nicht um zu denken, trichterte sie sich just ein, als sie die Treppe zum Obergeschoss und zu ihrem Zimmer zurücklegte. Ohne auch nur einen Moment mit umschauen zu verschwenden trat sie in das Zimmer ein, legte ihre Tasche auf den Tisch und hängte ihren Überzieher an einen der Haken dort. Gleich im Anschluss holte sie ihren Laptop raus, welchen Julia vorsichtig aufklappte und schon einmal so platzierte das sie sich gleich nur noch hinsetzen musste um loszulegen. Der Berg von Akten auf der linken Seite des Schreibtisches blieb dabei nicht gerade unbemerkt. Sie seufzte und wandte sich dem dreiteiligen Fenster hinter ihr zu, wo man den Schulhof durch betrachten konnte. Ihr Magen grummelte, sie fühlte sich auch gerade nicht wirklich nach Arbeiten…irgendwie. Ihr Blick schweifte durch das Glas über den Schulhof und für einen Moment, verlor sich die Direktorin in Gedanken…

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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 7 März 2018 - 23:42

cf: Zurück auf Isola / Come Back


Wenige Tage war es erst her. Eine Hand war zum Zählen viel zu viel. Mit einem kleinen Dampfer hatte sich Bernardo zurück nach Isola bringen lassen, nachdem er mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate nicht anwesend war. Paolo hatte ihn dringend um Hilfe gebeten und freilich hatte sein alter Mentor ihn nicht im Stich lassen können. Wie sich Bernardo wohl entschieden hätte, hätte er gewusst, was derweil auf Isola passieren würde, ist schwer einzuschätzen. So viele Leben standen auf dem Spiel und zu viele haben das Spiel verloren. Der Engel fühlte sehr stark die Aura der Insel, welche sich in ein Trauerspiel gewandelt hatte. Schwer lag die Luft am Pier, als der Hüne das schwankende Schiff verließ.

Ohne Probleme hatte er den Weg mit dem Motorrad vom Hafen zu seinem Haus im Bambuswald gefunden. Es war ihm gewesen, als wäre er nicht weggewesen. Diese Erinnerung war noch sehr präsent gewesen. Dagegen musste er das heimische Gefühl erst wiederfinden. Nachdem er das Haus damals erworben hatte, hatte sich der Hüne schnell eingelebt. Er hatte stets den Weg von der Arbeit zurück zum Haus genossen; sowie die Stille und Gelassenheit des Bambusdickichts.
Nun aber war das alles weg. Musste wiedergefunden werden. Schwer sollte es fallen, weil Bernardo noch ganz andere Dingen aufarbeiten musste.
Lykantrophen hatten die Bewohner Isolas erneut heimgesucht. An das Mal zuvor hatte er sich noch entsinnen können. Doch der jüngste Fall hatte ihn eiskalt hintergangen.

Zumindest war es ein schöner Anblick, das Schulgebäude unversehrt begrüßen zu dürfen. Bernardo hatte sich frühzeitig auf sein Motorrad geworfen und war zur Schule gefahren. Auch wenn Wochenende war und sicher kein Schüler dort sein würde, hoffte er zumindest, jemanden vom Lehrkörper zu erwischen, der ihn updaten konnte. Im besten Fall würde er sogar die neue Direktorin treffen. Julia Bardera kannte er leider nur flüchtig von seiner bisherigen Zeit als Lehrer auf Isola. Während seiner Abwesenheit hatte sie sich erfolgreich für den Posten der Schuldirektorin beworben. Spätestens jetzt hatte Bernardo nachzuholen, sich ihr mal anständig vorzustellen, auch wenn sie seine schlanke Akte sicher längst gelesen hatte. Außerdem hatte er eine Rückkehr selbstverständlich mit einem Brief an die Direktion vorangemeldet. Nun hieß es lediglich noch, Vollzug zu melden.

Als Bernardo seine Maschine vor dem verlassen wirkenden Schuldgebäude abstellte, fiel ihm ein einzelner – und auch sonst sehr auffälliger – Sportwagen auf. Irgendjemanden würde er also treffen. Hoffentlich wurde es nicht wie das Suchen einer Nadel in einem Heuhaufen. Durch die Gänge schreien, wollte er ebenso wenig.
Der Hüne stattete zuerst dem Lehrerzimmer einen Besuch ab, fand dort aber niemanden. Auch hier spürte man förmlich die Leere, die einen ins Vakuum saugen wollte. Auf den Gängen war es kaum anders. Die Geräusche der Kinder fehlten ihm überraschend. Er kannte das Gebäude fast gar nicht ohne und so gehörten sie einfach dazu. Sie waren die Farbe an den Wänden. Ohne sie wirkte der Gang grau und leblos.
Aber genug der Melancholie, dachte sich der Engel. Im Büro der Direktorin, welches nur ein paar Türen weiter war, würde er es noch versuchen. Bernardo hielt inne, als er vor dem Raum stand. Kurz überlegte er, zu klopfen oder einfach zu prüfen, ob die Tür aufging. Dann fiel ihm ein, dass sein alter Klassenraum auch direkt in der Nähe war. Sein Blick schweifte hinüber und verfing sich für einige Sekunden. Diese Zeit reichte aus, damit dem Engel die Präsenz hinter der Tür des Büros bewusst wurde. Da war jemand.
Lebenserfahrung stand auf der einen Seite. Auf der anderen stand die ganz besondere Beziehung des Engels zur Dämonenrasse. Zum Glück gab es auf der Insel nur gute – grundsätzlich und größtenteils. Und wenn er richtig lag, dann …

Bernardo klopfte ruhig mit langsamer Frequenz aber nicht leise sondern deutlich an das Holz; wartete auf die Erlaubnis einzutreten. Im Büro saß, wen er erwartete, die Direktorin: Julia Bardera.
Auch wenn Bernardo bis eben noch zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her gerissen war, legte er ein willkommen heißendes – auch wenn er der Ankömmling war -, sympathisches Lächeln auf. »Ich wünsche einen schönen guten Morgen, Frau Bardera. Ich hoffe, ich störe nicht.« Das Lächeln sollte zugleich um Verzeihung beten. Danach konnte er seine Züge wieder entspannen. »Mein Name ist Bernardo Gavri-El. Wir hatten in der Vergangenheit leider noch nicht wirklich das Vergnügen. Ich hatte einen Brief vorausgeschickt und wollte mich nun wieder zurück auf Isola melden.« Er vermied es, bestimmte Punkte bereits anzusprechen. Anstandshalber wollte er es bei der bloßen Vorstellung und Rückmeldung belassen, um dann die Reaktion seiner Vorgesetzten abzuwarten.










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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 8 März 2018 - 1:03

In Gedanken versunken und schon beinahe teilweise aus der Realität entflohen, stand Julia eine sehr lange Zeit einfach nur dort und schien aus dem Fenster hinaus in eine andere Welt zu schauen. Erst jetzt, in der Stille des Büros, sammelten sich ihre Gedanken so langsam. Die ganzen Gedanken die ihr den Kopf benebelten waren kaum alle zu erfassen. Doch eine Sache erinnerte sich die Direktorin, wollte sie unbedingt wissen. Wie es wohl ihrem Schützling @Leviathan ging?  Sie hatte ihn seit dem Angriff nur kurz gesehen und das war nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus gewesen. Vielmehr hatten die beiden aber seither nicht mehr miteinander zu tun gehabt. Was die Blondine sehr besorgt stimmte. Er würde doch sicherlich keinen Unsinn machen? Sicherlich war er gerade drauf und dran sich um seine Freunde zu kümmern, so zumindest kannte sie ihn als Ziehmutter und das würde sich wahrscheinlich an ihm auch nie ändern. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Er lebte wenigstens, das zumindest gab ihr ein großes Maß an Erleichterung.

Ein Seufzen entfuhr der Dämonin, genug rumgestanden. Es wartete Arbeit auf sie und diese musste selbstredend gemacht werden. Dementsprechend widerwillig schob die Direktorin ihren Stuhl zurück, drehte ihn in ihre Richtung und ließ sich langsam, mit der Hand an der Schreibtischkante Abstützend, auf ihren Bürostuhl sinken. Ein langer Prozess, der sich aber auszahlte. Keine Schmerzen beim Hinsetzen! Es wirkte beinahe schon wie eine Erlösung auf sie. Jetzt musste Julia sich nur noch von hastigen Bewegungen fernhalten, welche ihren Hüft- und Bauchbereich in Anspruch nahmen.

Mit einer gekonnten Drehung brachte sich die Blondine in Position um richtig zu sitzen. Beinahe schon professionell bewegten sich ihre Hände über den Schreibtisch. Während die eine Hand den Laptop anschaltete und somit in Betrieb setzte, griff die andere mit erstaunlicher Präzision nach der ersten Akte auf dem kleinen Stapel links am Schreibtisch. „Bernardo Gavri-El.“ Stand dort geschrieben und die Dame im Business-Look erinnerte sich Augenblicklich, warum diese auch ganz oben aufgelegt war. Sie sortierte das Ganze immer nach Priorität, eine alte Job Angewohnheit. Das sparte Zeit und gab schnell am Morgen Überblick über die Dinge, welche am schnellsten vom Tisch sollten und die Wiedereingliederung eines alten Lehrkörpers war nun einmal wichtig. Auch der Brief, welchen er als Vorankündigung verschickt hatte, fand sich säuberlich abgeheftet in der Akte wieder. Die einzige Frage welche nicht so ganz beantwortet wurde war, wann er denn ankommen würde. Nichts desto trotz nahm sie das schon einmal als Anlass, ihn in die Liste der wieder aktiven Lehrkörper einzutragen. Auch wenn sie es nicht so direkt zugeben würde. Die Tatsache, das der Unterricht nun doch wieder weitergehen könnte, erleichterte sie ungemein. Auch wenn der Start für beide Fraktionen der Schule am Montag nicht ganz einfach sein - und werden würde.  

Aber jetzt wo sie sich seinen Namen noch einmal vor Augen führte, fiel es ihr irgendwie schwer sich ein Bild von ihm zu machen. Besonders gut kannte sie ihn schließlich nicht, er war Lehrer hier an der Schule gewesen, auch vor ihrer Zeit. Allerdings wohl mehr zwischen verschiedenen Orten unterwegs, als sie selbst jemals Geschäftsreisen gehabt hatte. Eine besondere Meinung zu ihm hatte sie dementsprechend nicht gehabt. Allerdings war das damals auch nicht von Nöten gewesen. Zumindest nicht in dem intensiven Rahmen, wie es jetzt notwendig war. Immerhin war sie jetzt zwar immer noch Lehrkraft, aber Direktorin war dann doch schon eine Nummer weiter im Geschäftsbuch.

Dementsprechend nüchtern rief sie den Unterrichtsplan auf dem Bildschirm auf und versuchte sich erst einmal wieder einen vernünftigen Überblick zu verschaffen. Wahrscheinlich mussten alle Kurse neu angelegt werden. Vielleicht gab es die ersten Tage auch erst einmal nicht so viel Unterricht. Ihre Hände fuhren ihr in einem kurzen Anflug organisatorischer Schwäche über das Gesicht. Das konnte ja heiter werden! Was sie dazu brachte erst einmal weiter ihren Aktenstapel zu bearbeiten, während Bernardos Akte auf den rechten Teil des Schreibtisches verschwand. „Valerye van Dyck“ stand da geschrieben und mit einer ungewohnten lässigen Geste, lehnte sich die Dämonin im Stuhl zurück und schaute hinein, ein paar Details hatte sie noch nicht wirklich erlesen können, obgleich ihre Unterschrift unter der Akte zu vernehmen war.

Dann klopfte es an ihre Tür, stark und unverkennbar. Ein wenig verwirrt schaute Julia über die Akte der neuen Lehrkraft hinweg auf die Tür, bevor sie überhaupt richtig realisiert das dort jemand Eintritt verlangte. Ein simples „Ja, bitte?“, ertönte von ihrer Seite gut hörbar an das andere Ende des Raumes um dem Frühaufsteher an der anderen Seite ihre Bestätigung zu vermitteln. Kaum wurde diese anscheinend vernommen, trat diese Peron auch schon ein.

Es war Bernardo, welcher sich nun in ihr Blickfeld bewegte und sie mit einem, eigentlich sehr sympathischen, Lächeln begrüßte. Ein wenig Verwunderlich wie sie fand, während ihre Augen ihn musterten als wolle sie ihn gerade Fragen ob sein Produkt die Gewinnschwelle erreicht hatte. So früh hatte sie ihn dann doch nicht erwartet. „Guten Morgen Herr Gavri-El.“, begrüßte sie ihn zurück bevor sie dann ebenfalls ihre Mundwinkel freundlich anhob und die Akte in ihren Händen auf dem Schreibtisch legte, sogar als Zeichen des Respektes ihm Gegenüber von ihrem Stuhl aufstand und dabei vergaß, wie das ganze eigentlich weh tat…und wie höllisch es schmerzte.

Lediglich ein kleines schmerzerfülltes Zucken durchfuhr die Direktorin während sie etwas verzweifelt versuchte ihr Lächeln aufrecht zu halten und ihre Hand gleichzeitig zu einer Faust zusammen ballte. Zähne zusammenbeißen half hall nicht immer, wie auch sie gerade feststellen musste. „Nein, sie stören keinesfalls!", versicherte sie ihm mit Kaufmännischer Professionalität als sie um ihren Tisch herum ging und Ansetzte ihm als angenehme Begrüßung die Hand entgegen zu halten. „Ich habe ihren Brief gelesen, hatte sie aber nicht so früh erwartet.“. Ihr fröhlicher Unterton bei dieser Aussage sollte dabei ein wenig Komfort in das, von ihrer Seite aus, zeitlich unerwartete Treffen geben. Schließlich war ihm die Gesamtstimmung auf der Insel sicherlich aufgefallen, da half es schon einmal, wenigstens eine fröhliche Stimme zu hören. „Ich freue mich dennoch, das sie da sind und hoffe, das ihre Reise ohne Probleme verlief. Sind sie denn gut zuhause angekommen?“. Sie lächelte dabei ermunternd, eine Frage die das Gesprächsklima von ihrer Seite aus etwas auflockern sollte. Selbst wenn es nicht auf ihn wirken sollte, für sie selbst reichte es mitunter auch schon.

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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 8 März 2018 - 17:41

Na, da hat aber jemand noch mit einem Wehwehchen zu kämpfen, dachte sich Bernardo prompt, als er seine Gegenüber aufstehen sah. Zwar strängte sie sich sehr an, was Bernardo ihr hoch anrechnete, doch konnte sie ihn nicht täuschen. Die kleinen Indizien, die sie nicht vertuschen konnte, sangen ein Schmerzenslied. Doch Bernardo wollte sie auch darauf nicht ansprechen. Sein Innerstes verlangte danach, sich um das Wohl seiner Bekannten wie Kollegen zu sorgen, doch seine Achtung vor dem Stolz der Bardera hielt ihn im Zaum. Vielleicht irrte er sich auch, aber seine neue Chefin wirkte wie eine stolze Frau. Sonst würde sie wohl nicht die Schmerzen verheimlichen und diese offen zeigen. Stolze Wesen hatten allerdings meist Probleme damit, Schwächen zu zeigen. So war es vermutlich auch mit der Direktorin.

Nickend nahm er ihre zarte Hand entgegen, die wie eine Fuchspfote auf der Tatze eines Bären wirkte. Wenn ihr Äußeres ihn nicht vollkommen täuschte, musste sie auch innerlich noch recht jung sein. Alte Wesen – unabhängig ihrer Erscheinung – strahlten oft eine ganz eigene Aura aus. Da passten ihre kleinen Hände wirklich gut.
Bernardo war auch beruhigt, dass sein Brief angekommen war. Postsendungen zu Inseln im weiten Ozean mussten nicht zwingend ankommen. Dass sie dagegen noch nicht so früh mit ihm gerechnet hatte, überraschte Bernardo im ersten Moment, im zweiten verwunderte es ihn schon gar nicht mehr. Er hatte versäumt, dazu Stellung zu nehmen. Wie lange der Brief auf seinem Weg gebraucht hatte, konnte er nicht wissen und das konnte auch Julia wohl schwer nachvollziehen. So oder so hatte sich Bernardo auf keinen Tag für seine Rückkehr festgelegt. Lediglich die erstbeste Möglichkeit hatte er sich vorgenommen. Und da war er nun. Zu spät.
Wieder kam ihm der Gedanke in den Kopf, was er verpasst hatte. Erst die neuen Worte der Direktorin holten ihn zurück. Bernardo lugte zu den Sitzbänken und dem Tisch mittig im Raum. »Wie wäre es, wenn wir uns setzen? Solange sie mich nicht sofort wieder wegscheuchen wollen«, scherzte er zum Abschluss.

Kaum hatte er Platz genommen und auch Julia es geschafft, sich glimpflich niederzubewegen, sprach er los. »Zum Glück stand das Haus noch«, begann er, wie er aufgehört hatte mit Humor. »Erstaunlicherweise war mir der Weg zu meinem Haus noch glasklar eingebrannt. Fühlte sich nur etwas seltsam an, nach der langen Zeit wieder einen Schritt durch die Tür zu setzen.« Sein Blick nickte kurz herab, ehe er wieder die Augen der Direktorin suchte. »Die Schifffahrt war auch ohne Probleme. Die See war sehr ruhig.« Doch nun schweifte sein Blick durchs Fenster. »Wie alles hier.« Eine gedenkende Pause trat für zwei Sekunden ein. »Ich habe bereits erfahren, was in meiner Abwesenheit passiert ist; und es tut mir unendlich leid, dass ich nicht hier sein konnte, um die Kinder zu beschützen.«
Das Lächeln in Bernardos Gesicht war erschlafft, die Züge blieben weich, doch sah man, wie das schlechte Gefühl in seiner Brust auch an seinen Mundwinkeln und der Tiefe in seinen Augen nagte. »Ich hoffe, jene, die überlebt haben, konnten sich mental wenigstens etwas davon erholen. Sicher lastet es noch schwer in ihren kleinen Köpfen. Aber ich werde ein Auge auf sie haben. Wenn die Unterrichte wieder beginnen, werde ich schauen, dass ich darauf achte, wie sie sich verhalten.«










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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 8 März 2018 - 19:51

Den Händedruck hatte die Dämonin etwas anders von seiner Seite erwartet. Dennoch war es in diesem Falle nicht unangenehm mal mit einer Bekanntschaft keinen Wettstreit um den kräftigeren Händedruck zu führen. Es lockerte sie sogar auf und damit signalisierte er ihr, zumindest in einem kleinen Teil, das er nicht hier war um sich großartig als durchaus dominant zu erweisen. Auch die weiche Mimik vermittelte ihr einen sehr positiven Eindruck von Bernardo, nach all dieser Zeit welche dazwischen lag. Ganz zu schweigen von seiner Enthaltung eines Kommentares zu ihrem kleinen Schwächeanfall beim Aufstehen, denn dieser war für einen kurzen Moment alles gewesen, nur nicht unsichtbar. Dementsprechend hoch war er gerade in ihrem Ansehen gelandet. Ob sich das hielt, das würde Julia wohl nun jetzt noch merken, obgleich sie es nicht in kleinster Weise anzweifelte. Wie gesagt, ein bisschen konnte sich die junge Frau doch noch an ihn erinnern.

Ihren Fragen wollte sich der Engel aber dann doch nicht so schnell widmen. Das heißt, wollte er schon, nur wohl nicht im Stehen, wenn der Raum offensichtliche Sitzgelegenheiten besaß. In jedem Falle entführ ihr ein kleines amüsiertes Lachen. Ihn loswerden? War sie so grantig rüber gekommen? „Nicht doch! Ich hatte keinerlei Pläne dieser Art. Nehmen Sie doch Platz.“, erwiderte die Direktorin auf seine humorvolle Aussage mit einem energischen Abwinken und gab auch sogleich mit einer Handgeste an, das er sich auch schon einmal einen Platz suchen könnte. Alte Geschäftsgewohnheit, wenn man so will. „Nach Ihnen, Herr Gavri-El.“, fügte sie noch ergänzend in einem warmen Ton hinzu und ließ dabei auch mal ihr sanftes Gesicht spielen. Ernst stand ihr auf Dauer nicht gut, hatte mal einer ihrer Bekanntschaften zu ihr gesagt. Danach richtete sie sich gerade.  
Wie als Vorbereitung auf eine Art Vorstellungsgespräch setzten sich die beiden nun Gegenüber an den Tisch im Zimmer. Julia war dabei generell etwas langsamer beim Hinsetzen als ihr Kollege, aber das hatte ja auch seine Gründe. Beinah schon vorsichtig ließ sie sich auf die Sitzgelegenheit am Tisch sinken und überschlug auch gleich, in guter, weiblicher Manier, die Beine übereinander. Ihre Hände lagen ineinander gefaltet auf dem Tisch und ihr Blick widmete sich voll und ganz ihrem Gegenüber, welcher auch sogleich damit anfing, ihre Frage zu beantworten.

Nur um ihr ein kleines und seichtes Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, als er voller Freude verkündete das sein Haus noch stand. Man konnte der Dämonin ansehen wie sehr ihr solche kleinen Späße eigentlich gut taten. Es lenkte ab und beschäftigte sie. Nur mit ihrem Schreibtisch konnte sich die Blondine ja schlecht unterhalten. Es war mehr als offensichtlich, dass sie die Gesellschaft genoss und bis zur Erwähnung seiner Überfahrt, blieb das auch so. Dann machte sich auch bei ihr wieder der Unmut breit. „Ja, das ist es…“, schob sie in seine zwei-sekündige Pause noch ein. Auch ihr Blick veränderte sich und wanderte in Richtung der Tischplatte. Trauer machte sich in Julia breit und ihr schlechtes Gefühl, von heute Morgen, kam unweigerlich wieder hoch in ihre Gedanken. Wie viele sie nicht retten konnte, wie verbissen sie und andere gekämpft hatten. Ihr Blick erhob sich während Bernardos weiterführender Aussage wieder. Ihr besorgter Gesichtsausdruck wich wieder einem seichten und unterstützenden Lächeln als sie dem Engel selbst seine Betroffenheit anmerkte.

„Sie brauchen sich keine Vorwürfe zu machen.“, versicherte sie ihm nach seiner letzten Aussage und musste sich in ihrer eigenen Sentimentalität davon Distanzieren, seine Hand wenigstens kurz Unterstützend zu berühren. Denn sie machte sich durchaus Vorwürfe und das nicht gerade wenig. „Niemand konnte voraussehen was passiert ist…“, die Dämonin stockte kurz, „…es gab keinerlei Anzeichen dafür.“. In der Tat hatte es diese nicht gegeben. Wie ein Blitz war die Welle über Isola gerollt und hinterließ bei ihrem Abebben nur Trauer, Leid und Zerstörung. Sie zuckte einmal kurz mit ihren Mundwinkeln nach oben und fixierte seinen Blick anschließend. Nur um ihm nach seinen genannten Zielen ein zustimmendes Nicken zuzuwerfen. „Dementsprechend dankbar bin ich, dass sie mit dieser Ansicht auch hier antreten. Ganz besonders die Kinder brauchen diese Art von Unterstützung jetzt mehr als alles andere. Schließlich kann niemand erahnen welche psychischen Schäden das Ganze angerichtet hat.". Das Bild einer nachdenklichen Frau zeichnete sich in ihrem Gesicht ab. Direktorin war sie gerade für einen kurzen Anflug von Sekunden nur vom Titel her. Die Lehrkörper erwähnte sie bewusst nicht, denn das war, zumindest ihrer Meinung nach, mehr als offensichtlich.

Das Gesprächsthema war schon sehr erdrückend und das wohl für Beide, da war sie sich zum Teil sicher. Dementsprechend schnell stellte sie ihre sanfte und nette Mimik wieder her um aus ihrer Sicht einen kleinen Teil der Laune noch oben zu halten. „Umso wichtiger, das der Unterricht wieder anläuft. Ich habe bereits alles Nötige in Angriff genommen um bis zum Ende des Wochenendes alles wieder intakt zu haben.". Richtete sie die Gedanken auf den aktuellen Stand der Dinge. "Nur der Unterrichtsplan steht noch nicht fest. Den allerdings kann ich erst wirklich vollständig in Anspruch nehmen. Wenn ich mich mit der neuen Kollegin wohl vollends auseinandergesetzt habe. Schließlich sollte diese, wie Sie, auch demnächst eintreffen.“. Mehr gab es im Moment nicht dazu zu sagen. „Sie werden von mir Bescheid kriegen, wenn es soweit ist.“, beteuerte die Blondine noch einmal extra. Bevor sie merkte wie sinnlos es war, sich von dem Thema irgendwie abzulenken. Sie schaffte es ja eh nicht. „Ich bin froh, dass Sie da sind, glauben sie mir.“, beteuerte sie ihm sanft sprechend. Dann unterbrach ein knurren den Raum. Eine logische Konsequenz, wenn man nicht sehr viel gegessen hatte. Trotzdem reichte es um eine Julia kurzerhand etwas in Verlegenheit zu bringen.

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