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 Der Hafen

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AutorNachricht
Bürgermeister Koji

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BeitragThema: Der Hafen   So 11 Okt 2009 - 15:04

das Eingangsposting lautete :

Der Hafen



Hier ankern wenige grosse Schiffe, jedoch viel kleine Boote. Ein bestimmtes Schiff ist hier auch geankert. Die S.K Isola. Sie ist ein Passagierschiff sowohl für Urlauber als auch für neue magische Teenager, die sich für das Waisenhaus & die Schule Shima No Koji interessieren.
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Sky Love
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do 21 Nov 2013 - 19:39

Sky Love

Ich hatte einen Volltreffer gelandet. Der Junge brauchte wirklich Hilfe. „Dann ist heute wohl dein Glückstag!“ Ich grinste ihn an und hörte dann zu was er so vor sich hin sagte, besser gesagt stotterte. Da war anscheinend jemand doch recht schüchtern und das brachte mich irgendwie noch mehr zum grinsen.
Oke, er hat keine Ahnung wohin er muss. Tja, ich dooferweise auch nicht. „Alles klar, dann folge mir doch einfach mal!“ Voller Elan drehte ich mich um und ging vom Steg runter. Das ich nichts wusste, würde ich ihm natürlich nicht sagen, käme ja auch nicht so toll rüber. Zum Glück kann ich sehr gut über meine Unwissenheit hinwegreden.
„Alsooo, ich würde mal sagen wir gehen erst zu deinem Zimmer, also zum Waisenhaus. Du weißt doch deine Zimmernummer oder?“ Ich ging mal davon aus das er mir folgen würde. „Naja und da heute ein Feiertag ist, wird keiner in der Schule sein, also würde es sich nicht lohnen da heute hinzugehen.“ Das heute ein Feiertag ist habe ich erst eine Sekunde vorher erfahren, da hier ein großes Plakat hing. Das heute Schulfrei war wusste ich natürlich aber wieso war mir bis eben nicht bekannt gewesen.
„Im Übrigen heiße ich Sky und du?“ stellte ich mich vor und drehte mich dabei mit einem Lächeln zu ihm um.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa 23 Nov 2013 - 16:50

Anscheinend hatte Kaito wohl jemand hilfsbereiten getroffen, zumindest hatte er den Eindruck bei dem Mädchen vor ihm. Sie schien auch genau zu wissen, wo der Junge hin müsste, weswegen er ihr einfach mit all seinem Gepäck hinterher dackelte. Ähnlich einem Entenküken der Mutter. Das gut gelaunte Mädchen sprach etwas von einer Zimmernummer, was den Dämonenjungen erst einmal stutzig werden ließ. „Ähm … Zimmernummer? .. Ich glaub … irgendetwas davon stand auf einem Zettel … den ich irgendwo in irgendeinem meiner Koffer haben müsste … aber es war im zweiten Stock, das weiß ich!“, meinte er mit sicherer Stimme, auch wenn ihm dabei nicht gänzlich klar war, dass jener zweite Stock sowieso der Jungstrakt war. „Ein Feiertag? … dann verpass ich ja schonmal nichts … gut.“ Dennoch fragte er sich, was für ein Feiertag genau es denn wäre … doch das würde sich sicherlich noch irgendwie klären. „Hoffentlich finde ich trotzdem noch die Schule ...“ Dieser Gedanke schoss dem Jungen dabei durch den Kopf … doch auf einer Insel würde er wohl die Schule schon finden, oder nicht? Dann aber blieb das Mädchen plötzlich stehen, weswegen Kaito sie etwas verdutzt ansah, dann aber verstand. „Kaito .. ich bin Kaito.“, wahrscheinlich hätte er Sky noch die Hand gereicht … allerdings machte ihm da sein Gepäck, sowie die Gitarre auf dem Rücken einen Strich durch die Rechnung … „Sky … ein schöner Name ...“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So 24 Nov 2013 - 0:37

Sky Love

Puh, er kaufte mir ab das ich Ahnung hatte. Gott sei Dank. Froh darüber das er mir vertraute, kam ich mir gleich sehr Erwachsen vor. Als er meinte sein Zimmer sei im zweite Stock musste ich leise Lachen. „Natürlich ist dein Zimmer dort. Da sind alle Zimmer der Jungs, aber oke.“ Ich ging mit ihm in Richtung des Waisenhaus. „In welche Klasse kommst du den? Falls du das nicht auch schon vergessen hast.“ Ich grinste vor mich hin, was er natürlich gar nicht sehen konnte.
„Kaito also? Freut mich dich kennen zu lernen“ Und somit ging ich weiter.

Tbc.: Gang des Jungentrakts
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So 22 Dez 2013 - 21:06

Ein kurzer Glockenschlag ertönte als das Passagierschiff am kleinen Hafen der Insel anlegte und sogleich seinen Mageninhalt in Form einer kleinen Touristengruppe auf den festen Boden entleerte. Alle Ankömmlinge schienen guter Laune zu sein, alle bis auf eine Person. Eben jene Person schwankte mehr schlecht als recht die Planke herunter mit Kurs auf die Holzlatten des Kais. Seine sonst so schneeweiße Haut - typisch für Personen aus dem Norden - war einem ungesunden grün gewichen, welche einen absurden Kontrast zu seinen schwarzen Haaren darstellten. Die eisblauen Augen sogar noch dunkler von Ringen unterzeichnet als gewöhnlich - hatte der junge Fenrir auf der Reise vor lauter Übelkeit nur dann Schlaf gefunden wenn ihn der Geruch des eigenen Erbrochenen aus der Kloschüssel für wenige Minuten ausgeknockt hatte. Seit Wochen zum ersten Mal wieder wirklich an "Land" sackte der Ansgar sofort auf seine Knie, mit dem Gesicht gen Boden küsste er den festen Grund unter seinen Füßen und wollte gar nicht mehr so recht wieder aufstehen.

"Nie...wieder..."

Noch immer entzog sich ihm die Gerechtigkeit an diesem Umstand, erst wurde er gegen seinen Willen aus dem gewohnten Umfeld auf eine Insel voller Freaks geworfen - gut technisch gesehen war er genauso Freak - und dann hatte er auch noch an einer unzumutbaren Seekrankheit zu leiden. Er war sich sicher in den letzten Tagen mehrere Kilos verloren zu haben und trotz Übelkeit galt sein erster Entschluss der Rückgewinnung jeder einzelnen Kalorie die ihm Mutter Natur mit ihren Wellen des Todes geraubt hatte. Mit dieser Resolution und dem unbeugsamen Willen eines Nordmannes stemmte er sich wieder hoch, packte seine Tasche und bewegte sich mit langsam sicherer werdenden Schritten vom Steg in Richtung Sandstrand. Nur eine Frage stellte sich ihm nicht. Wo musste er eigentlich hin?
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi 15 Jan 2014 - 18:34

~Einstiegspost~

Endlich, endlich bin ich wieder hier! Nicht, dass ich eine unsagbare Sehnsucht nach der Insel habe, immerhin ist ein Besuch auf dem Festland auch mal in Ordnung und erfrischend, aber die Schiffsfahrten sind jedes Mal auf's Neue die Hölle auf Erden. Gefühlte drei Wochen, obwohl die Überfahrt nicht einmal ansatzweise so lange dauerte, verbrachte ich nahezu nur auf dem Klo, wo mich die ganze Zeit über das eine Schild direkt über mir angrinste. "Auf der Toilette bitte nicht den Heldentod sterben.". Für viele müsste dieser Spruch für Schmunzler sorgen, aber nicht für mich. Seefahrten sind da immer so eine Sache.
Eine Welle der Erleichterung fährt durch mich, als ich Seekranke wieder den festen Boden unter mir hatte. Immer noch etwas blass im Gesicht und auf dem Geländer abstützend schwanke ich weiter Richtung Inland vor, doch schon nach glorreichen 20 Meter lege ich eine kurze Pause ein, ehe ich noch auf allen Vieren hier herumkrieche und schlussendlich auf der Straße liegen bleibe. Tja, das Leben ist halt nicht so leicht, wie man es sich wünscht. Vor allem gerade dann, wenn man es sich wünscht. Sonst würde man sich ja kein leichteres Leben wünschen, wenn es einem gut geht und es ohnehin schon leicht ist. Oder?
Mit der Zeit schwindet die Übelkeit immer weiter, bis ich wieder koordiniert gehen kann. Vollkommen ohne Plan gehe ich also los, ohne richtiges Ziel, während die gemütliche Sommerwärme mich angenehm wärmte. Sollte ich zuerst wieder ins Wohnheim gehen, um meinen Rucksack auszupacken? Oder erst ein wenig in der Stadt rumschnökern? Oder sollte ich-
Gerade als ich mit diesen Gedanken eine der Treppen hochsteige, fällt mein Blick auf ein Plakat, welches an einer der Laternen angebracht ist. Stimmt ja, heute ist ja irgendein Fest. Auch, wenn der Hintergrund kaum interessierte, es geht darum, Spaß zu haben! Damit ist jedenfalls ein langweiliger Abend flöten gegangen. Schon allein diese Nachricht reicht aus, um mich wieder ganz munter zu machen, sodass ich sogar anfange, vergnügt ein kleines Lied zu summen, was allerdings bei meinen bescheidenden musikalischen Künsten dementsprechend klingen musst. Bescheiden. Ziemlich bescheiden.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So 16 Feb 2014 - 23:16

Einstiegspost

Eine leicht vernehmbare Erschütterung deutete daraufhin, dass das Schiff soeben am Hafen angedockt hatte. Andächtig lehnte sich Beniko über die Reling, um das Bild der Insel endlich mit eigenem Auge zu erfassen. Sie erschien deutlich größer als auf den Fotos und erinnerte so gar nicht an ein Schulgelände sondern vielmehr an ein Urlaubsziel wie Okinawa. Das Mädchen legte die Stirn in Falten, während es sich fragte, ob es nicht eventuell auf das verkehrte Boot gestiegen sei. Doch die Durchsage des Kapitäns („Ich heiße Sie herzlichst auf Shima No Koji willkommen. Bitte vergessen Sie nicht …“) widerlegte alsbald seine Befürchtung. Somit trat Beniko vom Deck ab und begab sich kurzum in ihre Kabine, um ihren Koffer (an dem ebenfalls der Basskoffer geschnallt war) und ihre Tasche, aus denen sie die letzten Tage gelebt hatte, mitsamt sich selbst von Bord zu bringen. Nach wenigen Metern hatte sie wieder festen Boden unter den Füßen, und es wurde Zeit, sich mit einem altbewährten Traubensaft abzukühlen. So streifte sie also umher, vollbepackt, aber dennoch mit einer freien Hand für den Traubensaft, aus dem sie mit einem Strohhalm schlürfte, bis sie schließlich den Fuß einer Treppe erreichte und innehielt. Betreten blickte sie die vielen Stufen hinauf, und stellte fest, dass sie diese alleine nicht bewältigen würde. Also fiel ihr nach Hilfe suchender Blick auf die Rückansicht eines Mädchens mit langem violettem Haar.
„He“, rief Beniko ihm zu, „hallo, Püppchen!“ Wartend kippte sie den Rest des Traubensaftes hinunter und zerknüllte das Päckchen in ihrer Hand, bevor sie es in ihrer Umhängetasche verschwinden ließ, denn ein Mülleimer ließ sich augenblicklich nicht finden.
Dann sprach sie in hoher Lautstärke weiter: „Könntest du mir bei meinem Gepäck helfen? Bitte?“ Wie es unter ihren Landesmännern üblich war, auch hier dürfte es dementsprechend kaum anders sein, senkte sie bei dieser Bitte etwas den Kopf und deutete eine Verbeugung an. Üblich wäre es ebenfalls, dass man ihr diese Bitte nicht abschlug.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo 17 Feb 2014 - 1:07

Schlagartig höre ich mit meinem kleinen "Musikspiel" auf, als ich hinter mir eine Stimme rufen hörte und gerade, als ich mich umdrehe, kommt das Wort "Püppchen". Mein Gedankengang: "Hä...?". Offen gesagt weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll, weshalb ein fragender Ausdruck über mein Gesicht huscht. War das Ironie? Aus der Stimme allein kann ich das aber nicht erschließen.
"Meinst du mich?", ich schüttelte daraufhin aber nur etwas den Kopf, "Ach, was laber ich da nur, natürlich musst du mich meinen!"
Immerhin sind dieses Mal recht wenige Leute mit dem Schiff gekommen und obendrein waren auch keine anderen Leute zu sehen. Zumindest nicht in der unmittelbaren Umgebung. Leichtfüßig schreite ich die Treppe wieder hinunter, während sich mein Blick auf das Mädchen richtet. In gewisser Art und Weise fühle ich mich ein klein wenig enttäuscht. Warum? Die Schwarzhaarige vor mir scheint auf den ersten Blick nichts außergewöhnliches zu sein. Normale Größe, normale Kleidung und normale Haare. Auch das Benehmen scheint typisch japanisch zu sein. Andererseits ist aber gerade das ungewöhnlich. Manchmal hat man wirklich das Gefühl, als wären diese "Normaloleute" auf der Insel eine Minderheit. Soll heißen: Über jede weitere normale Person sollte man sich doch eigentlich freuen, nicht?
"Klar, kein Ding!"
Die letzten paar Stufen springe ich einfach herunter und lande mit einem Lächeln halb in der Hocke direkt vor ihr und ihrem Koffer, gefolgt vom aufrechten Stand. Offensichtlich ist sie Musikerin, wie man unschwer an dem größeren Koffergebilde erkennen kann.
"Immerhin ist es doch fast eine Pflicht für uns, Neuankömmlinge zu helfen.", ich hielt kurz inne, ehe ich freundlich weiterspreche, "Bist doch neu hier, oder? Zumindest habe ich dich hier noch nie gesehen. Naja, wie auch immer,", ich zeige die Hafentreppen hinauf, "der soll da hoch, oder?"
Meine beiden Händen greifen vorsichtig das Gepäckstück, und Schritt für Schritt trage ich es die Treppe hinauf. Instrumente können teuer werden. Sehr teuer, und das Geld für einen Schadensersatz habe ich erst recht nicht. Oben angekommen stelle ich den für mich recht leichten Koffer auf dem Boden ab.
"Und ehe ich's vergesse", mein Kopf dreht sich zu ihr um, während sich mein Zeigefinger fast automatisiert auf mein Gesicht richtet, "Kugimiya. Aoi Kugimiya. Stets zu Diensten!"
Mit nach oben gestrecktem Daumen und einem motivierenden Grinsen präsentiere ich diese eigentlich unnötige Geste. Aber wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, warum dann nicht? Dann wende ich wieder meinen ganzen Körper in die Richtung das Mädchens und sah sie erwartungsvoll an.

(Out: Ich wechsel besser wieder zur Vergangenheit, im Präsenz zu schreiben ist echt alles andere als angenehm...)


Zuletzt von Aoi Kugimiya am Fr 21 Feb 2014 - 18:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di 18 Feb 2014 - 15:07

Sichtlich überrascht reagierte das Mädchen auf Benikos Anmache – äh, Hilferuf. Wie sie ihr nun ihre Vorderansicht zuwandte, schreckte diese urplötzlich zurück. Aus der violetten Haarpracht des Mädchens lugten zwei Katzenohren hervor, und Beniko kam schlagartig der Gedanke, dass es sich bei dem Mädchen ebenfalls um einen Tiermenschen wie sie selbst handeln könnte. Doch bereits beim zweiten Hinschauen identifizierte sie die Katzenohren als einfache Haarschleifen. Ernüchtert löste sie sich also aus ihrer Starre, als das hilfsbereite Mädchen, mit den türkisfarbenen Augen, wie sich nun von Näheren erkennen ließ, die Treppenstufen hinunterhüpfte.
„Uhum“, machte Beniko auf die Frage hin, ob der Koffer nach oben solle, „nein, du hast Recht. Ich bin das erste Mal auf der Insel, und morgen ist mein erster Schultag. Hoffentlich werde ich als ,die Neue' nicht gemobbt.“ So verhielt es sich doch mit Neulingen an einer Schule. Zumindest wenn man dem Klischee aus High School Filmen, in denen „der Neue“ unter hunderten von Schülern stets den Schlägertypen auffällt und unverzüglich schikaniert wird (es sei denn es handelt sich dabei um eine süße französische Austauschschülerin), Glauben schenkte. Beniko ließ sich helfen und beobachtete, was die schmächtigen Armen des Mädchens schafften, was ihre eigenen verhältnismäßig starken Armen vermutlich nicht geschafft hätten. Mit spürbar leichterem Gewicht, nur die Reisetasche hing noch um ihre Schulter, machte sie sich ebenfalls an das Besteigen der Treppe. Sie befand sich noch auf den letzten paar Stufen, als das Mädchen bereits das Treppenende erreicht hatte und sich mit extravaganter Geste als Aoi Kugimiya vorstellte.
Beniko tat es ihr gleich: „Beniko Koike. Danke für deine Hilfe.“ Erneut verbeugte sie sich. Anschließend nahm sie ihren Koffer entgegen und untersuchte ihre Umgebung mit ihren Vogelsinnen, während sie wie gewohnt einen Traubensaft zückte, den Strohhalm in das dafür vorhergesehene Loch steckte und lautstark schlürfte. Sie spürte die Anwesenheit zahlreicher exotischer Vögel und lauschte dem entfernten Zwitschern, welches Gespräche über das Wetter, Nahrungsbeschaffung und Artengenossen darstellten.
Die Stille unterbrach sie nach wenigen Sekunden dann selber: „Gehst du ebenfalls in Richtung Wohnheim?“


Zuletzt von Beniko am Mi 19 Feb 2014 - 14:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di 18 Feb 2014 - 19:08

"Wusste ich's doch! Ist zwar schon ein wenig her, seit ich hier war, aber ein neues Gesicht fällt sogar mir auf."
Tatsächlich glaubte ich nicht, dass sich in meiner Abwesenheit irgendetwas groß verändert konnte. Gut vielleicht ein paar Neue mehr, aber das war's auch schon, dachte ich mir. Die Sorgen des Mädchens konnte ich aber nicht nachvollziehen. Wieso sollte sie bitteschön gemobbt werden? Wir waren hier immerhin nicht auf irgendeiner Problemschule, wo die Schüler permanent am Rad drehten. Und als Neue sollte sie sich mal keine Gedanken machen, denn die einzige Hürde wäre als solche nur ein Fragenansturm von ihren Mitschülern. Obwohl auch das nervig sein konnte.
"Mach dir da mal keine Sorgen, die meisten Leute hier sind eigentlich ganz in Ordnung, da sollte es keine Probleme geben. Und falls es doch welche geben sollte", ein verschlagenes Grinsen schlich über mein Gesicht, "würde ich diese Typen nur zu gerne zusammenstauchen, mir fehlt ohnehin etwas Training."
Krankenhäuser waren eben nicht so das Wahre. Langeweile stand an der Tagesordnung, da wäre mir ein bisschen Abwechslung gelegen gekommen.
Das Mädchen, welches sich als Beniko Koike vorstellte, schien wohl eine gute Stube gehabt zu haben, denn während ihrer Danksagung verbeugte sich die Schwarzhaarige angemessen. Hier auf der Schule waren so viele unterschiedliche Leute, dass solche Floskeln gerne mal flöten gingen. Umso mehr zufriedener machte mich ihre Aktion dementsprechend, denn hey! Jemand zeigte Respekt! Andererseits wirkte das jedoch auch etwas versteift. Nun, wenn man sich an diesen Schmelztiegel von einer Insel gewöhnt hat, empfand man es wahrscheinlich einfach nur anders.
Kaum war Beniko fertig, zückte sie ein Päckchen heraus und stach präzise mit einem Strohhalm darauf ein. Wenn ich mich nicht verlesen habe, war das wohl Traubensaft. Und offensichtlich schien es ihr zu schmecken, wie ich den lauten Schlürfgeräuschen entnehmen konnte. Irgendwie war das lustig, Kopfkino ließ auch nicht sonderlich lange auf sich warten, doch gerade als es anfangen wollte, spitzten sich meine Ohren wegen ihrer Frage.
"Hmm? Japs, eigentlich schon. Folge mir einfach, dann kannst du nichts verkehrt machen. Ah, warte, ich trage dann das schwere Zeug, okay? "
Ich nahm daraufhin wieder das gerade abgestellte Gepäck und schlenderte langsam, aber gut gelaunt Richtung Waisenhaus. Mittlerweile war es schon Mittagszeit, und auch mein Magen freute sich auf gescheites Essen. 'Eigentlich können wir ja dann auch gemeinsam essen.', dachte ich mir, zumal es auch eine gute Chance war, Beniko ein wenig kennenzulernen.

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Zuletzt von Aoi Kugimiya am Fr 21 Feb 2014 - 18:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do 20 Feb 2014 - 16:41

Aoi beteuerte Beniko, dass ihre zukünftigen Mitschüler „ganz in Ordnung seien“. Dies beunruhigte die bezüglich Mitmenschen äußerst wählerische Beniko hingegen nur umso mehr. „Ganz in Ordnung“ war stets ein Ausdruck für „nett, aber nicht nett genug, um sie als ‚nett‘ zu bezeichnen“, wie nach ihrer eigenen Erfahrungen zu urteilen war. Sie rümpfte die Nase. So jemandem wie Natsume würde sie auf dieser Insel vermutlich nicht begegnen. Dennoch, sie ließe sich gerne vom Gegenteil überzeugen, schließlich war ihre erste soeben gemachte Bekanntschaft, in der sie in heiklen Situation eine Unterstützerin finden würde, tatsächlich nett. Aoi sprach dabei von Training. Ob sie wohl Kampfsport betreibe, fragte sich Beniko daraufhin, konnte allerdings nicht genug Interesse aufbringen, um sie direkt zu fragen. So nippte sie weiter, diesmal stumm, an dem Strohhalm.
Als ihr Aoi ein weiteres Mal die Last des Koffers abnahm, sah sich Beniko dazu gezwungen, zum Dank ihren Schatz mit ihr zu teilen, und drückte ihr wie selbstverständlich eine Packung Traubensaft in die freie Hand mit den Worten: „Hier. Wage es ja nicht abzulehnen. Das wird das Beste sein, was du jemals getrunken hast.“ So war es zumindest ihr selbst ergangen, als sie sich mit vier Jahren das erste Mal in die Saftabteilung des Supermarktes verirrt hatte. Als sie mit Aoi erst wenige Meter ihres Weges hinter sich gelegt hatte, hatte sie ihr zweites Päckchen bereits bis zur Neige getrunken und wie gewohnt in ihre Umhängetasche entsorgt.
Alsbald wandte sie sich erneut an ihrer Begleitung: „Würdest du mich, sobald wir angekommen sind, direkt zur Kantine führen? Vom Reisen bin ich ganz hungrig geworden.“ Sie legte beide Hände auf ihr rotes Shirt, auf dem ein schwarzer nicht identifizierbarer Schriftzug aufgedruckt war, und massierte ihren Bauch bedacht. Die Tage auf See hatte sie sich durchwegs mit Essen aus Blechdosen durchgebracht. Nun verlangte ihr Magen nach etwas Genüsslichem … wie Ramen.

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