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Shima no Koji :: Die Schule :: Erdgeschoss

Raum E2 - Krankenzimmer
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Leviathan

Leviathan

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Aufenthaltsort: Zimmer 205
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Leviathan

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BeitragThema: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMo 3 Jan 2011 - 13:15
das Eingangsposting lautete :

Das Krankenzimmer





Das Krankenzimmer ist ziemlich schlicht gestaltet. Hier und da hängen die üblichen Poster, die nunmal in einem Krankenzimmer hängen sollten. Zwei Betten, die durch Vorhänge voneinander getrennt sind befinden sich in diesen Raum. Diese sind besonders weich... und kuschelig... und verführen schlimmstenfalls zum Schlafen. Ein kleiner, chaotischer Pult, auf dem der Schularzt mit einem Computer arbeiten kann befindet sich neben den Betten. Desweiteren finden sich im ganzen Raum verteilt Medizinschränke und diverse Utensilien wie eine Waage oder ein Messgerät. An einem runden Tisch hat man die Möglichkeit, wichtige Gespräche die die Gesundheit betreffen zu führen. Der Geruch des Raumes ist wegen der vielen Desinfektionsmittel stets ein chemischer.


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Gast

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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyDi 28 Aug 2012 - 18:06
Horie hatte das Gefühl ein Déjà-vu zu erleben. Diese Färbung seines Auges...Sie hatte das schon einmal gesehen und das war gar nicht so lange her. Genau genommen war es gestern gewesen, als er im Sekretariat die Fassung verloren hatte. Das brünette Tierwesen spürte die Hand der Schulärztin auf ihrem Kopf. Vielleicht hätte sie mit Scheu reagiert, wenn die Umstände andere gewesen wären, doch so empfand sie es als beruhigend. Es tat gut zu wissen, dass jemand hier war, der rechtzeitig eingreifen würde. Das Tierwesen sah nur flüchtig zu Catarina empor, ehe sich ihre großen, grünen Augen wieder auf den Dämon richteten, den sie nun schon in unterschiedlichen Gefühlslagen beobachtet hatte. Dennoch zuckte das Mädchen zusammen, als Kuryas Handy an der Wand zerschellte. So wütend hatte sie ihn noch nie gesehen und das Schlimmste war: Sie war an allem Schuld. Hätte sie nicht davon gesprochen, dann wäre diese Sache nie zur Sprache gekommen. Es war allein ihre Schuld und diese Erkenntnis rief Übelkeit in dem kleinen Tierwesen hervor. Im Grunde wartete sie doch nur darauf, dass der erste Schlag ausgeteilt wurde. Eine Sache verstörte sie dennoch. Jun veränderte sich weiter. So etwas hatte sie noch nicht gesehen. Sein Haar veränderte seine Farbe und nicht nur das, sondern auch das zweite Auge wurde blutrot. Sah so seine dämonische Gestalt aus? Horie zitterte, als sich Catarina schließlich erhob. Sie schien genau zu wissen, was sie tat, als sich die Frau erhob und die beiden Jungen von einander löste. Sie stieß die Dämonen förmlich auseinander, während die Brünette mit offenem Mund tatenlos daneben stand und zusah. Die Art wie diese Frau mit den beiden Streithähnen umging war bewundernswert und Horie sah ihr hinterher, als sie nach etwas in ihrem Koffer suchte. Leise murmelte sie ihren Namen. „Catarina...“ Ja, das hatte das junge Mädchen beeindruckt.
Sie hatte diese Situation entschärft, doch vermutlich lag es nicht nur an der Ärztin, dass Kurya so ruhig geblieben war. Vielleicht hatten Hories Worte – ihre Bitte – ebenso dazu beigetragen. Seine Hand auf ihrem Kopf ließen sie schließlich erleichtert ausatmen und das brünette Tierwesen sah zu ihrem Klassensprecher empor. Verhörte sie sich da oder gab Kurya Jun sogar einen Tipp, wie er mehr über Jinai in Erfahrung bringen konnte? Wen genau er allerdings mit diesem Kerl meinte wusste sie nicht. Sie glaubte zwar schon einmal so jemanden gesehen zu haben, doch wie er hieß, geschweige denn in welche Klasse dieser ging war ihr unbekannt. Widerstandslos ließ sich das Mädchen wieder von Kurya auf den Arm nehmen. Vermutlich würde sie alleine mit den Krücken Stunden brauchen, bis sie im Klassenraum ankäme. Hories Blick war auf Jun gerichtet. Mitleid und Schuldbewusstsein waren der Ausdruck, der sich in diesen grünen Augen widerspiegelten.Sie bereute, was sie dort getan hatte und man sah ihr an, wie sehr sie das quälte. Stumm formten ihre Lippen eine Entschuldigung, ehe sie zu Catarina sah und vorsichtig winkte, nachdem sie ihr dankend zu nickte. Erst jetzt fiel ihr Kotori auf, die im Raum stand. Überrascht weiteten sich ihre Augen, als sie den Kopf drehte, um an Kurya vorbei sehen zu können, der auf den Flur einbog. Ihr Winken musste ihre Klassenkameradin wohl noch gesehen haben.
Schweigend ließ sich die Brünette über den Gang tragen, während sie sich an Kurya fest hielt. Er würde sie zwar nicht fallen lassen, doch so war es ihr lieber. Auf seine Worte hin sah sie zu dem Blonden empor und schüttelte schließlich den Kopf. „Es brauch dir nichts Leid zu tun. Ich...danke dir.“ Vielleicht ergaben diese Worte in diesem Moment keinen Sinn, doch Horie setzte bereits zu einer Erklärung an. „Ich weiß, dass du ihm ohne zu zögern hättest sämtliche Knochen brechen können...aber du hast es nicht getan.“ Der Blick des Mädchens wanderte wieder nach unten, als ihre Augen einen traurigen Ausdruck annahmen. „Das es überhaupt erst so weit gekommen ist war meine Schuld. Ich werde mich wohl bei Jun entschuldigen müssen, wenn unser Mittagessen noch statt findet.“ Mit einem leichten Seufzen schloss sie schließlich ihre Augen und lehnte sich an ihrem Kumpel an, als sie auch schon das Klassenzimmer erreicht hatten.

tbc: SCHULE | ERDGESCHOSS | GANG


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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyDi 28 Aug 2012 - 18:40
Er konnte nicht genau sagen, was geschah als sich Finger um seine Handgelenke schlossen und er darauf mit einem Schlag auf die Brust dazu gezwungen wurde Abstand zu Kurya einzunehmen. Beruhigt hatte er sich noch lange nicht, doch schien sein Verstand durch diesen Eingriff eingeschaltet worden zu sein, sodass nicht mehr der einzige Gedanken in seinem Kopf das Verletzen des anderen Dämons war. Im nächsten Augenblick spürte er wieder einen pochenden Schmerz an der Schläfe und rief sich in Erinnerung, dass er eigentlich nur seiner Kopfschmerzen wegen hier im Krankenzimmer gelandet war. Dass die Situation nun so eskaliert war, wollte er nicht und es tat ihm irgendwie Leid in solch einer Gestalt vor dem Tierwesen zu stehen. Obwohl die Wut in seinem Inneren noch nicht abgeklungen war, sondern weiter vor sich hin köchelte, schien sein Haar wieder eine normale blonde Färbung anzunehmen. Wie gewohnt aber blieben seine Augen noch rötlich schimmernd, was wohl erst innerhalb einiger Stunden wieder verging. Er kannte dies schon von einigen anderen Ausrastern und wollte sich darüber keine weiteren Gedanken machen. Es gab nun wichtigeres, zum Beispiel wieder auf den Teppich zu kommen und rechtzeitig in den Unterricht zu kommen, auch wenn seine Lust gerade auf den Tiefpunkt gesunken war.
Das Verschwinden von Horie und Kurya war ihm nicht entgangen, doch hatte er sie nur aus den Augenwinkeln eines Blickes gewürdigt und nichts weiter gesagt. Erschöpft stand er inmitten des Krankenzimmers, die Schultern und den Kopf gesenkt. Auch wenn er diesem Kerl nur zu gerne eins übergebraten hätte, war er Catarina doch dankbar dafür, dass sie dazwischen gegangen war. Solche Aktionen sollten besser nicht zur Gewohnheit werden, sonst zerlegte er noch irgendwann die Einrichtung. „Danke ...“, sprach er an die Schulärztin gewandt, sah sie dabei allerdings nicht an. Jun schämte sich für sein Verhalten und hätte am liebsten die Zeit um ein paar Minuten zurück gedreht. Sie direkt an ihrem ersten Arbeitstag so zu schockieren, das war nichts worauf man stolz sein konnte. Zähneknirschend hob er seinen Rucksack auf, den er zuvor auf dem Boden platziert hatte und machte Anstalten den Raum zu verlassen. Schließlich drehte er sich aber nochmals um und verbeugte sich leicht, auch wenn er sich nicht sicher war, ob Catarina das noch sah. „Tut mir Leid … ich bin kein Monster.“ Auch wenn er sich da inzwischen gar nicht mehr so sicher war. Am besten alles verdrängen und erst einmal zum Sportunterricht laufen. Hoffentlich fanden die übrigen Schüler seine blutroten Augen nicht allzu abstoßend.

TBC.: Sportplatz


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Bernardo

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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyDi 28 Aug 2012 - 21:08
cf: Raum E5 – Sternenklasse

Bernardo war total verblüfft, als noch während seines Gangs zum Krankenzimmer die Schulglocke die nächste Stunde ankündigte. War er etwa so lange unterwegs gewesen? Vermutlich lag es mehr daran, dass er den Klassenraum recht spät verlassen hatte. Auf dem Gang kamen ihm noch ein paar Schüler entgegen, die es eilig zu haben schienen. Emotional aufgebracht schienen sie auch, denn ihre Mimik verriet ein kleines Unheil. Hinter ihnen war jedoch alles heile, also kümmerte sich Bernardo nicht weiter drum und setzte seinen Weg fort. Sein Ziel lag genau in der Richtung, aus welcher die Kinder gekommen waren. Dort angelangt, klopfte er kurz an und ohne auf eine Antwort zu warten, öffnete er die Tür. Vorsichtig hereinspähen tat er auch nicht, sondern trat prompt ein. Schon war die Tür hinter ihm geschlossen und die anwesende Dame begrüßt. „Schönen Guten Tag, die Dame.“ Da sich außer ihr nur ein Hühnchen im Raum befand, zu dem er sich später noch äußern würde, ging er stark davon aus, dass es die Ärztin persönlich war, welche da auf ihrem Hocker hockte und ihre Haare fertigrichtete. Ein Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus. Es kam wahrlich nicht oft vor, dass er aus solchen Gründen zu grinsen begann. Zudem waren die Bedingungen erschwerter nach dem Horrorspiel der Sternenklasse, welches er hinter sich gebracht hatte. Genau wegen diesem war er nun auch hierhergekommen. Sein Kopf ging auf die Barrikaden, das merkte er. Kopfschmerzen kündigten sich an und die wollten schleunigst bekämpft werden. „Verzeiht, habt ihr ein paar Kopfschmerztabletten für mich? Ich glaube, da bahnt sich was an.“ Und um seinen Schmerz mit Gestik zu verdeutlichen, massierten Zeige-, Mittelfinger und Daumen seine Stirn, die sich abwechselnd in Falten legte. Sogar ein seichtes wehleidiges Lächeln gesellte sich hinzu. Aber lange wollte er dem Schauspiel nicht nachgehen. Viel lieber wollte er das Hühnchen unter die Lupe nehmen, während man sich hoffentlich um seine Bitte kümmerte. Mit aller Vorsicht und Liebe näherte er sich dem Federvieh. „Na, du kleiner Leckerbissen?“ Kurz drehte er den Kopf zur Ärztin. „Gehört das Hühnchen ihnen?“ Wem sollte es sonst gehören? Andererseits hätte es auch durchs Fenster in den Raum geflogen sein und selbst die Dame hatte es bisher nicht bemerkt. Sollte sich dies bewahrheiten, würde Bernardo wie ein Blitz einen Sack zücken und den Vogel drin einkerkern. Abendessen selbstgemacht wäre sehr zu seinem Gefallen. Außerdem brauchte die Küche ihre Einweihung und was war da besser geeignet als ein blutiger Truthahnbraten?




Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 0QWKEni

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Tannengrüner Wollpullover mit hohem Rundkragen, darüber ein rot-schwarzes Holzfäller-Karohemd mit den obersten beiden Knöpfen offen und die Ärmel bis über die Oberarme hochgekrempelt. Braune Holzfällerhose mit dunklem Gürtel und Hosenträgern, die sich am Rücken kreuzen. Schwarze Winterstiefel mit kurzem Schaft. Auf dem Kopf eine tannengrüne Wollmütze mit ein Mal umgekrempelten Rand, sodass die Ohren frei sind. Und zu guter letzt im Gesicht ein rauschiger, schwarzer, kurzer Vollbart.
Also voll der Holzfäller-Look.
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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyDi 28 Aug 2012 - 22:55
Ihr Dazwischen Gehen zeigte Wirkung, denn Kurya ging mit seiner Freundin und hinterließ noch einen letzten Dank, bevor auch Jun ihm folgte – er machte auf sie jedoch einen bedrückten Eindruck, dennoch richtete die Ärztin kein Wort an ihn. Wir sind alle Monster, kommentierte sie in Gedanken seine Abschiedsworte, bevor sie endlich das gesuchte Haargummi fand. Zumindest erklärten viele Menschen sie zu Bestien, die eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellten, dabei waren sie hier doch normal. Ein Mensch würde hier nicht der Regel entsprechen, obwohl die Kreaturen in ihren Gestalten umherwanderten.
Erleichtert wandte sich Catarina von ihrem Gepäck ab und stellte mit gemischten Gefühlen fest, dass hier fürs Erste keine Ruhe herrschen würde. Neben dem Mann, der ohne auf eine Antwort zu warten hereingekommen war, stand nun auch ein Adler mitten im Raum. Rasch die rotblonde Mähne zu einem hohen Zopf gebunden, ließ sich das Mischwesen es nicht nehmen ihn eindringlich zu mustern. Solch eine imposante Figur war ihr bis heute nirgendwo über den Weg gelaufen, so dass sie nicht schlecht staunte. „Hey. Klar hab ich etwas dagegen, dass scheint ja momentan bei einigen so zu sein.“ Jun litt ebenfalls unter Kopfschmerzen, wenngleich seine wegen der Platzwunde auftraten – weswegen der Hüne darunter litt, konnte sie nur erahnen, tippte jedoch schwer darauf, dass es an den Schülern hier lag. Schweigend trat sie an dem Vogel vorbei und griff in die Schuhblade, um eine Tablette herauszufischen, während sie ein leises Lachen nicht unterdrücken konnte. „Das Brathühnchen kam angelaufen bei dem Tumult vorhin. Keine Ahnung, wem es gehört oder was es will“, meinte die Vespucci grinsend und hielt dem Weißhaarigen das Medikament hin, simultan ging sie jedoch in die Hocke, um sich das Tierchen genauer unter die Lupe zu nehmen. Behutsam hob sie ihre rechte Hand und wollte ihn auf den Kopf des Tieres legen, um diesen zu streicheln, jedoch erwartete sie keine positive Reaktion – für Streicheleinheiten waren Vögel selten zu haben. Den Gedanken, es braten zu können – welcher durch die Bezeichnung des Mannes ausgelöst wurde – fand sie gar nicht so abwegig. Sie mochte gegrilltes, hatte aber bei weitem keine Lust dieses Tierchen zu töten. „Für gewöhnlich stellt man sich vor. Catarina mein Name“, stichelte sie mit einem breiten Lächeln den Weißhaarigen ihr Augenpaar auf ihn gelenkt. Er wirkte nur etwas größer – entweder war er klein oder sie ungewöhnlich groß, wobei die junge Frau auf letzteres tippte. Es kam nicht selten vor, dass sie ihre Freundinnen und Kolleginnen überragte.


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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 0:23
Mitunter die erste frohe Nachricht des Tages, dass sie Bernardos Klagen bearbeiten konnte. Richtig zielstrebig machte sie sich auf, ihm eine Kopfschmerztablette zu besorgen. Nebenbei tratschte sie sogar mit ihm. Scheinbar wusste das Hühnchen wirklich nicht, was es tun sollte. Verloren schauten seine kleinen Äuglein aus. Bernardo konnte glatt dem Mitleidsgefühl verfallen, wenn er sich zu lange im süßen Blick gefangen hielt. „Mh.“ Ein Seufzen konnte er nicht unterdrücken. War es sein Herz oder sein Magen, eines von beiden sorgte für heftiges Gefühlsaufkommen. Die Tablette nahm er dankend entgegen, würfelte sie kurz in seiner leicht geöffneten Hand und fragte sich allmählich, ob sie von ihm erwartete, dass er das kleine Ding so, wie es war und ohne Hilfsmittel schlucken sollte. Für gewöhnlich … und als er diesen Satz in Gedanken anfing, hörte er dieselben Worte plötzlich aus Catarinas Mund. Allerdings wollte sie auf etwas anderes hinaus als Bernardo.
Recht hatte sie – keine Frage. Bernardo nickte sofort, senkte folglich demütig das Haupt und entschuldigte sich aufrichtig. „Oh, stimmt. Verzeiht bitte vielmals. Mein Name ist Bernardo. Freut mich, eure Bekanntschaft zu machen, Lady Catarina.“ Zugegeben, er fing ein kleinwenig an, zu übertreiben, was den guten Ton anbelangte, aber solange sie nicht aufhörte zu grinsen, sah er auch keinen Grund darin, aufzuhören. Ein breites, ansteckendes Lächeln besaß sie ja, das musste man ihr lassen und wollte man ihr sicherlich nicht nehmen.
Wie Catarina es ihm vormachte, hockte auch Bernardo sich zu dem Vogel herunter. „Für gewöhnlich schluckt man aber seine Kopfschmerztabletten auch nicht trocken – oder?“ Fragend blickte er zu ihr herüber, als wüsste er selbst keine Antwort auf diese Frage und war total darauf angewiesen, von ihr aufgeklärt zu werden. Um jedoch den Schalk nicht zu verscheuchen, wandte er sich nochmal an die halbe Mahlzeit. Mit der großen Pranke fühlte er die schwache Hühnerbrust und meckerte leicht, wie wenig doch an dem Tier dran sei. „Na, für ein reichliches Dinner bei Kerzenschein reichst du uns sicher nicht“, redete er den Adler direkt an. Dabei zog Bernardo immer noch nicht in Betracht, dass es sich dabei um einen Tiermensch in seiner Tierform handeln konnte. Natürlich war es unvorstellbar, dass ein wilder Adler mir nichts dir nichts ins Krankenzimmer flog und vor den Anwesenden fröhlich herum hüpfte. Die Situation war nunmal aber da und Bernardo wollte sie sich nicht durch die Finger gleiten lassen.
Dass er verspeist werden sollte, schien dem Vogel nicht zu gefallen, denn seine Reaktion auf Bernardos Abtasten sprach für sich. „Habt ihr vielleicht etwas Morphium?“, fragte er mit unschuldigem Ton Catarina. Gleich den Kopf abschlagen wollte er nicht und falls sich Bernardo doch noch besann und seinen Tierschützer raushängen lassen wollte, könnte er das betäubte Tier später immer noch in der freien Natur wieder aussetzen. Allerdings war die Wahrscheinlichkeit gering, dass sein guter Wille gegenüber seinem Appetit siegen würde.




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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 1:03
Sie hatte es als unwichtig abgetan, aber mittlerweile stellte sie sich die Frage immer und immer wieder: Wie zum Teufel kommt ein Adler hier rein? Vor allem: Warum? Nachdenklich legte sie den Kopf schief – Ernst zeichnete sich in ihrem Gesicht ab, während sie die Stirn in Falten legte. Einen Grund für den Aufenthalt des Tieres musste es ja geben, wahrscheinlich konnte es nicht mehr fliegen und hatte sich beim Laufen womöglich verirrt. Ja, das klang in ihren Ohren ganz Plausibel, dass er die Türen ohne Hilfe nicht öffnen konnte, zog sie gar nicht in Betracht – irgendwer hatte sicher die Tür offen stehen lassen.
Sehr erfreut, Sir Bernardo“, sprang die Ärztin auf sein Spielchen ein, bevor er ebenfalls in die Hocke ging, jedoch nicht um das Federvieh anzusehen, sondern um sie auf etwas hinzuweisen, was sie bei Jun schon vergessen hatte: ein Glas Wasser. Unmöglich war es nicht, und ersticken würde er schon nicht daran – falls doch war sie ja da, um den Hünen zu retten, aber sie wollte ja nicht so sein. „Den Schülern gelingt das ganz gut, aber ich will mal nicht so sein“, meinte sie nur, Bernardo neckisch mit dem Ellenbogen anstoßend, bevor sie aufstand und im Nebenraum eine Flasche stilles Wasser aus dem Kasten holte. Catarina kam mit einem gefüllten Glas zurück, blieb jedoch im Türrahmen stehen, um zu beobachten wie er die Brust des Vogels abtastete. Dass er dabei auch noch mit dem Adler sprach, machte das ganze Bild nur noch witziger – ein Lachen ließ sie aber bleiben. Schweigend war sie an ihn herangetreten und reichte ihm das Glas, während seine Frage sie stutzen ließ. Wollte er das Tier ernsthaft essen? „Bestimmt, aber dann müsste ich mich wieder durch die Schränke wühlen, um es zu finden“, entgegnete die Ärztin dem Lehrer, im Geiste sich ernsthaft eine Notiz anlegend, dass sie die Schränke wirklich zu beschriften hatte. Das würde nicht nur ihre Arbeit, sondern die ihrer Kollegen auch erleichtern – vorausgesetzt, diese kannten sich genauso wenig aus, wie sie. „Ich würde es jedoch begrüßen, wenn der Kampf mit dem Tier ausbliebe. Schüler, die sich an den Kragen wollen sind genug.“ Hoffentlich blieben sich die beiden Streithähne in Zukunft fern, dass ein Kampf zwischen ihnen kein gutes Ende nehmen würde war sicher, aber das Risiko, dass andere auch in Gefahr geraten könnten, machte es ein Stück heikler. Besonders die Tatsache, dass Jun offenbar noch nicht in der Lage war seine Fähigkeiten zu kontrollieren, würde eine Bedrohung darstellen. Mit dem kommenden Herzschlag war der Gedanke an ihn wieder verbannt. Der Junge machte einen zuverlässigen Eindruck, ihre Sorge war vermutlich umsonst. „Wie kommt ein Vogel hier bloß rein? Was meinst du, Sir?“ Vielleicht hatte er eine bessere Idee, als die ihre, denn wenn sie darüber nachdachte, klang ihre absurd. Zumindest machten die Flügel des Tieres einen guten Eindruck. Wieso konzentrieren wir uns überhaupt auf ein Federvieh?, fragte sich die Vespucci schließlich, aber bessere Gesprächsthemen blieben wohl aus. Mist.


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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 15:39

Kotori starrte abwechselnd, schockiert, in beide Gesichter und konnte kaum glauben was sie hören musste. Nachdem alle das Krankenzimmer verlassen hatten und bis auf Horie, ihr keiner irgendeine Achtung geschenkt. Erst als der alte Mann das Zimmer betrat wurde ihr etwas Zeit geschenkt, die sie wiederrum dann doch gerne Rückgängig gemacht hätte. Wie kam jemand darauf sie Huhn zu nennen. etwas schockiert plusterte sich ihr Federkleid auf ehe sie, nur um auch selber sicher zu sein, die Flügel für einen Moment ausbreitete um zu zeigen, dass solche Hühner nicht besaßen. Vorsichtig, um sich nicht selbst zu verletzen, faltete sie diese nun wieder ein und bekam von Minute zu Minute mehr Angst. Am Anfang dachte Kotori noch an einen schlechten Scherz doch so langsam war sie sich dessen nicht mehr sicher. Innerlich Schrie sie nach Roxy, auch wenn sie wusste das diese sie nicht hören würde, gab es ihr aber ein etwas sicheres Gefühl. Nun auf Augenhöhe mit den beiden schoss ihr der Gedanke, des Augenaushacken in den Sinn, doch war sie nicht so jemand der andere sofort verletzen konnte. Also tapste sie ein paar Schritte von den beiden Weg und musterte die Umgebung um sich einen Fluchtplan zurecht zu legen. Aber wie erwartet, standen beide ihr genau im Weg und so musste sie seufzend diese Idee über Bord werfen. Mit einem lauten Adler geschrei wollte sie die beiden verängstigen, aber als dieser über ihren Schnabel kam zuckte sie selber zusammen. Auch in ihrer Adlergestalt hatte Kotori mit ihrer Stimme zu Kämpfen. Das war ja wunderbar. Roxy wo bist du? Ängstlich tapste sie immer weiter zurück bis sie gegen ihr Bett stieß und nicht mehr weiter wusste. Wie sollte sie sich gegen 2 so große Wesen wehren? Sie war zwar größer als ein gewöhnlicher Adler doch man hatte es schon an dem Werwolf gesehen wie gut sie sich verteidigen kann. Und dann fiehl es ihr wie Schuppen von den Augen. Warum war sie da nicht gleich drauf gekommen? Nach und nach Bildete sich das Federkleid zurück bis Kotori nun, wie Gott sie schuf, vor den beiden hockte und mit großen Augen anstarrte, ehe sie sich zu dem Bett umdrehte, ihre Tasche nahm und die Sachen herraus kramte. Schnell zog sie sich an und ging dann auf die beiden zu. "Es ist nicht sehr nett das sie mich Braten wollen und schmecken tue ich ganz sicher auch nicht. Ich... Ich werde dann wohl jetzt zum Unterricht gehen." Ehe die beiden Antworten konnten, rannte Kotori zu Tür und Ignorierte den Schmerz. Sie war nur froh da endlich raus zu sein.

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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 17:41
Auf Catarinas kleinen Seitenhieb ging Bernardo gar nicht ein. Ihr Stoß mit dem Ellbogen wurde zwar verzeichnet, brachte den Hünen jedoch keinesfalls ins Wanken. Der Gute blieb wie ein Fels in der Brandung und zeigte keine Reaktion. Einzige Regung, die er von sich gab, war das Hinterherschauen, als sich Catarina erhob, das Glas Wasser holen. Allerdings ermahnte er sich schnell, den Blick wieder abzuwenden. Böser Junge, tadelte er sich selbst. Es gab immerhin wichtigeres zu tun, wie er entschied. Eine derartige Sache war die Untersuchung der potentiellen nächsten Mahlzeit. Zum Glück des Piepmatzes bekam Bernardo kein Morphium. Das Tier durfte also noch wach bleiben. Stattdessen reichte ihm Catarina das Glas voll Wasser. „Danke.“ Zuerst verschwand die Tablette auf der Zunge, ehe im nächsten Moment zwei Schlucken aus dem Glas folgten. Als das Medikament verschwunden war, trank er bequemlichkeitshalber noch den Rest aus, behielt das Glas in der Hand. „Auch Probleme mit frühpubertären Sprösslingen?“ Davon konnte Bernardo auch ein Liedchen summen. „Ich hatte eben auch im Unterricht meine Nervensägen zu bekämpfen. Da flogen nicht nur Worte sondern gleich ganze Stühle durch den Raum. Wenn ich ihre Armee nicht leicht dezimiert hätte, hätten sie mich wohl noch ganz geschafft.“ Wie zum Prosit hob er das leere Glas. „Daher auch die Tablette.“ Früher an den Universitäten hatte er nie das Problem mit seinen Studenten gehabt, dass sie ihn derart strapazierten. Bernardo war es gar nicht gewohnt, dass Jünglinge so sein konnten. Aber er hatte auch noch nie das Vergnügen mit Schülern gehabt. Das System war anders, die Art und Weise und vor allem der ganze Hintergrund der Wesen unterschied sich. Die meisten waren wohl noch darauf erpicht, sich zu beweisen, was den Unterricht jedoch immens störte. Ganz im Gegenteil verhielt sich der Tristam, von dem Bernardo zuerst mehr Aktionen erwartet hätte. Solange er insgeheim nichts ausheckte, sollte es dem Gavri-El willkommen sein.
Nun endlich stellte er auch das Glas beiseite. Im selben Moment stellte ihm Catarina eine Frage. „Offenes Fenster? Offene Tür? Vielleicht fehlt dem Kleinen auch was und ein besorgter Schüler hat das Tier hier abgesetzt. Einen eigenen Tierarzt hat die Schuler immerhin nicht – oder? Da wäre es das Verständlichste.“ Während Bernardo seine Vermutung formulierte, versuchte das Federviech, Abstand zwischen sich und den menschlichen Wesen zu bringen. Und wer hätte es gedacht – es zauberte. In fließenden Übergängen wandelte sich das Federkleid zur Menschenhaut und aus dem Sonntagsbraten wurde ein waschechtes Mädchen. Bernardo staunte nicht schlecht, wenn auch ein kleines wenig übertrieben, als sich das kleine Ding da umzog. „Oh“, kommentierte er überrascht. Zur verbalen Verteidigung kam es auch noch und die Vorwürfe wurden verteilt. Das kleine Ding stellte Catarina und Bernardo wie zwei Kannibalen dar, dabei hatte doch keiner von ihnen gewusst, was in dem Tier wirklich steckte. Als sie aus dem Zimmer war, drehte Bernardo den Kopf ganz langsam zu Catarina. „Mh, das hättet ihr mir ruhig vorher sagen können. Nun hab‘ ich Hunger.“ Und die Tablette half ganz sicher nicht dabei, seinen Appetit zu stillen. „Die Jugend von heute“, fügte er noch schnaufend hinzu, während er sich mühselig in den Stand zurückholte. Die Beine schüttelte er kurz aus, welche sich an die Hocke bereits gewöhnt hatten.
Nun hätte er sich nochmal für die ärztliche Fürsorge bedanken und das Zimmer verlassen können. Dann hätte er aber auch vor der Tür gestanden und sich gefragt, was er nun tun sollte. Zeit fürs Mittagessen war noch nicht, auch wenn sein Magen getäuscht worden war und schon protestierte. Die Unterrichte hatten begonnen und die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Schüler hier einfanden, war gering. Bernardo sah sich daher berufen, die langweilige Pause der Lady zu retten und noch ein wenig bei ihr zu bleiben. „Arbeitet ihr schon länger hier?“, war an einem Ort wie diesem eine gerechtfertigte Frage, da die Arbeitsverhältnisse recht oft zu wechseln schienen. Jemand permanentes anzutreffen, sollte daher der Seltenheit unterliegen. „Ich hatte nur letztens im Krankenzimmer des Waisenhauses eine Ärztin getroffen, aber das ward ganz sicher nicht ihr.“ Ohne wirklichen Grund begann er, sich am Unterkiefer zu kratzen, mit den Fingern den kurzen Stoppelbart zu fühlen.




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Tannengrüner Wollpullover mit hohem Rundkragen, darüber ein rot-schwarzes Holzfäller-Karohemd mit den obersten beiden Knöpfen offen und die Ärmel bis über die Oberarme hochgekrempelt. Braune Holzfällerhose mit dunklem Gürtel und Hosenträgern, die sich am Rücken kreuzen. Schwarze Winterstiefel mit kurzem Schaft. Auf dem Kopf eine tannengrüne Wollmütze mit ein Mal umgekrempelten Rand, sodass die Ohren frei sind. Und zu guter letzt im Gesicht ein rauschiger, schwarzer, kurzer Vollbart.
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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 18:57
Der eisige Blick heftete sich an sein Gesicht, als er die Tablette mit wenigen Schlucken Wasser einnahm, bevor er eine Spur nachdenklicher wurde. Auf seine Frage hin nickte sie nur, wobei die Jugendlichen hier ihr nur Probleme bereiteten, in dem sie die eigenen untereinander mit Kämpfen ausfechten wollten. Ob diese Verhaltensweise einfach an schlechter Erziehung oder deren Rassen lag, konnte sie nicht wissen – lediglich bei Jun, vermochte sie es zu erahnen, dass es mehr der Dämon in ihm war, als die Schuld seiner Eltern. Doch die Schule schien voll mit solchen Unruhestiftern zu sein. Deshalb unterrichte ich auch nicht. Catarina mochte Kinder zwar, würde jedoch bei solchem Verhalten wohl mehr Kopfnüsse verteilen, als ihren Schützlingen lieb wäre – außerdem wäre es ihr dann doch zu anstrengend vor einer Klasse zu stehen, wenn diese nicht auf sie hörten. „Ich denke der Altersunterschied zwischen uns ist nicht so groß, dass wir uns siezen müssen“, meinte sie völlig aus dem Kontext gerissen, da er offenbar die Anspielung mit dem „du“ zuvor entweder überhört oder ignoriert hatte. Für sie war es einfach persönlicher wenn man sie duzte, statt zu siezen – aber jedem das seine. „Was unterrichtest du denn?“, warf sie noch ein, um das Thema Unterricht wieder aufzugreifen, bevor er seine Theorie zum Aufenthalt des Vogels darlegte. Diese ähnelte ihrer nur im Punkto offene Tür, aber dass ein anderer Schüler das Tier hier abgesetzt haben könnte, daran hatte sie nicht gedacht.
Das Geflügel benahm sich entsprechend, als hätte es die Worte Bernardos verstanden. Sein zurückweichen und aufplustern waren ein Zeichen für Angst, aber es wehrte sich nicht – im Gegenteil. Der zu groß geratene Piepmatz tapste zum Bett, bevor sich ein interessantes Schauspiel bot. Aus dem Adler wurde ein Mädel, ein nacktes Mädel. Die Überraschung stand der Vespucci ins Gesicht geschrieben, so dass sie auf ihr Verschwinden nicht einmal reagieren konnte. Schön anzusehen ist sie ja, kommentierte sie den Auftritt der Kleinen, ehe ihr Augenmerk wieder auf den Mann fiel. Unschuldig zuckte sie mit den Schultern, sie hatte damit doch nichts am Hut. „Hätte ich das gewusst, hättest du ihre Brust sicher nicht abtasten dürfen.“ Ein schelmisches Lächeln begleitete ihre Worte, während sie sich fragte, wie sich die Schülerin gefühlt haben musste. Dass es ihr deutlich unwohl war, hatte sie mit ihren Worten bereits deutlich gemacht, aber woher hätten die beiden das wissen können? Mal ganz abgesehen davon, dass die Ärztin nicht mal wusste, was für Arten sich hier herumtrieben. Darüber würde sie sich später noch informieren, einmal ins kalte Wasser geworfen zu werden, reichte ihr. „Sieht es danach aus? Seit genau zweieinhalb Stunden“ Ihre Hand deutete auf ihre zwei Koffer, bevor sie sich auf einen Stuhl setzte und die Beine übereinander schlug. Hoffentlich gab es in der Stadt irgendwo schöne Orte zum Campieren, oder billige Gasthäuser, die sie für eine Nacht oder ein paar Tage ein Dach über dem Kopf hatten. Über betrunkene Pöppel oder andere eigenartige Gestalten machte sich die Vespucci keine Gedanken, schließlich war sie kein kleines Kind mehr, das nicht wusste wie man sich zu verteidigen hatte. „Ich bin ihr Ersatz. Zumindest war der Direktor erfreut, dass er so schnell jemand neuen gefunden hatte. Mir blieb nicht mal die Zeit die Insel zu erkunden, geschweige denn eine Bleibe zu suchen.“ Gab es denn keine anderen Ärzte, die sich darum kümmerten, dass alles glatt lief? Es musste schon Not am Mann geben, wenn sie direkt nach ihrer Ankunft schon anfangen musste. Jeden Tag hier herumsitzen und zu warten, bis irgendjemand mit kleinen Wehwehchen kam, wollte sie nicht. Darüber leicht verärgert, öffnete sie das Fenster, um aus ihrem Koffer ihre Glimmstängel zu fischen. Rasch hatte sie eine ihrer Zigaretten zwischen die vollen Lippen geführt und diese mit dem Sturmfeuerzeug entflammt, bevor sie die offene Schachtel in die Richtung Bernardos hielt. Sie wusste nicht ob er rauchte oder Rauchern abgeneigt war, aber man wollte höfflich sein. Einen langen Zug getätig, bließ sie den Qualm hinaus, die blauen Augen auf seine braunen fixierend. „Wie lange quälst du die Schüler hier schon?“, wollte sie nun wissen, dass sie dabei Grinsen musste lag allein an der Vorstellung seines letzten Unterrichtes. Was für Biester in der Klasse sitzen mussten, wenn sie schon Schuleigentum herumwarfen? Ein Zuckerschlecken war das bestimmt nicht.


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Bernardo

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BeitragThema: Re: Raum E2 - Krankenzimmer Raum E2 - Krankenzimmer - Seite 27 EmptyMi 29 Aug 2012 - 20:14
„Ach“, lachte er auf. „Ich sehe bei weitem jünger aus als ich sollte.“ Dabei wollte er ihr Angebot nicht ablehnen und machte dies auch klar. „Aber ich nehme das Angebot gerne an, Catarina.“ Er nickte zusätzlich und wandte sich sofort der Bewältigung ihrer nachfolgenden Frage zu. „Eigentlich alles, aber fest angestellt bin ich derzeit nur für Mathematik und Inselkunde, wobei ich mich erstmal selbst richtig über die Insel informieren muss. Ein Kollege, der hier bereits gelehrt hatte, hat mir eine Unterlagen zukommen lassen, die ich noch durcharbeiten muss.“ Gut, dass Catarina das Thema ansprach, ansonsten hätte er wohl erst wieder daran gedacht, wenn er müde daheim im Bett gelandet wäre und der Stapel Papier ihn vom Nachttisch aus angegrinst hätte. Vielleicht sollte er früher nach Hause, um eine Lesestunde einzulegen. Selbst jetzt war er aus dem Studieren noch nicht heraus und doch war es etwas gänzlich anderes. Immerhin gehörte es zu seiner Unterrichtsvorbereitung, zu wissen, was er den Schülern beibrachte. Der Unterricht würde sicher vollkommen anders ausfallen als der Mathematikunterricht beispielsweise. Inselkunde … da stellte sich Bernardo vor, den Kindern die Struktur und Beschaffenheit von Isola nahezubringen und die Geschichte mitzuteilen. Ein Märchenbuch auf dem Schoß und eine neugierige Runde um ihn herum würde passen und das draußen am charakteristischen Strand. Wohlmöglich gab es auch denkwürdige Plätze, welche mit der Geschichte Isolas eng verbunden waren.
Aber gut. Nachdem die Sache mit dem Vogel abgehakt wurde, musste Bernardo nur noch den erneuten Seitenhieb von Catarina überstehen. An die Sache mit dem Abtasten hatte er gar nicht gedacht gehabt. Erst jetzt fiel ihm ein, wie peinlich dem Mädchen das gewesen sein musste. Baff blinzelte er Catarina an und wenn man genau hinschaute, aber auch wirklich sehr genau, die Augen zusammenkniff und sich von seiner Fantasie ein bisschen nachhelfen ließ, dann konnte man einen Hauch Röte auf seinen Wangen erkennen. Da konnte er auch noch so viel Mann sein; einem kleinen Mädchen in ihrer Privatsphäre herumpfuschen, ging an niemandem just vorbei. „Na ja, viel war da nicht.“ Und das sagte er mit einem gespielt apettitsenttäuschendem Blick. Immerhin hatte er vorhin nur merken wollen, ob sie sich zum verspeisen eignete oder nicht. Catarina brauchte gar nicht erst auf den Gedanken kommen, ihn damit aufziehen zu wollen. Das kleine Ding hätte nie und nimmer das körperliche Vermögen gehabt, seine Bärenpranken zu stillen. Mit dieser Selbstsicherheit grinste er Catarinas Scherz entgegen.
Ihre Erzählung von ihrem ersten Arbeitstag ließ Bernardo an seinen eigenen zurückdenken. Damals war er direkt vom Hafen zur Schule gefahren und dort ohne große Eingewöhnungszeit den ersten Vertretungsjob in die Hände gelegt bekommen. Natürlich war es die geliebte Sternenklasse, mit der er anzufangen hatte. Eben jene hatte ihm heute Morgen nervlich schwer zugesetzt. Bezüglich der Wohnungssuche hatte der Weißhaarige keine Probleme gehabt. Vorsorglich hatte er Tage vorher schon mit den nötigen Leuten telefoniert gehabt. Als er auf der Insel ankam, hatte er bereits in Wohnung für sich gemietet und konnte diese nach seinem ersten Arbeitstag direkt beziehen. Alles war eingerichtet, die größten Koffer standen im Flur. Alles wunderbar. Catarina hingegen schien es stressiger gewollt zu haben oder aber überraschender.
Während die Ärztin eine Zigarettenschachtel heraus kramte, um sich einen Glimmstängel anzustecken, dachte Bernardo weiter über die Wohnungsgeschichte nach. Wie groß war seine Wohnung eigentlich? Gab es nicht noch freie Wohnungen in seinem Gebäude? – Immerhin war es voll von solchen und viel Lärm hatte er nicht vernommen gehabt, welcher darauf hätte schließen lassen können, dass alles belegt war. Erst als sie ihm die offene Schachtel hinhielt, reagierte er wieder. „Nein, danke“, lehnte er höflich mit einer kurzen Handbewegung ab. Bernardo kramte eine eigene, unbeschriftete Schachtel aus der Hosentasche. In ihr waren deutlich handgemachte, dunkle Zigaretten. Allein durch das Öffnen drang bereits ein seichter, für Zigaretten ungewohnter, Duft in die beiden Nasen. Immerhin waren es keine handelsüblichen Stängel. „Ich hab‘ selber: Tabak-Tee-Gemisch.“ Die gesündere Variante, wie er selbst stets behauptete. Das Feuer ließ er sich allerdings gerne geben, nachdem sie ihm auch dieses anbot. Ohne groß drüber nachzudenken, ging Bernardo zum Fenster herüber, welches offen stand. Egal, wie ungefährlicher sein Qualm war, dennoch wollte er vermeiden, dass es in einem ärztlichen Behandlungsraum danach roch. „Seit Ende letzter Woche. Ich bin hier anfangs nur als Vertretungslehrer für – sagen wir – alles gekommen. Erst seit heute hab‘ ich zwei Fächer fest zugeschrieben bekommen. Bei den Lehrern scheint die Stellenbesetzung ähnlich zu sein wie bei den Schulärztinnen.“ Wieder nahm er einen Zug und entließ den Qualm Richtung Fenster. „Und wegen der Wohnung: Ich hatte meine damals telefonisch festgemacht, bevor ich nach Isola gekommen bin. Ist zwar nur eine Wohnung von vielen in einem Wohnblock, allerdings sind die Räume sehr zufriedenstellend. Wenn du willst, können wir nach Feierabend mal schauen, ob noch was frei ist, ansonsten … für den Anfang kann ich sicher bei mir Platz machen.“ Hoffentlich verstand sie das jetzt nicht falsch. Bernardo wollte nur höflich sein. Catarina machte einen sehr sympathischen Eindruck nach den ersten paar Minuten. Viele Bekanntschaften hatte der Hüne bisher nicht gemacht. Besonders vom Kollegium kannte er fast niemanden. Da war es ganz angenehm, wenn sie darauf einwilligte, sich von ihm helfen zu lassen.




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Winterevent-Outfit:
Tannengrüner Wollpullover mit hohem Rundkragen, darüber ein rot-schwarzes Holzfäller-Karohemd mit den obersten beiden Knöpfen offen und die Ärmel bis über die Oberarme hochgekrempelt. Braune Holzfällerhose mit dunklem Gürtel und Hosenträgern, die sich am Rücken kreuzen. Schwarze Winterstiefel mit kurzem Schaft. Auf dem Kopf eine tannengrüne Wollmütze mit ein Mal umgekrempelten Rand, sodass die Ohren frei sind. Und zu guter letzt im Gesicht ein rauschiger, schwarzer, kurzer Vollbart.
Also voll der Holzfäller-Look.
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