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Shima no Koji :: Das Wohnheim :: 1. Stock :: Westflügel

Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi
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Leviathan

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Zen 136

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BeitragThema: Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi - Seite 7 EmptyDi 17 Apr 2018 - 13:32
das Eingangsposting lautete :

Zimmer Nr. 103




Was versteckt sich hinter den Türen Zimmernummer 103 im Westtrakt des Yanega Anwesens?
Öffnet man die leicht quietschende Tür, so steht man inmitten einer doch recht großen und hellen Räumlichkeit. An den grün tapezierten Wänden befinden sich vereinzelte Wandleuchten. Mit Vorhängen kann man das Zimmer nachts abdunkeln. Drei Betten, die mindestens genauso alt wie das Gebäude selbst, aber dennoch gut in Schuss sind befinden sich an der rechten Seite des Raumes. Jedem Bett ist ein Nachtkästchen mit einer dazugehörigen Lampe beigestellt und bietet den Bewohnern desweiteren Platz für persönliches Hab und Gut. Gegenüber der Betten befinden sich die Schreibtische. Jeder Bewohnerin steht einer dieser Tische zu. An einer Wand befinden sich ein paar Wandboards, die zur Verstauung von Büchern oder ähnlichem genutzt werden können. Neben dem äußersten Schreibtisch in der Ecke führt eine weitere Tür in einen kleinen Nebenraum, der an allen Wandseiten mit Kleiderschränken zugestellt ist, die sich die Bewohnerinnen unter sich zuteilen. Ein klamottenbezogenes Platzproblem sollte in diesen Räumlichkeiten also nicht herrschen.


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Skadi

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Skadi
25. Juni 2015, Abend
mit @Vivian Edwards


Für Skadi war es wahrscheinlich schlimmer als für ihre Mitbewohnerin, dass sie sich in das falsche Bett gelegen hatte. Sie hatte das Gefühl, dass sie etwas gemacht hatte, das sie nicht hätte tun sollen. Auch wenn Vivian nicht wirklich den Anschein machte, dass es etwas Dramatisches war, wurde die Braunhaarige dieses Gefühl leider nicht so schnell los. Sie selbst empfand es als respektlos gegenüber ihrer Mitbewohnerin sich einfach in ihr Bett zu liegen, ohne dass sich die beiden wirklich kannten. Vielleicht lag dies an ihrer Erziehung, oder einfach daran, dass sie dies wahrscheinlich auch als unhöflich ansehen würde, wenn ihr dies passieren würde. Egal was es war, es war Skadi doch recht unangenehm, da halfen die gut gemeinten Worte von Vivian leider auch nicht mehr. Aber als sie dann in ihrem Bett lag, beruhigte Skadi sich wieder langsam. Es war ihr zwar immer noch unangenehm, aber die Zeit konnte die Braunhaarige leider auch nicht mehr zurückdrehen.

Die Gestaltenwandlerin war richtig müde, aber von der Fahrt konnte sie doch noch recht gut erzählen. Dass überhaupt noch richtige Sätze aus ihrem Mund kamen, verwunderte die Norwegerin sowieso. Sie war müde, aber ihr Kopf schien noch auf Hochtouren zu laufen. Keineswegs etwas Schlechtes. Es verwunderte Skadi nur ein wenig. Ob sie später dann auch wirklich schlafen könnte, wenn ihr Kopf noch so gut lief? Das würde das Mädchen dann schon noch sehen. Die Norwegerin hoffte jedenfalls, dass sie keine Probleme beim Einschlafen haben würde, denn dann konnte sie sich sicher nicht über die Nacht von der Fahrt erholen. Diese Erholung würde für den nächsten Tag wahrscheinlich lebenswichtig werden, denn wie lang morgen die Schule gehen und wie lange sie danach noch unterwegs sein würde, das wusste Skadi noch nicht. Das war aber jetzt auch nicht das wichtigste Thema. Viel eher fragte sich die Braunhaarige gerade, wie sie denn morgen in die Schule kommen würde? Ob sie den anderen Schülern einfach folgen konnte? Vielleicht gab es aber hier irgendwo ja auch einen Plan, den sie verwenden konnte. Leichte Panik machte sich im Inneren der Norwegerin breit. Sie wollte nicht am ersten Tag schon zu spät zum Unterricht kommen. Doch dann erhob zum Glück ihr Engel in der Not das Wort und sprach sie genau zu diesem Thema an. Skadi sah die Decke an und fing an sanft zu Lächeln, als sie die Worte von Vivian hörte. „Sag mal… Kannst du Gedanken lesen? Ich hab mich gerade gefragt, wie ich morgen zum Unterricht komme. Es wäre echt toll, wenn wir beide gemeinsam hingehen könnten. Vielen lieben Dank für dein Angebot“, antwortete sie ihr und lächelte vor sich hin. Dass sie hier so gut umsorgt werden würde, hatte Skadi wirklich nicht gedacht. Aber nun wurde sie es und es freute das Mädchen doch sehr. Doch dann kam ihr eine Frage in den Sinn, die sie der Blondine eigentlich stellen wollte. „Ach ja… sag mal Vivian. Seit wann bist du denn hier auf der Insel und was sind so deine Hobbies?“, fragte die Norwegerin einfach so blindlinks heraus, ohne zu überlegen, ob sie es ihr überhaupt sagen wollte.




Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi - Seite 7 Hori_s13
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Vivian

Vivian Edwards

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Vivian Edwards

Vivian
25. Juni 2015, Abend
mit @Skadi

Ein leichtes Lächeln erschien langsam auf den sonst so starren Lippen der Blondine, als ihr Vorschlag mehr als herzlich angenommen wurde. Man hatte sich also noch nicht ihrer angenommen. Was – so ihr Gedankengang – nicht gerade abwegig erschien. Momentan schien das Personal hier mitunter sehr beschäftigt zu sein, auch ohne das einwirken der hier lebenden Einwohner. Sie bemerkte diese Abwesenheit besonders stark beim arbeiten im Garten. Der Hausmeister hatte meistens schon gar keine Zeit mehr ihr bei den dort anliegenden Sachen zu helfen, sondern widmete sich schon rasch anderen Dingen. „Aufgabenteilung führt zu schnellerem Feierabend“; sagte er immer. Ob das stimmte vermochte die Engelin nicht zu sagen. Für sie war es ja keine Beschäftigung aus Zwang, sondern eher ein Dienst an der Gemeinschaft. Da störte sie es auch nicht, wenn sie mal bis zum späten Abend auf den Knien hockte und ein Pflanzenbeet in Schuss brachte. Es bereitete ihr eine Freude, anderen Freude zu bereiten. So konnte man es wohl am besten in wenigen Worten zusammenfassen. So ließ auch dieses Ereignis die Aura um Vivian herum etwas wärmer werden.
„Es wäre mir eine Freude diesem nachzukommen.“, entgegnete sie und übte sich an einer langsamen und durchaus höfischen Verbeugung, die an ihrem höchsten Punkt ein paar Sekunden innehielt. Erst als sie wieder aufrecht an ihrer Bettseite stand, konnte auch die Engelin endlich das breite Lächeln auf dem Gesicht ihrer neuen Zimmergenossin erkennen. Es erstrahlte so hell in Dankbarkeit und Wärme, dass Vivian nicht anders konnte als die vorhin entstandene leichte Krümmung auf ihren Lippen beizubehalten und das Porzellangesicht zumindest ein Stück weit erweichen zu lassen. Es war, so konnte man es sagen, ein Stück weit ansteckend.  
 
Doch der Moment war flüchtig, so wie alle Bewegungen in Vivians Gesicht. Die Mundwinkel waren schon wieder am Sinken und sie wollte sich nun ihren Schulsachen widmen, da stoppte sie Skadis Stimme noch im Ansatz. Zwei Fragen die bi sin den Kern von ihrer Existenz zurückreichten. Sowohl ihre Leben als auch die Hobbies der Blondine waren mehr als nur überschaubar. Genau genommen könnte man letzteres auch an einer Handfläche abzählen ohne sich dabei großartig überanstrengen zu müssen. „Mein Aufenthalt auf dieser Insel nähert sich 18 Jahren. Ich bin, wenn man es so ausdrücken möchte, seit meinen ersten Tagen hier.“, fasste sie das ganze so kompakt und neutral wie möglich zusammen, während ihre Schritte sie einmal um das Bett herum – auf Skadis Seite – trugen. Dort setzte sie sich dann – gesittet und beinahe vorbildlich – auf die Bettseite. Es würde das Gespräche weniger von oben herab wirken lassen und mehr auf eine Ebene setzen. Schließlich betrachtete Vivian sie beide als gleichgestellte Gesprächspartner. Es war also weitaus mehr als eine simple Geste aus reiner Höflichkeit; es war ebenso eine Geste des Respekts und Anerkennung. Wobei sich wohl niemals ein Schüler so tief in die Aktionen der Engelin hineindachte, als dass er alle Hintergründe ihrer Bewegungen verstand. Eventuell auch weil sie so unglaublich altmodisch und prüde wirkten. Aber das mussten sie auch nicht. Es reichte, so ihr Verständnis, wenn sie um deren Bedeutung bescheid wusste.
„Wenn man auf meine Tätigkeiten zu sprechen kommt, so pflege ich ein großes Interesse an der Gartengestaltung des Wohnheims, sowie dem Wandern.“, setzte sie fort und nickte dabei leicht, als ob sie das eben gesagte noch einmal mental absegnen würde. Noch war die Erklärung aber noch nicht ganz fertig. „Ich erlaube mir ebenfalls hinzuzufügen, dass meine Wanderungen nicht als herkömmliche Freizeitbeschäftigung konnotiert werden dürfen. Sie haben viele Eigenheiten, die nicht mit der normalen Definition übereinstimmen.“, und dabei dachte die Blondine speziell an Emily, die nach dem ersten Vorgeschmack einfach nicht mehr wiedergekommen ist. Sie konnte es ihrer Zimmergenossin nicht verdenken. Letzten Endes aber war das leider auch der Grund, warum sie ihrer neuen Bekanntschaft gegenüber nicht ganz so offen war.
„Ich hoffe, dass meine Antwort deinen Anforderungen gerecht wurde.“, schloss sie die kleine Vorstellung mit sanftem Ton ab und übte sich in einem kleinen Moment der Stille.
Sollte sie eine Gegenfrage stellen? Vivian war noch nie das Wesen für guten Smalltalk gewesen. Großteilig deswegen, weil sie niemandem mit ihrem Alltag zur Last fallen – oder ihn zu Tode langweilen wollte. Insbesondere der Müde Eindruck ihrer neuen Gefährtin verstärkte das Bedürfnis nun eher einen Strich zu machen, anstatt eine Gegenfrage zu stellen. Andererseits war es nur höflich eine Gegenfrage zu stellen, um seinem Gesprächspartner sein Interesse zu bekunden. So blieb die Engelin noch einen kurzen Moment sitzen, ehe ihre Lippen sich erneut öffneten. Und tatsächlich gab es etwas, dass sie sehr wenige auf der Insel fragte. Noch dazu etwas sehr Persönliches. „Es erscheint mir unangemessen eine Gegenfrage zu stellen. Jedoch drängt sich mir das Bedürfnis auf nach deiner Familie zu fragen. Besitzt du eine?“, vollendete sie die Frage, welche auf Isola wohl kontroverser nicht sein konnte. Bei so vielen Auswanderern und Waisen gemischt, konnte man meist eigentlich nur in ein Fettnäpfchen treten. Allerdings hatte der Gedanke seit 18 Jahren hier zu sein so einige Zahnräder in Gang gesetzt. Darunter auch die Frage, wie es eigentlich ist so etwas zu haben. Dieses sagenumwobene Ding mit dem Namen Familie.


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25. Juni 2015, Abend
mit @Vivian Edwards


Skadi war froh, dass Vivian ihr morgen die Schule zeigen würde. Sie lächelte das Mädchen freundlich an. Es schien der Blondine auch nichts auszumachen und sie verlangte dafür auch nichts. Das Mädchen schien wirklich freundlich und in Ordnung zu sein. Innerlich machte die Norwegerin gerade Luftsprünge, denn sie war wirklich sehr froh, dass sie keine unfreundliche oder sogar aggressive Mitbewohnerin hatte, sondern diese sehr zuvorkommend und hilfsbereit war. Zwar wusste sie nicht, wie die Dritte im Bunde war, aber Vivian machte keinen Eindruck, als ob sie sich hier nicht wohl fühlte, auch wenn sie recht ruhig und ein wenig distanziert wirkte. Für Skadi war dieser Abend wie ein sechser im Lotto. Sie hatte sich schon am Morgen, als sie auf den Weg ging, Sorgen um ihre Mitbewohnerinnen gemacht. Ihre Notlösung wäre tatsächlich ein Wechsel auf ein anderes Zimmer gewesen. Aber diese Lösung konnte nun die Luchsin getrost verwerfen. Für sie war klar, dass sie hier bleiben würde. Komme was wolle. Vivian schein vollkommen in Ordnung zu sein und ihre andere Mitbewohnerin war sicher auch in Ordnung und freundlich. Da hatte die Braunhaarige mittlerweile keinen Zweifel mehr.
Das anfängliche Lächeln der Blondine verschwand wieder so schnell, wie es gekommen war. Irgendwie schade, denn Vivian sah sehr hübsch mit einem Lächeln im Gesicht aus. Ob es einen Grund hatte, warum sie sich fast mechanisch bewegte? Skadi traute sich eigentlich nicht zu fragen, vielleicht würde das auf ein späteres in der Zukunft liegendes Gespräch fallen. Wäre auf jeden Fall besser als jetzt. Im Moment waren die allgemeinen Fragen auch von Wichtigkeit, wie diese, die Skadi ihrer Mitbewohnerin gestellt hatte. Doch im selben Moment, in dem sie diese ausgesprochen hatte, bemerkte die Norwegerin, dass sie die Blondine damit bei ihrer Tätigkeit, der sie nachkommen wollte, unterbrach. Ob sie ihr überhaupt eine Antwort geben würde? Die Luchsin wäre ihr nicht böse gewesen, wenn Vivian ihr nicht antworten, sondern ihrer Arbeit nachgehen wollte. Doch zum Glück kam es anders und die Braunhaarige erhielt ihre Antworten. Dass sie schon ihr Leben lang hier auf der Insel war, wunderte die Luchsin ein wenig. Alle hier schienen eher offen und kontaktfreudig zu sein. Vivian wirkte dagegen eher zurückhaltend. Aber vielleicht war sie einfach so schon von ihrem Charakter her so. Als die Mitbewohnerin dann von ihren Hobbies sprach, staunte die Luchsin nicht schlecht. Für einen Wander- beziehungsweise Gartenmenschen hätte sie die Blondine nicht gehalten. Das heißt aber nicht, dass sie es nicht gut fand. Im Gegenteil. Skadi fand es sehr gut, dass das Mädchen sich so in der Natur verausgabte. So etwas konnte nicht nur dem Körper gut tun, sondern auch der Seele. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf den Lippen der Braunhaarigen. Sie freute sich, dass ihre Mitbewohnerin auch noch sehr Naturnah war. „Also ich find es voll gut, dass du dich sehr viel in der Natur aufhaltest. Das tut auch gut. Gerade Wandern ist eigentlich eine echt tolle Beschäftigung“, antwortete sie dem Mädchen mit dem sanften Lächeln im Gesicht.
Kurze Zeit später gab dann Vivian die Frage nach der Familie an die Norwegerin zurück. „Hm… also eine Familie besitze ich, ja. Ich hab nur meine Eltern, also keine Geschwister oder so. Ich hab auch immer in Norwegen gelebt, bis jetzt natürlich“, antwortete sie dem Mädchen. Warum sie ihr diese Frage zur Familie stellte, wusste die Braunhaarige nicht, aber da Vivian freundlich war, ging die Norwegerin davon aus, dass sie ihr diese stellen konnte. „Warum fragst du denn? Hast du auch eine Familie?“, fügte sie danach noch mit an. Ob sie einen wunden Punkt treffen könnte, daran hatte die Braunhaarige in diesem Moment nicht gedacht.




Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi - Seite 7 Hori_s13
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Vivian

Vivian Edwards

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Vivian Edwards

Vivian
25. Juni 2015, Abend
mit @Skadi

Eine Solche Reaktion war für Vivian relativ ungewohnt. Zustimmung für ihre Aktivitäten hatten ihr bislang nur sehr wenige Individuen zukommen lassen. Meistens war es Arata, der sie für ihre Aktivitäten lobte oder unbedingt mal daran teilnehmen wollte. Doch zu welchem Grad man den Weißhaarigen dazuzählen konnte war immer fraglich. Immerhin suchte er aus offensichtlichen Gründen die Nähe der Engelin. Jetzt vielleicht sogar noch mehr als jemals zuvor. „Es freut mich, dass du so darüber denkst.“, brachte sie einen kleinen Ausdruck des Dankes in den Pausen von Skadi unter und erwiderte das Lächeln der braunhaarigen Dame vor sich mit einem leichten Zucken der Mundwinkel. Insgeheim keimte in ihren Gedanken die Frage auf, ob auch Skadi eine gewisse Affinität für die Natur und ihre Vielseitigkeit hatte. Allerdings hatte Vivian noch viel zu wenig Anhaltspunkte, um wirklich zu einer Schlussfolgerung zu gelangen. Außer ihren visuellen Beobachtungen vermochte die Blondine ziemlich wenig sicher behaupten zu können. Außerdem gab es da ja noch ihren kleinen Gedankenblitz.
Genau diesem widmete sich ihre neue Zimmergenossin auch gleich mit größter Leidenschaft. Vivian konnte die Freude in ihrer Stimme ausmachen, als sie ihre Aussagen speziell der einen Familie widmete. „Ich verstehe.“, äußerte sie sich sanften Tones und nickte dabei leicht mit ihrem Kopf nach vorne. Ob sie es auch so gut hatte wie Arata, bevor das Schicksal ihm diesen Anker entriss? Sie erinnerte sich noch genau an seine fröhliche Art, bevor es dann komplett ins Gegenteil umschlug. Eine Bindung, die sie bis heute nicht wirklich nachvollziehen kann. Generell fiel ihr eine gewisse Empathie bei dem Thema schwerer als bei anderen. Warum, dass konnte sie selbst nicht ausmachen. Die Rolle von Eltern wirkte in ihren Augen wie ein … Erzieher. Oder einfach nur ein Bewohner der Insel. Mit mehr konnte sie das soziale Konzept irgendwie nie Verbinden. Gemessen an ihren Erfahrungen wusste Vivian auch nicht einmal, ob sie das jemals tun wollte. Schließlich waren für sie alle Inselbewohner gleich wertvoll und selbst deren Verlust schmerzte sie so sehr wie nichts anderes auf der Welt.
 
„Nein, ich verfüge über keinerlei familiäre Bande.“, reagierte sie nur einen Bruchteil später auf die ihr gestellte Gegenfrage. Nicht einen Funken an Emotion hatte man in der sanften Tonlage vernehmen können; ebenso wenig wie Reue oder Neid ihrer neuen Bekanntschaft gegenüber. Es war ein einfacher Fakt für die Blondine; ungefähr so, wie der Tag hell war. „Man hatte mich als Kleinkind anonym in die Obhut des Wohnheims gegeben. Weder mein Ursprung, noch meine Eltern sind jemandem bekannt.“. Und dieses Wissen basierte auf purem Fragen, wann immer ihr ein Erzieher im richtigen Moment über den Weg lief. Ob man sie belog oder nicht richtig aufklärte, hatte Vivian hierbei nie wirklich hinterfragt. Aber sie sah auch schlichtweg keinen Sinn dahinter. „Ich erlaube mir allerdings hinzuzufügen, dass meine Familie aus jedem hier besteht. Sie sind, sofern sie es mir gestatten, Teil meines Lebens.“. Und sie würde ihr Leben geben um das der anderen zu schützen. Sie hatte das bereits zwei Mal unter Beweis gestellt und hatte immer noch nicht vor dies zu ändern. Klar dachte sie in den letzten Tagen ein wenig anders darüber. Aber ihre eigenen Werte einfach so verraten? Keine Chance! Ihr Wille war eisern und wie eine unumstößliche Wand. Was die Blicke türkis-blauen Augen auf Skadis Gesicht nur allzu gut widerspiegelten, während sie zwar strahlend hell, doch mit einer gewissen Leere auf die Braunhaarige blickten. Spätestens nach den ersten Schultagen würde es ihr vermutlich wie Emily gehen. Mit anderen Freunden hatte man mehr Spaß, als mit einer altertümlich eingestellten Engelin. Ein Fakt, so sehr wie der Tag hell war.
„Ich bin jederzeit Verfügbar, solltest du meiner Hilfe bedürfen. Ich bitte im Übrigen vielmals um Entschuldigung, aber ich werde mich nun nebenbei um die Vorbereitungen für den morgigen Tag widmen.“, und mit diesen Worten – und einer höflichen Verbeugung – stand die Engelin von ihrem Bett auf und begab sich zu ihrem Schreibtisch. Ihre braune Schultasche, die sich wie ein kleiner Aktenkoffer – nur irgendwie älter – daneben befand, wurde vorsichtig auf den Stuhl gestellt, während sie begann ihre Materialien für den nächsten Tag einzusortieren und dabei mit äußerster Präzision vorging. Kein Schritt wurde übersprungen; alles genaustens Überprüft und von den stechenden dreinblickenden türkis-blauen Blicken dokumentiert. Auch ein paar Schulaufgaben fanden so den Weg auf ihre Tischplatte, wo sich einmal mehr die solide Handschrift der Blondine zeigte und sogleich einen neuen Gedanken anstieß. „Verzeih meine erneute Aufdringlichkeit. Verfügst du für den morgigen Tag über Schreibzeug und Papier?“


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Skadi

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Skadi
25. Juni 2015, Abend
mit @Vivian Edwards


Das Thema Hobbies wurde sehr schnell von der Familie abgelöst. Vielleicht ein wenig zu schnell, denn die Blondine fragte gar nicht nach ihren Hobbies. Aber vielleicht wollte sie es ja auch gar nicht wissen, oder sie traute sich nicht zu fragen. Es gab einige Möglichkeiten, warum sie die Norwegerin nicht fragte, aber darüber wollte sie eigentlich auch nicht weiter nachdenken, denn es war ja auch nicht so wichtig. Irgendwann würden die beiden sicher wieder über ihre Hobbies reden und dann konnte die Luchsin ja von sich mehr erzählen. Vivian wirkte sowieso eher wie eine schüchterne Person, die sich nicht so wirklich traute Fragen zu stellen, obwohl sie mit der Frage zur Familie gerade das Gegenteil bewies. Vielleicht hatte sie für diese Frage ja einen Grund. Egal was es war, die Braunhaarige war froh, dass kein peinliches Schweigen zwischen den beiden auftrat. Sowas war immer unangenehm und die Personen waren der Meinung, dass sie dies mit belanglosen Themen wieder wett machen mussten. Echt furchtbar. Sowas mochte die Gestaltenwandlerin nicht, aber wer mochte so etwas schon? Sie kannte keine Person, die das gern hatte. Aber das war jetzt nicht so wichtig.
Als Skadi die Frage dann ihrer Mitbewohnerin zurückgab, klärte sie diese darüber genaustens aus. Es war schon traurig und furchtbar, dass die Blondine über keine wirkliche Familie verfügte, aber es freute die Norwegerin sehr, dass jeder hier im Wohnheim dafür ihre Familie war. Es war wirklich süß von Vivian, dass sie so über alle hier dachte und eventuell auch über die Luchsin. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf den Lippen von Skadi. „Es ist schön, dass du deine Familie hier in jedem einzeln gefunden hast“, antwortete sie dem Mädchen. Ein Hauch von Traurigkeit konnte die Norwegerin jedoch nicht verbergen, denn es war zeitgleich auch traurig, dass Vivian ein Waisenkind war. Die Braunhaarige konnte sich gar nicht vorstellen, wie es sein musste eine Waise zu sein. Ob sie dann glücklich wäre oder nicht, konnte sie nicht beurteilen. Trotzdem war die Erkenntnis über Vivians Familienzustand doch auch traurig. Ob Skadi sie an diese traurige Sache nun mit ihrer Gegenfrage vollständig erinnert hatte? Sie hoffte nicht, denn dass ihre Mitbewohnerin nun in Traurigkeit versank, das wollte sie auf keinen Fall nicht. Die Gestaltenwandlerin setzte sich deswegen auf und stand auf. Gerade, als die Braunhaarigen mit leicht offenen Armen zu ihrer Mitbewohnerin gehen wollte, um diese zu umarmen, verkündete sie, dass sie sich nun für die Vorbereitungen für morgen widmen wollte. Mit überraschtem Blick blieb Skadi in der Bewegung stehen und ließ ihre Arme fallen. „Klar, kein Problem. Mach ruhig“, antwortete sie ihr und kratzte sich am Hinterkopf. Da hatte die Norwegerin wohl alle Zeichen falsch gedeutet. Well… Shit Happens… Oder so ähnlich. Ein wenig peinlich berührt von dieser Situation, setzte sie sich wieder auf ihr Bett und ließ sich nach hinten fallen. Ein tiefer Seufzer entkam ihr bevor sie sich auf die Seite drehte und in der Embryostellung einfach nur da lag und nichts sagte. Das peinliche Schweigen war nun zwischen den beiden eingekehrt. Skadi wusste nun wirklich nicht, was sie tun sollte. Immerhin wollte sie Vivian nicht stören und es wirkte gerade so, als ob sie sie gestört hatte. Deswegen blieb die Luchsin einfach leise. Sie empfand es als die beste Alternative. Sie schloss ihre Augen und lauschte der Stille. Doch dann, wie aus dem Nichts, sprach Vivian wieder die Gestaltenwandlerin an. Skadi riss ihre Augen auf und überlegte kurz. Hatte sie ihre Schulsachen eingepackt? Eigentlich schon. Hoffentlich hatte sie auch nichts vergessen. „Moment….“, sagte sie zu Vivian kurz. Die Braunhaarige setzte sich auf und ging gleich darauf in die Richtung ihrer Sachen. Dort durchwühlte sie alles, bis sie ihre Schulsachen fand. „Jap ich habe alles, denke ich. Einen Laptop oder so braucht man hier ja nicht, oder?“, fragte sie Vivian nochmals, denn ob dieser zur Schulausrüstung hier gehörte, wusste sie ja nicht. Währenddessen machte es die Braunhaarige ihrer Mitbewohnerin nach und nahm ihren Rucksack her, den sie für den Unterricht gedacht hatte und fing an ihren Block und Stifte einzupacken.




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Vivian

Vivian Edwards

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Vivian Edwards

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25. Juni 2015, Abend
mit @Skadi

Wie sehr Vivian ihrer Zimmergenossin eigentlich im vorherigen Moment vor den Kopf gestoßen hatte, bemerkte sie schlichtweg nicht. Immerhin verbrachte sie nicht fünf ganze Minuten damit jede Aktion der anderen auseinander zu bröseln, genaustens zu analysieren und am Ende wieder zusammenzufügen. Nein, so ein komplexes Vorgehen war der Engelin gänzlich fremd. Sie drehte sich ja nicht einmal wirklich zu Skadi um, als sie ihre Tasche für den morgigen Tag organisierte. Es waren Momente wie diese, welche das Zusammenleben mit Vivian immer etwas merkwürdig wirken ließen. Während andere irgendwie immer etwas zu bereden hatten, lachten, oder leichte Dummheiten anstellten, ging die Engelin still ihrer Arbeit nach. Wieso etwas kommunizieren, wenn keine Notwendigkeit bestand? Es war also wenig verwunderlich, dass Vivian erst am Ende ihrer Organisation mit einer weiteren Frage aufwartete. Doch zu diesem Zeitpunkt war die ganze Szenerie mit Skadi schon lange vorbei. Neutral schauten die türkis-blauen Augen auf die nun fast zusammengerollte junge Dame auf ihrem Bett.
Die Pose weckte unschöne Erinnerungen in Vivian. Rauch, Schutt, Panik; alles Wahrnehmungen, die sich mit diesem Schauspiel Skadis wieder vor ihrem inneren Auge manifestierten und einen kleinen Moment lang zum leben erwachten. Ihre Hand zuckte für einen Moment instinktiv zusammen, als ob sie irgendeinen Gegenstand fest umklammern würde. Dann – nur einen winzigen Augenblick später – war schon wieder alles vorbei. Langsam folgten die Seelenspiegel der Engelin ihrer Mitbewohnerin durch den Raum, bis auch sie bei ihrer Tasche angekommen war und anfing ihre Sachen heraus zu kramen. Zumindest schien die brünette Dame sehr organisiert zu sein. Obwohl ihre Suchaktion erst vor wenigen Sekunden begonnen hatte, folgte schon wenig später die gewünschte Antwort.
„Das ist sehr erfreulich. Danke, für die Auskunft.“, folgte es erneut höflich mit einem kleinen Nicken ihres Kopfes. So musste sie ihrer neuen Begegnung zumindest für morgen keines ihrer Dinge ausleihen. Wobei fraglich war ob Skadi mit einem Füller überhaupt etwas anzufangen wusste. Vivian achtete zwar nicht so sehr auf die Trends dieser Tage, aber einen richtigen Füllfederhalter – wie sie einen besaß – konnte irgendwie niemand mehr sein Eigen nennen. Die Fähigkeit einer klaren und grazilen Schreibschrift mal ganz außenvorgelassen. „Die Notwendigkeit eines tragbaren Computers ist meines Wissens nicht gegeben. Ich erlaube mir dennoch darauf zu verweisen, dass es mitunter zur Nutzung eines Mobiltelefons im Kontext des Unterrichts kommen kann.“. erwiderte sie umgehend und verbarg damit ungewollt ihre Verwunderung über die Erwähnung solch eines mobilen Computers. Bisher war ihr noch niemand im Wohnheim mit einer solchen Maschine untergekommen. Warum auch? Es gab in der Bücherei feste Computer zum Recherchieren und für den Rest gab es – zumindest laut den anderen – das „Smartphone“. Die Blondine tendierte dort eher zu Büchern und ihren eigenen Erfahrungswerten, was nicht zuletzt ihrer altmodischen Ader geschuldet war. Das ständige starren auf einen Bildschirm etikettierte die gebürtige Isolanerin schlichtweg als unhöflich. Was vermutlich auch daran lag, dass sie nicht viele Leute hatte, die sie liebend gerne antexten wollten. Das allerdings ist eine ganz andere Baustelle.  
 
Die momentane Situation verlangte Vivian nämlich nicht mehr sonderlich viel ab. Da sie früher begonnen hatte, war ihre Schultasche auch schneller organisiert als erwartet. Mit einem leicht dumpfen Geräusch setzte die Engelin diese neben ihrem Schreibtischstuhl ab und hielt einen kurzen Moment inne. Gedanklich ratterte sie noch einmal eine Art Checkliste ab, dann konnte es weitergehen. Einen Moment lang begutachtete sie noch ihre neue Mitbewohnerin, ob diese nicht doch irgendwelche unausgesprochenen Probleme hatte. "Sollte noch etwas sein, so zögere nicht, zu fragen.", warf sie als Randbemerkung noch in ihre Richtung. Im Anschluss dazu setzte sich Vivian aber schon wohl gesittet auf ihren Stuhl und nahm sich eines der Bücher, welche sie zuvor mit aus der Tasche geholt hatte. 
Es hatte einen alten und leicht ledrigen Einband, während die Seiten einen leicht gelblichen Ton aufwiesen. Man musste nicht lange überlegen, um das Alter dieses Literaturwerkes zu erkennen. Die aufgeschlagene Seite verriet allerdings, dass es auch für die Engelin eine unbekannte Erfahrung darstellte. Sie startete nämlich auf der ersten Seite, wo der Titel „Faust. Eine Tragödie.“ niedergeschrieben war. Darunter – in gezackten Buchstaben – fand sich der Name des Autors: „Johann Wolfgang von Goethe“. Ohne Zweifel nicht die beste Informationsquelle, wenn man sich zum Thema Liebe belesen wollte. Aber man konnte eben nicht immer hoffen, dass die Bibliotheksmitarbeiter Experten in Sachen Kompetenzvermittlung waren. Besonders, wenn es um ein Thema ging, was ansonsten jeder irgendwo beherrschte. Vermutlich hatte Vivians bloße Frage die Existenz von Shakespeare und Konsorten komplett aus deren Köpfen gefegt, weil sie den Tempus ihrer Frage immer noch am Rekonstruieren waren.  Aber naja … nun saß sie da und erhoffte sich neue Erkenntnisse im Umgang damit. Da sie mit Worten eh besser umgehen konnte, war der Ansatz vermutlich auch gar nicht so schlecht …


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Skadi

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Skadi
25. Juni 2015, Abend
mit @Vivian Edwards


Nachdem Skadi nachgesehen hatte, ob sie auch alle Schulsachen hatte, war sie doch froh um ihre blonde Mitbewohnerin. Sie stellte sich vor, wie sie morgen aufgewacht wäre und dann noch in den letzten Sekunden, bevor sie gehen musste, nervös geworden wäre, weil sie nicht mehr wusste, wo ihre ganzen Schulsachen waren. Das wäre sicherlich ein stressiger Morgen für die Luchsin geworden, doch zum Glück wurde sie davon verschont. Ihre ganze Tasche mit den Sachen stellte sie zu dem einem Tisch, der wohl ihr gehören musste. Daran würde sich Skadi im Halbschlaf sicher noch erinnern… Hoffentlich… Aber egal, das würde das Problem von Morgen werden.
Die Frage auf den Computer verneinte Vivian. Dafür würde sie eventuell mal das Handy benötigen. Die Braunhaarige nickte. „Ok, das Handy hab ich eh immer bei…“, fing sie an zu sprechen und unterbrach sich selbst, als sie ihre Hosentaschen abklopfte und nach ihrem Smartphone suchte. Aber es war leider nicht da, wo es sonst war. „Huh?“, gab sie nur von sich. In ihren Hosentaschen war das Handy nicht. Wo konnte es denn nur hin sein? Im Auto von der Direktorin hatte sie es ja noch! Hatte sie es eventuell in diesem gelben Auto vergessen? Das konnte sich Skadi nicht vorstellen. Sie fing an ihre restlichen Sachen zu durchwühlen. „Irgendwo hier muss doch mein Handy sein…“, murmelte sie nur vor sich hin. Aber sie fand es einfach nicht mehr. Ob man es ihrer Unordnung zuschreiben konnte, war jedem sich selbst überlassen. Die Norwegerin wurde jedenfalls langsam aber sicher nervös. Ihre Hände begannen zu zittern. Verdammt, wo hatte sie dieses dumme elektronische Ding nur hingetan?! Anrufen würde auch nichts bringen, denn Skadi hatte ihr Handy, wie so oft, auf lautlos. Tja, sie hatte sich selbst wohl eine Grube gegraben. Für ein neues hatte die Braunhaarige hier auch kein Geld. Durch ihre Nervosität bemerkte die Luchsin gar nicht das Angebot, dass ihr Vivian mittlerweile gemacht hatte. Skadi blickte viel eher nervös im Raum umher und ging dabei auf und ab. Ihre Hände wurden schon langsam schwitzig. Irgendwo hier musste es doch… Ein Blick auf ihr Bett, verriet die Position des Handys zum Glück sofort. Ein erleichterter Seufzer entkam der Braunhaarigen. Sie war froh, dass sie ihr Handy wieder in ihren Händen hielt. Sofort schaltete sie es auf laut, damit das nicht noch einmal passieren konnte.
Als die Norwegerin dann wieder zu ihrer Mitbewohnerin blickte, bemerkte sie, dass diese angefangen hatte ein altes Buch zu lesen. Der Titel sagte der Luchsin tatsächlich etwas. Auch sie musste dieses Buch schon einmal in der Schule lesen. Den Inhalt kannte sie aber nicht mehr, dafür war es zu lange her. „Warum liest du denn Faust?“, fragte sie Vivian. Eventuell war es ja eine Art Hausaufgabe, die das Mädchen hatte oder so. Gespannt wartete sie auf ihre Antwort und sah sie von ihrem Bett aus sitzend gespannt an.




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25. Juni 2015, Abend
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Die Sorgen um das abhandengekommene Mobiltelefon verfehlten die Engelin um eine gutes Stück. Nur begrenzt nahm sie die Geräusche hinter sich wahr, welche als Kramen und umherschieben von Sachen interpretiert wurde. Logisch, dachte sich Vivian. Immerhin war Skadi erst jetzt angekommen und hatte sicherlich noch die ein oder anderen Sachen zu verstauen. Nicht alles fand schließlich im großen Kleiderschrank des Zimmers seinen Platz. Manche Dinge mussten einfach im Nachttisch, oder unter dem Bett verstaut werden. Vielleicht war es ihr auch einfach zu unangenehm das Zimmer so steril vorzufinden und sie machte sich bereits jetzt daran diesen Räumlichkeiten ihren Stempel aufzudrücken. Die früheren Mitbewohnerinnen – also die vor Emily – hatten dies dann mit Postern oder kleineren Bildern gemacht. Dabei waren nicht alle Motive durchweg vernünftig. Die türlis-blauen Augen hatten eine ganze Strecke an Eindrücken gesammelt, wozu neben Panoramen – oder Momentaufnahmen von Pferden – auch die größten Idole der Mädchen zählten. Ein halbnacktes Foto von irgendeinem Schauspieler wäre also keine Weltneuheit für die Engelin gewesen. Auch wenn ihr der Sinn eines solchen Abbildes immer noch mehr Fragen aufwarf als er beantwortete. Demzufolge verschob Vivian dieses Gedankenspiel wieder in die hinteren Regionen ihres Kopfes und widmete sich dem Anfang ihres alten Wälzers…
 
Während sie dort saß und langsam mit ihrem Finger die Zeilen der ersten Seite entlangwanderte, verstummten die Geräusche im Hintergrund fast vollständig. Vivian vernahm ein leichtes Knarzen, welches dem Bett im Zimmer zuzuordnen war und schlussfolgerte dadurch, dass Skadi sich wohl erneut hingelegt hatte. Sich umdrehen, um es für sich selbst nochmals zu bestätigen, tat die Engelin allerdings nicht.
Bücher übten schon immer eine gewisse Faszination aus und zogen die Blondine gänzlich in ihren Bann. Die Art, wie sie mit Wörtern spielten, verschiedenen Synonyme nutzten und mit Verbildlichungen versuchten eine gewisse Bedeutung zu erschaffen … das war wahre Kunst. Eine von der Vivian noch weit entfernt war, wie man an vielen Stellen ihrer Briefe unschwer erkennen konnte. Ihr Wortschatz war dabei auch nicht unbedingt das Problem. Sie kannte viele Begriffe, welche andere wohl erstmal im Wörterbuch nachschlagen mussten. Was ihr fehlte war … emotionale Ästhetik. Um etwas zu beschreiben, musste man es verstehen … und das tat Vivian noch nicht. Aus ihrem emotionalen Flickenteppich war noch kein vollendetes Stück Stoff geworden.
Doch plötzlich hielt der Finger am Ende eines Satzes inne. Skadis Frage war in gewisser Weise überraschend für die Blondine, ging sie nicht davon aus so genau unter Beobachtung zu stehen. „Ich habe mir dieses Buch ausgeliehen, um mir die Bedeutung von Liebe näherzubringen.“, erklärte sie sich mit einem sanften Ton und schob ihren Stuhl leicht nach hinten, damit sie Skadi vernünftig ins Gesicht sehen konnte. Einen kurzen Moment lang musterten ihre türkis-blauen Augen, welche sich im licht des Zimmers leicht erhellten, das Gesicht ihrer Zimmergenossin, dann öffneten sich ihre Lippen ein weiteres Mal.
„Man sagte mir, es wäre die beste Wahl, da es sich intensiv mit diesen Emotionen befassen würde und so einen guten Einblick gewährt.“, und ihre Blicke wanderten einen kurzen Moment zu dem bereits geöffneten Buch hinüber, „Allerdings ist mir nicht entgangen dass diese im Buch hervorgehobenen Passagen nicht zwangsläufig am Anfang niedergeschrieben sind. Es könnte mich, so befürchte ich momentan, durchaus einiges an Zeit kosten.“. Mal ganz abgesehen von dem Fakt, dass Faust in ungefähr auf dem gleichen kryptischen Niveau angesiedelt war wie Vivians Gedanken. So bildete sich die Blondine eventuell auch gerade ein, dass Skadi eventuell schon besser über das Buch bescheid wusste als sie selbst. Die reine Formulierung der Frage brachte die so wortempfindliche Engelin zu dieser Schlussfolgerung. Also eventuell konnte sie sich ja das ganze Lesen dieses Buches ersparen und sich anderer Literatur widmen. Vielleicht etwas expliziterer, wenn sie schon mal dabei war. 
„Dürfte ich mir die Frage erlauben, ob du mir stellen ausweisen kannst, wo es eventuell um Handlungen solchen Ursprungs geht? Du wirkst, wenn ich mir diese Anmaßung zurechtlegen darf, so, als ob du dieses Buch bereits gelesen hast.“. Und somit hatte Skadi es sicherlich auch verstanden. Sie war immerhin kein emotionaler Stein, so wie sie selbst. „Sollte das zu viel verlangt sein, würde es mir genügen deine Definition von Liebe zu hören.“, und ihre Blicke insistierten quasi schon darauf, dass ihre neue Mitbewohnerin entweder die erste- oder zweite Antwort wählen würde. Es war wirklich enorm wichtig für sie einen Anhaltspunkt diesbezüglich zu bekommen. Selbst, wenn es nur ein kleiner Schnipsel war, der ihr helfen würde das in ihr herrschende Chaos besser zuzuordnen und verstehen zu können. Leider fragte sie da gerade etwas, was selbst Erwachsene nicht wirklich festlegen konnten und somit ein tief verwurzeltes philosophisches Problem darstellte. Was hatte es also auf sich, mit dieser Liebe?


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Skadi

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Skadi
25. Juni 2015, Abend
mit @Vivian Edwards


Dass Skadi ihr Handy suchte, ging an der Mitbewohnerin vorbei, wie eine Wolke am Himmel. Vielleicht war es Absicht, vielleicht war sie wirklich gedanklich ein wenig abgelenkt. Wer wusste das schon. Schön wäre auf jeden Fall gewesen, wenn sie ihr geholfen hätte. Aber man konnte ja nicht immer alles im Leben haben. Also suchte die Luchsin selbst weiter nach ihrem Handy. Zum Glück fand sie dieses auch nach kurzer Zeit. Die Erleichterung stand ihr wahrscheinlich ins Gesicht geschrieben. Niemand verlor gerne sein Handy. Das gehörte für die Norwegerin heutzutage zur Grundausstattung und musste immer dabei sein. Ohne dieses nette Gerät würde sie niemals das Zimmer verlassen. Ob Vivian auch so eine Person war? Sie wirkte nicht so, aber es könnte trotzdem möglich sein.
Die Frage, warum die Blondine sich auf Faust gestürzt hatte, beantwortete sie zum Glück sogleich und ließ die Braunhaarige nicht lange im Dunkeln tappen. Der Grund war die Liebe? Verwirrt sah Skadi ihre Mitbewohnerin an. Hatte Faust wirklich etwas mit Liebe zu tun? Im Prinzip zwar schon, aber… naja, da gab es sicherlich bessere Bücher als Faust oder etwa nicht? Laut Vivians Informant anscheinend nicht. Hm… Die Luchsin versuchte sich daran zu erinnern, ob es überhaupt Passagen gab, an denen es wirklich um die Liebe ging. Tatsächlich fiel ihr wieder eine Szene ein und bevor sie noch etwa sagen konnte, meldete sich Vivian zu Wort. Die Norwegerin hörte ihr zu und nickte zustimmend. „Hm… ja, also ich finde Faust keine passende Wahl, aber ich habe mich gerade daran erinnert, dass es tatsächlich auch um die Liebe geht. Bei der Hexenküche war das, soviel ich weiß. Aber bis du dahin kommst, musst du wohl noch einiges lesen“, klärte sie das Mädchen auf. Eigentlich wollte Skadi nicht über die Liebe reden. Sie hatte keine guten Erinnerungen daran und würde ihrer Mitbewohnerin wahrscheinlich nicht weiter helfen können. Höchstens solche Dinge wie: Lauf weg, Verlieb dich niemals, Herzschmerz tut weh, würde sie ihr sagen können. Aber die Braunhaarige wollte ihr keine Angst machen, deshalb blieb sie erstmal stumm. Skadi musste überlegen, was sie sagen könnte. Sie musste sich an die Zeit erinnern, in der sie in Arvid verliebt war, um Vivian zu helfen. Was hatte sie denn daraus gelernt? Verlieb dich niemals in irgendjemand, denn es wird am Ende weh tun. Sie schüttelte ihren Kopf, denn solche Gedanken musste sie nun unbedingt vermeiden. „Ähm.. die Liebe… Hm…? Ja… also… wie soll ich da anfangen?“, fragte sie zwar laut, dies galt aber eher sich selbst, als ihrer Mitbewohnerin. „Die Liebe kann sowohl einfach als auch kompliziert sein. Mit den Gefühlen ist das nämlich so eine Sache“, fing Skadi an zu reden und hielt inne. Was wollte sie ihr damit nur sagen? Dass die Liebe ein einziger Reinfall war? Dass alles sehr kompliziert war? Natürlich wollte sie ihr die Wahrheit sagen, aber dies nicht so direkt, wie sie es sonst wahrscheinlich getan hätte. „Die Gefühle sind nicht einfach einzuordnen. Manche Menschen merken es am Anfang auch nicht, dass sie verliebt sind. Ich für meinen Teil war immer glücklich, als ich in der Nähe von meinem Schwarm war, bekam Herzrasen, bekam schwitzige Hände, konnte nichts zu ihm sagen und grinste nur vor mich hin. Bei jeder Person sieht das eben anders aus. Man fühlt sich dann einfach zu der Person hingezogen, möchte diese mal berühren, diese ist einem auch sehr wichtig und man versucht alles für das Wohlergehen dieser Person“, fügte sie anschließend noch an. Ja, so würde die Norwegerin die Liebe beschreiben. Ohne den Aspekt, dass es auch nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen gab. Das war ja nicht die Frage, auch wenn die Luchsin zu diesem Thema viel mehr hätte erzählen können. „Aber das alles ist nur meine Auffassung von diesem Begriff. Wenn du jemanden anderen fragst, dann wird er manche Dinge eventuell auch so sehen und andere wiederum nicht“, erklärte die Norwegerin abschließend noch. Schon seltsam, dass es keine einheitliche Definition zu diesem Thema gab, aber dass die Braunhaarige jetzt schon mit sowas konfrontiert werden würde, hatte sie auch nicht gedacht. Egal, solang sie ihrer Mitbewohnerin damit einigermaßen helfen konnte. Doch warum genau wollte Vivian dies überhaupt wissen? Gab es dafür einen speziellen Grund, oder jemand spezielles? Die Neugier hatte die Gestaltenwandlerin nun noch gepackt. Sie biss sich auf die Zunge, weil sie diese Frage nicht stellen wollte, aber ihr Mundwerk ignorierte diese Aktion und fragte einfach darauf los. „Warum willst du das eigentlich wissen? Bist du verliebt?“, fragte sie nun endlich, um ihre Neugier zu befriedigen. Ob ihr Vivian auch antworten würde, um ihrer Neugier ein Ende zu setzen?




Zimmer Nr. 103 [Dreierzimmer] - Vivian, Skadi - Seite 7 Hori_s13
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Vivian

Vivian Edwards

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Vivian Edwards

Vivian
25. Juni 2015, Abend
mit @Skadi

Vivian hatte das Lesen einen kurzen Moment aufgegeben. Stattdessen war ihre Aufmerksamkeit wieder vollständig zu Skadi hinüberwandert und wartete jetzt – vermutlich etwas zu gespannt – auf Antworten. Vielleicht spielte auch einfach die Hoffnung von vorhin mit hinein, dass ganze Buch nicht selbstständig nach diesen Passagen durchforsten zu müssen. Verbunden mit der Gefahr relevante Stellen einfach zu ignorieren, weil sie in dem Moment gar nicht wusste, wie man besagte Zeilen eigentlich zu interpretieren hatte.
Allerdings folgte auf ihre so präzise gewählten Worte ein Moment großer Ernüchterung. Faust sei, so die Worte ihrer brünetten Zimmergenossin, kein gutes Werk für eine solche Thematik. Ergo: Es war ungeeignet für weitere Studien zu dem Thema. Einen kleinen Moment lang wandte die Engelin den Blick ab und kehrte noch einmal zu den Zeilen im Buch zurück. „Ich verstehe.“, äußerte sich die junge Frau knapp und schloss leicht enttäuscht den alten Wälzer. Wagte sich aber nicht ihn schon wieder zurück auf den Tisch zu legen. Stattdessen verblieb das Buch auf ihrem Schoss und wurde schützend von ihren beiden Händen bedeckt. Fast so, als ob ein kleiner Teil von ihr trotzdem noch an der potentiellen Liebeserklärung innerhalb dieser Seiten festhalten wollte. Trotzdem war die Lust, jetzt noch darin nachzusehen, sehr … begrenzt. Umso mehr stieg also die Hoffnung von Skadi eine andere, besser passende Antwort zu bekommen – und die Blondine sollte nicht enttäuscht werden.

Gedanklich notierte sich Vivian die einzelnen Schlagworte. Einfach und Kompliziert waren die ersten wirklich prägnanten Worte. Dicht gefolgt von der unterbewussten Natur der Liebe. Man merkte es am Anfang nicht? Aber wann merkte man es dann? Und – was noch viel wichtiger war – konnte man es dann überhaupt merken? Skadi schob die Liebesprognose auf Sachen wie Herzrasen, Glückgefühle und schwitzige Hände. Gerade bei Letzterem hob Vivian ihre linke Hand etwas in die Höhe und betrachtete den braunen Handschuh mit einer sehr merkwürdigen Sorgfalt. Wie sollte sie schwitzige Hände erleben, wenn sie es schlichtweg nicht mehr konnte?
Ihre türkis-blauen Augen suchten nach Skadi. Das konnten doch noch nicht alle Sachen sein, oder? Noch mehr als vorher klebte Vivians Aufmerksamkeit an den Lippen ihrer Mitbewohnerin. Zu ihrer Erleichterung folgte auch hier noch etwas und erweiterte die Liste von den möglichen Indizien um weitere drei Punkte. Wohlergehen, Anziehung und Berührungen. Das waren schon eher Sachen mit denen die Blondine etwas anfangen konnte. Alles drei war in Aratas Gegenwart – mehr oder weniger – vorhanden. Sie war gerne bei ihm, auch einfach nur so. Ebenso wie sein Wohlergehen immer eine ihrer obersten Prioritäten war. Was die Berührungen anging … sie wusste es nicht so wirklich. In manchen Situationen war da so ein Bedürfnis nach ihm, aber dann doch irgendwie auch wieder nicht. Besonders nach dem heutigen Morgen fühlte sie sich, als ob das erst einmal genug Berührung für die ganze nächste Woche gewesen war. Allerdings fühlte sich auch das nicht wirklich richtig an. Vivian war verwirrt und das Chaos nahm nicht ab, es wurde größer. Da half auch Skadis Kommentar nicht weiter, dass Zuneigung und Liebe für jeden auch etwas anderes waren.
Vivians Gedanken stellten sich quer, während sie, an ihrer Zimmergenossin vorbei, an die Wand schaute. Sie verstand es immer noch nicht. Selbst nach dieser ganzen Erklärung schwebte immer noch ein großes dickes Fragezeichen in ihrem Kopf, welches partout nicht verschwinden wollte. War sie überhaupt fähig dazu diese Emotion zu empfinden und machte sich – oder Arata – nur etwas vor? Schmerz machte sich im linken Teil ihrer Brust bemerkbar, als diese Gedanken vollständig in ihr Bewusstsein sickerten. Wie ein Tropfen Tinte in einem Wasserglas breiteten sich die Schlieren ihrer These aus und vergifteten das sonst so ausgeglichene und ruhige Gemüt der Engelin.

Erst als Skadis Stimme um ihre Aufmerksamkeit warb und Vivians Blicke dazu bewegten sich wieder auf das Gesicht vor ihr zu fokussieren. Einen Moment lang schaute sie ihrer Gesprächspartnerin wortlos in die Augen, als wäre ein innerlicher Teil gerade aus ihrem Körper entwichen und weigerte sich zurückzukommen. Die Hände auf dem Buch hatten sich im Affekt der Situation zu Fäusten geballt und ließen ganz leise das Geräusch aneinanderreibenden Stoffes vernehmen. Die Mischung aus Ruhe und Wut war … faszinierend. „Ich bedauere …“, sammelte sie ihre letzte Kraft zusammen um nicht aus ihrem Muster zu fallen, „… es missfällt mir, dies zuzugeben, doch ich kann es nicht mit klarer Sicherheit beantworten.“. Eine Aussage die ihr vermutlich gerade mehr Schmerz bereitete, als man es ihren neutralen Gesichtszügen gerade ansehen konnte. Sie hatte das Bedürfnis alleine zu sein. Irgendwo weit ab von anderen, um diese ganzen Gedanken aus ihrem Kopf zu spülen. Sie war sich selbst auf einmal so fremd …
„Ich bitte vielmals um Verzeihung.“, wurde in sanftem Ton zu einer neuen Erklärung angesetzt, „Es ziemt sich nicht, dessen bin ich mir bewusst. Jedoch würde ich mit jeder Antwort nur Ausflüchten einen Platz gewähren.“. Womit das Buch auf ihrem Schoss nun endlich auf den Tisch gelegt wurde. Etwas geistesabwesend erhob sich der Körper Vivians, schob den Stuhl wieder an den Tisch heran und vollführte eine leichte Verbeugung. „Ich danke dir vielmals für deine Auskunft. Sie hat mir ein paar Anhaltspunkte gegeben, dessen Bedeutung ich erst ergründen muss.“, attestierte die Engelin Skadi ihre längst überfällige Dankbarkeit und bemühte sich dabei keinen Funken Wut mit einzubringen. Immerhin war es sicherlich nicht die Intention ihrer Zimmergenossin gewesen eine solche Verunsicherung in ihr auszulösen. Allem voran, weil sich Vivians Aggression allein gegen sie selbst richtete. Sie konnte ja nichts dafür, dass das Ergründen dieser Anhaltspunkte nahezu alles von ihr abverlangte - und ganz Nebenbei noch eine Existenzkrise auslöste. 
Aber was nun? Hierbleiben, wenn sie sich hier gerade mehr als nur unwohl fühlte? Sie schaute kurz zur Tür, ehe ihr Kopf sofort zu Skadi zurückschnellte. Sie sollte einfach aufhören danach zu fragen ...


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