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BeitragThema: Kindheitserinnerungen Kindheitserinnerungen EmptySa 2 Feb 2013 - 20:01
Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen 3b4b73ch

Teilnehmer: Naomi, Jona
Startort: In einem Wald, an einem Fluss
Zeitpunkt: Vor 8 Jahren
Jahreszeit: Frühling



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BeitragThema: Re: Kindheitserinnerungen Kindheitserinnerungen EmptySo 3 Feb 2013 - 9:51
Jona stand kerzengerade da, Schweif und Ohren erhoben, die Hände in die Hüfte gestemmt. Ihre vor Anstrengung roten Wangen hatte sie aufgepustet und ihre Augen funkelten wütend durch den Wald. Mit einem lauten Schnauben stieß sie dann die Luft aus, sog jene jedoch gleich wieder ein und rief: "Du Blödmann, komm endlich zurück!".
Gemeint war mit diesen Worten ihr großer Bruder Zacharias, der die Achtjährige vorgestern hier in diesem Wald zurückgelassen hatte. "Ich gehe in die nahe Stadt und besorge uns etwas zu essen.", hatte er gesagt und war seither nicht wieder aufgetaucht. "Ich habe Hunger!" Ein leichter Unterton der Verzweiflung hatte sich in ihre Stimme geschlichen. Sorgen um Zacharias machte sie sich keine, immmerhin hatte sie schon öfter und länger auf ihn warten müssen, aber ihr war furchtbar langweilig. Nachdem sie den ganzen gestrigen Tag allein in dem kleinen Fluss verbracht hatte, hatte dieser vorerst seinen Reiz verloren. Die Bäume und Blumen konnte noch so schön blühen - inzwischen waren sie für Jona nichts besonderes mehr. Zudem ging ihr der starke Blumengeruch so langsam auf die Nerven.
Wie auf Kommando musste sie in diesem Moment niesen. Das schien ihr die ganze Wut auf ihren Bruder zu nehmen und sie plumpste zwischen den Blumen zu Boden, sodass nur noch ihr Kopf mit den Öhrchen aus der Wiese herausragte. Warum beeilte Zacharias sich nicht? Ein leises Knurren ihres Magens. Auf allen Vieren krabbelte sie zum Flussufer hinab, tauchte die Hände ins Wasser und trank etwas, um ihren Magen zu füllen. Mit einem Ärmel wischte sie sich danach den Mund trocken. Abgesehen von ihrem langärmligen Hemd trug sie noch Shorts, welche Dank des Sonnenscheins nicht zu kalt waren, und hatte ein paar zerlaufene Turnschuhe, welche sie im Moment allerdings ausgezogen hatte. Die Gräser unter ihren Füßen kitzelten sie immer ein wenig; sie mochte dieses Gefühl. Zudem war es lustig barfuß zu laufen, weil Zacharias es ihr verboten hatte ("Es gibt hier so viele Bienen!"). Doch Jona war geschickt genug, den kleinen Tieren auszuweichen und da sie selbst nicht sonderlich groß war, hatte sie diese auch immer im Blick.
Seufzend, als läge die ganze Last der Welt auf ihren Schultern, ließ sie sich rückwärts ins Gras fallen. Mit ausgestreckten Armen sah sie hinauf in den blauen Himmel, der harmlos wirkte. Aber Jona roch, dass Regen in der Luft lag. "Mir ist langweilig.", murmelte sie leise.


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BeitragThema: Re: Kindheitserinnerungen Kindheitserinnerungen EmptyFr 22 Feb 2013 - 5:00
Lächelnd rannte ich von unserem Anwesen weg. Meine Eltern waren heute morgen verreist und ich hatte beschlossen ebenfalls eine kleine reise zu machen. Mein Kindermädchen war gerade am einkaufen und ich hatte ihr gesagt, dass es mir nicht so gut ginge und ich deswegen auf sie warten würde. Ein leises Kichern entwich mir, als ich daran zurückdachte, wie einfach es war sie auszutricksen. Ich hatte ein paar Süßigkeiten, ein Stück Kuchen und Limonade in meine kleine pinke Umhängetasche gepackt. Ein kleiner warmer Wind wehte mir entgegen und mein ebenfalls pinkes Kleid strich sanft um meine Beine. Mit meine Sandalen war es ein wenig schwer durch das hohe Gras zu laufen und als ich nach einiger Zeit einen Fluss entdeckte, rannte ich darauf zu und zog meine Sandalen aus. Zufrieden lief ich in das Wasser und kühlte meine Beine. Gleich neben mir befand sich eine kleine Brücke und ich beschloss nachher darauf meine Süßigkeiten zu essen. Die kleine Person, die sich ebenfalls in der Nähe des Flusses aufhielt, bemerkte ich nicht. Ein wenig hungrig setzte ich mich auf die Brücke und ließ meine Füsse baumeln. Die Süßigkeiten hatte ich vor mir ausgebreitet und sah nachdenklich darauf. "Welches soll ich zuerst essen?" Ich hielt mir einen Finger an die Lippen und verzog leicht meinen Mund. Es sah alles so lecker aus... Nach weiterem Überlegen entschied ich mich für einen Lolli. Erdbeere und Joghurt Geschmack! Das war der Beste überhaupt! Zufrieden steckte ich ihn mir in den Mund und sah verträumt in den Fluss unter mir.


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BeitragThema: Re: Kindheitserinnerungen Kindheitserinnerungen EmptySo 24 Feb 2013 - 9:20
Jona lag noch immer auf dem Rücken, versteckt von dem hohen Gras um sie herum, als sie ein leises Platschen im Fluss hörte. Begeistert weiteten sich ihre Augen, ihre Öhrchen stellten sich lauschend auf und mit Schwung richtete sie sich auf alle Viere auf. Endlich war Zacharias wieder da! Endlich etwas zu Essen und Beschäftigung!
Dass nicht ihr Bruder, sondern jemand anderes mit den Füßen im Wasser stand, bemerkte Jona erst, als sie sich fast vollständig aufgerichtet hatte und das Pink des Kleides in ihre Augen stach. Erschrocken ließ sie sich wieder zu Boden fallen, Ohren angelegt und Schweif eingeklemmt, dicht an den Boden gedrückt um ja nicht gesehen zu werden. Mist. Mich darf keiner entdecken, sonst sammeln sie mich wieder ein. Ich will nicht von Zacharias getrennt werden. Wir müssen doch noch die anderen finden., dachte sie und schloss die Augen, als ob sie dadurch unsichtbar werden würde. Diese Sachen hatte ihr großer Bruder ihr beigebracht; niemals durfte sie sich erwischen lassen, wenn er nicht bei ihr war. Sonst würden sie sich wohl nie wieder sehen.
So verharrte Jona eine Weile in dieser versteckten Haltung, bis das Platschen im Wasser aufhörte und ihr ein süßer Geruch in die Nase stieg. Mit einem Schlag öffnete sie die Augen wieder und begann leicht zu schnuppern. Dabei drehte sie den Kopf und endlich wagte sie es, sich wieder ein wenig zu erheben und durch das Gras zu der Stelle zu spähen, von der der gute Geruch kam. Dann sah sie das andere Mädchen, ein süßes pinkes Etwas, dass auf der Brücke saß. Jona duckte sich wieder hinab und wartete kurz, doch hörte sie keine Schritte. Daher davon überzeugt, dass das Mädchen dort sitzengeblieben war, lugte sie noch einmal durch das Gras. Die Füße des Mädchens baumelten in der Luft und sie sah in den Fluss hinunter. Der süße Geruch kam von den Süßigkeiten, die um die herum verteilt waren und dem Luscher in ihrem Mund. Normalerweise wäre Jona dieser Geruch zu stark gewesen, Süßigkeiten rochen und schmeckten ihr eigentlich immer zu extrem, doch im Moment war sie hungrig.
Ich bin ein Raubtier., dachte sie, um sich selbst Mut zuzusprechen. Das da drüben war auch nur ein kleines Mädchen; Jona traute sich zu, es mit ihr aufnehmen zu können. Also würde sie sich nun wie ein Raubtier verhalten und ihre Beute -die Süßigkeiten- erlegen. Noch immer auf allen Vieren schlich sie durch das hohe Gras, zog einen Bogen um sich der Brücke von der Seite nähern zu können und pirschte sich immer näher heran. Dann war sie so nah an der Brücke angekommen, dass sie aus ihrer Tarnung, dem Gras, würde hinaustreten müssen. Wenn ich ganz schnell bin..., dachte Jona und fixierte die Süßigkeiten, ...los! Sie stürmte ein paar Schritte vor, hatte gerade die Brücke betreten, als ihr Bauch mit einem Mal laut knurrte. Erschrocken blieb Jona stocksteif stehen. Warum ausgerechnet jetzt? Als ihr Bauch direkt noch einmal knurrte, lief sie tief dunkelrot an. Jona wusste nicht was sie machen sollte, starrte das andere Mädchen, nur wenige Schritte von ihr entfernt, bloß erschrocken an.



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