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Shima no Koji :: Die Stadt :: Stadtzentrum :: Yashidori 1 Wohnhaus

Yashidori 1/3/16 [frei]
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Bürgermeister Koji

Anonymous

BeitragThema: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySo 10 Mai 2015 - 18:37
Yashidori Stadtwohnung 16







Ausstattung

53m² Wohnung mit Balkon (8m²)

× Eingangsbereich    3m² | Garderobe | Schirmständer | Konsolentisch
× Offene Küche    4m² | Ältere, aber funktionierende Elektrogeräte | Küchenkästen f. Geschirr | Kein Geschirrspüler!
× Anschließendes Wohn- und Esszimmer    22m² | Esstisch + 4 Stühle | Kleines Sofa | Wohnzimmertisch | Kleiner Flachbildfernseher | Stereoanlage | Zimmerpflanzen | Klimaanlage
× Zimmer    14m² | Großes Einzelbett (1,40m) und Nachtkästchen | Kleiderschrank | Schränke f. Stauraum
× Badezimmer mit WC    10m² | Schmale Dusche  | Waschbecken | Toilette | Badezimmerschränke | Keine Waschmaschine!
× Balkon    8m² | Div. Balkonmöbel als Sitzgelegenheiten  | Hängematte | Pflanzen


Diese Wohnung befindet sich im dritten Stock des Yashidori Wohnbaus und ist mit dem Großteil seiner Räumlichkeiten zum Stadtpark ausgerichtet, auf welchen man von einem Balkon in dieser Höhe einen wunderbaren Ausblick hat. Dieses Domizil schließt direkt an die Wohnung Nr. 17 an, die Balkone beider Wohnungen sind lediglich durch eine untermannshohe Trennwand separiert. Wer im dritten Stock haust muss sich wohl oder übel darauf einstellen, dass nicht nur in den Hochsommermonaten zu fast jeder Tages- und Nachtzeit eine brütende Hitze besteht. Hoffentlich wird die Klimaanlage gut vertragen und sorgt nicht gleich nach der ersten Nacht für eine fette Erkältung!

Betritt man die Wohnung, so steht man in einem kleinen Eingangsbereich, der durch eine weitere Zimmertüre geradewegs mit dem Wohnzimmer verbunden ist. Bleibt man jedoch noch kurz im Eingangsbereich stehen, schließt rechterhand eine kleine Küche an, die über einen kleinen Bogen zu betreten ist. Die Theke der Arbeitsflächen sind zum Wohnzimmer hin geöffnet, es handelt sich bei der Küche also nicht direkt um einen eigenen, geschlossenen Raum, sondern lediglich um eine Küchennische, die man über den Eingangsbereich, oder - wenn man beweglich genugt ist - über einen Sprung über die Halbwand erreichen kann.
Der große Wohnbereich teilt sich in einen Ess-, sowie daran anschließend einen schlichten Wohnbereich. Vom Wohnzimmer aus führt eine Türe in das quadratmetermäßig bescheidene Schlafzimmer, eine weitere in ein Badezimmer mit Toilette. An die Wohnecke anschließend erreicht man durch eine große Glasschiebetür den Balkon. Sowohl Wohn-, als auch Schlafzimmer sind mit einer Klimaanlage für die unzähligen, heißen Tage auf der Insel ausgestattet.

Yashidori-au-en




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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySo 10 Mai 2015 - 21:52
Juliet Sheehan

cf.: Hafen

Ich saß an dem kleinen, Holztisch in unserer kleinen, gemütlichen Wohnung. In meinen Händen hielt ich eine weiße Tasse die mit einem Herz bedruckt war und spürte wie der warme Kakao darin meine Handflächen wärmte. Mittlerweile war der kalte Winter zwar vorbei aber ich war schon immer eine kleine Frostbeule gewesen. In Gedanken lächelte ich vor mich hin. Wir waren nun gute zwei Wochen schon auf dieser Insel und obwohl es mit Sicherheit nicht leicht war und auch nicht plötzlich leicht werden würde, fühlte ich mich doch relativ wohl in dieser Wohnung. Sie war nicht groß. Wir hatten gerade mal zwei Zimmer, von dem mein Sohn natürlich das größere bekommen hatte. Die Küche war nicht gerade groß aber reichte für uns zwei, genau so wie das Badezimmer. Das war alles war natürlich nichts in dem Vergleich zu unserem großen Haus, was wir zurück gelassen hatte aber ich mochte es hier trotzdem. Zu Weihnachten hatten wir sogar einen kleinen Tannenbaum aufgestellt und mit meinem Mann, Noahs Papa, über den Videochat bei Skype zusammen gefeiert. Auch das war schön gewesen.
Neben meiner Tasse die ich in der Hand hielt, stand ein kleiner weißer Teller mit einem Croissant, welches mit Erdbeermarmelade beschmiert war. Mein Blick schweifte langsam zur Uhr. Es war neun Uhr in der Früh, Noah würde jeden Moment aufwachen und ich müsste bald los zur Arbeit. Mit einer Hand griff ich zu meinem Frühstück, führte es zu meinem Mund und biss genüsslich ab als auch schon mein kleiner Sohnemann zur Küche hinein kam. Natürlich kam kein freundliches 'Guten Morgen, Mama', sondern gleich eine Frage die eher eine Forderung war. Ich lächelte ihn trotzdem an. "Wenn du gerne einen Fernseher möchtest, dann kannst du dir dein Taschengeld zusammen sparen und dir einen eignen kaufen." Unsere neue Wohnung war noch lange nicht fertig eingerichtet, nur die wichtigsten Sachen waren bisher vorhanden aber Noah hatten wohl eine andere Vorstellung davon was zu den wichtigen Sachen zählten. Er war ja noch ein Kind.
Ich sah zu wie er sich die Milch aus dem Kühlschrank holte und sich damit einen Kakao machte, dann setzte er sich mir gegenüber und zeigte keinerlei Tischmanieren in dem er laut aus seiner Tasse schlürfte. Ich lächelte jedoch nur und hörte dann aufmerksam seiner ganzen Fragen zu. Bei der Frage ob er schnorcheln gehen kann musste ich leicht schmunzeln. "Noah, Schatz... fürs Schnorcheln ist es leider noch zu kalt." Ich biss noch einmal von meinem Croissant ab, kaute und sah meinen Sohn dabei weiter an. "Außerdem bist du für das Schnorcheln noch viel zu klein und schmächtig, du würdest sofort von der Strömung mit gerissen werden." Erklärte ich ihm als ich meinen Mund wieder leer hatte. "Weißt du was dich stark machen würde? Ein Brötchen mit Käse oder Wurst!"Keine Ahnung ob er mir das nun glauben würde, immerhin war schon acht aber irgendwie musste ich ja versuchen das er wenigstens ein bisschen feste Nahrung zu sich nahm. "Heute muss ich ins Krankenzimmer in der Schule." Beantwortete ich seine andere Frage und schaute wieder auf die Uhr. "Und zwar in einer Stunde und natürlich kommst du mit." Wieder lächelte ich ihn an. Als wenn ich ihn alleine auf einer uns noch unbekannte Insel lassen würde.


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptyFr 15 Mai 2015 - 1:10

-Schlüüürrrrffff-
Mit zusammengezogenen Augenbrauen versuchte der kleine Blutssauger , noch die letzten Tropfen Kakao aus der Tasse zu bekommen - vergebens. Etwas trotzig hatte er schon reagiert, als seine Mutter ihm vorschlug, er könne sich doch von seinem Taschengeld einen Fernseher kaufen. Nun überlegte der Junge stark. Wie viel brauchte man wohl für so einen Fernseher? Wie viel Kakaos wären das? "Wie viel Kakaos kostet ein Fernseher?", hatte Noah seine Mutter noch mit ernster Miene gefragt. Scheinbar war es ihm doch sehr wichtig, auf diesen Teil der Unterhaltung nicht zu verzichten.
"Zu kalt?" Man konnte die Enttäuschung in der hohen, kindlichen Stimme des Jungen deutlich herauslesen. Und auch davon, dass die Strömung hier scheinbar viel zu stark war und er wohl mitgerissen werden würde, hielt Noah nicht viel. Das würde ja bedeuten, dass er nie alleine schwimmen gehen dürfte. Man sah dem Dreikäsehoch an, dass ihn hunderte von Gedanken durch den Kopf sprangen, er aber keinen davon aussprach - er wusste schon wieso. Juliet war eine zuverlässige und fürsorgliche Mutter, sie würde nie zulassen, dass ihrem Sohn etwas zu Schaden kommen würde.
"Mit Käse und WURST?", entgegnete Noah nun stattdessen angewiedert und ging nicht mehr auf die Diskussion von zuvor ein. "Mama, das sind Tiere. Du isst Tiere!", erklärte er seiner Mutter, als wüsste diese nicht, was sie tagtäglich verspeisen würde. "Niemals esse ich ein Tier!", meinte er stark und sprang dann wieder von seinem Stuhl runter - nicht, dass seine Mutter noch auf die Idee kommen würde, ihm Tiere aufzutischen. Nein, nein, nein, nein.
Sorgfältig stellte er seine leere Tasse in die Spüle, machte sich aber nicht mehr die Mühe, diese abzuwaschen. Juliet musste bald los zur Arbeit und Noah würde mit kommen. Er durte keine Zeit verlieren! "Ok, ich geh nur noch meinen Rucksack packen!", meinte er mit einem engelsgleichen Gesicht und huschte an seiner Mutter vorbei zurück in sein Zimmer, wo er tatsächlich seinen Rucksack für den heutigen Tag packte. Badehose, Schnorchel und Taucherbrille legte er gaaanz unten ab, bedeckte es mit einer Frühlingsjacke und stopfte zusätzlich noch seinen Gameboy rein. "Dich kann ich auch noch gebrauchen!", laberte der Kleine mit sich selbst und griff nach seinem in der Ecke stehenden Skateboard, schnürte es an der Außenseite seines Rucksackes fest. Nach etwa einer halben Stunde war Noah fix und fertig: Zähne geputzt, Gesicht gewaschen und umgezogen hatte er sich auch noch. Man mag meinen, ein Kind sollte nicht wirklich lang dafür brauchen, Noah war da aber schon immer anders gewesen. Bekleidet mit einer knielangen Shorts, Turnschuhen und einem T-Shirt und den Rucksack samt Skateboard tragend verließ er aufgeregt sein Zimmer. "Bin fertig! Du auch?" Und vermutlich war es bereits allerhöchste Eisenbahn, dass sich die beiden auf den Weg machen würden. Wer weiß, wie lange man zu Juliets Arbeitsplatz überhaupt brauchen würde!



tbc: Krankenzimmer (Schule)


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySa 16 Mai 2015 - 16:43
Juliet Sheehan

Es fiel mir nicht leicht, mein Lachen zu unterdrücken, als Noah mich tatsächlich fragte, wie viel Kakaos ein Fernseher kosten würde. Er konnte schon echt niedlich sein. Ich lächelte in meine Tasse rein, wo ich den letzten Schluck von meinem Kakao austrank. "Ein Fernseher kostet mindestens mehr als eine Millionen Kakaos, Noah." Beantwortete ich dann bitterernst seine Frage nachdem ich meine leere Tasse wieder auf den Tisch gestellt hatte. Natürlich hatte ich eigentlich überhaupt keine Ahnung wie viel das kosten würde, ich war mir nicht mal sicher ob man das so berechnen könnte. Auf meine Aussage, dass er doch was essen sollte, wobei ich Wurst erwähnte reagierte er ziemlich aufgebracht. Auch wenn er erst 8 Jahre halt war oder vielleicht auch genau deswegen, liebte er jedes Tier abgöttisch sehr. Ich würde wohl sogar behaupten, das er sie mehr als mich liebt aber durch so was, muss wohl jede Mutter mal durch. "Du musst natürlich keine Wurst essen, Noah." versuchte ich ihn zu beschwichtigen. "Käse macht dich auch groß und stark." Mir war komplett egal was er essen würde, Hauptsache er fing endlich an sich überhaupt mal vernünftig zu ernähren. Ich sah zu wie er seine Tasse in die Spüle stellte, natürlich ohne sie abzuwaschen. "Du weißt schon, das du sowieso dran bist mit abspülen diese Woche oder?" rief ich ihm dann noch hinterher, als er in sein Zimmer ging um sich fertig zu machen. Ich war schon drauf bedacht, dass er früh anfing gewisse Dinge selbstständig zumachen bzw. die Verantwortung zu übernehmen und mehr als das Geschirr abspülen eine Woche lang im Monat verlangte ich auch gar nicht. Den Rest erledigte ich selber im Haushalt. Oft hatte ich schon zuhören bekommen, das ich meinen Sohn viel zu sehr verwöhnen würde aber wer konnte mir das schon übel nehmen? Er war mein einziger Sohn und somit mein ein und alles.
Ich stand von meinem Stuhl auf und stellte auch mein Geschirr in die Spüle, ging dann in den kleinen, schmalen Flur wo ich mir meine Schuhe anzog und meine Tasche nahm. Heute war mein erster offizieller Arbeitstag und ich war doch etwas aufgeregt. Ich sah noch einmal in den Spiegel, der hier an der Wand hang. Ich hatte ein süßes Kleid mit Vögeln drauf an, dazu ein Jeanshemd und eine dunkle Strumpfhose, meine dunklen Haare hatte ich zur Seite zusammengebunden und natürlich durfte meine Brille nicht fehlen ohne die ich so gut wie blind war. Ich hatte keine Ahnung, was heute auf mich zukommen würde. Eine genaue Aufgabenbeschreibung hatte ich noch nicht bekommen gehabt, ich sollte einfach das tun wofür kein Arzt nötig war. Leise seufzte ich und sah dann wie mein Noah aus seinem Zimmer kam, mit einer recht großen Tasche auf seinem Rücken, woran natürlich sein Skatboard gebunden war. Ich lächelte ihn lieb an. "Ich bin schon lange fertig." Bevor ich unsere Haustür öffnete, nahm ich noch schnell den Schlüssel und steckte ihn in meine Tasche. "Will ich wissen was du alles in deinen Rucksack getan hast?" fragte ich meinen Sohn während wir unsere Wohnung verliesen und zur Schule los gingen.

Tbc: E2- Krankenzimmer


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySo 28 Okt 2018 - 23:39

~First Post~


Mit einem erleichterten Seufzen, weil die Reise inklusive Ankunft endlich vorbei war und ich mich in Ruhe entspannen konnte - immerhin war ich soeben mit dem Auspacken meiner Sachen fertig geworden -, ließ ich mich auf der Couch sinken, lehnte den Kopf an die Rückenlehne und schloss entspannend die Augen, während ich langsam ausatmete. Stille. Ruhe. Perfekt.
"Oi, Madara!"
Ein Muskel in meinem Kiefer zuckte, als Natsume zu mir auf die Couch sprang.
"Ich hab Hunger. Gib mir was zu essen.", forderte er aufdringlich und drückte mir seine Pfote gegen den Oberschenkel. "Ich verhungere gerade. Sitz hier nicht so faul rum."
"Halt den Rand, fetter Kater.", murrte ich ihn an und schob ihn zur Seite.
Er zeigte sich jedoch unbeeindruckt, lief an meiner Hand vorbei und drückte erneut gegen meinen Oberschenkel. "Die Leute werden sich beschweren, wenn man meinen toten Körper hier-"
"Du bist fett genug, um noch zwei Monate zu überleben.", unterbrach ich ihn, um ihn daran zu hindern mir diese Bilder in den Kopf zu pflanzen.
"Ich bin nicht fett. Das ist das Fell.", entgegnete er empört und fuhr nun die Krallen aus. "Jetzt fütter mich. Na los."
Schwer genervt warf ich ihm finstere Blicke zu, ehe ich mich auf die Beine hievte und voran in die Küche ging. Hinter mir hörte ich mit einem relativ lauten Pum wie er auf den Boden sprang, um mir zu folgen. In der Küche warf ich ihm erneut einen finsteren Blick zu, weil er mich so nervte, zog dann aber mit dem Fuß seine Futterschüssel heran und tat ihm etwas Trockenfutter hinein.
"Ist das dein Ernst? Soll ich verhungern? Das will doch niemand essen!", beschwerte er sich prompt.
"Dein Arzt sagt, du bist zu schwer. Also bist du auf Diät. Friss das oder nichts." Aber halte endlich deine Schnauze. Vielleicht sollte ich ihn hier in der Küche einsperren... Aber immerhin: Nach ein paar Sekunden herumgemurre aß er das Zeug nun doch. Damit er nicht wieder was zum Meckern fand, füllte ich seinen zweiten Napf mit Wasser, ehe ich mich wieder ins Wohnzimmer auf die Couch verzog, um erneut einen Versuch zu starten, mich auszuruhen und etwas zu entspannen.
Stille... Ruhe... Na also. Ging doch.
"Oi, Madara!"
Erneut zuckte der Muskel in meinem Kiefer. Diesmal etwas heftiger.
"Ich muss raus. Die Natur ruft.", bemerkte er.
"Wir sind im dritten Stock.", entgegnete ich genervt, "Im Bad steht ein Katzenklo."
"Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dieses winzige Ding wirklich benutze. Ich brauche frische Luft, Natur, Auslauf. Was Grünes."
Leicht biss ich die Zähne aufeinander. "Dann öffne ich dir eben ein Fenster, kaufe dir eine verdammte Zimmerpflanze und du kannst darum herum laufen."
Ein paar Sekunden lang war es still. "Du bewegst ja nicht mal deinen Hintern, um das Fenster zu öffnen."
Mit einem leisen Knurren erhob ich mich also erneut und trat herüber ans Fenster.
"Wie schön, du bist aufgestanden! Lass uns raus gehen. Ich kenne die Gegend hier nicht. Du magst doch Spaziergänge." Verdammter Adipositas-Kater. "Außerdem willst du doch, dass ich abnehme. Das kann man draußen bei einem Spaziergang am Besten."
Langsam atmete ich durch, ehe ich mühelos eine freundliche Maske aufsetzte und ihn anlächelte, wie eines der Kinder im Kindergarten. Ein paar Jahre dort hatten mich abgehärtet, weshalb ich mittlerweile in der Lage war diese Maske immer und überall zu tragen. Auch wenn mir eines dieser Bälger gerade auf das Shirt gekotzt hatte. "Wie du meinst, dann gehen wir spazieren. Du gehst allein und wirst keinen einzigen Laut von dir geben, denn du bist eine Katze. Und Katzen sprechen nicht." Stumm sah er mich an, seine Augen weiteten sich ein wenig. Tatsächlich öffnete sich sogar sein kleiner Mund ein wenig, woraufhin ich ermahnend den Finger hob. "Nein, nein, nein. Du bist eine Katze. Katzen sprechen nicht. Du bekommst, was du möchtest, also mach dich auf." Ich deutete zur Tür. "Die Natur ruft." Dieser Satz tropfte regelrecht vor Sarkasmus, ehe ich mich schlecht gelaunt von dem Schutzgeist abwendete, um die Wohnung zu verlassen.
Nur wenige Sekunden später folgte das dumpfe Geräusch von zögerlichen Pfoten auf dem Fußboden. Fetter Kater...

tbc: Wohnheim | Foyer des Parterres


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySa 4 Mai 2019 - 14:04
cf: Das Wohnheim | Zimmer Nr. 103

Zu meiner unbändigen Freude war Natsume vollkommen außer Atem und erschöpft, als wir die Wohnung erreichten. Anfangs hatte er noch gejammert, geflucht und sich unentwegt beschwert, bis er ihm aufgegangen war, dass er Energie sparte, wenn er still blieb. Dann war er mir einfach nur schweigend gefolgt. Und weil er sich so vorbildlich dabei verhielt, hatte ich sogar auf ihn gewartet, wenn er kurze Verschnaufpausen machte. Immerhin hatte er Yumé auch mit einem Schutzzauber versehen. Das hatte ihm ein wenig Kraft gekostet und er hatte es getan, obwohl er gewusst hatte, dass er den ganzen Weg nach Hause laufen musste. Die Pausen hatte er sich also verdient. Ich war ja kein Undämon.
Nachdem die Tür hinter uns zu fiel, ließ der Kater sich direkt auf dem Boden nieder, als wäre er zu erschöpft sich die wenigen Meter hinüber auf sein Kissen im Wohnzimmer zu schleppen. Ich ließ ihn in Ruhe und bewegte mich selbst in die Küche, wo ich noch etwas trank. Die Uhr an der Wand zeigte mir, dass wir schon weit nach Mitternacht hatten und ich erinnerte mich daran, dass ich morgen sehr wahrscheinlich einige Schüler trainieren würde. Also beließ ich es bei einem Glas Wasser und stellte mich noch unter die Dusche, wo ich die Erlebnisse des Tages einmal Revue passieren ließ. Dabei gab es im Grunde nur drei Dinge, die so wirklich bei mir hängen geblieben waren. Das Wissen um das Waisenhaus, das eingestürzt ist; das Wiedersehen mit Strähnchen; das Kennenlernen meiner Schwester.
Das ich überhaupt eine hatte machte mich noch immer irgendwie... wütend, aus vielerlei Gründen. Aber ich war auch entschlossen. Ich wollte nicht, dass sie so wurde wie ich. Sie sollte Freunde haben, lachen, lächeln und Spaß am Leben haben, nicht wie ich anfangen jedem anderen humanoiden lebendigen Individuum mit Abneigung zu begegnen.
Mit einem schweren Seufzen verließ ich kurz darauf mit einem Handtuch auf den Schultern das Bad und stellte fest, dass Natsume dort neben der Tür auf dem Boden eingeschlafen war. Ein paar Sekunden lang beobachtete ich ihn einfach nur, nahm mir sogar das Handy zur Hand, um ein Foto davon zu machen. Anschließend hockte ich zu ihm, hob ihn vorsichtig hoch und trug ihn ins Wohnzimmer, wo ich ihn auf seinem Kissen platzierte. Früher wäre das nicht so einfach gewesen. Als wir uns kennen gelernt hatten war er misstrauisch und vorsichtig gewesen. Er hatte sich zwar von mir nach Hause nehmen und füttern lassen, aber damals hatte er mir keinerlei Vertrauen entgegen gebracht. Ehrlich gesagt würde ich mir selbst auch nicht vertrauen, aber irgendwie hatte ich es mit der Zeit geschafft sein Vertrauen zu gewinnen. Er begann sich zu entspannen und es fiel ihm nach und nach einfacher einen gesunden, festen Schlaf zu entwickeln.
Als ich ihn absetzte, regte er sich ein wenig, schnaufte leise und schlief anschließend weiter. Zur Abwechslung war ich noch so nett ihm seine Lieblingsmaus mit auf das Kissen zu legen, ehe ich mich schließlich ins Schlafzimmer verzog, wo ich mich selbst schlafen legte. Das Handtuch warf ich achtlos auf den Boden, zog mir die Decke bis zu den Schultern und rollte mich auf den Bauch, ehe ich das Gesicht im Kissen vergrub und beinahe augenblicklich einschlief.


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptySo 19 Mai 2019 - 15:33

Dienstag
17.03.2015

Für gewöhnlich hätte mich ein Wecker wecken müssen. Ob nun der analoge Wecker, den mir eine der Gruppen aus dem Kindergarten in Japan geschenkt hatten, als ich mich verabschiedete oder der Wecker an meinem Handy. Ich besaß sogar einen digitalen Wecker, den mir Minami geschenkt hatte, weil ich immer zu spät zu unseren Dates gekommen war. Sie hatte gedacht, es wäre keine Absicht gewesen. Im Grunde hatte ich mir einfach Zeit gelassen.
Wie auch immer. Es war keiner der drei Wecker der mich am folgenden Morgen weckte. Es war ein unerträgliches Gewicht, das sich auf meinen oberen Rücken warf, als wolle mich jemand ersticken. Mit einem gereizten Knurren drückte ich mich mit dem einen Arm seitlich hoch und rollte mich direkt auf den Rücken, begrub das schwere etwas unter mir. Es ertönte ein ersticktes Ächzen.
"Oi, Mada!", krächzte Natsume, "Ich ersticke! Du erdrückst mich!"
"Wie du mir, so ich dir.", kontert ich knurrig, rollte mich aber wieder von ihm herunter.
"Du bist dabei zu verschlafen, ich tue dir einen Gefallen. Hast du deine Wecker nicht eingeschaltet?", kam es von dem fetten Kater.
Nein, antwortete ich für mich selbst, Ich war damit beschäftigt dein übertriebenes Gewicht auf dein Kissen zu befördern. "Wie bist du reingekommen?", fragte ich stattdessen und lugte herüber zur offenen Schlafzimmertür, ehe ich mich streckte und aufstand, um in die Küche zu gehen. Natsume schien zu wissen, wohin ich gehen wollte und war augenblicklich neben mir.
"Wie wohl?", fragte er zurück, "Ich hab die Klinke benutzt. Immerhin bin ich ein Schutzgeist, kein einfacher Kater."
Mit den Augen rollend ließ ich ihn mich weiter munter belehren und warf einen Blick in den Kühlschrank, wo ich feststellte, dass ich gestern gar nicht mehr eingekauft hatte. Das würde ich später noch erledigen. Für das Frühstück würde es aber noch reichen. Und irgendwie schaffte Natsume es eine Viertelstunde lang, in der ich mir etwas zubereitete und aß, eine permanente Geräuschkulisse zu erzeugen, bis ich schließlich mit einem gereizten Seufzen inne hielt und ihm etwas von dem Trockenfutter gab. Da war er sofort still.
"Das ist ja wohl ein schlechter Scherz.", murmelt er vor sich hin und beäugte das Futter kritisch. "Das hast du mir gestern schon vorgesetzt."
"Iss es einfach.", entgegnete ich schroff, aß den Rest von meinem Frühstück - die Zeit hatte nur für ein Sandwich gereicht - und ging noch mit dem letzten Bissen in der Hand wieder ins Schlafzimmer, um mich anzuziehen. "Kommst du mit oder bleibst du in der Stadt?"
"Wohin gehst du denn?", kam es gedämpft aus der Küche.
"Training am Strand."
"Du trainierst?"
Zwei Minuten später, das Shirt noch in den Händen, kam ich zurück in die Küche und fand seinen Kopf zwischen den Türen, die ich prompt mit dem Fuß zuschob. Der laut, der daraufhin von ihm kam, drückte eher Schreck als Schmerz aus, ehe er den Kopf aus dem Schrank riss. Offenbar musste ich auch noch Riegel an den Türen anbringen. "Ich trainiere die Kinder."
Der Kater blinzelte mich überrascht an. "Na das lass ich mir nicht entgegen. Nimmst du ein Strandtuch mit? Und einen Sonnenschirm."
Erneut rollte ich die Augen und zog mir das Shirt über. "Iss, bis heute Abend bekommst du nichts mehr."
Da riss er die Augen auf und hastete zum Futternapf. Gütig gab ich ihm noch etwas Wasser, ehe ich weiter ins Bad ging, um mich fertig zu machen. Als ich eine weitere Viertelstunde später heraus kam, saß Natsume bereits an der Tür und wartete geduldig. Schnell suchte ich noch ein paar Utensilien zusammen, warf sie alle in eine Tasche und schlüpfte schließlich in meine Schuhe, ehe ich mich mit Natsume auf den Weg machte.

tbc: Am Strand


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptyMo 13 Jul 2020 - 21:49
cf.: Yashidori 1/3/17 [Deirdre Fitzgerald]

Die Balkontür meiner Wohnung wurde sorgfältig verschlossen, der Vorhang im Wohnzimmer zugezogen und für einen Moment herrschte absolute Stille um mich herum. Allein mein Seufzen, gefolgt von dem leisen Tapsen meiner Schritte, durchbrach die hörbare Leere und ich lies mich erstmal auf mein Sofa fallen, lehnte den Kopf in den Nacken und starrte an die Decke. Ich konnte noch immer den Wein auf meiner Zunge spüren und Deirdres Gesicht vor mir sehen, doch es stand fest, dass der Abend nun endgültig vorbei war - wogegen ich auch nichts einzuwenden hatte. Trotz Müdigkeit aber musste ich erstmal etwas runterkommen, weswegen ich kurz meine Augen schloss und den Abend Revue passieren ließ. Oh stimmt, ich hatte heute Levi gesehen! Das erste Mal nach etlichen Monaten; die ganze Szene hatte ich über die letzten Stunden schon ganz vergessen. Wahrscheinlich war es nicht die beste Idee gewesen, ihm eine ominöse SMS zu schreiben die man genausogut als Spam-Mail abtun konnte; aber in dem Moment hatte ich meinen Spaß gehabt. Irgendwann musste ich den Guten mal gezielt aufsuchen und ihn über meine Wiederkehr aufklären. Ob er sich wohl freuen würde? Ob er sich überhaupt an mich erinnerte? Oder womöglich wütend war? Alles davon war möglich, immerhin war ich so ziemlich ohne ein Wort verschwunden, worauf ich nicht stolz war.
Aber dann war da Deirdre, die den ganzen Abend erhellte und alle Gedanken bis zum jetzigen Moment ziemlich zur Seite geschoben hatte. Ich öffnete meine Augen wieder, schwerfällig, und merkte, dass ich wohl gerade fast dabei gewesen war, auf meinem Sofa sitzend einzuschlafen. Warum hatte ich mich auch hier fallengelassen und nicht direkt in meinem Bett - ich verfluchte 5-Minuten-früher-Amélie! Mürrisch stöhnend erhob ich mich von der Couch und machte noch einen Abstecher ins Badezimmer um mir meine Zähne zu putzen und schrieb Deirdre kurz eine SMS, ehe es dann endlich in mein Schlafzimmer und somit auch mein Bett ging. Draußen war es inzwischen eindeutig hell genug, sodass ich kein Schlaflicht brauchte, weswegen ich mich getrost unter meine Bettdecke kuscheln konnte. Für ein paar Minuten starrte ich doch noch an die Zimmerdecke, denn irgendwie musste ich mir selbst eingestehen, dass Deirdre nicht nur eine potentielle gute Freundin war. Irgendeine Art Anziehungskraft übte sie auf mich aus, das war mir bewusst... doch was würde daraus werden? Sowas war vor allem schwer, wenn man nicht wusste, wie die andere Person dachte und fühlte; immerhin war sie auch eine Frau. Noch ein Seufzer kam mir über die Lippen, bevor ich meine Augenlider erneut zufallen ließ und nach wenigen Minuten schon ins Reich der Träume glitt.

~

Am nächsten Tag wurde ich nicht von sanften Sonnenstrahlen oder dem Gezwitscher von Vögeln geweckt, nein. Von einem schrillen Alarm wurde ich brutal aus dem Schlaf gerissen, was mein Erwachen nicht sonderlich angenehm gestaltete. Desorientiert und noch viel zu müde - und mit geschlossenen Augen - versuchte ich mich aus meiner Decke zu kämpfen und gleichzeitig nach meinem Handy zu greifen, doch schien es hier nirgendwo rumzuliegen. Egal wie sehr ich auf dem Nachttisch herumfühlte, meine Hand fand nichts anderes als ein paar Blätter und eine Lampe, was mich leider dazu zwang, meine Augen endlich zu öffnen. Und das alles, während dieser blöde Alarm immernoch fröhlich vor sich hin kreischte. „Sei... leiseee!“, murrte ich und rutschte vom Bett, auf der Suche des Ursprungs des Alarms. Gähnend und genervt ging ich aus meinem Schlafzimmer in das Wohnzimmer, wo das Geräusch eindeutig lauter war und irgendwo hier herkommen musste. Keine zwei Sekunden später hatte ich auch schon den Übeltäter im Blick und stapfte wütend zum Sofa, griff mein Handy und stellte diesen ätzenden Wecker endlich ab. „Wer hat dich gestellt?!“, maulte ich mein Smartphone an und ich befürchtete, dass es Vergangenheits-Amélie war. Diese blöde Kuh, die genau solch eine Situation vorhergesehen hatte. 10 Uhr erst... oder schon. Ich hatte nicht viel geschlafen, aber anders als die Schüler hatte ich auch einem Job nachzukommen, genau der Grund, warum diese technische Ausgeburt der Hölle mich geweckt hatte.
Nocheinmal gähnte ich herzhaft und streckte mich ausgiebig, als ich den Benachrichtigungston meines Smartphones hörte, welches ich noch immer in der Hand hielt. Neugierig schaute ich auf dieses und las die SMS, die ich gerade von Deirdre bekommen hatte. Sofort war all meine Negativität dank eines unsanften Erwachens verflogen und ich ging neugierig zur Fensterwand meines Wohnzimmers, öffnete die Vorhänge und spähte hinaus. Niemand auf dem Balkon und auch sonst nichts zu sehen; fast hatte ich erwartet, Deirdre direkt grinsend vor mir stehen zu sehen. Das wäre es ja gewesen, wenn sie jetzt selbst noch über die Trennwand geklettert wäre! Bei dem Gedanken kichernd öffnete ich die Balkontür und ließ frische, wenn auch warme, Luft in meine Wohnung, ehe ich schon selbst auf meinen Balkon trat. Kurz schaute ich mich um, ehe mir auch schon die Überraschung ins Auge fiel, die meine Nachbarin wohl gemeint hatte.

Ein süßer Becher stand mitten auf der Wand, welche unsere Balkons voneinander trennte, und auf diesem saß ein hübscher, kleiner Schmetterling. Bei dem Anblick alleine wurde mir schon warm ums Herz, nein, viel eher wollte es explodieren. Wie unglaublich, unglaublich süß! Ganz gerührt presste ich mein Handy gegen meine Brust und schaute die Tasse für ein paar Momente nur an, als wäre ich eine stolze Mutter die gerade ihrem Kind dabei zusah, das erste Mal zur Schule zu gehen. Nach ein paar Sekunden rührte ich mich dann doch endlich und ging auf die Trennwand zu, erhob die Tasse und betrachtete den Schmetterling, welcher noch immer nicht davonflog. Selbst wenn ich keine tiefe Bindung zu Tieren hätte, hätte ich sofort verstanden, dass das kleine Kerlchen etwas mit Deirdre zutun hatte. Aber mit meinen Fähigkeiten konnte ich mir ganz sicher sein, dass er wegen ihr hier war. Ich hielt meine freie Hand neben den Schmetterling und er siedelte von der Tasse zu meinem Zeigefinger um, welchen ich sogleich vor mein Gesicht hielt. „Vielen Dank!“, flüsterte ich ihm zu, und der Schmetterling flog keine zwei Sekunden später davon. Grinsend sah ich ihm für ein paar Momente nach, ehe ich mich wieder der Tasse in meiner Hand widmete und drauf und dran war, einen Schluck davon zu nehmen - als mir die kleine Notiz am Becher auffiel.

„Damit du auf der Arbeit nicht einschläfst!“

Und wieder explodierte mein Herz. Am liebsten hätte ich die Tasse in irgendeinen Glaskasten gestellt und für immer aufbewahrt. Objektiv gesehen war vielleicht gar nichts absolut besonders an Deirdres Geste, aber es passierte nicht oft, dass jemand einer anderen Person einfach so eine Freude machen wollte. Außerdem unterstrich das alles hier geradezu meine Gefühle vom Vortag, dass Deirdre jemand besonderes war. Eine zuckersüße und liebenswerte Person. Wenn sie nicht aufpasste, dann würde ich mich noch ... nunja, wie dem auch sei - der Kaffee musste probiert werden! Noch immer auf dem Balkon stehend trank ich einen Schluck vom Kaffee und schaute weit in die Ferne, ein absolut ruhiger und entspannender Moment. Und der Kaffee war perfekt; ob es wohl alleine an dem Getränk lag, oder mit der ganzen Situation zusammenhing? Selig lächelnd trank ich den Kaffee in aller Ruhe auf meinem Balkon - mein unsanftes Erwachen von vorhin hatte ich schon komplett vergessen und wurde absolut von diesem Moment überschattet. Meiner guten Laune stand absolut nichts mehr im Weg!
Als der Becher leer war nahm ich ihn mit in meine Wohnung, um Deirdre wenigstens den Gefallen zu tun, ihn für sie zu säubern. Nichtsdestotroz würde ich mich für diese Geste revanchieren; ich musste mir nur noch etwas gutes einfallen lassen! Bevor ich es vergaß schrieb ich Deirdre noch eine SMS um mich zu bedanken, begleitet von einem warmen Lächeln auf meinen Lippen. Mit meiner neugewonnenen Energie und Euphorie machte ich mich nun endlich fertig für den Tag, ging duschen, putzte mir die Zähne, zog mich an und machte meine Haare. Mein Oberteil mochte vielleicht viel zu warm für das Wetter wirken, aber es war hauchdünn und luftig; damit sollte ich klarkommen! Schnell wurde noch das Nötigste in meine Handtasche gepackt, ein letzter, herzlicher Blick zu Deirdres Kaffeetasse geworfen, und schon war ich aus der Vordertür meiner Wohnung verschwunden und machte mich auf zu meinem Auto.


tbc.: Krankenzimmer


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BeitragThema: Re: Yashidori 1/3/16 [frei] Yashidori 1/3/16  [frei] EmptyDo 11 Feb 2021 - 18:37
24. Juni 2015, Später Nachmittag
Erst mit @Riley Constantin, dann alleine

cf.: Bambuswald | Alte Waldhütte

Es freute mich, dass Riley doch etwas mit meiner Antwort anfangen konnte. Außerdem wusste er damit noch mehr über mich, als jeder andere auf dieser Insel - irgendwie traurig, dass ich mich noch niemandem wirklich anvertrauen konnte. Aber gut, so war das eben, wenn man erst seit kurzem irgendwo Fuß gefasst hatte, Freundschaften ergaben sich ja nicht innerhalb von Sekunden.
Nach ein paar Minuten der Erholung ging es dann auch schon weiter im Text und diesmal war das Training weitaus weniger actionreich. Riley nahm wieder die Lehrerrolle ein und erklärte mehr zur Pflege der Waffe, wie man sie auseinandernahm, säuberte, und der ganze Kram. Ich bezweifelte zwar, dass ich wissen musste, wie man die Munition anständig in die Pistole steckte - da ich ja eher magisch verzauberte Pistolen haben wollte - aber auch diesen Teil der Lektion verinnerlichte ich sogut es ging. Wer wusste schon, wann mir dieses Wissen mal den Hintern retten würde? So ging es für ein paar Stunden weiter, die Sonne bahnte sich ihren Weg durchs Firmament und je länger sie auf uns hinabschaute, desto mehr freute ich mich auf die Klimaanlage in meiner Wohnung. Irgendwann war es dann auch soweit, dass wir wieder aufbrachen. Ich zog meine Schuhe wieder an und ging mit Riley zurück zum Parkplatz; ob ich wohl bald wieder bei der alten Waldhütte landen würde? Ein schöner Ort war es ja schon irgendwie, mit seiner ganz eigenen Atmosphäre. Mit der richtigen Person konnte ich mir vorstellen, erneut herzukommen.
Vor der Klimaanlage Zuhause aber empfing uns die aus meinem Auto, welche ich schon komplett vergessen hatte - aber willkommen war sie auf jeden Fall! Ohne weitere Zwischenfälle kutschierte ich meinen Kollegen und mich wieder nach Hause, da wir ja im gleichen Wohnhaus wohnten. Aber selbst wenn nicht hätte ich ihn natürlich nach Hause gebracht! Bevor ich mich in meine eigene Wohnung verzog ging ich noch ganz kurz mit zu Riley, damit er mir das Buch geben konnte, ehe ich mich dann auch endgültig verabschiedete und meine eigenen vier Wände wieder betrat.

„Haaa! Klimaanlage, ich bin Zuhause!“, rief ich fröhlich, als ich die Türschwelle überschritten und die Tür hinter mir geschlossen hatte. Es kam keine Antwort. Ob ich mir wohl einen Papagei oder sowas anschaffen sollte? Irgendetwas, was Leben in die Wohnung brachte. Schnell zog ich die Schuhe wieder aus und ließ sie im Eingangsbereich bei all den anderen rumstehen, während ich barfuß weiter in meine Wohnung tapste. Meine Tasche wurde aufs Sofa geworfen, das Buch von Riley achtsam auf den Wohnzimmertisch gelegt und ich selbst ging erstmal ins Badezimmer, um mir kühles Wasser ins Gesicht zu spritzen.
Wieder im Wohnbereich angekommen ließ ich mich selbst auf das Sofa fallen und kramte mein Handy aus der Tasche raus - keine Nachricht. Ob Deirdre heute überhaupt vorbeikommen würde? Vielleicht hatte sie gerade ja auch einfach zu viel zutun, um sich darüber Gedanken zu machen. Mein Blick wanderte langsam durch den Wohnbereich, ehe er auf die Tasse fiel, die meine ehemalige Nachbarin mir sogesehen geliehen hatte. Ein leises Seufzen entfuhr mir, ehe ich mich nach vorne beugte, das Buch über Pistolen in die Hand nahm und anfing, in diesem zu blättern und zu lesen. Vielleicht passierte heute ja noch etwas spannendes; wenn nicht hatte ich ja wenigstens neue Lektüre hier.

~

Die Zeit verflog, während ich im ausgeliehenen Buch las, und ehe ich mich versah waren schon Stunden vergangen. Mit einem Gähnen legte ich das Buch wieder auf den Wohnzimmertisch und streckte mich ausgiebig - ein bisschen schläfrig war ich nun schon. Erneut schaute ich nach, ob sich irgendetwas bei meinen Handy-Nachrichten getan hatte, doch noch immer war die Antwort ein klares "Nein". Keine Nachricht von Deirdre, weswegen ich davon ausging, dass sie entweder viel zutun hatte, oder ihr das ganze einfach nicht so wichtig war. Welche Option auch immer es war, ich hatte keine Lust hier rumzusitzen und zu warten um es herauszufinden.
Meine Wohnung erschien mir gerade zu ruhig und zu leer... ich wollte unter Leute. Einfach irgendwo, irgendwen treffen. Riley wollte ich allerdings nicht noch weiter belästigen, der hatte sich seine Ruhe definitiv verdient! Deswegen schnappte ich mir meine Sachen, zog mir erneut meine Schuhe an und machte mich auf dem Weg zu meinem Auto. Wo genau es mich hinführte wusste ich noch nicht genau, aber vielleicht kam mir beim Rumfahren ja eine gute Idee.

tbc.: Das Wohnheim | Büro der Heimleitung


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