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 Uferpromenade

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Leviathan
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BeitragThema: Uferpromenade   Di 4 Jan 2011 - 0:12

das Eingangsposting lautete :

Die Uferpromenade



Die Promenade ist am Rande der Stadt und vorallem nachts oder zu Dämmerungszeiten sehr beliebt. Der passende Ort um einen Spaziergang zu zweit oder allein zu machen.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   So 15 März 2015 - 15:12

Sie hatte sich äußerst seltsam verhalten, irgendwie erinnerte mich dieses Verhalten an irgendetwas oder irgendwen, es war nun einmal ein ziemliches Problem so lange zu leben.
Mit der zeit vergaß man dinge welche man getan hatte und Leute welche man getroffen hatte, dennoch war es möglich sich daran zu erinnern wenn man einige Informationen hatte.
Da ich allerdings zu diesem Zeitpunkt keine Informationen besaß konnte ich nur schätzen, ich war mir sicher das ich ihr selbst niemals begegnet war, dennoch war ich wahrscheinlich ihrer Rasse oder einem ihrer vorfahren begegnet. Nun stellte ich mir nur noch die frage wer sie nun eigentlich war, schließlich hatte sie sich nicht vorgestellt. Im Grunde musste ich mich allerdings erst vorstellen, so gebot es mir die Höflichkeit.
Ja ich hatte ein anliegen.
Da ich mich erst seit sehr kurzer zeit zu den Bewohnern dieser seltsamen Insel zählen darf wollte ich lediglich wissen wie ich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurückfinden kann.

Dann trat ich noch einige schritte zurück und blickte sie mit ziemlich kalten Augen an während ich mir überlegte ob es nötig war das ich ihr meinen Namen nannte.Allerdings war ich neugierig, deshalb musste ich es tun um auch den ihren zu erfahren, selbst wenn es unwahrscheinlich war das mir ihr Name irgendetwas sagen würde so war es dennoch möglich.
Mein Name ist außerdem Gilgamesh, den Luxus eines Nachnamens habe ich mir niemals geleistet.
Sagte ich ein wenig abwesend da ich immer noch versuchte den Sinn ihres Kicherns und ihrer wenn auch ziemlich süßen Reaktion herauszufinden. Was mir mit dem Wissen welches ich momentan besaß wohl nicht einfach fallen würde, es war schlecht nichts zu wissen, alles was ich wusste war wie sie aussah und das sie wohl streit mit dieser sky hatte. Worum es nun wirklich ging, wusste ich nicht, aber auch das würde ich wohl eines Tages herausfinden.
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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   So 15 März 2015 - 17:03

Alix stutze leicht, als der Herr sich erklärte. Dass sie jemand getroffen hatte, der neu auf der Insel war, war ihr nicht neu. Ständig kamen und gingen die Wesen. Nur wenige Bekanntschaften hielten lange. Am längsten hatte bisher jene gehalten, welche Aleksandra an erster Stelle aufgeben würde, wenn sie könnte. Aber ansonsten … wo war dieser eine quirlige Typ hin, mit dem sie vor ein paar Monaten den Tag so lebhaft verbracht hatte? Wo war das Mädchen, mit der sie durch die Stadt gerannt war und die Alix am Ende angeboten hatte, von ihrem Blut zu trinken? Ja, wo war vor allem dieses Mädchen? Niemand sonst wünschte sich die k’Hel zurück, denn niemand sonst hatte ihr bisher dieses Angebot gemacht. Grausame Insel.
Aber zurück zur Gegenwart: Er wollte zurück an seinen Ausgangspunkt. Wenn Alix bedachte, dass ein Neuling in 99% aller Fälle am Hafen der Insel startete, konnte der werte Herr nur diesen meinen. Was aber wollte er dort? Wollte er etwa schon wieder abreisen? Eine Schande wäre es schon, da er ihr gefiel mit seiner Art.
Er schenkte ihr einen angenehm kalten Blick. Seine Gedanken schienen zu wandern. Aleksandra spürte, wie er über sie nachdachte, während er sie begutachtete. So mochte sie es. Sie stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Es war die richtige Entscheidung gewesen, hier einen Spaziergang zu machen. Sicher war er ganz verzückt von ihrem wunderschönen Schal. Wehe, er war es nicht. Dann würde sie böse werden. Immerhin wurde ihr dieser so herzlich empfohlen.

Nach ausreichender Überlegung hatte sich der Herr dazu durchgerungen, Aleksandra seinen Namen zu verraten. Ein wenig unnormal fand sie diesen schon. Klang nicht so ganz nach einem Namen, den man jemandem auf den Leib drückte, weil man ihn mochte. Und dann fehlte ihm auch noch ein Nachname. Die Ausrede mit dem Luxus war wiederum schick, auch wenn ein Hauch Arroganz nachhallte. Ein ganz besonderer Mann also, der einen obskuren Namen ohne Beinamen trug. Wie geheimnisvoll.
„Wie geheimnisvoll“, sprach sie ihren letzten Gedanken direkt aus. „Aus welcher Zauberwelt seid ihr denn entsprungen? – ganz ohne Nachnamen und dann mit einem so seltenen Vornamen?“
Sie konnte es nicht vertuschen, dass sie neugierig war.
„Mein Name ist Aleksandra Sophia und meine Familie besaß den nötigen Luxus, sich einen außergewöhnlich schönen Nachnamen zu leisten: k’Hel.“
Man wollte ja der Höflichkeitsnorm entsprechen und seinen eigenen Namen nennen, wenn der Gegenüber damit angefangen hatte.
Eine letzte Frage wollte sie noch mit anfügen, ehe sie ihm wieder das Wort ließ: „Sind sie zufälligerweise an der hiesigen Schule für Nicht-Menschen angestellt?“
Am liebsten hätte sie es ja, er wäre ein Mensch, doch ihr Geruch verriet ihr, dass er nichts dergleichen war.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   So 15 März 2015 - 17:52

Nun hatte sie mich ein wenig in Bedrängnis gebracht, sie kannte mich zwar nicht oder die Erzählungen welche über mich existierten, dennoch hielt sie es für seltsam und fragte nach woher ich gekommen war. Ich musste irgendwie darauf reagieren und das ohne sie darauf aufmerksam zu machen wer ich nun eigentlich war, dann kam mir der Einfall das ich ihr die Wahrheit sagen konnte und es ihr dennoch beinahe unmöglich sein konnte zu wissen woher ich wirklich kam.
Schließlich konnte ich Uruk sagen, allerdings war es unwahrscheinlich das sie wusste wo dieser Ort lag, schließlich war mein altes reich vor tausenden von Jahren untergegangen.
Ich wurde einige Kilometer außerhalb von Uruk erschaffen und diesen Namen habe ich von den Menschen bekommen.
Wie ihr bereits vermutet hattet bin ich hier als Lehrer angestellt.

k´hel....interressant
Sagte ich während ich über ihren Nachnamen nachdachte, ich hatte ihn schon einmal gehört allerdings ohne das ich jemand dieser besagten Familie getroffen hatte.
Ein Vampirjäger des Vatikans hatte ihn nur beiläufig erwähnt in zusammenhing mit einem zu dieser zeit ziemlich bekannten Fürsten. Somit musste sie allen Anscheins nach ein Vampir sein, dennoch fand ich es ein wenig seltsam, schließlich schien hier die sonne.
Dennoch war es möglich das an diesem Ort etwas nicht ganz so war wie es zu sein schien, ich wunderte mich weiter und betrachtete sie dann mit einem musternden blick.
Ihre Kleidung war alles andere als unauffällig und an sich machte sie auch weniger den Eindruck eines Vampirs, sie war viel zu hell und zu bunt gekleidet, dennoch war ich mir mit meiner anmahne sicher. Nun legte ich ein leichtes grinsen auf als ich neben mir eine Lanze erscheinen ließ, sie würde wahrscheinlich nicht erschrecken, dennoch wollte ich sehen was genau sie nun tun würde.
Die Lanze welche ich beschworen hatte war die Gae Bolga, selbst wenn sie es nicht wusste so würde sie dennoch die seltsame Aura dieser Waffe spüren können, zumindest wenn sie wirklich reinen Blutes war. Schließlich hatte diese Waffe unzählige Wesen das Leben gekostet, unter diesen Wesen waren unter anderem Vampire und daher wusste ich auch das selbst Vampire Verletzungen welche mit dieser Waffe angerichtet wurden nicht leichtfertig abtun konnten. Einen Moment überlegte ich noch, dann drehte ich meine Waffe so das die spitze auf den Boden vor mich zeigte, danach ließ ich meinen blick erstarren und folgte jeder ihrer Bewegungen aufs genaueste.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   Mi 18 März 2015 - 19:06

Uruk? Von dem Ort hatte sie ja noch nie gehört. Klang auch nur im Ansatz nach der Heimat. Er musste also von ganz woanders her stammen. In irgendeinem Buch hatte sie mal über hässliche Wesen gelesen, deren Bezeichnung so ähnlich klang. Nun schaute sie den Herrn wieder an und verglich den Inhalt des Buches mit seinem Antlitz. Die Übereinstimmung wollte nicht folgen.
Es gab aber noch ein weiteres Wort, an dem sie hängen blieb: erschaffen. Als sie das hörte, erstarrte ihre restliche Aufmerksamkeit. Sofort ratterten die Zahnräder in ihrem Kopf und sie malte siech die buntesten Geschichten als Erklärung aus. Hätte sie nicht zugehört, hätte sie ihm nicht angemerkt, dass er etwas Kurioses gesagt hatte. Er tat so, als wäre nichts und antwortete just auf ihre Fragen. Geschickter Mann, wie sie befand.
Am liebsten hätte sie ihn direkt weiter mit Fragen durchlöchert, doch erst mal musste sie sich ihre Worte zurechtlegen. Aleksandra hatte das Gefühl, die Wortwahl ihm gegenüber mit Bedacht anzugehen, um auch jene Informationen aus ihm herauszuquetschen, nach denen es ihr gelüstete.
Noch viel lieber hätte sie ihre gefundenen Worte auch ausgesprochen, doch die Handlung des Lehrers kam ihr in die Quere. Vollkommen aus dem Nichts gerissen tauchte an der Seite Gilgamesh‘ eine Lanze auf – herrlich affektiert. „Ooooh…“, entkam es ihr erst leise, dann leicht lauter werdend und zum Ende hin wieder schwindend. Ihren violetten Augenbrauen wanderten langsam nach oben, nur um dort zu verharren und nicht mehr zu weichen. Die Lippen verzog sie zu einem spitzen Kreis. „Hübsch“, nannte sie die Waffe, als der Lehrer fertig mit präsentieren war. Warum er das jetzt getan hatte, war ihr allerdings schleierhaft und uninteressant war es für sie obendrein. Ihre Schwerpunkte lagen noch woanders, deshalb verwarf sie den Anblick direkt und kehrte zum letzten Thema zurück.
„Wo liegt dieses Uruk, wie ihr es nennt?“
Kurze Pause.
„Und … erschaffen? Seit ihr ein Spielzeug, welches man aufziehen kann?“
Aleksandra wanderte halb tänzelnd um ihn herum auf der Suche nach der Strippe, an der man ziehen musste.
„Befindet sich in Uruk etwa eure Spielzeugfabrik?“
Die k’Hel fand leider keinen Ring an einer Stippe, an welchem sie hätte ziehen können. Nur zu gerne hätte sie ihm neuen Schwung verliehen, bevor seine Zeit abgelaufen wäre.
Und diese Waffe … passte absolut nicht zu einem Kinderspielzeug; außer er war so ein neumodisches Spielzeug für Jungen, mit denen man herumfuchteln konnte und so tat, als würde man die Welt retten. Absurd, dass so etwas erfunden wurde und dann auch noch erfolgreich war.
Der Spielzeugmann-Lehrer.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   Mi 18 März 2015 - 20:03

Diese Reaktion hatte ich nun nicht erwartet, sie dachte scheinbar das ich ein Spielzeug sein musste, wie sie nun darauf kam war mir vollkommen schleierhaft. Dennoch hatte sie nicht so reagiert wie ich es eigentlich erwartet hatte, ich hatte zumindest erwartet das sie irgendwie reagiert und mich nicht einfach nur ignoriert, dennoch hatte sie alle meine Aktionen einfach ignoriert und schlich mit einem suchenden blick um mich herum. Ich wusste nicht wie ich in diesem Fall reagieren musste, also reagierte ich garnicht und versuchte so gut wie möglich auf ihre seltsamen fragen zu antworten. Aber wie ich es ihr erklären sollte wusste ich noch nicht, allerdings hatte ich durch ihre Unwissenheit nun auch keine angst mehr zu erklären woher ich gekommen war und wer ich war, das war zumindest ein Vorteil. Also ließ ich meine Lanze mit einem leichten seufzen verschwinden und blickte sie leicht lächelnd an.
Uruk...
Die Stadt in welcher ich geboren wurde gibt es schon lange nichtmehr, die Menschen haben allerdings denselben Ort benutzt um eine neue Siedlung welche sich warka nennt zu errichten.
Sie liegt einige Kilometer östlich des Euphrats in Mesopotamien, oder dem Irak wie man dieses Gebiet heute nennt.

Da ich nun wirklich wie ein Lehrer gesprochen hatte und mich auch genauso verhalten hatte musste ich noch ein wenig mehr lächeln, ich war es nicht wirklich gewohnt so zu reden und dennoch fand ich es interessant mein Wissen zu teilen. Allerdings störte es mich wirklich das die Menschen meine alte Stadt nicht in ruhe lassen konnten und eine neue Stadt darüber bauen mussten, manchmal hasste ich die Menschen für ihre Dummheit, Arroganz und ihr verlangen alles zu besitzen. Wenn ich alleine daran dachte das die Gräber aller freunde die ich zu dieser zeit hatte dort waren und wohl von diesen selbst ernannten Archäologen geschändet werden würden entfachte ich damit in mir eine gewaltige Wut welche sich nur ziemlich schwer unter Kontrolle bringen lies.
Und wo wurdet ihr geboren Fräulein K´hel?
Ich musste mich ein wenig ablenken, es war nicht sehr schön das ich mich so sehr aufregte und das ich nun auch wütend auf Menschen war, war alles andere als gut.
Schließlich war ich der welcher die Menschen immer beschützt hatte, aber in meinem jetzigen zustand und meiner Wut welche ich in mir entfacht hatte, würde ich sie eher abschlachten und auslöschen, das durfte nicht geschehen denn dann war alles wofür ich gearbeitet hatte sinnlos gewesen.
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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   So 22 März 2015 - 21:06

Und schwupp, schon war die Lanze wieder weg. Merkwürdige Aktion, wie Alix befand. Hätte er sich auch gleich sparen können, das Ungetüm heraufzubeschwören. So konnte man zumindest keine Frau ihres Kalibers beeindrucken. Obendrein stellte er sich als Lehrer heraus. Warum sollte man sich als solcher mit einer Waffe vor einer Schülerin positionieren? Merkwürdiger Mann. Sehr merkwürdiger Mann.
Euphrat und Tigris, kamen der k’Hel in den Sinn, als sie den Worten des Lehrers lauschte. Alte Ammenmärchen verband sie damit, welche sich die Menschen gegenseitig erzählten. Aber aus genau der Gegend stammte also dieser werte Herr. Seine Heimatstadt, die gab es nicht mehr; und auf dem Vermächtnis erbauten die Menschen eine neue Stadt. Damit wurde seine Heimat überstrichen. Bestimmt kein schönes Gefühl. Alix stellte sich vor, wie es für sie wäre, wenn ihre Heimatstadt dem Erdboden gleich gemacht werden würde und man dann einen dummen, unnötigen neuen Ort draufsetzen würde. Nein, nein, so was könnte sie weder erlauben noch tolerieren. Wer dahinter stecken würde, sollte sofort gehängt, geschlachtet und verbrannt werden.

„Moskau“, antwortete sie mit einem Wort auf die Gegenfrage. „Eine wunderschöne, riesige Stadt, die alles zu bieten hat und sicher, wirklich sicher, nie einer anderen Stadt weichen wird.“ Sie grinste selbstsicher. Es müsste eine neue Dimension erschaffen werden, in der es möglich wäre, dass Moskau von der Erdoberfläche verschwinden könnte. Absolut absurder Gedanke.
„Der Winter ist dort weitaus schöner als hier.“ Wenn man das hier auf der Insel als Winter bezeichnen konnte, war es ein Witz, ein müder Lacher im Gegensatz zu der weißen Winterwelt Russlands. Väterchen Frost tauchte das Land immer wieder in ein wunderschönes Gewand, welches seines Gleichen suchte. Isola dagegen … pah … ein schlechter Witz.
Aber vielleicht wusste der Herr ja, wovon sie sprach. Das musste Alix natürlich überprüfen.
„Ward ihr eventuell schon mal dort gewesen? Oder vielleicht in St. Petersburg? Auch eine sehr schöne Stadt, in der meine Familie eine zweite Residenz besitzt. Nur zu empfehlen, wenn sie mal Urlaub in Russland machen wollen.“
Sie grinste fröhlich. Die Heimat in Erinnerung zu rufen, war sehr angenehm.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   So 22 März 2015 - 21:50

Als sie zu sprechen begann, wusste ich sofort was sie meinte, ich hatte Russland auch immer als eine schöne und auch tödliche Winterlandschaft empfunden. Dennoch waren beide Städte welche sie nannte waren alle ein wenig zu weit im Westen, zwar hatte ich beide schon besucht aber ich konnte mir kaum vorstellen das sie heute immer noch so waren wie damals. Schließlich entwickelten sich die Menschen ein wenig zu schnell für meinen Geschmack, so mussten zum Beispiel die schöneren älteren Gebäude den neuen und von meinem Standpunkt aus potthässlichen weichen. Meine persönliche Ansicht spielte dabei wohl auch eine sehr große rolle, schließlich hatte ich das mittelalter und die dunkle zeit davor geliebt, aber die Menschen hatten sich einfach zu schnell entwickelt, selbst kriege führten sie mittlerweile mit Waffen welche ich nicht einmal verstand, sie konnten sicherlich nicht einmal mehr wirklich mit Nahkampfwaffen umgehen so weit fortgeschritten waren sie.
Sie haben recht der Winter in Russland ist deutlich schöner als das hier.
Schließlich war es wenn man es mit dem Winter in Russland verglich wohl gar nichts, weshalb ich es als das bezeichnen musste. Mir waren schlichtweg keine anderen Worte dafür eingefallen, schließlich war es nicht einmal richtig kalt gewesen, andererseits wäre mein Körper ja beinahe in die Winterstarre verfallen. Dennoch lag das wohl daran das ich momentan geschwächt war und das ich nicht einmal annähernd die richtigen Klamotten getragen hatte, es waren einfach ziemlich blöde Umstände gewesen. Ja Moskau und Sankt Petersburg sind mir bekannt, es sind schöne Städte, dennoch war ich sehr lange nicht mehr dort.
Antwortete ich nebenbei während ich mich ein wenig umsah und nach einer Sitzgelegenheit suchte, es war noch ein Liegestuhl da, er war wohl beim Wintereinbruch vergessen worden, schließlich befand sich kein weiterer in Sichtweite. Also beschloss ich ihn ein wenig von dem Schnee welcher darauf lag zu befreien und mich hinzusetzen, dann blickte ich das Mädchen mit einem leicht grinsenden blick an. Ihre Kleidung war alles andere als gewöhnlich, möglicherweise wollte sie damit etwas anderes bewirken, aber diese Gedanken würden mich nicht weiterbringen also gab ich sie für den Moment auf.
Kennt ihr zufällig auch die gebiete weiter östlich?
Diese Frage war für mich nur logisch, schließlich kannte ich mich in den östlichen und nahezu unbewohnten gebieten wesentlich besser aus als in der Nähe der Städte. Ich hatte es immer gehasst auf menschliche Ansiedlungen zu treffen, es war für mich nicht immer einfach gewesen den Menschen zu helfen, sie hatten immer seltsam und ängstlich reagiert wenn sie mich sahen. Schließlich hatte ich zu dieser zeit immer meine Rüstung getragen und war selbst beim schlimmsten Wetter durch unbewohnte und leicht besiedelte gebiete gewandert. Sie hatten mich wohl teilweise für einen Dämon gehalten, damals waren die Menschen mehr als nur ein bisschen abergläubg gewesen. Ich bevorzuge einsame und unglaublich kalte Landstriche, schließlich begegnet man dort nicht so vielen Menschen...
Sagte ich noch ein wenig geistesabwesend während ich mir Gedanken machte was ich den restlichen Tag noch alles tun wollte und ob ich Eve möglicherweise wiedersehen konnte, langsam kam mir nämlich der verdacht das ich mich entschuldigen musste, wenn ich auch nicht wusste wofür genau.
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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   Mo 30 März 2015 - 21:01

Aleksandra erfreute es, zu hören, dass der Herr Lehrer die Schönheit ihrer Heimat kannte. Da konnte sie sich die langen Erklärungen und Erzählungen sparen. Dieser Mann hatte bereits die Faszination der beiden Großstädte Russlands kennen gelernt. Er wurde ihr langsam sympathisch. Nur hätte er mehr positive Worte über die beiden Orte verlieren können. Huldigungen fehlten. Sie wollte hören, wie sehr er sich dorthin zurücksehnte, weil er seitdem nichts vergleichbar Schönes gesehen hatte. Die Gier nach dem anmutigen Anblick der Bauten des Kremls sollte ihn verzehren. Aber sie tat es nicht. Entweder war er sehr widerstandsfähig oder er besaß nicht diese ganz besondere Begeisterung, die jedes normale Wesen haben sollte. Gut, dass er alles andere als Normal war, stand auf der Hand geschrieben: Wer war das schon? Warum also argumentieren mit normale Wesen?
Aleksandra verwarf den Gedanken und folgte mit ihren Augen Gilgamesh, der sich einen Platz zum Sitzen suchte. Der alte Herr schien erschöpft, nahm er sich doch einen Ruheplatz.
Aleksandra schlenderte ihm hinterher, setzte sich aber selbst nicht, sondern blieb vor ihm stehen. Ihr Blick galt zuerst dem weiten Ufer, welches sie klimpernd entlang folgte. Dann aber fanden ihre Augen die Liege, auf der Gilgamesh sich platziert hatte und musterten ihn. Seine Frage musste kurz verarbeitet werden, ehe die junge Dame antwortete.
„Sibirien? Natürlich.“ Sie blinzelte leicht verwirrt, da sie sich nicht ausmalen konnte, weshalb er sie so etwas fragte. Selbstverständlich kannte sie ihr Heimatland samt all den dazugehörigen Regionen. Es war wohl der Einfluss der westlichen Welt, der ihn denken ließ, der europäische Russe würde seine asiatischen Geschwister nicht kennen. Freilich war der Weg weit in den Osten, aber ein jeder und eine jede hatte ihn bereits bewältigt. Alix dachte gerne die Reise mit der Eisenbahn zurück, welche quer durch die sibirische Tundra verlief. Schöner als jede neumodische Naturdokumentation, wie sie in diesen leuchtenden Glasscheibenkästen lief.
Was aber gefiel Gilgamesh an der Einsamkeit Sibiriens? Es stimmte, was er sagte. Dort draußen in der Wildnis lebten noch alte Greise, die fest davon ausgingen, dass der Zar immer noch lebte. Bei all den tausend Kilometern brauchte eine weltbewegende Nachricht länger als gedacht. Nichts da mit dieser ominösen Moderne, von der alle redeten.
„Und was macht ihr dann dort, wenn ihr alleine seid und niemand da ist?“
Alix erinnerte sich an die Lanze, welche er vorhin aus dem Nichts hergeholt hatte.
„Trainiert ihr dann mit eurer Waffe? Seid ihr so einer, der sich wochenlang in der Wildnis einsperrt und dort mit seiner Waffe herumfuchtelt, weil er glaubt, dadurch besser werden oder seine innere Ruhe finden zu können?"
Die Vampiress streckte ihren rechten Arm leicht von sich und richtete die offene Hand gen Boden. Ihr Schatten, der darunter am Boden klebte, begann, sich in die Dreidimensionale zu heben und eine schwarze Beule wuchs empor. Auf halbem Weg zu ihrer Hand stockte sie und eine ebenholzfarbene Kiste kroch aus ihr hervor. Diese öffnete sich wie von Zauberhand und Aleksandra holte ihre eigene Lanze Swenebo heraus. Die Standarte mit dem Klan-Wappen prangerte kurz unter der glänzenden Speerspitze. Die leichte Brise ließ sie um den Stab herum tanzen.
„Dies ist meine Lanze – übrigens. Gefällt sie euch?“
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   Di 31 März 2015 - 19:24

Sie schien auf irgendeine Art anders zu sein als die meisten Wesen und auch Menschen welche ich bisher getroffen hatte, die Art wie sie dinge erklärte erschien mir suspekt, als würde alles hier eine Art von Spiel für sie darstellen. Außerdem schien sie sehr von ihrer Heimat geprägt worden zu sein, sie liebte ihre Heimat wohl doch konnte ich niemals auch nur ansatzweise verstehen wieso andere Wesen ihre Heimat liebten. Es konnte daran liegen das sie Eltern und Geschwister hatten, somit waren sie es nicht gewohnt immer alleine zu sein und mit sich selbst klarkommen zu müssen.
Mir allerdings war dies bekannt, ich war sehr oft alleine und ich hatte mich daran gewöhnt keinen Rückzugspunkt zu haben wenn irgendetwas schief gehen sollte. Trotzdem blickte ich sie nun an und überlegte einen Moment, es war wohl nicht an der zeit über solche dinge nachzudenken, denn sie schien eine Art Kiste zu beschwören aus welcher sie eine Art Lanze zog.
Die Bauart der Lanze ließ mich darauf schließen das diese irgendwo aus dem mittelalter stammte, da sie allerdings eine Art Wappen trug war ich mir beinahe sicher das es sich dabei eher um eine Art Spielzeug handeln musste. Schließlich behinderten solche Wappen den eigentlichen Kampf, wenn man jemanden mit der Lanze durchbohren würde, so würde sich das Wappen als eine Art Fleischhaken in das ziel einbringen und die Waffe somit nutzlos machen.
Schönes spielzeug habt ihr da, ich würde diese Art der Lanze lieber daheim an der Wand lassen wenn ich ihr wäret.
Sagte ich leicht lächelnd während ich in Nostalgie schwelgte, solche Waffen erinnerten mich immer wieder an die zahlreichen schlachten an welchen ich teilgenommen hatte. Das war damals das einzige gewesen was mich irgendwie von all dem was sonst passierte ablenken konnte, es war das einzige worin ich wirklich gut war. Obwohl ich nie gelernt hatte wie man Waffen benutzen sollte, so war ich dennoch mit der zeit immer besser geworden, bis zu dem Punkt an welchem es mich gelangweilt hatte zu kämpfen da sich niemand mehr gefunden hatte der mir hätte wirklich schaden können.
Nein, es macht wenig Sinn alleine den Umgang mit einer Waffe zu üben und noch weniger Sinn macht es zu versuchen die innere ruhe zu finden.
Sagte ich knapp und blickte sie weiterhin licht grinsend an, auch wenn mein Grinsen immer düsterer wurde, schließlich war es für sie ein Spiel und für mich nicht.
Die Einsamkeit Sibiriens hat nur einen wirklichen Vorteil.
Man muss sich nicht mit den Menschen abgeben und diejenigen die immernoch in Sibirien wohnen sind alle samt in Ordnung da sie noch eine andere Einstellung besitzen.
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BeitragThema: Re: Uferpromenade   Mi 8 Apr 2015 - 18:16

„Spielzeug?“, fragte sie verwundert nach. „Na, na, da irrt ihr euch aber gewaltig.“ Für einen kurzen Moment dachte Aleksandra darüber nach, erbost zu sein, weil er ihre geliebte Lanze als Spielzeug bezeichnete. Wie kam er nur auf den Gedanken? Ihre Anmut strahlte geradezu über die Uferpromenade. Niemand in Sichtweite konnte sich davor schützen. Doch dann kam er daher und meinte, es wäre ein Spielzeug.
Wenn sie genauer drüber nachdachte: Ja, sie wollte erzürnt sein. Die schiefe Miene in ihrem Gesicht drückte dies sicher bereits aus. Sie brauchte nichts sagen, damit Garm sich wieder erhob und die Kiste zum Vorschein brachte. Alix verstaute die Lanze und schloss die Truhe. Daraufhin verschluckte Garm diese und kehrte zurück zu seinem Job als Aleksandras Schatten. Nochmal würde sie ihm Swenebo nicht zeigen. Seine Chance hatte er vertan.

Gilgamesh‘ folgende Worte zu seinen Aktivitäten in Sibirien ließen Alix überrascht blinzeln. Natürlich konnte man alleine den Umgang mit einer Waffe üben. Da war sich die k’Hel sicher. Das einzige, was man nicht üben konnte, war der Kampf gegen Kontrahenten. Wenn er das gesagt hätte, hätte sie ihm zugestimmt.
Das mit der inneren Ruhe war von Aleksandra zwar nur lapidar in den Raum geworfen worden, jedoch respektierte sie die Spiritualität, welche dahintersteckte. Der Mann ihr Gegenüber jedoch teilte diese Einstellung nicht. Überhaupt: Seine Einstellung wirkte in diesem Moment sehr kalt, stur und eingleisig. Aleksandra konnte nicht behaupten, nicht ähnliche Züge zu besitzen, allerdings besaß sie die Auffassungsgabe, derartiges Verhalten zu erkennen und mit dem Finger darauf zu zeigen.
Dieses Grinsen … warum grinste er, während er so was sagte?
Aleksandra schaute ihn fragend an, als würde sie die Sprache nicht verstehen, die er sprach. Sein letzter Satz jedoch schlug klar und deutlich bei ihr ein. Da war der ukrainische Hund also begraben: Er mochte die Gesellschaft der Menschen nicht. Schüchtern? Sie kicherte innerlich. Äußerlich zeigte sich nur ganz schwach ein hämisches Grinsen – nahezu unsichtbar.
„Eine andere Einstellung, hm?“
Mit den Händen hinter ihrem Rücken ineinander gelegt, tänzelte sie halb um Gilgamesh herum. Das Grinsen zeichnete sich nun deutlicher in ihrem Gesicht ab.
„Sie meinen die zurückgebliebene Einstellung und die Fähigkeit, in der Zeit hängen geblieben zu sein?“ Aleksandra war wohl eine der Letzten, die sich über das Zurückbleiben in der Vergangenheit beschweren sollte. Immerhin war sie einst selbst in einer ihr vollkommen neuen Zeit aufgewacht. Das Begreifen und Zurechtkommen in der Moderne war für sie ausgesprochen schwer gewesen und immer noch war sie dabei, zu lernen und anzueignen. Die Hinterwäldler im tiefen Sibirien jedoch blieben mit Absicht in ihrer Zeit zurück. Alix hatte wenigstens den Fleiß aufgebracht, das Verlorene aufzuarbeiten.
„Sie sprechen von Bauern, die zu nichts anderem in der Lage sind, als in der Abgeschiedenheit zu leben. Solche Menschen finden sie in Ordnung? Na, ich weiß ja nicht.“
Alix wedelte mahnend mit dem Finger, als wäre sie die Lehrerin und er der Schüler.
„Ich erkenne nur einen Mann, der sich vor der Gegenwart fürchtet und lieber in eine Welt flieht, die nicht fortschreitet. Kann es sein, werter Herr Gilgamesh, dass sie ein Problem mit der Gegenwart haben?“
Er war selbst schuld, dass er ihre Lanze als Spielzeug bezeichnet hatte. Nun war sie am Zug dran, seine Leidenschaft als Spielzeug zu bezeichnen.
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