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 O1 - Büro der Direktorin

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BeitragThema: O1 - Büro der Direktorin   Sa 25 Dez 2010 - 15:45

das Eingangsposting lautete :



Büro der Direktorin




Das Büro der Direktion ist im Gegensatz zu den restlichen Räumen der Schule sehr klein, verfügt aber dennoch über aussreichend Möbel. Neben dem Schreibtisch des Direktors befindet sich auch ein weiterer Tisch, auf welchem 2 Bildschirme eines Computers Platz gefunden haben. In der Mitte des Raumes befinden sich ein Tisch und zwei Sitzbänke. So manch vorschriftswidriger Schüler wird hier schonmal gesessen haben, aber auch für Lehrer ist dies ein wichtiger Ort, um bestimmte Dinge mit der Direktion besprechen zu können.



     
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 13 Jan 2011 - 21:33

CF: Erdgeschoss | Gang

Nachdem ich mich mühsam an der ganze Masse Schülern vorbeigekämpft hatte, war ich schon irgendwie fertig mit meinen psychischen Nerven. Mir leicht über die Stirn gerieben, schritt ich auch die letzten Stufen hinauf und blickte noch mal hinab. Selbst einen Blick aus dem Fenster gönnte ich mir. Es war das Erdgeschoss… nicht mehr so hoch. Angenehm. Wenn ich eine Etage höher schon darauf geachtete hätte, wo wir waren… ich möchte nicht mal daran denken. Hauptsache ich hatte nicht daran gedacht. Jetzt war es wesentlich wichtiger, mich endlich zu melden. Wenn ich auf die Uhr sah - am Handgelenk - sollte schon bald die vierte Stunde anfangen. Meinen Mantel und alles zurecht gezogen, schritt ich auch bis zur Tür vor, an welche ich vorsichtig klopfte und darauf wartete, dass man mich rein ließ. Ich war es eher gewohnt, darauf zuwarten, anstatt einfach hineinzuplatzen. Vor allem dann, wenn ich wusste, hier einen neuen Arbeitsplatz zu haben. Es wäre einfach ein recht unschöner, erster Eindruck gewesen. Und den wollte ich nicht gleich am Anfang in den Sand setzen. War es mir schon unangenehm, dass ich mich verlaufen hatte. Ob ich das wohl… erwähnen musste? Schon wieder wurde ich von einer imaginären Träne an der Stirn erschlagen. Ob das meinem… Ruf - welcher nicht wirklich vorhanden war - schädigen würde? Bitte nicht.

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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 13 Jan 2011 - 21:50

Als die vier endlich weg waren, seufzte ich lautstark. Ich war enttäuscht von denen. Schon klar! Ich habe viel mehr von Ihnen erwartet.. Also nicht viel mehr Chaos aber.. mehr Anstand. In Gesellschaft werde ich dann wohl oder übel noch ein weiteres Hühnchen mit ihnen rupfen. Sowas machte ich gar nicht gerne, vor allem nicht als Lexus.. als Schulsprecher.
Ein Klopfen riss mich aus den Gedanken und ich sah zur Tür die sich am Ende des Zimmers befand. Noch machte ich keine Anstalten zur Tür zu gehen, denn ich wusste wer es war. Kein anderer als der neue Lehrer! Geschichte und Heilkunde würde er unterrichten.. Das war gut! Der Aushilfslehrer von Geschichte war enttäuscht von der Mondklasse, was mich nicht zufrieden stellte. So hoffte ich, dass er besser oder erfahrener im Umgang mit Schülern war.
Schnell verwandelte ich mich wieder in den molligen, halbglatzköpfigen Mann und blickte kurz auf die Uhr. Ich hatte Unterricht bald. Hm.'
"Herein!", kam es von mir und ich setzte mich wieder auf mein Schreibtisch. Keine Sekunde später, schlug die Tür von alleine auf und liess mich auf den Lehrer blikcken. Gilbert Nightray. ein ziemlicher schüchterner Typ, aber ich war mir sicher, dass er perfekt in die Schule passte!
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Do 13 Jan 2011 - 22:18

War man vielleicht nicht da? Oum… ich wurde doch etwas unsicher. Doch vielleicht brauchte man einfach nur etwas Geduld. Ja, Geduld war wohl das, was man heutzutage in diesem Beruf brauchte. Auch, wenn er einem bestimmt wirklich den Nerv rauben konnte. Kaum ertönten die Worte von der anderen Seite, wollte ich gerade Hand anlegen, als sich die Tür schon von alleine auftat. Unwissend darüber, schreckte ich auch etwas zurück. In dieser Hinsicht war ich absolut nichts gewohnt. Das sollte ich wohl bei Gelegenheit ändern. Nach drinnen geschaut, erblickte ich aus der Ferne auch den älteren Herren. Hm, war wohl der Leiter. Wie mir aber schon gesagt wurde, trat ich auch schließlich ein. Zwar wollte ich so auch wieder die Tür schließen, half diese sich aber schon von ganz allein. //…wie unheimlich…// Ich. War. Absolut. Nichts. Gewöhnt. Memo an mich: SO ETWAS sollte ich schleunigst ändern. Sonst würde ich hier draußen nicht lange überleben. Trat ich auch nach vorne, um mich mit gewissen Abstand vor den Schreibtisch zu stellen. Neigte ich auch höfflich etwas den Oberkörper. ”Gilbert Nightray. Verzeihen Sie, dass ich mich verspätet habe. Es~ gab einige Komplikationen, Sir“, murmelte ich leise und erhob mich wieder. So genau müsse ich nicht werden, oder? Das war also der Direktor dieser Schule? Hm. Wirkte nett. Auch, wenn ich noch kein wirkliches Wort mit ihm gewechselt hatte. Doch so wie es war, wirkte ich - glücklicherweise, nach dem Vorfall mit der Tür gerade eben - doch wieder wesentlich ruhiger. Welch Glück. ”Ich hatte mich beworben“, ehh~ das wusste er garantiert auch. Uhm… ich war aufgeregt. Gerade jetzt, wo ich es eigentlich gar nicht gebrauchen konnte. Was musste, dass musste. Wenn ich aufgeregt war, war ich es eben. Besser, als wegen irgendetwas auf zum Beispiel auf einer Banane auszurutschen. Das wäre in diesem Fall wohl noch unschöner gewesen.

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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Fr 14 Jan 2011 - 23:09

Es dauerte eine Weile bis der Lehrer eintrat, also lehnte ihc mich gemütlich zurück und ...nein, ich versuchte nicht zu schlafen. Wär viel zu cool gewesen. Ich musste essen... Naja, essen mitnehmen und dann sofort zum Boot, da Yuuto ihn gebeten hatte mitzukommen. Wuup. Rassenkunde im Freien. Oder so!
Als Nightray vor mir stand, erhob ich mich höflich auch und nickte lächelnd. "Verlaufen?", sagte ich etwas verschmitzt, aber nicht so, dass er dachte ich würde es böse meinen. "Das passiert den meisten Lehrern." Den Satz kurz hinzugefügt, musterte ich ihn eingehend. Ja, genau so hatte ich ihn mir vorgestellt *-*. Ja. Oke. Nicht dass ich schwul wäre, aber ich lächelte ihn einfach weiterhin an...
"Es freut mich sehr Sie hier begrüssen zu können. Ihnen wurde Geschichte und Heilkunde als Fach zugeteilt, wenn ich mich nicht täusche. Hier haben sie noch die Stundenpläne und ein paar andere Unterlagen. Lesen Sie sie durch und falls noch Fragen sind, sie können mich jederzeit unter der angebenen Nummer erreichen." Wieder lächelte ich und blinzelte auf die Uhr. Whaha! Nichts wie los!
"Wenn sie mich entschuldigen würden. Ich habe einen Termin." Ich deutete auf die Tür und schritt nachdem Mr. Nightray draussen war, ebenfalls raus.
"Auf Wiedersehen und es tut mir Leid, dass unser Vergnügen jetzt nur für eine kurze Zeit war." Mit diesen Worten verschwand ich und verwandelte mich in der nächsten Ecke wieder in Lexus. Wuup.

tbc: Verlassenes Ufer
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Fr 14 Jan 2011 - 23:51



Ich nickte erneut etwas unbeholfen und es war mir auch sichtlich peinlich, dass es überhaupt passiert war. Ich war zwar Lehrer, aber nicht die Bombe, in Dingen, wie den richtigen Weg auf Anhieb finden. Umso erstaunlicher war aber die Tatsache, dass es mir selber nicht als einziger passierte. ”Nicht? …oh“, murmelte ich leise hervor und schaute erstaunt zu ihm hinüber. Also so was. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Oder waren es einfach Worte, um mir meinen Patzer ruhig walten zu lassen? Hm. Auch wenn, aber es half doch irgendwie. Das er mich allerdings so - doch, es war nett. Versuchte ich daher einfach dem stand zuhalten, indem ich das gleiche tat und auch lächelte. War der erste Eindruck dadurch doch wesentlich unbeschwerter. Nickte ich auch abermals auf seine Worte, um ihnen die Wahrheit zuzustecken. Hatte ich mich immerhin für Geschichte und Heilkunde zuteilen lassen. Bestanden daraus auch meine Wege, die ich nahm, nachdem ich wieder auf der Erde war. Nahm ich auch die Papiere an mich, welche man mir übergab. Dies etwas beblinzelt, schaute ich wieder auf und trat schon - ich merkte es nicht mal selber - wieder aus dem Zimmer heraus. Sogar mit dem Direktor zusammen. Auch wenn er auf die Tür gedeutet hatte… hatte ich in der Situation wohl nicht mal bemerkt. Vor der Tür wieder zum Stehen gekommen, ließ ich die Blätter etwas sinken. Beugte mich aber nochmals etwas. ”Ich danke Ihnen“, murmelte ich höflich und schaute wieder auf, nachdem ich richtig stand, fügte dann aber noch hinzu, ”oh, natürlich. Ich will Sie nicht aufhalten.” Außerdem hatte ich ja die Nummer von ihm. Aber ich mich kannte, würde es wieder stundenlang dauern, bis ich mich dazu durchringen würde, eine der Zahlen auch überhaupt in mein Handy einzutippen, durch welches ich selber noch nicht mal genau durchstieg. Ich wusste zwar, wie es anging und auch aus, aber weiter… nun ja. Man war meist immer so nett und hatte mir die wichtigsten Nummern eingetippt. Wenn überhaupt. Schaute ich dem Älteren so auch nach und stand wieder alleine auf dem Gang. So. Und nun? Während ich einige Schüler beobachtete, wie sie in ihre Klassen schritten, erhaschten meine Augen auch den Blick auf die Tür zum Lehrerzimmer. Hm, wäre wohl erstmal das beste gewesen, dort vorbeizuschauen? Hoffentlich war noch keiner drin und die Lehrer waren mit ihren Schülern beschäftigt. So brabbelte ich irgendetwas sinnloses in mich hinein und schritt auf dieses zu. So nach dem Motto, auf gut Glück. Ja. Glück. Haha.

TBC: Lehrerzimmer

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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Sa 30 Jun 2012 - 17:08

Cf.: Beika-Weg

Es überraschte ihn doch sehr, wie sie auf seinen kleinen Gefühlsausbruch reagierte. Obwohl er nur die Stimme ein wenig erhoben hatte, machte das Tierwesen den Eindruck, als würde es gleich an einem Herzinfarkt sterben. Leichte Schuldgefühle hatte er deswegen schon, allerdings würde er sich später dafür entschuldigen, wenn er es nicht vergaß. Zu dem hielt der Blonde ihre Reaktion für etwas überspitzt und fragte sich unwillkürlich, wie sie wohl reagierte, wenn er seinen dämonischen Kräften freien Lauf ließ. Nicht, dass er überhaupt dazu in der Lage war, aber sollte es aus Versehen so weit kommen … dann würde sie vermutlich vor Angst sterben und das wollte er ihr nicht antun. Betreten auf der Unterlippe kauend, sah er ihr zu, wie sie sich schwankend aufrichtete und augenblicklich meldete sich wieder die Stimme in seinem Kopf, welche wohl sein Gewissen war. Schuldbewusst kratzte er sich an der Wange und verzog die Mundwinkel, als sie vor ihm her lief und dabei auf einen Sicherheitsabstand achtete, sobald Jun versuchte neben ihr zu gehen. Eigentlich hatte er sich doch ganz gut mit ihr verstanden; umso niederschmetternder war nun die Erkenntnis, dass sie offenbar eine gewisse Furcht vor ihm hatte. Aber was konnte er denn dafür? Er befand sich in einer nie da gewesene Situation und konnte einfach nicht damit umgehen, was gerade geschah. Sie konnte ihn dafür nicht verurteilen.

Schließlich im Büro des Direktors angekommen, wo direkt nebenan das Sekretariat lag, blieb der Schüler nochmal vor der Tür stehen und sah zu Horie. Sie schien sich ein wenig entspannt zu haben und doch konnte er ihr die Angst ansehen. »Tut mir echt Leid. Ich meine wegen vorhin«, entschuldigte er sich leise bei ihr und betrat nach einem Klopfen den Raum. Hinter einer Art Theke saßen zwei Frauen. Während die eine Papiere sortierte, saß die andere am Telefon und sprach mit jemandem am anderen Ende der Leitung. Trotz des Telefonats, entschied er sich dafür die Frau anzusprechen, welche inne hielt, um den Blonden anzulächeln und ihn über die Ränder ihrer Brille zu mustern. »Was kann ich für dich tun, mein Junge?«, war ihre erste Frage, worauf Jun zunächst still blieb und an seinem T-Shirt nestelte. Sie hatte nichts dazu gesagt, dass dieses blutverschmiert war, doch etwas anderes hatte er nicht erwartet. Wahrscheinlich arbeiteten diese Frauen schon lange hier und waren so einiges gewohnt. »Ich würde mich gerne erkundigen, äh … ob eine Schülerin noch diese Schule besucht. Können sie mir sagen, ob eine Jinai noch hier wohnt?« Mit pochendem Herzen verstummte er wieder und sah der Frau dabei zu, wie sie sich nickend erhob und zu einem Regal ging, in dem viele Akten lagen. Während sie sich dem Buchstaben J suchte, drehte sich Jun um und guckte nach Horie, die ihn begleitet hatte.
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   So 1 Jul 2012 - 12:06

pp: BEIKA-WEG
________________________

Innerhalb des Schulgebäudes war es nicht mehr möglich sich so viel Abstand zu verschaffen. Die Treppen, die ins Obergeschoss hinauf führten, waren zwar breit, doch es war immer noch etwas anderes, als über eine Straße zu laufen. Horie hatte es schließlich hin genommen und war am Ende wieder neben dem Blonden gelandet, wenn sie auch versuchte, so viel Abstand wie möglich zwischen ihnen zu lassen. Immer wieder warf sie einen Seitenblick auf den Jungen und allmählich machte sich Erleichterung in ihr breit. Er wirkte ruhiger. Das Tierwesen begann sich wieder zunehmend zu entspannen. Sie fürchtete zwar immer noch, dass er gleich wieder ausrasten würde, doch ihre Angst legte sich allmählich. Auf seine Worte hin konnte sie jedoch nur den Kopf schütteln und wedelte beschwichtigend mit der Hand, während sie schluckte, um die Trockenheit in ihrem Mund fort zu jagen, die sie am reden hinderte. „Schon in Ordnung. Ich muss für dich auch übertrieben reagiert haben, aber das hängt mit meiner Rasse zusammen. Ich erkläre es dir später.“, sie lächelte nicht. Doch ihre Augen wurden wieder wärmer und das unruhige Flackern ihrer Iris hatte nachgelassen.
Wie ein kleiner Schatten folgte sie Jun in das Sekretariat, blieb jedoch nahe der Tür stehen, um sich nicht aufzudrängen. Es war schließlich seine Angelegenheit. Das Mädchen bot ihm nur moralische Unterstützung an und konnte ihm die Gewissheit geben, dass jemand da war – sollte er jemanden brauchen. Hier sah alles so aus wie immer; die selbe Einrichtung, die selben Frauen, der selbe Geruch und die selben Geräusche. Mit dieser Erkenntnis ließ Horie schließlich den Blick zu einem der großen Fenster schweifen und musste entsetzt fest stellen, dass die Sonne sich bereits dem Horizont entgegen neigte und den Himmel in einen angenehmen Rot-Orange-Ton tauchte. Ein wenig von diesem Anblick gefangen starrte sie die Wolken an und folgte der Sonne bei ihrer Wanderung, dem Horizont entgegen. Wahrscheinlich war es im Waisenhaus schon Zeit für das Abendessen. Die Brünette wurde erst wieder hellhörig, als ihr Begleiter seine Frage äußerte. Das Mädchen fing seinen Blick auf, als er sich schließlich um drehte und sie schenkte ihm ein zögerndes, aufmunterndes Lächeln, während sie die Arme hob, um ihm zu zeigen, dass sie die Daumen gedrückt hielt. Sie wünschte es ihm wirklich von ganzem Herzen. Selbst, wenn sie ihn noch nicht lange kannte, so glaubte sie doch, dass er dieses Schicksal nicht verdient hatte. Dafür erschien er ihr viel zu nett – trotz Ausraster.
Horie war anzusehen, dass sie sich nun wieder vollends beruhigt hatte. Ihre Züge wirkten entspannt und sie hatte die Schultern ein wenig hängen lassen, während ihre Hände nun, wieder sorgsam ineinander gelegt, vor ihrem Körper ruhten. Das kleine Tierwesen konnte von ihrer Position aus nicht wirklich viel erkennen. Ob die Frau nun mit leeren Händen wieder kam oder doch eine Akte in den Armen hielt, blieb allein in Juns Blickfeld. Die Brünette begann schließlich an ihrem Kleid zu zupfen und trat schließlich kaum merklich vom einen auf das andere Bein. So ein verdrehtes und verkehrtes Wochenende hatte sie lange nicht erlebt. Es wurde doch wirklich mal Zeit, dass auf Isola wieder Ruhe einkehrte. „So mein Junge...“ Horie richtete sich wieder auf und wurde hellhörig. Wie würde das Urteil nun lauten? Gespannt hielt sie den Atem an, um ja kein Wort zu verpassen. War die Schülerin fort?
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mo 2 Jul 2012 - 13:58

Es kam ihm vor, wie eine Ewigkeit während die Frau durch die Akten blätterte. Dass hier viele Kinder im Waisenhaus lebten, wusste er bereits, aber dass es dann doch so viele waren, hatte der Blonde nicht erwartet. Als er sich flüchtig herum drehte, um nach Horie zu sehen, warf sie ihm einen aufmunternden Blick und ein Lächeln zu, welches zwar noch zurückhaltend wirkte, dennoch seinen Zweck erfüllte. Ebenfalls lächelnd wand er sich wieder nach vorne um, damit er auch nicht verpasste. Immer noch war die Dame mit der Suche beschäftigt und langsam fragte er sich, ob sie ihn mit Absicht warten ließ. Konnte man aus seinen Gesichtszügen etwas deuten, wie wichtig ihm das alles hier war und nun nutze sie dies schamlos aus, um sich selbst etwas zu vergnügen? Das war zwar ein langweiliger Job in einem Sekretariat zu sitzen, aber als derart bösartig schätzte er die Mitarbeiter hier nicht ein. Schließlich hielt die Frau inne und verschloss wieder den Schrank, bevor sie sich umdrehte und mit ineinander gefalteten Händen zurück zur Theke ging, hinter welcher Jun stand und sie mit einem erwartungsvollen Blick ansah. Von ihren Worten hing nun alles ab. Ob er gleich erleichtert oder tobend vor Verzweiflung aus dem Schulgebäude gehen würde. »So mein Junge, ich habe alle Mappen zweimal durch gesehen, aber der Name deiner gesuchten Person ist nicht vertreten. Ihr Name war doch 'Jinai', oder habe ich mich da verhört? Es tut mir Leid dir das sagen zu müssen, aber an dieser Schule existiert keine Schülerin mit diesem Namen.« Entschuldigend schien sich die Frau ein müdes Lächeln abzuringen, bemerkte jedoch, wie ihre Worte den Dämon trafen. Ausdruckslos blickte er in das Gesicht der Angestellten und konnte nicht realisieren, was sie eben gesagt hatte. Es musste ein Fehler vorliegen, das konnte gar nicht sein. Man konnte nicht innerhalb eines Tages ohne Weiteres verschwinden und seine Existenz und alles, was darauf hin deutete aufgeben.
»Nein, sie müssen nochmal nachsehen. Bestimmt liegt ihre Akte zusammengeknüllt ganz hinten im Regal«, sagte er und klang dabei so schrecklich nüchtern, als wäre ihr Fehler für ihn eine glasklare Sache. Doch die Dame schüttelte nur den Kopf und hob beschwichtigend die Hand. Sie schien mit solchen Fällen vertraut zu sein, nach ihrer langen Zeit im Amt. »Tut mir Leid, Junge, aber ich hätte die Mappe gesehen, wenn es eine gäbe. Ich fürchte es gibt hier keine Schülerin namens Jinai mehr.« Ihre uneinsichtige Haltung brachte Jun dazu die Kiefer aufeinander zu pressen und tief Luft zu holen. Statt es einfach zu akzeptieren und von dannen zu ziehen, schüttelte er kurz und energisch den Kopf. Mit bestimmten Schritten trat er um das Pult herum und machte sich auf direktem Wege zum Schrank, in dem sämtliche Akten der Schülerschaft lagen. Nun war auch das ruhige Gemüt der Sekretärin angekratzt und sie stellte sich mit verschränkten Armen vor ihn, ein tadelnder Tonfall lag in ihrer Stimme. »So aber nicht, mein Lieber. Wir haben hier Regeln an die sich jeder zu halten hat, da bist auch du …« Doch noch bevor sie zu Ende gesprochen hatte, verstummte sie und ihre Augen weiteten sich. Jun wusste nicht genau, was mit ihm geschah, aber die Tatsache, dass ihn diese Frau erst anlog – seiner Meinung nach – und dann auch noch nicht passieren ließ, brachte ihn in Rage. Was er natürlich nicht sehen konnte, war, dass sein linkes Auge die goldene Färbung verloren und nun ein dunkles Rot ohne jegliche Pupille angenommen hatte. »Sie lassen mich jetzt vorbei oder ihr hübsches Sekretariat wird bald nicht mehr so hübsch aussehen.« Auch seine Stimme klang anders als zuvor; irgendwie rauchiger und dunkler. Er konnte sich nicht gegen diesen Wandel wehren, wurde gesteuert von der Wut und Verzweiflung. Mit Leichtigkeit drückte er die Frau zur Seite und das nicht ganz sanft, sodass sie mit der Hüfte gegen den Schreibtisch stieß und stöhnend auf dem Stuhl zusammen sank. Ohne ihr auch nur einen Blick zu schenken, begab er sich zu dem Regal und öffnete dieses. Die Akten flogen nur so zu Boden und er würde nicht aufhören, bis er Jinais fand oder ihm jemand Einhalt gebot.
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mo 2 Jul 2012 - 15:08

Ihr Urteil war nicht jenes, welches sich Horie für den Jungen erhoffte. Obwohl sie selbst nie etwas mit dieser Jinai zu tun gehabt hatte, kam es dem Tierwesen so vor, als hätte sich eine bedrückende Schwere auf ihren Schultern nieder gelassen. Die Brünette rechnete beinahe damit, dass der Junge nun durch die Decke gehen würde, nachdem er sie vorhin so angeblufft hatte. Doch die erwartete Reaktion fiel aus. Er musste wohl unter Schock stehen. Die Monotonie mit der er sprach ließ Hories Mitgefühl erneut aufleben. An diesem Punkt wurde ihr klar, dass sie nie den Beruf dieser Frauen würde ergreifen können. Jun war bestimmt nicht der erste Schüler, der nach jemandem suchte und den Leuten tagtäglich solch eine Botschaft zu überbringen würde sie auf die Dauer zerstören. Die großen, grünen Augen fixierten für einen Moment die Frau hinter der Theke. Zu gerne hätte sie einen Blick auf den Jungen geworfen, um aus seiner Mimik schlau zu werden, doch alles was sie erblickte war sein Hinterkopf.
Dass sich der Junge in Bewegung setzte und so mir nichts dir nichts in die Tabuzone des Sekretariats eindrang brachte das Tierwesen schließlich dazu sich ebenfalls in Bewegung zu setzen. Sie wollte ihm hinterher und ihn aufhalten, doch nach wenigen kleinen Schritten und einer ausgestreckten Hand, die ihn berühren und zurück halten wollte, blieb sie wieder stehen, ließ den Arm einfach sinken. Die Angestellte hatte sich bereits zwischen Jun und sein Ziel gestellt. Für Horie war der Fall damit erledigt – zumindest dachte sie das. Ein Blick in ihre geweiteten Augen sorgten schließlich dafür, dass den Körper der Brünetten ein Ruck durchfuhr und sie in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Irgendetwas stimmte da nicht. Derweilen war nun auch die zweite Frau aufgestanden, doch als sie den Blonden sah, erstarrte sie. Was um Himmelswillen geht da vor? Seine Stimme ließ Horie schaudern und sie hätte vielleicht auf dem Absatz kehrt gemacht und wäre los gerannt, um Hilfe zu holen, wenn der Blonde die Angestellte nicht genau in diesem Moment unsanft fort gestoßen hätte. Ohne darüber nachzudenken, was sie eigentlich tat, hatte sich die Schülerin ihre tierische Veranlagung zu Nutzen gemacht und war auf direktem Weg über die Anrichte gesprungen. Es war ein natürlicher Trieb ihres Stammes, verletzte Wesen zu schützen und sich um diese zu kümmern. Die Brünette hatte sich neben die Frau gehockt, eine Hand auf ihrem Bein, eine an ihre Schulter, doch die verletzte Angestellte tätschelte Horie nur die Hand auf ihrem Bein, während sie stoßweise atmete. „S-schon gut L-liebes.“ Hilfesuchend wirbelte das Mädchen herum und sah zu der zweiten Frau im Raum, die sich mittlerweile aus ihrem Schockzustand befreit hatte und nach dem Telefon griff, um Verstärkung anzufordern – zumindest hoffte das Mädchen dies.
Horie zitterte am ganzen Körper und obwohl ihr Verstand dem Tierwesen befehlen wollte weg zu laufen sträubte sie sich dagegen. Die Akten fielen zu Boden und lose Blätter rieselten durch den Raum, als das Mädchen unter seinem Arm hindurch schlüpfte und sich in den schmalen Spalt zwischen dem Jungen und dem Schrank schob. Für einen Moment erstarrte sie und ihre Augen weiteten sich, als ihr Blick auf das linke Auge fiel. Es hatte die Farbe von geronnenem Blut und die Schülerin biss sich auf die Lippe, um nicht aufzuschreien. In ihren Augen sammelten sich Tränen, während sie die Arme schützend vor die Brust schob und die Hände zu einer betenden, gar flehenden, Haltung ineinander legte. „B-bitte Jun, h-hör auf!“ es war ein seltsamer Klang, der ihrer Stimme inne wohnte – eine Mischung aus Verzweiflung, Angst und Unsicherheit. Er durfte hier nicht alles zerstören. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt und Horie hörte das eigene Blut in ihren Ohren rauschen, als sie die schwarzen Flecken vor ihrem inneren Auge wahr nahm und zu verdrängen suchte. Zum Wegrennen war es zu spät, denn ihre Beine zitterten bereits so sehr, dass sie bei dem nächsten Schritt garantiert zu Boden sinken würde. Wie war sie nur hier hin geraten? Zitternd wie Espenlaub und mit trockener Kehle sah sie ihn an. Heiße Tränen rannen über ihre geröteten Wangen und ließen sie beinahe mitleidsvoll erscheinen. „Bitte Jun...
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BeitragThema: Re: O1 - Büro der Direktorin   Mi 4 Jul 2012 - 15:43

Er handelte vollkommen ohne freien Willen. Es war einfach die Wut, welche ihn dazu antrieb die Schubläden leer zu räumen, Verwüstung anzurichten und der Sekretärin Schaden zu zu fügen. Eigentlich hätte er nichts von dem gemacht, aber ihre Worte waren zu nieder schmetternd, zu verletzend gewesen. Die Situation brachte seinen dämonischen Kern zum Vorschein und drohte gar zu eskalieren. Bereits bis zum Ende des Stapels hatte er sich rücksichtslos voran gearbeitet, hatte dabei überhaupt nicht darauf geachtet, ob er einige Akten zerriss oder womöglich sogar jemanden an den Kopf knallte. Ihm war alles gleichgültig, abgesehen von Jinai, deren Mappe er unbedingt finden musste und das um jeden Preis. Dafür war ihm jedes Mittel recht, selbst wenn er Leute verletzte, die er sonst ziemlich gern hatte oder die unschuldig an ihrem Verschwinden waren. Inzwischen hatte auch sein anderes Auge eine rote Färbung angenommen und es schien bereits zu spät zu sein ihn zurück in die Wirklichkeit zu holen, als sich die kleine Brünette zwischen ihn und das Regal schob. Der Dämon hielt inne und betrachtete das Mädchen eine Weile mit ausdruckslosen Augen, die keinen Hass gegen sie wieder spiegelten. Sein Zorn wurde lediglich durch Taten bemerkbar. Als sie begann ihn anzuflehen, blickte er über ihren Kopf hinweg, drückte sie leicht zur Seite, um weiter durch die Akten zu blättern, doch als sie letztlich zu weinen anfing, verharrten seine Hände links und rechts neben ihren Schultern auf dem hellen Holz des Regals. Für ihn war es eine merkwürdige Situation, da er sich in seinem eigenen Körper als Zuschauer fühlte. Er glaubte selbst nicht handeln zu können, sondern fern gesteuert zu werden. Dabei konnte er ihre Tränen sehen, ihr leises Wimmern deutlich hören und das Zittern ihres Körpers beinahe hören. Jun blinzelte einige Male, versuchte die Kontrolle über seinen Körper zu erlangen und schaffte es zumindest sich vom Schrank weg zu reißen und einige unbeholfene Schritte nach hinten zu machen, um Horie mehr Bewegungsfreiheit zu geben. Irritiert griff er sich an den Kopf, blinzelte erneut und nahm die losen Blätter war, die überall auf dem Boden verstreut lagen. Dieser Ausbruch unterschied sich von jenem während des Angriffs – damals hatte er keinerlei Erinnerungen mehr an seine Verwandlung, doch nun peinigte ihn sein Gedächtnis mit seinem aggressiven Verhalten, welches er eben an den Tag gelegt hatte. Ächzend ging er in die Knie und das Rot seiner Iriden verblasste langsam, obgleich immer noch kein Bernstein vor lag, sondern eher in Wasser verdünntes Blut. Mit dem Drang sich zu übergeben, fuhr er sich mit beiden Händen über den Schopf und sah plötzlich hilfesuchend zu dem Tiermensch. Seine Finger zitterten mindestens so sehr, wie ihre Knie. Zudem fühlte er sich unendlich erschöpft, als wäre er gerade einen Marathon gelaufen. Das hatte alles mehr an seinen Kräften gezerrt als angenommen. Noch bevor er etwas sagen konnte, zum Beispiel sich entschuldigen oder alles zu erklären, wurde ihm schwarz vor Augen und er kippte zur Seite weg.
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