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 Beachvolleyballplatz

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Leviathan
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BeitragThema: Beachvolleyballplatz   So 11 Okt 2009 - 15:07

Der Beachvolleyballplatz



Beachvolleyball - eines der bekanntesten Strandspiele die es gibt. Bildet kleine Gruppen, vergnügt euch hier und springt danach ins kühle Nass..


Zuletzt von Takeru am Mo 5 Sep 2011 - 1:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Fr 14 Mai 2010 - 17:49

pp: Von Irgendwo.

Ich schlenderte gemütlich über den Garten, die Treppe hinunter und dann weiter bis zum Beachvolleyballplatz. Meine Gedanken kreisten nur um das eine Mädchen, das so plötzlich aus meinem Leben verschwunden war. Ob ich sie jemals wiedersehen würde, war mir nicht klar. Aber es würde meine Gefühle für diese Person nur wieder hochbringen und das brauchte ich nicht. Natürlich wollte ich nicht kalt rüberkommen, nein, das war ich auf keinen Fall.
Etwas besonnen lächelte ich und zog mich kurzerhand um, so dass ich nur noch in Badeshorts da stand. Es war kühl geworden und die meisten Schüler hätten bald wieder Unterricht.
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Fr 14 Mai 2010 - 18:13

pp: keine Ahnung

Die junge Lehrerin seuftze entnervt.
Da schaute sie nur einmal nicht hin und schon war sie alleine.Unmöglich einfach so ab zu hauen.. In Gedanken versunken ging sie weiter, ohne auf den Weg zu achten.
Wo sollte sie nun bloß schlafen? Eine Wohnung hatte sie bis jetzt noch nicht gefunden und in der Schule hatte man ihr nur sagen können das es in der Stadt ggf. in der Bar ein Gästezimmer gäbe, genau wüsste man das aber nicht.
"Verflucht nochmal.." brüllte sie los, als sie plötzlich über einen Stein stolperte und samt Sachen einen kleinen Hang hinunter kullerte.
"Autsch."murmelte sie und griff sich an den Kopf. Plötzlich verdunkelte ein Schatten ihre sicht.
Erschrochen guckte sie hoch.
Nicht das noch T_T. Wieso treffe ich nur Leute wenn ich es gar nicht gebrauchen kann ?!
Langsam rappelte sie sich auf und setze ihr typisches Grinsen auf. "Hey." sagte sie zu dem Fremden und musterte ihn kurz. WTF. Was macht er in Badeshorts hier draußen..
Die junge Frau drehte ihren Kopf leicht zur Seite um hinter hin gucken zu können.Achsooo. Darauf das hier dann wahrscheinlich ein Meer zum Schwimmen sein müsse hätte ich auch drauf kommen können ._.
Interessiert guckte sie wieder zu ihrem Gegenüber. "Lass dich von mr nicht stöhren." sagte Nyu gutgelaunt und find an ihre verstreuten Sachen zurück in den Koffer zu quetschen.
Ich werde dieses Teil umbringen.. den ganzen Weg hat es gut gehalten und ausgerechnet JETZT muss es aufspringen ?! grr..stirb Koffer !!
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Sa 15 Mai 2010 - 12:20

Gerade wollte ich schöön meine Decke über den Sandboden legen, als ich etwas den kleinen Hang runterrollen sah. War das..ein..Schüler?~ Ich kratze mich am Hinterkopf und lief dann zu der Person, die sich als eine.. Frau herausstelte. Ehm. Vor einer Sekunde hatte sie ein grimmiges Gesicht und nun.. konnte sie so lächeln? "Ein falsches Lächeln bezweckt nicht viel. Ist alles in Ordnung?", fragte ich sie und sah zu ihrem Koffer.
Langsam beugte ich mich runter und half ihr beim einpacken. Wie eine Schülerin sah sie nicht aus. Vielleicht ein unangemeldeter Lehrer? "Darf ich wissen, wie sie heissen? ..Oh, Pardon. Ich bin Lexus Lazáros Chronos. Nenn mich Lexus, bin hier der Di-..Schulsprecher."
Ich lächelte sie an und packte das letzte Kleidungsstück in den Koffer und kriegte ihn dann doch irgendwie zu. "Wohin des Weges? Ich denke sie wollen kaum mit ihren Sachen zum Strand." Ich grinste und begann schon mal Hügel raufzulaufen. Sonnen..baden.. oder so konnte ich ja später.
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Sa 15 Mai 2010 - 16:07

"Ein falsches Lächeln bezweckt nicht viel.." hörte Nyu den Typen labern.
Wie bitte was??! Hallo geht's noch.. da versucht man schon nett zu sein und schon wird man angepflaumt. Was bildet der Kerl sich eigentlich ein wer er ist ?? Höh ?!
Äußerlich reagierte Nyu jedoch gar nicht darauf. "Oh ne es geht schon sie müssen mir nicht helfen." meinte sie nur freundlich und strich sich verfüherisch eine Strähne aus dem Gesicht. "Oder vielleicht doch. überlegte sie weiter. "Wüssten sie vielleicht wo man übernachten könnte ?? Das Sekretariat konnte mir leider nicht wirklich weiterhelfen."
Die junge Frau lächelte freundlich und schloss voller Tatendrang ihren Koffer und fing an ihn hochzuschleppen.
Nochmal so ein langer Weg wie eben und ich brech zusammen T_T dachte sie missmutig und schüttelte leicht den Kopf. Sie hatte sich das hier alles wirklich anders vorgestellt..
"Darf ich wissen wie sie heißen ? ..Oh, Pardon. Ich bin Lexus Lazáros Chronos. Nenn mich Lexus, bin hier der Di-..Schulsprecher." redete ihr Gegenüber sie nun schon wieder an.
Nein Arschloch darfst du nicht. beantworetet sie in Gedanken seine Frage. "Mein Name ist Nyu Tanaka. Theoretisch baldige Lehrerin an der SnK, wenn ich heute Abend nicht an Erschöpfung in einen Jahrhundertelangen Tiefschlaf falle." Nyu kicherte los und ging hinter Lexus her.
Wieso dieses Di- vor dem Schulsprecher. Warte.. Nein OMG Moment mal. Kann es sein das er.. Q_Q Mist.
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Sa 15 Mai 2010 - 21:29

Durch meinen guten Stimmungserkenner, den ich reichlich ausgebildet hatte, spürte ich, wie die Frau innerlich brodelte. Es amüsierte mich ein wenig, aber ich liess sie lieber, da ihr mein Rat nicht passte.
Ich lief den Hügel hinauf und stellte den Koffer dann ab. "Hm. Vielleicht kriegen sie noch ein freies Zimmer der Schüler. Oder gehen sie wie die meisten Lehrer auch in den besonderen Stadtviertel bei denen die Lehrer ihre Wohnungen haben."
Lächelnd drehte ich mich um und eigentlich konnte sie sich glücklich schätzen, dass ich nicht Gedanken lesen konnte. Whatever~~~
"Freut mich, Miss Tanaka. Ich könnte sie gerne einschreiben, wenn sie wollen. Ausserdem fängt die Schule bald an." Mein Blick schweifte zum Kirchenturm beim Waisenhaus.
AH!.. So spät Natürlich~ Er musste los~ Schnell entschuldigte er sich (wtf. wo bist du eig. XD) und verschwand.. Richtung Schulhaus~

tbc: Magie '-'
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Mi 6 Jun 2012 - 16:54

pp: SPEISESAAL
_______________________


Sie hatte es geduldet, dass er ihr die Hand an die Taille legte und ihr sogar noch die Tür öffnete, auch wenn es ihr nicht sonderlich gefiel. Genau deshalb erzähle ich es niemandem... Die Dunkelhaarige hatte die Kiefer so fest aufeinander gepresst, dass sie bereits schmerzten. Wenigstens konnte sie sich sicher sein, dass er es nicht hinaus posaunen würde. Warum die Magierin ihm in dieser Hinsicht so viel Vertrauen schenkte konnte sie selbst nicht erklären. Es war einfach ein Gefühl, dass ihr sagte, dass dieses Geheimnis gut bei dem Rotschopf aufgehoben war. Die Dunkelhaarige hatte ihm schweigend zugehört, während ihr Blick immer wieder durch das Fenster nach draußen gewandert war. Sie würde sich später noch dazu äußern. Erst als der Tristam auf seine Kochkünste zu sprechen kam hatte er wieder das vollkommene Interesse der Magierin auf sich gezogen. Ungläubig verengten sich ihre Augen, während sie ihn musterte, um heraus zu finden, ob der Kerl die Wahrheit sprach. Er schien es wirklich ernst zu meinen. Entweder hatten sie Beide wirklich gemeinsame Interessen und Vorlieben oder es war eine Eigenschaft aller Engländer, die ihr vorher nie bewusst gewesen war. Irritierend war es allemal. Wenn sie sich wirklich darauf einließ diesen Typen besser kennen zu lernen vielleicht würde sie dann noch mehr Gemeinsamkeiten finden. Doch dafür müsste sie zumindest versuchen sich auf ihn einzulassen. Hin- und her gerissen von diesem Gedanken war sie zusammen gezuckt, als sich ein Regenschirm materialisierte.
Allmählich fragte sie sich wirklich mit was sie es zu tun hatte. Zumindest an seine Aura hatte sie sich gewöhnt. Es fühlte sich sogar beinahe gut an neben ihm zu stehen, eingehüllt in diese fremdartige Atmosphäre, die ihr Gänsehaut bereitete. Welche Möglichkeiten gab es denn? Er musste sich mit Materie auskennen, doch ein Magier war er nicht. Im Kopf ging sie alle Rassen durch, die ihr in den Sinn kamen, doch viel mehr Aufschluss gab ihr das ganze Herum-gerate auch nicht. Skeptisch hatte sie ihm ins Gesicht gesehen und eine Augenbraue in die Höhe gezogen, als er ihr den Arm hin hielt und sie in just diesem Moment an ihren Butler erinnerte. Vielleicht hätte ich ihm mein Elternhaus doch vorenthalten sollen... Augenblicklich verzogen sich ihre Lippen zu einem ausdruckslosen Strich. „Vergiss meine Herkunft.“, mit diesen Worten trat sie an ihm vorbei unter dem Schirm hervor und geradewegs hinaus in den Regen.

Es tat so gut den Regen auf der Haut zu spüren, das schwarze Haar, welches gar keine Chance bekommen hatte richtig zu trocknen und schließlich die Kühle zu spüren, die sie langsam erfasste. Das weiße Shirt zog sich mit Wasser voll und ganz allmählich sah man das schwarze Top durchscheinen, während sich das Shirt an ihren Körper schmiegte. Rosiel lief ein Stück über den aufgeweichten Boden – vorbei an der Tóku-Ni Bar, die in all dem Regen ein wenig trostlos wirkte. Erst als sie die Netze des Beachvolleyballplatzes sah blieb sie stehen und drehte sich zu dem Rotschopf um. Irgendwie wirkte sie erleichtert. Der Regen rann ihr über die Haut, ihre Kleidung war durchweicht und vereinzelte Haarsträhnen klebten ihr im Gesicht, umrahmten es, während sich ihre Mundwinkel leicht anhoben. „Vielleicht leihe ich dir meine Hand beim Kochen. Vielleicht.“ Sie legte sich nicht darauf fest, doch schlug sie es auch nicht aus. Sie behielt sich die Entscheidung für einen späteren Zeitpunkt vor. Stattdessen streckte sie die Arme nach hinten weg und stellte sich auf die Zehenspitzen. Ganz allmählich reckte sie sich dem Himmel entgegen.
Ihre Augen schlossen sich schließlich, während sie weiter sprach. „Warum bist du nach Isola gekommen? Braucht dich deine Familie nicht zuhause?“ Sie wusste, dass die Firma nicht gerade klein war, die den Tristams gehörte und je weiter man sich von England entfernte, desto unwahrscheinlicher war es doch einen von ihnen anzutreffen. Der Wind hatte durch die Kühle etwas schneidendes angenommen und doch fühlte sich die Engländerin wohl, so wohl, dass sie selbst nicht einmal merkte, wie die Energie in ihre Fingerspitzen strömte und diese leicht zum Leuchten brachte, die Luft vibrieren ließ. Für einen kurzen Moment vergaß sie sogar den Rotschopf. Das einzige, was blieb waren Wind und Regen. Eine stärkere Windböe zerriss diesen Moment schließlich, als sie Rosiel erfasste, die immer auch Zehenspitzen dort stand und dadurch völlig aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Sie öffnete schlagartig die violetten Augen. Überraschung war in ihnen zu lesen, als sie vom Wind nach hinten gerissen wurde. Es war abzusehen, dass sie in Kürze auf ihren vier Buchstaben landen würde.
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Mathéo Tristam
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Mi 6 Jun 2012 - 19:39

cf: Parterre | Speisesaal

Ganz schnell und besonders kalt huschte Mathéo ein Schauer über den Rücken, als er dieses paar Augen und die verzogenen Lippen dazu sah. Verwirrt schaute er auf seinen Ellbogen, suchte etwas, was sie abgeschreckt haben könnte, doch er fand nichts. Ohne eine positive Regung war sie an ihm vorbeigestiefelt und ließ ihn samt Angebot förmlich im Regen stehen. Und was ist nun schon wieder? Da versuchte er, freundlich zu sein und wurde ignoriert. Er kam schon fast auf den Gedanken, dass sie allergisch gegen gute Sitten anderer war, anders konnte er es sich nicht erklären. Als er ihr aus dem Speisesaal geholfen hatte, strahlte Rosiel bereits eine seltsame Aura aus. Ganz mit Behagen hatte sie es nicht zugelassen. Und dann das hier. Mathéo wusste wirklich keine Antwort darauf. Was hat sie nochmal gesagt? Ich soll ihre Herkunft vergessen? Was hat das denn jetzt auf einmal damit zu tun? Ein Seufzen wurde vom Regen in die Traufe gespült. Die Frage, was mit Rosiel plötzlich los war, blieb allerdings hängen. Wasserfest schien sie nicht abwaschbar zu sein. Aber es musste eigentlich auch eine Erklärung dafür geben. Rosiel wollte, dass er ihre Herkunft vergaß. Vorhin wollte sie nur, dass er niemanden davon erzählte. Mathéo ging erst mal davon aus, dass es kein Thema war, worüber sie allzu gerne sprach bzw. wo sie womöglich negative Erinnerungen mit verband. Es könnte sein, dass der Tristam sie an daheim erinnert hatte durch seine Art und Weise. Das würde dann bedeuten, dass er nicht höflich zu ihr sein durfte, damit sie nicht sauer auf ihn wurde. „Hm“, murmelte er noch in seinen nicht vorhandenen Bart hinein, als er Rosiel beim davonschlendern nachschaute. Auf einen Versuch konnte er es ruhig ankommen lassen. Daher setzte er sich endlich in Bewegung und beschleunigte seinen Schritt, um zum Mädchen aufzuholen. Allerdings behielt er einen gewissen Abstand ein, damit sie sein Schirm nicht schützte. Sie wollte diesen Luxus ja anscheinend nicht. Rosiels genervtes Gesicht bekam er vorerst trotzdem nicht aus dem Sinn. Aber warum hat sie mir es erst verraten? Die Tatsache, dass sie nicht wollte, dass andere darüber Bescheid wussten, passte nicht ganz damit zusammen, dass sie ihm ziemlich früh ihren Familiennamen genannt hatte. Warum er? Sie hatte ihm bisher nicht das Gefühl gegeben, etwas Besonderes zu sein, weshalb sie ihm sofort ihr Vertrauen schenkte. Ganz das Gegenteil war laut des Tristams Wahrnehmung der Fall. Warum also? Ein merkwürdiges Spiel, dachte er sich.
Mit der Zeit und mit den Schritten erreichte das eigentlich ungleiche Paar den Beachvolleyballplatz. Der Regen tat derweil einen hervorragenden Job beim Einweichen. Rosiel triefte förmlich. Ihr weißes Oberteil saugte sich mit den Regentropfen voll und gab milchigen Einblick auf ihr schwarzes Top. Welch Glück, dass wenigstens das dunkle Kleidungsstück des Dämons Blicke keine peinliche Situation erzeugen ließ. Es bedeckte ihre Weiblichkeit bei weitem besser als das nun durchsichtige Shirt. Ob das nun zum Leidwesen des Tristams war, sei dahingestellt. Ein Grinsen durfte er sich sicherlich bezüglich der Überlegung erlauben. Endlich bekam er eine Reaktion auf seine Kochanfrage. Es war kein Ja, aber es war auch kein Nein. Wenn man bedachte, dass er es hier mit Rosiel Midford zu tun hatte, konnte er sich sicher glücklich schätzen, nicht sofort abgeblitzt worden zu sein. Allmählich dachte er, ein klares Bild von ihrem Charakter zu bekommen. Rosiels Lächeln schenkte ihm allerdings Hoffnung. Es war schön anzusehen und doch so unwirklich, weil es selten zum Vorschein kam und dann den Schleier eines Märchens mit sich brachte. Die nächste Frage des Mädchens ließ Mathéo wieder hellhöriger werden. Grundsätzlich könnte er frei über seine Familie reden, wäre es nur etwas Sachliches, was sie wissen wollte. Ihn allerdings zu fragen, warum er nicht an derselben Stelle war, wie der Rest des Tristam-Geschlechts, war etwas anderes. Kurz verstummte seine Miene, ehe sie mit viel Mühe wieder ins Reich der Lebenden geholt wurde. „Sagen wir so: Ich brauche sie nicht mehr.“ Und damit war es auch schon gegessen. Mathéo wollte ihr zwar nicht distanziert begegnen, aber bei diesem Thema wollte er einfach nicht tiefer in die Materie eindringen, wenn er jemandem gegenüberstand, wen er erst seit kurzem kannte. Nein, dafür war es ihm zu ernst bzw. zu bedrückend.
Mathéo wollte den Mund schon zur Gegenfrage öffnen, doch da stopfte ihn Mutter Natur einen Schwall kühle, feuchte Luft in den Mund – auch ein paar Tröpfchen waren mit von der Partie. Eine kleine Böe tauchte auf und ließ die Hose des Tristams flattern. Frisch, dachte er sich. Die Augen warne leicht zusammengekniffen und doch weit genug geöffnet, um zu sehen, wie Rosiel zu schwanken begann. Total unbewusst ging er einen Schritt auf sie zu und als ihm dann vollends klar wurde, dass sie zu kentern begann, fiel der Hand sofort aus seiner Hand, um mit allen zehn Fingern samt Anbau das zarte Wesen aufzufangen. Was stellt sie sich auch so wage in den Wind, dummes Ding. Zwar fluchte er innerlich, aber das musste niemand für ernst nehmen. Es waren tadelnde Gedanken, die schnell wieder umschlugen. „Na, hätteste mal mehr gegessen, dann würde dich der Wind nicht so schnell umwehen.“ Mathéo – der Retter – war von der Seite gekommen. Mit der immer noch freien Linken hatte er hinter ihren Rücken gegriffen und den Fall gestoppt. Die Rechte, welche keinen Schirm mehr hielt, langte an ihre Seite, um sie zu stabilisieren. Die Tasche hing noch, allerdings hatte sie auf dem Boden aufgesetzt. Er grinste schelmisch. Sicherlich gefiel es ihr nicht, dass er sie aufgefangen hatte. Noch ehe er sie wieder aufrichtete: „Verzeih mir, dass ich so bin, aber das hat nichts mit deiner Herkunft zu tun. Wenn es dich ankotzt, tut es mir leid, aber ich werde es sicher nicht ändern, nur weil daheim alle genauso zu dir waren.“ Seine rechte Hand griff nun ihre und holte sie mit einem flotten Schwung zurück in die Senkrechte. „Mir war dein Name zwar bekannt, aber ich hab‘ wirklich keine Ahnung, was ich den Midfords zuordnen kann.“
Nun wurde auch er vom Regen erwischt. Es schauerte schon nicht mehr, aber leichter bis mäßiger Regen war es immer noch. Außerdem sah der Himmel so aus, als könnte jederzeit wieder ein kurzer Schauer herabstürzen. Der Regenschirm – der lag noch in einer Pfütze nahe dem Beachvolleyballfeld. Das wilde, rote Haar wurde immer schwerer und krümmte sich über das Stirnband hinweg. Die Sicht wurde ihm dennoch nicht genommen, da er sich mit einer Packung Finger die Strähnen aus dem Gesicht wischte, nachdem er das Band von der Stirn nahm. Bevor es ganz nass wurde, verstaute er es lieber in einer seiner Seitentaschen der Hose. Aber da diese auch schon nass war, sollte sie dem Stirnband keinen trocknen Schutz bieten können. Das graue Oberteil hielt besser als ein weißes. Statt transparent zu werden, wurde es dunkler und gab dem Dämon einen ganz neuen Teint.










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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Mi 6 Jun 2012 - 22:12

Seine Worte hallten in ihren Gedanken wieder, reihten sich immer wieder in einer Endloskette aneinander, während sie nach hinten weg kippte. Vielleicht hätte sie nicht nach seiner Familie fragen sollen. Wenn sie mehr Feingefühl besäße, dann wäre es ihr von vorneherein klar gewesen, dass es keine günstigen Umstände gewesen waren unter denen er sich hier her begeben hatte. Seine Aussage ließ darauf schließen, dass er sich von ihr abgewandt hatte und für einen kleinen Augenblick bereute sie es sogar, sie – Rosiel Midford, dass sie ihn danach gefragt hatte. Vielleicht habe ich falsch über dich geurteilt. Vielleicht würdest du mich sogar besser verstehen, als jeder andere, aber ich werde es nicht zulassen, dass du es erfährst. Beinahe tranceartig nahm sie seine Hände war, die sie davor bewahrten in den durchnässten Sand zu fallen und im Schmutz zu versinken. Erst als sie seine Stimme hörte, die ihre Gedanken an seine Familie fort spülten, sammelte sie sich wieder und öffnete den Mund augenblicklich zum Protest, nur um ihn kurz darauf wieder zu schließen und ihm wütend entgegen zu sehen. Woher willst du denn wissen, wie viel ich esse? Die junge Magierin war im Inbegriff sich frei zu zappeln, als seine Stimme sie dazu bewog noch einen Moment lang in dieser Position zu verharren. Sein Grinsen hätte sie ihm am liebsten aus dem Gesicht geschlagen.
Ich kann es dir ja auch wohl kaum verbieten.“ brachte die Dunkelhaarige hervor. Ohne zu protestieren ließ sie sich wieder aufrichten und wirbelte herum, sobald sie ihren Halt wieder gefunden hatte. Ihr Zopf hatte sie gelöst und der Regen hatte sein übriges getan, damit das lange, seidige Haar strähnig über ihre Schultern und in ihr Gesicht fiel. Ihn darauf prüfend, ob er wirklich die Wahrheit sagte betrachtete sie das Oberteil des Rotschopfes, welches zunehmend dunkler wurde. Bald würde auch sein Haar genauso wie das ihre aussehen – nur nicht ganz so lang. Ob du wirklich die Wahrheit sprichst? Vielleicht ist es wirklich besser, wenn du nichts über meine Familie weißt. Immer noch zweifelnd trat sie schließlich wieder einen Schritt auf den Rotschopf zu und erhaschte aus den Augenwinkeln einen Blick auf seinen fallen gelassenen Regenschirm. Selbst, wenn er ihn jetzt wieder aufheben würde, nasser konnte er auch nicht werden. Er hatte sie wirklich aufgefangen und selbst riskiert nass zu werden. Entweder war es ein Reflex gewesen oder anerzogen. Reine Freundlichkeit schloss das Mädchen aus. „Du wirst ganz nass.“ Es war eine Feststellung, die so offensichtlich war, dass man sie nicht hätte aussprechen müssen und dennoch war es das einzige, das sie dazu zu sagen hatte. Schweigend beobachtete sie den Tristam dabei, wie er versuchte seine Stirnband ins Trockene zu bringen. Rosiel hatte keine Berührungsängste und demnach war es für sie auch nichts besonderes in seine Hosentasche zu greifen und das Stück Stoff hervor zu ziehen, um es in ihrer Tasche zu verstauen, die sie derweilen wieder angenehm über der Schulter hängen hatte. Dort würde es trocken bleiben, denn immerhin war zumindest die Tasche wasserdicht.
Das viele Stehen zwischen Regen und Wind hatte seine Folgen. Allmählich begann die Engländerin zu zittern und eine Gänsehaut bildete sich auf ihrem Körper. Sie war den Wind nicht gewohnt. Im Gegensatz zu dem beinahe schon täglichen Niederschlag der Heimat. Was sie jetzt vor hatte würde sie einiges an Überwindung kosten. Im Grunde missfiel es ihr das zugeben zu müssen, doch wenn sie ihn nicht gehabt hätte, dann...ja wer weiß, wie der Sturz dann geendet wäre? Vielleicht wäre sie auch ungünstig gefallen oder sonst etwas wäre passiert. Rosiel presste die Lippen, welche bereits begannen sich blau zu verfärben, aufeinander und schluckte. Konzentriert hatten sich ihre Augenbrauen zusammen geschoben und die Magierin hatte die Hände leicht verkrampft zu Fäusten geballt, während sich ein Kloß in ihrem Hals sammelte, den sie nur schwerlich schaffte hinunter zu schlucken. Die Dunkelhaarige konnte von Glück sprechen, dass man die Röte auf ihren Wangen auch der Kälte zuschreiben konnte, während sie ihren Blick auf die Brust des Tristam richtete. „Danke und... es tut mir Leid.“ Er musste wohl von selbst darauf kommen, auf was genau sie das bezog, denn ausführlicher würde sie nicht werden. Ein erneuter Kälteschauer ließ sie sichtbar zittern, während sie die Hände vor der Brust verschränkte und dem Rotschopf wieder in das nasse Gesicht sah. „Lass uns zurück gehen Mathéo.“ Mit diesen Worten schlang sie die Arme auch schon enger um den zitternden Körper und stapfte durch den feuchten Sand – dem Waisenhaus entgegen. Sie ging einfach davon aus, dass ihr der Junge folgen würde. Zudem hatte sie auch noch sein Stirnband und darauf würde er bestimmt nicht verzichten wollen, oder? Trocken gelagert vegetierte es in ihrer Tasche vor sich hin, die bei jeder ihrer steifen Bewegungen mit schwang. Sollte er halt zu ihrem Zimmer mit kommen.

tbc: ZIMMER 111
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Mathéo Tristam
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BeitragThema: Re: Beachvolleyballplatz   Do 7 Jun 2012 - 1:14

Scheinbar verstand sie ihn. Zumindest fühlte sich Mathéo verstanden und konnte sich beruhigen, dass sie nicht weiter glaubte, er würde versuchen, sie heimatlich zu behandeln. Besonders jetzt würde er es vermeiden, damit eines Tages anzufangen, da es ihr absolut nicht zu behagen schien. Was Mathéo hingegen nicht behagte, war das Auflösen ihres Zopfes. Mit diesem sah sie, musste er gestehen, besser aus als mit den offenen Haaren nun. Das konnte teilweise an der triefenden Feuchte liegen, aber viel sicherer konnte man darauf wetten, dass es an Mathéos Leidenschaft für Hälse lag.
Mathéo kicherte. „Hm, irgendwie schon.“ Rosiels letzter Kommentar über seine Feuchtigkeit amüsierte ihn. Es lag auf der Hand, dass er nass wurde. Diesen Umstand extra anzusprechen, war nicht nötig, aber sie tat es trotzdem; sie – Rosiel Midford. In den dämonischen Ohren war es weitaus mehr als eine Feststellung, es war ein Eingeständnis, dass sie ertrug, dass er es wegen ihr wurde. Einen anderen Grund hatte er jüngst nicht gehabt, um den Regenschirm wegzuwerfen. Ob er sie mit einer Hand aufgefangen hätte, sollte man nicht anzweifeln können, aber für den nötigen Komfort brauchte er auch sein zweites Fingerpaket. Jedenfalls war es herzallerliebst, zu hören, dass er nass wurde. Klingt komisch, war aber so. Und komisch war auch der Griff in Mathéos Hosentasche – durchgeführt von Rosiel Midford. Mulmig war ihm keinesfalls. Allmählich fing er an, sich an ihre unerwarteten Taten zu gewöhnen. Außerdem war es sehr angenehm … also nicht, dass sie an seinem Bein kramte, sondern dass sie sich um sein Stirnband sorgte. Wieder eine Tat, die er ihrem Ego nicht zugetraut hätte. Scheinbar hatte das Mädel ein schlechtes Gewissen. Schuldig wollte sie niemandem sein, konnte man sagen.
Aber gut, darüber lange zu philosophieren, brachte auch nichts. Außerdem war es nicht ohne, im strömenden Regen zu stehen. Es war zwar immer noch ziemlich warm, dennoch war es ungesund, im Regen zu verharren. Für einen Dämon vielleicht ein minderes Problem, für jemanden, der … irgendwas anderes war, konnte es jedoch mehr Folgen haben. Mathéo wollte kein Risiko eingehen und Rosiel zeigte auch schon deutlich, dass es ihr nicht behagte. Schöner Regen hin und her; sobald es unangenehm wurde, schmeckte auch der beste Schokokuchen nicht mehr. Glücklicherweise gab sie den Startschuss. Das Mädchen wollte zurück. Aber was war das davor? Dieses Mal musste Mathéo wieder überrascht dreinschauen. Vollkommen baff, sah er sie zuerst an, dann musste er grinsen, dann lächelte er, ein Kichern war zu vernehmen, aber das wirkliche Lachen verkniff er sich. Dieser Anblick war einfach zum umfallen. Nein, wirklich, wie sie sich anstrengte, diese Worte über ihre Lippen zu bringen, amüsierte den Tristam immens. Einfach zu putzig. Einfach zu putzig. Am liebsten hätte er ihr in die Wange gekniffen und sie getätschelt, aber aus Sorge um seine Gesundheit verzichtete er darauf. Allerdings würde er sich diesen Moment sehr gut merken. Es war ein besonderer - keine Frage und es war sicher kein einfacher für die kleine Midford. Mathéo musste es ihr irgendwie zurückzahlen. Dass sie sich so verbog nur für ihn, musste belohnt werden. Und da sie immer weniger versuchte, ihn loszuwerden, ging er davon aus, dass er auch noch die Chance zu seiner guten Tat bekommen würde.
Rosiel stiefelte schließlich los. Sie wollte ja zurück zum Waisenhaus. Wirklich ausgiebig war der Spaziergang nicht gewesen. Den Regenschirm schnappte sich der Tristam noch und hievte ihn über den Kopf. Nass war er schon. Aber er könnte sich wieder trocken zaubern und dann dank dem Schirm auch trocken bleiben. So hob er den freien Zeigefinger schon an seine Brust und wollte eben den Impuls geben, als er innerlich vom Beauftragten seiner Fantasie einen Tritt abbekam. Mathéo sollte es nicht machen, sollte abwarten. Ebenso sollte er Rosiel nicht vorzeitig von ihrer Feuchtigkeit erlösen. Selbst wenn er es konnte und ihr diesen Gefallen gerne getan hätte, sollte er es unterlassen. Der Tristam vertraute auf seine innere Stimme und verblieb im nassen Zustand. Den Schirm jedoch behielt er aufrecht. Auch wenn wer nass war, musste das nicht heißen, dass es keinen Sinn machte, weiteres Befeuchten zu vermeiden.
Mathéo nahm wieder das Tempo der jungen Dame auf und gesellte sich in die Nähe seines Stirnbandes. „Ich mach das nur wegen der Tasche!“, sagte er sofort, als er so nahe kam, dass Rosiel ebenfalls unter dem Schirm lief. Gemeint war das Stirnband, welches er zusätzlich schützen wollte und doch war es nur eine Ausrede, um die wahre Intention zu verschleiern.

tbc: 1. Stock / Mädchentrakt | Zimmer 111 – Miko, Rosiel










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