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 Cyril van Nykvist

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Cyril van Nykvist
Mondklasse Schüler
Mondklasse Schüler
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Anmeldedatum : 07.09.18

BeitragThema: Cyril van Nykvist   Fr 7 Sep - 17:33




 

Cyril van Nykvist
Schüler






» Allgemeines «


Nachname: van Nykvist
Vorname: Cyril
Spitzname: Cy, Wolfilein (von Lyall, wenn er ihn mal wieder necken will)
Geburtstag: 11. Januar 1998
Alter: 17 Jahre
Rasse: Werwolf
Geschlecht: Männlich
Sexuelle Orientierung: Homosexuell
Beziehungsstatus: Glücklich vergeben an Lyall
Ankunft auf Isola: Januar 2014



» Äußerlich «


Statur: Für seine Körpergröße ist Cyril ein wahres Fliegengewicht. Allein schon aus gesundheitlichen Gründen könnte er ein paar Kilo mehr auf den Rippen gut vertragen, doch irgendwie nimmt der Gute nicht einen Gramm zu. Dazu kommt noch, dass er so gut wie keinen Sport treibt (nur den Schulsport, zu dem man ihn nötigt), also ist auch nicht besonders viel Muskelmasse vorhanden, die für etwas Gewicht sorgen könnte. Alles in allem ist er relativ schlank gebaut.

Größe: 182cm

Gewicht: 59kg

Augenfarbe: Violett

Haarfarbe: Schwarz

Piercings/Tattoos: Drei Piercings zieren das linke Ohr des Werwolfs. In den oberen beiden Ohrlöchern sitzen meist nur einfache Stecker, in dem Unteren wird der Stecker nach Lust und Laune gewechselt, sodass es dort auch mal etwas ausgefalleneres sein darf.

Kleidungsstil: Einen festen Kleidungsstil hat Cyril eigentlich nicht. Er zieht meistens das an, was er bequem findet und grade im Kleiderschrank hat. Und das kann von T-Shirt bis schickes Hemd wirklich alles sein, wobei das alles nie eine wirkliche Farbexplosion ist. Es kommt selten vor, dass er mal etwas wirklich Knalliges anzieht. Und wenn, dann haben diese Klamotten meist die Farbe seiner Augen – Violett. Wobei er nie auf die Idee kommen würde, ein komplett violettes T-Shirt anzuziehen. Das wäre dann doch etwas zu viel des Guten. Die meisten seiner Klamotten sind in Grau-, Schwarz- oder Brauntönen gehalten.
Wenn es um Hosen geht, hält er es auch lieber simpel. Ein paar graue, dunkelblaue oder schwarze Jeans, mehr braucht man nicht. Für den Sommer vielleicht noch ein paar kurze Hosen, die dann allerdings auch keine anderen Färbungen aufweisen.

Auch wenn man jetzt denkt, dass der Werwolf nur anziehen würde, was ihm grade in die Finger kommt, liegt man nicht ganz richtig. Denn er macht sich durchaus Gedanken über sein Erscheinungsbild – allein schon wegen Lyall. Ihm möchte er ja schließlich gefallen. So kann es auch manchmal vorkommen, dass er sich noch eine Kette oder ein Armband anzieht, eine passende Jacke über das Shirt oder auch eine einfache Schlüsselkette zur Zierde an der Hose befestigt.

Besondere Merkmale: Eine kleine, fast schon kreisförmige Narbe ziert den rechten Bauchraum des Werwolfs. Diese hat er sich damals zugezogen, als er vor seinen Entführern weggelaufen ist und unglücklich auf einen abstehenden Ast gestürzt ist. Auf seiner rechten Schulter ist die Narbe einer Silberkugel sehr gut zu erkennen, die er sich auf der Flucht vor Werwolfjägern zugezogen hat.

Fotoalbum:
Spoiler:
 



» Gut zu wissen «


Charaktereigenschaften und Eigenheiten:
gelegentlich faul | Ordnungsfimmel | unpünktlich | entspannt | direkt | sorglos | stellt gerne Unsinn an | Computerfreak

Bereits kurz nachdem man Cyril kennen gelernt hat stellt man fest, dass dieser ein ziemlicher Ordnungsfanatiker ist. Und so war er – im Vergleich zu vielen anderen Kindern – fast schon immer. Es gefiel ihm früher schon nicht, wenn Spielsachen auf dem Boden, statt in der Spielzeugkiste lagen und ein ungemachtes Bett machte ein Zimmer direkt viel unsympathischer. Wenn du also weißt, dass er bei dir vorbei kommen wird, räum dein Zimmer gefälligst vorher auf! Denn bevor er es sich in dieser Umgebung gemütlich machen würde, würde er lieber alles selbst aufräumen. Doch daran hindert ihn zum Teil die Faulheit, die in manchen Fällen gerne die Überhand gewinnt. Außerdem sieht er es nicht ein, den Mist von jedem anderen wegzuräumen – auch, wenn er es manchmal gerne machen würde. Er ist sich aber ziemlich sicher, dass die anderen das schnell merken und somit auch ausnutzen würden. Es ist also oft eine ziemliche Zwickmühle, in der er sich da befindet. Einerseits will Cyril sich nicht in einer solchen Umgebung aufhalten, aber andererseits ist er es leid, hinter anderen her zu putzen und ist manchmal auch einfach viel zu faul, um sich davon nerven zu lassen. In den meisten Fällen hängt es also sehr von seiner Stimmung ab, ob er dir wegen einen paar rumliegenden Klamotten am liebsten eine Standpauke halten würde, es direkt selbst wegräumt oder versucht, das Ganze zu ignorieren. Am besten, man trifft ihn während letzterer Stimmung an, denn dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass man nicht auf die Unordnung angesprochen wird. Das wäre die Mühe schlichtweg nicht wert.

Allerdings ist es in keinem Fall so, dass er direkt an die Decke gehen würde, müsste er sich ein paar Minuten in einem totalen Saustall aufhalten. Er hat ein ziemlich dickes Fell, was das angeht – doch das ändert nichts daran, dass er es lieber ordentlich hat. Schon früher wurde er immer von seinem Bruder deswegen aufgezogen und er hat schnell gelernt, das ganze einfach zu ignorieren oder es sich einfach nicht zu Herzen zu nehmen. Schließlich kann er auch gut über sich selber lachen und weiß, wann er es mit seiner Ordnung vielleicht mal wieder etwas übertrieben haben könnte. Dabei lässt er sich aber keinesfalls alles gefallen. Er ist durchaus in der Lage, den Mund auf zu machen, wenn ihm etwas nicht passt. Denn immerhin ist es besser, jemandem direkt zu sagen was man von ihm hält, anstatt hinterrücks dreist über denjenigen zu lästern. Das ist einfach nur feige und niemand hat so etwas verdient.
Manchmal sollte er sich jedoch lieber zweimal überlegen, ob er seinem Gegenüber genau in diesem Moment sagen sollte, was er denkt. Denn mit sowas hat er sich schon oft in die Scheiße geritten. Der Schwarzhaarige denkt oft nicht über mögliche Folgen nach und tut einfach das, was er in diesem Moment grade für richtig hält. Auch wenn das bedeutet, dass er Lyall einen Wecker unters Kopfkissen steckt, um ihn etwas zu ärgern. Bevor der Wecker losklingelt ist das alles noch ganz lustig, doch kaum ist sein Liebster aus dem Schlaf hochgeschreckt, darf er sich eine Standpauke anhören oder hat von ganz alleine ein schlechtes Gewissen. Doch das hält ihn nicht davon ab, anderen ab und zu einen Streich zu spielen. Und andererseits hat ihm diese Einstellung auch schon ein paar schöne Erinnerungen beschert. Denn wenn er immer nur über mögliche Folgen grübeln würde, würde er sich wahrscheinlich gar nichts mehr trauen. Wenn man es also so sieht, hat eine gewisse Sorglosigkeit auch ihre guten Seiten. Man kann sehr viele tolle Sachen erleben, sich allerdings auch mindestens genau so viel Ärger einhandeln. Zum Beispiel mit der Tatsache, dass er sich nicht besonders viel aus Uhrzeiten macht. Selbst wenn es kurz vor Ladenschluss ist, ist immer noch geöffnet. Also ist er noch früh genug dran, so zumindest die Denkweise des Werwolfs. Wenn er das ja wenigstens bei Unterrichtszeiten oder Verabredungen nicht genau so sehen würde, wäre das noch halb so wild. Doch so ist es leider nicht. Cyril bekommt es selten hin, zu einem verabredeten Termin pünktlich zu erscheinen. Und wenn er tatsächlich einmal zur vereinbarten Zeit auftaucht meistens nur, weil Lyall ihn dazu gedrängt hat, endlich mal loszugehen.

Einen ziemlich großen Teil seines Charakters macht auch das von seinem großen Bruder programmierte Videospiel „Elaria“ aus. Er ist vernarrt in dieses Game und das zeigt er nur zu gern. Er verknüpft gerne die reale und virtuelle Welt miteinander, in dem er zum Beispiel getroffene Personen in diesem Spiel auftauchen lässt. Denn seit dem Tod seines Bruders ist das Spiel nicht mehr online, sodass alle Mitspieler verschwunden sind. Und durch ein paar Fehler, die Cyril beim Kopieren der Daten gemacht hat, sind auch alle NPC’s verschwunden. Das hatte ihn am Anfang zwar ziemlich geärgert, doch mittlerweile ist er auch irgendwie froh darüber. Denn so kann er die Welt seines Bruders nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten, ohne dessen vorherige Werke löschen zu müssen. Denn diese sind zum Teil ja einfach im Nirgendwo der alten Festplatte verschwunden. Auch wenn er nicht gerne mit dem Spiel herumprahlt, so freut er sich schon, wenn mal jemand danach fragt und gibt dann nur zu gerne sehr ausführliche Antworten.

Vorlieben:
- Elaria (ein ehemaliges MMORPG)
- Lyall
- Waldseen
- ruhige Nächte
- Musik hören oder Lyall beim Singen belauschen
- Programmieren
- Charakterdesign in Videospielen
- seinen Liebsten in allen möglichen Situationen zu zeichnen
- Igel
- Ordnung

Abneigungen:
- Vollmond
- unkontrollierte Verwandlungen
- Hitze (ca. ab 28°C)
- Große Menschenansammlungen
- kleine Kinder (kann mit ihnen nicht umgehen wenn sie weinen etc.)
- Sport
- seine Brille
- Spinnen
- Kontrollfreaks
- Chaos

Ängste:
Bereits seit er denken kann, hat der Junge panische Angst vor Spinnen. Dabei ist es vollkommen egal, wie groß oder eben auch klein dieser Krabbler ist, wenn er Cyril zu nah kommt, bricht dieser direkt in Panik aus und sucht so schnell es geht das Weite. Er kann gar nicht sagen, wie froh er darüber ist, nicht mehr im Wald zu wohnen und diesen Monstern dort öfter über den Weg zu laufen. Das war wirklich der blanke Horror für ihn. Doch zum Glück hat er ja noch Lyall, der ihn in den meisten Fällen vor den Spinnen retten darf.
Und als wäre die Arachnophobie nicht schon genug Strafe, gibt es auch noch etwas anderes, was dem Schweden ziemliche Angst einjagt. Die Angst davor, Lyall oder jemand anderen im Wahn als Werwolf schwer zu verletzen. Er kann seine zweite Form nicht besonders gut kontrollieren und weiß nie, wann er sich verwandeln könnte. Schließlich steigt die Gefahr für eine ungewollte Verwandlung mit der Wut, die in ihm hochkocht. Doch zum Glück des Jungen lässt er sich nur schwer aus der Fassung bringen, sodass sich die ungewollten Verwandlungen gut ihm Rahmen halten.

Hobbies:
- Elaria
- Aufräumen
- Programmieren
- Zeichnen
- Menschen die er trifft in Elaria als NPC’s zu erstellen
- Lyall bekochen

Lieblingsspeise: Süßigkeiten, selbst wenn ihm nach den meisten ziemlich schnell schlecht wird und Kartoffelbrei, da es das eines der wenigen Gerichte ist, die er gut verträgt.

Lieblingsgetränk: Meistens begnügt er sich mit stillem Wasser, aber beim Ausgehen oder auf Partys darf es auch gerne mal etwas Alkoholisches sein.

Inventar:
Immer dabei: Handy, Portmonee, Zigarettenschachtel inklusive Feuerzeug
Mit Umhängetasche: Handy, Portmonee, Laptop, Kopfhörer, Zeichentablett, Zigarettenschachtel inklusive Feuerzeug und ein kleiner, längst kaputter Stick in Form eines Pinguin, der an der Tasche baumelt


» Leben «


Geburtsort: Sundsvall in Schweden

Familie:
Kjell van Nykvist
Mensch | Vater | zurzeit inhaftiert
Vor Jahren hätte Cyril seinen Vater als den besten der Welt beschrieben. Doch nach dem Tod seines Bruders hatte sich das Ganze drastisch verändert. Kjell wurde immer aufbrausender, wütender und gewalttätiger. Es kam nicht selten vor, dass er seinem Sohn ohne jeden Grund eine geknallt hat und auch seine Frau blieb von den Launen des Mannes nicht ganz verschont. Der Werwolf hofft, dass er wegen seiner Verbrechen und dem Mord für immer im Gefängnis bleibt, damit er ihn nie wieder sehen muss. Er hasst seinen Vater nicht für das, was er getan hat. Viel eher ist der Schwarzhaarige ziemlich enttäuscht, dass er sich nicht etwas mehr für den Rest seiner Familie bemüht hat, sondern seit Askils Tod immer selbstsüchtiger wurde.

Alisa van Nykvist
Mensch | Mutter | verschollen
Sie war die gute Seele des Hauses. Alisa kümmerte sich stets liebevoll um ihren Mann und ihre Kinder, war immer für sie da und tat alles, damit sie glücklich sind. Daran hatte sich auch nach dem Tod von Askil nur wenig geändert, auch wenn es ihr oft schwer viel, mit den Launen ihres Mannes zurecht zu kommen. Cyril liebt sie, wird ihr aber nie verzeihen können, dass sie ihn damals im Stich gelassen hat. Damals, als er von den Schlägern seines Vaters entführt und verprügelt wurde. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hatte sie ihn auch noch zurückgelassen. Alisa war einfach spurlos verschwunden, ohne sich auch nur die Mühe gemacht zu haben, nach ihrem kleinen Sohn zu suchen.

Askil van Nykvist – der Herrscher der Welt
Mensch | älterer Bruder | verstorben
Ein Engel. Ein strahlender Engel, der allen in Not stets zur Seite steht und ihnen hilft, wo er nur kann. Jemand, der das Wohl anderer oft über sein eigenes stellt und sich immer erst um seine Nächsten, statt um sich selbst sorgt. Genauso hat Cyril seinen geliebten Bruder immer gesehen. Er hat ihn bewundert, bei allem was er getan hat – ohne jede Ausnahme. So oft wie es ging verbrachten die zwei Geschwister miteinander Zeit und als der Kleinere endlich alt genug für das von Askil programmierte Videospiel Elaria war, verbrachten sie noch viel mehr Zeit miteinander. Von seinem Bruder lerne Cyril sehr viel und dieses Wissen hilft ihm noch heute, vor allem beim Erstellen der NPC’s in Elaria. Doch hat Askil ihm nicht nur Dinge beigebracht, die mit dem Computer zusammenhingen. Er zeigte ihm auch immer wieder etwas, was der Kleinere für sein späteres Leben gebrauchen könnte – das Kochen zum Beispiel.
Nach dem tragischen Autounfall, der Askil das Leben gekostet hat, war Cyril am Boden zerstört. Er vermisst seinen Bruder auch heute noch sehr oft, doch kommt er mittlerweile etwas besser mit dem Verlust klar.
Aus seiner Familie ist Askil der Einzige, dem er einen Platz in Elaria eingeräumt hat. Auch wenn man ihn in dieser Welt nicht sehen kann ist er trotzdem immer da. Denn Askil ist der Herrscher der Welt, der Herrscher über Elaria. Er hat diese Welt erschaffen und aufgebaut, genau wie ein Gott. Und als solcher wird er in dem Spiel auch angebetet und verehrt.

Freya van Nykvist
Mensch | Tante | verstorben
Kennengelernt hat Cyril seine Tante nie, denn sie ist bereits vor der Geburt des Jungen von Werwölfen ermordet worden. Er kennt sie nur aus den Erzählungen seines Vaters und laut diesen muss sie eine wundervolle Frau gewesen sein. Doch all das tut nichts mehr zur Sache, schließlich ist sie schon lange nicht mehr unter den Lebenden. Doch ist sie der Grund, weshalb sein Vater viele Jahre die Werwolfjäger unterstützt hat. Er ließ ihnen große Mengen an Geld zukommen, damit sie sich bessere Ausrüstung für die Jagd kaufen konnten und diese Monster ausrotten konnten. Kjell wollte Rache für seine Schwester und erzählte seinen Kindern immer wieder Gruselgeschichten über die Monster im Wolfspelz, damit sie sich auch ja von ihnen fern hielten.

Freunde/Bekannte:
Ylvie Kjellström – Gute Fee
Mensch | Kindheitsfreundin | unbekannt
Cyril kann es nicht leugnen, dass er seine alte Freundin manchmal noch vermisst. Zu gerne würde er sie einmal wiedersehen, jedoch wusste er nicht, wo sie sich im Moment aufhält. Im Kindergarten hatte sie ihm einmal gesagt, dass sie ihn lieben würde, doch konnte der Junge zu dieser Zeit damit nichts anfangen. Und da er jetzt nur noch Augen für Lyall hat, macht er sich über diese Worte schon lange keine Gedanken mehr. Sie sind ja schließlich Jahre her und Ylvie hat mittlerweile garantiert auch den Richtigen gefunden.
Schon immer wurde Ylvie von dem Jungen wegen ihrer Gutherzigkeit und der großen Hilfsbereitschaft bewundert. Genau aus diesem Grund wurde sie als die gute Fee nach Elaria geschickt, um den Bewohnern dieser zauberhaften Welt dabei zu helfen, ein sorgenfreies Leben zu führen.

Yoru - Hofzauberer & königlicher Berater
Halbwesen | Ziehvater | lebend
Bereits kurz nachdem Cyril von dem Halbwesen aufgesammelt wurde, hatte er einen Narren an ihm gefressen. Er bewunderte Yoru und hätte sich damals niemand besseren wünschen können, der ihm geholfen hat. Von dem Mann hatte er damals auch seinen eigenen ersten Laptop geschenkt bekommen und auch seine Kochkünste, die er damals von seinem Bruder erlernt hatte konnte er zusammen mit dem Älteren verbessern.
In Elaria bekam das Halbwesen den Posten des Hofzauberers und den des königlichen Beraters zugeteilt, da Cyril auch im wahren Leben sehr viel Wert auf die Meinung seines Ziehvaters legt.

Kain - Hofnarr
Dämon | Ziehvater | lebend
Obwohl Kain in Elaria nur die Rolle des Hofnarren bekam, sieht Cyril ihn in der Realität keinesfalls als solchen an. Er liebt Kain, mindestens genau so sehr wie dessen Ehemann. Jedoch fand er den Gedanken lustig, wie ein Hofnarr dem Hofzauberer schöne Augen macht. Und so wurde der Dämon kurzerhand zum Hofnarren seines Königreiches.
Cyril war damals sehr froh darüber, dass Kain zu ihnen gekommen ist. Durch ihn war Yoru fast jeden Tag gut gelaunt und auch den Jungen erfreute die gute Stimmung dadurch sehr. Als sie dann sogar heirateten, war das Leben für ihn perfekt. Endlich hatte er wieder eine Familie, auch wenn diese auf den ersten Blick etwas seltsam erscheinen mag.

Luana Johnson - Meerhexe
Nixe | Freundin | lebend
Allein schon durch die Liebe zum Wasser und die Rasse der jungen Dame kam sie zu dem Posten der Meerhexe. Im ersten Moment wirkt dies vielleicht etwas Einfallslos, jedoch findet Cyril es durchaus passend. Doch ist sie keinesfalls eine dieser bösen Meerhexen, wie man sie vielleicht aus Geschichten kennt. Sie ist lebensfroh, neugierig und hilft stets den Schiffbrüchigen in Not. Und bleibt das Meer mal für längere Zeit ruhig, begibt sie sich ans Land und erforscht dort die ihr unbekannten Dinge.

Sky Love - Heilerin mit dunklem Geheimnis
Vampir | Freundin | lebend
Die junge Vampirin wirkte beim ersten Treffen auf den Jungen fast wie ein kleiner, unschuldiger Engel. Jedoch wollte er das Ganze etwas spannender machen, sodass er ihr in Elaria ein düsteres Geheimnis verpasste. Sie bekam die Rolle der Dorfheilerin, die jedoch gerne mal etwas ausgefallenere Operationen durchführt, um ihren Wissensdurst zu stillen.

Damian Bianchi - Dangernudel
Halbwesen | Freund | lebend
So genau erinnerte sich der Werwolf schon gar nicht mehr daran, weshalb er Damian als die „Dangernudel“ in sein Spiel gebracht hatte. Er konnte sich nur noch an ein altes Video über eine kleine Schlange erinnern, auf welches er bei ihrem ersten treffen gestoßen und durch das er an diesen Titel gekommen war. In Elaria hat Damian die Gestalt einer kleinen, langen und flinken Schlange mit stechenden bernsteinfarbenen Augen.

Ophaniel a'l Ateriás - Amor
Engel | Freund | lebend
Sonderlich viel hatte der Wolf nie mit dem Knirps nie zu tun. Auch hat es einige Zeit gedauert, bis er ihn liebgewonnen hat, da Cyril einfach nicht mit Kindern kann. Und genau aus diesem Grund bekam er auch einen Platz in seinem geliebten Spiel. Er hatte es geschafft, sich einen Platz in dem Herz des Jungen zu verdienen und somit auch einen Platz in Elaria. Ophaniel bekam die Rolle des Amors, da es häufig so wirkt, als wäre er für die Liebe zwischen Anubis und Ilyas verantwortlich.

Ilyas Corbeau | Anubis Ootsuki – Romeo & Julia
Halbwesen | Dämon | Freunde | lebend
Es kommt selten vor, dass man Anubis mal ohne seinen geliebten Freund antrifft. Und genau so kamen die beiden auch zu ihrem Posten. Anubis bekam die Rolle der Julia und ist in Elaria häufig auf dem Balkon anzutreffen, während sein geliebter Ilyas in umwirbt. Jedoch macht Julia es ihm nicht leicht und ignoriert den sich bemühenden jungen Mann gerne, was zu Spannungen zwischen ihnen führt. Es bleibt also noch offen, ob die beiden am Ende ein glückliches Paar werden, oder sich das Schicksal doch noch gegen sie wendet.

Caiwen Inuzuka – treuer Hofhund
Werwolf | Freundin | lebend
Allzu viel weiß Cyril leider nicht von dem Mädchen. Was er jedoch sehr gut weiß ist, dass sie ein Werwolf ist – genau wie er selbst. Sie scheint häufig etwas naiv zu sein, doch das macht sie nur umso liebenswerter. Und da sie auf ihn einen ziemlich loyalen und kontaktfreudigen Eindruck gemacht hatte, bekam sie in Elaria die Rolle des treuen Hofhundes. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht wie ein ziemlich undankbarer Job, doch das ist er bei weitem nicht. Caiwen kümmert sich liebevoll um die anderen Tiere im Königreich und ist auch so etwas wie ihr Anführer  - sie ist so gesehen die Herrscherin über das Tierreich. Natürlich steht das Wort der Könige noch immer über ihrem, jedoch hat sie trotzdem einiges zu sagen.

Bisheriges Liebesleben:
Lyall -  König
Werwolf | Lebensgefährte | lebend
Der rote Wolf ist Cyrils ein und alles. Er hat ihm das Leben gerettet, hat ihn beschützt, war immer für ihn da. Besonders an den Punkten in seinem Leben, an denen er am liebsten aufgegeben hätte war Lyall stets zur Seite und sprach ihm Mut zu. Der Rotschopf ist der einzige Grund, weshalb Cyril noch lange nicht aufgegeben hat, weshalb er noch immer glücklich sein kann. Spätestens während der Flucht vor seinen Entführern hatte er aufgegeben, doch ließ Lyall dies nicht zu, er rettete ihn. Und genauso verhält er sich noch heute seinem Freund gegenüber, er rettet ihn, wann immer er sich verloren und alleine fühlt. Der Schwarzhaarige ist überglücklich, dass Lyall ihn wieder gefunden hat, dass Lyall damals nicht gestorben ist. Und er würde alles dafür tun, dass sie für immer zusammen bleiben können.
In Elaira bekam sein Geliebter den Rang des Königs. Er regiert mit ihm zusammen das Königreich, hilft den Einwohnern und tut alles für die Sicherheit des Reiches. Wenn es sein müsste, würde er sich ohne zu Zögern für seine Liebsten opfern. Doch soweit würde es Cyril nie kommen lassen.

Ben Söderström - Drache
Mensch | Exfreund | lebend
Durch Ben lernte der Werwolf, wie falsch ein Mensch sein kann. Zuerst gaukelte er dem Jungen eine sehr gute Freundschaft und später die wahre Liebe vor. Und als wäre das allein nicht schon schlimm genug sah er auch noch tatenlos zu, wie Cyril wegen dieser Liebe von den gemeinsamen Freunden krankenhausreif geprügelt wurde. Ben hatte sich nicht mal die Mühe gemacht, sich später bei ihm dafür zu entschuldigen, geschweige denn sich überhaupt noch einmal bei dem Schwarzhaarigen zu melden. Und das würde Cyril ihm nie verzeihen. Dieser Junge ist der einzige Mensch, den der Wolf aus tiefstem Herzen hasst. Und das trotz seines kriminellen Vaters.
Da Cyril ihm in der Realität wohl nie all diese Vorwürfe machen könnte, suchte er sich einen anderen Weg, das Ganze zu verarbeiten. Elaria. In diesem Videospiel wurde Ben ein Drache, jedoch kein besonders starker. Er wurde ein schwächlicher Drache, der versucht, andere für sein eigenes Überleben auszunutzen. Jedoch würde ihm das nie gelingen, da er immer wieder von König Lyall oder Cyril selbst getötet wird.

Vergangenheit:

Eine perfekte Familie


Früher musste Cyril sich oft anhören, was er mit seiner Familie doch für ein Glück gehabt hatte. Sie hatten viel Geld, ein tolles Haus und mussten sich um nichts mehr Sorgen machen. Der kleine Junge wurde in die Familie eines reichen Casinobesitzers hineingeboren. Bereits seit Generationen war es im Familienbesitz und nun war sein Vater der Leiter dieser noblen Spielhalle. Er verbrachte dadurch zwar viel Zeit an der Arbeit, las seiner kleinen Familie dafür aber jeden Wunsch von den Augen ab. Diese Familie bestand zudem aus seiner Mutter Alisa und seinem älteren Bruder Askil, den er vergötterte, seit Cyril nur denken kann. Der Bruder des Jungen war der junge Leiter einer erfolgreichen Spielefirma, die erst vor kurzem ein neues MMORPG auf den Markt gebracht hatte, welches wie eine Bombe einschlug. Doch da er zu dieser Zeit noch zu jung war, durfte Cyril seinem Bruder nie beim Spielen oder Arbeiten an Elaria zuschauen. Zwar fand er das ziemlich doof, ließ sich aber immer relativ schnell wieder abwimmeln, da er seinen Bruder nicht wütend machen wollte. Wenn Askil mal wieder keine Zeit für ihn hatte, ging er meistens zu seiner Nachbarsfreundin, die er im Kindergarten kennen gelernt hatte – die Gute wohnte knapp zwei Kilometer von ihm entfernt in der Stadt, also nahm er für die Strecke meistens das Fahrrad. So verbrachte er die jungen Jahre seiner Kindheit. Spielte mit Ylvie, ging seinem Bruder auf die Nerven und besuchte jeden Vormittag den Kindergarten.

Die Monate vergingen und irgendwann kam der Tag, an dem Askil seinem kleinen Bruder endlich das von ihm geschaffene Computerspiel zeigen wollte. Cyril war Feuer und Flamme, während er auf dem Schoß seines Bruders saß und zum ersten Mal in die Onlinewelt abtauchen konnte. Es verschlug ihm die Sprache als er sah, was sein Bruder dort geschaffen hatte. So eine wundervolle Welt, die ganz anders, viel fröhlicher und bunter war, als ihre Eigene. Es gab so viele unterschiedliche Charaktere denen er dort begegnete und schier endlose Weiten zu entdecken. Askil freute es sehr, dass ein Bruder ein so großes Gefallen an dem Spiel fand. Denn das zeigte ihm einmal mehr, wie wunderbar sein Beruf doch war. Er konnte die Menschen für einen kurzen Augenblick von der realen Welt abschirmen und ihnen eine Welt bieten, in der sie unzählige Möglichkeiten hatten. Eine Welt, in der sie alles erreichen konnten, was sie nur wollten.
Es dauerte nicht mehr lange, da ließ er Cyril ab und an einmal alleine mit dem Spiel. Er vertraute dem jüngeren, dass er keinen Unsinn anstellen würde und das freute den Schwarzhaarigen sehr. Von diesem Tag an verbrachte der Junge sehr viel Zeit in der virtuellen Welt seines Bruders, vergaß dabei jedoch auch Ylvie nicht. Schließlich lag ihm auch seine beste Freundin sehr am Herzen. Doch sollte die Welt des Kindes nicht immer ein so perfekter Ort bleiben.

Der Sturm


In einer stürmischen Nacht bekam Cyril mit, wie sich seine Eltern auf dem Flur aufgebracht unterhielten. Neugierig kletterte er aus dem Bett und lief zur Tür, um zu lauschen. Als er hörte, es ging um seinen Bruder, kam er nach draußen und fragte nach, was denn los sei. Jedoch bekam er keine richtige Antwort und sein Vater schickte ihn sofort wieder ins Bett. Etwas verwirrt folgte der Junge den Anweisungen von Kjell und legte sich wieder hin, jedoch bekam er den besorgten Blick seiner Mutter nicht mehr aus dem Kopf und auch sein Vater wirkte ziemlich aufgebracht. Doch da er ihnen nicht noch mehr Sorgen bereiten wollte, gehorchte er und versuchte wieder einzuschlafen.
Am nächsten Morgen wurde Cyril durch ein lautes Poltern geweckt. Schnell sprang er auf, zog sich an und rannte in die Richtung, aus der er das Geräusch vernommen hat – das Zimmer seines Bruders. Ziemlich verwundert blieb er im Türrahmen stehen und beobachtete das sonderbare Treiben für einen Augenblick. Seine Mutter saß weinend auf dem Bett, sein Vater telefonierte und ging dabei aufgebracht auf und ab und eines ihrer Hausmädchen verstaute Askils Sachen in einigen leeren Kisten. Nun verstand er wirklich nichts mehr. Warum weinte seine Mutter denn? Und warum wurde der ganze Besitz seines Bruders in Kisten gepackt? Doch auf seine Nachfrage bekam er wieder nur die Antwort, er solle in sein Zimmer gehen. Energisch schüttelte Cyril den Kopf und setzte sich trotzig auf den Boden mitten im Zimmer – so lange, bis schließlich alle das Zimmer verlassen hatten und nur noch die Möbel und einige wenige Gegenstände vorhanden waren. Gefrustet und enttäuscht stand er schließlich auf und setzte sich an den Computer seines Bruders, schaltete ihn an und startete Elaria. Und das ließ ihn die sonderbaren Ereignisse tatsächlich für einige Zeit vergessen.
Ohne es bemerkt zu haben, hatte Cyril fast die gesamte Nacht vor dem Computer verbracht. Erst als sein Vater ins Zimmer kam bemerkte er, dass es schon wieder früher Morgen war, doch zu seinem Verwundern schien das Kjell diesmal gar nicht zu stören. Generell verhielt er sich noch immer ziemlich seltsam, jedoch erzählte er seinem Sohn nun endlich, warum das so war. Er erklärte ihm, dass in der stürmischen Nacht ein Unglück geschehen war. Viele Bäume wurden durch den starken Wind entwurzelt und fielen auf die Straße, einer davon landete auf einem Auto und verletzte so die Insassen – zwei davon tödlich. Und einer dieser Insassen soll sein geliebter Bruder Askil sein. Cyril konnte nicht glauben, was er da hörte. Er schrie seinen Vater an, er solle ihn nicht anlügen. Jedoch wusste er genau, dass ihm die Wahrheit erzählt wurde. Sein Vater würde ihn niemals anlügen. Und kurz nach einem Wutanfall brach er in Tränen aus. Warum ausgerechnet Askil? Es gab über sieben Milliarden Menschen auf der Welt, warum traf es ausgerechnet ihn?!

Eine zerrüttete Familie


Seit diesem Tag sind nun fast zwei Jahre vergangen. Cyril war mittlerweile zehn Jahre alt und hatte sich fest vorgenommen, später einmal in die Fußstapfen seines Bruders zu treten. Er würde dann auch eine Spielefirma gründen, die mindestens genauso erfolgreich sein wird, wie die seines Bruders! Doch da er bis dahin noch viel Zeit hatte, beschäftigte er sich erst einmal mit den kleinen Dingen. Der Junge verbrachte viel Zeit damit, sich Charaktere auszudenken, die er anschließend zeichnete und versuchte, in ein 3D Modell umzuwandeln. Doch konnte er natürlich nicht nur den ganzen Tag damit verbringen. Er traf sich nach wie vor sehr oft mit Ylvie und genoss seine Kindheit, so gut es eben ging. Die Familie war glücklich, auch nach dem Tod von Askil. Natürlich wurde er noch oft vermisst, doch blieb das Leben für sie ja schließlich nicht stehen.
Das Casino von Kjell lief besser denn je. Auch Alisa hatte einen Job in einem guten Anwaltsbüro gefunden, sodass die Mutter ihrem einzigen Sohn jeden seiner Wünsche erfüllte. Nur einen Wunsch konnte sie ihm nicht erfüllen - die Spielefirma seines Bruders retten. Diese hatte seit dem Verscheiden ihres Chefs riesige Verluste gemacht und konnte sich mittlerweile nicht mehr über Wasser halten, sodass sie schließen mussten. Noch bevor alle Server runterfuhren, kopierte sich Cyril alle Dateien von dem Arbeitscomputer seines Bruders auf einen großen Stick, sodass das Spiel nicht komplett verloren war. Als ihm jedoch auffiel, dass er bei dem Kopieren ein paar wichtige Dateien vergessen hatte, war es bereits zu spät. Elaria existierte nicht mehr. All die schönen Erinnerungen, die er mit seinem Bruder in dieser Welt gesammelt hatte, waren verschwunden.
Und je mehr Zeit nach dem Tod von Askil vergangen war, desto mehr hatte sich sein Vater verändert. Er war am Anfang zwar immer noch für seine Familie da, verbrachte jedoch viel mehr Zeit an der Arbeit und kam häufig nur schlecht gelaunt nach Hause. Oft hatte er so schlechte Laune, das Cyril ihm am liebsten gar nicht über den Weg laufen wollte, weil er seinen ganzen Frust sonst an dem Jungen ausgelassen hat. Doch das Kind konnte sich ja nicht immer nur in seinem Zimmer verstecken, sodass es immer häufiger vorkam, dass Kjell seinen Sohn anschrie und beschimpfte. Einmal eskalierte das Ganze und er verpasste Cyril sogar eine heftige Backpfeife. Der Junge konnte sich einfach nicht erklären, warum sein Vater auf einmal so war – wollte ihm nur helfen, seine Laune verbessern. Jedoch gelang ihm das nie und langsam bekam er sogar richtige Angst vor seinem Vater. Auch Alisa schaffte es nicht mehr, ihren Mann zu besänftigen.

Erst als eines Tages die Polizei vor ihrem Haus stand, um Kjell festzunehmen, erfuhren sie wie dieser die letzten Monate verbracht hatte. Offenbar gab es viele Leute, die riesige Schulden bei seinem Vater - bei dem Casino hatten. Und sie wollten diese Schulden nicht begleichen, also musste sein Vater sich etwas einfallen lassen. Er engagierte dafür ein paar Schuldeneintreiber, die ihm das Geld von den Leuten besorgen sollten. In den meisten Fällen lief das auch immer ganz gut, in manchen gab es allerdings auch riesige Probleme. Und einer dieser Fälle war nun der Grund, warum sein Vater ins Gefängnis sollte. Dem Jungen wurde erzählt, dass sein Vater einen Menschen ermordet hat. Er soll ihm das Leben genommen haben, nur wegen etwas Geld. Fassungslos, enttäuscht und auch etwas ängstlich rannte der Junge in sein Zimmer, während die Polizisten seinem Vater Handschellen anlegen wollten. Dieser ließ sich das jedoch nicht einfach so gefallen und setzte sich zur Wehr, verletzte die Polizisten und versuchte zu fliehen. Doch zum Glück konnten sie den Mann dann doch festnehmen und sperrten ihn weg.

Ein wahrer Albtraum


Noch in derselben Nacht geschah etwas, das Cyrils Leben komplett verändern sollte. Der Junge wurde wach, als er unten im Haus ein Poltern hörte. Neugierig stand er auf und ging nach unten, um nachzusehen. Doch konnte er nichts sehen, was diese Geräusche ausgelöst haben könnte. Angst breitete sich in ihm aus. War sein Vater vielleicht doch wieder nach Hause gekommen? Aber das konnte doch unmöglich sein! Grade als er zurück ins Zimmer rennen wollte, wurde er von hinten hochgehoben und eine kräftige Hand presste sich auf seinen Mund. Er wollte schreien, konnte es jedoch nicht. Er wollte sich losreißen, war für den großen Mann jedoch viel zu schwach. Zwei ihm bekannte Männerstimmen waren zu hören. Es waren die Schläger seines Vaters! Doch bevor er etwas unternehmen konnte, spürte er einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf. Danach wurde alles still.
Als er seine Augen wieder öffnete, sah er nur schwarz. Panisch versuchte Cyril, sich irgendwie zu orientieren - in der Dunkelheit etwas zu erkennen oder vielleicht sogar einen Lichtschalter zu finden. Doch als er sich in Bewegung setzen wollte, konnte er einfach nicht aufstehen. Irgendetwas hielt seine Füße zusammen und sorgte dafür, dass er sich keinen Zentimeter bewegen konnte. Es fühlte sich an wie ein Seil, jedoch viel kälter und härter. Eine Eisenkette? Als er danach greifen wollte, blieb seine Hand abrupt stehen, ein kurzer Schmerz durchfuhr sein Handgelenk und ein leichtes Klappergeräusch war zu hören. Auch um seine Handgelenke mussten diese Ketten gelegt sein, er konnte sie kaum hinter seinem Rücken hervor bewegen. Hilflos und ängstlich zog der Junge die Beine an, legte den Kopf auf die Knie und schloss die Augen – in der Hoffnung, das alles wäre nur ein böser Traum und seine Mutter würde ihn jeden Augenblick aufwecken. Doch sie kam nicht. Sie kam einfach nicht. Nur die Dunkelheit, die blieb erhalten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich eine Tür und der Raum wurde in grelles Licht gehüllt. Cyril kniff die Augen zusammen, so geblendet war er vom Tageslicht, welches in die kleine Kammer fiel. Als sich seine Augen nach wenigen Sekunden an die Helligkeit gewöhnt hatten, erkannte er die Gestalt eines Mannes. Der Mann grinste den Jungen an und fing dann sogar an zu lachen. Er erkannte diese Stimme, er hatte sie bei sich zuhause gehört. Vollkommen verwirrt und ängstlich sah Cyril nur stumm zu ihm hoch und hoffte noch immer, dass ihm jemand helfen würde. Doch es kam keine Hilfe. Der Mann warf ihm ein kleines Stückchen Brot vor die Füße und verschwand so schnell, wie er gekommen war. So ging das eine ganze Zeit lang. Cyril saß auf dem Holzboden eines kleinen Raumes und es kam immer mal wieder dieser Mann zu ihm rein, der mit jedem Besuch ein grimmigeres Gesicht machte. Je mehr Zeit verging, desto mieser schien die Laune dieses Mannes zu werden. Und genau wie sein Vater damals, reagierte sich der Mann immer öfter an dem Jungen ab, indem er ihn verprügelt und beschimpfte. Der Junge dachte schon, das Ganze würde nie mehr enden, ehe der Mann einen fatalen Fehler machte. Während er dem Jungen das Essen brachte und ihm mal wieder eine verpasste, verlor er den Schlüssel für die Ketten, mit denen sie Cyril festhielten. Schnell stellte der Junge seinen Fuß auf den Schlüssel, damit es dem Mann nicht auffiel. Und das tat es tatsächlich nicht.
Bereits wenige Sekunden nachdem der Mann das Kämmerchen verlassen hatte war der Junge frei. Noch etwas wackelig auf den Beinen stand er auf und ging zur Tür, um an dieser zu lauschen. Er konnte die Stimme der zwei Schläger hören, jedoch auch noch zwei weitere. Sie unterhielten sich über irgendeine „Schlampe, die endlich bezahlen soll“. Wenn er sich also nicht irrte und dort tatsächlich vier Männer waren, dann würde er es unmöglich hier weg schaffen. Jedoch wollte er keine Sekunde länger an diesem Ort verbringen, also musste schnell etwas unternommen werden. Und da es nur einen Ausgang gab, blieb nur die Option Augen zu und durch. Der Junge verharrte noch einen kurzen Augenblick vor der Tür bis er merkte, dass die Stimmen leiser wurden. Er atmete noch einmal tief durch, stieß die Tür auf und rannte los. Er rannte so schnell er nur konnte, an den Männern vorbei zum Ausgang und von dort aus noch weiter. Er hatte kein Ziel im Sinn, wie auch, wenn er nicht einmal wusste wo er war. Umdrehen wollte er sich nicht. Der Blick war stur nach vorn gerichtet, in den Wald. In die Richtung, in die er rannte ohne weiter darüber nachzudenken. Erst als er hörte, dass die Männer immer weiter aufholten sah er zurück. Doch dies offenbarte sich als ein großer Fehler, denn so konnte Cyril eine Baumwurzel nicht sehen und stolperte prompt darüber. Mit einem schmerzlichen Schrei landete er auf dem harten Waldboden, wusste erst gar nicht, wie ihm geschieht. Die Männer waren bewaffnet und sahen stinkwütend aus, fast so, als würden sie ihn direkt umbringen wollen. Cyril wollte aufstehen und weiter rennen, jedoch hinderte ihn ein stechender Schmerz im Bauch daran, sich zu bewegen. Als er an sich hinunter sah, bekam der Junge einen riesen Schock. Alles war voller Blut! Sein gesamtes Oberteil war rotgefärbt und auch sein Bewusstsein ließ langsam nach. Alles was er noch mit bekam war, wie ein riesiger Wolf vor ihm landete und einem der Männer die Kehle durchbiss.

Ein tierischer Retter


Cyril kam nach einiger Zeit wieder zur Besinnung und blickte sofort in die lavendelfarbenen Augen eines Jungen. Erschrocken wollte er vor dem anderen zurückweichen, wurde von den starken Schmerzen jedoch daran gehindert. Wer war der Junge? Wie kam er hier her und was war mit den Männern? Doch er war noch zu benommen, um sich über das alles wirkliche Gedanken zu machen. Auch bekam er kaum noch mit, dass der Junge sagte, er würde gleich wieder kommen. Alles wirkte so verschwommen, so surreal. Er konnte und wollte einfach nicht wahr haben, dass das wirklich alles passiert war. Doch so langsam glaubte er nicht mehr daran, dass das alles nur ein böser Traum war. Dafür spürte er den stechenden Schmerz in seinem Bauch viel zu deutlich. Sein Blick ruhte schließlich auf dem Jungen, der mit einer Baumrinde und etwas Wasser darin zu ihm kam. Der Fremde wollte, dass Cyril das Wasser trinkt, was dieser nach einigem Protest dann auch tat. Die Kraft um sich zu wehren fehlte einfach. Und kurz nachdem er den letzten Schluck genommen hatte, schlief der Junge wieder ein.

Fast zwei Wochen waren nun schon seit dem Vorfall vergangen. Cyril fühlte sich langsam besser und der fremde Junge war ihm kaum von der Seite gewichen, was ihm irgendwie unheimlich war. Der andere hatte ihm zu Trinken und auch etwas Essen gebracht, wobei es dort am Anfang ein ziemliches Missverständnis gab. Cyril verstand nicht, warum er das für ihn tat. Dieser Werwolf… Es hatte einige Zeit gedauert bis er verstanden hatte, dass der Junge der Wolf war, der ihn gerettet hatte. Umso mehr verwunderte es ihn, als der Wolf ihm von seinem Leben erzählt hatte und ihn anscheinend gerne um sich herum hatte. Doch all das interessierte Cyril nicht, er hatte nur einen Gedanken im Kopf: So schnell wie möglich von hier zu verschwinden. Von seinem Vater hatte er gehört, wie grausam diese Werwölfe waren und auch, dass einer von ihnen für den Tod seiner Tante verantwortlich war. Er konnte einfach nicht glauben, dass diese Tiere freundlich sein konnten. Also überhörte er einfach den Großteil von dem, was er Junge ihm erzählte und schmiedete währenddessen einen Plan, wann und wie er von hier verschwinden konnte. Und am besten so, dass der Wolf ihn dabei nicht verfolgte.

In der nächsten Nacht war es dann soweit. Es war perfekt, um endlich wieder nach Hause zu kommen. Nur wenige Schneeflocken fielen vom Himmel und durch die wenigen Wolken spendeten Sterne und Mond genug Licht. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was für Sorgen seine Mutter sich gemacht haben muss. Geschweige denn, wie lange er wohl verschwunden war. Der Junge wartete an diesem Tag sehr ungeduldig darauf, dass es endlich komplett dunkel wurde und der Wolf schlief. Als es endlich so weit war, stand er vorsichtig auf und schlich sich leise aus der Höhle. Es war ziemlich kalt draußen, doch ließ er sich davon nicht abhalten. Er sah sich kurz um, bis er sich für eine bestimmte Richtung entschieden hatte und ging los. In welche Richtung er da genau ging, war nicht von Bedeutung. Aber irgendwann müsste der Wald ja aufhören und er würde eine Stadt erreichen. Und ganz egal bei welcher Stadt er ankommen würde, von dort kommt er dann bestimmt irgendwie nach Hause. Voller Vorfreude auf sein weiches, warmes Bett stapfte er durch den Schnee.
Cyril wusste nicht, wie lange er unterwegs war. Doch musste es eine halbe Ewigkeit gewesen sein, denn es dauerte nur noch wenige Stunden, bis die Sonne wieder aufgehen würde. Als er endlich die Umrisse seines vertrauten Heims entdeckte, durchströmte ein Glücksgefühl seinen Körper und er rannte los -  die Schmerzen waren in diesem Moment wie vergessen. Es zählte für ihn nur noch, dass er endlich wieder zuhause bei seiner Mutter sein konnte. Je näher er dem Haus kam, desto langsamer wurde er. Irgendetwas schien nicht zu stimmen. Es stand kein Auto vor dem Haus und auch von den Bediensteten, die normalerweise schon um diese Zeit arbeiteten war nichts zu sehen. Durch die Kälte und vor Aufregung zitternd ging er langsam die Stufen zur Haustür hoch und legte seinen Finger auf die Klingel. Es klingelt. Einmal, zweimal, dreimal. Nichts tat sich, es herrschte Stille. Auch nach einem vierten Klingeln konnte er von drinnen noch keine Schritte hören, die zur Haustür kamen. Wo waren denn nur alle?! Der Verzweiflung nahe ging er die Treppenstufen wieder hinab und lief ein paar Runden ums Haus, sah immer wieder durch einige der Fenster ins Innere. Niemand war zu sehen, das Haus stand leer. Auf den Fensterbänken lagen schon dicke Staubschichten, also war schon länger niemand mehr da gewesen. Vielleicht war seine Mutter ja nur verreist, doch das konnte er sich nicht vorstellen. Sie dachte bestimmt, dass Cyril schon lange tot wäre. Genau wie ihr ältester Sohn, wie Askil. Dem Jungen wurde allein von der Vorstellung schlecht, dass er jetzt vollkommen alleine war. Er hatte nun niemanden mehr. Weinend ließ er sich in den weichen Schnee fallen und umklammerte seine Halskette, den Stick, auf welchen er damals das Spiel seines Bruders kopiert hatte.
Ein leises Bellen riss den Jungen aus seinen Gedanken. Ob der Wolf ihm doch gefolgt war? Doch mittlerweile war ihm das ziemlich egal, es störte ihn nicht mehr. Der rote Wolf war im Moment der Einzige, der für ihn gesorgt hatte. Er hatte ihm das Leben gerettet, ohne auch nur einen einzigen Grund dafür gehabt zu haben. Er hatte sich um ihn gekümmert, auf ihn aufgepasst. Und wie dankte er es dem anderen? Indem er einfach weggelaufen war. Der Junge stellte fest, dass er sich in Bezug auf die Werwölfe mächtig geirrt hatte. Auch war er erleichtert, als sich der Wolf in seiner Nähe hinlegte und stand sofort auf, um auf dessen Rücken zu klettern. Er kuschelte sich in das weiche, warme Fell und vergrub sein Gesicht in diesem, während er wieder leise begann zu Weinen. Ohne ein Wort zu verlieren ging der Wolf langsam los - zurück in den Wald, zurück zu ihrer Höhle. Dort angekommen kletterte Cyril vom Rücken seines Retters und legte sich wieder auf das Moosbett. Er musste etwas lächeln, als er von Lyall mit einer provisorischen Decke zugedeckt wurde, kuschelte sich in diese und schlief anschließend mit Tränen in den Augen ein.

In der 14. Nacht entfaltete der Winter sein volles Potential. Es schneite kräftig, der Wind wehte stark, riss sogar ein paar wenige Bäume aus der Erde und die Temperaturen sanken immer weiter. Als es draußen langsam dunkler wurde, kauerte Cyril sich zusammen, damit er nicht ganz so viel Wärme verlor. Das Feuer wurde immer kleiner und durch die Nachtluft wurde es nur noch frischer. Wegen des Schneesturms konnte der Wolf aber auch nicht los, um noch weiteres Holz für ihn zu holen. Der Junge zitterte am ganzen Leib und versuchte irgendwie einzuschlafen, damit er dieses unangenehme Gefühl nicht mehr spüren musste. Jedoch gelang ihm dies einfach nicht. Als sich der Wolf, der sich ihm zuvor als Lyall vorgestellt hatte verwandelte und dicht neben ihn legte, wurde der Junge kurz stutzig. Er wollte erst wegrutschen, doch tat ihm die Wärme, die der Wolf ausstrahlte in diesem Moment einfach zu gut. Mit einem leisen Murren kuschelte er sich in das weiche Fell und schlief letztendlich dann doch noch ein.

Vertrieben ins Glück


Je länger er bei Lyall blieb, desto wohler fühlte er sich bei ihm. Die anfängliche Angst war wie verflogen und mittlerweile war er heilfroh, auf diesen sonderbaren Werwolf gestoßen zu sein. Doch offenbar war er nicht der Einzige seiner Art in dieser Gegend, denn schon bald wurden sie von anderen Wölfen in ihrem Versteck entdeckt. Die anderen schienen seinen Retter zu kennen und waren offensichtlich nicht friedlich gestimmt, sie wirkten ziemlich bedrohlich und Lyall stellte sich sofort knurrend vor ihn. Da er nichts Falsches sagen oder machen wollte, rührte er sich nicht und wagte es auch nicht, nur ein Wort zu sagen. Dafür jagten ihm die riesigen Kreaturen einfach viel zu viel Angst ein. Jedoch irritierten ihn die Worte des großen fremden Wolfes, die er offensichtlich an Cyril gerichtet hatte: „Du riechst nach Wolf.“ Irritiert schnupperte er an seinen Klamotten und tatsächlich roch er nach Wolf. Aber warum auch nicht, immerhin war er doch seit einiger Zeit von einem umgeben? Ihm blieb keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn offensichtlich mussten sie weiter – es sei denn, sie wollten von den größeren Wölfen angegriffen werden, wenn sie nicht ihr Gebiet verlassen. Schnell kletterte der Junge auf Lyalls Rücken, dieser nahm noch seine Decke ins Maul und lief mit ihm zusammen auf dem Rücken schnell davon.
Immer weiter entfernten sie sich von ihrer Höhle, die Bäume wurden weniger und in der Entfernung konnte man schon die Geräusche einer Zivilisation wahrnehmen. Cyril freute sich darauf, jedoch machte er sich auch Sorgen um den Wolf. Waren die anderen seine Familie gewesen? Etwas besorgt sah er zu ihm hinunter, aber Lyalls Blick war stur nach vorn gerichtet. Vielleicht würde er ihm ja später erzählen, was zwischen ihm und den anderen Wölfen vorgefallen war… doch im Moment hatten sie andere Sorgen. Lyall wusste doch gar nicht wie es war, unter Menschen zu leben. Und nach seiner Verwandlung zu einem solchen stand der Wolf erst mal splitterfasernackt vor ihm. So konnten die beiden unmöglich zusammen in die Stadt gehen - Cyril musste sich irgendetwas einfallen lassen.

Während sich der Wolf etwas weiter entfernt von der Kleinstadt versteckte, machte Cyril sich auf die Suche nach einem Klamottenladen oder vielleicht auch Wäscheleinen, auf denen etwas in der Größe des anderen hängen könnte. Geld hatte er nicht, woher auch. Also musste er sowieso klauen. Eigentlich war er ja kein großer Fan davon, doch hatten sie mittlerweile keine andere Wahl, wenn sie irgendwie überleben wollten. Und tatsächlich – in einem Garten, der durch hohe Hecken von der Straße abgeschirmt war entdeckte er eine volle Wäscheleine, mit vielen Jungenklamotten. Schnell und so unauffällig wie es nur ging quetschte er sich durch die Hecke und stopfte so viele Klamotten, wie er greifen konnte in einen Wäschesack. So würde für ihn vielleicht auch etwas rausspringen, denn immerhin trug er nun schon seit einer halben Ewigkeit die gleichen Sachen. So schnell wie er in den Garten gehuscht war verschwand er auch wieder und lief dabei gradewegs in einen großgewachsenen Mann hinein. Etwas überrumpelt versteckt Cyril den Wäschesack hinter seinem Rücken und sah zu dem Mann hoch, der den Jungen wütend anfunkelte. Cyril musste kurz schlucken, er kannte den Mann. Es war ein ehemaliger Angestellter vom Casino seines Vaters. Er hatte früher schon öfter mal Probleme gemacht, weil er nicht genug Geld verdienen würde. Und da das Casino geschlossen wurde, hatte er bestimmt seinen Job verloren. Eigentlich wollte der Junge sich gar nicht mit ihm unterhalten, sondern schnell zu Lyall zurück – wurde allerdings von dem Älteren unsanft am Arm zurückgehalten. Er schrie ihn an, was der Familie van Nykvist überhaupt einfallen würde, ohne mit der Wimper zu zucken das Leben hunderter Angestellter zu ruinieren. Cyril konnte sich nur denken, was er damit meinen könnte. Denn nachdem sein Vater verhaftet wurde hätte seine Mutter das Casino führen sollen, doch von dieser fehlte ja jede Spur. Etwas überfordert mit der Situation ließ er die Beleidigungen über sich ergehen und überlegte fieberhaft, wie er von hier verschwinden konnte. Der Griff des Mannes wurde immer fester und langsam begann der Arm des Jungen ziemlich zu schmerzen. Immer wieder versuchte er verzweifelt, sich loszureißen, jedoch ließ der Alte das nicht zu und schrie das Kind weiterhin an – bis auf einmal eine vertraute Gestalt vor Cyril landete und den Mann wütend anknurrte. Dieser wich erschrocken zurück und wusste gar nicht, wie ihm geschieht. Erleichtert über das Erscheinen des Wolfs kletterte Cyril schnell auf dessen Rücken, denn in der Ferne waren bereits Polizeisirenen zu hören. Blaulichter huschten durch die Straßen und waren mit ziemlicher Sicherheit auf dem Weg zu ihnen. Cyril klammerte sich in das Fell und schnell verschwanden die beiden vom Ort des Geschehens.

Wieder im Wald angekommen, versteckten sich die beiden zwischen ein paar Büschen und Cyril kletterte vom Rücken des Wolfes. Als von Lyall dann die Frage aufkam, ob sein Nachname wirklich van Nykvist war, musste der Junge kurz schlucken. Er wusste, dass sein Vater die Ausrottung der Werwölfe unterstützt hatte und auch, dass das unter den Wölfen wahrscheinlich bekannt war. Jedoch wollte er den anderen nicht anlügen. Nicht nach all dem, was sie zusammen durchgemacht haben. Doch zu seinem Erstaunen reagierte der Wolf ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte. Er nahm den Schwarzhaarigen in die Arme und sagte ihm, wie froh er sei, dass es ihm gut ging. Etwas überfordert sah er Lyall für einen kurzen Augenblick an, erwiderte dann jedoch glücklich die Umarmung. Er konnte gar nicht beschreiben, wie froh er in diesem Moment war. Er dachte, der Wolf würde ihn jetzt verstoßen, verschwinden und ihn alleine zurücklassen. Doch das tat er nicht. Er blieb bei ihm und machte sich auch noch Sorgen.
Als Lyall die Umarmung lockerte, musste der Junge seine Gedanken erst einmal sortieren. Warum fühlte er sich auf einmal so leicht, so frei? Während Lyall versuchte, sich die Kleidung anzuziehen, beobachtete der Junge ihn schmunzelnd - erbarmte sich nach einer Weile dann aber doch und half ihm, sich anzuziehen. Auch er selbst zog sich daraufhin schnell ein paar der neuen Klamotten an und anschließend machten sie sich auf die Suche nach einer Unterkunft. Bereits nach einem kurzen Fußmarsch entdeckten sie eine alte Jägerhütte. Lyall vergewisserte sich kurz, dass niemand anwesend war und sie verbrachten die Nacht in dieser Hütte. Jedoch schliefen sie nicht besonders viel. Sie redeten sehr viel, Lyall erzählte von seinem Leben bei dem Rudel und auch Cyril hatte beschlossen, dem Wolf etwas über sich zu erzählen. Schließlich wusste er von diesem ja auch einiges und so langsam war es an der Zeit, sich besser kennen zu lernen. Er erzählte ihm von seinem Bruder, von dem Videospiel, was dieser erfunden hatte und von Ylvie. Was sie seit seinem Verschwinden wohl alles erlebt hatte, ob sie nach ihm suchte? Er vermisste sie, doch wollte er auch Lyall nicht mehr von der Seite weichen. Und als dieser sagte, er würde ihn auch sehr vermissen, wenn er weg wäre, wurde ihm eines klar. Der Schwarzhaarige zögerte noch einen kurzen Augenblick, zog den anderen dann aber etwas näher an sich heran und presste seine Lippen auf die des Werwolfs.

Der erste Vollmond


Seit dieser Nacht waren sich die beiden viel vertrauter. Sie redeten viel, schliefen nachts dicht beieinander und erkundeten zusammen die Gegend. Cyril erklärte dem Rotschopf alles von der Menschenwelt, was er für wichtig hielt. Zwar hatte er manchmal das Gefühl, nicht ganz verstanden zu werden, doch genoss er das Interesse des anderen sehr. Sie hielten sich mit Diebstählen oder gesammelten Beeren über Wasser und wechselten in regelmäßigen Abständen ihre Quartiere, damit sie von niemandem entdeckt wurden. Es war nun fast ein Monat vergangen, seit sie von Lyalls Rudel aus ihrer Höhle vertrieben wurden. Im Moment lebten sie in einer anderen Höhle, tief in einem Nadelwald. Heute war Vollmond und da Lyall davon wusste, verwandelte er sich vorsorglich. Cyril machte sich etwas sorgen um ihn, er wusste ja nicht, was der Mond mit ihm anstellen würde – kannte nur die grausamen Erzählungen aus einigen Geschichten. Jedoch versicherte ihm der Wolf, dass alles in Ordnung sein wird und verließ die Höhle, um etwas zu jagen. Doch kaum war Cyril eine Weile allein, geschah etwas Seltsames. Ein furchtbarer Schmerz durchfuhr seinen Körper, veränderte ihn. Der Junge wusste gar nicht, wie ihm geschieht. Seine Hände verformten sich, die Nägel wurden zu richtigen Krallen, während sich seine Haut langsam mit Fell überzog. Knochen brachen, Sehnen rissen, sein Äußeres und Inneres ordnete sich komplett neu an, bis er schließlich nach und nach die Gestalt eines Werwolfs annahm. Der Schmerz war so unerträglich, ließ ihn aufschreien, raubte ihm den Verstand. Wie wildgeworden rannte er durch die Höhle, versuchte irgendwie, den Schmerz abzuschütteln. Doch all das half nicht, er konnte nicht entkommen. Als dann irgendetwas versuchte, ihn aufzuhalten drehte er vollkommen durch. In Rage griff er sein neues Ziel an, ohne überhaupt mitzubekommen, was dieses genau war. Mit Bissen und Krallenangriffen versuchte er, es niederzustrecken. Er wurde immer wieder zu Boden gedrückt, jedoch hielt ihn das nicht auf. Jedes Mal aufs Neue schaffte Cyril es, sich zu befreien und griff erneut an - bis er es endlich schaffte, seinem Ziel mit voller Wucht die Reißzähne in den Hals zu rammen. Blut strömte aus der Wunde in sein Maul, tropfte an den Mundwinkeln zu Boden und ließ ihn sich an etwas erinnern. Er kannte diesen Geschmack. Doch woher? Zögernd lockerte er den Biss, ließ seine Beute los und kam langsam wieder zur Besinnung. Lyall. Er hatte Lyall angegriffen. Der andere sackte etwas in sich zusammen, wich dem schwarzen Werwolf jedoch nicht von der Seite. Leise wimmernd kuschelte Cyril sich an seinen Freund, versuchte zu begreifen, was dort grade passiert war und leckte die von ihm verursachte Wunde sauber. Er war heilfroh zu sehen, dass sie bereits langsam wieder verheilte. Trotz allem machte er sich große Vorwürfe, er hatte nie die Absicht gehabt, seinen Liebsten so sehr zu verletzen. Cyril war einfach nicht er selbst gewesen. Jedoch verstand er jetzt, was der Alphawolf aus Lyalls ehemaligen Rudel damals gemeint hatte. Er roch nach Wolf, weil er nun selbst einer war.












Zuletzt von Cyril van Nykvist am Mo 17 Sep - 22:19 bearbeitet; insgesamt 9-mal bearbeitet
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Cyril van Nykvist
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BeitragThema: Re: Cyril van Nykvist   Gestern um 18:40




 

Alles verloren


Seit dieser grauenhaften Nacht ging es für die zwei Liebenden endlich bergauf. Tagsüber zogen sie gemeinsam weiter, während sie nachts als Wölfe aneinander gekuschelt im Wald schliefen, von Sträuchern verdeckt. Die nächsten Monate vergingen wie im Flug, sie kamen viel herum und hatten auch viel zusammen gesehen und erlebt. Es kam nur noch selten vor, dass Cyril sich zu seinem alten Leben zurücksehnte. Er konnte sich einfach nicht mehr vorstellen, einmal ohne den roten Wolf zu sein. Doch wollte das Schicksal es nicht zulassen, dass beide zusammen glücklich waren. Eines Nachts hob Lyall erschrocken den Kopf, spitze die Ohren und lauschte aufmerksam. Er weckte Cyril, der im ersten Moment überhaupt nicht begriff, was denn los war. Doch als er die bewaffneten Menschen entdeckte, wurde es ihm klar. Werwolfjäger. Zwar wusste er nicht so genau wo sie hergekommen waren, jedoch machte der rote Wolf ihm klar, dass sie schnell von hier verschwinden mussten. Dicht gefolgt von seinem Liebsten rannte er los ins Unterholz, so schnell er nur konnte.

Sie mussten mittlerweile nun schon knapp drei Stunden auf der Flucht sein, es stürmte und gewitterte, die schöne Nacht hatte sich in einen Albtraum verwandelt. Cyril fiel es immer schwerer, das Tempo zu halten, zu erschöpft war er mittlerweile. Doch er konnte nicht stehen bleiben, er durfte einfach nicht stehen bleiben. Sonst würden sie ihn erwischen und da er wusste, dass Lyall ihn nicht zurücklassen würde, hätten sie ihn dann auch. Das durfte er einfach nicht zulassen! Doch zu seinem überraschen blieb der andere Wolf auf einmal stehen. Fragend stellte der Schwarze die Ohren auf, sah zu seinem Liebsten und lauschte dessen Worte. Lyall sagte ihm, er solle weiterrennen, ganz egal was auch passieren würde. Und ehe er widersprechen konnte wurde er von seinem Freund weiter gescheucht, also rannte er. Cyril machte sich große Sorgen um den roten Wolf, wollte nicht wahr haben, dass sie sich wirklich getrennt haben. Jedoch hatte der andere Recht, so würden sie bessere Chancen haben zu überleben - denn so mussten sich die Männer aufteilen, wenn sie beide Wölfe erwischen wollten. So schnell wie er nur konnte rannte Cyril weiter, war jedoch so außer Atem, dass er immer langsamer wurde. Erschöpft ließ er sich zwischen zwei Büschen auf den nassen Waldboden fallen, schnappte hechelnd nach Luft und bemühte sich, dabei so leise wie nur möglich zu sein. Doch natürlich waren die Werwolfjäger nicht doof. Einer von ihnen fand ihn, schoss ohne zu zögern auf den kraftlosen Wolf. Er jaulte auf, als sich die Silberkugel in seine Schulter bohrte, stand langsam auf und stolperte erschöpft zurück. Doch wenn er jetzt nichts unternahm, würde er seinen Liebsten nie wieder sehen. Mit letzter Kraft schaffte er es, den Mann zu Boden zu ringen und biss ihm mit seinem kräftigen Maul die Kehle durch, ehe er wieder erschöpft in sich zusammen sackte. So verharrte er eine ganze Weile, bis die Wunde aufhörte zu bluten und er wieder genug Kraft gesammelt hatte, um weiter zu laufen. Angestrengt schnupperte er nach dem Duft seines Freundes, bis er endlich seine Fährte aufnahm. So schnell es ihm seine Pfoten erlaubten rannte er in diese Richtung, die Bitte abzuhauen ignorierend. Als er einen Schuss hörte, legte er noch einmal einen Zahn zu und sah grade noch, wie sein geliebter roter Wolf eine Klippe hinabstürzte. Cyril rannte durch das Schlachtfeld, zu der Klippe und jaulte laut auf, als er sah, wie Lyall in der finsteren Tiefe versank. Er wollte nicht wahr haben, was er grade gesehen hatte - suchte panisch einen Weg nach unten um ihn zu retten, jedoch vergeblich. Leise wimmernd legte sich der schwarze Wolf an den Abgrund, starrte in die endlose Finsternis. So konnte es doch nicht enden… das konnte doch unmöglich das Ende sein! Eine kleine Träne lief dem Wolf übers Gesicht, zu schmerzlich war der Gedanke daran, Lyall nie wieder zu sehen. Erst als die Sonne bereits hoch am Himmel stand raffte der Wolf sich langsam wieder auf, nahm erst jetzt die vielen Leichen wirklich wahr und schritt über diese zurück in den Wald. Es war ihm egal, wie viele Menschen durch seinen Liebsten das Leben verloren haben. Sie hatten es nicht besser verdient, sie alle hatten diesen grausamen Tod mehr als nur verdient! Leise knurrend sah er eine der Leichen genauer an, während er über diese stieg, ließ es dann jedoch darauf beruhen und rannte schnell weiter, fort von diesem grausamen Ereignis.

Ein neues Leben?


Nach diesem schrecklichen Erlebnis wollte sich der Wolf in eine Höhle verkriechen und all das einfach nur vergessen. Als er die lang ersehnte Höhle allerdings erreicht hatte, konnte er etwas riechen. Menschen. Sie waren bestimmt auf der Suche nach den Jägern, also konnte er unmöglich hier bleiben. Cyril lief schnell weiter, um nicht doch noch von ihnen erwischt zu werden. Er konnte es nicht zulassen, dass sein Liebster umsonst gestorben war, also musste er leben. Tagelang lief der Wolf weiter, in den Norden, wo er vor all dem Geschehenen entkommen wollte. Während seiner langen, beschwerlichen und einsamen Reise bekam der Wolf kaum etwas zu Essen. Beeren fand er nicht und ein Kaninchen konnte er auch nicht fangen – um all das hatte sich Lyall immer gekümmert. Ihm blieb keine andere Wahl. Er musste ich die Stadt, sich dort etwas Essbares suchen und am besten auch dort schlafen. Alleine war er im Schlaf gegen mögliche Feinde vollkommen wehrlos, also war es keine gute Idee im Wald zu schlafen. Dazu kam auch noch, dass er nicht wusste, ob dieses Waldgebiet nicht bereits einem Rudel gehörte und von denen wollte er ganz sicher nicht entdeckt werden.
Kurz bevor er die Stadt erreichte, verwandelte er sich in einen Menschen und klaute sich schnell ein paar Klamotten. Es dauerte auch nicht lange, da hatte er einen großen Laden mit vielen Leckereien gefunden. Eine Bäckerei. Wie lange war es jetzt schon her, dass er mal eine betreten hat? Bestimmt eine halbe Ewigkeit. Beim Anblick des Essens lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Schnell griff er nach einem großen Brot in der Auslage und wollte wegrennen, prallte beim Umdrehen aber direkt in einen Jungen hinein. Dieser sah ihn skeptisch an und fragte, ob er das Brot nicht bezahlen würde. Etwas überfordert stammelte Cyril, dass er es sehr gerne bezahlen wollte, es aber nicht konnte. Zur Überraschung des Schwarzhaarigen wurde der andere Junge nicht wie erwartet stinksauer, sondern lächelte nur und bezahlte das Brot. Er lud Cyril ein, seine Freunde kennen zu lernen und stellte ihn zwei weiteren Jungs vor. Einer war ungefähr drei bis vier Jahre älter als der Wolf selbst, doch wirkte er sehr freundlich. Der andere fremde Junge sah so aus, als wäre er nur knapp älter als er selbst. Es dauerte nicht lange, da wurden die vier ziemlich gute Freunde. Sie verbrachten sehr viel Zeit miteinander, auch bekam Cyril von ihnen immer mal wieder Essen oder durfte bei ihnen übernachten.
Nie hätte sich der Wolf erträumt, mal wieder wie ein normaler Junge leben zu können. Doch das konnte er. Am Nachmittag traf er sich mit seinen Freunden und verbrachte viel Zeit mit ihnen, während sie am Abend häufiger mal ausgingen. Eigentlich wäre Cyril noch viel zu jung, um in eine Bar gehen zu dürfen, doch sah man es in dieser Stadt damit nicht zu eng und er war ja in der Begleitung von Älteren – also dauerte es nicht lange, bis er sein erstes Bier probierte. Und natürlich blieb es an den meisten Abenden dann nicht nur bei einem Bier, doch zum Erstaunen der anderen vertrug der Wolf relativ viel, sodass er erst spät betrunken wurde. Auch seine erste Zigarette hatte er im Zusammensein mit den Jungs probiert, denn der Älteste war eh immer nur am Rauchen und bot den Jüngeren immer wieder an, es einmal zu versuchen. Irgendwann gab Cyril dann schließlich nach und zog sein erstes Mal an einer Zigarette. Man könnte meinen, die drei wären überhaupt kein guter Einfluss für den Jungen, doch tat ihm der Umgang mit ihnen sehr gut. Er konnte seit dem Tod seines Liebsten endlich mal wieder lachen und war glücklich, auch ohne ihn. Vergessen würde er den roten Wolf jedoch nie können, aber das wollte er auch gar nicht. Er würde für immer ein Teil von ihm bleiben.
In einer sternenklaren Nacht verließ er mit dem Jüngsten der drei sehr spät die Bar. Die anderen waren schon früher gegangen, da sie am nächsten Morgen eine wichtige Klausur in der Schule schreiben mussten. Und Ben hatte dem Wolf angeboten, bei ihm zu übernachten – also musste er sich für diese Nacht keinen Platz zum Schlafen suchen. Kichernd und gackernd liefen sie durch die dunklen Straßen, machten Witze und waren einfach nur glücklich zusammen. Noch bevor sie das Haus von Ben erreicht hatten, geschah etwas, was Cyril nicht hatte kommen sehen. Der größere zog ihn sanft zu sich in die Arme und küsste den Schwarzhaarigen. Doch wehrte dieser sich nicht, sondern erwiderte er den Kuss. Er war glücklich. So glücklich, wie er seit einer Ewigkeit nicht mehr war – als er noch mit Lyall zusammen war. Noch in derselben Nacht redeten die zwei sehr viel, auch erzählte Cyril dem anderen vom roten Wolf. Natürlich erwähnte er nicht, dass seine verflossene Liebe tatsächlich ein Werwolf war, doch erzählte er Ben sehr viel von ihm. Auch, dass Lyall verstorben war. Er musste sich dabei sehr zusammenreißen, um nicht wieder ein paar Tränen zu vergießen, doch wurde er von Ben schnell wieder aufgemuntert.

Seit dieser Nacht waren nun ein paar Tage vergangen. Die zwei Liebenden hatten den anderen noch nichts von sich erzählt, doch hatte Cyril sich fest vorgenommen, es heute zu tun. Der schwarze Wolf wollte sich nicht verstecken, nicht schon wieder. Also nahm er all seinen Mut zusammen und erzählte den zwei Älteren, dass er und Ben nun ein Paar waren - das sie sich liebten. Doch zu seinem Entsetzen widersprach ihm Ben und fragte, was er denn da für eine Scheiße erzählen würde. Die anderen beiden reagierten ebenso wenig erfreut, beschimpften ihn als Schwuchtel und bereits wenige Sekunden später hatte Cyril die Faust des Ältesten im Gesicht. Und auch die anderen ließen es sich nicht mehr nehmen, auf den Schwarzhaarigen einzuschlagen. Unfähig, sich gegen die drei Angreifer zu wehren ertrug er den Schmerz und hoffte nur, es wäre schnell wieder vorbei. Er hoffte, sie würden doch noch zur Vernunft kommen und ihn in Ruhe lassen – vor allem Ben. Doch da hatte er sich gewaltig in ihnen getäuscht. Erst als sie hörten, wie sich ihnen ein erwachsener Mann näherte, ließen sie von ihm ab und rannten schnell davon. Sie ließen ihn einfach verletzt zurück, mit gebrochenem Arm und blutverschmierten Klamotten. Weinend kauerte sich der junge Werwolf zusammen und wünschte sich nur noch, damals mit Lyall zusammen die Klippe hinuntergestürzt zu sein. So wäre er nun wenigstens bei seiner großen Liebe – für immer.

Eine neue Familie?


Der junge Mann, welcher die Schläger verscheucht hatte, stellte sich dem Jungen als Yoru Kurosawa vor. Er brachte Cyril zuerst zu einem Arzt, von dem seine Wunden versorgt wurden und kümmerte sich die nächsten Tage liebevoll um ihn, bis er sich wieder etwas besser fühlte. Der Jüngere erinnerte sich dadurch an die Zeit, in der sich Lyall so um ihn gekümmert hatte und fühlte sich auf Anhieb bei dem Japaner wohl. Doch wollte dieser den Werwolf nach dessen Genesung offenbar nicht alleine lassen, weshalb er ihn mit nach Japan – zu sich nach Hause – nehmen wollte. Und da der Schwarzhaarige hier sowieso nichts mehr hatte, was er vermissen könnte, willigte er schließlich ein. Er mochte Yoru und wollte endlich einen Neuanfang. Er wollte all das vergessen, was in Schweden passiert ist. Und so kam es, dass er bereits am nächsten Tag in Japan landete. Erstaunt über diesen sonderbaren Ort löcherte er den Älteren mit tausenden Fragen und sah sich immer wieder neugierig um – auch wenn ihm dieser unbekannte Ort etwas Angst einjagte. Doch zum Glück waren sie nicht lange draußen unterwegs, sondern kamen schnell bei Yorus Wohnung an. Diese war ganz anders eingerichtet als bei ihm damals zuhause und war im Vergleich zu seinem alten Haus auch ziemlich klein. Doch war es allemal besser als irgendeine Höhle im Wald, ein Versteck zwischen Büschen oder eine Brücke in der Stadt. Es war eine gefühlte Ewigkeit her, seit er wieder in einem Bett geschlafen hat – in seinem eigenen Bett. Er musste es sich mit niemandem teilen und hatte sogar ein ganzes Zimmer nur für sich. Doch irgendwie beunruhigte ihn diese Stille, wenn er die Tür schloss. Also blieb sie meistens offen stehen oder er hielt sich im Wohnzimmer bei Yoru auf, dem er bei der Arbeit sehr oft neugierig mit auf den Bildschirm sah. Auch nach den ganzen Jahren ohne richtiges Zuhause hatte der Junge sein Interesse an der Technik keineswegs verloren und schlich sich oft heimlich an den Laptop von Yoru, wenn dieser grade nicht da war.
Es dauerte nicht lange, da kam noch ein weiterer Mann zu ihnen. Cyril stand dem Ganzen erst skeptisch gegenüber, bemerkte dann aber ziemlich schnell, dass es zwischen den beiden Männern wohl funkte. Also willigte er ein, dass der Andere namens Kain zu ihnen ziehen durfte. Es freute ihn, dass er hier nicht mehr der Einzige war, der kein japanisch konnte und lernte mit Kain fleißig die fremde Sprache. Und mit diesem Tag begannen auch die Streiche, die er den beiden immer mal wieder spielte. Er fand es einfach zu goldig, wie schnell Kain immer rot wurde, wenn Yoru ihm näher kam. Und genau das nutzte er immer wieder aus. Einmal hatte er sogar einen Liebesbrief in Yorus Namen geschrieben und wollte ihn Kain mit in die Tasche packen, die dieser immer mit zur Arbeit nahm – doch ausgerechnet an diesem Tag nahm er eine andere Tasche. Stattdessen griff Yoru nach der Tasche mit dem Liebesbrief und fand den Zettel natürlich darin. Doch zur Erleichterung des Jungen gab es so gut wie keinen Ärger. Und vielleicht gab genau dieser Brief dem Älteren auch den kleinen Schubser den er gebraucht hatte, um Kain einige Zeit später um ein Date zu bitten. Doch zum Entsetzen des Jungen lehnte dieser ab. Natürlich konnte er das Ganze nicht darauf beruhen lassen – auch wenn Kain bestimmt früher oder später von ganz alleine zur Vernunft gekommen wäre. Immer häufiger spielte er ihnen Streiche, bei denen sie sich näher kommen mussten. Zum Beispiel verknotete er heimlich ihre Schuhbänder während des Essens miteinander oder versteckte die Sachen von Kain an hohen Orten, wo nur Yoru herankam. Als er dann irgendwann von Yoru einen eigenen Laptop geschenkt bekam, wurden diese Streiche allmählich weniger. Denn dann fiel ihm etwas Wichtiges wieder ein. Das Videospiel seines Bruders! Man konnte gar nicht so schnell schauen, wie Cyril sich mit dem Laptop in sein Zimmer verdrückte und aufgeregt nach dem Stick suchte. Der Pinguinstick, der Lyall damals so begeistert hatte und auf dem sein geliebtes Videospiel gespeichert war. Nervös schob er den Tatenträger in den Laptop und stieß einen kleinen Freudenschrei aus, als er sah, dass das Spiel tatsächlich noch lief. Genau seit diesem Zeitpunkt bekamen die zwei Männer dann nicht mehr sonderlich viel von dem Jungen mit, denn er verbrachte so gut wie seine gesamte Freizeit in dieser wundervollen virtuellen Welt.

Entführung die Zweite


So gut Cyril es bei den beiden Verliebten auch hatte, natürlich musste das Glück wieder einmal getrübt werden. Denn der Junge bekam mit, dass das Waisenhaus in dem Yoru und Kain arbeiteten niedergebrannt wurde. Er hörte die zwei darüber sprechen, dass die Kinder aus dem Heim ja irgendwo wohnen müssten und ahnte direkt, worauf das hinauslaufen würde. Doch konnte er ja schlecht sagen, dass er das nicht möchte. Immerhin hatte Yoru ihn genau wie eines dieser anderen Kinder bei sich aufgenommen und ihm ein Zuhause gegeben. Also beschloss er, der Sache fürs erste neutral entgegenzutreten und zu schauen, wohin das wohl führen würde. Und als hätte er es nicht geahnt ging es natürlich nach hinten los. Cyril konnte die Kinder ebenso wenig ausstehen wie Hund und Katz miteinander klar kamen. Sie waren laut, ließen ihre Sachen oft in der Gegend rumliegen und wollten dauernd an seine Sachen – besonders an seinen Laptop. Natürlich ließ er sich das nicht gefallen. Doch war es gar nicht so einfach, denn die zwei Erwachsenen wollten ja schließlich, dass sie gut miteinander auskamen. Eines Nachts wurde es Cyril dann zu viel, er schnappte sich eine kleine Tasche in die er eine der vielen Festplatten auf denen er Elaria gesichert hatte steckte und auch etwas zu Essen. Dann nahm er sich noch etwas von seinem Taschengeld und schlich sich nach Draußen. Wohin er genau wollte stand noch nicht fest, jedoch war sein erster Halt direkt klar. Eine Kneipe, in der er sich erstmal ein Bierchen gönnen wurde, um den Stress etwas loszuwerden. Denn an Alkohol kam er dank seiner jetzt schon ziemlich imposanten Körpergröße sogar einfacher als an Zigaretten. Die meisten Barkeeper nahmen es mit dem Alter ja sowieso nicht so genau.
Nachdem er etwas getrunken und noch einmal gründlich über die Sache nachgedacht hatte, wollte er sich dann allerdings doch wieder auf den Weg zurück machen. Er brachte es einfach nicht übers Herz, die zwei einfach so zu verlassen. Dafür waren sie ihm zu sehr ans Herz gewachsen und er wollte ihnen nicht die Sorgen oder Vorwürfe antun, die sie sich bestimmt machen würden. Als er die Haustür aufschließen wollte wurde Cyril jedoch von ein paar seltsamen Gestallten überrascht. Und ehe er reagieren konnte, fand er sich mit einem Sack über dem Kopf im festen Klammergriff eines Mannes wieder. Er musste gar nicht lange überlegen, bis er wusste, was Sache war. Dafür war ihm das Ganze viel zu bekannt und die Männer bestätigten mit dem was sie flüsterten die Tatsache, dass er grade entführt wurde. Doch vielleicht blieb er grade deshalb auch so ruhig, weil er wusste, dass er sich schon bald in irgendeinem Raum wiederfinden würde. Und tatsächlich – er sollte Recht behalten. Nach einer langen, dunklen und außerordentlich unbequemen Autofahrt wurde er wenig später auf einem kalten Steinboden abgesetzt und an eine Heizung gefesselt. Den Sack behielt er zwar über dem Kopf, doch waren seine Ohren seit der Verwandlung zum Werwolf um einiges besser, sodass er die Schritte der Männer genau verfolgen konnte. Sie redeten über Yoru – darüber, dass er bestimmt nicht lange zögern würde, um den kleinen Wolf zu retten. Und genau dann wollten sie ihn endlich umbringen. Cyril wurde etwas blass, nachdem er das gehört hatte. Doch wenn er sich jetzt befreien würde, würde er den ganzen Zorn der Männer auf sich ziehen. Der junge Werwolf wartete ungeduldig darauf, dass sie alle endlich das Zimmer verließen. Nur leider taten sie ihm diesen Gefallen nicht, zwei der immer bedrohlich klingenden Männer wichen ihm keine Sekunde von der Seite. Solange sie jedoch nur fluchten und ihn nicht verprügelten, war es auszuhalten.
Es vergingen einige Stunden, bis er unten im Hof einen riesen Tumult hören konnte. Die zwei Männer im Raum wurden auch immer unruhiger. Vielleicht war Yoru ja endlich da? Immerhin wollten sie ihn ja hier her locken, um ihm eine Falle zu stellen. Cyril machte sich sorgen um den Mann, jedoch war er mindestens genau so froh darüber, dass er ihn retten wollte. Doch zu seiner Überraschung näherten sich die Schritte eines anderen dem Raum. Kain! Und dieser brauchte auch nicht lange, um die zwei Männer niederzustrecken und ihn loszubinden. Erleichtert viel Cyril ihm um den Hals und drückte sich an ihn. Doch blieb ihnen nicht viel Zeit für ein großes Wiedersehen. Schnell brachte der Braunhaarige ihn an einen sicheren Ort, an dem der Junge dann wartete, bis die Polizei die Leute abführte, die für diesen Tumult gesorgt hatten.

Kurz nach diesen ganzen Ereignissen hatten Yoru und Kain beschlossen, zu heiraten. Das Waisenhaus wurde wieder aufgebaut und so konnte auch Cyril sich endlich wieder freuen. Er war überglücklich darüber, dass sich seine neuen „Eltern“ nach so vielen Schwierigkeiten das Jawort geben wollten und strahlte an ihrem großen Tag mindestens genau so sehr, wie das Paar. Doch wurde seiner Stimmung ein kleiner Dämpfer verpasst als sie ihm mitteilten, dass sie ihn nach Isola schicken wollten. Eine Insel, auf der viele Kinder leben würden, die wie er nicht nur ganz normale Menschen waren. Zuerst wehrte der Werwolf sich dagegen, gab nach einer langen Diskussion dann aber klein bei. Denn immerhin wollten sie ihm später dorthin folgen, sodass er nicht ganz so lange alleine sein müsste.

Ein vertrautes Gesicht


Nach einer sehr langen und ziemlich langweiligen Reise erreichte der Junge endlich die Insel Isola. Hätte sein Laptop-Akku nach der Hälfte der Reise nicht den Geist aufgegeben, wäre er bestimmt besser gelaunt angekommen. Doch leider wurde ihm dieser Wunsch nicht gewährt und weder Zug noch Schiff hatten Steckdosen zur Verfügung. Umso froher war er darüber, als er endlich angekommen war und sein Zimmer beziehen konnte. Es dauerte einige Zeit, bis er sich an die ungewohnte Umgebung und die vielen anderen Leute gewöhnt hatte, doch kam er nach und nach besser klar. Er fand Freunde und verstand sich auch mit den meisten Erziehern gut. Das Einzige, wo es öfter mal Probleme gab war das Thema Ordnung. Doch daran war der Werwolf mittlerweile ja schon zur Genüge gewohnt.

Es vergingen drei Monate seit Cyrils Ankunft und eigentlich war es ein Morgen wie jeder andere auch. Eigentlich. Irgendetwas war seltsam, als er langsam aus seinem Traum erwachte. Aus einem wundervollen Traum, den er in letzter Zeit immer öfter hatte. Der schwarze Wolf rannte durch den Wald und sah auf einer Lichtung eine ihm sehr vertraute Person – Lyall. Eigentlich verschwand die Illusion seines Liebsten immer wieder, wenn er ihr zu nah kam. Nur heute nicht. Auch als er noch etwas benommen die Augen öffnete konnte er den roten Wolf klar und deutlich erkennen. Träumte er etwa immer noch? Gähnend rieb er sich die Augen und blinzelte ein paar Mal, um endlich richtig aufzuwachen. Doch noch immer sah er Lyall vor sich. Irritiert streckte er seine Hand in die Richtung aus und stieß schließlich auf wiederstand. Es dauerte noch einige Sekunden bis er begriff, dass das Ganze auch wirklich die Realität war. Und kaum hatte er das begriffen kullerten Cyril ein paar Tränen über die Wangen, ehe der dem Rothaarigen um den Hals fiel und ihm einen Kuss auf die Lippen drückte. Verschlafen, aber lächelnd sah ihn der rote Wolf an, strich ihm sanft über die Wange und sagte, wie froh er sei, Cyril wieder gefunden zu haben – was bei diesem nur für noch mehr Tränen sorgte. Es dauerte einige Zeit, bis sie wieder voneinander abließen und begannen dem anderen zu erzählen, was die vergangenen Jahre alles passiert war. Cyril war so glücklich wie lange nicht mehr, denn endlich hatte er seinen geliebten Lyall wieder an seiner Seite.

Der Blutmond


Seit Lyall auf Isola angekommen war, schien alles perfekt zu sein. Doch auch das hielt nicht auf Dauer. Eines Abends fühlte Cyril sich ziemlich unwohl, auch dem roten Wolf schien es ähnlich zu gehen. Durch Gespräche unter den Erziehern schnappte der Junge dann auf, dass wohl ein Blutmond bevorstehe. Was genau das war verstand er zwar nicht, doch sollte es wohl gemeinsam mit einem Vollmond einhergehen. Und genau das war der Grund dafür, weshalb die beiden Wölfe beschlossen, für diesen Zeitraum die Insel zu verlassen. Der Schwarzhaarige hatte auch bei einem normalen Vollmond schon große Schwierigkeiten, nicht durchzudrehen. Und wenn ein Blutmond das Ganze noch verstärken würde – er möchte sich gar nicht ausmalen, was dann passieren könnte.
Bereits zwei Nächte vor dem Blutmond verließen die zwei Wölfe die Insel, versteckten sich in einem alten Bunker dessen Lage vorher ausführlich recherchiert wurde und verwandelten sich vorsorglich. Beide waren in separaten Räumen, welche nur durch ein Eisengitter getrennt wurden. So war niemand alleine und dennoch konnten sie sich nicht gegenseitig verletzen. Je näher der Blutmond rückte, desto unangenehmer wurde es für die beiden. Schmerzen, Konzentrationsstörungen und Wahnvorstellungen begleiteten sie bis zum Blutmond und als dieser hoch am Himmel stand, wurde das Ganze noch eine Spur stärker. Jedoch beruhigte es sie ungemein, dass sie zusammen waren. Dass sie die Stimme des anderen hören, seinen Duft wahrnehmen konnten. Und sie konnten sich nicht gegenseitig verletzen.

Zwei Tage nach dem Blutmond konnten sie sich endlich wieder entspannen. Und genau so lange blieben sie noch in dem Bunker, nur zur Vorsicht. Sie waren heilfroh, es endlich überstanden zu haben und zurück nach Hause zu können. So verschwendeten sie keine weitere Minute in diesem Bunker, sondern machten sich schnell auf den Weg zurück zur Insel. Als sie diese jedoch betraten, bot sich ihnen ein grässlicher Anblick. Offenbar schienen Werwölfe die Insel überfallen zu haben. Sie haben viel zerstört und auch einige der Bewohner mussten diese Tat mit ihrem Leben bezahlen. Erzählungen zufolge hätten auch friedliche Werwölfe ihre Freunde angegriffen und diese schwer verletzt, im Extremfall sogar getötet. Ein eiskalter Schauer lief Cyril über den Rücken, als er all dies erfuhr. Wenigstens war er nicht einer dieser Werwölfe gewesen, ein bitterer Beigeschmack blieb aber trotzdem. Denn woher sollten die Bewohner der Insel denn wissen, dass er ihnen kein Haar gekrümmt hat? Sie würden den zwei Wölfen garantiert mit großer Skepsis entgegentreten, jedoch konnten die Freunde der Jungs sie davon überzeugen, zu bleiben. Die Entscheidung fiel ihnen nicht so einfach, denn selbst hier würden sie nun weniger akzeptiert werden. Es war jedoch allemal besser, als wieder von Werwolfjägern verfolgt zu werden.

Seit dem Blutmond vergingen nun einige Monate. Die Insel wurde langsam wieder aufgebaut und auch ein neues Wohnheim für die Kinder wurde errichtet, in welches sie nun ziehen konnten. Bis jetzt hatte Cyril es nicht bereut, doch noch auf der Insel geblieben zu sein. Und wenn es noch einmal so ein Ereignis geben würde, wären die zwei Wölfe vorbereitet. Sie wussten, wohin sie fliehen konnten. Doch nun war es für die beiden endlich einmal an der Zeit, ein ganz normales Leben zu führen. Und wer weiß, vielleicht bleiben sie für immer auf dieser Insel und werden dort bis an ihr Lebensende zusammen glücklich?

Zusammenfassung der Vergangenheit
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1. Kapitel - » Eine perfekte Familie «
Cyril wurde in die reiche Familie eines Casinobesitzers hineingeboren. Sein Bruder Askil war der junge Besitzer einer Videospielfirma, die das erfolgreiche MMORPG Elaria auf den Markt gebracht hat. Der Junge verbrachte seine Freizeit oft in dem Videospiel, allerdings auch mit seiner Kindheitsfreundin Ylvie.


2. Kapitel - » Der Sturm «
In einer stürmischen Nacht verlor Askil sein Leben. Cyrils Eltern fassten den radikalen Entschluss, sein Zimmer so schnell es geht leerzuräumen, um nicht länger als nötig an dieses Geschehnis erinnert zu werden. Ihrem Sohn erzählten sie erst in den darauffolgenden Tagen davon, dieser verbrachte die Zeit bis dahin mit dem spielen von Elaira.


3. Kapitel - » Eine zerrüttete Familie «
Die Spielefirma von Askil macht immer größere Verluste und musste letztendlich schließen. Cyril kopierte sich schnell die Dateien von Elaria auf einen Stick, machte dabei jedoch einen Fehler und alle NPC’s und andere Charaktere waren verloren. Alisa hatte einen guten Job gefunden und das Casino lief besser als je zuvor. Kjell veränderte sich im Laufe der Zeit immer mehr, er war nur noch arbeiten und wurde immer aggressiver. Irgendwann begann er damit, seinen Sohn zu schlagen, wogegen Alisa nie etwas unternommen hatte. Später wurde Kjell wegen Mord an einem Schuldner verhaftet, da er von seinen Schlägern verraten wurde.


4. Kapitel - » Ein wahrer Albtraum «
Kjells Schläger wollten von der Festnahme des Casinobesitzers noch etwas mehr profitieren und entführten Cyril, verlangten ein Lösegeld. Sie sperrten ihn mit Eisenketten gefesselt in eine Hütte im Wald und ließen ihn kaum aus den Augen. Sie versorgten ihn zwar mit Essen, doch wurde er auch oft von ihnen verprügelt. Während der Schwarzhaarige mal wieder ein paar Schläge einstecken musste, verlor ein Mann den Schlüssel. Damit konnte sich der Junge schließlich unbemerkt befreien. So schnell er konnte rannte er an den Männern vorbei in den Wald, fiel bei der Flucht jedoch über einen dicken Stein und landete auf dem Boden. Während der Landung bohrte sich ein spitzer Ast in seinen Unterleib und er verlor fast das Bewusstsein. Alles was er noch mitbekam war ein riesiger Wolf, der einem der Männer die Kehle durchbiss.


5. Kapitel - » Ein tierischer Retter «
Cyril kam in einer Höhle wieder zu Bewusstsein, wo er von einem fremden Jungen versorgt wurde. Er brachte ihm Essen und Trinken. Später fand Cyril dann heraus, dass er der Wolf war, der die Männer angefallen hat. Da Cyril von seine Vater sehr viele schlechte Dinge über diese Wesen gehört hat, wollte er so schnell wie nur möglich weg. Ganz egal, wie nett und freundlich der Wolf auch zu ihm war. In einer sternenklaren Nacht brach Cyril unbemerkt auf und machte sich auf den Weg nach Hause. Als er jedoch ankam, war das Haus verlassen – er wurde verlassen. Doch zum Erleichtern des Jungen war der Wolf ihm gefolgt, nahm ihn wieder mit in die Höhle und wich ihm nicht von der Seite. In der 14. Nacht herrschte ein heftiger Schneesturm und Cyril ließ den Wolf das erste Mal dicht neben sich schlafen und wärmte sich an diesem.


6. Kapitel - » Vertrieben ins Glück «
Je mehr Zeit verging, desto wohler fühlte sich Cyril bei dem Wolf. Eines Nachts kam eine Gruppe riesiger Wölfe in die Höhle, die Lyall offenbar kannten. Sie sagten zu Cyril, er würde nach Wolf riechen, was diesen erst einmal ziemlich verwirrte. Jedoch konnte er sich nicht weiter damit beschäftigen, denn die Wölfe drohten sie umzubringen, wenn sie ihr Revier nicht verlassen würden. Der Junge kletterte schnell auf den Rücken des roten Fuchses und so machten sie sich schnell auf den Weg, bis sie eine Stadt erreichten. Da Lyall in der Stadt nicht als Wolf herumlaufen konnte, musste er sich zu einem Menschen verwandeln – der Nachteil war nur, dass er nackt war. Die Jungs mussten sich also etwas einfallen lassen und Cyril beschloss, für den anderen etwas Kleidung zu besorgen, während sich dieser versteckte. Auf einer Wäscheleine wurde er dann auch tatsächlich fündig, traf jedoch auf einen alten Bekannten seines Vaters, der ihn anpöbelte. Doch bevor das Ganze eskalieren konnte ging Lyall als Wolf dazwischen und verschwand schnell wieder mit seinem Schützling. Als sie wieder in Sicherheit und umgezogen waren, fanden sie in einer Waldhütte Unterschlupf. Hier verbrachten sie die Nacht, redeten viel über vergangenes und erlebten zusammen ihren ersten Kuss.


7. Kapitel - » Der erste Vollmond «
In einer Vollmondnacht geschah etwas unerwartetes. Cyril verwandelte sich in einen Werwolf. Von den Schmerzen überwältigt drehte er vollkommen durch, rannte wie wild geworden durch die Höhle und griff Lyall an. Er kam erst wieder zur Besinnung, als er dessen Blut in seinem Maul schmeckte.


8. Kapitel - » Alles verloren «
Die Zeit verging und eines Nachts wurden die Liebenden von Werwolfjägern überrascht. So schnell sie konnten rannten sie vor ihnen davon, doch ging Cyril nach einigen Stunden die Puste aus. Lyall beschloss, sich von ihm zu trennen und die Jäger in eine andere Richtung zu lenken – fast erfolgreich. Denn nur einer der Jäger folgte Cyril, schoss auf den erschöpften Wolf, wurde jedoch wenig später von diesem zu Fall gebracht. Voller Sorge um seinen Gefährten machte er sich dann doch auf die Suche nach ihm, sah jedoch nur noch, wie Lyalls Leiche eine steile Klippe hinabstürzte. Voller Trauer wich der schwarze Wolf nicht von dieser Stelle, bis die Sonne bereits wieder hoch am Himmel stand.


9. Kapitel - » Ein neues Leben? «
Der schwarze Wolf lief nach diesem Ereignis weit in den Norden Schwedens und beschloss, dort in einer Stadt zu leben. Alleine würde er im Wald keine zwei Wochen überleben. Es dauerte nicht lange, da fand er in der Stadt gute Freunde. Mit diesen verbrachte er den Großteil des Tages und einem von ihnen mit dem Namen Ben kam er mit der Zeit immer näher. Die zwei verliebten sich ineinander und wurden schließlich ein Paar, hielten das jedoch für einige Zeit geheim. Als Cyril ihren anderen Freunden allerdings davon erzählte tat Ben so, als würde er sich das alles nur ausdenken. Die älteren Jungs waren davon überhaupt nicht angetan, beschimpften den Schwarzhaarigen als Schwuchtel und verprügelten ihn. Sie ließen erst wieder von ihm ab, als ein Mann die Straße entlang kam.


10. Kapitel - » Eine neue Familie? «
Der Mann, der ihn gerettet hatte hörte auf den Namen Yoru. Er versorgte seine Wunden, kümmerte sich um den Jungen und nahm ihn schließlich mit nach Japan zu seiner Wohnung. Zu Beginn fühlte sich Cyril in diesem neuen Land alles andere als wohl, doch legte sich das ziemlich schnell. Er lebte sich schnell ein und bald zog noch ein weiterer Mann zu ihnen Kain. Während Kain und Yoru sich immer näher kamen, bekam Cyril einen Laptop geschenkt. Auf diesen übertrug er die Daten von Elaria und war seitdem so oft es ging in dieser virtuellen Welt, sodass er gar nicht mitbekam, wie die beiden Männer zu einem Liebespaar wurden.


11. Kapitel - » Entführung die Zweite «
Das Waisenhaus, in dem Kain und Yoru arbeiteten wurde niedergebrannt. Einige der Kinder wurden bei Yoru aufgenommen, was dem schwarzen Wolf ziemlich gegen den Strich ging. Sie waren laut, unordentlich und tatschten dauernd seinen Laptop an. Eines Nachts beschloss er schließlich, abzuhauen. Doch änderte er nach ein paar Bier wieder ziemlich schnell die Meinung und wollte sich auf den Weg zurück machen. Vor der Haustür wurde er jedoch von ein paar finsteren Gestalten überrascht, die ihn kurzerhand entführten. Sie sperrten ihn mit einem Sack über dem Kopf gefesselt in einen Raum und wichen keine Sekunde von seiner Seite. Doch musste er nicht lange warten, bis seine „Eltern“ auftauchten und ihn retteten. Und nach diesem Ereignis hatten sie beschlossen zu heiraten, was den Jungen sehr freute. Wenig später teilten sie ihm dann mit, dass sie den Schwarzhaarigen nach Isola schicken wollten. Doch würde er nicht lange alleine dort bleiben, denn sie würden so früh es geht folgen.


12. Kapitel - » Ein vertrautes Gesicht «
Auf Isola angekommen dauerte es einige Zeit, bis Cyril sich einlebte. Als es jedoch soweit war, fand er Freunde und auch mit den Erziehern verstand er sich gut. Und als er eines Morgens aus seinem Traum erwachte, schien dieser Realität geworden zu sein. Lyall lag neben ihm im Bett. Vor lauter Wiedersehensfreude fiel er diesem direkt um den Hals und sie erzählten sich später, was sie bei dem anderen alles verpasst hatten.


13. Kapitel - » Der Blutmond «
Es schien alles perfekt, seit Lyall wieder bei ihm war. Bis zum Blutmond. Doch da sich die zwei Liebenden bereits vor diesem Ereignis so komisch fühlten, beschlossen sie, sich währenddessen in einen alten Bunker einzusperren. Und im Nachhinein stellte sich dies als eine sehr gute Idee heraus. Denn als sie den Bunker nach vier Tagen wieder verlassen hatten und auf die Insel zurückkehrten, glich diese einem Schlachtfeld. Werwölfe hätten die Insel angegriffen und jeden, der sich nicht verteidigen konnte getötet. Auch friedliche Werwölfe drehten durch den Blutmond vollkommen durch und griffen ihre Freunde an. Jedoch waren die zwei Wölfe froh, zu dieser Zeit nicht vor Ort gewesen zu sein. Wer weiß, was sonst passiert wäre.








» Fähigkeiten «


Stärken:
- Gelassenheit
- Zeichnen
- Kochen
- Programmieren
- Verträgt viel Alkohol
- empfindliches Gehör
- guter Geruchsinn

Schwächen:
- Isst nicht viel, das Meiste bekommt ihm einfach nicht (Ärzte haben den Grund dafür noch nicht rausgefunden, ihm wird dann übel oder er bekommt Magenprobleme)
- Sehschwäche (trägt meist Kontaktlinsen)
- Unpünktlichkeit
- Heiße Temperaturen, bekommt Kreislaufprobleme
- Unkontrollierte Verwandlungen, besonders bei Wut
- Sorglosigkeit
- Nichtschwimmer
- Raucht immer, wenn er nervös ist oder Stress hat

Besondere Fähigkeiten:
Wolf:


Mit einer Schulterhöhe von 1,64 Metern ist die Wolfsform des Schweden deutlich kleiner als die seines Liebsten. Doch das stört ihn nicht im Geringsten, eher im Gegenteil. Es ist immer mal wieder erfrischend, nicht dauernd zu dem Rotschopf runterzuschauen – auch wenn es in Menschengestalt nur wenige Zentimeter Unterschied sind. Doch ist die Größe nicht der einzige Unterschied zu seinem menschlichen Auftreten. Als Wolf hat Cyril ein viel empfindlicheres Gehör, einen besseren Geruchsinn und auch seine Augen sind viel schärfer. Letzteres freut ihn besonders, weil der Schwarzhaarige in seiner Wolfsform endlich mal ohne die Brille oder Kontaktlinsen gut sehen kann. Und zwar so gut, dass er sich bei Dunkelheit ohne große Probleme gut orientieren kann. Auch ist er so mit bis zu 57km/h sehr viel schneller unterwegs, als er es normalerweise wäre. Eine große Ausdauer hat er deswegen aber trotzdem nicht.

Doch leider hat die Wolfsform nicht nur Vorteile. Denn besonders bei Vollmond, oder wenn Cyril sich sehr über etwas aufregt, kann es zu ungewollten Verwandlungen kommen. Diese können im Vergleich zu einer gewollten, durch den eigenen Willen hervorgerufenen Verwandlung ziemlich schmerzhaft werden und leider ist der Schwarzhaarige noch nicht besonders gut darin, sie zu unterdrücken.

Werwolf:


Die Gestalt des Werwolfs kann Cyril nicht kontrollieren. Er weiß nicht, wie er sich in so eine rasende Bestie verwandelt, geschweige denn, wie er wieder zur Besinnung kommt. Einige Gründe für so eine ungewollte Verwandlung wären starke Schmerzen, ein mächtiger Vollmond oder rasende Wut. Doch zum Glück kam dies noch nicht so oft vor und er konnte immer mithilfe des Bluts von Lyall beruhigt werden.
Während er so in Rage ist, macht der schwarze Wolf vor nichts Halt. Er macht keinen Unterschied mehr zwischen Freund und Feind, sondern sieht alles als Böse an und will es aus dem Weg räumen. Als Werwolf ist er stolze zwei Meter groß, sodass es ihm ein leichtes ist, einen normalgroßen Menschen zu Fall zu bringen. Auch hier hat er einen besseren Geruchsinn, ein besseres Gehör und kann auch bei vollkommener Finsternis sehr gut sehen. Zudem ist er auch als Werwolf mit 68km/h wesentlich schneller unterwegs, als ein normaler Mensch.



» Was das Schulische angeht... «


Lieblingsfächer: Kunst
Hassfächer: Sport
Bevorzugte Kombi der Schuluniform In der Schule trägt Cyril stets das langärmlige Hemd mit der dazugehörigen Krawatte, die er allerdings meistens etwas lockerer gebunden hat. Wenn es im Winter einmal kälter wird greift er zur Jacke.
Auswahl des Fähigkeitentrainings: Transformation/Selbstkontrolle
Level/Niveau der/des FTF: 1/5
Wahlfach: Kunst


» Outgame «

Charakteravatar: Mutsuki Hajime - Tsukiuta
Zweit- oder Drittaccount: Jacob Chandler
Erreichbarkeit bei Inaktivität o.ä: E-Mail
Regelpasswort: Käsetoast












Zuletzt von Cyril van Nykvist am Mo 17 Sep - 22:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Cyril van Nykvist
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BeitragThema: Re: Cyril van Nykvist   Gestern um 18:44

Bereit zum Auseinandernehmen!










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Shiina Mashiro
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Zen 23
Anmeldedatum : 12.04.15
Alter : 22

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Outfit etc.: Schuluniform, Verband am ganzen linken Arm

BeitragThema: Re: Cyril van Nykvist   Heute um 15:59

Da gibt es rein gar nichts zum Zerpflücken! :D
Nachdem ich diesen Roman jetzt gelsen habe und sehr unterhaltsam zurückgelassen werde, betrachte ich diesen Steckbrief als Angenommen!










Hey,  what color do you want to be?
The true work of art is but a shadow of the divine perfection.

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BeitragThema: Re: Cyril van Nykvist   

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Cyril van Nykvist

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