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 Das Gelände vor dem Wohnheim

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Leviathan
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BeitragThema: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 16 Apr 2018 - 18:38

das Eingangsposting lautete :



Das Gelände vor dem Wohnheim






Das gesamte Gelände des Wohnheims mitsamt seinen Freiflächen wird von einem Mauerzaun umfasst. Das Eingangstor zum Areal ist unter Tags stets geöffnet und wird in den nächtlichen Stunden in der Regel verschlossen, wobei jeder Bewohner sowohl einen Schlüssel für das Eingangstor und die Haustüre, als auch einen für sein eigenes Zimmer besitzt. Nach einem kurzen Marsch spaltet sich die Zufahrt um ein kleines mit Bäumen bepflanztes Areal in zwei Wege auf, welche nach Besagtem direkt vor dem Anwesen wieder zusammenführt. Das Yanega-Anwesen aus den 1920ern verfügt im ersten, sowie im zweiten Stockwerk über einen Haupt-, einen West- und einen Ostflügel. An der Rückseite des Gebäudes erstreckt sich ein riesiger Garten, den man von vorne betrachtet oft gar nicht vermuten möchte. Im unteren Stockwerk befinden sich allgemeine Räumlichkeiten, sowie die Apartments der Erzieher, während die Bewohner im ersten Stock in zwei Trakte aufgeteilt sind. Vom Prestigebalkon aus hat man einen guten Ausblick über das Gelände vor dem Wohnheim, der bis zum Eingangstor zurückreicht und bietet eine gewisse Überwachungssicherheit - eine Gewissheit, die den Isolanern seit der Angriffe der Lykantropen wichtiger zu sein scheint.






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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Fr 14 Sep 2018 - 2:59



cf: Staftgebiet | Am Strand | An der Küste

Das Gespräch mit Levi, hatte der Direktorin gezeigt, das auch er ein Meister darin war gewisse Sachen einfach in sich hinein zu fressen. Eine Sache die beide wohl oder übel gemeinsam hatten und mit dem sie sich ebenfalls durch ihre Schweren Zeiten gebissen hatten. Levi damals und jetzt, sowie ihre Wenigkeit über einen großen Zeitraum der Teenager Zeit hinweg. Da, wo sie weder auf der Insel war, noch irgendeinen kontakt hatte um diese zu erreichen. Zustimmung bekam sie alle Male, als sie betonte, dass auch sie nicht perfekt war. Ein Zugeständnis, was Julia in diesem Falle sehr viel bedeutete. Besonders, weil es aus dem Mund ihres Schützlings kam und ihr somit die Erlaubnis erteilte, diese Fehler auch zu besitzen. Es war wie eine Legitimierung der Umstände und das entspannte die junge Frau ungemein. Danach lief alles irgendwie einen anderen Weg, als es die Direktorin erwartet hätte. Levi erzählte ein bisschen von seinen Sorgen und Ängsten, genauso wie sie versuchte ihn dabei zu beschwichtigen, für ihn da zu sein. Das von der Seele reden tat ihm gut, das bemerkte sie als sich die Laune des Engels immer weiter besserte, je länger sie dort standen und redeten. Ein glückliches Gefühl breitete sich in der Dämonin aus, wenigstens einmal konnte sie nun für ihn da sein. Immerhin.

Doch auch diese Zeit neigte sich ihrem Ende und die Beiden mussten weiter. Dieses Mal allerdings übernahm Julia erneut das Steuer ihres Wagens und stellte klar, das dieses auch das letzte Mal in naher Zukunft gewesen ist, das er eben diesen fahren durfte. Due Überraschung mit dem Führerschein behielt sie in erster Linie für sich. Das war etwas für den Geburtstag des Bengels, so fachte sie sich. Dann, so der Gedanke, konnte sie zumindest ein für alle Male klarstellen, das sie sich sehr wohl um ihn sorgte. Allerdings war das seit heute Abend wohl auch kein Thema mehr zwischen den beiden, hoffentlich. „So, da wären wir.“, sagte sie und schaute ihm mit einem entschuldigenden Blick entgegen. Immerhin wollte sie ihn eigentlich nicht im Wohnheim abgeben, aber es musste sein. Ansonsten würde es vermutlich wieder Ärger geben, weil man ihn suchen würde. Beide stiegen sie aus dem Fahrzeug aus und ihre Wenigkeit gab dem Schwarzhaarigen eine liebevolle Umarmung zum Abschied. „Bis später.“, verabschiedete sie ihn mit einem warmen Ton in der Stimme, während ihre Arme sich wieder löste. Ein Lächeln gab sie dem jungen Mann noch mit auf den Weg, dann verschwand er und Julia überlegte noch einmal, wo genau sie sich mit der Schülerin treffen wollte, welche sie auf die Insel geholt hatte. Der Fall hatte damals instant ihre Aufmerksamkeit erregt und als die Auflagen auch noch so klar akzeptiert wurden wusste due Dämonin, dass sie das richtige getan hatte. Alles was nun noch fehlte, war ein bisschen Aufklärungsarbeit. Aber das würde schon werden. Jetzt musste sie das Mädchen einfach noch aufspüren. Weswegen sie ihr Handy herausholte um eine Nachricht zu verfassen. Die Nummer der kleinen jungen Dame hatte sie ja bereits eingespeichert gehabt. Sie war ihr übermittelt worden, als sich @Inori auf den Weg gemacht hatte. „Mal sehen…“, grübelte Julia leise vor sich hin, während sie vor ihrem Auto stand. Ein Treffen im Parterre vielleicht? Ja, das wäre so ziemlich die einzige Räumlichkeit, welche gut zu überblicken wäre. Nur zum Fall das das Mädchen etwas hysterisch werden würde. Sicher ist sicher und die Dämonin war niemand, der alles dem Zufall überließ. Nein, ganz und gar nicht…

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Inori
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Fr 14 Sep 2018 - 23:00


cf: Partykeller
Nachdem Ino fluchtartig aus dem Partykeller entkommen war, verlor sie kurzzeitig die Orientierung. Die Kopfschmerzen war das, was sie in diese Lage gebracht hatte. Alle würden sie für verrückt erklären. Als ihr Handy im Rock vibrierte, erschrak sie und zuckte zusammen. Eifrig zog sie es aus der Rocktasche und lass Aufmerksam die Nachricht. Sky hatte ihr geschrieben. Es schaffte das ihr Gewissen einen Dreisatz sprang und sie verfluchte. Sie hatte ihre Freundin im Stich gelassen, einfach so. Partyplanung hin oder her, es war nicht Nett gewesen. Dessen war sie sich bewusst. Verräterin, schallte es und ließ das Mädchen einige Tränen vergießen. Abseits des Flures - in einer toten Ecke - kauerte sich das Mädchen zusammen und hielt die Arme um ihren Kopf. "Nein..Geh weg. Geh weeg!" Nein. Es war wie ein ungewolltest Wispern. Die Tatsache, das ihre Augen hin und her flackerten, war nur eine Randsache. Aus Tröpfen wurden riesige Tränen und ließen das Mädchen mit vorquellten Augen zurück. Ihr Körper zitterte und mit Macht versuchte sie ihre innere Stimme in die Dunkelheit zu verdrängen. Es war unnatürlich. Sie war ein Monster. In jenem Moment flackerten die Bilder jenes Abends vor ihren Augen auf. Ihre Eltern, stöhnend vor Schmerz, vor ihren Augen. Sie selbst ohnmächtig. Doch es war nicht ihre Sichtweise, sondern die, der Person in Ihr. Ein Flüstern. Ruhe. Das Unvermeidliche. Inori schluckte. Ihre Hände zitterten. Kleine Kratzer waren an der Wand gegenüber zu sehen. "Was..?" Sie war sich in jenem Moment sicher, das diese Kratzer nicht dort vorher waren. Ihre Augen weiten sich und sofort wusste das unwissende Mädchen wo es sich befand. Ihre schweren Füße trugen sie herunter in das Paterre des Anwesend. Das Foyer. Es war wundervoll, räumlich und mit kleinen Sitzgelegenheiten ausgestattet. Es war ein Ort, wo man sich in Ruhe unterhalten konnte. Doch in diesem Augenblick hatte die Dämonin keinerlei Blick für wunderschöne Dinge. Die Tür des Anwesens war zum greifen nah und Sekunden später stand das Mädchen in der frischen Luft. Hing in den Armen der blonden Frau, die es ermöglicht hatte Inori an diese Schule zu holen und welche eisern ihre Handy festhielt. Doch Inori kannte in jenem Moment nichts Anderes, als Weinen. So sehr lag der Schmerz in ihrer Brust.










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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 17 Sep 2018 - 11:26



Das Telefon klingelte…und klingelte…und klingelte. Keine Antwort, kein Abheben, nichts. Ein Seufzen bracht den Unmut der Direktorin zum Ausdruck, als sie sich etwas frustriert von der angelehnten Position am Auto abstieß um ein – bis zwei Schritte nach vorne zu machen. Ihr Blick glitt zum Eingang, dann wieder auf das Dunkel, welches sich abseits der Wohnheimsbeleuchtung in der Umgebung breit machte. Eigentlich hätte sie damit rechnen müssen das Jugendliche nicht sehr enthusiastisch sind, wenn es darum ging Telefonanrufe zu machen. Ihre Chat-Programme konnten sie alle bedienen. Aber wenn es ums reden ging, vergaßen die meisten wozu das Telefon in erster Linie erfunden wurde. Aber gut, sie würde es nochmal versuchen. Mit einem weiteren Seufzer ließ die Dämonin die Nummer wiederholen und setzte das Gerät erneut an ihrem Ohr an. Das gleiche Szenario war drauf und dran sich zu wiederholen. „Na das war ja irgendwie wieder klar.“, sagte sie zu sich selbst. Es wäre ja auch ein Wunder, wenn einmal etwas in ihrem Leben einfach verlaufen würde. Nein, stattdessen war es immer kompliziert. Sie musste sie wohl such…

In diesem Moment sprang die Tür des Wohnheims auf. Wäre es normal gewesen, hätte es Julia wohl einfach nicht hört. Nein, wie eine Tarantel gestochen rannte dort eine etwas kleinere Gestalt aus dem Wohnheim hinaus und steuerte direkt auf sie zu. Verwirrt schaute die Direktorin der Person entgegen, welche sich mit einem geradezu schnellen Gang und einem Schluchzen plötzlich um ihren Oberkörper klammerte. Das war Inori, kein Zweifel. Langsam aber sicher packte sie ihr Telefon weg, steckte es zurück in die Tasche und legte in fürsorglicher Art eine ihrer Hände auf den Kopf des Mädchens, welches total aufgelöst ihr Gesicht innerhalb ihres Jacketts zu vergraben schien. „Ist ja gut…“, sprach sie leise und spürte eindeutig die dämonische Aura innerhalb der Schwarzhaarigen emporsteigen. Ein Ausbruch, könnte man meinen.  Nein, sie war sich definitiv sicher, dass es einer war. „Alles gut…“, meinte sie und blieb wie ein eiserner Fels stehen, während ihre Hand de Frisur von Inori immer wieder und wieder hinabstreichelte. Ob die Macht in der Kleinen sich wohl erst einmal unterdrücken ließe? Sie grübelte leicht darüber. Andererseits könnte sich das ganze auch in eine Bedrohungssituation umwandeln. So niedlich die Szenerie war, sie war Brandgefährlich und Julia wusste das sehr gut. Immer noch während der Umarmung begann sich die Blondine herabzusenken, um der Schülerin ins Gesicht sehen zu können. Ihre Hände dabei an den Schultern der Schwarzhaarigen befestigt, damit sie ihr in einem komfortablen und psychischen Weg noch das Gefühl vermittelte, halt zu gewährleisten. Ein Lächeln zierte die Lippen der jungen Frau, während ihre blauen Augen das Gesicht des Mädchens zu mustern begannen. „Es ist alles gut, Inori.“, sprach sie ihr zu und probierte dabei so sanft wie möglich zu klingen. Ihre Kräfte jederzeit auf Alarmbereitschaft um erwartete Ausbrüche sofort im Keim zu ersticken. In einem friedlichen, nicht gefährlichen Weg natürlich. Obwohl Julia sich dabei nicht so sicher war, ob ihre Gegenseite das genauso sehen würde. „Du bist in Sicherheit. Ich bin hier…“, setzte sie erneut an und würde es sogar zulassen, das Inori sie wieder erneut umarmte. „Willst du mir nicht erzählen was passiert ist?“, fragte sie das kleine Mädchen und sah ihr direkt in die Augen. Die Suche nach Anzeichen des Problems hatte sie nämlich nicht aufgegeben. Jeder Dämon zeigte etwas, wenn er seine Kräfte freisetzte, sie war da keine Ausnahme. Alles vorsorglich, natürlich.

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Inori
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 17 Sep 2018 - 14:02


Es war wie ein Fels in der Brandung. Sie, die Frau, die Blonde. All der Schmerz verblasse im Moment als die Frau mütterlich die Arme um das schwarzhaarige Mädchen legte. Doch das wimmern dauerte weiterhin einige Sekunden an. Es war ein Schmerz in ihrem Hirn. Es tat so sehr weh und auch ihre Augen flimmerten zwischen Bernstein und rot hin und her. Als würde Julia Bardera wissen, was für Gefühl in dem kleinen Mädchen vor ging, streichelte sie ihr beruhigend über den Rücken. Der Schmerz ließ nach, doch das Bedürfnis einfach zu rennen. Vor allem weg zu rennen war tief in ihrem Herz verankert. Es war wie Angst die sich über das Mädchen legte und doch holte dieses kleine Wortgrüppchen das Mädchen zurück in die Gegenwart. "Alles gut." Ihr Herz pochte wild und langsam sah sie zu wie die Frau langsam in die Hocke ging und ihre Augen sich gegenüber standen. Inoris Augen wirkten mehr als nur verheult. Ihre Kraft war anstregend und zerrend. Dieses murrende Gefühl in der Magengegend verstärkte das Gefühl nur noch mehr. Sie schluckte den Kloß herunter und brachte ein leichtes Nicken zustande. Die Stimme in ihrem Kopf war immer noch anwesend und doch verstummt, doch ihre unheimliche Präsenz spürte die Unwissende in jedem ihrer Knochen. Inori riss sich zusammen und ließ ihre Tränen Einhalt gebieten, doch es war schwer. Sie zog den Schnodder die Nase herauf, was ihr Alter wieder spiegelt, die Nase herauf und sah in die beruhigenden Augen der Frau ihr gegenüber. Ihre innere Ruhe drang an die Oberfläche und die liebevoll errichtete Fassade regenerierte sich erneut, doch Wissende würden die Risse entdecken. "Ich..." Ihre Stimme kam ins stolpern. Was genau war eigentlich passiert? Angestrengt versuchte sie ihre Gedankenfäden zu ordnen. Was hatte sie so sehr aus der Fassung gebracht? Ich war es. Die Stimme in ihren Kopf schallte. Erzähle es ihr. "Ich..weiss nicht." ICH HAB GESAGT ERZÄHLE ES IHR! "Au." Sofort fuhr ihre Hand zurück an ihren Kopf und kurzzeitig flimmerten ihre Augen auf. "Es ist in mir. Es ist wie ein Virus und es verschwindet nicht. Es hat sie alle getötet. Es ist schuld." Schniefend sah sie zu der Frau. Langsam zog ihr die Kälte, die durch die Dämmerung und Einbruch des Abends Einhalt geboten wurde, die Knochen herauf. Sie fröstelte. "Es sagt es will mir Helfen und dann tut es schreckliche Dinge. Manchmal, wach ich wo anders auf oder bekomme starke Kopfschmerzen. Es macht mir Angst. Es tut mir weh." Niemals hätte Inori erwartet ihr inneres Geheimnis zu offenbaren. Sie hatte Angst vor der Konsequenz, das man sie in eine Anstalt für Verrückte stecken würde. In jenem Moment - und das wirkte verwunderlich - seufzte ihre zweite innere Stimme.










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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 17 Sep 2018 - 20:18


Julia schaute dem verheulten Mädchen in die Augen. Ihre Trauer war in gewisser Weise schrecklich mitanzusehen. Aber die Blondine konnte es tief in ihrem Inneren nicht wirklich nachvollziehen. Einer der Nachteile, welcher ihre eigene Lebensgeschichte mit sich gebracht hat. Es würde wohl noch länger dauern, bis sie sich verstärkt und effektiv mit Inori beschäftigen konnte. Das machten die letzten Minuten mehr als deutlich. Von daher waren die Angesetzten Stunden mit dem Therapeuten nicht sehr fehl am Platz. Doch im Moment schien es so, als wäre es nicht nur eine generell psychische Problematik. Nein, es musste wohl mehr dahinterstecken. Die stockende Stimme von Inori, ließ die Dämonin letzten Endes aufhorchen, während sie in ihrer Unterstützenden Position verharrte. Doch schon kurz darauf stellte sie selber den Kopf etwas schräg. Die Antwort erschien ihr mehr als suspekt. Das hier alles sah nicht wie ein typisches „Es ist nichts-Szenario“ aus. Das hier war etwas ernster, wenn nicht sogar um mehrere Ebenen ernster und würde das Mädchen sich verschließen. So musste die Direktorin wohl dagegen angehen. Ob es ihr gefiel, oder nicht. Trotzdem hatte Julia ja schon ein grobes Bild davon, was im inneren der anderen Dämonin vor sich ging. „Wer ist in dir?“, fragte sie etwas fordernd und schaute ihr tief in die Augen. Das mit dem Töten ignorierte sie erst einmal vollkommen. Obwohl ihr Blick einmal kurz prüfend zum Eingang wanderte. Ein bisschen verwirrt war sie auf jeden Fall über die Aussage. Vorschnell wollte sie aber in jedem Falle nicht agieren, dafür brauchte sie erst einmal mehr Infos.

Dennoch. Das was das kleine Mädchen da erwähnte war nicht im Ansatz so, wie sie es Interpretierte. Das sie eine zweite Persönlichkeit oder Person in sich trug, das war der Direktorin sehr wohl bewusst. Nur die Zusammenarbeit war in ihren Augen noch etwas unklar. Nun wusste sie, es gab keine. Zumindest keine ersichtliche. „Inori…“, begann sie leise zu sprechen und versicherte sich kurz darauf dem Blick der Schwarzhaarigen. „Das in dir ist kein Virus, noch ein Fluch.“, sie wandte kurz den Blick in Richtung einer der Straßenlaternen, so das ihre blauen Augen das licht kurz reflektierten. Diese Erklärung konnte jetzt nach hinten losgehen. Dessen war sich die Blondine bewusst. Aber schonender ging es gerade einfach nicht. Was zum Teil auch einfach mit Julias Direktheit zusammenhing. Es war nicht einmal das, was sie der Schülerin eigentlich mitteilen wollte. Nun wurde das Thema ungewollt erweitert. „Es gehört zu dir…Inori.“, setzte sie wieder an und atmete einmal kurz durch, „Zumindest ist es ein Teil von dir, welcher mit dir versucht in Kontakt zu treten.“. Sie nahm ihre Hand von der Schulter und legte sie auf die Wange. „Denn du bist nicht menschlich Inori, genauso wenig wie ich und jeder andere in diesem Wohnheim. Wir sind anders, von Natur aus.“, erklärte sie in der wärmsten, für sie aufbringbaren Stimmlage. Sie musste schauen wie sie das Aufnahm, bevor ihre Wenigkeit sie weiter mit Sachen dieser Art bombardierte. Häppchen-Wahrheit, nannte die Dämonin das. Auf die Gegenreaktion warten und dann weitergehen, wenn der andere es akzeptiert oder verstanden hatte. Anderenfalls ging es wieder zurück zum Anfang.

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Inori
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 23 Sep 2018 - 12:24


Anders? Verwirrt sah die Schwarzhaarige zu ihrer Direktorin. Wieso Anders ? Warum? Verwirrt, stolperte sie einige Schritte zurück. Es war nicht in ihrem Gehirn machbar "anders" zu definieren. Hör zu... "Nein." Verägnstigt sah das Mädchen zu ihrer gegenüber. Sie waren alle normal. Sie waren so wie Menschen. Mensch, bekam der Begriff eine neue Bedeutung für die Unwissende? Oder war er nur einer Fassade einer viel schrecklicheren Welt? Ihre inneren Gefühle versuchten aufzubrechen. Die Macht in ihr glitt ihr wieder einmal aus ihren Händen und die Blumen, die so sorgfältig gepflanzt wurden im Bett hinter ihnen, verloren ihre Blumenköpfe. Das war sie. Die Macht, die tief in ihr schlummerte. Inori stolperte am Rande des Gehwegs und blieb auf ihrem Po sitzen. Sie schlang ihre Ärmchen um ihren zierlichen Körper und ihre Haarsträhnchen hingen in ihrem verweintem Gesicht. "Anders?" Ihre Worte wirkten paranoid - jedenfalls hatten sie den Eindruck. Mit einem flüchtigen Blick sah sie auf ihre Hände. "Wollen Sie mir sagen, es ist Friedlich? Es hat meine Eltern ermordet!" Wie kann so etwas..friedlich sein? Doch Inoris inneres Herz war kurz davor zu zerreißen. Die Kopfschmerzen drangen tiefer in ihr Kleinhirn und waren so stark, das es beinah unmenschlich wurde. Gib mir die Kontrolle, es war ihre innere Stimme, die die versucht hatte alles zu kontrollieren. Es fühlte sich wie Gewalt an, die Kontrolle zu übernehmen - und doch - wirkte Inori so sehr geschwächt das ihre Augen innerhalb Sekunden permanent Rot wurden. Von dem friedlichen Mädchen fehlte jede Spur. Langsam kämpfe sich das Mädchen auf und die roten Augen fixierten die Frau vor ihr. Es war das selbe Mädchen und doch wirkte sie anders. "Hallo, Miss Bardera." Ihre Stimme klang kühler...anders. Sie war Anders. "Sie haben Inori ziemlich aus der Fassung gebracht." Es war ihr innerer Dämon und doch war es für Lilith ein leichteres diesen Körper zu spüren. Als wäre es ihr eigener. Sie erinnerte sich nicht, wie sie in diesen Körper gelangt war und doch war sie schon immer hier. Sie hatte Inoris schönsten und schlechtesten Tage miterlebt und sie war an einer Sicherheit gebunden, die es ihr nicht erlaubte tagtäglich in Erscheinung zu treten. Sie klopfte sich den Dreck ab und sah zu ihrer Direktorin. Sie war sich nicht sicher, ob Julia eine Lösung für dieses Problem kannte und doch war es ihre einzige Hoffnung Inori von diesem Schmerz befreien. "Mein Name ist Lilith. Glaube ich. Denke ich. Es ist ziemlich verwirrend." Die roten Augen fixierten die Andere. Es wirkte sehr verstörend.










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Leviathan
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 23 Sep 2018 - 14:55


Es war ein angenehmer Nachmittag für den Jungen gewesen. Er hatte ihn für sich und nichts hatte ihn daran gestört. Noch schöner empfand er jedoch den Abend, den er mit Julia verbrachte, obwohl beide die Hälfte der gemeinsamen Zeit im Auto sitzend verbrachten und lediglich das Meer vor sich hatten. Leviathan schaffte es nach einigem Hin und Her schlussendlich, seiner Vertrauensperson die Ängste, die ihn in diesen Tagen prägten zu übermitteln. Mit ruhigen Worten und fürsorglichen Berührungen schaffte es die Direktorin, den Engel aus seinem Tief zu holen, in welches er kurz zuvor gefallen war. Kurz nachdem er gefühlsmäßig den Mount Everest erklungen hatte. Immerhin durfte er Julias Schlitten steuern!
Recht spät aber wahrscheinlich noch vor 22 Uhr fuhr Julia ihren Schützling zum neuen Wohnheim. Nach einer kurzen Diskussion und einigen kläglichen Versuchen, sich noch ein weiteres Mal ans Steuer zu setzen, gab der Engel aber nach. Niemals würde Jul ihn bis vor das Wohnheim fahren lassen, wo Erzieher und neidische Augenpaare wahrscheinlich nur so lauerten.
„Ja … da wären wir.“, wiederholte der Nephilim fast schon genervt und zog eine Schnute, als durch das heruntergelassene Autofenster das Anwesen musterte, in welches sich nun also das neue Wohnheim eingenistet hatte. Dabei stützte sich der Schwarzhaarige mit dem Ellbogen am Fenster ab und legte sein Gesicht desinteressiert in seine Hand. Erst, als Jul das Auto verließ, stieß auch der Engel einen tiefen Seufzer aus und erhob sich aus der ledernen Sitzgelegenheit des Autos. „Yoo, bis später, Jul.“, verabschiedete sich Levi ebenfalls, auch wenn er keine Ahnung hatte warum er sie schon „später“ wiedersehen würde, und erwiderte die Umarmung der Blondine. Kurz und schmerzlos – er wusste ja, dass er keine Chance mehr darauf hatte, noch einmal bei ihr zu übernachten – drehte sich der Engel um und betrat das Wohnheim. Hoffte insgeheim, dass er sein neues Zimmer überhaupt finden würde.

tbc: Zimmer 203 | Levi, Kazu & Karik











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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 1 Okt 2018 - 21:55


Julia merkte, das ihre Aussagen nicht so ganz den Zweck erfüllt hatten, den sie ursprünglich erreichen wollte. Sie wirkte viel schreckhafter, viel perplexer als es die Direktorin erwartet hatte. Einen Moment lang hielt die Dämonin inne. Was sollte sie jetzt sagen? Das war eine sehr gute Frage und die Antwort darauf wollte ihr in diesem Moment partout nicht einfallen. Mit skeptischem Blick verfolgte sie Inori dabei, wie sie sich langsam entfernte, stolperte und letzten Endes am Rande des Bordsteines sitzen blieb. Die Arme in einer schützenden Position um ihren Körper geschlungen. Das war nicht gut, dessen war sich die Direktorin sehr wohl bewusst. Sie musste etwas tun, doch gegen diese Art von Problemen hatte man selbst in Pädagogik-Seminaren wohl schwer eine Antwort finden können. Es waren hier immerhin nicht normale Schüler mit normalen Problemen, nein. Es waren übernatürliche Schüler und genau diesen Fakt schien die Schwarzhaarige vor ihr einfach nicht begreifen zu wollen. Was verständlich war, wenn man die Vorgeschichte einmal genauer betrachtete. Die Angst war berechtigt und nachvollziehbar. Aber diese nun zu mindern oder ihr abzunehmen, das war das größere Problem. „Inori….“, sprach sie ruhig ihren Namen aus und wollte sich ihr unter erhöhter Aufmerksamkeit wieder annähern. Die geköpften Blumen im Hintergrund, sprachen letzten Endes Bände.

Langsam und vorsichtig öffnete die Dämonin ihre erste Kraftbarriere. Nur um auf Nummer sicher zu gehen nicht gleich von irgendetwas weggepustet zu werden. Allein schon, weil sie spürte, wie die Kraft in dem kleinen Mädchen langsam immer weiter anstieg, wie sich das Mädchen wandte und sträubte. „Inori!“, sprach sie nun etwas lauter und machte ein Schritt auf die Schülerin zu. Doch in diesem Moment wirkte alles nur noch verhexter. Die wahrgenommene Kraft erreichte in der nähe der Schwarzhaarigen einen Höhepunkt und die Blondine blieb stehen. Sie erhob sich, langsam aber sicher und schaute ihr mit den roten, verheulten Augen ins Gesicht. Obgleich ihre Stimme dieses Bild sehr surreal erscheinen ließ. In dem Moment war ihr vollständig klar, was hier wohl ablief. „Das blieb bei so einer Information nicht aus.“, erwiderte sie dem anderen ich des Mädchens. „Immerhin machte ihr das wohl härter zu schaffen als erwartet, was mir sehr leid tut.“. Symbolisch verschränkte Julia die Arme. „Und mit wem habe ich das Vergnügen?“, fragte sie vorsichtig hinterher und bekam auch abrupt die Antwort. Es war nur sehr verwirrend, wenn selbst diese „neue Inori“ nicht genau sagen konnte wer oder was sie genau war. Die Direktorin an sich grübelte selber. Eine Schizophrenie konnte es nicht sein, dafür erschien alles zu komplex. Dafür waren die Energieströme zu komplex. Sie hatte eine Vermutung, aber das musste sich erst noch bestätigen. Tatsache war, mit dieser Persönlichkeit konnte sie in jedem Fall direkter sprechen. „Dann versuche dich zu erinnern, Lilith. So lange du deinem zweiten Ich dabei keinen Schaden zufügst.“, forderte sie Julia auf und näherte sich dem kleinen Mädchen mit den roten Augen. „Seit wann bist du mit Inori zusammen? Ab welchem Zeitpunkt erinnerst du dich, mit ihr in einem Körper gewesen zu sein.“, fragte sie und hielt die ganze Zeit Blickkontakt. „Allein das kann mir helfen, deine Verwirrung zu lösen.".

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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 8 Okt 2018 - 12:53


Als Lilith merkte das Inori sich im Geiste zurückgezogen hatte, schluckte sie. Sie kannte es, das Inori kämpfe doch dieses mall war es Anders. Sie kämpfte nicht gegen Lilith, sie versuchte sie zu verstehen. Lilith sah in jenem Moment zu der Direktorin. Sie spürte diese Machtwelle die von ihr Ausgang, Inori hingegen hatte es nicht bemerkt. Es war nur eine gewisse Anziehung vorhanden gewesen. Lilith schluckte und schüttelte den Kopf. "Ich würde ihr niemals weh tun!" Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und eine Träne kullerte aus ihrem Augenwinkel. "Ich habe sie nur versucht zu beschützen." Im Gegensatz zu Inori erinnerte sich Lilith genau an jenem Abend. Als die Adoptivmutter die Hand erhob und Inori so viele Male verletzt hatte. Sie erinnerte sich daran wie sie Inori Briefe schrieb, er erzählte das sie Real war, doch Inori hatte zu sehr Angst um der Wahrheit zu folgen. Am Ende landeten sie in einem Schuhkarton, der heute noch unter ihrem Bett stand. Lilith schluckte, ein frösteln glitt ihr über den Körper. Sie wollte sicherlich keine Mörderin werden, sondern nur schützen. Sie hörte die Frau vor ihr Reden und Lilith ließ die Worte durch dringen. "Seit unserer Geburt. Ich war schon immer da." Sie starrte auf ihre Hände. Sie war schon immer in jenem Körper gefangen. Sie hatte niemals versucht daraus zu kommen. Es war irgendwie ihre Bestimmung. Vielleicht ein Fluch? "Ich weiß das Inori, oder wir, keine Menschen sind. Aber Inori wusste es nie. Sie ist zu leichtgläubig und glaubt an die Schaudermärchen die man ihr erzählt hat. Dabei war sie niemals verrückt. Ich war ja immer da." Lilith zuckte die Schultern. Sie fühlte den Kloß im Hals und tastete langsam nach Inoris Seele, doch sie wirkte zerbrechlich. "Es ist nur, ich kann nicht nach Belieben einfach in den Vordergrund treten. Es ist immer damit verbunden ob sie Verletzt wird. Es ist egal ob mental oder körperlich." Lilith zitterte und sah ängstlich zu Jul. "Ich hab einfach Angst."










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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 8 Okt 2018 - 23:58

Julia überlegte selber, als sie begann die Worte, welche ihr entgegengeworfen wurden, nachzuvollziehen. Versuchte sie zu kombinieren, das Puzzle zusammenzusetzten. Aber im Moment war es alles noch zu schwammig formuliert. Das sie ihr nicht weh tun wollte war dabei wohl nur eine Randaussage des so begehrten Kerns, welchen die Direktorin ergründen wollte. Auch wenn sie sich sicher war, dass die Situation und die Zeit hier auf der Einfahrt des Wohnheimes nicht ausreichen würden um dieses Problem zu lösen. Es würde sich länger ziehen, viel länger. Dafür, das hatte sie bereits festgestellt, erschien die ganze Szenerie in ihrer Beschaffenheit einfach zu komplex. Immerhin, so bemerkte sie, tendierte Lilith nicht zur Aggression ihr gegenüber. Aber nur vorsichtshalber würde sie ihre Barrieren erst einmal in geöffneter Position verbleiben lassen. „Ich bin mir sicher, dass du nur das beste wolltest.“, sprach sie der anderen Inori gegenüber vorsichtig ihr Mitgefühl aus und trat etwas näher an sie heran. Ein Risiko, das wusste Julia selber, aber sie wollte die Situation durch übermächtige Distanz nicht noch komplexer als ohnehin schon machen. Es gab kein Signal was mehr abweisend war als auf Distanz zu bleiben, zumindest für sie persönlich. Es zeigte, das sie sich mit dem Problem auseinandersetzen wollte und sich nicht abwendete. „Und es tut mir leid, dass meine Wortwahl vorhin wohl etwas ungünstig war. Inori aber zu beschützen ist in jedem Falle etwas wirklich Fürsorgliches.“, setzte sie nach. Die Akte über die Vorfälle war ihr bekannt. Sie hatte sie gelesen. Jedes Detail, jede Begebenheit. Sie konnte sich nur im entferntesten Ausmalen, was alles vorgefallen war bevor diese Eskalation im Elternhaus stattfand. Aber sie Schwieg, vorerst.

Denn Lilith holte zu ihrer Erklärung aus, woraufhin die Blondine immer bedächtig nickte, während sich ihr gedankliches Notizbuch immer weiter füllte. Wenn sei von Geburt an da war, dann konnte es keine Schizophrenie sein. Das ging eigentlich so gesehen nicht. Denn sie hatte noch nie von Babys gelesen, welche solche Symptome aufzeigten. Es musste also anderer Natur sein. Eine pur Mentale Krankheit, wie man es so schön nannte, lag hier nicht vor. Auch die Berichte aus der Akte schienen dies zu wiederlegen. Das konnte sie also schon einmal beiseitelegen. Aber die Geschichte war ja noch nicht zu Ende. „Ich verstehe.“, gab die Direktorin von sich und beobachtete die Gesichtszüge des zerbrechlichen Wesens vor ihr, welches auf einmal nur noch halb so stark auf sie wirkte, wie es am Anfang der Fall gewesen war. Außerdem herrschte anscheinend keine vollständige Synchronisation zwischen den beiden Individuen. Aber ein psychologischer Ratschlag war hier weit von ihr entfernt. Aber zumindest war sie nun schlauer als vorher in dieser Thematik. Also sollte sie das Ganze noch einmal bedachter angehen. „Es ist alles in Ordnung. Du brauchst keine Angst haben.“, versicherte sie ihr erneut um erst einmal beschwichtigend zu wirken, „Ihr müsst aneinander arbeiten, Lilith. Lasst es ruhig angehen. Ihr seid so nah und doch so fremd, wie mir scheint.“. Julia überlegte wie sie das präzise Ausdrücken konnte. „Inori muss sich langsam an den Sachverhalt gewöhnen. An das alles hier und an dich. Dabei kannst du ihr sicherlich helfen. Manchmal neigen Personen dazu etwas zu ignorieren, wenn sie es nicht verstehen wollen. Deswegen wäre eine langsame Begegnung mit dem Thema vielleicht genau das, was euch helfen könnte.“, plädierte sie und verschränkte die Arme dabei. Sie wusste gerade echt nicht, wie sie mit Lilith kommunizieren sollte. Sie wirkte nicht wie ein kleines Mädchen, sprach auch nicht wie eines, aber irgendwie schienen manchmal diese Seiten durch. Inori hingegen, tja von ihr hatte sie noch nicht so viel mitbekommen, aber sie spekulierte auf das Gegenteil.

Julia öffnete langsam eine weitere Barriere ihrer Kräfte, sie konnte Buchstäblich spüren, wie die Kraft in ihre sonst so feminin Schwach Glieder zurückkehrte. Eine Kraft die sie seither sehr selten wieder hervorgeholt hatte. Dabei war das nicht einmal ein Bruchteil von dem, was sie von ihren Eltern geerbt hatte. Ein paar Barrieren lagen ja noch vor ihr. Dennoch brauchte die Direktorin gerade nicht mehr. Sie suchte nach Seelen. Nach Seelen innerhalb von Inori. Ganz subtil verstand sich und sie konnte sich ein erstauntes „Oh.“, nicht verkneifen. Zwei Seelen in einem Körper. Aneinandergepresst als wären sie eins und dennoch total geteilt. Jetzt glaubte sie zu verstehen. Zumindest hoffte sie das, weswegen sie auch wieder sofort hinter ihrer zweiten Barriere verschwand und diese wieder verschloss. Die Macht in ihren Fingern entwich und Julia fühlte sich wieder etwas besser. Nicht mehr so, überwältigt. Eine Symbiose, eine Koexistenz. Das war …interessant. „Und ich glaube, diese Art der Herangehensweise ist das beste für euch. Versucht euch hier einzuleben Lilith. Eingewöhnung hilft dir und Inori wahrscheinlich.“, sie legte ihr beide Hände unterstützend auf jeweils beide Schultern. „Und wenn das nicht hilft, bin ich immer noch da. Frage einfach nach Hilfe. Wir sind hier für euch beide da. Hier soltet ich keine Angst haben.“, fügte sie in einem herzlicheren Ton und mit einem Hauch von wärme in der Stimme bei. Erstaunlich für sie selbst, wie sie nach einem solchen Ereignis wie den Lykantropen so etwas noch einmal sagen konnte. Aber hier ging es gerade nicht um sie selbst, sondern um Inori. Mehr zählte hier gerade nicht.

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Das Gelände vor dem Wohnheim

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