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 Das Gelände vor dem Wohnheim

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Leviathan
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BeitragThema: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 16 Apr 2018 - 18:38



Das Gelände vor dem Wohnheim






Das gesamte Gelände des Wohnheims mitsamt seinen Freiflächen wird von einem Mauerzaun umfasst. Das Eingangstor zum Areal ist unter Tags stets geöffnet und wird in den nächtlichen Stunden in der Regel verschlossen, wobei jeder Bewohner sowohl einen Schlüssel für das Eingangstor und die Haustüre, als auch einen für sein eigenes Zimmer besitzt. Nach einem kurzen Marsch spaltet sich die Zufahrt um ein kleines mit Bäumen bepflanztes Areal in zwei Wege auf, welche nach Besagtem direkt vor dem Anwesen wieder zusammenführt. Das Yanega-Anwesen aus den 1920ern verfügt im ersten, sowie im zweiten Stockwerk über einen Haupt-, einen West- und einen Ostflügel. An der Rückseite des Gebäudes erstreckt sich ein riesiger Garten, den man von vorne betrachtet oft gar nicht vermuten möchte. Im unteren Stockwerk befinden sich allgemeine Räumlichkeiten, sowie die Apartments der Erzieher, während die Bewohner im ersten Stock in zwei Trakte aufgeteilt sind. Vom Prestigebalkon aus hat man einen guten Ausblick über das Gelände vor dem Wohnheim, der bis zum Eingangstor zurückreicht und bietet eine gewisse Überwachungssicherheit - eine Gewissheit, die den Isolanern seit der Angriffe der Lykantropen wichtiger zu sein scheint.






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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Sa 28 Apr 2018 - 18:41

CF: Vor der Schule

Was ihren Versprecher am Eingang des Schulgebäudes anging, so ließ sie der Engel in diesem Moment erst einmal sitzen. Es kam keine weitere Erläuterung, kein gar nichts und zermürbte sie so innerlich noch mehr. Wie schon erwähnt, war sie gerade so gespannt wie die Feder eines Stoßdämpfers. Allerdings – und das musste hier einmal erwähnt werden – zog er sie damit auch nicht weiter auf. Ganz im Gegenteil er machte einfach weiter und widmete sich, nachdem die beiden hinauf in das Büro gegangen waren, voll und ganz der Arbeit und den Fragen der Direktorin. Zumindest seine Unterrichtszuteilung konnte sie nun mithilfe seiner Aussagen besser beurteilen. "Kein „Flugtraining also?", gab sie von sich und strich sich dieses Fach schon einmal gänzlich aus ihrer Gedankliche Liste. Sie musst jemand anderen dafür finden, so viel stand fest. Blieb nur zu hoffen das eine der anderen Lehrkräfte das Fach überhaupt beherrschte. Sie selbst konnte das nämlich nicht. Zumindest hatte sie keine Flügel dafür. Genauso wie Alchemie nun aus dem Spiel war. Höflicherweise ergänzte Bernardo das ganze auch noch durch seine eigenen Wunschfächer. Rasenkunde und Sport wollte ihr Kollege also übernehmen? Ja, das war in Ordnung, stellte sie mit einem zufriedenen Blick auf den Bildschirm ihres Laptops fest und machte sich mit professioneller Zehn-Finger-Technik an die Arbeit die gerade gewonnen Informationen zu verarbeiten, während Bernardo ausführte, warum er früher so einen regen Fachwechsel vollzogen hatte. „Dann wollen wir dir doch einmal ein bisschen Routine und Kontinuität ermöglichen, was meinst du?“, fragte sie mit dem Blick auf den Lehrer gerichtet und widmete sich kurz wieder ihrem elektronischen Dokument. „Zumindest versuche ich es, mal sehen was die Lehrer-Situation so mit sich bringt.“. Ein aufmunterndes Lächeln schmückte dabei ihre Lippen. Gleichzeitig ebbte der Druck ein wenig ab. So waren ein paar Fächer schon einmal unter Dach und Fach. Ein wahrlich entspannendes Gefühl!

Als es dann zu den Akten überging, wirkte Bernardo sehr zurückhaltend. Auch hatte die Direktorin das Gefühl, das ihr „Witz“ oder besser gesagt die Komik, welche sie in die Aussage legen wollte, nicht so recht angekommen war. Was sie im Endeffekt etwas schade fand, aber man kann ja nicht immer lustig sein und durchgehend vor sich hin Lachen. Das war nicht ihre Einstellung und seine sicherlich auch nicht. Jetzt wo sie so darüber nachdachte, passte es in ihrem Bild auch nicht zu dem Charakter, welchen sie dem Engel in ihren Gedanken so zuschieben vermochte. Für sie war er nachdenklich, besonnen, weise und somit in ihren Gedanken auch irgendwie…alt. Nicht das da sowas schlechtes war, ganz und gar nicht. Sie musste trotzdem ein leichtes Grinsen verkneifen als ihr der letzte Gedanke im Kopf umhertanzte. Wirklich Lachen musste sie erst, als er das Wort „Lakai“ in den Raum warf. „Ich bitte dich, du bist hier keineswegs Lakai. Wir sind hier alle Kollegen.“, versicherte sie ihm noch, während sie die Arbeit aufteilte. Stimmt, das war er tatsächlich nicht. Immerhin war das hier eine Schule in der Kollegiales Verhalten, zumindest von ihrer Seite aus, großgeschrieben wurde. Sie warn hier nicht in der freien Wirtschaft, wo man jeden bei Gelegenheit abschoss. Nein, die Zeit hatte sie hinter sich gelassen. Bei weitem hinter sich.

Nachdem die beiden den Großteil der Arbeit dann doch erledigt hatten, machte sich die Bardera bereit drauf und dran ihre Sachen zusammen zu packen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr nämlich, das es langsam Zeit wurde. Dementsprechend hurtig und zielgerichtet landeten ihr Laptop und die ganzen Schreibutensilien in ihrer Tasche, der Schlüssel in ihrer Hand und Bernardo und sie zusammen vor dem Eingang der Schule. „Also dann, wir sehen uns an der Schule.“, gab sie ihm Bescheid während ihr Fahrzeug fröhlich mit zwei aufleuchtenden Blinkern verkündete, das es nun seine Tore geöffnet hatte. „Bis gleich!“. Danach begab sie sich mit einer langsamen Motorik in die sitzende Position hinter dem Steuer, bevor sie das Gefährt schließlich mit einer Umdrehung des Zündschlüssels in Betrieb setzte. Ein bedrohliches Brummen lies der Motor von sich hören, danach glich es dem Schnurren einer Katze. Allzeit bereit loszulegen, was die Blondine dann auch ohne weitere Umschweife in Anspruch nahm und mit ihrem Fahrzeug in Richtung des neuen Wohnheims aufbrach.

So wie die Direktorin auch gerade unter Zeitdruck war, beeilte sie sich um mit ihrem Fahrzeug auch rechtzeitig noch anzukommen. Ihr Ziel, vor den ganzen Schülern dort einzutreffen, war klar definiert. Dementsprechend fokussiert starrte sie auf die Decke von Asphalt, welche mit Linien bezogen war, vor sich und ließ somit relativ schnell die Schule und alles andere hinter sich. Jetzt konnte sie Ausnahmsweise mal Gas geben. Die Landstraße von Isola bot sich dafür ja praktisch an. Nur hatte sie davon gerade relativ wenig Freude. Denn, wie schon gesagt, sie war beruflich unterwegs und nicht aus persönlichem Vergnügen. Auch wenn sie hoffte, das alle Schüler dort dann auch anwesend waren und nicht nur ein paar. Ansonsten müsste sie mal ein ernstes Wörtchen mit den Erziehern reden. So, das legte sich Julia jetzt schon im Kopf zurecht, ging es nämlich nicht!

Nach einer geschätzten Fahrt von circa fünfzehn Minuten, rollte das gelbe Gefährt der Direktorin über die Einfahrtsstraße des neuen Wohnheims. Der Magier hatte sein Wort gehalten, so dachte sie sich in diesem Moment. Alles sah wirklich wunderbar hergerichtet aus. Es hatte seinen Charme. Sogar sie selbst hätte kein Problem, hier einzuziehen. Nur um den Garten wöllte sie sich nicht kümmern wollen. Denn laut ihrer Erinnerung aus den Akten, war der eindeutig zu groß. Als der Wagen der Blondine letzten Endes zum Stillstand kam, machte sie sich auch gleich daran, ihre Tür zu öffnen und auszusteigen. Ihre Tasche mit ihrem Laptop und anderen Sachen, legte sie vorerst sachte auf der Front des Fahrzeugs ab, während sie selber nun in einer angelehnten Pose und verschränkten Armen dort wartete, bis der Bus und Bernardo angekommen waren. Immerhin konnte sie sich gut vorstellen, das die Schüler dezent verwirrt waren. Einen Teil der Infos sollten sie ja schon bekommen haben. Jetzt war ihre Wenigkeit für den Rest hier verantwortlich. Blieb nur zu hoffen das sie das auch bewältigen konnte. Ein prüfender Blick glitt über ihre Armbanduhr. Bald sollte zumindest der Bus angekommen sein.  

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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Sa 28 Apr 2018 - 18:58


Busabfahrt





Nach einer ungefähr dreißigminütigen Fahrt, konnte man schon durch die vordere Scheibe des Busses sehen, wie sich ein Anwesen vor seiner Audienz auftat. Es sah wirklich nicht schlecht aus und wirkte fast so, als würden die Schüler nun in einem Fünf-Sterne Hotel Hausen. Was, salopp gesagt, ja auch in gewisser Weise stimmen sollte. Zumindest die letzten Zweifel, wie es im neuen Zuhause aussehen sollte, mussten damit wohl größtenteils wie weggefegt sein. Immerhin war es, so kritisch man auch sein möge, doch ein gehöriges Upgrade. Dementsprechend langsam, kam der Bus dem Tor des Geländes immer näher, bis er schließlich langsam mit seinen Reifen auf die Einfahrt rollte. Vorbei an der Mauer und an verschiedenen Pflanzen, Bäumen etc, welche den Eingang schmückten, bis er letzten Endes in einiger Entfernung zum Eingang stehen blieb und mit einem druckluftartigen Zischen verkündet wurde, das ihre Kutsche nun das ehrenwerte Ziel erreicht hatte. Bereits jetzt konnte man von der Frontscheibe aus einen gelben Sportwagen - wenn nicht sogar schon ein Motorrad mit Beiwagen - sehen, welche an der Seite des Weges weiter voraus ihren Platz gefunden hatten. Angelehnt an das Fahrzeug eine blonde Frau in Kaufmännischer und strikter Kleidung, welche ungeduldig wirkend dort stand und, so schien es, wohl auf den Bus gewartet hatte. Zumindest ihr Blick, wenn man den von dieser Entfernung deuten konnte, trug eine gewisse Strenge mit sich. Oder aber sie hatte keine Lust mehr zu stehen, das konnte natürlich auch sein. Dann öffneten sich die Türen des Gefährts und gaben den Weg nach draußen frei, wo sich die neuen Bewohner nun versammeln konnten.

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Leviathan
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 29 Apr 2018 - 14:43


Cf: Vor dem Waisenhaus

Mathéo überraschte den Engel immer wieder. Nicht nur, dass er tatsächlich die Katze mit in den Bus nahm. Scheinbar schien der Junge wahrlich Gefallen an dem Tierchen gefunden zu haben. Leviathan musste bei dem Gedankengang breit grinsen, denn diese Tatsache passte nicht so ganz in das trockene Bild, welches der Engel vom Piraten mit der Augenklappe und der Lederjacke hatte. Cool, gelassen, klug. Weiß alles, hat alles. Und dann teilte er sich die Zweiersitze mit einer kleinen, braunen Katze, die begeistert aus dem Fenster stierte. Der Engel musste beim Anblick der Katze und beim Anblick Mathéos, der das kleine Geschöpf fast schon melancholisch musterte und wohl nicht so schnell abzulenken war.
Der Bus fuhr los, kurz nachdem Caiwen und Kazuya auf die Frage des Nephilims antworteten. Kazuya schien zuversichtlich, was das neue Wohnheim anging. Er war immer positiv eingestimmt und nie ungeduldig oder gar aufbrausend. Leviathan seufzte. Ganz so ernst gemeint war seine Frage ja nun auch nicht. "Ja, wahrscheinlich hast du eh Recht- Sunnyboy.", gab er einfach klein bei und grinste dann aber seitlich zu Caiwen, die zumindest auf den Nachttopf einging.
Der Erzieher, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Kaede rundum zu versorgen wich auch im Bus nicht von ihrer Seite. In dem Augenblick, als Levi wieder einen prüfenden Blick zu den beiden machte, äußerte sich auch seine Freundin Caiwen diesbezüglich. "Ich denke schon, ja.", antwortete er leicht genervt, was allerdings nicht an ihrer Frage sondern vielmehr an den klammernden Erzieher lag. Sein Blick lag noch immer auf den beiden, wofür er seinen Kopf stark zur Seite drehen musste und mit seiner Birne wohl einen Teil des Ganges blockierte. "Auch wenn ich schon langsam glaub, dass sie so fertig ist, weil er sie nicht in Ruhe lassen will." Kaede aber war alles andere als ein schwaches Mädchen und wenn sie es so gestresst hätte, hätte sie sich problemlos von ihm befreien und zu Levi und Caiwen kommen können.
Während der Fahrt quer durch die Pampa schien jeder mehr oder minder mit sich selbst beschäftigt zu sein. Mathéo wurde wohl doch von seiner Katze abgelenkt und fing an, Helena zu stalken. Die Samtpfote hingegen blickte nach wie vor voller Neugier aus dem Fenster. Die gestalkte Helena steckte ihre Nase mal wieder in ein Buch. "Na ja, so wies aussieht werden wir wohl etwas zentraler wohnen", stellte der Nephilim fest. Immerhin fuhr der Bus schon einige Minuten, was dagegen sprach, dass er sich noch weiter gen Norden begab - das Waisenhaus lag nämlich schon am nördlichsten Punkt der Insel. Missmutig ließ der Engel seinen Kopf auf Caiwens Schulter fallen. Immerhin hatte sie sich den Fensterplatz ausgesucht. Levi musste seinen Kopf allerdings, der heute mit allerlei Lasten gefüllt war, auch irgendwo ablegen.
Einige weitere Minuten verstrichen, bis das Gefährt scheinbar sein Ziel erreicht hatte. Durch ein großes Tor fuhr er hindurch und steuerte dann direkt auf ein großes Gebäude an, wovon man im ersten Moment nicht annehmen konnte, dass es sich hierbei tatsächlich um die neue Bleibe handeln könnte. "Alter, Caiwen.", sagte Levi zuerst ruhig. Hob seinen Kopf dann aber doch mal auf, als der Bus sich immer mehr dem Anwesen näherte. "Alter! Caiwen!", wiederholte er und rüttelte an den Schultern seiner Freundin, deutete dann mit dem Zeigefinger auf das Gebäude, das von allen Seiten mit Natur umringt war und um einiges nobler schien als der Neubau im Norden der Insel. "Vergiss die Nachttöpfe! Uns erwarten Kloschüsseln aus Gold!"
Tatsächlich blieb der Bus vor dem Anwesen stehen. Die heruntergeklappte Kinnlade des Engels blieb solange bestehen, bis er ein ihm sehr vertrautes Auto neben dem Bus erkennen konnte. Es konnte nur zu Julia gehören. "Hä, was machtn Jul hier?" fragte er mehr sich selbst als die anderen und war demzufolge auch einer der ersten, der aus dem Bus stürmte, sobald sich die Türen geöffnet hatten. "Jul?!", rief er der Direktorin seiner Schule zu und gesellte sich sofort zu ihr. Die Hände in den Taschen der Lederjacke vergraben blieb er vor ihr stehen und wusste nicht so recht, was es mit ihrer Anwesenheit auf sich hatte. "Yo.", begrüßte er sie einfach und verharrte dann kurz. Einige Sekunden verstrichen, in denen er sei einfach nur etwas überfordert anstarrte. Irgendwann streckte er sein Gesicht aber doch mehr nach dem der Direktorin aus, während seine Hände weiterhin in der Lederjacke vergruben blieben und sich auch sein restlicher Körper nicht wirklich mitbewegte. Als wolle er sie aus nächster Nahe betrachten. "Was machst denn du hier?", fragte er sie fast schon prüfend. Es schien, als hätte ihre unerwartete Anwesenheit dem Nephilim etwas aus der Bahn geworfen. Er erwartete den Heimleiter und die Sklaven, die das Gepäck der Schüler hierherb bringen sollten. Nicht aber Julia, die alles andere als entspannt wirkte.











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Isalija
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 29 Apr 2018 - 21:20

cf: Vor dem Waisenhaus

Während der Fahrt war ich sehr gefesselt von dem Anblick der vorbeiziehenden Landschaft. Hin und wieder war es ein bisschen holprig, aber ich verließ mich darauf, dass Mathéo mich schon festhalten würde, sollte irgendwas passieren. Mein kleines Herz jedenfalls klopfte ganz schnell vor Aufregung und ich ließ es mir auch nicht entgehen neugierig den Gesprächen um mich herum zu lauschen. So schnappte ich immerhin den Namen Caiwen auf, die wohl den Platz vor uns hatte. Nun, bei dem Geschrei des Stinktierjungen war es nur schwer diesen Namen nicht aufzuschnappen. Allerdings sorgte dieses Geschrei auch dafür, dass meine Aufmerksamkeit zu dem Gebäude glitt, auf das der Bus zuhielt.
Heiliges Schnurrhaar! Das ist ein Schloss!, ging es mir entgeistert durch den Kopf. Meine Instinkte drängten mich alles daran zu erkunden, doch gleichzeitig erfüllte mich Ehrfurcht. Da sollen wir wohnen? Vielleicht sollte ich schauen, ob es Schuhüberzieher in Pfotengröße gab. Dennoch war ich so aufgeregt, dass ich auf dem Schoß meines Helden herum tappste und erwartungsvoll zu ihm aufsah, ehe ich auf den Platz neben uns ging, nur um dann erneut zu ihm zu schauen. Lass uns das anschauen!, sagte mein Blick. Der Stinktierjunge war bereits raus gegangen, also konnten wir den Bus wohl schon verlassen. Oder nicht? Etwas ungeduldig schaute ich in den Gang zwischen den Sitzen, hatte aber Angst, dass mir jemand auf die Pfote oder den Schwanz tritt, wenn ich einfach los ging.










Isalija handelt, "spricht" und denkt.


Zuletzt von Isalija am Di 1 Mai 2018 - 22:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 29 Apr 2018 - 21:22

cf: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]


Einen Augenblick schaute er dem gelben Flitzer noch hinterher, wie er das Gelände der Schule verließ und sofort beschleunigte, um möglichst schnell Abstand zu ihm zu gewinnen. Das Auto war verschwunden, da stand der Hüne noch vor seinem Motorrad und knöpfte erst die Schnalle seines Helms auf. Als würde es etwas bringen, fuhr sich Bernardo über den Schopf, ehe er sich für die Fahrt rüstete. Mit dem rechten Bein schwang er sich über die Maschine und ließ die Stoßdämpfer das Gewicht abfedern, kaum hatte er sein Gesäß platziert. Kein einziger Quietschton war zu vernehmen, nur das Arbeiten der Dämpfer konnte vernommen werden. Anders wäre es wohl gewesen, wenn er sich um sein Liebling nicht noch am Morgen gekümmert hätte. Ein Blick in den Beiwagen verriet ihm, dass er dieses Mal alleine fahren würde. Das Gewicht musste bedacht werden, wenn es in die Kurven ging; nicht dass Julia so viel ausgemacht hätte. Doch sei es Frau oder Mann, sei es groß oder klein – sie alle machten einen Unterschied.
Mit ein, zwei beherzten Tritten startete die Maschine und ging von einem grimmigen Gurgeln in ein gelassenes Knurren über. Als Bernardo daran dachte, dass er das Standbein nicht lösen brauchte, kam ihm gleichzeitig der Gedanke, welch Zufall es doch war, dass er heute den Beiwagen drangelassen hatte. Es war keine Normalität, dass er damit unterwegs war, doch hatte er diesen seit dem letzten Mal vor seinem kleinen Urlaub nicht abgenommen; und das obwohl er sich ja noch heute Morgen an der Maschine vergangen hatte. Wie das Schicksal manchmal mit einem spielte, es war immer wieder erstaunlich.
Ein sentimentales Grinsen lag auf seinen Lippen, während er die Sonnenbrille aufsetzte, sich nach vorne in den Lenker lehnte und Gas gab.

Keine zwanzig Minuten, vielleicht sogar ein, zwei weniger, hatte Bernardo bis zum Wohnheim gebraucht. Das Gebäude viel schon von weitem auf und ließ den Hünen staunen, je größer es wurde. Durch das offene Tor bog die Maschine in die Einfahrt ein und nahm die lange Kurve hinauf zum Eingang des Anwesens. Im Gegensatz zum vorherigen Waisenhaus war dies ein deutlicher Aufschwung. Man konnte sich fast wundern, warum man nicht schon früher das Anwesen bezogen hatte.
Unweit des Einganges konnte Bernardo den gelben Flitzer von Julia ausmachen. Die werte Dame stand sogar angelehnt an ihrem Schmuckstück und wartete wohl auf ihre Schützlinge wie auch auf ihren Kollegen. Langsam gackernd tuckerte das Motorrad am Sportwagen vorbei. Wohin sein Fahrer wohl blicken mochte, verdeckte die Sonnenbrille gekonnt. Und bevor die Maschine nicht im Hintergrund abgestellt war, entfernte dieser auch nicht die Gläser in seinem Gesicht. Bevor er den Helm absetzen konnte, musste er es aber, ansonsten lief sie Gefahr, herunterzufallen. Also vorsichtig den Helm herunter, ohne ein Ohr abzureißen und dann nochmal prüfend durch das Haar fahren, wie er es schon getan hatte, als er mit Julia vom Brunch zurückgekehrt war. Nun konnte er die Brille auch wieder aufsetzen. Ein altes Andenken – übrigens – aus seiner Zeit als Pilot Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Damals knatterten die Flieger noch mehr als hundert von diesen modernen Kaffeevollautomaten heutzutage. Hatte man keine Mickey Mäuse auf den Ohren, war man verloren. Vor allem konnte man sich kaum mit sonst jemandem unterhalten. Aber dafür gab es ja die Mäuse: Um mit dem Tower zu kommunizieren oder einfach nur seinem Co-Piloten.

Kurz über die alten Zeiten sinnierend, schlenderte der Sonnenbrillenträger gemächlich zu Julia hinüber und richtete dabei seinen Aufzug, der durch die Fahrt eventuell etwas verrutscht war. Solange Julia keinen Blick erhaschte, während er sein schiefes Hemd aus der Hose kramte, kurz ausschüttelte und wieder zurückstopfte, sollte alles gutgehen. Die Bikerjacke hatte er beim Motorrad gelassen. Sie ruhte sich im Beiwagen aus.
»Na, schon aufgeregt?«, fragte er schelmisch nach; blieb jedoch nur so lange, um ihre Reaktion zu bekommen. »Ich schaue mich mal kurz um. Schönes Anwesen bekommen die Kinder«, kommentierte er das Wohnheim. Seine nachfolgenden Schritte führten ihn an der Pforte vorbei die Front entlang. Sein Blick sollte auch um die Ecke geworfen werden. Interessant war, was sich so hinter dem Haus andeutete. Wohlmöglich sollte sich der Hüne später mal die Zeit nehmen, einen Rundgang zu machen.
Fast machte er diesen jetzt schon, verlor er sich doch um Herumspionieren. Erst das laute Geräusch des herantuckernden Busses ließ Bernardo aufhorchen.

Als er wieder zum Eingang zurückgelangte, standen die Türen des Ungetüms bereits offen und der eine oder andere Schüler fand sich auf dem Gehweg ein. Einer von ihnen war dem Hünen sehr wohl bekannt. Es war Leviathan. Und er führte nichts besseres im Schilde, als bei Julia hängen zu blieben. Normalerweise würde man erwarten, dass der Frechdachs das Anwesen stürmte, doch da Bernardo über die besondere Verbindung der beiden bescheid wusste, dachte er sich bereits seinen Teil. Ganz gelassen und voller Freude blickten die beiden dennoch nicht drein.
So schnell wollte Bernardo sich ihnen also nicht nähern, da die ersten Worte vielleicht vertrauliche waren. Nur langsam fanden seine Schritte zurück zur Direktorin und somit auch zurück zum Jungen mit der weißen Locke.
»Na, Leviathan, ärgerst du wieder Julia?«, fragte er den Schüler mit einem tadelnden Lächeln im Gesicht.










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Mathéo Tristam
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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   So 29 Apr 2018 - 22:29

cf: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]


Vielleicht alles drei, sagte sie und konnte dem Tristam damit nur ein müdes, stummes Seufzen entrinnen, welches sie freilich nich‘ sehen konnte. Der bis eben noch zur Seite gedrehte Kopf richtete sich wieder nach vorne. Dafür wanderte sein Blick gen Decke und sein Kinn folgte diesem. Mit den Augen nach oben gerichtet wurde auch seine Stimme wie von einem Springbrunnen ausgestoßen, sodass sie nicht nur vor ihm sondern auch hinter ihm vernommen werden konnte. Doch vorerst schwieg er noch.
Das Mädchen hinter ihm war auch noch nicht fertig. Als Dame schimpfte sie sich, was Mathéo vermuten ließ, dass sie zur älteren Kategorie der Schülerschaft gehörte oder gar aus einem alten adligen Haus stammte, wo man sich hochnäsige Bezeichnungen gab. Dame … Das war auch ein Titel in England, denen man Frauen von Rang verlieh. Außerhalb davon waren es nur erwachsene Frauen, die entweder einen erhöhten Anspruch besaßen oder eben adliges Blut in sich trugen. Kein einfaches Schulmädchen würde sich als Dame bezeichnen. Die meisten würden einfach … Mädchen sagen – oder so. Der Tristam munkelte.
Ihre ersten beiden Sätze sollten schon mal lustig sein. Wirklich ernste Antworten waren es nicht. Also auch irgendwie nicht so steif, wie man es von einem Mädel erwartete, die sich für eine Erwachsene hielt. Ganz typisch also im Umkehrschluss – wenn da nicht die Dame wäre. Aber vielleicht dachte Mathéo auch einfach nur zu viel darüber nach. Ihm fehlte das Bild. Außer dem Schopf und den Strähnen hatte er nicht viel erkannt. Auch das Spiegelbild hatte ihm für den kurzen Moment nicht gereicht, ihr Gesicht zur Gänze mustern zu können. Also blieben ihm nur noch die anderen Sinne. Er schmeckte sie nicht, er fühlte sie nicht. Er spürte einen ganz zarten und sehr schwachen süßen Duft in der Nase, aber der konnte auch von überall herkommen. Die Ohren – sie waren die einzigen Reizempfänger, die wirklich zu gebrauchen waren. Und über deren Informationen dachte er zu viel nach, denn seine ungeteilte Konzentration lag auf ihnen. War fast wie ein Blind Date. Zum Schmunzeln der Gedanke.
Mathéo schaute die Mieze an, schmunzelte ihr leicht zu und kraulte sie – wie gewohnt – kurz hinterm Ohr. Da setzte das Mädchen nochmal nach und ließ den Tristam aufhorchen. »Höh?«, stutzte er kurz aber hörbar. »Wer um Ecken schauen kann, dem bleibt kaum etwas verborgen«, gab er nun selbst einen pseudoweisen Spruch von sich.

Die Zeit verging fast wie im Fluge mit den Häusern und Bäumen, die vor der Fensterscheibe des Busses hastig von einer Seite zur anderen rannten. Allzu gut kannte sich der Tristam auf Isola noch nicht aus, aber es schien, als fuhren sie näher ans Zentrum. Das Wohnheim würde wohl günstiger liegen, was das anbelangte. Wie es mit dem Weg zur Schule aussah, das konnte er von der aktuellen Warte aus noch nicht einschätzen.
Erst als in der Ferne ein markant auffallendes Anwesen immer größer wurde, wurden auch die Augen des Dämons immer größer. Die kleine Katze auf seinem Schoß bemerkte es ebenso. Das neue Heim der Schüler war kein Vergleich mit dem anderen. Und Mathéo konnte es den anderen nicht verdenken, gerade vor Aufregung und Vorfreude zu platzen. Isalija zumindest hielt es gar nicht mehr aus und tapste wie wild herum. Etwas überfordert schaute er das Fellknäul an, welches ihn wiederum mit erwartungsvollen Augen strafte. Da konnte es jemand nicht abwarten, nach Draußen zu gelangen. Vermutlich würde sie schon im ersten Moment verschwunden sein – wie es Katzen nun mal taten. Irgendwo hochklettern, irgendwo reinrutschen und dann irgendwas mopsen. So waren sie.

Als der Bus schließlich zum Stehen kam, saßen überraschend viele Schüler noch auf ihren Plätzen. Scheinbar traute keiner dem Moment. Jeder rechnete damit, dass dies nur ein Scherz war und der Bus gleich wieder weiterfahren würde. Isalija machte sich bereits zum Sprung bereit, hielt aber inne, als die ersten durch den Gang stürmten. Allen voran war natürlich Levi aus dem Bus gesprungen. Der Stimmapparat des Engels ließ nicht lange warten und so vernahm Mathéo einen überraschend bekannten Namen. Nun war seine Neugier geweckt.
Doch als Mathéo aufstand und vor sich die Katze auf dem Sitz sah, sah er auch im Augenwinkel das Mädchen, welches hinter ihm saß. Irgendwie machte sie einen französischen Eindruck auf ihn. Die Strähnen passten ja und wenn er sich an seine Besuche und Paris und Co erinnerte, dann sah sie aus, als hätte man sie aus seinen Erinnerungen entnommen. »Bonjour, jeune madame«, versuchte er, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das Risiko dabei war, dass Mathéo schon ewig kein Französisch mehr in die Hände genommen hatte. Mit Akzenten hatte er nie ein Problem. Vermutlich könnte er jeden erlernen, den es auf der Welt gibt, ohne die Sprache selbst zu verstehen. Also selbst wenn er Mist reden würde, so würde er wenigstens so klingen, als würde er es mit großem Selbstvertrauen tun. »Interessierst du dich sehr für Menschen?«, setzte er in gewohnter Sprache fort und setzte damit wieder beim Thema des Buches an.
»Achtung«, flüsterte er zur Isalija und griff ihr sprichwörtlich unter die Arme; hob die Katze sachte an, um sie fast wie ein kleines Kind auf den Arm zu nehmen. »Oder magst du nicht lieber was über süße Kätzchen lesen?« Zum Unterstreichen seines Scherzes hob er die Katze soweit über die Sitzlehne, dass die blonde Unbekannte das knuddlige Fellknäul sehen konnte. Zur Entschädigung wurde die Mieze am Bauch gekrault.
Ein letztes Augenzwinkern ließ Mathéo noch seiner neuen Bekanntschaft zurück, dann stieg er aber schon aus dem Bus. Damit Isalija draußen sicher ankam, hatte er sie lieber tragen wollen. Im Taumel der unkoordinierten Füße herausstürmender Schüler konnten kleine, süße Katzen schnell zertrampelt werden. Nicht auszumalen, wenn das Mathéos kleinen Schatz passieren würde. Jeden einzelnen seiner Schulkameraden würde er durchs Höllenfeuer jagen, bis die Schule schließen musste auf Grund zu weniger Schüler. Nicht mal eine halbe Klasse würden sie noch vollkriegen!

Vor dem Bus – an einem sicheren Fleckchen – setzte Mathéo die Katze wieder ab und erinnerte sie daran, aufzupassen, dass sie keiner umlief. Danach suchten seine Augen den Engel mit der weißen Locke, der seine Neugier geweckt hatte. Schnell war Leviathan gefunden. Er stand bei zwei Erwachsenen. Einen von beiden erkannte der Tristam mit einem gleichgültigen Strich von Miene im Gesicht. Die andere Person dagegen ließ seine Augen größer werden. Das ist Jul? Mathéo wusste nicht, was er erwartet hatte. Trotzdem war er überrascht. Sehr überrascht. Da musste er hin!

Dank flinken Füßen tauchte er wie aus dem Nichts neben Levi auf und gab seinem Freund einen kleinen Stoß mit der Hüfte, wie es nur ein meisterhafter Samba-Tänzer konnte – was Mathéo nicht war -, sodass dieser vor der Front der blonden Schönheit verschwand. Mathéo, Mann der Stunde, nahm den Platz seines Freundes ohne Widerworte ein und schenkte der Dame vor sich das wärmste Lächeln, welches er im Repertoire hatte. »Bonjour, belle madame.« Von dem Französisch-Trip war er leider nicht runter, weshalb es sofort weiterging. Immer noch hoffte er, dass er keinen Unsinn faselte. »Seid ihr etwa … Jul?« Mathéo ließ sich etwas Zeit mit dem nennen ihres Namens und gab sich sogar Mühe, ihm einen französischen Akzent zu verleihen, auch wenn das sicher nicht von Nöten war. Er fühlte sich einfach, als hätte ihm Levi die ganze Zeit die Weltformel verheimlicht. Dass er eine scharfe Ziehmutter hatte, hätte er ruhig schon vor Wochen erwähnen können.










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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 30 Apr 2018 - 19:28

Es dauerte nicht sehr lange, da vernahm die Direktorin auch schon ein Motorengeräusch von der Einfahrt. Jedoch keineswegs eines, welches von einem Bus stammen würde, nein, so eines war es nicht. Es war ein Tuckern, wie von einem alten Motor. Genau genommen wie von einem Motorrad. und wie es der Zufall so wollte, war es auch eines. Langsam schlich es sich die Einfahrt des Anwesens hinauf und lies nur vermuten was der Fahrer selbst gerade über die Immobilie denken würde, als er sich ihrer Position näherte und letzten Endes an ihr vorbeirollte. Der Blick der Blondine ihm folgend und das Gesicht Bernardos musternd, welches nun von einer Brille verdeckt war und ihr somit die Interpretation ermöglichte, ob er sie nun anschaute oder nicht. Dabei kam die Dämonin um ein schmunzeln nicht herum. Auch, wenn er die Brille vielleicht schon vorher getragen hatte, so war eine Betrachtung im vorbeifahren noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Es hatte dieses gewisse etwas, einen Hauch von Stil und Eleganz. Auch, wenn die Blondine an dem Gedanken, der Engel würde alt wirken, nicht vorbeikam und wieder ein leichtes Grinsen in ihrem Gesicht erschien. Was ihr Kollege in diesem Moment natürlich nicht sehen konnte. Die blauen Augen der Direktorin wollten aber trotzdem Beschäftigt sein, zumindest noch einen kurzen Moment, um dem Weißhaarigen beim Absteigen zuzusehen. Da kam es wieder, diese Aktion welche er schon vorher gebracht hatte und der jungen Frau einfach partout nicht aus dem visuellen Gedächtnis entfliehen wollte. Erneut fand sie sich dabei wieder diese Szenerie genauer zu betrachten als es ihr lieb war. Das machte er doch mit Absicht! Oder nicht?

Nachdenklich und auch etwas peinlich berührt wandte sie den Blick vom Lehrer ab und starrte wieder etwas fokussiert auf die Einfahrt des Anwesens. Auch weil sie sich noch einmal symbolisch den Kopf schüttelte um sich wieder auf andere Gedanken zu bringen. Sie hatte hier eine Arbeit zu erledigen. Das war es und nichts anderes! Eine Aktion die der Blondine wieder etwas halt in ihrer gedanklichen Welt gab. So realisierte sie auch nicht seine Kleidungskorrektur, welche Bernardo nach dem Absteigen an sich selbst vornahm. Was implizierte, das sie erst ein wenig später wieder zu ihm schaute und ihn erst wieder im Blickfeld hatte, als er schon kurz vor ihr stand. „Ja, das kann man wohl sagen.“, gab sie mit einem Seufzen und leicht zittriger Stimme von sich und ließ dabei ihrer Schultern kurz etwas entspannend absinken. „Immerhin macht man sowas nicht jeden Tag.“. Ein aufmunterndes Lächeln schmückte ihrer Wangen und mit einer erneuten Einnahme ihrer Pose, versuchte sie wieder Zuversicht auszustrahlen. Immerhin war sie, so ihre Einschätzung, trotzdem eine Autoritätsperson. Wenn sie nicht zuversichtlich oder entschlossen wirkte, wer dann. Ihr Kollege wollte sich in jedem Falle schon einmal umschauen. Was sie mit einem Grinsen kommentierte. „Verlauf dich nicht!“, rief sie ihm noch spöttisch hinterher und wartete wieder mit verschränkten Armen am Auto, bis sie schließlich erneut ein Fahrzeug hörte, welches nun um einiges lauter war als Bernardos Motorrad.

Tatsächlich war es der Bus mit den ganzen Schülern darin, welcher nun Julias Blickfeld betrat – oder sollte man sagen befuhr? In jedem Falle näherte sich das stählerne Ungetüm aus Ecken und Kanten der Direktorin, bis es letzten Endes zum Stillstand kam und mit einem zischen auch sogleich die Türen öffnete. Was allerdings jetzt geschah, das hätte sich die Bardera selbst nicht so ganz erträumen lassen. Es dauerte nicht mal eine Minute, da stürmte auch schon eine altbekannte Person auf sie zu. Allerdings, so musste die Direktorin feststellen, sehr gut gekleidet. Sie wusste gar nicht, das Levi eine Lederjacke besaß, geschweige denn etwas für so etwas Präferenzen pflegte. Dementsprechend kam sie über eine kritisch-musternd gehobene Augenbraue nicht herum, musste aber daraufhin leicht Lächeln. Nur seine Verbale Ansprache traf sie etwas unvorbereitet. Er musste ihren Spitznamen doch nicht in der ganzen Umgebung verteilen, aber gut, so war er eben. „Leviathan?!“, gab sie ihm genauso verdutzt zurück und entfernte sich von ihrer angelehnten Position um ihrem Schützling nun gänzlich gegenüber zu stehen. Die Verwirrung war ihm ins Gesicht geschrieben und ein klein wenig genoss sie dieses Schauspiel gerade, bevor er dann wieder das Wort ergriff. Sie hatte ihn wohl doch überrascht.

„Was ich hier mache?“, fragte sie dann noch einmal und schmunzelte leicht um die angespannte Haltung zwischen den beiden zu lockern. „Ich sorge dafür, dass ihr alle sicher und wohlbehütet unterkommt.". Auch wenn das immer noch nicht bedeutete, dass er bei ihr wohnen durfte. Die Sicherheit von den anderen und ganz speziell ihm, war ihr sehr wichtig. „Ich bin froh das es dir gut geht, Levi. Und ganz besonders freut mich, dass dir nichts fehlt.“, ihre Stimme hatte in diesem Moment etwas Mütterliches an sich und ihrer Mimik strahlte die gleiche wärme aus, während sie ihn noch einmal genauer betrachtete. Gut sah er aus. So konnte er immer herumlaufen! Auch wenn sie das nicht stören würde, wenn er wieder seinen alten Kleidungsstil herausholen würde. „Ich würde dich ja umarmen, aber ich denke, vor deinen Freunden kommt das nicht so gut, mh?“, setzte sie nach und das Einzige, was die Blondine tat, war ihm leicht auf die Schulter zu tätscheln. Immerhin war der Engel größer als sie. Gut ein paar Zentimeter größer. Da konnte sich auch eine Dämonin mal klein fühlen. Letzten Endes löste sie aber wieder den körperlichen Kontakt zu dem Jungen mit der Strähne im Haar und ihre Arm glitt zurück in seine, vor der Brust, verschränkte Position. Denn jetzt kam noch Bernardo dazu. Ihn hatte die Dämonin gerade am wenigsten erwartet. Aber auch hier half der Kommentar, ihr so ein bisschen den Stress und die Aufregung zu nehmen. „Immer doch.“, warf sie auch noch ein und lächelte erneut in Levis Richtung.

Damit war aber die Runde noch lange nicht vollständig. Es kam noch eine weitere Partei dazu, welche ihren Jungen mit Strähne im Haar auch noch elegant zur Seite wegdrängelte und somit weitere familiäre Intimität bis aufs weitere Unterbinden sollte. Zumindest vorstellen tat er sich in einem eleganten, wenn auch ungewohnten Wege. Französisch, um genau zu sein. Immerhin kam Julia nicht drumherum, den jungen Mann zu mustern. Da sie selber wohl äußerlich nicht älter als maximal 21 -22 Jahre alt wirkte, Unterschieden sie sich, zumindest vom Entwicklungsstatus her, nicht so besonders. Also eigentlich ähnlich wie bei Levi.  Nur das er ihre Namensabkürzung benutzte, stieß ihr etwas sauer auf. Das durfte eigentlich nur Levi. Im Prinzip also eine ganz schön gewagte Aktion. „Julia Bardera, um genau zu sein.“. Eigentlich wäre ihre Aussage schärfer ausgefallen, aber im letzten Moment fiel der Dämonin dann doch noch auf, dass beide im Prinzip das gleiche trugen. Wie eine Art Partnerlook, welchen man großteilig wohl nur von besten Freundinnen kennen sollte. Sie schlussfolgerte also eine Freundschaft, wenn nicht sogar eine gute Freundschaft, daraus. Wenn diese beiden Jungs schon ihre Klamotten miteinander teilten. Dennoch hatte auch sie als Direktorin eine Art Aura aufrechtzuerhalten. Ganz zu schweigen davon, des dieser junge Mann noch ein Fremder für die Blondine war. „Und mit wem habe ich hier das Vergnügen?“, fragte sie letzten Endes und hielt ihm, als ein Symbol normaler Begrüßung, ihre feine Hand entgegen. Dabei ruhten ihre scharfen blauen Augen auf seinem Gesicht, als wäre er gerade der Kandidat im Vorstellungsgespräch. Wie ein Friedensangebot für einen nie angefangenen Krieg verharrte ihre Hand mit eiserner Professionalität Regungslos zwischen den beiden.

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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Mo 30 Apr 2018 - 23:15

CF: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]

Ihr Blick wandte sich erstmal noch in Richtung der Fensterscheibe, wo sie die schwache Reflektion ihres Gesprächspartners wohl gerade so wahrnehmen konnte. Dabei musste die Französin schon ein wenig Grinsen, als der Junge vor ihr einen Spruch bezüglich ihrer Augen Aussage ablieferte. Eine Sache die sich mit seinen vorherigen Aussagen leicht deckte und auf einen, so dachte sie, lässigen Charakter hindeutete. Was sie, so musste die junge Dame zugeben, verhältnismäßig neugierig stimmte. „Wie wahr.“, entgegnete sie nur und schwieg daraufhin. Immerhin schien er es ihr nicht krumm zu nehmen, so reagiert zu haben. Sie hatte im Laufe ihres Lebens auch durchaus schon einmal Leute kennengelernt, welche es nicht so gut fanden, wenn sie „blöde“ Antworten bekamen. So allerdings blieb das Klima zwischen der Blondine und dem Unbekannten sehr entspannt. Weswegen sich Helena auch wieder ihrem Buch widmete, als sich der Bus in Bewegung setzte und sie selbst noch einmal aus dem Fenster schaute, um die wenigen Erinnerungen – welche sie von diesem Haus hatte – ebenfalls hinter sich zu lassen.  Da die Unterhaltung zwischen den beiden Sitzreihen aber auch nicht weiter fortgesetzt wurde, nahm die Blondine dieses als beidseitige erklärung der Stille. Es dauerte demzufolge auch keine zwei Sekunden, da schnappte sich die Französin wieder ihre Ohrenstöpsel und lauschte wieder der Musik.

Eine ganze halbe Stunde konnte sie so ganz gemütlich mit Lesen ihres Wälzers verbringen, während sie zu allerhand Liedern im Kopf mitsang. Dabei war es egal ob dort nun eine englische, oder französische Stimme zu hören war. Immerhin hatte sie sich diese sprachliche Kompetenz selber antrainiert. Worauf sie, immer mal wieder, stolz war, wenn es die Situation hergab. Dennoch, immer mal wieder glitten ihre blauen Augen empor zu der Sitzreihe vor ihr und sie fand sich dabei wieder, über die andere Person zu sinnieren. Natürlich könnte sie auch nachschauen und sich somit alles endlich anschauen. Allerdings würde es ihr diesen gewissen Reiz nehmen, die Überraschung kaputt machen. Es war so ein bisschen wie Reizwäsche. Immerhin war das ja auch Ziel von dieser Art der Kleidung. Sie sollte die Fantasie anregen indem sie gewisse Sachen einfach verbarg, wobei der Rest offen dargeboten war. In diesem Falle entblößte sich ihr Vordermann aber nur mit der Stimme. Der Rest, blieb ein Mysterium. Was die Fantasie der Französin schon etwas abschweifen ließ. Aber schämen tat sie sich dafür nicht. Warum auch? Schließlich konnte ja keiner in ihren Kopf gucken. Nur Lächeln tat sie, während ihre Wenigkeit stillschweigend im Sitz verblieb.

Erst nachdem sie selbst durch eine Veränderung am Fenster darauf aufmerksam wurde, realisierte die Französin mit den Strähnen im Haar, das sie wohl angekommen waren. Ihr Blick aus dem Fenster wurde in jedem Falle belohnt. Wobei sie sich ein genervtes verdrehen der Augen nicht verkneifen konnte, als sie den Kommentar eines Schwarzhaarigen Engels vernahm, der von goldenen Kloschüsseln sprach. Das zerstörte selbst ihre vorausgegangene Fantasie während der Fahrt. Aber was sollte sie schon dagegen machen? Dennoch ein bisschen Recht gab sie ihm schon. Immerhin sah das, was auch sie nun erblickte wahrlich majestätisch aus. Allerdings behielt die junge Dame ihre Skepsis bei. Mal sehen wie toll es wirklich werden würde.

Kaum waren allerdings die Türen des Fahrzeugs offen und gaben den Weg frei in die neue und unbekannte Welt, da standen auch schon alle anderen auf und machten sich auf den Weg nach draußen. Da Helena selbst nicht so der Fan von Stress und Unruhe war, blieb sie selbst noch ein wenig sitzen, obgleich sie ihre Sachen schon zusammengepackt hatte. Außerdem fragte sie sich, ob ihr Vordermann schon längst weg war, oder ob er ebenfalls noch dort saß und ebenfalls wartete. Es dauerte auch nicht lange da erschien vor ihr ein rothaariger Kopf über der Sitzlehne. Jetzt war die Blondine interessiert und wartete noch einmal.  Während er sich nun zu ihr umdrehte und sie auf französischer Art auch begrüßte. Warum er sie aber nicht als eine „Mademoiselle“ bezeichnete, wunderte sie. So alt war sie nun auch nicht, geschwiege denn verheiratet. Aber in Frankreich gab es sowieso schon seit geraumer Zeit eine Debatte, ob es nun entweder „Madame“ oder „Mademoiselle“ heißen sollte. In offiziellen Dokumenten, so hatte sie damals einer Zeitung entnommen, war es seit 2012 auf jeden Fall nur noch Madame.  Naja, immerhin gab er sich Mühe, dachte sich Helena und musterte ihn nun im erstmaligen Augenkontakt. „Salut, Monsieur.“, gab sie ihm als Antwort und nickte ihm zu. Er allerdings setzte mit einer Frage nach, die sie so schnell nicht beantworten konnte, bevor er auch noch auf Katzen zu sprechen kam. Damit lies er, als sie die Katze erblickte, die Französin ratlos und sehr amüsiert zurück. Als er ihr dann auch noch zuzwinkerte und sich entfernte, da hatte er Helena einfach in der Tasche. Es war gar nicht anders zu sagen. Sie war interessiert und die Busfahrt vorhin war auch noch einmal Maßgebend dafür. Jetzt wollte sie wissen wer dieser junge Mann war, während sie ihm beim rausgehen auf den Rücken schaute um seine Statur gänzlich zu mustern.

„C'est un garçon très intéressant“, sagte sie zu sich selbst noch und schmunzelte, als sie sich ihre Handtasche über die Schulter hängte. Dann machte sie sich ebenfalls daran den Bus zu verlassen, stets auf der Suche nach dem jungen Mann, welcher sich ihr auf jeden Fall noch vorstellen musste. Wie ein Polizist stöberte sie an den Köpfen nach der ihr so geläufigen Haarfarbe und fand schließlich auch das Ziel. Er stand abseits bei Leviathan und zwei Erwachsenen. Naja, schüchtern war die Französin jetzt nicht und da er wohl dort auch nicht so schnell wegging, holte sie erst einmal ihren eigenen Gitarren-Rucksack aus dem Kofferraum des stählernen Ungetüms und begab sich dann, sehr zielstrebig, zu der kleinen Gruppe. Geradezu selbstbewusst kam sie einfach in die Runde. Wo ein interessiertes Mädchen war, da war auch ein weg. Nur brauchte sie wahrscheinlich einen guten Grund um hier jetzt zu stören. Zum Glück fiel der kreativen Pariserin etwas ein, um genau das zu bewerkstelligen. „Ich bitte vielmals um Verzeihung.“, gab sie zu allererst einmal höflich und nickend von sich, während ihre Augen einmal in die Runde schauten und schließlich bei @Mathéo Tristam hängen blieben.  Nur um für einen kurzen Moment zu realisieren, das er und Leviathan fast gleich aussahen. Ein sehr skurriles Bild. Zumindest für die, sonst so auf Mode getrimmte, junge Dame. „Ich hatte gehofft, sie können mir mitteilen wie das mit den Zimmern hier aussieht, bezüglich der Verteilung.“. Nun nickte sie freundlich in die Runde, speziell aber zu den beiden Erwachsenen als Geste ihres Respekts. Immerhin war Respekt vor dem Alter immer wichtig. Das hatte ihre Mutter zumindest immer gepredigt und jetzt wo sie so darüber nachdachte, ihr Vater auch.

Dennoch sie blieb hartnäckig. Zwar konnte sie es nicht direkt in einer so großen Runde aussprechen, aber ihr ständiger Blickkontakt sollte dem Rothaarigen doch eine Art Signal sein und wenn es nur ein Zettel mit seiner Telefonnummer war. Sie wusste ja nicht, das er gar nicht hier wohnte, sondern nur aus Solidarität mit Leviathan und einer Katze hier war.

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BeitragThema: Re: Das Gelände vor dem Wohnheim   Di 1 Mai 2018 - 19:36

cf.: Bäckerei


Nachdem ich mich in der Bäckerei von Shiki verabschiedet hatte dauerte es auch nicht lange bis ich mit Pick an unserem neuen Wohnheim ankam. Was aber auch kein Wunder war, immerhin konnte ich auf der Landstraße ordentlich Gas geben. Naja, zumindest soweit wie es die Geschwindigkeitsbegrenzung zuließ. Ich wollte ja nicht gleich wieder von der Insel geschmissen werden weil ich zu schnell unterwegs bin. Aber egal, jetzt stand ich jedenfalls vor dem weit geöffneten Tor eines Anwesens und war mir grad echt nicht sicher ob ich hier wirklich richtig war. Alles sah so prunkvoll aus. Das konnte doch niemals das neue Wohnheim sein. Zumal vor dem Eingang ein ziemlich teuer aussehender Sportwagen stand, an den sich eine blonde Frau anlehnte und weiter hinten stand auch noch ein Motorrad mit Beiwagen. Es sah also eher so aus als würde dieses Anwesen einem Ehepaar gehören und nicht für uns Schüler gedacht sein. Verwundert schaute ich nochmal im Internet ob ich mich auch wirklich nicht geirrt hatte. Tatsächlich stand dort das dieses Anwesen jetzt das neue Wohnheim sein sollte. Und als dann nun auch ein Bus an mir vorbei auf das Gelände fuhr und ich durch die Fenster ein paar bekannte Gesichter erkennen konnte war auch der letzte Zweifel verflogen. Ich schwang mich also wieder auf mein Motorrad, startete erneut den Motor und fuhr langsam auf das Grundstück und stellte meine Maschine neben dem Bus am Wegrand ab.

Noch während ich dies tat sah ich Helena, die gerade ihre Gitarrentasche aus dem Gepäckraum des Busses holte und sich zu den beiden Erwachsenen und zwei weiteren Schülern gesellte. Schnell setzte ich meinen Helm ab und richtete meine Frisur ehe ich mich schnellen Schrittes zu ihr begab. Das ich dabei völlig vergessen hatte das Pick noch auf meinem Motorrad saß fiel mir natürlich erst mal nicht auf. Ich war gerade viel zu froh darüber Helena endlich wiederzusehen. "Helena!" rief ich ihr glücklich zu während ich auf sie zu rannte. Doch wie sollte es anders sein meldete sich auch schon meine Schusseligkeit zu Wort. Ich stolperte über meine eigenen Füße. Ein lautes "Waaah!!!" war alles was ich noch raus brachte, ehe ich auch schon auf dem Boden lag. Das war mal wieder typisch. Ich schaffte es doch immer wieder mich vor allen lächerlich zu machen. Und diesmal sogar wirklich vor ALLEN. Immerhin waren wahrscheinlich fast alle Schüler in dem Bus vor dem ich mich auf's Maul gelegt hatte. In der Hoffnung das nicht alle Zeuge meines Sturzes geworden waren richtete ich mich schnell wieder auf klopfte mir den Staub von meiner Kleidung und lief die restlichen Meter bis zu meiner Freundin um sie fröhlich lächelnd in die Arme zu schließen. "Bonjour Helena." begrüßte ich sie ehe ich wieder von ihr abließ und sie glücklich anlächelte. Auch wenn es gerade mal eine Woche her war seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten hatte ich meine kleine Französin so sehr vermisst. Warum musste ich auch während des Angriffs mein Handy schrotten? Naja, jetzt war es jedenfalls erst mal an der Zeit die Anwesenden zu grüßen. Immerhin war ich ja nicht mit Helena alleine. Da ich die beiden Jungs nicht kannte grüßte ich sie nur mit einem "Hallo." und einem winken. Die beiden Lehrkräfte hingegen kannte ich ja bereits aus der Schule, weshalb ich diese natürlich ordentlich begrüßte. "Guten Tag Frau Direktorin. Guten Tag Bernardo-Sensei." Damit war die Begrüßung auch schon abgeschlossen und ich konnte mich wieder an Helena wenden. "Du hast mir gar nicht auf meine Nachricht geantwortet." sprach ich auch gleich das Thema an das mich gerade brennen interessierte. Immerhin wäre es echt geil wenn wir uns ein Zimmer teilen könnten.










 
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