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 Es werden Wunder wahr!

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BeitragThema: Es werden Wunder wahr!   So 12 Jun 2016 - 22:15

das Eingangsposting lautete :

Es werden Wunder wahr!


- Bild folgt irgendwann (hoffentlich xD) -

Teilnehmer: Seth & Misaki
Startort: Ägypten
Zeitpunkt: 03. Mai bis auf unbestimmte Zeit



Als wäre der gestrige Abend nicht schon ereignisreich genug gewesen erscheint nun ein alter Bekannter auf Isola und er verheißt nichts Gutes.
Diesmal liegt es an dem Mädchen im Rollstuhl den jungen Prinzen aus der Gefangenschaft zu befreien - eventuell nicht die vielversprechenste Situation!

It's time for drama!
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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Do 7 Jul 2016 - 15:55

Sie musste grinsen, als Seth einfach über ihre Kommentare hinwegsah und sie einfach zusammen mit ihm in die Räumlichkeiten des Bades nahm. Ihr Lächeln war dabei kaum zu übersehen. Es war schon lustig. Sie konnte einfach so andeutend sein wie sie wollte, musste es nicht einmal verstecken und er ignorierte es einfach. An Onuris Aussagen war in der Tat etwas dran. Sein Feuer der Leidenschaft zu entfach war wirklich nie ganz einfach. Dafür aber war das Band, welches sei beide Verband seit gestern Abend erstaunlich fester geworden. Ob der Weißhaarige wusste, wie viel er ihr wirklich bedeutete? Ob er wusste, dass er der erste war, welchem sie sich seit geraumer Zeit wirklich wieder hingab, so wie in alten Zeiten? Wohl kaum, hatte sie es ihm doch nie erzählt. Aber das hieß ja nicht, dass sie sich ihm nicht auch irgendwann öffnen würde. Ihre Aussage über seine Familie nahm er zumindest mit einer wirklich ansteckenden Gelassenheit entgegen und sie musste lachen, als auch er bestätigte, wie seltsam seine eigene Familie ist. "Ich bin mir sicher du wirst das hinbekommen. Ein guter Bruder und Sohn zu sein.", sprach sie ihm mit ruhiger Stimme etwas Mut zu. Ob es Effekt hatte, sie wusste es nicht. Immerhin drehte er sich nicht zu ihr um und versank erstmal in einer Art nachdenklicher Stille. Ein Zustand aus dem sie ihn vorerst auch nicht wecken wollte. Sie nutzte die Zeit um sich ebenfalls ihrer Kleidung zu entledigen. Dabei fiel ihr erst jetzt auf wie dreckig das ganze Zeug an ihrem Körper gewesen war. Klar, wenn man bedenkt wo sie überall auf der Suche nach ihm gewesen war und wie es um dieses Gemäuer bestellt war. Gewaschen werden müsste es auf jeden Fall, so viel stand schon einmal fest. Die Frage war aber: Wo? Wo sollte sie das machen? Sie könnte Seth ja später fragen. Also richtete sich ihr Blick auf seinen, mittlerweile auch von allem möglichen befreiten Körper. Selbstverständlich kam sie um eine Musterung nicht herum, obgleich es nur von hinten war. Was sie auf die Spur der Narben brachte.

Dass die Magierin diese nun besorgt erwähnte, riss den Dschinn dem Anschein nach aus seinen Gedanken. Der überraschte Blick in ihre Richtung war zumindest auch für sie im ersten Moment verwunderlich. Ging sie doch davon aus, dass er diese in den letzten Tagen bekommen hatte. Es also unmöglich zu vergessen war. Doch Seth tat dies sogleich als weniger dramatisch ab. Was natürlich nichts an dem Blick der Blondine ihm gegenüber änderte. Er blieb besorgt und sogleich fordernd nach einer Antwort. Denn, so einfach wollte sie ihm das nicht glauben. Da wurde auch das meisterliche Bild vor ihren Augen, als er seine Schritte auf sie zu machte, erst einmal unwichtig. "Aber ich mache mir Sorgen!", dementierte sie gleich sein Argument und blieb mit ihren gelben Augen auf seinem Gesicht fixiert, als er sie aus ihrem Rollstuhl hinaus hob. Sie schluckte ein wenig erschrocken als er ihr erzählte, dass er diese schon als kleiner Junge hatte. Sie dachte sofort an seine Familie, dass diese ihm so etwas angetan hatten, aber so recht wollte es ihr nicht in den Kopf gehen…andererseits. Aber mit dieser Vermutung traute sie sich einfach nicht an die Oberfläche. Wusste die Magierin doch, was dies für ein schwerwiegender Vorwurf war. Aber nun kreisten ihre Gedanken nur noch um diese Narben. Peitschenhiebe!?", kam es dann letzten Endes mehr oder weniger empört aus ihr heraus, ohne das sie das wirklich so ausdrücken wollte. Es war einfach nur so...sie wusste auch nicht wie sie das sagen sollte. Unterbrochen wurde das Gespräch von dem kurzen Moment des Absetzens ihrer Wenigkeit im warmen Wasser des Bades und Augenblicklich atmete sie einmal tief durch. Sie steigerte sich da gerade in etwas hinein und das war nicht gut. Sich darüber aufregen half im Moment auch nicht. Der Weißhaarige fuhr mit seiner Geschichte fort und Misaki schaute vor sich auf das Wasser, während sie jedes seiner Worte praktisch in sich aufzusaugen schien. Jetzt tat es ihr leid danach gefragt zu haben. Konnte sie sich doch vorstellen wie schmerzhaft solche Erinnerungen waren. "Das tut mir leid...das wusste ich nicht.", gab sie schließlich von sich und richtete ihren Blick von der Wasseroberfläche ab, in die Weiten des Raumes hinein, während sie ihre Hände Unterwasser ein wenig hin und her bewegte. Sie schämte sich irgendwie, wagte es nicht ihm in die Augen zu sehen. Ein Verhalten, welches normalerweise gar nicht zu ihr passte. Aber wer hatte gesagt, dass auch sie nicht einfühlsam sein konnte?

Dort endete das Gespräch erst einmal und stille breitete sich im Raum aus. Misaki hatte während seiner Erzählung gar nicht gemerkt, wie er ihr immer näher gekommen war und in dem Moment als sie es am wenigsten Erwartete, ertönte eine sanfte Stimme an ihrem Ohr. Zugegeben, sie zuckte ein wenig erschrocken zusammen im ersten Moment und wagte auch vorerst nicht zu antworten. Doch nach dem Kuss auf ihre Wange, wich ihre eher traurige Mimik einem sanften Lächeln und sie nickte. "Wie könnte ich bei so einer Bitte "Nein sagen?", kam es sanft über ihre Lippen und die Blondine schmiegte sich mit einer leichten Gewichtsverlagerung mit ihrer Seite des Körpers an die Seine. Ihren Kopf allerdings hielt sie noch gerade und nach vorne gerichtet und errötete leicht im Gesicht, als er ihr nochmals seinen Dank aussprach. "Mach dich nicht lächerlich...", gab sie von sich und spürte sogleich wie ihr Herz bei dem Gedanken an nachher irgendwie anfing schneller zu schlagen. Ein starkes pochen breitete sich in ihrer Brust aus und sie wollte ihm gerade das erste Mal wieder ins Gesicht schauen, da nahmen zwei Finger ihr Kinn und drehten ihren Kopf sanft in die Richtung ihres Freundes. Kein Widerstand von ihrer Seite. Alles was sie tat war ihm nun etwas verdutzt in die Augen zu sehen, als er sich bereits auf sie zu bewegte. Mehr Signale brauchte er dem Mädchen nicht zu geben. Ihre eine Hand erhob sich aus dem Wasser und legte sich an die Seite seines Kopfes, die Augen von ihr schlossen sich und während er sie am Kinn zu sich heranführte, zog Misaki seinen Kopf in ihre Richtung, bis die beiden sich mit ihren Lippen in der Mitte trafen. Der Kuss, welcher folgte, war sinnlich, sanft und hingebungsvoll von Seiten der Blondine aus. Auch ließ sie ihn nicht so einfach gehen. Nun war sie es, welche ihn lange mit sich beschäftigte und schließlich atemlos und ein wenig rot im Gesicht von ihm abließ. Nur um ihm einmal einen sehr verliebten Blick zu schenken und wieder einen Kuss zu beginnen. Sie wollte den Moment auskosten, wenn er von sich heraus schon den ersten Schritt machte und sie würde es auch noch ein drittes Mal machen, wenn er denn so Lust dazu hatte. Sie hatte ihn vor ein paar Stunden fast verloren, umso mehr wollte sie von ihm nun mitnehmen.

Nach ihrem Moment der Sinnlichkeit, lehnte sie sich vollständig an seine Seite an, umklammerte den Arm von ihm an ihrer Seite und ließ ihren Kopf schräg auf seine Schulter sinken. Ihre Augen geschlossen und sanft in die Leere des Bades atmend. Sie überlegte gerade, ob sie es ihm eigentlich mal sagen sollte und die Antwort fiel auf Ja. Es wurde Zeit das er auch mal etwas von ihr erfährt, nachdem sie schon so einiges von ihm gehört hatte. Auch, wenn es ihr schwerfallen würde. "Weißt du...", begann sie schließlich zu sprechen und mache danach sofort eine Pause. "...ich war auch einmal voll und ganz mit Narben übersäht.". Sie erhob ihren Kopf von seiner Schulter und sah ihm ins Gesicht. Sie lächelte, aber das war mehr oder weniger nur um Zuversicht auszustrahlen, während sie über das Ereignis sprach welches sie, selbst jetzt noch, mit Schmerz erfüllte. "Mein Leben hatte sich ab dem Punkt komplett auf den Kopf gestellt. Ich konnte weder laufen, noch mich bewegen. Alles gab sich erst mit der Zeit und alles tat weh. Ich sah aus wie eine Mumie! nicht mal meinen Kopf konnte ich bewegen.". Sie umarmte seinen Arm in dem Moment spürbar fester. "Als ich dann aus dem Krankenhaus kam, glaubte ich nicht daran noch einmal zurück zu meinem alten Ich zurückzufinden. Doch dann...kamst du und zogst mich, ich weiß nicht wie, aus diesem Loch des Selbsthasses.". Eine Hand löste sich von seinem Arm und berührte ihn erneut an seiner Wange. "Lass mich deinen Dank also zurückwerfen. Danke dafür, dass ich wieder zu mir selbst zurückgefunden habe. So etwas wie dich kann man sich einfach nicht wünschen.". Sie streichelte ihm sanft übers Gesicht und ihre Mimik schien in dem Moment nur vor Glück zu sprießen. Sie wirkte fröhlich und zufrieden...

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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Fr 8 Jul 2016 - 14:06

Ein unsicheres Lächeln zierte kurzzeitig meine Lippen. Ob Misaki damit so recht hat, weiß ich nicht genau… Neben Mutter und Onuris scheint kaum jemand wirklich entzückt darüber zu sein, dass ich wieder zurück bin. Aber was habe ich auch erwartet? Sie wären alle fast gestorben, haben die letzten Tage um ihr Leben gebetet. Ich hatte es ja nicht mal geplant letztendlich hier zu landen und ich habe Misaki in alles mit rein gezogen… für einen Moment hielt ich kurz inne, denn erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich sie hätte verlieren können. Nicht nur ein mal… Doch ihr jetzt dafür in den Hintern zu kriechen würde wohl keinem von uns beiden wirklich gefallen. Was ich tun kann ist aber, ihr ihren Aufenthalt mit mir hier so schön wie möglich zu machen! Ich werde sie wortwörtlich auf Händen überall wo sie will hintragen! Das setzte ich dann auch sofort in die Tat um und transportierte sie sanft ins Wasser. Selbst ich konnte spüren wie ihre Anspannung alsbald verschwand, als sie erstmal im Wasser saß und es heiterte auch mich ungemein auf. ”Als wir alle klein waren haben wir Badezeit geliebt.” reminiszierte ich als ich dann neben ihr saß. Ich verband so viele schöne Erinnerungen mit diesem Ort. Mir entfuhr ein kleines Lachen. ”Du kannst dir sicher nicht vorstellen, dass Haroeris damals die größte Heulsuse war!” Es ist wahr, er hat wegen jeder Kleinigkeit geweint und meistens war ich es, der ihn wieder trösten musste. Seinen Hang zur Distanz hat er behalten, jedoch ist er etwas zu unnahbar geworden… Er wird erwachsen, vielleicht hat das alles seine Richtigkeit. Meine momentane Laune war durchtränkt mit Bitterkeit und purer Freude, was das Schwelgen in Erinnerungen allgemein erschwerte.

Misaki entschuldigte sich, nachgefragt zu haben aber ich schüttelte meinen Kopf. ”Das sind nichts weiter als böse Erinnerungen, Misaki. Du musst dich nicht fürs Neugierigsein entschuldigen.” Ich versuchte so zuversichtlich wie möglich zu erscheinen. ”Solang es nur das ist, was dir an mir aufgefallen ist~” summte ich murmelnd hinterher um sie ein wenig aus der Bahn zu werfen. Zugegeben, ich liebe es wenn sie so viel Interesse an mir zeigt, an meinem Körper, an meinem Leben. ”Ich bin dran!” sprach ich schließlich feierlich und bewegte mich recht fix direkt vor sie in ihr Blickfeld. ”Sahen deine Augen schon immer wie Edelsteine aus?” Kein Lächeln auf meinem Gesicht, denn diese Frage war vollkommen ernst gemeint! Ob es mit dem Fluch zusammenhängt? Ob ein Wunsch genügt um diesen Fluch zu brechen? Ich frage mich, ob sie wohl gern Sport treibt… die richtige Figur hat sie jedenfalls. Zugegeben, die Vorstellung ist ein schöner Anblick. Damit könnte ich mich anfreunden. Ein seichtes Lächeln erschien nun wieder auf meinen Lippen und ich bewegte mich zurück auf meinen Platz. Ich will sie… in mich aufnehmen. Solange ich noch die Chance dazu habe! Wir verloren uns in einem Kuss, dann noch einen und noch einen. Meine Arme hatten sich praktisch automatisch um ihren Körper geschlungen und sie somit komplett an mich gebunden. Ich verlor mich so sehr darin, dass ich kaum bemerkte, wie ich ihr immer näher kam und sie schließlich so weit nach hinten lehnte, dass ihre Haare komplett nass wurden und sie hilflos in meinen Armen lag. Ich fühlte mich ein wenig benebelt, als ich uns schließlich wieder in die Senkrechte beförderte. Mein übliches Grinsen schmückte meine Lippen. ”Das macht überraschend viel Spaß.” Es war ein vergnügtes, leises Murmeln, welches seinen Mund verließ. Ich mag den Geschmack ihrer Lippen, den Geruch ihrer Haare, die Weichheit ihrer Haut. Ich verspürte erstmal in meinem Leben den starken Drang, sie zu erkunden, körperlich sowie seelisch.

Gerade jetzt genoss ich jede ihrer Berührungen und ich schloss meine Augen mit einem zufriedenem Ausdruck auf dem Gesicht. Ich lehnte meinen Kopf sanft an ihren und für einen Augenblick konnte man die Wüstenwinde und ein paar Vögel aus dem Garten hören. Diese Idylle war einzigartig. Die Geräusche einer einsamen Oase, nur durchdrungen von Misaki’s sanfter Stimme. Ich blickte auf sie nieder, als sie zu sprechen begann und blieb still, während sie erzählte. Vielleicht waren wir doch nicht so verschieden. Wir wurden beide Irgendwie aus dem Leben gerissen, waren auf dem Weg zurück und haben uns dort getroffen. Sie legte eine Hand an meine Wange und ich meine Hand sanft auf ihre,während sich ein schwaches Lächeln auf meinem Gesicht bildete. ”Tja… ich schätze, dann sind wir quitt.” antwortete ich schließlich mit ruhiger Stimme und räusperte mich leise, ehe ich ihre Hand von mir löste. ”Nehm’s mir nicht übel, aber ich bin echt irre müde...” seufzte ich schließlich. Ich würde gern mit ihr hier bleiben, doch es wäre wenig galant wenn ich irgendwann einfach wegpennen würde. Mein Lächeln kehrte recht schnell aber wieder zurück und ich blickte ihr in ihre schönen Augen. ”Lass mich deinen Rücken waschen, dann kann ich dir gleich mein Zimmer zeigen!” schlug ich vor und auf Worte folgten Taten.

Letztendlich stiegen wir wieder aus dem Wasser heraus und es erwies sich als leicht schwierig das Mädchen abzutrocknen und wieder anzuziehen, hatte Amarna doch ein leichtes, weißes Kleid für sie im Eingangsbereich gelassen (das erkannte man eindeutig an der beiliegenden Notiz!) und für mich den üblichen königlichen Fummel und die dazugehörige Jacke in weiß und grün. Ich schätze das sind die Farben unseres Volkes, ich habe diese Jacken schon damals gehasst. Viel zu warm! Schließlich hatte wir es doch irgendwie geschafft und gegenseitig fertig zu kriegen und wir verließen das Bad in weiß. Erschlagen von einer Welle heißer Luft ließ ich zunächst ein Seufzen verlauten. ”Wir haben uns einen echt miesen Zeitpunkt für unseren Ägyptenurlaub ausgesucht.” ließ ich Misaki wissen und setzte mich mit ihr schließlich langsam in Bewegung. ”Jetzt beginnt die Dürreperiode… das heißt 40° im Schatten sind locker drin!” Ein Grund mehr, diese dumme Baumwolljacke nicht zu tragen. Ich hatte sie mir kurzerhand über die Schultern geworfen. Zugegeben, die Wahl meines Gewands war völlig okay! Zwar war der Kilt diesmal ziemlich lang, doch meine Arme wurden nicht durch Ärmel behindert und unter dem dünnen Stoff konnte meine Haut gut atmen. Misaki sollte es eigentlich genauso gehen. Zwar war ihr Gewand weniger ausgeschnitten als meines, jedoch hatte sie eine Beinfreiheit, als würde sie ab der Hüfte abwärts nichts mehr tragen. Zudem trug sie keinen Schmuck im Gegensatz zu mir. Nun, als Prinz muss man eben gut aussehen und wenn ich keine Schlange mehr um den Hals tragen kann um meinen Stand zu verdeutlichen muss eben noch mehr Gold her - auf diese Regel könnte ich eigentlich auch gut verzichten. Es endete mit der Situation, dass ich länger brauchte um mich fertig zu machen als Misaki. Doch schon bald standen wir vor der großen Holztür, die zu meinem Zimmer führte. Ich fragte mich, was uns dahinter wohl erwarten würde. Wohl kaum wird es noch mein Kinderzimmer von damals sein, oder? Das wäre schließlich irgendwie peinlich! Andererseits, könnte man so besser in Erinnerungen schwelgen. Ich öffnete die Tür und bat sie herein ohne vorher auch nur selbst einen Blick in den Raum zu werfen.

Dieser allerdings war blitzblank aufgeräumt, sicher nicht so, wie ich ihn das letzte mal erblickt habe. Geradewegs durch konnte man das riesige Himmelbett sehen, rechts von der Tür stand ein Schreibtisch, mit einer Leseecke und einigen fast leeren Regalen. Gegenüber des Tisches ging es hinaus auf den Balkon, von dem aus man in den Garten und dahinter aufs Wasser schauen konnte. Die Türe neben dem Balkon führte in meinen Kleiderschrank, bei dessen Anblick mir einfiel, dass wohl noch genügend Platz für Misaki’s Kleider darin sein sollte. Allgemein war dr raum sehr kahl gehalten. Die gedimmten Lichter an der Decke brachten den polierten Boden zum Schimmern, er war lediglich durch einen großen, weichen Teppich unter meinem Bett bedeckt. Hier und da standen Vasen mit irgendwelchen Sträuchern udn robusten Blumen, da hingen einige Lichtquellen und Bilder an den Wänden und die Fenster und Türen nach draußen waren groß und durch Vorhänge und holz-vergitterten Fensterläden geschlossen. Ich schaute mich wohl genauso interssiert um wie Misaki, war ich doch ähnlich begeistert wie sie, obwohl mir das alles ein wenig normaler vorkommt als ihr. ”Hier wirst du also die nächsten Tage hausen. Gefällt’s dir?” ein recht stolzes Grinsen zierte nun meine Lippen. Die Ausmaße meines Standes werde auch mir gerade wieder vollkommen bewusst. Ich mag nicht drauf rumhacken, schließlich ändert der ganze Kram hier auch nichts an meiner Persönlichkeit. Ich bin ich, egal ob ich in einem Zelt oder einem Palast schlafe! ich hoffe Misaki behält das ebenfalls im Hinterkopf. Die Türe schloss ich hinter uns und ich schritt hinüber zu meinem Bett. Ich setzte mich zunächst einmal vorsichtig drauf und ließ meinen Blick stillschweigend noch einmal über die Wände und wenigen Möbel in diesem Raum schweifen. Er strahlt eine gewisse Kälte aus, heute. Es ist als könnte ich mich selbst als Kind am Fenster stehen sehen. War ich damals glücklich hier? Ich kann mich nicht dran erinnern, wie ich mich fühlte… Ich musterte mein Bett mit den vielen edlen, runden und eckigen Kissen und den bunten Decken. Gott, wie gern würde ich mich jetzt einfach hinlegen und schlafen, aber Vater wollte mich noch sprechen. Auf diesen Gedanken hin erhob ich mich wieder langsam und schritt auf Misaki zu. ”Ich sollte jetzt besser mal Vater aufsuchen.” erklärte ich und kam vor ihr zum stehen. Ich nahm ihre Gesicht sanft in beide Hände und schenkte ihr ein müdes Lächeln. ”Fühl dich wie zuhause, ja? Ich bin gleich wieder da.” Ein kleiner Abschiedskuss landete fix auf ihrer Stirn, ehe ich mich aus dem Staub machte.

Mein Weg führte mich wieder in den Thronsaal und Vater setzte sich mit mir im Konferenzraum zusammen. Zugegeben, eigentlich war es nur ein Ort wo man trinken, sitzen und quatschen konnte, doch dafür war ich nicht hier. Das Gespräch verlief weitaus unangenehmer als zunächst erwartet. Wir redeten über alles: Was mit mir geschehen war, nachdem wir uns getrennt hatten, was das für Leute sind, die ich mitgebracht habe, was in den Ruinen geschehen war, Was für ein Dschinn ich geworden war. Es ging auch darum, dass ich trainieren und studieren soll, dass ich lernen soll dieses Monster in mir zu kontrollieren - er nannte es Djinn-Equip, es sagte mir etwas - und auch, dass ich mich darauf vorbereiten soll sein Amt bald zu übernehmen. Es hätte vor Jahren schon so weit sein sollen, darauf wurde ich seit meiner Geburt getrimmt: Pharaoh sein. Damals hatte ich kein Problem damit, ich fand es sogar irgendwie cool, aber jetzt wo Misaki an meiner Seite ist bin ich mir nicht so sicher ob das das richtige Leben für uns ist. Ich konnte es mir nicht leisten, Widerstand zu leisten, also stimmte ich zunächst zögerlich zu. er wollte mich gerade entlassen, da erwähnte er, das heute Abend ein Fest stattfindet. An sich eine gute Sache, doch ich verließ den Raum mit gemischten Gefühlen. Wie soll ich das alles nur Misaki beibringen? Wenn ich von den ganzen Neuigkeiten nicht angetan bin wird sie sie sicher noch weniger mögen! Nervös lief ich die breiten Gänge zurück zu meinem Zimmer und ich zögerte. Vielleicht sollten wir doch so schnell wie möglich hier weg? Aber ich fühle mich nicht gut dabei, meine Familie im Stich zu lassen.

Es war bereits 10 Uhr morgens als ich mein Zimmer wieder betrat, ich war eine ganze Stunde weg und ich lief sofort hinüber zu meinem Bett und ließ mich erschöpfte darauf fallen. Einmal quer auf dem Haufen Kissen und Decken liegend stellte ich jegliche Bewegung ein und öffnete nach einigen Momenten betrübt meine Augen. Das wird wohl doch kein wirklicher “Urlaub”, jedenfalls nicht für mich. Es wird schwierig einen Weg zurück nach Isola zu finden. Ich seufzte in mich hinein. Misaki wird mir jetzt erst recht den Kopf abreißen…!
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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Fr 8 Jul 2016 - 20:20

Die Blondine genoss den Moment regelrecht, gab sich ihm hin, ließ mit sich machen was er wollte und ehe sie sich versah, setzte Seth zum dritten Kuss an, welchen sie mit Freude akzeptierte. Dass er sie dabei vollends an sich drückte und mit seinen Armen umschloss, war ihr dabei nur mehr als Recht. Ebenfalls, dass er ihren Körper nach hinten neigte und sie dabei festhielt. Ein Gefühl der Hilflosigkeit, welches die Magierin eigentlich nie mochte, aber hier war es in Ordnung, hier wollte sie es selbst so. Es war ihre Bestätigung, dass sie in seiner Nähe keine Einzelgängerin sein musste. Sie konnte sich auf seine Schultern stützen und er logischerweise auch auf die ihren. Egal um was es ging. Als die Lippen der beiden sich wieder trennten, schaute sie ihm mit ihren gelben Augen geradezu stechend ins Gesicht und tastete mit ihren Blicken sein Gesicht hab. Sie atmete immer noch etwas schnell und arbeitete daran, ihre innerliche Aufregung von diesem Moment wieder absinken zu lassen. "Und wie es das tut…~", hauchte sie im ein klein wenig eregt ins Gesicht und konnte ein schwaches Bedürfnis nach einer intensiveren Nähe gerade nicht leugnen. Aber sie hielt sich dezent mit weiteren Aussagen zurück. Seth zumindest schien nun erst richtig "aufzuweichen". Nicht nur, dass er sie vor wenigen Momenten wahrlich sinnlich und hingebungsvoll geküsst hatte, nein. Auch als sie sich nun sanft an ihn anlehnte und ihren Kopf auf seiner Schulter ruhen ließ, blieb er unglaublich gelassen. Kein Wegzucken seines Körpers, keine verwirrten Blicke. Als ob er es akzeptierte sie so nah bei sich zu haben und nie wieder gehen zu lassen. Sie schmunzelte bei dem Gedanken leicht, er musste sie wirklich gernhaben und umgekehrt sah das auch nicht anders aus. Was letzten Endes auch einer der Gründe für ihre Öffnung ihm gegenüber wahr, als sie von ihrer Vergangenheit erzählte. Allerdings erhob sie ihren Kopf von seiner Schulter und entgegnete ihm einen überraschten Blick, als er ihr mit der Aussage sie "seien quitt" kam. Ganz schnell aber wandelte sich dieser zu einem verständnisvollen Lächeln und sie nickte ihm zu. Obgleich sie ihm mit ihrem nächsten Statement auf gewisse Art und Weise widersprach "Ja, das sind wir wohl...", kamen letzten Endes doch Zweifel über ihre Lippen. "...und doch stehe ich gefühlt immer noch in deiner Schuld.".

Sie lächelte ihm entgegen und schmiegte sich erneut an seinen Körper an. Da brach er irgendwie von einem Moment auf den anderen die Stimmung komplett um und Misaki gab ein bestätigendes Summen von sich. Sie wäre gerne noch länger mit ihm hiergeblieben, hätte sich seiner Nähe vergewissert, wäre mit ihm allein geblieben, aber so sollte es wohl gerade nicht sein. In diesem Moment entglitt auch ihrem Mund ein Gähnen. "Dann lass uns gehen.". Doch vorher wollte er ihr noch den Rücken waschen. Ein Angebot, welches sie sich natürlich nicht entgehen ließ und ehe sie sich versah, positionierte der Weißhaarige sie auch schon so um, dass er diesen ohne Probleme erreichen konnte. Es war ein wunderbares Gefühl! "Du machst das echt gut.", lobte sie ihn für sein Talent. Er war auch echt nicht schlecht dabei. Allerdings kam es nicht zu einer Gegenleistung ihrerseits, zu müde war er anscheinend und direkt nach seiner "Dienstleistung" machten sich die beiden auch schon daran, das Wasser zu verlassen. Er trug sie hinaus und dann ging es schon wieder an eine der lästigsten Tätigkeiten nach so einem entspannenden Ereignis, das Abtrocknen. Misaki hasste es, besonders weil sie im Rollstuhl saß, machte das die ganze Angelegenheit mehr als nur unnötig schwerer. Wobei Seth ihr zum Glück teilweise zur Hilfe eilte. Wofür sie ihm mehr als nur dankbar war, was sie ihm zwischendurch bei der ganzen Prozedur mit einem kleinen Kuss auf die Wange signalisierte. Worte waren hier ihrer Ansicht nach überflüssig. Beim Anziehen allerdings ließ sie sich nicht mehr behilflich sein. Das wollte sie selbst erledigen und einmal mehr zeigte sich, warum sie seit ihrem Aufenthalt im Krankenhaus keine Röcke oder Kleider mehr trug. Es lohnte sich einfach nicht! Sie waren viel zu kompliziert bei Anziehen! Aber Misaki wollte das großzügige Geschenk von Amarna natürlich nicht ablehnen. Sie hatte dem Mädchen schon lange verziehen und Seth, so dachte sie, sicherlich auch. Kaum waren beide dann fertig, verließen sie zusammen das Bad.

Es war eine unglaubliche Hitzewelle, welche der Blondine auf einmal ins Gesicht schoss und sofort wünschte sie sich wieder zurück ins Bad. Selbst das Wasser war dort kühler als hier draußen die Luft! Sie fühlte sich, als ob man sie bei lebendigem Leibe zu kochen versuchte. Sie war das raue und trockene Klima einfach nicht gewöhnt und wahrscheinlich würde das auch ewig so bleiben. "Das merke ich. Was für eine Hitze!", ächzte das Mädchen ein wenig schwer atmend zu ihm. 40 Grad im Schatten! Zur Hölle?! Das schlimmer als lebendig gekocht zu werden. Das war Dampfgaren auf höchsten Niveau. Ein Wunder, dass ihrer Wenigkeit nicht jetzt schon die Schweißperlen von der Stirn liefen. Was zum Teil wahrscheinlich dem Kleid zu verdanken war. So viel Beinfreiheit hatte sie selten gehabt. Hier war es ausnahmsweise Mal von Vorteil nicht selbst laufen zu müssen. Die Magierin befürchtete nämlich bei den Temperaturen ziemlich schnell außer Puste zu sein und sich hinsetzen zu müssen. Innerlich fragte sie sich kurzzeitig sogar, ob der Weg zu seinem Zimmer wirklich lange werden würde. War es doch zum Bad auch eine gehörige Strecke gewesen. Doch die angenehme Überraschung war in diesem Fall wirklich eine ziemlich geringe Reisezeit und ehe sie sich versah, stand sie mit dem Weißhaarigen vor einer großen Holztür. Das Mädchen staunte nicht schlecht über die Tür und als sich diese schließlich vor ihr öffneten und der Dschinn sie mit hineinnahm, kam sie aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Der Boden mit seinen Verzierungen, die Zimmereinrichtung mit den Möbeln aber vor allem...das Bett! Das Bett sah ja mal unglaublich einladend aus! Alles andere konnte man gerade als egal betrachten, eigentlich wollte sie sich nur noch dort zusammen mit Seth hineinfallen lassen. Sie schaute ihm fröhlich lächelnd entgegen, als er ihr stolz verkündete, dass sie beide hier nun erst einmal Hausen würden. "Es ist unglaublich Seth, so ein Luxus!", war das erste was sie ihm entgegen warf, während ihre Augen nun den ganzen Rest des Raumes einmal genauer unter die Lupe nahmen. "Ich hab noch nie zuvor so ein großes Schlafzimmer gesehen.". Sie war wirklich hin - und her gerissen von dem sich ihr darbietenden Anblick. Gleichzeitig aber fühlte sie sich hier total fehl am Platz. Es fühlte sich für die Blondine so an, als ob dies nicht ihre Welt wäre. War es ja auch nicht, es war seine. Aber darüber musste sie jetzt nicht sprechen. Was ihr allerdings jetzt auffiel, war das es hier ziemlich kühl drin war. Wundervoll, dachte sie sich als sie ihrem Freund langsam bis zum Bett folgte, wo er sich am Rand niedergelassen hatte. Er wirkte wie vorhin leicht in Gedanken versunken und starrte zeitweise aus dem Balkon des Zimmers heraus. Dabei wollte sie ihn natürlich nicht unterbrechen und blieb still vor ihm stehen und folgte zwischendurch seinem Blick.

"Ja, das hatte er angedeutet. Geh nur. Ich bleibe hier.", sprach sie ihm zu nachdem er ihr einen Kuss auf die Wange gedrückt hatte. "Und pass auf dich auf.". Die letzte Aussage kam wehmütig und besorgt klingend aus ihrem Mund in seine Richtung, als er sich schon an der Tür befand. Der Schock aus Isola steckte der Magierin immer noch tief in den Knochen und so richtig an den Gedanken gewöhnen, dass er allein durch die Gegend lief konnte sie sich immer noch nicht. Aber sie gab sich einen Ruck und versuchte sich dieses Mal keine Gedanken um ihn zu machen. Sie konnte immerhin nicht immer bei ihm sein und das wollte sie auch nicht. Zweisamkeit war zwar schön, aber ein wenig Freiraum musste man auch haben. Sie wollte immerhin einen eigenständigen Seth und kein Haustier an der Kette. Umgekehrt würde sie sich das auch nicht unbedingt gefallen lassen, es sei denn es wäre wirklich berechtigt gewesen. Naja...nun war sie erst einmal alleine im Zimmer und konnte erst einmal zu sich selbst zurückfinden, was auch nicht Lange dauerte. Sie dachte darüber nach, wann der perfekte Zeitpunkt dafür kommen würde ihn auf das alles hier anzusprechen und ihn, so schmerzhaft es auch war, mit der Frage zu konfrontieren ob sie hier oder auch in seinem Leben überhaupt noch einen Platz hätte. Denn so wie es schien, gab es bereits Pläne für den Dschinn innerhalb seiner Familie und nicht gerade sehr viel Großzügigkeit gegenüber Fremden. Aber nicht alle Gedanken in ihrem Kopf waren negativer Natur. Sie dachte ebenfalls über eine viel größere Zukunft mit ihm nach. Ob er wohl der Mensch für eine Familie wäre? Jetzt wo sie so darüber nachdachte, ihr würde es auf jeden Fall nicht widerstreben ein Kind zu haben - oder vielleicht mehrere. Bei dem Gedanken bildete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Vielleicht kam es ja sogar dazu. Wer weiß das schon?

Ihr Blick fiel nun zurück auf das Bett, auf welchem der Dschinn vorhin noch in Erinnerungen geschwelgt hatte und sie strich einmal vorsichtig mit der Hand darüber. Es fühlte sich unglaublich weich an! Wirklich geradezu einladend und das war es auch, was die Magierin jetzt machte. Sie setzte sich von ihrem Rollstuhl auf die Bettkante um. Auch sitzen tat man darauf unglaublich gut! Ein Gähnen entfuhr ihr. Wie lange Seth wohl noch brauchen würde? Er hatte doch sicher nichts dagegen, wenn sie das Bett schon einmal etwas in Beschlag nimmt, oder?  Somit entledigte sie sich dem ihren, vorher mühevoll angelegten, Kleid und legte es auf die Kante des Bettes, bevor sie sich nun mit mehreren Bewegungen unter die Decke beförderte und sich geradezu euphorisch hineinsinken ließ. Es war gar kein Vergleich zu dem was auf Isola im Waisenhaus war. Überhaupt kein Vergleich! Für einen Moment konnte sie sich ein Leben ohne dieses Bett gar nicht mehr vorstellen, doch die Müdigkeit in ihrem Körper vertrieb den Gedanken und schon bald döste die Blondine ab ins Reich der Träume. Nur, um wenige, gefühlte Sekunden später wieder aufzuwachen, weil eine regelrechte Welle durch das Bett ging. Langsam öffnete sie die Augen und starrte für einen Moment lang an die Decke des Raumes, ehe sie sich etwas schläfrig aufrichtete und einen weißhaarigen jungen Mann quer auf dem Bett liegend erblickte. Geradezu automatisch setzte sich ihr ein Lächeln aufs Gesicht, während sie eine ihrer Hände nahm um ihn über sein Haar zu streicheln. Noch ein wenig näher und er wäre ihr direkt auf dem Bauch gelandet. Konnte sie sich doch schon denken, dass er sich regelrecht hineingeschmissen hatte. Verübeln konnte sie es ihm auf jeden Fall nicht. Sie hätte es wohl auch getan. "Na, wie verlief das Gespräch mit deinem Vater?", fragte sie etwas sie etwas süß und verschlafen klingend in seine Richtung. "Oder möchtest du dich vielleicht erst einmal richtig hinlegen. Du siehst echt müde aus.~". Ihre Hand wanderte ein klein wenig seinen Nacken hinunter. "Oder möchtest du so liegen bleiben?~". Natürlich hatte sie keine Ahnung von dem inneren Konflikt, welcher gerade in seinem inneren Ablief und wie ihre Wenigkeit womöglich auf die Infos reagieren würde. Aber so gesehen musste er sich wohl im Moment keine Gedanken darüber machen, dass sie ihm den Kopf abreißen würde. Immerhin war sie gerade mehr als nur flauschig zu ihm.

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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   So 10 Jul 2016 - 16:38

Zunächst blieb ich ruhig, wusste ich doch dass jetzt ein weiteres unangenehmes Gespräch folgen müsste. Doch es gibt noch eine Möglichkeit das anders zu handhaben… indem ich sie anlüge. Ich konnte schon förmlich den kleinen Teufel auf meiner Schulter spüren, der mir zusprach, so würde ich weniger Ärger bekommen. Auf der anderen Schulter saß ein Engel, der erklärte, dass ich mir letztendlich doch nur selbst in den Hintern beißen werde. Dann merkte ich, wie sehr ich den Schlaf eigentlich brauchte und schloss kurzerhand einen Pakt mit dem Teufel. Ich erhob mein Gesicht und linste sie von unten herauf an. Sie hatte mir einen Haufen Fragen gestellt und auf die Frage ob ich schlafen wollen würde antwortete ich nun mit einem müden Brummen. Ich erhob mich auf alle Viere und krabbelte über Misaki, ließ mich dann so auf sie nieder, dass mein Gewicht nicht auf ihrem Körper, sondern auf meinen Gliedmaßen ruhte. Ich kuschelte mich praktisch in ihre Oberweite und verharrte für einen Augenblick mit vergrabenem Kopf so, ehe ich ihn gerade so weit erhob, dass ich ihr Gesicht sehen konnte. ”Du eignest dich äußerst gut als Kissen~” murmelte ich ihr nun entgegen und trug dabei ein schwaches Grinsen auf meinen Lippen. Ja, zu lügen erschien mir gerade als die entspanntere Lösung. Ich kann mir auch später noch Gedanken darüber machen, wie ich da wieder rauskomme. ”Heute Abend...” begann ich nun mit tief, müder Stimme. ”...findet ein Fest statt. Ich will, dass wir da zusammen hingehen, okay?” Langsam hob ich meine Hand bis an ihr Gesicht und streichelte ihr sanft über ihre Wange. ”Heh… du siehst süß aus.” Ein Kommentar, der mir eigentlich nur so raus rutschte. Ich war zu müde um jetzt noch irgendwie zu denken also senkte ich daraufhin wieder meinen Kopf und schloss die Augen. ”Wenn ich dir zu schwer werde, schubs mich einfach runter...” Von mir aus kann sie mich auch aus dem Bett werfen. Ich will nur nicht, dass sie unter meinem Gewicht zerquetscht wird. Es dauerte nicht lange, da war ich auch schon eingeschlafen.

Erst Stunden später erwachte ich wieder und befand mich nun neben Misaki. Sie schlief noch, also verließ ich leise den Raum. Wohin es mich trieb, wusste ich noch nicht, doch der Hunger leitete mich zur Küche. Neben unseren Bediensteten fand ich auch Mutter und Amarna dort. Das Essen für heute Abend sah verführerisch aus, doch mir wurde verboten davon zu naschen. Ich weiß nicht ob es mein Hundeblick oder das bedrohliche Knurren meines Magens war, aber die Damen der Schöpfung gaben mir eine Platte mit kleinen Snacks mit und die Info, dass sie Misaki später schön herausputzen wollen. Mich ebenfalls, hatte meine Mutter doch meine wilde Frisur bemängelt, doch ich gefalle mir so wie ich bin. Das muss reichen. Dann stattete ich meinen Brüdern einen kleinen Besuch ab, doch auch sie schienen alle Beschäftigt. Onuris und Vater übten sich im Schwertkampf, während Haroeris im Schatten einer Palme im Garten irgendwelche alten Schriften studierte und Huni spielte mit Rhajat und Rinkah und die beiden Damen sind mir nicht sehr geheuer also kehrte ich nach einem kurzen Abstecher in unsere Bibliothek auf mein Zimmer zurück. Ich nahm mir ein Beispiel an meinem kleinen Bruder und hatte mir ebenfalls etwas Lektüre mitgebracht. Schließlich bekam ich von Vater die Anweisung zu studieren, also kann ich auch sogleich damit anfangen. Ich informierte mich über meine Ahnen, was sie taten, wie sie regierten, um vielleicht einen Blick dafür zu bekommen, was richtig und was falsch ist. Spaß machte es nicht, aber so konnte ich etwas sinnvolles tun und in Misaki’s Nähe bleiben. Shantae und Apophis kamen zwischenzeitlich vorbei und brachten mir Tee. Erstmal konnte ich beobachten, dass die beiden wohl kein so gutes Team waren. Sie stritten, und das nicht leise, über die banalsten Dinge. Schließlich musste ich sie rausschmeißen, schlief doch Misaki noch in meinem Bett.

Ich blickte immer mal wieder rüber zu ihr wenn sie sich bewegte oder verschlafen seufzte. Sie ist ein Blickfang, selbst wenn sie nur schlief und leise atmete. Für einen Moment starrte ich sie nur an und sie sich ihre Brust langsam beim einatmen erhob und dann wieder absenkte. Ich nahm einen Zug aus meiner Pfeife und dachte darüber nach, ob sie wohl eine gute Ehefrau wäre. Sicherlich, da sprach nichts dagegen, aber würde sie sich auch als Mutter eignen? schließlich ist sie sanfter als sie sich zunächst einmal gab. Ich für meinen Teil liebe Kinder und ich will und muss meine Blutslinie irgendwann weiterführen! Ob und wann es mit uns so weit sein wird, kann ich noch nicht sagen… ob ich sie mal fragen sollte, wie sie zu sowas steht? Wäre das zu offensichtlich? Schließlich will ich sie nicht unter Druck setzen! Meine Gedanken schweiften ab und ich fragte mich, wie unser Leben wohl aussieht, wenn wir zusammen alt werden, allerdings… Trauer überkam mich, denn es ist gewiss, dass ich sie überleben werde… Eine Ewigkeit ist nur ein Wimpernschlag im Leben eines Dschinns. Dasheißt, wenn sie kleiner wird und Falten bekommt werde ich noch immer so aussehen wie jetzt. Womöglich werde ich auch meine Kinder überleben und ich weiß nicht, ob ich das verkraften würde. In diesem Moment erhob ich mich und kniete auf dem Boden neben Misaki nieder. Ich streichelte sanft ihren Kopf und beobachtete sie weiter. Die Zeit wird so schnell vergehen… wir müssen jeden Moment zusammen wertschätzen und festhalten. Ich erinnerte mich an ihre Worte heute Morgen im Bad und war mir sicher, dass sie behütet werden muss. Es gibt keine Aufgabe die ich lieber übernehmen würde als diese. Es gibt einen Weg immer für sie da zu sein, sie vor jedem noch so starken Zauber zu beschützen, sie immer zu hören, egal wo ich bin. Meine Hand strich ihr sanft über die Wange. Ich werde sie heute Nacht fragen. Für’s erste, sollte ich mit dem Training anfangen, doch ich schätze das kann auch bis Morgen warten. Ich begab mich zurück an meinen Tisch und setzte meine Studie fort. Süßer Weihrauch erfüllte den Raum, das Wasser rauschte vor meinem Fenster. Ab und zu klapperte meine Tasse beim Abstellen und die Pergamentseiten raschelten beim umschlagen.

Als ich zur Hälfte durch den Wälzer war vernahm ich abermals ein Geräusch von Misaki, diesmal schein sie wach zu werden und ich wurde erfüllt von Erleichterung. Und ich wartete, bis sie mich erblickte ehe ich ihr zurückhaltend vom Tisch aus zuwinkte. Ein friedvollen Lächeln schmückte meine Lippen und ich hatte beim Lesen meinen Kopf auf meine Hand gestützt. ”Na? Ausgeschlafen?” fragte ich zunächst, ehe ich mich schließlich aufrichtete und zu ihr rüber ging. Ich ließ mich neben ihr auf dem Bett nieder und streichelte abermals ihre Wange. ”Du hast geschlafen wie ein Baby, das sah richtig niedlich aus.” schwärmte ich zunächst und meine Gedanken schweiften abermals zum Thema Kinder ab. Viel Fragen brannten mir auf der Zunge, aber das muss alles warten! ”Alles klar bei dir? Hast du Durst?” fragte ich nun mit sanfter Stimme hinterher und deutete zum Tisch. ”Ich hab Tee und Früchte da, wenn du magst…?” Wenn sie so vor mir sehe will ich sie am liebsten einmal komplett durch knuddeln, aber ich fürchte das wäre etwas zu übertrieben. Nicht, dass ich nicht jetzt schon ein bisschen zu verliebt erschien. Ich fragte mich ob ich jemals wieder eine Gemeinheit in ihr Gesicht sagen kann, wie noch vor ein paar Tagen. Wirklich ernst gemeint habe ich keine einzige davon, doch sie wusste es nicht… jetzt sieht die Sache schon etwas ernster aus. ”Es ist jetzt übrigens fünf Uhr. Amarna wollten dich noch sprechen.” berichtete ich und überlegte rasch. ”Achja, zieh dir Schuhe an, wenn du raus gehst! Sonst verbrennst du dir die Füße.” Ich kam mir gerade ein wenig zu sehr wie ein besorgter Vater vor… Am liebsten würde ich mit ihr mitgehen, doch sie ist ihre eigene Frau. Ich könnte vom Glück sprechen, dass mein Zimmer der Schattenseite zugeneigt ist. Die Luft hier drin ist zwar mittlerweile auch etwas drückend geworden, doch es wäre um einiges schlimmer, würde ich die heiße Luft von draußen oder die Sonne hier rein lassen. Die Fenster auf den Gängen des Palastes sind nicht verschließbar also kommt dort schon eine beträchtliche Menge Wüstenluft durch, würde sie aber ohne Schuhe den Haupttrakt betreten, würde sie sich sofort ihre Fußsolen am heißen Stein verbrennen! Wir alle haben diese Erfahrung schon einmal gemacht, doch ich versuche sie davor zu bewahren. ”Ich schätze ich sollte dann mal Mutter aufsuchen.” Ein Seufzen entglitt mir. Wer weiß, vielleicht werde ich mit gebändigten Haaren doch etwas attraktiver für Misaki, waren die Flusen, die mir jetzt ohne Haarreif im Gesicht hingen gerade beim Lesen doch sehr nervig. Für einen Augenblick musterte ich Misaki’s Gesicht schweigend, ehe ich mich zu ihr herunter lehnte und ihr einen kleinen Kuss auf den Mund gab. ”Lass es ruhig angehen, ja?” war ein letzter Rat, den ich ihr zu murmelte.
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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   So 10 Jul 2016 - 22:08

Einen kleinen Moment verweilte die Blondine dort mit einer Hand aufgerichtet im Bett. Ihre andere Hand immer noch sanft seinen Hinterkopf streichelnd und ein Lächeln zierte ihre Lippen. Es war wirklich ein süßer Anblick wie er dort vor ihr lag, fertig mit sich und der Welt. Das er allerdings nicht auf ihre Fragen antwortete, machte sie schon ein klein wenig stutzig. Aber sie war sich sicher, wenn es etwas Bedrückendes gewesen wäre, dann hätte er es ihr sicherlich gesagt. Immerhin war er doch eine ehrliche Haut. Dies war unter anderem auch der Grund warum sie ihm mit seinem Brummen passieren ließ, welches trotzdem mehr entgegen der Decke als ihr entgegen gerichtet war. "Na gut..~", flüsterte sie ihm sanft zu, während er dort noch langsam lag, "...dann komm her du übermüdeter Haufen Elend.". Er folgte und erhob sich langsam und schleppend auf alle viere, krabbelte über sie und ließ sich dann überraschend auf ihren Oberkörper fallen. Ihr Überraschter Gesichtsausdruck zeugte im ersten Moment davon,l dass sie nicht so wirklich damit gerechnet hatte. Eher hatte sie von ihm erwartet, dass er sich neben sie legen würde. Aber das war natürlich auch eine Methode. Sie ließ sich gleichzeitige mit seiner Aktion auch wieder vollends auf die Matratze des Betts sinken. "Ein gutes Kissen, mh?", erwiderte sie doch etwas grinsend, als sie seinen Kopf auf sich liegen hatte und begann erneut, seinen Hinterkopf mit einer ihrer Hände zu streicheln und langsam durch seine Zotteln zu wuscheln. "Dann genieße das Kissen..~", hauchte sie ihm entgegen und trug ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, während sie ihn nahezu glücklich und zufrieden mit ihren gelben Augen beäugte. Anschließend folgte ein bestätigendes, melodisches Summen von ihr auf seine Äußerung mit dem Fest. "Natürlich werden wir das, ich werde dort garantiert nicht ohne dich auftauchen...". Ein kleines Lachen entfloh aus ihrem Mund und dieses Lachen wurde noch etwas verlängert, nachdem sich der Weißhaarige aus ihrer Oberweite entfernt hatte, ihr die Wange strich und gleichzeitige erwähnte, wie süß sie doch gerade aussehe. Besonders, das er sich danach wieder in ihren Oberkörper sinken ließ, belustigte sie wirklich ungemein. "Dann solltest du dich aber beeilen, süße Sachen sollte man möglichst schnell vernaschen.~", kommentierte sie dieses und hatte mittlerweile aufgehört durch seine Haare zu wuscheln. "Aber ich denke in diesem Falle reicht auch in der Nähe sein.". Mit diesen Worten schloss sie ebenfalls wieder die Augen und ließ sich, zwar etwas langsam aber dennoch stetig, ins Reich der Träume transportieren.

Wie sie sich im Schlaf dann ihrer Belastung auf dem Brustkorb entledigte, merkte die Blondine gar nicht. Sie drehte sich anscheinend im Schlaf ein klein wenig zur Seite und schaffte es so, den Weißhaarigen hinunter von ihrer Oberweite, seitlich neben ihr auf die Matratze zu befördern. Danach verfiel die Magierin wieder in ihren sanften und ruhigen Schlaf. Jeder der Misaki gut kannte wusste, dass sie nun ohne Probleme womöglich den ganzen Tag so verpennen könnte. Was wohl auch der Grund dafür war, dass Seth sich früher als ihre Wenigkeit wieder in der Realität wiederfand. Sie schien das allerdings wenig zu stören. Wie ein Baby lag sie weiterhin still und Regungslos dort und holte wohl die Erholung nach, welche ihr auf dem Kamel und bei der Suche nach Seth verwehrt geblieben war. Was dafür sorgte, dass nicht einmal die Streitereien von Shantae und Apophis dafür sorgten, dass sie auch nur im Entferntesten ihre Augen öffnete. Seth hätte sie nicht einmal mehr rausschmeißen müssen, letzten Endes hätte die Blondine einfach weiter geschlafen. Träumen allerdings, tat sie im Moment nicht wirklich. Etwas, worüber sie nach ihrem Aufwachen wohl auch sehr dankbar wäre. Denn ihre Träume waren zu 3/4 immer irgendwelche schlechten, wo sie meistens kurz vor dem Sterben war, oder irgendetwas anderes für sie schreckliches Platz fand. Dementsprechend ruhig blieb sie auch während ihres gesamten Erholungsprozesses und gab, von außen her gesehen, nur ab und zu ein kleines Seufzen von sich und bewegte sich ab und zu ein wenig in dem wunderschönen, federweichen Bett hin und her. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihrem Gesicht als der Dschinn ihr langsam und sanft den Kopf streichelte. In ihrem Schlaf äußerte sich sogar hin und wieder ein kleines Kichern aus ihrem Mund, während ihre Augen aber weiterhin fest verschlossen blieben.  

Letzen Endes war es der Geruch von Weihrauch, welcher ihr in die Nase stieg und sie nach und nach aus ihrem Schlaf riss. Man konnte sagen der Süße Geruch weckte ein klein wenig den Hunger auf Süßigkeiten in ihrem Kopf. Ein Verlangen das natürlich viel wichtiger war als Schlaf! Wann hatte sie immerhin das letzte Mal wirklich aktiv Süßigkeiten zu sich genommen? Es war zumindest schon viel zu lange her. So ließ das noch schlafende Mädchen erst einmal ein müdes "Mhhhhh." von ihrer Seite aus verlauten, bevor sich ihre Augen langsam aber sicher zu öffnen begannen. Einen Moment lang lag Misaki dann nur Regungslos im Bett, schaute an die Decke und wunderte sich erst ein paar Momente später, warum sie keine so drückende Last mehr auf sich liegen hatte. "Seth..?", kam es etwas verschlafend fragend schließlich aus ihrem Mund hervor und sie schaute sich nun mit langsamen Kopfbewegungen im Bett um. Zuerst dachte sie, er wäre einfach gegangen und hätte noch etwas zu erledigen. Oder noch schlimmer, sie hatte die Feier verschlafen. Aber im nächsten Moment schon erblickte sie den Dschinn vor einem Wälzer sitzend an seinem Schreibtisch und wie er gerade dabei war etwas zu lesen und sie letzten Endes freudig begrüßte. "Ja, das hab ich.~", murmelte sie ihm zu, während sie sich noch einmal ausgiebig in dem Weichen Bett rekelte und ihn anschließend mit ihrem Blick fixierte. Vorerst blieb sie noch so im Bett liegen. Gab es doch keinen Grund im Moment sofort aufzustehen, gerade weil auch der Weißhaarige gerade eine ziemlich ruhige Stimmung verbreitete und alles was sie ihm nun entgegen warf, war ein verliebtes Lächeln während er ihr sanft über die Wange strich. "Du beobachtest mich also auch beim Schlafen, mh?~", warf sie ihm zurück und ergriff seine Hand mit der ihren. Für einen Moment genoss sie den Moment auch einfach nur und hielt den Blickkontakt zu ihm. "Mir geht es gut Seth...ich werde mich bei der Feier dann satt trinken und essen. Mach dir also keine Sorgen, ja?~", betonte sie und lehnte somit sein Angebot indirekt ab. Klar, sie hatte schon etwas Hunger und Durst. Aber das würde sie bis heute Abend auch noch aushalten. Immerhin war sie schon relativ robust und konnte das auch ab, so glaubte sie zumindest. Zwar ein wenig ignorant, wenn man das erste Mal in Ägypten war, aber hey! So war sie eben.

Allerdings war dort neben diesem Argument noch etwas in seinem Kopf, während er sie so ansah. Es war, als würde sich der Dschinn gerade zu irgendetwas Gedanken machen und das äußerte sich ihm gegenüber mit einer Fragenden Mimik. Aber eine Frage formulieren tat sie in diesem Moment nicht. Vielmehr versuchte sie selbst zu überlegen, was in ihm vorgehen könnte. Sie versuchte sich in ihn hineinzufühlen. Aber es gab gerade einfach keine Anhaltspunkte um eine wirklich effiziente Aussage darüber zu treffen. Ihre Mimik löste sich auch dementsprechend wieder in einem entspannten, zufriedenen Lächeln auf. Umso länger sie beide hier waren und sich ansahen, umso glücklicher wurde Misaki innerlich und das erfüllte sie wiederum mit sehr viel Freude. Umso überraschter war sie, als er ihr mitteilte das Amarna sie sehen wollte. "Amarna?", fragte sie nun und blickte ihm entgegen. Warum sollte Amarna sie unbedingt sehen wollen? Gab es dafür einen triftigen Grund? Gut, sie hatte ihr immerhin auch dieses wunderschöne, weiße Kleid im Bad da gelassen, aber jetzt auch noch zusätzlich? "Was möchte sie denn von mir?", fragte sie dementsprechend heraus und blickte ihm mit ihren gelben Augen etwas fragend entgegen. Das beschäftigte sie gerade auch schon so sehr, dass die Info mit den Schuhen auch mehr oder weniger ein klein wenig unwichtig für sie wurde. Sie nahm es, selbstverständlich, mit einer leichten Kopfbewegung zur Kenntnis. Aber dazu äußern, wie zu fast jeder Aussage von ihm, tat sie sich nicht. Seine Hand aber hielt sie immer noch in der ihren. Die Blondine spürte die Aufbruchsstimmung in ihm, wirkte er doch ein klein wenig unruhig auf sie. Denn wenn sie zu Amarna musste, so war es wahrscheinlich, dass er wohl auch zu jemandem gerufen wurde. Etwas, das sich verdeutlichte als er sich letzten Endes zu ihr herunter beugte und ihr, das erste Mal seit ihrem Geständnis, einen flüchtigen kuss auf den Mund gab.

Dieses Mal allerdings, reagierte die Magierin etwas schneller als er es wohl erwartet hätte. Falls er überhaupt gerade mit einer Aktion ihrerseits rechnete. Innerhalb von wenigen Sekunden legte sie ihre beiden Hände an sein Gesicht und zog ihn, ohne auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln auf Mundhöhe und küsste ihn einmal kurz und schnell erneut auf den Mund. Allerdings ohne dabei zu harsch zu sein, die Sinnlichkeit dahinter war durchaus zu erkennen. Sie schaute ihm lächelnd in die Augen als sie ihn noch ein kleines bisschen so vor ihrem Gesicht festhielt. "Ich bin die Ruhe in Person...~", flüsterte sie ihm sanft entgegen während ihre Augen sein Gesicht abtasteten, "...würdest du mir aber vorher noch sagen wo ich Amarna finde, bevor ich dich entlasse? Ansonsten könnte ich mich in diesem riesigen Gebäude verlaufen.~". Misaki kicherte einmal ganz kurz verspielt in sein Gesicht. "Ich liebe diesen süßen Duft an dir...~". Mit diesem letzten, sinnlich geflüsterten Satz sanken ihre Hände von seinem Gesicht hinunter zurück auf das Bett. Dort verweilte sie nun. Gleich, sobald er losgegangen war, würde sie sich dann auch fertig machen und sich zu Amarna begeben.

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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Mo 11 Jul 2016 - 10:13

Es war schon süß anzusehen, dass sie sofort nach dem Aufstehen nach mir suchte. Wie ein Kätzchen lag sie vor mir und blickte mich voller Hingabe an. ”Du bist eben tausend Mal interessanter als jedes Buch der Welt.” Kein großer Trost, wenn man bedenkt, wie langweilig Bücher eigentlich sind. Nunja, andererseits hatte ich nie Zeit irgendwelche Geschichten zu lesen. Jedes Buch, was ich jemals in den Händen hatte, war entweder ein Schulbuch oder eben sowas wie das, wo ich mich momentan durcharbeite. Misaki lehnte mein Angebot nach Essen und Trinken ab und ich blickte ihr für einen Moment schweigend und besorgt ins Gesicht. ”Bist du sicher…?” Es ist fatal in so einem Klima nicht genug zu trinken! ”Du weißt, ich erfülle dir jeden Wunsch! Du musst es nur sagen.” Ein inneres Seufzen entglitt mir. Wenn sie mir dehydriert, drehe ich ihre den Hals um! Ich durchwuschelte ihr Betthaar und setzte ein unsicheres Lächeln auf. ”Pass bitte auf dich auf, ja…? Ich will dich nicht so bald schon wieder verliren...” Der letzte Teil meiner Aussage war eher leise zu mich selbst gemurmelt anstatt an sie gerichtet. Was würde es für einen Sinn machen Fenuku und alle anderen Schwierigkeiten zu überleben aber letztendlich von Ra höchtpersönlich dahingerafft zu werden? Ich hoffe sie weiß, was sie tut. Ich musterte ihre weiße Haut und überlegte. ”Vergiss nicht im Schatten zu bleiben wenn du raus gehst...” sprach ich schon fast ein wenig geistesabwesend und setzte kurz darauf wieder ein kleines Lächeln auf.

Misaki wunderte sich nicht schlecht über Amarna`s Annäherungsversuche. Mich hat es weitaus weniger überrascht. Mein Schwesterchen ist ebend eine sehr freundliche Seele. Ich bin mir sicher sie wünscht uns nur das Beste und solange ich Misaki liebe, wird sie versuchen, sich ebenfalls mit ihr anzufreunden. ”Hm, ja… keine Ahnung.” antwortete ich schulternzuckend auf Misaki`s Frage, was Amarna von ihr wolle. ”Mädchenkram? Ich denke, es wird wohl etwas mit dem Fest heute Abend zu tun haben.” Ich überlegte, was die kleine mit ihr wohl vor hatte und mir entfuhr ein kleines Lachen. ”Vielleicht will sie mit dir Kleider shoppen gehen, Maniküre, Pediküre und dann noch ab zum Stylisten, damit ihr die Ballköniginnen heute Abend seid!” Ich nahm sie offensichtlich auf den Arm, aber soetwas in der Art würde ich schon von Amarna erwarten. ”Nein, im Ernst jetzt, ich glaube ihre werdet gut miteinander klar kommen.” Ich nickte selbstsicher und wollte mich verabschieden, da machte sie mir mit ihrem Kuss einen Strich durch die Rechnung. ”Uhhh… Du machst es mir nicht leicht, dich alleine zu lassen, Misaki...” murrte ich ihr schmollend zu, richtete mich dann allerdings doch wieder auf. Ich sollte Mutter nicht länger warten lassen. In Sachen Hitzigkeit ist sie vielleicht sogar noch schlimmer als Misaki. Sie würden mir wahrscheinlich beide den Kopf abreißen, wenn ich zu spät zu einer Verabredung komme. ”Also dann, um 7 Uhr solls losgehen. Wenn wir uns vorher nicht mehr sehen, treffen wir uns am Thronsaal? Du weißt noch wo der ist, oder?” Sorge schwang mit, schon wieder. Nach 10 Jahren Abwesenheit hatte auch ich Problem mich in allen Teilen des Palastes zu orientieren. Ich hoffe Misaki wird sich nicht verirren. Das sprach Misaki nun auch an und ich zog eine Augenbraue hoch. ”Seh ich aus, wie ein GPS-Tracker?” Nungut, vielleicht war das etwas zu harsch, also überlegte ich. ”Hm… vielleicht ist sie in der Küche? Oder im Garten?” Sie könnte wirklich überall sein! ”Pass auf, ich werde sie zu dir schicken lassen, okay?” beschloss ich letztendlich. Warum alleine suchen, wenn man einfach die Wachen damit beauftragen kann? Ein Lächeln erschien abermals auf meinen Lippen und ich stand vom Bett auf. ”Lass dir also Zeit!” Ein kleiner Tipp am Rande. Nun wechselte sie plötzlich das Thema und sprach den süßen Weihrauchduft an mir an. HAtte sie es auch endlich bemerkt! ”Indischer Weihrauch!” Mit einem Fingerzeig deutete ich auf sie und grinste stolz vor mich hin. ”Das ist das Zeug, was ich in der Pfeife rauche.” Ob sie den Geruch nun immer noch so toll findet? ”Das ist mein absoluter Lieblingsduft.” Kein Witz, es gab nichts, was ich lieber rieche! Vielleicht wurde mir das schon in die Wiege gelegt, weil wirklich alles in diesem Gebäude, wenn auch nur ganz dezent, nach Weihrauch riecht. Ich schätze, da das mein normaler Körpergeruch ist, fungiere ich als natürliches Räucherwerk. Gut für Misaki, denn sie mag ihn ebenfalls. Schon hielt ich meine Goldpfeife in der Hand und atmete den süßen Rauch ein. ”Ich würd dir ja einen Zug anbieten, aber ich glaube wenn ich das tue reißt du mir den Kopf ab.” So abgeneigt wie sie dazu stand würde mich das nicht wundern. Mit einem dreisten Grinsen landete das Teil nun in meinem Mund und ich begab mich zur Tür. ”Wenn was ist, frag einfach nach mir!” meinte ich, als ich die Tür aufschwang und den Raum verlasse.

Ich ließ mir Zeit auf meinem Weg, war ich doch nicht gerade heiß darauf, mich von meienr Mutter stylen zu lassen. Ich sagte den Wachen, die ich unterwegs Bescheid, sie sollen Amarna auf mein Zimmer schicken, dann stand ich auch schon bald vor meiner Mutter. Wie sollte es auch anders sein, sie meckerte darüber, dass ich rauchte, dann darüber, dass ich unmöglich aussehe und dann schleppte sie mich zum königlichen Barbier. Zuerst mussten meine Haare dran glauben. Ganze 10 Zentimeter wurden mir weggeschnitten, letztendlich fühlte ich mich richtig nackt um den Hals herum. Dann glaubten meine Augenbrauen dran, hielt ich es doch bisher nie für nötig sie in Form zu halten. Wer achtet denn schon auf sowas? Laut meiner Mutter, jede Frau. Dass es mir egal ist, ob ich den Frauen gefalle oder nicht wollte sie nicht einmal hören. Ich wurde dann so gründlich abgeschruppt, dass sich keine tote Zelle und kein loses Haar mehr auf meiner Haut befand. Anscheinend beschwerte ich mich so sehr über das Brennen auf meiner Haut, dass Mutter mitleid bekam und Haroeris und Onuris ebenfalls zum Barbier orderte. Ein schwacher Trost, wirklich, denn nun litten wir lediglich zu dritt, der Kleinste wurde nämlich unfairerweise verschont. Ich bekam einen Liedstrich und wurde gepudert und letztendlich so vollparfümiert, dass ich meinen süßen Duft komplett verlor. Zugegeben, ich sah nicht schlecht aus, aber ich hätte auch drauf verzichten können. Mein Leid war aber immernoch nicht vorbei, denn Mutter wollte mich noch komplett neu einkleiden. Das dauerte fast eine ganze Stunde, kümmerte sie sich doch um mich, Onuris und Haroeris gleichzeitig. Letztendlich trugen wir alle eine Robe mit Gürteln in verschiedenen Farben. Rot für mich, Blau für Haroeris und Grün für meinen Zwilling. Der schwere Goldklunker durfte natürlich nicht fehlen und dann wurde ich auch endlich entlassen. (siehe derzeitiges Outfit)

Viel Zeit für mich hatte ich nicht mehr, denn es war schon kurz vor sieben als ich und meine Brüder auf dem Gang vor dem Thronsaal waren. Bedrücktes Schweigen hing über uns. Ich fragte mich, ob es Misaki mit Amarna wohl besser ergangen war…? Ein dumpfes Knurren ertönte und Onuris fing sogleich an zu jammern. ”Bwaaah! Ich hab Hunger!” ”Hör auf zu jammern, du bist nicht der einzige.” ”Lass deine schlechte Laune nicht an mir aus.” ”Du hast mich noch nie schlecht gelaunt erlebt, Bruder.” Ich stand mittendrin und machte einen Schritt nach vorne, unterbrach somit den Blickkontakt zwischen den beiden. ”Hört auf zu streiten und benehmt euch bitte eures Alters entsprechend.” Zugegeben, ich war auch nicht gerade glücklich doch ich nahm mir immernoch raus ein Machtwort sprechen zu dürfen, als großer Bruder. Du hast mir gar nichts zu sagen.” Mein kleiner Bruder drehte störrisch seinen Kopf zur Seite weg. ”Haroeris, bitte-” ”Nein! Was glaubst du eigentlich wer du bist?” Onuris blickte ihr genauso verwundert an wie auch ich und Haroeris stapfte los. ”Bist 7 Jahre lang weg und meinst dann, mir Vorschriften machen zu können! Wer`s glaubt!” wetterte er als er den Gang hinunter lief und mich und Onuris in einer Staubwolke zurück ließ. Ernüchternd, wirklich… war er doch früher so ein Engel gewesen. Ich hoffte, es sind die Hormone, allerdings zweifelte ich langsam selbst an dieser Möglichkeit.

”Er hasst mich...” murmelte ich und Onuris klopfte mir ermutigend auf die Schulter. ”Nicht doch, nicht doch!” begann er und setzte ein unsicheres Lächeln auf. ”Es ist nur seltsam für uns, dich plötzlich wieder bei uns zu haben! Schließlich dachte er, er würde dich nie wieder sehen.” Ich blickte zu Onuris auf und musterte seine Augen. ”Du etwa nicht…?” Er schien überrascht über diese Frage. ”Mein Bruder, ich habe immer an dich geglaubt.” Er jetzt setzte er ein warmes Lächeln auf. ”Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass du irgendwann zu uns zurückkehrst!” Ich fühlte mich plötzlich echt schlecht, war es doch nie meine Absicht zurückzukehren… ”K-klar… danke...” wirklich überzeugend kam das nicht rüber und selbst mein Bruder merkte das. ”Hey, mach dir keine Gedanken um Toth! Heute wird gefeiert!” Er legte seinen Arm um meine Schulter und drückte mich an sich. ”Wir trinken auf den verlorenen Sohn und den neuen Pharaoh!” ”S-Sag das nicht so laut, bitte…!” bat ich, wusste ich doch nicht ob Misaki ind er Nähe war, auch wenn sie diese Aussage wohl nicht zu 100% auf mich beziehen könnte. ”Hör auf zu stottern, was ist aus meinem großen Bruder geworden?” Er hatte mich bei den Schultern gepackt und schüttelte mich so sehr durch, dass mir mein Haarreif fast vom Kopf fiel. ”Seth!” Noch immer hatte er mich bei den Schultern und er zog mich so nahe an sein Gesicht ran, dass ich seinen bittersüßen Brombeerduft wahrnehmen konnte. ”Es gibt Alkohol und Frauen, heut Nacht hast du gefälligst deinen Spaß, okay?” Ich verzog mein Gesicht auf seine Aussage hin und windete mich aus seinem Griff heraus. ”Ich will aber keine anderen Frauen! Und Alkohol brauch ich auch nicht!” ”Seth!” Wieder packte er mich und zog mich zu sich heran. ”Du weißt schon, dass du sie alle haben kannst, oder? Shantae hat es voll auf dich abgesehen, willst du dir so eine etwa entgehen lassen??” Er war so exzentrisch, dass es mir gerade einw enig Angst einjagte. ”Shantae hat…?” Ungläubigkeit herrschte zunächst, doch ihr Verhalten könnte man durchaus so deuten, ja. Das ist aber jetzt überhaupt nicht wichtig! ”Ja, ich will sie mir entgehen lassen! Ich hab Misaki!” Onuris musterte mich zunächst suspekt, ließ dann von mir ab. ”Heißt das, ich darf Shantae haben...?” Ich richtete meinen Haarreif und blickte verdutzt zu ihm hoch. ”Von mir aus...” Onuris freute sich sichtlich, machte er doch fast schon Freudensprünge und machte meine Großzügigkeit Komplimente. Kurz darauf verschwand er in seine Gedankenwelt und ich lehnte neben ihm an der Wand, auf Misaki wartend. Doch, ich bin schon dankbar dafür, dass mein Bruder noch immer für mich da ist. Haroeris aber gibt mir zu denken. Ich erinnere mich daran, immer sein Anlaufpunkt gewesen zu sein. Wenn er Angst hatte oder er sich mit irgendwem gestritten hatte, wenn er sich verletzt hatte, ich war immer der einzige, der seine Tränen trocknen konnte. Wenn er einen bösen Traum hatte oder es draußen Gewitterte flüchtete er sich stets zu mir. War das etwa alles bedeutungslos…? Sehr betrübt blickte ich auf den Boden vor mir und dachte über unsere gemeinsame Vergangenheit nach. Ich hatte immer den Anschein, als hätte er mich so sehr geliebt, wie ich ihn… war das etwa nur eine Illusion? Ist das alles weg, nur weil ich abhanden gekommen war? Ich war so in meine Gedanken vertieft, dass ich Misaki und Amarna zunächst nicht kommen sah. Erst Onuris machte mcih auf die beiden Damen aufmerksam.
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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Di 12 Jul 2016 - 19:57

Die Blondine schmunzelte auf den Kommentar des Weißhaarigen hin. Sie war also interessanter als jedes Buch der Welt? Wirklich jedes? Na, wenn das kein Kompliment war, dann wusste sie auch nicht. Immerhin gab es durchaus ziemlich gute Bücher auf der Welt. Dennoch, dieses Kompliment war ihm wahrscheinlich eh nur eingefallen, weil er gerade selbst am Lesen war. Aber Kompliment war eben Kompliment und über so etwas beschwert man sich nicht. Also beließ es die Magierin auch bei dem Schmunzeln und widmete sich seinen nächsten Fragen, welche er ihr gestellt hatte. Aber ihre Antwort darauf schien ihm nicht so wirklich zu gefallen. Seine Mimik machte keinen Hehl daraus, dass er wohl nicht gerade sehr begeistert von ihrer Entscheidung war. Ganz besonders der letzte Part seiner Aussage, welche wohl mehr zu ihm selbst ging als zu ihr, erweckte dann doch ihre Aufmerksamkeit. Aber dort allein war noch lange nicht Schluss. Er war gerade äußerst protektiv ihr gegenüber, das bemerkte sie und deswegen bekam er von ihr in diesem Moment auch ein Trost spendendes Lächeln zugeworfen. "Mach dir keine Sorgen...ich komme schon zurecht.~", wiederholte sie sich einfach nochmals und bemühte sich dieses mal dabei wirklich ernst zu klingen und dabei noch sanft in der Stimme zu bleiben. Er konnte sie ruhig schon beim Wort nehmen. Immerhin war sie ja kein Kind mehr. "Und den Ratschlag mit dem Schatten werde ich mir sehr zu herzen nehmen.". Dieser Zusatz war ihr in diesem Moment wichtig. Schließlich wollte sie nicht wirken als on sie ihm nicht mehr zuhören würde. Aber der Eindruck war, so schien es zumindest, auch nicht entstanden.

Auf ihre nächste Frage hin aber reagierte ihr der Dschinn doch etwas schnippisch. Allein die Aussage "Mädchenkram" deutete schon mehr als genug an, dass er wohl auch keine Ahnung hatte und damit ließ es Misaki dann auch gut sein. Es würde sowieso nichts bringen jetzt noch weiter nachzuhaken. Ein Gedankengang der sich auf den ersten Augenblick hin auszahlte. Denn danach rückte Seth dann doch mit ein wenig mehr Informationen heraus und die Blondine staunte nicht schlecht über seine ganzen Fachbegriffe, welche er gerade kreuz und quer durch den Raum warf. Allerdings war da dieser Unterton von ihm, welcher ihr ganz klar signalisierte das er auch das einfach nur so daher sagte. Sie lachte, als er mit der Aussage sie würden gut miteinender auskommen das Gespräch zum Schluss brachte. "Ja, daran habe ich wohl kein Zweifel. Gerade sie wird diese von dir benutzten Wörter wahrscheinlich auch in der Anwendung beherrschen.~". Wer hatte gesagt das sie ihn nicht auch ein klein wenig dafür necken durfte? Immerhin führte er einen Teil der Prozedur gerade ins Lächerliche, welcher sie sich jeden Morgen Unterzog. Naja, bis auf das shoppen. Man würde sei auch ziemlich blöd anschauen, wenn sie um sieben Uhr morgens schon bei den Kleidungsgeschäften auftauchen würde um Sachen anzuprobieren. Abgesehen davon würde dann wieder aller Augenmerk auf sie gerichtet sein, dementsprechend würde es auch niemals zu so einer Aktion ihrerseits kommen! Niemals! An diesem Punkt unterbrach der Kuss von ihm ihren Gedankengang in dieser Richtung und ihr Nachgesetzter, zweiter, Kuss ließ ihm ein schmollen auf dem Gesicht erscheinen. "Ich muss dir ja zeigen, was du die ganze Zeit vermissen wirst. Sonst wertschätzt du es ja nicht.~", hauchte sie ihm verliebt entgegen und grinste ihn dabei schelmisch und ein klein wenig triumphierend an. Aber letzten Endes reichte es trotzdem nicht um ihn ganz bei sich zu behalten. Was wahrscheinlich auch besser so war. Denn immerhin hatte er ja auch noch etwas vor, wie er jetzt extra nochmal betonte. "Ich werde dich schon finden! Und jetzt geh, bevor ich dir die Pfeife in den Hals stecke!" . Am liebsten hätte sie ihm noch ein Kissen hinterhergeworfen, aber dafür war sie gerade immer noch ein klein wenig zu müde. Außerdem, so war ihr zweiter Gedanke, hatte sie selbst dann ein Kissen weniger im Bett. Was natürlich ebenfalls ein großer Nachteil war. Zumindest für ihre Wenigkeit.

Umso schöner war es, dass Seth meinte Amarna direkt zu ihr auf Zimmer schicken zu lassen. Das Leben konnte so schön sein! Immerhin konnte sie sich so noch ein klein wenig im Bett wälzen und so dem Fakt ein weiteres Mal entgehen, dass sie ihre Beine immer noch nicht bewegen konnte. Wobei sie befürchtete, dass ihre Forschungen zu Flüchen sowieso noch etwas länger brauchen würden, um einen wirklichen Durchbruch zu erzielen. Immerhin forschte sie jetzt schon seit guten drei Jahren an einer Lösung des Problems. Aber naja, was solls. Jetzt hieß es warten bis Amarna da war. Jedoch hegten sie kurz danach schon ein paar kleine Gewissensbisse. Was, wenn das Mädchen jetzt aufs Zimmer kam und sie lag einfach bequem im Bett herum. Kein guter Eindruck. Vor allem, da war sie sich sicher, Amarna redete bestimmt gerne mit Seth über alles Mögliche. Da wäre so eine schnell entstandene Objektive Meinung Kontra-Produktiv. Also quälte sich die Blondine wohl oder übel in eine sitzende Position und setzte sich mit ihren Beinen auf die Bettkante um, wo sie dann schließlich, den Blick gespannt entgegen der Tür gerichtet, wartete. Es dauerte ein bisschen und für einen kurzen Moment dachte die Magierin darüber nach, sich wieder ins Bett zu legen. Doch da vernahm sie ein leises Klopfen von der Tür ausgehend. "Herein!", reif sie zum Eingang hinüber und daraufhin bewegte sich auch die Klinke nach unten. Zögerlich öffnete sich dann die Tür und das schwarzhaarige Mädchen trat ein. Misaki entgegnete ihrem Blickkontakt mit einem Lächeln. "Du wolltest mich sprechen?", fragte die Blondine schließlich und schaute ihr erwartungsvoll entgegen. Klar, Seth hatte ihr gesagt was nun grob auf dem Plan stand, aber von Amarna persönlich wollte sie es auch nochmal hören, was hoffentlich nicht gerade zu gemein war. "J-Ja...ich wollte dir beim zurechtmachen für die große Feier helfen!", äußerte sich die Schwarzhaarige zuerst zögerlich doch dann immer selbstsicherer. Anscheinend trug die nun etwas sanftere Art der Blondine Früchte und half ein wenig dabei das Eis zu brechen. Konnte sich Misaki doch vorstellen, wie ihre Art bei der ersten Begegnung auf die Kleine gewirkt haben muss. "Mir beim zurechtmachen helfen?". "Ja, ich will dir helfen dich ein wenig effizienter für heute Abend herauszuputzen! Immerhin ist das kein kleines Fest!". Die Blondine zuckte ein klein wenig, als sie die größe der Feier erwähnte. Wenn sie sich großartig in Schale werfen würde, dann würde sie bestimmt mehr oder weniger Aufmerksamkeit ergattern. Als wäre ein Rollstuhl und ihre weiße Haut nicht schon genug um wirklich effektiv aufzufallen. "Ja...wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen...", begann die Blondine zu antworten und blickte ein klein wenig nervös in Richtung des Bodens. "Keine Sorge! Wir werden das schon hinbekommen! Hast du denn irgendwelche Präferenzen in Bezug auf Farbe?". Der Blick der Magierin wanderte erstaunt nach oben. Sie war wirklich fest entschlossen ihr zu helfen? Dieser Enthusiasmus steckte sogar sie an und kurz darauf wandelte sich ihre Nervosität in Selbstbewusstsein um. "Ich würde gerne das weiße Kleid hier weiter benutzen. Es ist zu schade als das ich es nur so kurze Zeit getragen habe. Außerdem setzt sich das in einen guten Kontrast zu Augen und Haarfarbe.". Amarna nickte nur kurz verständnisvoll und stand dann begeistert vor ihr. "Außerdem passt es zu deiner Hautfarbe! Zusätzlich werden ein paar andere Accessoires dir einen schlichten Feinschliff verpassen.". Misaki lächelte daraufhin nur fröhlich in ihr Gesicht und nickte. Das war irgendwie auch ihre Idee gewesen, wenn sie so an heute Abend dachte. Außerdem wäre sie so noch relativ unauffällig, wäre aber bestimmt trotzdem noch ein Hingucker. Auch mit Rollstuhl!

Die Zwei Stunden vergingen bei den beiden Mädchen demzufolge wie im Flug. Sie verstanden sich prächtig, tauschten ein bisschen Tratsch aus und lästerten hier und dort mal ein klein wenig über die störrische Ader von Seth. Auch erzählte Amarna ein klein wenig über die Zeit mit ihm. Die Zeit wo ihr Bruder noch ihr Bruder war und nicht komplett verrückt. Für einen kurzen Moment tat ihr dieser Teil der Familie der Schwarzhaarigen sogar leid. Aber dies war, wie schon erwähnt, nur ein kleiner Augenblick. Als die beiden sich nun auf zum Thronsaal machten, fiel eindeutig der allererste Blick auf die Blondine, welche in einem weißen Kleid, weißen Schuhen und Verzierungen, im Haar in ihrem Gefährt saß und von Amarna die Gänge entlang geschoben wurde. Von ihrer liebevoll zugerichteten Frisur brauchte man in diesem Fall gar nicht sprechen. Genauso wenig wie von ihrem Geruch den sie verströmte, der Frische Geruch von Zitrone folgte ihr praktisch überall hin. Aber auch die Schwarzhaarige hatte ein paar Ratschläge von der Magierin bekommen und sah auch dementsprechend noch ein wenig mehr aufgepäppelt aus als sonst. Sie ließen sich Zeit, hatten sie doch noch etwas davon übrig. 15 Minuten würden schließlich locker reichen um zum Thronsaal zu kommen und in der Tat waren sie sogar schon etwas früher dran. Von der Konversation zwischen Onuris und Seth allerdings, bekamen die beiden Damen nichts mit. Ein Glück könnte man meinen, wäre Misaki doch in diesem Fall nicht mehr so gut gelaunt wie vor fünf Minuten noch. Dementsprechend strahlten die beiden auch, als sie den beiden wartenden Männern entgegenkamen und die Magierin hatte ein wunder bar fröhliches Lächeln auf den Lippen, als sie ihn zuerst mit Blicken und schließlich mit Worten begrüßte. Zugegeben, sie war mehr als nur überrascht von Seth, welcher dort mehr als attraktiv herausgeputzt an die Wand gelehnt stand. "Oha!", brachte sie voll von Begeisterung heraus, "Seth, ich hätte nie gedacht das es dich auch in attraktiv gibt.". Klar, neckte sie ihn nun ein kleines bisschen, aber ihr zwinkern in seine Richtung sollte ihm die Intention davon doch deutlich machen. Stattdessen winkte sie ihn langsam mit ihrem Finger verführerisch zu sich heran. "Lass dich mal genauer inspizieren. Mein Schöner~". Damit wartete sie nun auf seine Reaktion.

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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   Do 14 Jul 2016 - 16:58

Ein fasziniertes Pfeifen entglitt den Lippen meines Bruders und ich konnte nicht einmal seinem Blick zu Misaki folgen, ehe sie mich auch schon ansprach. Ich war drauf und dran ein befreites Lächeln aufzusetzen, als ich sie erblickte. Bereitete mir ihr Anblick doch dieses wohlige Kribbeln im Bauch, allerdings war ihr erster Kommentar auch schon wieder ein Griff ins Klo ihrerseits, sodass ich alsbald wieder ein leicht erbostes Gesicht aufsetzte. ”Oh, meine Damen der Schöpfung, ihr seht zum anbeißen aus!” Nahe zu exzentrisch machte er einen Satz in ihre Richtung und konnte vor entzücken kaum gerade stehen. Ich ignorierte den Fakt, dass er sich schon die Lippen leckte und schnitt ihm grinsend den Weg ab. ”Ich sehe schon, das Niveau verfolgt dich, aber du bist wie immer Schneller, Misaki.” Ein wahrlich herablassender Blick von oben auf sie hinab folgte und Amarna trat hinter ihr hervor, während mein Bruder sich vorsichtig von hinten näherte. ”Ha-habt ihr zwei euch etwa gestritten…?” Sie blickte besorgt zwischen uns hin und her und mein Bruder tat es ihr gleich, ich allerdings warf ihnen eine fragenden Blick zu. ”Nö, wieso?” Während sich Verwirrung zwischen den beiden breit machte ging ich rüber zu Misaki. Sie wollte mich betrachten doch mir war das nicht so recht. ”Das kannst du nicht ernst meinen.” ich zögerte und blickte ihr zweifelnd ins Gesicht. ”Sieh dir an, was sie mit meinen Haaren gemacht haben!” Demonstrativ fuhr ich meiner Hand einmal durch die Mähne auf meinem Kopf. ”Viel zu kurz!” klagte ich und musterte sie anschließend mit gesenktem Haupt. ”Und das was du trägst scheint sehr viel luftdurchlässiger zu sein als das hier...” Ja, gerade nach den letzten paar Stunden hatte ich richtig Lust rum zu jammern, allerdings setzte ich nach einem Seufzen recht schnell ein schwaches Lächeln auf. ”Du hast bestimmt Hunger, oder? Komm, lass uns gehen!” Bevor sie nein sagen konnte, begann ich, sie schon los zu schieben und zu viert betraten wir den Thronsaal, der kurzfristig umdekoriert wurde.

Warme Luft und die verschiedensten Gerüche strömten uns entgegen. Da standen kleine Tische mit den verschiedensten Leckereien und der vordere Teil, vor dem Thron, wurde von den anderen durch seidene Vorhänge ein wenig abgeschirmt. Es war klar, dass das wohl unser Ziel ist. Wir schritten alle nach vorn und Amarna zögerte, mit hinter die Vorhänge zu treten. Mein Bruder war auf Trapp genug um sie selbst zu überzeugen mit uns zu kommen. Unser Wille geschehe. Mutter, Huni und Haroeris waren bereits da, aßen, tranken und redeten. ”Ah, da ist ja unser Mann der Stunde!” begrüßte mich meine Mutter und ich schluckte leise für mich. Wenn das schon so anfängt kann ich nur hoffen, dass es niemand vor Misaki ausplaudert. Huni drehte sich um und setzte bei unserem anblick ein strahlendes Lächeln auf, Haroeris hingegen blickte nur kurz auf und warf uns, und gerade mir, einen sehr genervten Blick zu. ”Oh, ihr seht alle so bezaubernd aus!” Mutter war kurzerhand aufgestanden und betrachtete schwärmend Amarna und Misaki, ehe ihr Blick zu mir rüber glitt und sich verfinsterte. Mir wurde schon etwas bang und folglich machte ich auch präventiv einen schritt zurück als sie dann auf mich zu lief und mir einen Pony richtete. ”Sethqen, du solltest mehr auf deine Frisur achten.” murmelte sie mir mit einem leicht meckernden Ton entgegen und und ich sackte beschämt in mich zusammen. So ist es eine übervorsorgliche Mutter zu haben. Hätte ich ja fast vergessen. ”Ummak...” grummelte ich zurück und entfernte sanft ihre Hände von mir. ”Ich sehe gut genug aus.” Mit diesen Worten wuschelte ich mir abermals durch die Haare ehe ich an ihr vorbeischritt und dabei einen Klaps auf die Schulter bekam. ”Werd’ bloß nicht übermütig, Sethqen!” mahnte sie ehe sie Amarna einen Platz zum sitzen anbot. ich kümmerte mich derweil um Misaki und ließ mich neben ihr nieder. Auf ihrer anderen Seite saßen Amarna, dann Onuris und dann Haroeris, Huni saß neben mir. Von Seiten meiner Brüder wurde schon kräftig zugelangt und Onuris tischte gerade Amarna auf, da schritten zwei mir bekannte Gesichter durch den Seidenvorhang und steuerten direkt mich an. Shantae und Apophis hattn unsere ganze Aufmerksamkeit. ”Mein Herr! Ihr und Milady Misaki seht heute Abend aber prächtig aus!” Begann Apophis hocherfreut und wurde kurz darauf von Shantae beiseite gedrängt. ”Mein Herr, man sucht nach euch!” Etwas enttäuscht seufzte ich und blickte in deren beider Gesichter. ”Was, jetzt schon? Ich bin doch grad erst angekommen...” Apophis drängt sich in den Vordergrund. ”Euer Vater wünscht keinen Aufschub! Schließlich geht es darum, dass ihr Ph-” Glücklicherweise stand ich schon, da konnte ich Apophis mit geballter Faust auf die Brust schlagen. Es schien ihm nicht viel zuzusetzen, denn außer einem ”Hrrk!” bekam ich nichts als Schmerzen in den Händen. Die Anwesenden wunderten sich natürlich und warfen mir fragende Blicke zu. ”T-Tschuldigung. Irgendwo muss ich meine Aggressivität ja rauslassen.” Immernoch ruhten die Blicke auf mir und ich räusperte mich und machte mich schnell daran, meinen Vater zu suchen. ”Nun denn, ich sollte ihn nicht warten lassen! Onuris, kümmere dich um Misaki!” Mein Bruder salutierte mir und grinste fröhlich. ”Roger!” ”Nur gucken, nicht anfassen!” ”Oooowh...” Mutter bat Apophis und Shantae sich zu ihr zu gesellen.


Kaum war Seth verschwunden schnappte sich Onuris seinen Teller und packte ihn vorläufig randvoll mit allen möglichen Sachen. ”Willst du ihn etwa mästen?” fragte ich bei diesem Anblick und der Quatschkopf grinste mich breit an. ”Das wird er brauchen! Schließlich darf ich Seth ab morgen trainieren! Wie will er denn Muskeln anbauen, wenn nichts an ihm dran ist!?” Ein abwertendes Schnauben entglitt mir und ich deutete herablassend mit dem Zeigefinger auf Onuris, während ich mein Glas hielt. ”Was willst du ihm denn beibringen? Wie man am schnellsten Körbe bekommt?” Ich begann schon beim Sprechen zu lachen, der Gedanke ist einfach zu prächtig! Allerdings traf sobald Onuris’ Fuß mein Schienbein und ich zuckte kurz zusammen. ”Au, bist du bescheuert?” Ich trat zurück und kurz darauf kassierte ich einen Faustschlag auf meinem Oberarm. ”Pass bloß auf, was du sagst, Kröte!” fauchte mich mein großer Bruder an und ich warf einen störrischen Blick zurück. ”Mutter! Onuris schlägt mich!” klagte ich laut genug, dass sie’s hören konnte und Onuris fing schon an zu schmollen. ”Minqen, hör auf, deinen Bruder zu schlagen!” Es war eine beiläufige aber ernst gemeinte Ansage. Würde er nicht gehorchen würde er bestraft, das wussten wir beide. ”Du bist so eine kleine Dreckskröte…!” murmelte er mir zu während er sich erhob um den Platz zwischen Misaki und Amarna einzunehmen und ich wandt mich schnaubend ab. Kaum saß er weiter entfernt von mir hatte sich die Lage schon wieder beruhigt und Min gab auch Misaki einen Haufen Essen, meinte er doch sie würde ein wenig kränklich aussehen. Amarna neben ihm wurde auch damit gestraft. Schon bald war auch Onuris selber am Essen. ”Meine Güte, was ist das Zeug so scharf?” stöhnte er nach seinem ersten Bissen vom Hühnchen. ”Piripiri.” sprachen ich und die Schwarzhaarige wie aus einem Munde und kurz darauf trafen sich unsere erstaunten Blicke. ”Piri-wasjetzt?” Onuris schien wenig beeindruckt. Ich hätte auch nicht erwartet, dass so etwas einfaches nicht in seinen primitiven Schädel geht. ”Eine Art Chillischote. Die wächst in unserem Garten, Bruder.” Das schien er zu verstehen, allerdings war er jetzt zu beschäftigt damit sich sein ganzes Glas Pekha in einem Zug zu leeren. ”Oh, habt ihr die etwa angebaut?” fragte die Schwarzhaarige neugierig und ich nickte zurückhaltend, bin ich doch kein großer Fan verschwendeter Worte. ”Wusste ich’s doch! Ich hatte sofort gesehen, dass ihr einen grünen Daumen habt, eure Hoheit!” Sie lächelte mich glücklich an, während ich nicht wusste, wie ich mit ihrem Kompliment umgehen sollte. ”Danke… schätze ich...” Ich spürte ein kribbeln auf meinen Wangenknochen und machte mich daran so natürlich wie möglich rüber zu kommen, daher auch mein sehr störrischer Blick als ich mir noch etwas Pekhawein einschüttte. ”Pekhafrüchte sind ebenfalls in unserem Besitz.” Ich biss mir selbst in den Hintern, weil ich dieses Gespräch aus Versehen weitergeführt hatte. Das Mädchen blickte mir zunächst überrascht ins Gesicht, dann lächelte sie wieder ganz bezaubernd. ”Wirklich? Ihr scheint ja echt Talent zu haben, mein Herr!” Abermals ein Kommentar, der mir schwer zusetzte. ”Pekha, ist das nicht das Zeug, was wir an die Wadjet verfüttern?” fragte mein Bruder ganz unverblümt mit vollem Mund dazwischen. Ich nickte ihm angewidert zu und Amarna schien abermals ganz aus dem Häuschen zu sein. ”Wadjet?? Die geflügelten Schlagen?” Dieses Mädchen ist nicht dumm. Abermals nickte ich, diesmal in ihre Richtung. ”Wir haben ein ganzes Heer von denen, hübsches Fräulein!” erklärte mein großer Bruder und ich sah seinen lustvollen Blick, also schaltete ich mich ein. ”Ich kann sie dir demnächst mal zeigen, wenn du willst.” Die Augen, des Mädchens fingen förmlich an zu strahlen, ich schätze keiner von uns hatte sie bis jetzt so lebhaft erlebt. ”Oh, wirklich gern, eure Hoheit! Wenn es euch nichts ausmacht...” Der rosige schimmer auf ihren Wangen fiel ganz besonders auf, als die ihren Kopf zu Boden neigte. ”Nicht doch. Das ist schon in Ordnung.” Onuris grinste mich breit an und schien seinen Blick gar nicht mehr abwenden zu wollen. ”Was ist dein Problem, Hohlkopf?” fragt ich ihn schließlich und er zuckte unbeeindruckt mit den Schulter. ”Brüderchen, Amarna ist viel zu süß für dich!” Eine Aussage, die mich mehr erschütterte als beabsichtigt, weniger weil ich das Mädchen mag, sondern weil er davon ausging dass ich sie mochte und anscheinend nicht wusste, dass ich jede haben kann, wenn ich nur will. ”Lass dich nicht von ihm verderben, Fräulein.” meinte er schließlich zu Amarna gelehnt und zwinkerte ihr dabei zu. Er erntete von mir den tödlichsten Blick, hätte ich ihn doch am liebsten hier und jetzt enthauptet. Da das allerdings nicht möglich war und ich sowieso gerade mein Glas in der Hand hielt bekam er lediglich einen kleinen Schluck Wein ins Gesicht. Es dauerte nicht lange, da war er aufgesprungen und hatte mich am Kragen gepackt. Nun fauchte er mich in Altarabisch an und Mutter schaltete sich ein. ”Das reicht jetzt!” Sie zog Onuris zurück auf seinen Platz und er merkte sofort an, was ich getan hatte. Zunächst bekam er allerdings Anschiss dafür, dass er vor unseren Gästen einfach auf mich losgegangen ist, dann wurde ich auf mein Zimmer geschickt. ”Pff, fein, mir soll’s recht sein!” knurrte ich zurück und gehorchte, hatte ich dort ja eh nichts mehr verloren. Auf dem Weg hinaus traf ich auf Seth, der mich fragte was passiert sei. Ich gab ihm keine Antwort, Onuris wird ihm eh alles erzählen.


Vorsichtig kehrte ich wieder zu den anderen Zurück, wurde ich doch von Haroeris gerade noch so feierlich begrüßt. Ich setzte mich recht schnell neben Misaki, und da fiel mir Onuris auf, der sich das Gesicht mit einer Serviette abtrocknete während Amarna daneben saß und sich entschuldigte. ”Was ist denn hier passiert…?” fragte ich leise und mein kleinster Bruder neben mir gab mir die Antwort. ”Onuris und Haroeris haben sich wieder gestritten...” Er klang ein wenig traurig dabei und ich konnte es nachvollziehen. Früher kamen wir alle gut miteinander aus, ich frage mich, was zwischen den beiden passiert ist…? ”Sie waren nicht immer so...” ”Doch, sie sind noch nie miteinander klar gekommen.” Der Kleine schaute mich mit großen verwunderten Augen an, und ich trug einen ähnlichen Blick auf dem Gesicht. Dann ist es also schon seit Jahren so, wenn Huni es nie anders kannte. ”Sag, Bes, behandeln sie dich gut?” Das war momentan noch irgendwie mine größere Sorge, vor allem wenn man sieht wie sehr sich Haroeris von allen distanziert hat. Bes senkte kurz sein Haupt ehe er ratlos mit den Schultern zuckte. ”Haroeris ist sehr abweisend… Onuris hat auch besseres zu tun als mit mir zu spielen. Wenn Mutter sagt, sie sollen sich um mich kümmern machen sie es auch… aber sie sind beide schlecht darin!” Ernüchternd, wo ist unsere Kameradschaft geblieben. Während ich ein wenig traurig drein blickte, setzte Huni allerdings ein strahlendes Lächeln auf. ”Aber du bist ein guter großer Bruder! Ich bin so froh, dass du jetzt bei uns bist!” Eine Aussage, die direkt mein Herz berührte. In mir spielten sich in diesem Augenblick alle möglichen Emotionen ab. Ich lächelte glücklich, aber durchtränkt mit Sorge und ich war so betrübt und glücklich zugleich, dass ich am liebsten weinen würde. Es ist einfach gerade zu viel los in meinem Leben. Ich zog den Jungen einfach an mich ran und umarmte ihn brüderlich und der kleine ließ sich glücklich lachend darauf ein. Ich wuschelte ihm glücklich durch die Haare und wandte mich kurz darauf Misaki zu. ”Hey, mir kam vorhin eine Idee!” Ich begann langsam mich meinem Essen zu nähern, waren die meisten anderen doch schon so gut wie fertig mit Essen. ”Ich will dir etwas zeigen! Ich ess nur eben auf, ja?” Mein Plan war, zu fliehen! Denn ich weiß, dass bald die große Ansprache beginnen wird. Und wenn das passiert flieg ich auf! Zwar verpassen wir so das Meiste des Festes, doch ich hielt es für eine Notwendigkeit. Außerdem wäre das eine gute Möglichkeit mich endlich mal meinen Gefühlen zu stellen.

Wirklich romantisch war dieses Fest bislang noch nicht. Die erste halbe Stunde war ich mit Vater unterwegs und meine Brüder machten nur ärger. In der Sekunde als auch Vater sich zu uns gesellte wurde der Abend ein ganzes Stück geselliger! Es wurde Geschichten erzählt, über alle möglichen Sachen. Huni wollte wissen wie ich und Misaki uns kennen lernten, Apophis erzählte davon, was er alles in seinem sehr langen Leben erlebt hatte, fing er doch an, sich wieder an alles zu erinnern, und Vater und Mutter erzählten über die Kindheit von mir und meinen Brüder und darüber, wie viel Unsinn wir gebaut haben. Es wurde getrunken und gelacht. Erst als Mutter und Vater uns verließen richtete ich auch mich auf. ”Nun denn, wir sollten uns auch auf den Weg machen.” Mein Blick galt Misaki, doch Onuris hielt mich an meinem Ärmel zurück. ”Bist du bescheuert? Jetzt? Du weißt, dass du Ärger bekommst, wenn du jetzt weggehst...?”  Das wusste ich in der Tat und ich entfernte lächelnd Onuris’ Hand von meiner Kleidung. ”So sei es, mein Bruder.” Ich positionierte mich hinter Misaki und zwinkerte ihm zu. ”Es gibt wichtigeres im Leben als königliche Pflichten.” Er lachte auf. ”Der Alkohol bekommt dir gut, Bruderherz! Nimm dir eine Falsche mit, für euer Randevouz~!” Gesagt getan belud er mine Frau mit einer Flasche Wein und ich lachte zurück. ”Wie aufmerksam. Also dann.” Wir machten uns auf den Weg.

Ich führte sie zum Garten, hat es sich doch mittlerweile wieder ganz schön abgekühlt draußen. Der Seeseite zugeneigt konnte man zunächst nicht viel erblicken. Die Palastwände waren links und rechts noch sichtbar - Haroeris’ und Onuris’ Zimmer - doch kaum hatten wir den Ausgang hinter uns gelassen bot sich uns ein weitläufiger Garten mit weichem, grünen Gras. Hier und da standen Palmen und spenden Schatten, wir hatten Beeren- und Rosenbüsche in den verschiedensten Farben und ganze Beete voller bunter Blumen und Kräuter.Hinter den Palmen lag der größte der Toschkaseen. Direkt bevor sich der Boden hinunter zum Wasser absenkte stand ein großer Baum und eine kleine Holzbank darunter. Dies war mein Ziel. Ich parkte Misaki’s Gefährt ein Stück weiter hinten und transportierte sie zu Fuß bis zur Bank. Die pure Harmonie erfasste mich als wir dann nebeneinander auf der Bank saßen und auf den See hinaus sahen. man konnte zartes Vogelgezwitscher und einsames Grillengezirpe vernehmen und der Wind streifte uns. Es war lauwarm, war die Sonne doch schon verschwunden. Hinter uns war der Himmel dunkelblau, vor uns war er lila und die Sterne zeichneten sich langsam im Himmel ab. Ich schwieg zunächst, fand ich die Atmosphäre hier doch zu perfekt um irgendetwas zu sagen. Ich hörte zwei Kolibris und machte Misaki mit einen sanften Stubser drauf aufmerksam. Sie schwirrten in unserer Nähe an den Büschen herum und ich beobachtete sie recht fasziniert. Manchmal fragte ich mich, ob diese Wesen nicht doch etwas Magisches hatten. Sie waren zu schön für diese Welt. Bei diesem Gedanken blickte ich zu Misaki und lächelte sie sanft an. ”Ist dieser Ort nicht der Hammer…?” fragte ich im Flüsterton und legte galant einen Arm um ihre Hüfte. Zugegeben, ich traute mich etwas mehr sie an solchen Stellen zu berühren. Wahrscheinlich war das wirklich der Alkohol... ”Gefällt’s dir hier?” Es würde mich wundern, wenn nicht. Ich atmete einmal tief durch, musste ich mir doch langsam überlegen, wie ich das in Worte fassen könnte. Mein Herz schlug mir bis zum Hals… vielleicht hätte ich mehr trinken sollen…! ”Hey, ich...” begann ich schließlich und blickte zu Boden. Mist, da war mein Mundwerk mal wieder schneller. Ich habe das Gefühl, es jetzt einfach so zu sagen, würde ihr nicht gerecht werden. ”Ich hab dir noch gar nicht gesagt wie bezaubernd du heute Abend aussiehst, Misaki.” Ausweichen! Drück dich nicht länger Seth, so schwer ist es doch nicht. Räuspernd erhob ich mich und machte ein paar Schritte nach vorn. ”Weißt du, dass du mir tierisch Angst machst, Misaki…?” fragte ich aufs Wasser hinaus und blickte hinunter auf meine Hände. ”Du bist überhaupt nicht in Worte zu fassen. Deine Wirkung auf mich- ...auf alle ist unglaublich…!” mit diesen Worten drehte ich meinen Oberkörper in ihre Richtung. Mein Gesicht zierte ein ernster Blick, der in dem Moment, als ich sie vor mir sitzen sah ein mal kurz bittersüß wurde. Ich schritt auf sie zu und kniete vor ihr nieder, griff nach ihren Händen und hielt sie sanft in meinen. ”Ich liebe dich, mehr als alles andere auf dieser Welt.” Meine Stimme war ein wenig zittrig, ist es doch das erste mal, dass ich das irgendwem sage. ”Und wie ich dich liebe... Ich würde alles tun um dich an meiner Seite zu wissen.” ich senkte meinen blick auf unsere Hände. ”Und es tut mir leid, dass ich dich in Gefahr gebracht habe! Du weißt es besser als ich, das ist mir zu spät klar geworden...” Ich schüttelte ernüchtert den Kopf. Ich bin so ein riesen Vollidiot. ”Ich will in der Lage sein, dich zu beschützen, Misaki, stattdessen warst du diejenige, die mich retten musste...” Ich schluckte, hatte ich doch einen riesen Frosch im Hals. ”Es tut mir so leid.” es war ein Flüstern, welches mir entglitt während ich mein Gesicht in unseren Händen vergrub. Ich weinte nicht, versuchte lediglich die Ruhe etwas in mir aufzunehmen. Mein Herz raste nämlich noch immer. ”Ich weiß, ich bin nicht in der Position mir etwas von dir zu wünschen, aber ich würde mir nichts seliger wünschen...” murmelte ich nun und blickte zu ihr auf. Ich versuchte entschlossen zu wirken, hatte ich mir das doch genaustens überlegt. ”...lass mich dir dienen, Misaki.” Fassungslose Stille für einen Moment. ”Ich will dein Dschinn werden, Misaki. Lass mich dein Diener werden.” Mein Griff auf ihre Hände wurde etwas stärker, war ich doch vergleichsweise sehr angespannt. Das ist der Moment, der alles für mich entscheiden wird. Wenn sie nein sagt, wird meine Zukunft um einiges schwieriger und ich weiß nicht wie lange ich das stemmen kann. Stille...
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BeitragThema: Re: Es werden Wunder wahr!   So 17 Jul 2016 - 1:09

Zugegeben, vielleicht holte ihre scharfe Aussage den Dschinn ein klein wenig aus seinen Träumen heraus. Aber so wie er ihr daraufhin antwortete, schien es wohl eher nicht der Fall gewesen zu sein. Ein selbstgefälliges Grinsen schmückte den Mund der Blondine, als sie die Worte von ihm vernahm und nicht konnte sie in dem Moment glücklicher Stimmen. Man konnte es als Test sehen, ob er sich durch die neuen Umstände verändert hatte und die Antwort fiel nun ganz klar auf: Nein! Er hatte sich nicht geändert. "Du kennst mich doch, ich bin allen immer einen Schritt voraus.", säuselte sie ein klein wenig hoch gestochen zurück und musterte danach die Blicke von Onuris und Amarna. "Nö, wieso?", antwortete sie gleichauf mit Seth auf die Frage und musste dabei nicht nur über diesen Sachverhalt Lächeln. Die anderen beiden wussten ja nicht, wie sie sich auf Isola meistens ab und zu ein paar Wortgefechte lieferten. Aber es ihnen nun auch noch erklären? Nein, so großzügig war die Magierin nun auch wieder nicht. Die anderen mussten ja nicht alles über ihr Privatleben mit dem Weißhaarigen wissen. Aber das Thema war auch schon schnell wieder vergessen, als ihre Wenigkeit den jungen Mann aufforderte, sich ihr mal zu nähern. Eine Möglichkeit die der Weißhaarige auch gleich nutzte um ihr von seinem Leiden zu berichten. "Du armer...", sagte sie in einem mitfühlenden Ton und strich ihm einmal übers Gesicht. "...aber auch das steht dir wirklich ausgezeichnet zu Gesicht.~". Sie lächelte ihm warm entgegen und ließ dabei ihre gelben Augen noch einmal genauer über sein Gesicht gleiten. Der süße Geruch von ihm war teilweise verflogen und von etwas anderem ersetzt worden. Schade, wie sie fand. Aber es war ja hoffentlich nur für diesen einen Abend, an dem es so verändert blieb. Was anderes würde sie so oder so nicht tolerieren. Abgesehen davon, das konnte sie sich schon denken, war er bestimmt auch nicht begeistert von dem Parfüm, welches ihm aufgezwängt wurde.

Kurz darauf begann sie Seth dann schon in Richtung des Thronsaals zu schieben. Das Misaki dabei schon das Wasser im Mund Zusammen lief, musste wohl nicht noch einmal extra erwähnt werden. Denn es fing schon unmittelbar vor dem Raum an nach wirklich köstlichen Speisen zu riechen und der Kopf der Blondine malte sich gerade die unterschiedlichsten Speisen aus. Wusste sie doch genau, dass es wohl nichts ihr bekanntes geben würde. War ihr Horizont in diesem Aspekt sowieso mehr als nur ein klein wenig begrenzt. Eine Erwartung die auch nicht enttäuscht wurde, als sie zusammen mit dem Dschinn durch den Vorhang schritt, welcher den Saal in zwei Bereiche unterteilte. Ein paar der Leute von der Familie saßen schon dort und aßen fröhlich. Jeden dort kannte sie vom Sehen her, aber gesprochen hatte sie mit den meisten noch nicht. Bis auf Haroeris und mit dem wollte sie sich aber trotzdem nicht unterhalten. Die Magierin gab dennoch ihr bestes, der gesamten runde ein zuckersüßes und fröhliches Lächeln zu schenken. Welcher Gast verbreitete schon schlechte Laune bei seinem Besuch, allem voran wenn er Hunger hatte und unbedingt etwas essen wollte! Die Ansprache von Seths Mutter allerdings musste sie dann doch noch über sich ergehen lassen. "Danke...", meinte sie ein kleines bisschen verlegen zurück zu ihr und ärgerte sich gerade im Hintergrund ein klein wenig darüber, dass der Plan mit wenig Aufmerksamkeit erregen überhaupt nicht funktioniert hatte. Was allerdings ganz schnell wieder von der lustigen Szenerie überdeckt wurde, welche sich zwischen ihrem Freund und seiner Mutter nun abspielte. Etwas worüber das Mädchen mit den gelben Augen einfach nur kichern konnte und einen kleinen, belustigten Blick in die Richtung des Weißhaarigen warf, bevor sie sich nebeneinander an den Tisch zu den anderen setzten. "Das sieht alles so lecker aus...", schwärmte sie los und blickte erst einmal ganz fasziniert über die Tischplatte. Nehmen tat sie sich allerdings aus reiner Höflichkeit noch nichts, auch wenn die anderen schon am Essen waren. Sie hoffte indirekt eigentlich darauf, dass Seth ihr so ein klein wenig seine Empfehlungen mitteilen würde. Doch dazu kam es nicht mehr, als Shantae und Apophis den Raum betraten und ihren Freund sogleich mit der Info belegten, dass er erwarten werden würde. Misaki selbst sagte zu dieser Ansage nichts, nickte sie ihm doch nur zu und "erlaubte" ihm damit sich von ihr zu entfernen ohne böse Geister damit zu beschwören. Was allerdings nichts daran änderte, dass auch sie sich arg über seinen plötzlichen Faustschlag auf Apophis Brust wunderte. Gerade weil er so etwas nicht einfach so machte und ihr Blick in seine Richtung sollte ihm unterschwellig schon signalisieren, das sie seine Aktion nicht wirklich ganz normal fand. Er konnte es praktisch in ihren gelben Augen ablesen, gab sie sich nicht mal annähernd mühe es zu verstecken. Dennoch blieb sie bei ihrer Meinung. Wäre es etwas wichtiges, hätte er es ihr sicherlich schon gesagt. Demzufolge amüsierte sie sich im nächsten Moment schon mehr über den Enttäuschten Onuris als alles andere. "Ich wehre mich schon, wenn er sich nicht dran hält.", fügte sie ergänzend hinzu und schaute nun erwartungsvoll zu eben diesem hinüber. Er sollte sich um sie kümmern, mal schauen ob er ihr so von ganz allein etwas zu essen vorlegte. Denn so richtig selbst nach den Speisen greifen, das traute sie sich immer noch nicht.

Das Klima am Tisch schien sich nach dem Verlassen der Runde von Seth wieder etwas zu beruhigen. Es wurde geredet, gelacht und vieles mehr. Allerdings redete Misaki kein einziges Wort in der gesamten Runde. Sie mochte es nicht unter so vielen Leuten zu sein und diese Hemmschwelle würde sie wohl auch erst nach ein paar Bechern Alkohol überwinden können. Allerdings wollte sie das im Moment gar nicht, sich betrinken. Das gehörte sich einfach nicht und abgesehen davon war ihr letztes Mal betrunken auch nicht gerade eher gut ausgegangen. Eher wie in einer dieser Klischee-Filme fand sie sich am nächsten Morgen im bett mit irgendjemandem wieder. Zu ihrer Erleichterung aber noch vollends Angezogen. Trotzdem, eigentlich war das schon Abschreckung genug für sie. So starrte sie ein klein wenig Gedankenverloren auf ihren Bescher, in welchem sich logischerweise ein kleines bisschen Alkohol befand. Jedoch wurde ihr innerer Konflikt alsbald von Onuris und Haroeris aufgelöst, welche sich nun zu streiten begannen. Im ersten Moment war die Blondine sehr verwundert, hatte sie Onuris doch keineswegs so eingeschätzt. Haroeris hingegen belächelte sie nur noch mit seinen Augen. Obwohl dazu gesagt sein musste, dass sie Momentan eher auf seiner Seite stand als auf der seines größeren Bruders. Auch wenn seine Art, sich der Hilfe seiner Mutter zu bedienen, jetzt nicht gerade die edelste war. Letzten Endes half aber auch diese mit ihren Drohungen nicht dabei, das Ganze zu deeskalieren. Der ganze Konflikt am Tisch war nur für einen kurzen Moment unterdrückt worden, bevor er dann nach wenigen Minuten wieder nach oben kochte. Die Magierin verzweifelte gerade ein kleines bisschen. Wo war sie hier nur gelandet? Bei diesem Gedanken überwand sie sich letzten Endes und trank den ganzen Becher mit einem Schluck aus. Nur, um sich kurz danach erneut nachzuschenken. Auch das essen auf ihrem Teller wurde nun ganz schnell leer. Grob gesehen waren die Beiden einfach nur kindisch. Was auch alles über das Ende des Konfliktes aussagte. Onuris blieb, Haroeris musste auf sein Zimmer. Sie selbst trank gerade schon das zweite Glas einfach so auf Ex. Aber betrunken wurde sie davon nicht. Hoffentlich kam Seth bal d wieder. War er doch ihr Lichtblick in dieser Familie. Tausend mal reifer und Erwachsener als alle anderen war er, jawohl! Gerade diese Situation führte es ihr noch stärker vor die Augen und da betrat der Held der Stunde auch sogleich das Zelt. Steine fielen der Blondine vom Herzen. Gott sei Dank!

"Willkommen zurück.", begrüßte sie ihn zärtlichst wieder an ihrer Seite, konnte aber nicht von der allgemeinen Stimmung am Tisch ablenken und letzten Endes war es der kleinste, welcher ihm alles versäumte Berichtete. Sie selbst saß in diesem Moment schweigsam daneben und ließ lediglich einen kurzen Blick in die Runde schweifen. Die Stimmung gerade war ganz klar entgegen dem Nullpunkt und weder das Fehlen von Haroeris, oder die Anwesenheit des Alkohols schienen dagegen etwas tun zu können. Letztlich waren es Seth und Huni, welche mit ihrer Geste der Zuneigung wieder leben an die Tische brachten. Sogar Misaki entglitt ein warmes Schmunzeln, als sie die beiden dort so brüderlich umarmend erblickte. Der Dschinn freute sich, das konnte sie ganz klar in seinem Gesicht erkennen und allein der Fakt reichte gerade auch schon, um auch ihre Wenigkeit glücklich zu stimmen. "Du hast einen wirklich süßen kleinen Bruder. Ich freue mich für dich~", flüsterte sie ihm in sein Ohr, während ihre Hand sanft seine obere Rückenpartie zu streicheln begann. Was nach dem Lösen ihrer Umarmung auch noch ein kleines bisschen anhielt. Da wendete der Weißhaarige sich plötzlich ihr zu. "Mh?", entgegnete sie erst fragend und schaute ihn auch dementsprechend ins Gesicht bevor ihre Mimik wieder etwas erhellt wurde. "Was möchtest du mir den zeigen?". Selbstverständlich hakte sie nach, konnte sie Geheimnisse doch noch nie völlig leiden. Aber der Dschinn blieb kalt und äußerte sich nicht dazu. Nur seinen Wunsch vorher noch aufzuessen ließ er in ihre Richtung verlauten. Woraufhin er ein nicken von ihrer Seite aus erntete und auch sie sich noch einmal ein kleines bisschen an den aufgetischten Sachen bediente. Mittlerweile war sie auch ein kleines bisschen angetrunken. "Dann überrasche mich mal...", sagte sie nur noch nebenbei und verbrachte den Rest der Zeit nun ebenfalls mit vereinzelten, wenn auch kurzen, Gesprächen. Wurde der Abend nach beiwohnen seiner Eltern doch wirklich enorm Unterhaltsamer. Was die Zeit gefühlt wie im Flug vergehen ließ und ehe sich die Magierin versah, läutete der Weißhaarige zum Aufbruch. "Bist du dir sicher?", fragte sie ihn nun und auch Onuris schien das Ganze nicht so ganz locker zu nehmen. Für einen kurzen Moment lang hatte sogar Misaki die Überzeugung, hier zu bleiben wäre eindeutig besser. Allerdings regten die Aussagen von Seth  ihre Gedanken ein klein wenig mehr an und sie begann schon im nächsten Moment ein schelmisches Grinsen auf den Lippen zu tragen. "Du hast ihn gehört, königliche pflichten müssen warten.~", unterstützte sie ihn in seinem Argument und nahm daraufhin lächelnd die Flasche Wein von ihm entgegen. Sie war wirklich gespannt wohin er jetzt mit ihr verschwinden würde.

Eine Frage die sie in ihrem inneren durchaus lange beschäftigte, bis sie beide an den Rand des Gartens im Palast kamen und sich ihr ein wirklich erster, atemberaubender Anblick darbot. Zwischendurch hatte sie ihm während ihres Weges immer wieder von unten herauf in die Augen geschaut und merkte trotz seiner ausgelassenen Erscheinung ein ganz kleines bisschen Aufgeregtheit durchaus an. Aber darauf ansprechen tat sie den Dschinn im Moment nicht. Sie wollte die entspannende Ruhe zwischen ihnen nicht kaputt machen und ließ sich deswegen erst einmal tiefen entspannt von ihm in den Garten hineinschieben, wo mittlerweile kein so immens heißes Klima mehr herrschte, sondern es nun wirklich angenehm kühl war. Vielleicht sogar ein wenig zu kühl für ihr Kleid. Noch ein kleines bisschen zog sich die Reise der Beiden durch den grünen Garten inmitten der Palastwände und schließlich erblickte auch die Blondine eine, an einem See unter einer Palme gelegene, Bank. Jedoch blieben sie noch ein ganz schönes Stück davon entfernt stehen. Fragend neigte sich Misaki zu ihm nach hinten, da umrundete er schon den Rollstuhl von ihr und hob sie aus ihrem Gefährt hinaus. "Du willst mich doch nicht etwa in den See schmeißen, oder?" , fragte sie in der Dämmerung grinsend, während sie ihm beim getragen werden einen sanften Kuss auf die Wange drückte. Ihr Herz raste nun schon, wusste sie doch nun wirklich nicht was er mit ihrer Wenigkeit wirklich vor hatte und dementsprechend aufgeregt war sie auch. Letzten Endes setzte sie der Weißhaarige dann auf der Bank ab un ließ sich direkt neben ihr nieder.

Dort saßen die beiden nun und schauten gemeinsam auf den See hinaus. Es war Still und weder er, noch sie sagten etwas. Die Magierin genoss den wunderschönen Anblick des Himmels und wie er sich auf der Oberfläche des Wassers spiegelte und ließ somit erst einmal alles auf sich wirken. Es war einfach unglaublich schön! Zwar klopfte ihr Herz noch ganz gewaltig, aber nach und nach ebbte auch dieses Phänomen wieder ab. Da stupste sie der Dschinn sanft an und nach einem kurzen fragenden Blick, folgte sie seiner Blickrichtung und kam aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Zwei Vögel, wie sie sie noch nie zuvor gesehen hatte. Logischerweise eine Art, welche auf Isola so nicht sichtbar war. Si waren wunderschon gefiedert, bunt und flogen geradezu majestätisch auf einer Stelle und sogar Rückwärts! Misaki war hin und weg von diesen Tieren und schaute fasziniert weiterhin in diese Richtung. "Unglaublich...", flüsterte sie leise, während sie ihren Blick noch weiter auf diese majestätische Erscheinung fixierte. Erst als Seth sie flüsternd fragte, ob sie diesen Ort auch toll fand, blickte sie zu ihm. Dabei spürte sie selbstredend seine Berührung an ihrer Hüfte und schaute nicht einmal dorthin. Wenn es nach ihr ginge, so hätte er das schon am, ersten Tag machen können. So sehr zierte sie sich nicht bei sowas. Machte sie bei ihm ja auch nicht. "Ja, es ist wunderschön...", hauchte sie leise und zart zurück, "...ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.". Ihre gelben Augen tasteten nun langsam seine Gesichtskonturen ab, während sie ihm in kurzen Abständen immer wieder tief in seine Augen  schaute. Da ergriff er wieder das Wort...und stockte. Ihr Blick blieb nun auf dem seinen Hängen, bevor er dann seinen Satz zu ende brachte. "Das ist süß von dir.~". Ein leises kichern entfloh ihren Lippen und sie schaute ihn nun so wie vorhin in seinem Zimmer sehr verliebt entgegen. "Aber du siehst auch nicht schlecht aus.~". Da erhob sich der Dschinn von seinem Sitzplatz und ließ sie erst einmal auf der Bank sitzend zurück. Wie gern wäre sie nun mit ihm aufgestanden, aber es ging einfach nicht. Stattdessen folgte sie ihm mit ihren Blicken langsam und wartete auf etwas, was nun eventuell folgen würde. Und Tatsache! Es kam etwas. Zugegeben aber im ersten Moment verwirrte sie seine Aussage mehr, als das es ihr Erkenntnis spendete. Sie machte ihm...Angst? Ihr Blick wurde leicht fragend während sie seinen Kopf mit ihren Blicken fixierte. Schon direkt danach fuhr er fort und nun wusste die Blondine nicht, was sie darauf antworten sollte. Ihr Herz begann nun zu pochen, glaubte sie doch zu wissen was nun folgen würde und die Aufregung von vorhin kehrte nun stärker als je zuvor in ihr Gemüt zurück, während der Weißhaarige immer näher und näher an das eigentlich Thema heranrückte. Dann kniete er sogar vor ihr nieder und ergriff ihre Hände. Die Blondine wusste gerade wirklich nicht wie sie darauf angemessen reagieren sollte. Das war, selbst für sie, eine ganz neue Erfahrung auf einem nächsten Level. So auf diesem Wege, hatte das wirklich noch nie jemand bei ihr gemacht und würde sie nicht das wissen haben ungalant nach vorne zu fallen, hätte sie sich schon längst auf ihn gestürzt. Stattdessen aber betrachtete sie ihn schweigend mit einem Lächeln und verständnisvollen Blicken wie er sein Gesicht in den Händen von ihr vergrub und sich anscheinend für das Ereignis von vor wenigen Tagen entschuldigte. Er tat ihr leid und das verbarg sie auch nicht vor ihm, während ihre Augen vor Freude schon ein klein wenig wässrig wurden. War die wirklich Bombe doch noch lange nicht über seine Lippen gekommen. Aber diese folgte nun und als er sie ansah mit seinem bittenden Blick im Gesicht und der Pose vor ihr, löste sei als allererstes ihre Hände aus den seinen. Sanft ergriff die Magierin nun seine Wangen und zog ihn still und ohne Worte ein wenig mehr an sie heran, dann neigte sie sich ein wenig nach vorne und blickte ihm bittersüß an. "Du musst dich nicht entschuldigen Seth...", sie atmete schwer in sein Gesicht, "...für gar nichts musst du dich entschuldigen. Alles was ich auf mich genommen hab war für dich und für niemand anderen.". Ihre linke Hand streifte ihm einmal fürsorglich über die Harre auf seinem Kopf, während die andere noch immer seine Wange streichelte. Ihre Stimme klang nun etwas glücklich und traurig zugleich. Auch ihr hatte sich nun ein Frosch im Hals gebildet und es fiel ihr sehr schwer noch so sanft zu sprechen. "Und der Grund ist so simpel wie der Fakt, dass wie hier gerade sitzen. Denn auch ich liebe dich, Seth. So sehr, dass ich mich jederzeit für dich aufopfern würde....und ich würde es gerne tun. Keinen Wunsch der Welt würde ich dir ausschlagen.". Sie wusste selbst gerade nicht wie ihr geschah, doch nun nahm sie wieder ihre beiden Hände an seinen Kopf und zog ihn zu sich heran. Dann begann sie ihn für einen kurzen Moment sehr leidenschaftlich zu küssen. Wollte sie im Moment auch nicht wirklich weiterreden, weil ihre Stimme kurz davor war zu versagen. Als sich ihre Lippen anschließend wieder von den seinen Löste, sprach sei dann die erlösenden Worte aus. "Wenn es also dein Wunsch ist Seth, dann werde ich diesen akzeptieren.". Sie wusste nicht warum, aber ihr pochendes Herz, der Frosch im Hals und ihre wässrigen Augen. Alles sprach dagegen, aber sie fühlte sich gerade trotzdem unglaublich befreit. Nie wieder wollte sie ihn gehen lassen und erst recht nie wieder von seiner Seite weichen. Sie war zwar kein Dschinn, aber er konnte alles von ihr haben und wenn es das letzte Hemd war. "Ich liebe dich...", flüsterte sie während eine Träne ihre Wange hinunter lief und schaute ihm überglücklich und hingebungsvoll ins Gesicht, während ihre Lippen ein glückliches Lächeln schmückte.

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