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 Geliebt und doch gehasst

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Anonymous


BeitragThema: Geliebt und doch gehasst   Fr 7 März 2014 - 21:06

Er saß in diesem dämlichen Cafe und wartete... Mal wieder... Deja Vu? Nein... Realität. Während er vor einer Tasse Kaffee saß, schaute er immer wieder auf die Uhr. Zehn vor fünf. Wollte er nicht schon um drei da sein? Er wollte immer da sein... Kam aber entweder zu spät oder gar nicht. Ein vertrautes Piepen meldete sich. Sein Handy. Er hatte eine SMS bekommen: "Sorry. Heute geht’s nicht. Geschäftstermin. Bis später. Liebe dich."

Mal wieder "Bis später". Von wegen Geschäftstermin. Er wusste genau, dass es hier nicht um Arbeit ging. Elender Weiberheld! Oder Männerheld?! Egal. Was für eine Rolle spielte es schon ob er ihn mit Frauen oder Männern betrog? Seine Augen wurden feucht. Eine Träne rann seine Wange entlang. Er wischte sie schnell fort.
Zu Hause wartete er wieder... Deja Vu? Er weinte jetzt nicht. Es war Zeit für ihn dieses Spiel zu beenden.
Spät in der Nacht, schon eher am frühen Morgen kam er endlich. Er hatte gewartet... Die ganze Zeit... Lange genug...
"Wo warst du?", fragte er ihn.
"Arbeiten", sagte er.
"Du lügst."
Statt zu gestehen wo er sich  rum getrieben hatte, lächelte er.
"Ich kann tun und lassen was ich will. Ich bin nicht dein Sklave."
"Nein. Aber mein Freund. Willst du nicht mehr?"
"Doch."Er drehte sich um. Ging in ein anderes Zimmer. Kam zurück. Er verschränkte seine Arme hinter dem Rücken.
"Du willst also noch mit mir zusammen sein?" Er lächelte wieder.
"Ja." Sein Grinsen ließ ihn erschaudern. Er musste es beenden.
"Warum?"Er wollte fragen: Warum tust du mir das dann an? Der Andere wusste es. Lächelte aber nur und sagte ruhig: "Weil ich dich liebe." Er holte seine Hände hinter dem Rücken hervor. Er hörte auf zu lächeln. Sein Blick versteinerte als er die Knarre sah. Er schloss die Augen. Eine Träne rann wieder seine Wange hinunter. Doch diesmal wischte er sie nicht weg.
"Falsche Antwort." Der Schuss tat ihm in den Ohren weh. Das Blut war überall. Er würde es nun zu Ende bringen. Er ließ sich auf die Knie fallen, schob den Lauf in seinen Mund und drückte ab. Wie einfach es doch war. Viel einfacher, als den einzigen Menschen zu töten, den er je geliebt... und gehasst hatte.
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