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 Palmennest

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BeitragThema: Palmennest   Sa 10 Okt 2009 - 21:30

das Eingangsposting lautete :

Das Palmennest



Etwas abseits vom Waisenhaus und schon sehr nah am Meer befindet sich eine gemütliche Sitzecke - oder besser gesagt ein Palmennest, das zum Enstpannen und zum Kuscheln einlädt.
Die enormen Palmen verwuchern das gemütliche Eckchen so, dass man relativ ungestört sein kann und man muss noch nichtmal im weissen Sand sitzen, denn einige Palmenblätter bieten eine tolle Sitzmöglichkeit, ohne den lästigen Sand später im ganzen Gewand zu spüren.

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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Palmennest   Sa 19 Mai 2012 - 1:05

Das konnte sich doch keiner mit anhören. Als der Knabe den Mund aufmachte und Aleksandra vorheulte, wie schwer die Welt doch sei, hätte sie sich am liebsten den Glockenturm Iwan der Große durchs Ohr gejagt. Eins stand für sie fest: Er trug die Augen unrechtmäßig. Der Teufel hatte noch kein Recht getan, ihm von diesem wunderschönen Geschenk zu befreien. Das Leben ist auch mit Augen schon schwer genug … wenn er es sich schwer macht, ist er selber schuld. Und als Nachtrag kommt noch, dass es das Schicksal war, welches ihm so zugespielt hat und dass er nichts dagegen unternehmen konnte und es immer nur verkraften musste und und und … warum lebte er eigentlich noch? Überleben war scheinbar noch nicht schwer genug. Für Aleksandra war es zu schwer, ein einladendes Grinsen noch bereitzuhalten. Genervt wandte sie den Blick ab und suchte in einem tiefen Atemgang die innere Ruhe. Sie war sicherlich nicht jemand, die darüber einen Vortrag halten konnte, dass man sich im Leben die Butter selbst aufs Brot schmieren musste, damit es einem gut ging, aber das lag auch nur daran, weil sie aus gutem Hause kam. Dennoch ließ sie sich nicht vorwerfen, nicht zu wissen, wie der Ernst des Lebens aussehen konnte. Auch da wo sie her kam, war man sich rauen Sitten bewusst und sie kannte das Scheusal der Unterwelt. Wesen, die es schafften, mit Behinderungen wie der Blindheit zu überstehen, waren erst recht stark. Schwächlinge gaben auf.
Aber wenigstens nannte er ihr seinen Namen. Japaner wohl, wenn seine Eltern nicht was unnötig besonderes aus ihm machen wollten. „Aleksandra“, antwortete sie genauso knapp wie er. „Und ja, ich bin ein Vampir. Aber was bist du? Ein Tiermensch, der sich in einen Angsthasen verwandeln kann? Hör bloß auf, darüber zu jammern, wie schwer alles ist.“ Ihre Augen rollten einmal um den späten Nachmittagshimmel. Ein Seufzen war zu hören. „Stärker werden … und wie willst du das machen? Gewichte stemmen?“ Fordernd nach einer Antwort zog die k’Hel ihre Augenbrauen beachtlich nach oben. Ihr Kinn stieg ebenso. Demonstrativ verschränkte sie ihre Arme vor der Brust und tippte immer wieder mit einem ihrer Zeigefinger auf dem nahen Oberarm. Akito wirkte sehr naiv auf Alix. Was sollte einen denn hier stärker machen? Nur weil zig verschiedene unmenschliche Wesen auf der Insel ihr Leben lebten, musste das doch nicht gleichzeitig ein Stärkungsmittel sein. Aleksandra war zwar erst einen Tag hier, aber sie hatte jetzt schon bemerkt, dass es nichts anderes war, als wenn sie eine Menschenfrau in einer Menschenstadt wäre. Wenn der eine Engel nicht ab und an seine Flügel ausbreiten würde oder der andere Tiermensch sich nicht in eine Katze verwandeln würde, wäre hier überhaupt nichts speziell. Hilfsbedürftig … In Aleksandras Augen war man stets selbst schuld dafür, ob man Hilfe brauchte oder nicht. Wenn sie ihre Hand nicht bittend ausstreckte, half ihr auch niemand. Wenn sie meinte, ihre Aufgaben mit ihren eigenen Kräften bewältigen zu können und davon ging sie stets aus, machte sie sich selbst unabhängig von fremder Hilfe. Aber im Vornherein zu sagen, dass alles schwer ist und möglichst nicht schwerer werden soll, ist doch im Grunde schon ein Schrei nach Hilfe.

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BeitragThema: Re: Palmennest   Sa 19 Mai 2012 - 14:11

Akito spürte wie das Mädchen gegenüber von ihm seine Ansichten ganz und gar nicht teilte. Sie war wohl eine dieser „Das-Leben-ist-scheisse-mir-aber-egal“ Typen. Das könnte auch eine Erklärung für den Überfall und der Bewunderung seiner Augen sein, da ihr es bestimmt egal ist, wie die Mitmenschen darunter leiden. Akito sah zwar nicht so aus, als hätte er harte Zeite hinter sich, doch das hatte er ganz sicher. Als er die ganze Sache mit dem Selbstmitleid, und dem nichts wert sein, vergessen hatte, kam es wieder hoch. Der Bittere Geschmack und das Bauchgefühl, welches er auf dem Weg zum Strand hatte. Was nun der Auslöser für die plötzliche Wiederkehr war, konnte er sich zwar auch nicht erklären, doch Fakt war, es war wieder da. Der Junge hatte schon so oft darüber nachgedacht, was er besser machen hätte können, dass er den Mitschüler einfach eine reinhauen hätte können, sein Leben war sowieso scheisse. Doch das war einfach nicht er. Gewalt war nie die beste Lösung für ihn, doch vielleicht wäre sie es ja doch gewesen. Das konnte man nun auch nicht mehr rausfinden, denn was geschehen ist, ist geschehen. Er konnte sich nur noch für die Zukunft einsetzten, nach vorne Blicken, die Leute finden, welche seine Eltern entführt hatten... Mit einem schnellen Kopfschütteln, kehrte er in die Realität zurück, und wandte sich wieder an das Mädchen, welches sich gerade Vorstellte. Aleksandra... Der Name merkte sich Akito nicht wirklich, denn er hoffte sie nicht noch einmal zu sehen. Die als Scherz gemeinte Vermutung entpuppte sich als die Wahrheit, denn anscheinend war sie tatsächlich ein Vampir. Akito schritt ein wenig von dem Mädchen weg, denn einen Vampir hatte er noch nie getroffen. Nunja, wirklich etwas heissen tut es nicht, denn der genannte Tiermensch hatte er auch noch nie bewusst getroffen, von dem her.. Erst jetzt merkte der Junge den genervten Ton von Aleksandra. Anscheinend mochte sie wirklich nicht, was er gesagt hatte, oder teilte seine Meinung nicht mal ein wenig. Das brachte ihn auf eine Idee, denn sie fragte schon weiter nach, wie er das mit dem Stärker werden, anstellen wollte. “Erstmal bin ich kein Tiermensch, sondern ein Gestaltenwandler.“, bei der Frage mit der Stärke musste er schnell inne halten. Er wusste ja selber nicht mal, wie er es anstellen wollte, deshalb machte er einfach das was er am besten konnte: Naiv sein. “Und ich werde bestimmt von alleine Stärker. Einige haben sich sogar gemeldet, mir zu helfen. Ist ja nicht so schwer... Das wird bestimmt voll toll! Während er es so sagte, verstärkte er seine kindliche Gesichtszüge, und kicherte die Aleksandra an. Irgendwie musste er sich ja für die Beleidigungen rächen, und anscheinend mochte sie ja Naivität nicht. Akito freute sich schon auf die Reaktion von dem Mädchen.


Zuletzt von Akito am So 27 Mai 2012 - 16:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Palmennest   So 20 Mai 2012 - 3:43

cf - Wohnung 13

Es stellte sich wohl schwerer heraus etwas Essbares zu finden als erwartet, zumindest hatte Gin knappe 3 Stunden damit verbracht sich seine Beute zu fangen. Lag zwar eher daran das er sich auf der Suche nach dem Wald wieder komplett verlaufen hatte, doch im Endeffekt war er dann doch in der Lage sich aus dem Meer ein Mahl zu fangen. Mit müden Schritten schlenderte der Grünhaarige durch den Sand, in seiner Hand die Tentakel eines rießigen Oktopuss, den er hinter sich herzog. Doch bevor er sich ans Werk machen konnte und das Prachtstück grillte hörte er plötzlich Stimmen in der Nähe. Langsam marschierte der Lehrer zu dem Palmennest während er dem Gespräch lauschte. Eine Vampirin die irgendwas vom Blind sein brabbelte und ein verweichlichter Gestaltenwandler der sich danach sehnte stärker zu werden? Die Schüler auf der Insel hatten definitiv merkwürdige Probleme. Vorsichtig betrat der Grünhaarige nun das Palmennest, seine Augen waren zu zwei kleinen Schlitzen verengt und sein Blick sprang kurz zwischen den Beiden hin und her. Doch anstatt irgendwas zu sagen kratzte Gin sich nur am Kopf, nahm sich einen Stock und kritzelte einen merkwürdigen Zirkel in den Sand. Den Oktopuss den er bei sich hatte wuchtete er über seine Schulter und legte ihn in den Kreis, während er irgendwelche unverständlichen Worte in einer offensichtlich fremden Sprache vor sich hin murmelte. Nach einem Schritt zurück und einem Schnippen seiner Finger später machte es plötzlich einen lauten Knall und der magische Zirkel löste sich in eine Flammensäule auf, die den Oktopuss knusprig braun grillte. Er warf den zwei Schülern neben ihm nochmal einen kurzen Blick zu, doch anstatt sich zu erklären hockte er sich vor das Meerestier und riss sich ein großes Stück Fleisch raus, das er sogleich in seinen Mund stopfte. Er hatte so einen Hunger, am liebsten hätte er das ganze Vieh mit einem Mal verschlungen, doch das war wohl nichtmal ihm möglich. Wie ein wildes Tier stürzte sich der Grünhaarige auf den Oktopuss, bis er sich irgendwann zufrieden auf den Bauch klopfte und sich auf den Rücken in den Sand fallen ließ. Erst jetzt hob er seinen Arm und brachte zur Begrüßung ein kurzes: "Yo.", über seine Lippen. Mühsam richtete sich Gin nun auf und musterte die Beiden, seine Augenlider öffneten sich dabei und seine giftigen gelben Augen blitzten kurz hervor, während ein schmalles Grinsen sich über seine Lippen zog. "Du willst stärker werden? Einfach so? Während du hier gemütlich herum gammelst? Süß...", kicherte der Grünhaarige und trat einen Schritt an den Jungen heran, bevor er sich dem Mädchen zuwandte. "Und du junge Lady? Man sollte sich wohl fragen ob es nicht eine bessere Alternative als einen Augen-Fetisch gibt.", setzte er dann fort.
Das war wohl typisch Gin, einfach irgendwelche Schüler überfallen und deren Nerven strapazieren, doch der Lehrer hatte einen anstrengend Tag gehabt und sich wohl ein wenig Spaß verdient oder? Doch diesmal wollte er nicht gleich damit herausplatzen das er ein Lehrer war, er würde die Beiden einfach ein wenig provozieren und schauen was sich so ergibt. Das Grinsen auf seinen Lippen wurde etwas breiter als er plötzlich einen Schritt nach vorne wagte und den Beiden ohne Vorwarnung in die Wange kniff. "Naja, ich hoffe ich habe euch nicht bei eurem intimen Moment gestört.", sagte er während seine Gedanken schon einen Schritt weiter waren. Wie die Zwei wohl reagieren würden? Der erste Eindruck von dem Jungen ließ Gin darauf schließen das er es wohl einfach über sich ergehen lassen würde, doch Vampire waren ja bekannt für ihr temparament und vielleicht würde er es ja schaffen das Mädchen ein wenig... wütend zu machen.
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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Palmennest   So 20 Mai 2012 - 14:50

Aleksandra konnte sich zwischen zwei Varianten nicht klar entscheiden. Entweder Akito dachte sich, er könnte auf einmal einen Spaß anzetteln und das kleine Naiv‘chen spielen oder er war tatsächlich das dümmste Wesen auf dieser Insel. Zuerst sagt er, er wird von alleine stärker und dann sofort freut er sich über die Hilfe anderer. Das sind dann die, die dir die Gewichte halten? Man konnte natürlich auch solange auf ihn einschlagen, bis sich eine dicke Haut gebildet hatte, welche einen großen Teil des Einschlags abfing. Abhärtung war ein bekanntes Mittel, nur fragte sich die k’Hel, ob man das vollkommen gleichsetzen konnte mit der Absicht, stärker zu werden. Welche der Teil seiner Aussage sie aber am meisten überraschte – auf einer negativen Art und Weise -, war: Ist ja nicht so schwer. Nun auf einmal, nachdem er lange genug darüber hergefallen ist, wie schwer die Welt doch ist, scheinen die Dinge plötzlich viel einfacher geworden zu sein. Was danach kam, unterstützte seine Dummheit nur. Der Vampiress war es eigentlich egal, ob er dachte, ein guter Komiker zu sein oder mit einem Menschenhirn bestraft war, was er da sagte wirkte sich so oder so negativ auf sein Ansehen aus. Respekt war hier eine Traumvorstellung geworden.
So in etwa musste ein Gespräch einen Punkt erreichen, damit Aleksandra zu angepisst von jemandem war, als dass sie ihm jemals wieder einen Atemzug gönnen würde. Eigentlich wollte sie sogar aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. Bei Leibe würde ihr Nervenkostüm diese Torheit nicht mehr aushalten. Allerdings tauchte eine neue Figur auf, welche die k’Hel an ihrem Platz noch ohne Regung verharren ließ. Iiieeh. Mehr konnte sie sich bei seinem Anblick nicht denken. Dieses grässliche Grün auf seinem Kopf war das Sinnbild einer Kriegserklärung. Wenn sie da schon wüsste, wie später seine geöffneten Augen aussahen, wäre sie sofort über den Rand des Palmennestes gestürmt. So aber musterte sie den Herrn, der noch fremder wirkte als Akito. Was er mit seinem Meeresfrüchtchen trieb, beeindruckte sie kein bisschen. Erster Fakt, der seiner Akte beigefügt wurde: Arroganz. Sie hoffte sofort, dass er ebenfalls jemand war, den man nicht wiedersehen musste.
Als der Kerl seinen Oktopus vertilgt hatte und sich seiner Sättigung erfreute, gab er Aleksandra zum ersten Mal Grund, ihn zu mögen, denn er warf Akito dieselbe Dummheit vor, wie sie zuvor erst. So war es kein Wunder, dass sie zwei Mal zustimmend nickte, als der Jungspund zurechtgewiesen wurde. Als er sich dann aber ihr zuwandte, stockte sie wieder und noch ehe er den Mund weit genug offen hatte, überkam sie schon ein ungutes, hasserfülltes Gefühl. Vor seinem ersten Wort sprang eine Stimme bereits durch ihren Kopf, die nichts anderes zu sagen hatte, als dass jetzt nichts Gutes für sie folgen würde – und dem war auch so. Es graulte ihr sichtlich. Aleksandras Blick verformte sich, Unbehagen zeichnete sich ab. Das rechte untere Augenlid begann schon zu zucken vor Abscheu. Der Kerl, wie alt und erfahren er auch immer war bzw. sein sollte, verstand es wirklich, alle möglichen Sitten zu brechen. Er war die Verkörperung der Vergewaltigung von Zucht und Ordnung. Wer redete denn schon jemand mit du an und nannte sie dann deine Lady? Von welchem Bauernhof haben sie den denn freigelassen? Und dieses freche, ignorante und vor allem arrogante Handeln, das konnte doch keiner für gut heißen. Wie gut, dass er bei Alix‘ straffer, glatter Haut nur minimal zukneifen konnte. Seine schäbigen Finger glitten geradezu an ihrer Alabasterhaut entlang. „Pff.“
Aber die Gute war ja eine beherrschte Dame. Unter allen anderen Umständen hätte sie sich sogar selbst den letzten Nervenstrang getrennt, um über ihn herzufallen, doch in diesem einen Fall war doch klar, dass er nur seinen Spaß wollte. Anders würde er nicht so ein genüssliches Grinsen an den Tag legen und die beiden wie zwei Minderjährige behandeln. Nein, den Gefallen wollte sie ihm nicht tun, daher war es nur steigende Abneigung und Abscheu, welche sie ihm offenbarte. „Wenn man nichts mit dem anfangen kann, was man flüchtig hört und sieht, sollte man es unterlassen, sich törichten Unrat auszudenken.“ Bekanntlich rümpfte die Russin ihre Nase. „Schau dir seine Augen an und du wirst sehen, welch‘ wunderschöne Farbe sie haben. Das hat nichts mit Fetisch zu tun, sondern einfach nur mit einem Sinn für Ästhetik. Kch.“ Aber wie sollte das auch jemand verstehen, dem sich zu seinem giftigen Haar auch noch ähnlich verdrehte Augen gesellten. Der Teufel hatte nicht zu viel Versprochen, als er bei seiner Geburt wohl sagte, ein Unheil über die Welt geschickt zu haben.
Die k’Hel, wenn’s nicht schon geschehen war, verschränkte die Arme demonstrativ vor ihre Brust, wohl unter der Brust und überschlug die Beine. Mit ihrem genervten Blick blieb sie vorerst beim neusten Fremdling hängen. Da war ihr dieses Mädchen von gestern bei Weitem lieber, welche den Mund nie aufbekam und immer nur trotzige Reaktionen von sich geben konnte. Ach, da war ihr sogar Lucas lieber, der ihr ihren Posten als Klassensprecherin unrechtmäßig gestohlen hatte. Beide zusammen als eine Person waren erträglicher als diese beiden Knaben. Sie glaubte es nicht, aber ein kleines Sehnen nach den vermeidlichen Feinden wurde in ihrer Brust geboren.

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BeitragThema: Re: Palmennest   Di 22 Mai 2012 - 22:08

Gin kicherte nur als das Mädchen ihren Mund öffnete. Ihr erster Kommentar kümmerte den Lehrer relativ wenig, der einzige Gedanke der ihm dabei durch den Kopf ging war: hochnässig. Vielleicht war es ja die Art und Weiße in der sie sich ausdrückte oder schlicht und einfach ihre Körperhaltung, jedoch gab sie den Eindruck als ob sie irgendein verwöhntes Görr war, das sich genötigt fühlte mit ihrer "Erhabenheit" zu prallen. Jedoch die Tatsache das sie Minuten zuvor um die Augen eines fremden Jungen gebettelt hatte und das geschwollene Geschwafel jetzt, gemeinsam gab es in Gins Augen ein eher lächerliches Bild von sich. Ihre nächste Worte hingegen fühlten sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Eigentlich wollte Gin ja nur ein wenig Spaß haben, eigentlich wollte er derjenige sein der das Mädchen provoziert und nicht umgekehrt, doch unabhängig davon ob es einfach eine seiner Stimmungsschwankungen war oder ob er es wirklich persönlich nahm, ihre Worte versetzten ihn regelrecht in Rage. Das Grinsen in seinem Gesicht verschwand noch im selben Augenblick und seine Augen wurden noch bedrohlicher als vorher, da sich seine Pupilen zu zwei kleinen Schlitzen verengten und ihre reptilische Natur preisgaben. Der Grünhaarige war kurz davor seine Kontrolle zu verlieren, was nichteinmal gänzlich die Schuld der Vampirin war. Sie konnte natürlich nichts über seine Zwiespältigkeit wissen, doch der Kampf mit Baylon hatte in der Tat das Gemüt seines Dämonen angeheizt.
Gins Augen zuckten leicht als er seinen Arm langsam hob, er war einen Moment davor Hand an das Mädchen anzulegen, doch stattdessen brach er in ein nahezu hysterisches Gelächter aus, bevor er seine Klauen in die nächstbeste Palme rammte. "Farbe? Ästhetik? Wie kann ein Lebewesen so naiv sein und die Farbe eines Organs 'ästhetischer' finden als dessen Funktion?!", sprach er in immer lauter werdenden Ton, während er einen Schritt an sie herantrat und seine scharfen Fingernägel über ihre Wange streichen ließ. "Vielleicht sollten wir einfach mal dein Herz aus deinem Brustkorb reißen und wir schauen mal ob es eine schöne Farbe hat?" Gin kicherte leise bevor er einmal tief ein und aus atmete und sich gegen die zuvor zerkratzte Palme lehnte. Sich aufregen war einfach so anstrengend, dem Dämonenprinzen in seinem Kopf zu unterdrücken noch viel mehr. Zitternd schob er sich eine Tablette in den Mund und ließ ein leises Seufzen von sich. Wahrscheinlich hatte er bei jeder Person die er bis jetzt auf der Insel getroffen hatte den Eindruck hinterlassen das er ein Junky ist, aber was solls? Lieber ein 'Junky' anstatt das sein Körper von innen verfaulen anfängt oder gar irgendwelche Schüler in kleinen Scheibchen wieder gefunden werden. Er atmete nocheinmal durch und rieb sich die Augen, die inzwischen wieder 'Normalzustand' annahmen. Sein Blick wanderte wieder zu der Vampirin, worauf er diesmal in ruhiger Tonlage sprach: "Verzeiht meinen Wutausbruch, ich bin heut nicht ganz auf der Höhe... vielleicht mag die ein oder andere Person ja die Augen von Mr. Naiv ansprechend finden, jedoch sind die Augen ein Wunderwerk der Natur und es wäre eine Verschwendung sie wegen stupiden Gründen wie Ästhetik zu verschwenden." Seinen Spaß würde der Lehrer jetzt wohl nicht mehr kriegen aber naja, sein Anfall war sowieso Aufregung genug gewesen. So kratzte Gin sich nur verlegen am Kopf und gönnte sich noch ein Stück Oktopus. "Auch ein Stück?", fragte er dabei aus höfflichkeit vorsichtig in Richtung der Schülerin.
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Aleksandra S. k'Hel
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BeitragThema: Re: Palmennest   Fr 25 Mai 2012 - 17:17

Okay, ein Fall für das Irrenhaus. Es konnte am Oktopus liegen. Vielleicht war das Tier krank gewesen, als er es fing oder auf dem Weg hierher kreuzte er den Weg einer Giftwolke. Jedenfalls verlor Aleksandra in dem Moment, wo er zu lachen begann, den Glauben an seinen Verstand. Was die Aktion mit der Palme sollte, konnte sie sich auch nicht anders erklären, als es der ewig pubertären Männlichkeit zuzuschreiben. War der Herr also auch nur ein willenloses Opfer seines Egos wie so jeder Mann, jeder Knabe. Aleksandra seufzte und schaute sich dann, als hätte man sie drum gebeten, missmutig die verzerrte Palmenhaut an. Ohne etwas dazu zu sagen, drehte sie ihren Blick wieder auf den Grünschopf und horchte genervt seinen Worten zu. Ohne die Lippen zu bewegen, diskutierte sie ihre Meinung. Ästhetik empfindet doch niemand, weil etwas funktioniert. Ästhetik sieht man. Es ist gar nicht möglich, eine Funktion ästhetisch zu finden, außer man steht auf Mathematik und findet den Satz des Pythagoras sexy. Innerlich schüttelte sie den Kopf. Sie fand die Frage total … abstrus. Wie naiv kann ein Lebewesen sein und eine Funktion mit Ästhetik beschreiben? Aber das alles sagte sie nicht. Die Russin dachte es nur. Zwar schaute sie ihn an, aber außer ihren Augen sprach niemand. Alix wollte gar nicht erst wissen, was passieren würde, wenn sie jetzt den Mund aufmachte. Das würde ihn nur noch mehr antreiben. Nein, danke.
Aber damit war es noch nicht genug. Sofort im Anschluss sprang auch schon die nächste dumme Frage aus seinem Mund. Und Aleksandra konnte wirklich nicht anders, als sich ruckartig die flache Hand ins Gesicht zu klatschen. Seine seltsame Streichelaktion konnte sie ja noch übersehen, aber die Frage, ob er ihr das Herz herausreißen sollte, um dessen Farbe zu betrachten, war mal total daneben. Aber gut, warum er sich so verhielt, hatte sie bereits geklärt: Es war das Y-Chromosom, welches ihn so verunstaltete.
Für einen Moment dachte Aleksandra daran, einfach nur das Bein zu heben, um ihn an seiner männlichsten Stelle zurechtzuweisen. Vielleicht würde das den Blutdruck in der unteren Region drosseln und Menschlichkeit würde wieder die Kontrolle über seinen Körper erlangen. Seine Fingerchen hätten sie dabei nicht beunruhigt. Die k’Hel ließ sich allerdings genügend Zeit zum überleben, damit ihr Gegenüber die Chance bekam, sich zu berichtigen. Als er mit einem entschuldigenden Wort das Gespräch fortführen wollte, schoss erstmal Erstaunen in Aleksandras Gesicht. Um ehrlich zu sein, hätte sie diese Reaktion wirklich nicht erwartet. Richtig baff bzw. verblüfft schaute sie ihn an und nickte nur, um zu zeigen, dass sie ihn verstand. Wenn der Abgang seiner Entschuldigung allerdings nicht wieder schlecht gewählt gewesen wäre, hätte sie ihm tatsächlich auf der Stelle verziehen. Doch nicht so. Ob sie ein Stück wollte, winkte sie sofort ab. Aleksandra wich zurück zu seiner Aussage zu stupiden Gründen. „Ästhetik ist keinesfalls stupide.“ Aber gut, wenn ich mir deinen Farbverstand anschaue, wundere ich mich nicht, dass ich hier mit einer Mörtelwand rede. „Verschwendet wird gar nichts. Gerade weil sie ästhetisch sind, werde ich sie nicht einfach … wegwerfen. Sie werden einen ganz besonderen Platz in meiner Sammlung einnehmen. Irgendwann werden sie verblassen, irgendwann wird er mindestens wegen seinem Alter ins Gras beißen und dann sollen diese Augäpfel verloren sein? Ich bitte dich, das kannst du nicht erwarten.“ Tadelnd schüttelte sie erneut den Kopf. Die Arme hatte sie immer noch verschränkt und das Unverständnis für seine Ansicht stach förmlich aus ihrer Mimik heraus.

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BeitragThema: Re: Palmennest   So 27 Mai 2012 - 16:25

Eigentlich ist die Gleichung ziemlich einfach. Akito ist einfach nur doof. Er hatte so viele Chancen einfach weg zu gehen, und Aleksandra alleine zu lassen. Doch nun kam aus dem nichts heraus ein junger Mann und hatte anscheinend die beiden belauscht. Der Plan mit dem Provozieren der Vampiresse ging auch nicht auf, schlimmer noch, er hatte zugehört. Nun hielt nicht nur das Mädchen ihn für einen Idiot, nein auch noch dieser grün haarige Mann. Es wurde Nacht, und ein leichtes frösteln durch schüttelte den jungen Gestaltendwandler. Steif beobachtete er wie die Diskussion um seine Augen weiter geführt wurde, und langsam wurde ihm das ganze ein wenig zu kompliziert. Wenn sie unbedingt violette Augen haben wollte, könnte sie sich einfach Kontaktlinsen kaufen, aber doch nicht seine raus reissen. Und was der Fremde von den beiden wollte, war Akito auch unklar. Vielleicht war es sogar gut das er da war, wer weiss, was Aleksandra ihm sonst angetan hätte. Aufjedenfall geriet die Situation aus den Rudern, und der Junge wollte nichts mehr damit zu tun haben. Sollen die beiden sich streiten, ihm war das relativ egal, solange es ihn nicht beeinträchtigt. Sein Mund war ausgetrocknet, er hatte Durst, und er war hungrig. Jedoch wollte er keinesfalls irgendetwas von dem Oktopus haben, welcher der Fremde gemütlich geröstet hatte. Rein vom Stand des Mondes, wäre es sogar möglich, dass es nichts mehr in der Cafeteria gab, und er wohl oder übel bis morgen warten musste. Nur wegen Aleksandra.... Die beiden stritten sich zwar immer noch, jedoch entschuldigte der Grüne. Wenigstens etwas. Trotzdem, wollte Akito nur weg von den beiden, denn er traute ihnen nicht über den Weg. Sympathisch waren sie ihm auch nicht, und am liebsten würde er ihnen nie mehr über den Weg laufen, doch bei einer Schule und einem Gemeinsamen leben ist das ein wenig komplizierter. In seiner Hosentasche fing es an zu Vibrieren, und er nahm sein Handy heraus. Auf dem Display konnte er erkennen, das Reiko ihm geschrieben hatte. Das morgige Training. Akito pustete leise Luft aus dem Mund, und fing an zu schreiben. Wenn sie ihm tatsächlich helfen wollte, und nicht nur da war, um ihn auszulachen, würde er sehr gerne kommen. Das schrieb er natürlich nicht, ein einfaches „Ja, passt alles“ reichte schon. Er hing noch ein „Gute Nacht“ ran, und schickte die Nachricht ab. Sein Blick wandte sich wieder zu den beiden Streitlustigen, und der Junge verdrehte die Augen. “Wie auch immer. Meine Augen bleiben da wo sie sind, da kann man nichts dran ändern. Bin dann mal weg, viel Spass euch beiden noch.“ Mit schnellen Schritten verliess er das Geschehen, und konnte wieder aufatmen.

Tbc: ???
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BeitragThema: Re: Palmennest   Mi 30 Mai 2012 - 16:21

[out: Dieser Post wird gefälligst noch für die Nacht zuvor gewertet!!!! xD]

Es half nichts. Aleksandra erhob ihr Gesäß und strich sich die wenigen Sandkörner ab, die es trotz ihrer glatten Haut geschafft hatten, haften zu bleiben. Aufdringliches Gelump, dachte sie sich nur. „Besraslitschno.“ Allein aus Frust vergaß sie, ihre Muttersprache zu unterdrücken und so kam ein Wort ans Nachtlicht, welches so viel hieß wie egal. Die Situation war ihr gleichgültig geworden. Es war spät und die k’Hel hatte keine Lust, sich weiter zu ärgern. Der Knabe mit seinen violetten Augen war auch schon verschwunden, außer dem Blut des giftgrün behaarten Kerls gab es also nichts mehr, was Aleksandra vor Ort halten konnte. „Angenehme Nachtruhe noch, wünsche ich.“ Da war ihr guter Mund wieder aufgetaucht und wie die Etikette es von ihr verlangte, ließ sie ihrer neusten Unbekanntschaft einen Abschiedsgruß liegen, während sie selber ihre Schritte Richtung Waisenhaus suchte. Wenn er ein Schüler war, hoffte sie, dass er nicht in ihre Klasse kommen würde. Wenn es aber ein Lehrer war, hoffte sie noch mehr, dass er nie bei der Sonnenklasse Unterricht haben würde. So oder so: Diese Haarfarbe würde ihr noch Alpträume bescheren.
Auf dem Weg zum Waisenhaus fiel der k’Hel ein, dass sie ihr Zimmer seit dem gestrigen Morgen nicht mehr gesehen hatte. Seit diesem Ereignis mit den Werwölfen hatte sie nicht mehr in ihrem zugesicherten Bett geschlafen, noch hatte sie in ihren eigenen Schrank greifen können. Garm war es bekanntlich gewesen, der ihr ihren Bikini besorgt hatte. Jener zuckte auch, was natürlich in der Nacht nicht zu vernehmen war. Zum ersten machte er ausgesprochen selten Geräusche und zum zweiten war es dunkel. In der Dunkelheit sah man bekanntlich schlecht einen Schatten, als welcher sich der gute Junge nun mal tarnte. Es herrschte genau seine magische Zeit.
Ob ich endlich mal meine Mitbewohnerin sehe oder ob sie von den Flohfängern zerfleischt wurde? Hm. Neugierig wäre ich ja schon. Hoffentlich ist es kein Mauerblümchen, schüchtern und zurückgezogen. Sie soll scharf sein, damit ich meine Freude an ihr habe. Aber ein Flittchen darf sie auch nicht sein. Schleppt sie mir dauernd Kerle ins Zimmer, die ich nicht anfassen darf, dreh ich durch, das kann sie wissen. In Gedanken mit sich selbst diskutierend und träumend schlenderte die Vampiress durch den Nebel aus Finsternis, bis die ersten Lampen am Wegesrand Licht ins Ungewisse brachten. Müdigkeit machte sich in ihr breit. Sie würde sich sofort ins Kissen werfen.

tbc: Waisenhaus | Zimmer 108 – Ria, Aleksandra

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BeitragThema: Re: Palmennest   Sa 29 Sep 2012 - 19:15

cf: Die Schule | Erdgeschoss | Cafeteria

Im sich bedanken war sie ziemlich gut – keine Frage. Es wurde auch nicht nach dem dritten Mal lästig oder so. Mathéo empfand es mehr als Spiel, welches sie spielten und Spiele machten bekanntlich Spaß. Draußen an der frischen Luft gab es leider keine Türen, welche er aufhalten könnte. Er hätte sie sich lediglich über die Schulter werfen können und sie zum Palmennest tragen können. Dafür hätte sie sich dann bedanken können. Kurz schielte er zu ihr herüber, dachte über die Idee nach, verwarf sie aber wieder. Das käme wohl viel zu unangekündigt. Vielleicht würde er später mal so eine Aktion starten, wenn er genug Sympathie aufgestaut hatte, um sich so etwas leisten zu können. Das Grinsen war jedoch unvermeidbar und so freute er sich schon mal vor.
Das Palmennest war so, wie er es sich erhofft hatte. Die Sitzecke sah wirklich gut aus und sehr bequem. Der kleine Rest von seinem Geist, der immer noch eine Mütze Schlaf vorziehen würde, klopfte wieder an der Innenwand seines Kopfes. Mathéo ignorierte ihn jedoch und musterte die hohen Palmen. „Perfekt“, murmelte er nur. „Ach, das wäre es dann übrigens“, eröffnete er Velia den neuen Aufenthaltsort. „Man hat mir zwar nur gesagt, dass es sich hier gut chillen lässt, allerdings ist grad das Wort Palmen viel wichtiger.“ Er zeugte hoch zu den Kronen mit den langen Palmenblättern. „Da hängt unser Nachtisch.“ Und bevor er euphorisch in leere Höhen zeigte, schaute er selbst nochmal nach, ob da oben auch wirklich was hing. Direkt neben ihm war eine Kokosnuss-Palme. Glücklicherweise hingen an den Palmen direkt an der Sitzecke keine harten Nüsse, ansonsten würde man die Bequemlichkeit unter ziemlicher Gefahr genießen. „Hm.“ Mathéo stimmte sich nachdenklich. Er könnte jetzt den Finger heben, irgendeinen physikalischen Unsinn heraufbeschwören und schon hätte er die Kokosnuss in Händen. Er schaute zu Velia, die so neugierig und erwartungsvoll schaute, wie er es haben wollte und dann wieder zur Kokosnuss hinauf. „Na warte“, meinte er mehr zu der Nuss als zu irgendwem sonst. Als erstes mussten die Schuhe ausgezogen werden. Barfuß hatte er mehr Griff an der Rinde. Er kam sich sogar schon ein wenig affig vor, als er sich vorstellte, wie er den Baum besteigen würde. Mit den Händen packte er den Stamm und mit den Füßen drückte er sich von selbigem ab. So hatte er an den Fingern und an den Zehen Druck, mit welchem er sich nach oben arbeiten wollte. Das Umgreifen musste schnell sein, damit er das Gleichgewicht nicht verlor und durch die Luft segelte. Allerdings hätte ein wenig mehr Hornhaut an den Füßen auf geholfen, denn die waren ziemlich weich und taten sich schwer, am Stamm zu bleiben. Daher kam es auch, dass er auf halber Höhe mit dem rechten Fuß abrutschte und blitzartig die Arme um die Palme schlang. Jedoch half ihm das nicht gegen die Erdanziehungskraft. Konsequenz war, dass er in einem Affenzahn (also doch affig) nach unten sauste und mit dem Hintern auf dem Sand aufsetzte. Glücklicherweise dämpfte dieser den Aufprall weitestgehend ab, sodass der Schmerz erträglich war. Ein „Argh“ war trotzdem unausweichlich und fortan musste der Hintern gestreichelt werden, bis das Leid verschwunden war. „Uuuuuh …“ Verlegen fasste er sich mit der anderen Hand an den Hinterkopf und lachte seine Blamage davon. „Tja, wohl doch nicht so einfach.“

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BeitragThema: Re: Palmennest   Sa 29 Sep 2012 - 22:57

cf: Cafeteria

Allzu lange dauerte es nicht, bis sie dort angekommen waren, wo Mathéo sie scheinbar hatte hinbringen wollen. Fasziniert sah sich Velia um. Es war ein schöner Ort und schien vor allem zum Entspannen sehr praktisch zu sein. Die Palmen gaben einen gewissen Schutz und man konnte schon fast den Duft des Meeres riechen. Aber deswegen waren sie gar nicht hier? Eher wegen der Palmen, wie Mat sagte. Verwirrt sah sie ihn an, doch da zeigte er schon hinauf in die Palme und ihr Blick wanderte nach oben; wie auch er seiner. Dort oben hingen einige Kokosnüsse unter den Palmenblättern, die jetzt also ihr Nachtisch sein sollten. Und wie sollten sie da ran kommen? Neugierig sah sie wieder zu Mathéo. "Und wie sollen wir da ran kommen?" fragte sie ihn dann und sah ihn erwartungsvoll an. Er schien ebenfalls zu überlegen, dann aber schien ihm auch schon etwas eingefallen zu sein. Auf das, was er vorzuhaben schien, hätte auch Velia kommen können, doch hätte sie nicht im Traum daran gedacht, diese Idee auch auszuführen. Wer konnte schon eine Palme hochklettern? Nur die, die es wohl öfter machten. Oder sie selbst, wenn es gerade Vollmond war - an diese Möglichkeit wollte sie allerdings gar keinen Gedanken verschwenden. "Meinst du nicht, dass das ein bisschen gefährlich ist?" fragte sie besorgt, nachdem er sich seine Schuhe ausgezogen und sich an die Palme geklammert hatte wie ein Affe. Genauso sah es im Grunde auch aus; wie ein kleines Affenbaby, das zum ersten Mal Kletterversuche übte. Und da auch diese nicht sofort einen Baum erklimmen konnten, war es im Grunde nicht wunderlich, dass Mathéo es nicht bis ganz nach oben schaffte. Trotzdem sah Velia erschrocken dabei zu, wie er den Stamm schließlich hinab rutschte, bis er auf dem Boden aufkam. Zunächst konnte sie rein gar nichts sagen, sondern sah ihn nur völlig erschrocken und besorgt an. Doch obwohl sie sich Sorgen darum machte, dass ihm etwas passiert war, musste sie ein Lachen wirklich unterdrücken; es hatte zu komisch ausgesehen. Und dass er nun auch lachte, trug nicht gerade dazu bei, das Lachen zurück zu halten. "Alles in Ordnung?" fragte sie schließlich, denn das war wichtig, und obgleich sie ein Schmunzeln nicht ganz verstecken konnte, hörte man doch die Besorgnis in ihrer Stimme. Wäre ihr das passiert, sie hätte vermutlich nicht lachen können, aber zumindest schien es nicht so extrem zu sein, wie es ausgesehen hatte, wenn er trotz dem Sturz und der sicher aufkommenden Schmerzen noch lachen konnte. Das war ja immerhin etwas. Zwar hatten sie noch immer nicht die Kokosnüsse, dafür aber wenigstens etwas, über das sie reden konnten. "Hast du denn geglaubt das wäre einfach?" fragte sie nach und reichte ihm schließlich die Hand, damit er aufstehen konnte; nicht, dass er das nicht allein geschafft hätte, aber sie wollte ihm eben helfen, ob ihm das nun gefiel oder nicht. "Ich könnte sie runter schießen, allerdings bräuchte ich dazu meinen Bogen oder zumindest etwas, was dem nahe kommt." sagte sie schließlich. Auf jeden Fall würde sie die Kokosnüsse damit herunter bekommen; vielleicht nicht beim ersten Pfeil - oder Geschoss -, da sie, seitdem sie auf der Insel war, keinen Bogen mehr in der Hand gehabt hatte, aber sie war sich sicher, die Früchte bestimmt herunter zu bekommen. Diese Methode war zumindest leichter, als den Stamm hinauf klettern zu wollen. Und ungefährlicher auch, zumindest dann, wenn man den herunterfallenden Früchten ausweichen konnte. Ein weiterer Blick nach oben und sie hatte auch schon den ungefähren Schusswinkel berechnet - oder zumindest geschätzt. Aber das brachte ohnehin nichts ohne Bogen, weshalb sie nun auch schon wieder zu Mathéo sah. Ob er noch eine andere Idee hatte? Irgendwie musste man doch an die Kokosnüsse heran kommen können, ohne sich grossartig zu verletzen.
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Palmennest

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