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 Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]

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BeitragThema: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   So 29 Jan 2012 - 14:39

das Eingangsposting lautete :

Vor dem Waisenhaus



Das Waisenhaus ist ein gigantisches Gebäude, das vorallem in der untergehenden Abendsonne sehr einladend wirkt. Links vom Hauptgebäude, in welchem die normalen Zimmer der Jungen und Mädchensind, befindet sich der Neutrakt und hinter dem Hauptgebäude haben die Badehäuser samt Aussenbad ihren Platz gefunden. Der Platz vor dem Waisenhaus ist sehr gross, sogar ein Basketballkorb hat hier noch hingepasst.
Im obersten Geschoss des Neutraktes befinden sich die Zimmer der Erzieher!
Die Treppe ausserhalb ist lediglich ein Fluchtweg und darf in der Regel auch nur als ein solcher genützt werden.

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Sa 14 Mai 2016 - 17:20

Auf dem Weg nach draußen fiel mein Blick im vorbei gehen auf die Uhr im Parterre. Was zum...? Haben wir wirklich so lange gebraucht? fragte ich mich etwas geschockt darüber wie viel Zeit bereits vergangen war. "Hoffentlich kommen wir nicht draußen an und es wartet nur noch Seth's Skelett auf uns." murmelte ich leise vor mich hin während wir durch die Tür nach draußen schritten. Glücklicherweise war dem nicht so, wie man bereits aus einiger Entfernung erkennen konnte. Er saß auf einer Bank und schien zu schlafen. Auch Misaki hatte ihn schon entdeckt und rief ihm zu. "Schlafmütze! Aufwachen! Du sollst doch nicht davon träumen etwas anderes außer einen Kartoffelsack am Leib zu tragen, sondern dir endlich mal etwas anderes zulegen. Ein Kurs im Krawattenbinden wäre auch angebracht." Ich musste es mir echt verkneifen nicht laut loszulachen, während meine neue Freundin auf die Antwort gespannt war. Allerdings kam nicht wirklich eine Antwort. Er fragte einfach nur wie spät es war. "Viel zu spät, tut uns leid das es so lange gedauert hat." antwortete ich und entschuldigte mich für unsere Verspätung. Nachdem wir nun direkt vor ihm standen und auch er wieder richtig wach zu sein schien fiel ihm auch auf das Misaki "nicht mehr ganz so scheiße" aussah wie vorhin.
Nachdem das dann auch geklärt war ergriff Misaki wieder das Wort. Sie meinte das wir nun hier waren weil Seth und ich etwas mit ihr unternehmen wollen und wir beschlossen hatten essen zu gehen. Dabei schaute sie uns beide an als wolle sie uns quälen. Irgendwie bereitete mir das etwas Sorgen. Was hatte sie vor? Wahrscheinlich wollte sie sich für den Zickenkrieg vorhin an uns rächen. Ich hoffte inständig das sie sich nichts allzu fieses ausgedacht hatte. Jedenfalls überließ sie uns die Entscheidung wohin es gehen sollte. Während Seth der Meinung war das Misaki, "als unsere glorreiche Anführerin entscheiden sollte wohin wir gehen sollten wusste ich genau wohin ich wollte. Ich hatte mir darüber schon Gedanken gemacht bevor der schräge Vogel in unser Zimmer gestürmt kam. Ich wollte Pizza essen. Allerdings würde ich diese Entscheidung wohl auch unserer glorreichen Anführerin überlassen. "Also ich hätte Lust auf Pizza." gab ich trotzdem zu ehe ich die die Verantwortung der Nahrungsbeschaffung auf Misaki übertrug. "Allerding würde auch ich die Wahl des Speiselokals unserer verehrten Anführerin überlassen. Immerhin weiß ich nicht ob meine Lieblingspizzaria überhaupt noch existiert." Tja, damit hing es nun von Misaki ab ob ich heute verhungere oder ob ich abends satt und glücklich ins Bett gehen kann. "Also dann, Anführerin. Führe uns zum Sieg über den Hunger!" rief ich und reckte dabei die Faust in die Luft. Auch auf die Gefahr hin das die beiden mich für verrückt erklären würden. Aber das war mir egal. Ich hatte Hunger und neue Freunde. Naja, ob Seth noch mein Freund wird würde sich erst noch zeigen. Aber ich war zuversichtlich.

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Mo 16 Mai 2016 - 19:54

Die Rufe der Blondine weckten die Schlafmütze anscheinend aus ihrem Schlaf. Dieser tat sich zumindest erst einmal schwer seine Situation im gesamten überhaupt zu begreifen. Was er sich, wie sollte es auch anders sein, nicht mal Ansatzweise anmerken ließ. Mit der gewohnten Ignoranz und dem allseits bekannten Tonfall machte er sich nicht einmal die Mühe auf ihre Kommentare einzugehen. Was das Grinsen auf ihren Lippen noch breiter werden ließ. Weckte es in ihr die Vermutung ihn unangenehm erwischt zu haben. Sie wusste ja nicht, dass der Weißhaarige das von ihr gesagte überhaupt nicht mal Ansatzweise mitbekommen hatte. Zum Glück nicht, denn sonst hätte sie es wohl ohne Zweifel noch einmal etwas verändert wiederholt. Stattdessen entschuldigte sich Lisanna für die Verspätung der beiden und die Blondine konnte sich einen kleinen Blickwechsel zu ihrer Zimmergenossin nicht verkneifen. Eine Unerwartete Aktion, wie sie persönlich fand. Sie war anscheinend auf Versöhnungskurs zu ihm. Das sich ihr erster Eindruck von dem Dschinn nämlich so schnell verändert hatte, konnte sie so direkt nicht glauben. Über Misakis Lippen selber floss auf jeden Fall nichts zu dem Thema. Sie empfand es als unnötig. Er hatte ja eh geschlafen, hatte sich also erholt. Außerdem war sie extra für ihn nochmal ins Bad gegangen. Ob er es glaubte oder nicht. Obgleich sie es ja schon etwas niedlich fand, wie er wirklich so lange dort gewartet hatte. Was, ohne Zweifel, ein wirklich edle Geste von ihm war.

Als sich der Weißhaarige dann auch endlich von der Bank erhob, wanderte sein Blick direkt über den Körper der Blondine in ihrem Rollstuhl. Ein unangenehmes Gefühl machte sich kurz in ihr breit, denn das war sie von ihm eigentlich so nicht gewohnt. Klar, dass er sie ansah konnte sie ohne Probleme hinnehmen, war es doch etwas total Natürliches. Es ging ja auch schlichtweg nicht anders. Nur konnte sie es seinem Blick und seiner Mimik deutlich ablesen, dass er gerade alles andere tat als sie "nur anzuschauen". Man könnte meinen sie wäre in dem einen Jahr zu einer Seth-Expertin geworden. Weil sie beinahe alles deuten konnte, von seiner Stimmlage bis hin zu seinem Verhalten. Was umgekehrt höchstwahrscheinlich genauso war. Das einzige was ihr dabei allerdings verborgen blieb, waren seine Gedanken. Was er wohl gerade dachte? Eine Frage die sich sogleich beantwortete und Misaki das Gesicht verziehen ließ. Und sein Grinsen dazu! So ein verdammter Arsch! Hier hatte er sie ausnahmsweise mal kalt und unvorbereitet erwischt. Da dachte sie einmal er wäre tiefgründig und würde in Gedanken über etwas nachdenken. Dennoch, das eigentliche Kompliment dahinter überhörte sie keineswegs. Oder, zumindest interpretierte sie eines dort hinein. "Ja danke, welch ein wunderbares Kompliment!", meinte sie unbeeindruckt klingend und schaute von ihm weg. "Ich schmelze dahin, diese Aussage hat mich tief in meinem innersten berührt...nicht.". Bei dem "nicht" drehte sie sich wieder zu ihm. Ein sanfter Gesichtsausdruck machte sich für einen kurzen Moment auf ihrem Gesicht breit, während sie seine Augen dabei fixierte. Mehr an Dankbarkeit würde er, so lange Lisanna dabei war, nicht von der Blondine bekommen.

Dieses Thema war allerdings auch schnell wieder unter den Tisch gekehrt, als alle auf das Thema mit dem "wohin" zu sprechen kamen. Natürlich wollte Misaki sich an den beiden Rächen, aber das ging dann doch nicht so auf wie es ursprünglich von ihr geplant war. Stattdessen, wendete sich das Blatt auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise gegen sie. Zuerst Seth und dann auch noch Lisanna erhoben sie zu ihrer "glorreichen Anführerin". Als ob sie sich entschlossen hätte ihre Wenigkeit in die Mangel zu nehmen. Es gab nicht was die Blondine sich schlimmeres vorstellen konnte als auf einmal die Anführerin von zwei Leuten zu sein, welche sich zu faul waren selbst Gedanken zu machen. Eine Sache die nur halb so schlimm wäre, wenn Seth ihr nicht so penetrant vor dem Gesicht hängen würde. "Klar, weil ich auch so gerne Leute anführe...", sagte sie etwas leise und kurz darauf bildete sich auch bei ihr ein Lächeln auf dem Gesicht. Wie als wäre ihr eine spontane Idee in den Kopf gekommen. "Und mir stehen alle Möglichkeiten offen?". Ihr Grinsen wurde beinahe genauso gefährlich wie das von Seth. Lisannas mitreißende Rede über Pizza, rundete das ganze dann auch noch ab. "Nun!", ließ sie verlauten und räusperte sich einmal stark als würde sie eine Rede halten wollen. "Ich wäre für ein wunderbares, wenn auch kleines Festmahl gleich hier auf dem Gelände.". Der rechte Arm der Magierin machte eine zeigende Geste über das Gelände an dem Weißhaarigen vorbei, als würde sie das Stück Land besitzen. "Dementsprechend wünsche ich mir ein solches Essen für uns drei herbei.". Sie sah lächelnd zu Lisanna herüber und wandte sich dann dem Dschinn zu. "Also mein untergebener Begleiter, würdest du deiner gelobten Anführerin diesen Wunsch erfüllen?", fragte sie und schaute ihm fordernd und ein klein wenig herablassend ins Gesicht. Sie hatte das Gefühl, er brauchte das ab und zu um sich ein wenig zu besinnen. Ob er diesen materiellen Wunsch wahr werden lassen würde? Das war doch seine Aufforderung dahinter, oder etwa nicht? "Eine Pizza für unsere Weggefährtin, etwas für dich und eine überraschende Speise für deine Anführerin, kriegst du das hin?" , setzte sie nach und hob ihre Stimme dabei ungläubig und provokant am Ende der Frage. Warm genug war es hier draußen ja und schlechtes Wetter sah eindeutig anders aus. Blieb nur noch die Hoffnung, dass er ihr selbst nicht wieder Insekten servieren würde. Das würde sie ihm nämlich wirklich übel nehmen. "Oder willst du doch etwas anderes Lisanna?". Sie schaute weg von dem Weißhaarigen zu ihrer anderen Begleitung hinüber. "Du könntest alles essen was du willst. Überlege es dir.".

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Mo 16 Mai 2016 - 22:44

Lisanna's Entschuldigung stieß bei mir ausnahmsweise mal nicht auf taube Ohren. Für einem Moment blickte ich sie ungläubig an, fand ich ihren plötzlichen Sinneswandel doch etwas weit hergeholt und vor allem unüberlegt öde. Dann zuckte ich leicht mit den Schultern und wandt mich ab. "Hmpf." Ein abfälliges Schnauben war alles, was sie dafür zurückbekam. Misaki hingegen erntete ein Lächeln meinerseits, auch wenn es ein wenig fies rüber kam, sie wird es zu deuten wissen. Denn ich bemerkte ihren Blick ebenfalls und ich genoss den dezenten Ausschluss Lisanna's dadurch. Wahrscheinlich sieht sie nur, dass wir Gehässigkeiten austauschten und fürchtete, wir würden uns irgendwann gegenseitig in Stücke reißen. Nun, ausgeschlossen ist das nicht, schließlich strotzt die Freundschaft die ich mit Misaki pflege mehr von gegenseitigem Verständnis als von Vertrauen und Hingabe. Sie würde nicht zögern mich zu ohrfeigen, wenn ich mich zu weit aus dem Fenster lehne und ich würde keine Sekunde zögern, sie in eine düstere Parallelwelt zu verbannen. Tatsächlich gibt es viele Aspekte, die Leute wie Lisanna nicht verstehen. Sie gehört zu denen, die unserem Trotz mit Vernunft und Rationalität entgegen wirken wollen, daran aber kläglich scheitern, wie ein Papierschiff in einem Sturm auf hoher See.

Uns verband etwas wie eine Geheimsprache, die nur wir beide zu verstehen wussten und das entzückte mich sehr. Deswegen war auch nichts dagegen auszurichten, ihr ein paar Wünschte zu erfüllen, solange ich dabei nicht leer ausgehe! Die Idee hinter meinem großzügigem Angebot war, dass ich mich schon seit längerem nach den Speisen aus meiner Heimat sehnte. Ein Dschinn kann sich selber keinen Wunsch erfüllen und ägyptische Restaurants gibt es hier auch nicht, also würde mir der Wunsch einer anderen Person gelegen kommen. Glücklicherweise machte Misaki sich keine Gedanken um meine Beweggründe, also gab es wirklich nichts an der Erfüllung dieses Wunsches auszusetzen! Es bildete sich ein Grinsen auf meinen Lippen, was sie wahrscheinlich noch nie zuvor bei mir gesehen hatte. Mit fast schon kindlicher Begeisterung fing ich an zu strahlen und richtete mich auf, nur um mein Haupt kurz darauf wieder leicht zu verneigen. "Dein Wunsch sei mir Befehl!" Ich geriet vor Vorfreude recht schnell in die Levitation und schnippste wie gewohnt mit meinen Fingern. Das war zwar für die Durchführung des eigentlichen Zaubers komplett unnötig, aber wie der Knicks zu Anfang pure Gewohnheit bei mir.

In Sekundenbruchteilen bereitete ich alles vor. Zunächst ein Teppich, dann ein großer runder Tisch, dann die weiße Tischdecke, Platzdeckchen, Teller, Gläser, Tassen, Silberbesteck und sogar das Blumengesteck und den Kronleuchter ließ ich nicht außer acht. Mir persönlich hätte nur das Essen gereicht, doch ich habe mich soeben dazu verpflichtet, ihrem Wunsch eines Festmahls nachzukommen. Es fehlten lediglich die Wände eins Edelrestaurantes drum, doch danach hatte sie ja nicht gefragt. Die Mädels standen brav zusammen also war es mir ein leichtes mich hinter ihnen zu positionieren und sie mit einer einzigen Berührung an der Schulter an ihre Sitzplätze zu befördern und mich gleich daneben. Mittlerweile, war ich auch wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen und ich beugte mich neben Lisanna auf Augenhöhe zu ihr nieder. "Was darf's denn sein?" fragte ich und grinste ihr ins Gesicht. "Magherita, Salami, Schinken, Thunfisch? Oder vielleicht doch was ganz spritziges?" Sie konnte kaum schnell genug gucken als genannte Gericht vor ihrer Nase erschienen, als ich von den verschiedenen Sorten berichtete. "Wie wär's mit Hawaii~?" Jenes Gericht gesellte sich zu den anderen und sie könnte nun frei wählen. Auf der Stelle wandte ich mich Misaki zu, hatten wir Lisanna wahrscheinlich nun abgeharkt.

Auf meinem Weg zu ihr, selbst wenn es nur wenige Meter waren, erschienen Flaschen und Kannen mit verschiedensten Getränken darin auf dem Tisch. "Misaki." seufzte ich und positionierte mich direkt hinter ihr. "Du willst dich überraschen lassen, ja? Wie wär's mit..." Meine Hände verdeckte für einen Moment ihre Augen und ich überlegte. "Rinderfilet mit Trauben-Cranberry-Vinaigrette?" Gesagt getan, ich nahm meine Hände von ihren Augen und das Gericht stand schlingfertig vor ihr auf dem Tisch. "Oder doch etwas weniger protziges?" fragte ich eher mich selbst als sie. Trotzdem blickte ich für einen Moment relativ ernst in ihr Gesicht und überlegte. "Hm, ich überlass es lieber dir." Ein Schulternzucken, gefolgt von einem weiterem Schnippen mit meinen Fingern. Im nu erschienen einige weitere edle Gerichte auf dem großen Tisch. Verschiedene Gerichte aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Zutaten - aber jedes von ihnen edel angerichtet. Auch auf meinem vorher noch leerem Platz standen nun ein paar Sachen. Ich wusste genau, was ich wollte, also ließ ich mich mit recht stolzem Blick vor meiner Portion Kebda Eskandarani nieder. Ein Schwarztee mit Milch und meine Nachspeise stand für mich genauso wie für die anderen bereit. Während sie die Wahl zwischen diversen Eis- und Kuchenkombinationen hatten fiel meine Wahl auf Umm Ali. Mir zog der altbekannte Geruch in die Nase ich zögerte nicht nach dem besteck zu greifen. "Wajubat shahyatan. Auf dass es euch hier und heute gut mundet!" grüßte ich mit einem unverkennbar zufriedenem Lächeln ehe ich mich daran machte, mein Leibgericht vor mir zu verputzen. Zwar ist es ungewöhnlich, das ich die Fleischpaste im Fladenbrot mit Messer und Gabel aß, doch Tischmanieren sind mir unglaublich wichtig. Ich habe es nicht anders gelernt und in 17 Jahren nicht einmal irgendwas mit den Händen gegessen. Was Misaki und Lisanna machten, was mir dabei relativ gleich, Hauptsache ich machte mich beim Essen nicht schmutzig.
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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   So 22 Mai 2016 - 18:59

Auf meine Entschuldigung wegen unserer Verspätung bekam ich nur einen ungläubigen Blick und ein Schnauben als Antwort. Okey, Seth konnte mich scheinbar wirklich nicht leiden. Aber egal, das hat mich noch nie davon abgehalten zumindest den Versuch zu wagen mich mit demjenigen anzufreunden. Zumal ich mich wohl oder übel mit ihm abgeben musste, schließlich schien Misaki ihn ja zu mögen. Und umgekehrt schien es nicht anders zu sein. Ich konnte mir zumindest nicht vorstellen wieso er sie sonst schon im nächsten Moment anlächelte.
Kurz nachdem wir sie zu unserer Anführerin erklärt hatten fällte Misaki, bezüglich des Ortes an dem wir essen, auch gleich eine Entscheidung. Sie wollte gleich hier ein kleines Festmahl. Also ein Festmahl konnte ich mir hier nicht wirklich vorstellen. Ein Picknick vielleicht, aber niemals ein Festmahl. Doch ich sollte eines besseren belehrt werden. Sie schaute mich lächelnd an während sie sich ein dementsprechendes Essen für uns drei wünschte. Anschließend schaute sie zu Seth hinüber und fragte ihn ob er ihr diesen Wunsch erfüllen würde. "Eine Pizza für unsere Weggefährtin, etwas für dich und eine überraschende Speise für deine Anführerin, kriegst du das hin?" Kaum hatte Misaki diese Bestellung abgegeben antwortete Seth auch schon mit den Worten "Dein Wunsch sei mir Befehl!" Er begann zu schweben schnippte mit den Fingern und schon im nächsten Moment erschien ein prächtig gedeckter Tisch über dem sogar ein Kronleuchter schwebte. Ich wollte Seth erstaunt anschauen, aber der war plötzlich verschwunden. Hä? Wo... Weiter konnte ich den Gedanken nicht führen, denn schon im nächsten Moment lag sein Hand auf meiner Schulter und einen Augenblick später fand ich mich auch schon auf einem der Stühle wieder. Etwas erschrocken darüber schaute ich mich um bis er dann neben mir auftauchte und mich fragte was es denn sein darf. Er stellte mir eine kleine Auswahl, die auch schon im nächsten Moment vor mir in der Luft schwebte. Margherita, Salami, Schinken, Thunfisch und Hawaii. 5 Pizzen die er einfach mal so herbei gezaubert hatte. Und ich durfte entscheiden was ich nehme. Misaki meinte ich könne auch etwas anderes nehmen, ich hätte die freie Wahl. Aber meine Entscheidung stand schon fest. "Ich nehme die Pizza Margherita, die Salamipizza und die Schinkenpizza." Okey, das könnte jetzt etwas verfressen wirken aber das war bei mir eine normale Mahlzeit. Keine Ahnung wieso, aber jedes Mal wenn ich weniger aß kippte ich irgendwann um. Jedenfalls landeten die drei Pizzen nun vor mir auf dem Tisch, während die anderen beiden sich wieder in Luft auflösten.
Für Misaki zauberte Seth ein Rinderfilet mit Trauben-Cranberry-Vinaigrette herbei und überließ ihr die Entscheidung ob sie es wollte oder nicht. Für ihn selbst erschien etwas das auch den ersten Blick aussah wie ein Döner und doch irgendwie keiner zu sein schien. Neugierig schaute ich zu ihm rüber. "Was hast du dir denn da ausgesucht? Das sieht ziemlich lecker aus." fragte ich freundlich lächelnd. "Darf ich dann mal etwas davon probieren?"
Seth hatte es tatsächlich geschafft. Er hatte nun ein gewisses Interesse an ihm in mir geweckt. Blieb nur zu hoffen das dieses Interesse nur auf seine Kultur, beziehungsweise auf das Essen seiner Heimat beschränkt blieb. Sonst würde ich mir Misaki wohl schnell zur Feindin machen. Und das wollte ich nun wirklich nicht. Da fiel mir grad ein, woher kamen die beiden eigentlich? Kaum stellte sich mir diese Frage trug ich sie auch gleich nach außen. "Woher kommt ihr beide eigentlich?" fragte ich die beiden, während ich an meiner ersten Pizza knabberte. Natürlich aß ich diese mit Messer und Gabel, schließlich befanden wir uns hier in einem gehobenerem Ambiente. Und da ich es etwas unhöflich fand dies zu Fragen ohne vor den beiden zu antworten erklärte ich auch gleich woher ich kam. "Ich komme aus Deutschland. Um genau zu sein aus einer kleinen Stadt in Sachsen." Nun war es an den anderen die Frage zu beantworten und ich schaute die beiden neugierig an. Wobei es mich zugegebenermaßen ein kleines bisschen mehr interessierte woher Seth kam. Es interessierte mich natürlich auch mit was für Wesen ich es hier zu tun hatte. Was das anging lag mein Interesse aber mehr bei Misaki, immerhin konnte ich mir schon denken das Seth irgendein magisches Wesen war. Wenn ich so recht darüber nachdachte kam bei ihm nur ein Wesen in Betracht. Misaki äußerte einen Wunsch und er erfüllt ihn. Klarer Fall, er musste sowas wie ein Dschinn sein. Wobei ich mir da trotzdem noch nicht ganz sicher war, immerhin könnte es auch andere Wesen geben, die Wünsche erfüllen. Während ich etwas in diesen Gedanken versunken war begann ich mittlerweile schon meine zweite Pizza zu essen. Dann fiel mir auf das wir ja noch gar nix zu trinken hatten. "Wir haben nichts zu trinken." äußerte ich meine Feststellung auch sogleich. "Dann zaubere ich uns diesmal etwas herbei." Endlich hatte ich mal die Gelegenheit einer dieser Haushaltszauber, die mir Shiki mal beigebracht hatte zu verwenden. Ich schloss meine Augen um mich besser konzentrieren zu können und atmete einmal tief durch. Und schon ging es los. Ich legte meine Hände zusammen so als würde ich beten und zog sie langsam auseinander, während ich in Gedanken einen Zauber sprach mit dem man Wasser aus der Luft sammeln konnte. Und tatsächlich sammelte sich zwischen meinen Handflächen Wasser, welches ich anschließend in eine leere Karaffe schweben ließ. Lächelnd schaute ich die beiden an und nahm mir drei Gläser, um anschließend mit den Worten "bibit apparent." das Wasser in die Gläser zu schütten. Noch während es auf dem Weg ins Glas war färbte sich dieses langsam bräunlich-schwarz und schäumte leicht. Als dann alle Gläser voll waren stellte ich jedem eines hin und lächelte sie wieder an. "Falls ihr keine Cola mögt sagt einfach bescheid, dann bekommt ihr etwas anderes." Schon lustig. Als Shiki mir diesen Zauber beigebracht hatte bezweifelte ich das ich ihn jemals brauchen würde. Jetzt war ich froh darüber das ich ihn konnte.

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Mo 23 Mai 2016 - 20:46

Ein zufriedenes Lächeln ließ sich auf den Lippen der Blondine nieder, als sie die Worte vernahm, welche sie hören wollte. Im Angesicht seiner sonst so unsympathischen Art, war das doch wie der Lichtblick in einem dunklen Tunnel. "Dein Wunsch sei mir Befehl." Wie gerne würde sie diesen Satz öfter aus seinem Mund zu hören bekommen. Sich dem Gefühl hingeben über diesen weißhaarigen Sturkopf triumphiert zu haben. Wobei, jetzt wo sie so darüber nachdachte, das wäre doch irgendwie auch schon wieder zu langweilig. Letzten Endes war es doch gut so, wie es im Moment ist. Dem Dschinn schien es auf jeden Fall nichts auszumachen so mir nichts dir nichts diesem Wunsch nachzukommen und so beobachtete ihn Misaki zusammen mit ihrer Zimmergenossin bei seinem Werk. Nach und nach erschienen immer mehr Sachen vor ihnen. Ein Teppich, Tische, Stühle usw. Alles in einem sehr edlen Ambiente folgend. Was dann passierte war selbst für die Magierin ein klein wenig überraschend. Er teleportierte die beiden Mädchen an ihre Sitzplätze. Beinahe genauso verwirrt wie Lisanna schaute Misaki erst einmal kurz um sich herum und schließlich auf den Stuhl hinab, auf welchem sie sich befand. "Nobel...", merkte sie leise sprechend an und richtete ihren Blick auf die, mittlerweile mit Kleinigkeiten bestückte, Tischplatte. Gerade rechtezeitig um das Schauspiel der fliegenden Pizzen mit zu betrachten. Achja! Pizza, ihr Lieblingsgericht. Allerdings hatte sie davon mittlerweile schon zu viel in den letzten Wochen gehabt. So viel, dass es ihr mittlerweile schon wieder zum Hals raus kam. Hoffentlich würde sie der Weißhaarige nicht noch mit Pizza überraschen. "Übernimm dich bloß nicht. Nicht das die Augen größer sind als der Magen.", fügte die Blondine noch zur Auswahl ihrer Zimmernachbarin hinzu und lachte im Anschluss einmal kurz. Natürlich mit der inneren Frage, wie dieses Mädchen seine Linie halten konnte. Obwohl diese bei ihrer Wenigkeit ja auch so ähnlich war.

Dann ging es zu ihr über, mit einem eher minder begeisterten Ton sprach der Weißhaarige ihre Namen aus. "Ich höre.", meinte sie nur etwas minder gereizt erwidernd und schaute ihm kritisch ins Gesicht, ihre gelben Augen mit misstrauen gefüllt. Sie erwartete schon das Wort Pizza aus seinem Mund zu hören und das wäre der Moment gewesen, wo sie wohl nur still am Tisch gesessen hätte. Doch es kam ganz anders. Unerwartet präsentierte er ihr ein Gericht, welches alleine nur vom Aussehen her ihr Interesse weckte. "Ich nehme es, schließlich ist es genau das richtige für eine Anführerin!", betonte sie stolz und nahm sogleich das nötige "Werkzeug" zum Essen der Speise in die Hand. "Na dann, guten Appetit, meine Untergebenen!", stimmte sie letzten Endes mit Seth ein, welcher ihnen beiden das gleiche Wünschte. Was nun folgte glich eher eine gefräßigen Stille, anstatt einer angeregten Unterhaltung. Aber das störte Misaki gerade überhaupt nicht. Sie selbst wusste auch nicht worüber sie jetzt sprechen sollte. So saß sie lieber still dort, schaute abwechselnd mit ihren gelben Augen in die Gesichter der beiden anderen und aß gesittet ihr von dem Weißhaarigen liebevoll herbeigezaubertes Gericht. Innerlich erfüllt mit größter Dankbarkeit, dass es doch keine Pizza war, welche der Dschinn ihr vorsetzte. Die Frage nach dem Essen des Dschinns überhörte sie gekonnt. Sollte sie ihn ruhig Fragen und er darauf antworten, wahrscheinlich würde es wieder irgendeine dumme Antwort von dem Jungen geben. Aber sie konnte natürlich auch falsch liegen mit ihrer Vermutung. So, oder so. Es war ja nicht ihr Essen.

Kurz danach folgten weitere Fragen und die Magierin wusste nicht so recht, ob es in diesem Moment wohl eher ein Fluch oder Segen war. Denn die Fragen, welche sie an die beiden Stellte gingen der Blondine zu nahe und das würde Seth gleich auch merken. Er kannte sie immerhin am meisten und wusste, wenn auch nicht ganz, über ihre Wenigkeit Bescheid. "Nun, ich lebe seit meiner Geburt hier auf der Insel und seitdem auch im Waisenhaus. Eigentlich ziemlich uninteressant", antwortete sie in diesem Fall ausnahmsweise mal ehrlich und knapp ihrer Zimmernachbarin. Was sollte sie da auch schon groß Lügen? Komplizierter wäre es geworden wenn sie gesagt hätte, dass sie aus London käme oder so. Allein vom Name her würde das schon nicht passen. Ganz im Gegensatz zu Lisanna, wo der Name perfekt zum Land passte. zumindest hörte es sich so an. Keine Ahnung was die andere Blondine mit ihrer Frage sonst noch so alles aus ihr hervorlocken wollte, aber das klappte hier einmal ganz und gar nicht. Weder würde die Magierin auf den Rollstuhl oder andere Vergangene Ereignisse zu sprechen kommen. Da wechselte sie lieber das Thema. "Daher finde ich Deutschland um einiges interessanter.", hängte sie hinten dran und klang dabei unglaublich interessiert. Was natürlich mehr eine vorgetäuschte Sache war als wirklicher ernst. Aber eine elegantere Art von ihrer selbst abzulenken war gerade nicht in ihrem Kopf präsent gewesen."Wie ist es dort so? Und vor allem, was ist dieses Sachsen? Eine Dorf oder eine Stadt? Man kriegt hier leider nicht so viel von der Welt mit.". Blieb nur zu hoffen, dass der Fokus dadurch nicht wieder auf sie zurückfallen würde, was zweifelsohne passieren könnte wenn Lisanna nun auf ihre detaillierte Antwort eine ebenfalls ausführliche von ihr erwarten würde.

Nun wandte sie sich wieder ihrem Essen zu. Im Gegensatz zu ihrer verfressenen Kollegin hatte sie nur den halben Teller von ihrem Gericht gegessen. Was vor allem an ihrem gemächlichen und eher ruhigeren Art des Essens liegen musste. Sie hasste es zu schlingen und vor allem alles in sich reinzustopfen als wäre man bei Wölfen untergekommen. In der Zwischenzeit demonstrierte ihre neue Bekanntschaft schon den ersten Trick. "Interessant!", merkte sie begeistert klingend an und notierte sich innerlich gleich die soeben gesehene Tatsache unter: irgendetwas Magisches. "Ich wünschte, ich könnte auch so etwas. Nur dafür müsste ich wohl sehr lange üben, falls ich es überhaupt kann." . Ihr Blick ging nun zum ersten Mal für ein Gespräch hinüber zum Weißhaarigen, welcher mit seinem Essen beschäftigt war. "Was meinst du Seth?", fragte sie ihn und ließ ihre gelben Augen auf seinem Gesicht ruhen.

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Di 24 Mai 2016 - 0:49

Heheheh, ihre Gesichter waren zu köstlich als ich sie durch die Gegend teleportierte. Ihre hilflosen Blicke, meiner schnellen Magie schutzlos ausgeliefert. An diesen Anblick könnte ich mich zu gern gewöhnen, aber wo bleibt da der Spaß einer erfrischenden kleinen Auseinandersetzung? Richtig, es ist nicht immer am besten zu triumphieren, das teilte mir nun auch Apophis mit. Manchmal muss man eben so tun als würde man nachgeben, nur um dann trotzdem das Ruder für sich rumzureißen. So wie ich es mit Misaki gerade gemacht habe. Ich habe uns allen einen Gefallen getan und irgendwann hab ich was gut dafür! Stück für Stück verspeiste ich das Leibgericht aus meiner Heimat und ich grinste im Angesicht der beiden Damen, die meine Geste wohl sehr zu schätzen wussten. Ich teilte mein Essen sogar brüderlich mit meinem reptilischen Freund, ehe ich nur noch wenige Überbleibsel davon auf dem Teller hatte und Lisanna die angenehme Stille mit ihrer Krähenstimme durchbrach. "Kebda Eskandarani." antwortete ich sogleich kühl heraus und schenkte ihr lediglich einen flüchtigen Blick. Wahrscheinlich wird sie noch nie zuvor davon gehört haben. Das wundert mich allerdings nicht, schließlich ist es ein Traditionsgericht. Solch simple Gerichte essen Touristen in Ägypten doch eher selten. Wieder ertönte Lisanna's Stimme und diesmal bekam sie einen nachdenklichen Blick von mir. Sie will es probieren? Ihrer Essenswahl nach zu urteilen könnte es ihr ein wenig zu scharf sein, sieht sie doch überhaupt nicht aus wie jemand, der Würze gut verträgt. Nun, mir soll es recht sein. Anstatt zu zaubern erhob ich mich wortlos aus meinem Stuhl und stellte ihr den Rest meiner Speise mit bloßen Händen vor ihre Nase.

Mein Gesicht schmückte ein leicht herausfordernder Blick. "Klar darfst du." antwortete ich und klang dabei wohl etwas zu ruhig. Man könnte meinen das Essen würde sie vergiften, aber es ging mir lediglich darum ob sie es wirklich mag. Selbst, wenn die Geste an sich vollkommen Zusammenhangslos war, sie würde in meinem Ansehen steigen, würde sie es wirklich mögen. Denn wenn sie ein Fan der ägyptischen Küche ist, gibt es für eine gute Bekanntschaft zwischen uns vielleicht doch noch Hoffnung. Nicht, dass ich es darauf abgesehen hätte. Eigentlich brauche ich niemanden außer Misaki. Apophis lachte auf meinen Gedanken hin kurz auf, doch warum, verstand ich nicht. Ich ignorierte ihn, hatte ich doch gerade wichtigeres zu tun, als diese Schlange weiter in meinen Kopf zu lassen. Kaum hatte sie sich ein Stück ausgesucht, kehrte ich zu meinem Sitzplatz zurück. Nur für den Fall, dass sie durchdreht. Schließlich grenzte der Geschmack dieser Gabe an einen göttlichen Zauber (auch wenn ich mir nicht sicher bin wie Götterzauber schmecken sollen). Ich nahm minen Tee zur Hand und trank galant einen Schluck. Haah, wie erfrischend! Ein Grund meine Heimat zu vermissen, denn die Milde des Gebäudeschattens in dem wir saßen, nahm den heißen Geist Ägyptens aus diesem Getränk. Schwarztee ist ein Getränkt für heiße Hochsommertage!

In diesem Sinne schaute ich rüber zu Misaki, nichtssagend. Irgendwas hatte sich an ihrer Erscheinung geändert. Ist es ihre alles übertreffende Selbstsicherheit, die ich ihr eingeflößt habe, die sie so strahlen ließ? Konzilianz macht sich in meinem Brustraum breit. Irgendetwas bewegte ihr Anblick in mir. Ich vernahm ein bedrückendes, rhythmisches Dröhnen in meinen Ohren, welches mir erst jetzt wirklich bewusst wurde. Ich Schluckte. War das Bedrohung, die ich da spürte? Anstatt mich abzuschrecken zog mich etwas in ihren Bann, also konnte es nichts derartiges sein. Was auch immer es ist, es gefällt mir nicht. Ich atmete erstmal erleichter auf als Lisanna's Stimme abermals ertönte und in die überschauliche Runde fragte wo wir unsere Wurzeln haben. Ich brauchte diesmal einen Moment länger, ehe ich die Irrelevanz dieser Frage begriff. Ist das nicht offensichtlich? Wir haben hier jemanden mit einem eindeutig japanischen Namen und mich. Mein Äußeres allein ist doch schon sehr preisgebend, oder? Misaki fing an zu sprechen und ich lenkte meinen Blick abermals in ihre Richtung, diesmal im Staunen über Lisanna's außerordentlich dumme Frage. Ich wusste bereits mehr als Misaki preisgab, dabei hatten wir nie über unsere Vergangenheit gesprochen. Nicht ein Wort. Wir haben einander genug erpresst, wir müssen es nicht auch noch in unserer Freizeit tun. Ich merkte, wie Misaki versuchte abzulenken und dabei fiel mir ein wie gerne ich ebenfalls mehr über sie wissen wollen würde. Was hatte sie wohl für Eltern? Was für eine Kindheit? Ob sie wohl gut tanzen kann? Wie sieht ihr Lächeln aus, wenn sie die Person ihrer Begierde anschaut? Alle Möglichen wirren Fragen schossen mir durch den Kopf und ich schnappte erst zurück in die Realität als ich meinen Spitznamen vernahm.

"Häh?" Ich blickte vergleichsweise verwirrt drein, wusste ich doch nicht, warum mich beide Damen gerade anschauten und was Misaki mich gefragt hatte. Doch ich wechselte diese Mine rasch mit meinem neutral-störrischen, ausweichenden Blick aus. "Wie auch immer..." murmelte ich. Was soll ich auch sonst antworten? Ich hatte keine Ahnung wovon die überhaupt gerade gesprochen hatten. "Lissana." Ich sprach ihren Namen mit einer unheimlichen Gefasstheit aus. "Drei Mal darfst du raten wer ich bin und wo ich herkomme." Ich lenkte ab, wie Misaki nur galanter. Als Nachspeise servierte ich dem deutschen Blondschopf also ein leichtes Rätsel. Würde sie nicht drauf kommen würde ich wohl jeden Respekt für sie verlieren. Doch selbst Misaki lag damals daneben mit ihrer Schätzung, ich würde Süßigkeiten im Urwald verkaufen. "Heh." ein kleinlautes Lachen entglitt mir bei diesem Gedanken. Das war vielleicht ein holpriger Start damals. Warum lache ich darüber? Warum lässt es mich so glücklich lächeln? Eigentlich sollte es mich beleidigen, so wie damals, einfach aus Prinzip. Aber heute fühle ich anders darüber. Mein Lächeln wurde zum schelmischen Grinsen und ich schenkte es Lisanna. "Wenn du richtig rätst hast du einen Wunsch frei." Mit Einsatz war die Sache doch gleich viel spannender! "Und du hilfst ihr nicht!" Ich deutete mit dem Finger auf Misaki und musterte sie herausfordernd. Ob sie überhaupt in der Lage ist einen so einfachen Befehl zu befolgen wagte ich zu bezweifeln. Es wäre mir eigentlich eh egal, aber wie die Blonde eben, muss ich vor meinen Schwächen ablenken. Mein Grinsen wurde noch ein wenig fieser und mein Fingerzeig glitt von ihr weg und auf ihr stählernes Gefährt auf zwei Rädern ein paar Meter entfernt von unserem Tisch. "Sonst darfst du zu deinem Rollstuhl zurückkriechen!" Das wird wohl eine Ansage sein. Sie sollte wissen, dass ich diese Drohung bei jedem anderen wahr machen würde, nur bei ihr nicht. Falls nicht schenkte ich ihr ein unauffälliges Zwinkern gleich hinterher. Und so versuchte ich aus einer leeren Drohung eine Bitte zu machen. Ich hoffte, dass sie mich mal wieder durchschaute und lenkte meinen erwartungsvollen Blick nun auf Lisanna. "Ich warte." fügte ich überheblich an und trank einen weiteren Schluck von meinem Tee.
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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Do 26 Mai 2016 - 3:16

Seth beantwortete relativ schnell meine Fragen bezüglich seines Essens. Kebda Eskandarani hieß dieses Gericht also. Irgendwas sagte mir der Name der Speise, ich wusste nur nicht mehr was. Herausfordernd schaute er mich an und platzierte den Rest seines Essens mit den Worten "Klar darfst du." vor mir. Das ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen und verputzte alles was noch auf seinem Teller war. Ein merkwürdig bekannter Geruch breitete sich in meinem Mund aus. Wieso kam mir dieser Geschmack so bekannt vor. Nachdenklich kaute ich auf dem letzten Bissen rum bis es mir endlich einfiel. "AH! Jetzt weiß ich's wieder!" rief ich begeistert. "Ich hab vor einigen Jahren mal versucht Kebda Eskandarani zu kochen, nachdem mir mein Bruder ein Kochbuch von einer Reise mitgebracht hatte. Leider hat es bei weitem nicht so gut geschmeckt wie das hier weil ich einige Gewürze nicht bekommen hab. Danke, jetzt weiß ich endlich wie es wirklich schmecken sollte." lächelnd schaute ich Seth an und würde ihn am liebsten dafür knuddeln das er mich hat probieren lassen. Tja, Herausforderung bestanden kann man dazu nur sagen.
Meine Frage nach der Herkunft der beiden schien Misaki nicht gerade zu begeistern. Zumindest kam es mir so vor. Dennoch antwortete sie und erklärte mir das sie hier auf Isola geboren wurde. Mehr wollte sie mir nicht zu diesem Thema sagen und ich wollte auch nicht weiter nachhaken. Allerdings schien sie sich jetzt für meine Heimat zu interessieren. Sie fragte mich wieDeutschland so ist und was dieses Sachsen war, von dem ich redete. Diese Frage wollte ich ihr natürlich mit Freude beantworten. "Nun, zunächst einmal besteht Deutschland aus 16 sogenannten Bundesländern. Und diese Bundesländer sind so etwas wie zum Beispiel die verschiedenen Staaten in den USA. Und eines davon ist Sachsen." So viel schon mal zu Sachsen. Fehlte nur noch die Erklärung wie Deutschland so ist. "Also ich finde Deutschland wunderschön. Im Norden haben wir tolle Strände, im Süden schöne Berge und überall wunderschöne Landschaften. Aber das tollste für mich ist das Essen. Deutschland zählt sogar neben Frankreich und Japan zu den führenden Gastronomienationen der Welt." Tja, das war's dann auch mit meiner Erklärung wie Deutschland so ist. Logisch, ein Stubenhocker wie ich, der den ganzen Tag nur im zockt, bekommt von der Landschaft nicht viel mit. Das einzige wovon ich berichten konnte war das was ich im Verlaufe des letzten Jahres gesehen hatte und das waren nur die Nord- und Ostsee, Landstraßen und Autobahnen und die Berge. Mehr kannte ich nicht.
Meine kleine Zaubereinlage schien Misaki zu gefallen und sie wünschte sich so etwas auch zu können. Tja, da hilft nur lernen, so schwer waren diese Zauber nicht. Sie fragte Seth was er davon hielt, doch er schien gar nichts mitbekommen zu haben. Auch meine Frage beantwortete er nicht. Im Gegenteil, er wollte das ich errate wer er ist und woher er kommt. "Hmm...wer du bist und woher du kommst..." Nachdenklich schaute ich Seth an und musterte ihn. Natürlich wusste ich bereits woher er kam, aber aufgrund seine Fragestellung konnte ich es mir nicht verkneifen ein Witz draus zu machen. "Ha! Ich weiß es! Du bist Rumpelstilzchen und kommst aus dem Märchenwald." So, jetzt blieb nur noch zu hoffen das er nach diesem Scherz nicht noch davon absah mir einen Wunsch zu erfüllen, wie er es mir bei der korrekten Antwort in Aussicht gestellt hatte. Um auf Nummer sicher zu gehen gab ich auch gleich die Richtige Antwort. "Scherz beiseite, du kommst aus Ägypten. Das hat mir dein Essen verraten. Und das du ein Dschinn bist hat mir die Tatsache verraten das du Misaki's Wunsch erfüllt hast." Damit dürfte mir der Wunsch dann sicher sein oder? Falls nicht könnte ich das vorhin erwähnte Kochbuch raus kramen und ihm etwas Ägyptisches kochen um ihn zu überreden. Sofern ich die nötigen Zutaten hier bekomme.
Mittlerweile hatten wir alle aufgegessen und sämtliche Teller waren leer. Wie immer hatte ich das meiste gegessen und auch noch sämtliche Reste der anderen verdrückt. Fast so wie zuhause nur das ich mir nicht von meinem Bruder anhören musste das ich fett werde. Die nächste Frage die sich jetzt stellte war: "Was machen wir jetzt?" Eigentlich hatte ich ja gedacht das wir in der Stadt essen gehen würden und somit eine Weile unterwegs wären. Da wir jetzt aber direkt vor dem Waisenhaus gegessen hatten wusste ich nicht was wir jetzt tun konnten. An den Strand gehen kam durch Misaki's Rollstuhl nicht wirklich in Frage. In der Stadt shoppen gehen würde Seth wahrscheinlich langweilen. Was blieb dann jetzt noch übrig? Ob die anderen eine Idee hatten?

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Do 26 Mai 2016 - 18:49

Die Erklärung der Bundesländer und dem Land allgemein, leuchtete Misaki nur bedingt ein. Klar, der Vergleich mit den Vereinigten Staaten machte das ganze rein gedanklich etwas greifbarer. Aber es änderte einfach nichts daran, dass ihr die gesamte Vorstellungskraft dafür fehlte. Die genauere Erläuterung von Lisanna mit den Bergen im Süden und Stränden im Norden half dabei nur bedingt. Wer die Insel nie verlassen hatte - und dies auch nie musste, hatte logischerweise nicht so viel zeit mit dem Globus verbracht. Dementsprechend entstand in ihrem Kopf gerade eine Bild von einem tropischen, mit Bergen und Stränden besetzten Land wo überall gekocht wurde. Schließlich musste die Gastronomie ja auch überall erwähnt werden. Das dass alles war, nur eben nicht Deutschland, musste wohl keiner erwähnen. Aber für Misaki passte das ganz gut. "Ich verstehe.", meinte sie und nickte dabei fröhlich Lächelnd. "Scheint ein echt schönes Land zu sein. Vor allem weniger öde als diese Insel.", bewertete sie das Ganze und beließ es auch dabei. Ihre Gesprächspartnerin konnte das natürlich komplett anders sehen. Aber wie schon erwähnt, bei achtzehn Jahren auf diesem Fleckchen Erde konnte man seiner Existenz schon einmal überdrüssig werden. Aber jetzt, wo die Magierin auch von anderen Ländern erzählt bekam, machte sich so ein klein wenig auch die Reiselust in ihr breit. Eine Lust die spontan wieder verschwand, als sie mit ihrem Blick auf ihr Gefährt schaute. Aber innerlich rührte sich dabei nicht einmal Trauer oder Wut. Als hätte sie es eigentlich schon vollständig akzeptiert, ihr Schicksal.

Mittlerweile hatten sich Seth und ihre Zimmergenossin in einem Gespräch vertieft. Die Herkunftsfrage war anscheinend nun auch beim Weißhaarigen angekommen. Erstaunlich wie sie fand, hatte er doch vorhin noch sehr verpeilt reagiert. Warum war er eigentlich so abgelenkt gewesen? In den kurzen Anfängen der Konversation schaute sie sich mit ihren gelben Augen einmal in der Umgebung um. Konnte ja sein, dass in der Umgebung irgendetwas sein Interesse geweckt hatte. Doch sie persönlich erkannte, außer dem üblichen Gelände des Waisenhauses, nicht gerade etwas besonders spannendes. Was ihren Blick und Kopf wieder zum Dschinn gleiten ließ. Ein Ratespiel wollte er mit Lisanna anfangen, das hatte sie noch mitbekommen, auch wenn sich nicht ganz bei der Sache gewesen war. Als Belohnung versprach er ihr einen Wunsch von ihm. Fair genug, dachte sich die Magierin dazu und machte sich innerlich schon auf die misslungenen Versuche der ihr am Tisch gegenüber sitzenden gefasst. Ihr helfen? Nein, den Spaß würde sie sich doch nicht entgehen lassen. Auch, wenn sie dem Weißhaarigen dadurch natürlich eins auswischen konnte. Aber nicht jetzt, nicht in diesem Moment. Da gab es bessere Gelegenheiten, das stand außer Frage. Seth allerdings schien schon das schlechteste zu erwarten. Fast so als würde er sie eines Mordes beschuldigen wollen, ging sein Finger auf ihre Wenigkeit mit der Aufforderung der anderen Blondine gefälligst nicht zu helfen. Sie schaute ihn etwas verständnislos entgegen. Hatte sie irgendetwas gesagt? Sie seufzte einmal leicht und wollte ihm verbal die Bestätigung für ihr Schweigen geben. Da kam aus seinem Mund etwas, womit sie nicht mal Ansatzweise gerechnet hatte. Ihr Lächeln verschwand und ihr Blick glich dem eines kühlen Serienkillers. Wären ihre Augen Raketensilos, so hätte Seth wohl gerade vor dem gesamten Waffenarsenal der USA davonrennen müssen. Am liebsten hätte sie ihm jetzt den Kopf umgedreht, abgerissen und dann bei sich über die Tür gehängt. Aber so gerne sie auch wütend auf ihn sein wollte für diesen, ihrer Meinung nach eindeutig nicht lustigen und angebrachten, Spruch. Sie konnte es irgendwie nicht und das machte sie aggressiver als der Kommentar an sich. Natürlich übersah sie sein Zwinkern nicht. "Wenn du meinst..." , gab sie nur monoton von sich und wandte den Blick ab. Er war so sensibel wie ein Vorschlaghammer, oder sie war einfach nur gerade zu verletzlich. Zu verletzlich, weil er ihr etwas bedeutete? Gab sie deswegen keine Widerworte? Jetzt wo sie so darüber nachdachte, ihre gegenseitigen Neckereien waren wirklich immer harmloser geworden, obgleich sie wohl oder übel in der Anzahl zunahmen. Sie konnte es nicht leugnen. Diese Gefühl in seiner Nähe. Da machte es "klick" in ihrem Kopf. Dieses Zwinkern, konnte es sein das er ähnlich dachte. Denn so oft machte er das nicht. Nein er hatte es noch nie gemacht. "Freak.", kam es ihr leise flüsternd über die Lippen während sich bei ihr ein doch kleines und akzeptierendes Lächeln auf den Lippen abzeichnete und die Erkenntnis ihren Geist zu erhellen begann. Ihr Blick glitt zu ihm zurück und sie schmunzelte innerlich. Es war ein sehr eigenartiges Geständnis von Zuneigung, aber es war eines. Er war eben so sensibel wie ein Vorschlaghammer.

Die Ratestunde war ab geschlossen und das ganze Essen verputzt. Lisanna stellte sich dabei wirklich als total verfressen heraus. Nicht nur die Pizzen hatte sie verdrückt, nein! Auch die anderen, restlichen Speisen, waren in ihrem Mund verschwunden. Als würde in dem Bauch dort ein schwarzes Loch sein, welches das Essen auf Minimalgröße komprimiert. Misaki hingegen war schon mit ihrem aktuellen Essen sehr bedient gewesen. Und jetzt? Eine Frage die auch ihre Zimmergenossin jetzt in die Runde warf. "Tja, ich weiß nicht." , seufzte die Blondine aus und schaute einmal kurz in die Runde. "Als aller erstes darf unser Gastgeber nach seinem unglaublich charmanten Kommentar...", sie schaute eindringlich zu ihm ehe sie fortfuhr und betonte Gastgeber dabei entsprechend gut hörbar, "...seine gelobte Anführerin wieder in ihr Gefährt setzen. Ohne Magie, wenn er bei mir nicht in Ungnade fallen will.". Ihr verspielter Ton in der Stimme ließ sich dabei wohl nicht leugnen. Was das hieß konnte man sich ja schon denken. Er sollte sie tragen, mit seinen bloßen Händen. Was gab es erniedrigenderes als so etwas? Wobei, wenn sie die Zeichen wirklich richtig gedeutet hatte, dann würde er es sogar mit Freuden tun. Auch wenn er es nicht direkt zeigen würde. "Nachdem das passiert ist, würde ich vorschlagen ein wenig umherzustreifen. Ist gut für die Verdauung und hält fit." . Das dies Misaki nicht helfen würde, war offensichtlich. Ihrer Verdauung würde es ganz bestimmt nicht helfen und fit würde es sie ebenfalls nicht halten. Ihr Finger wanderte schelmisch Grinsend an die Unterlippe. "Es sei denn, einer von euch beiden hat nun einen spontanen, anderen Einfall was das betrifft.". Sie rechnete zwar nicht damit, aber Fragen konnte man ja schon einmal. Als Anführerin musste man ja auch mal anderen die Chance zum Mitreden geben…oder zumindest so tun.

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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Do 26 Mai 2016 - 21:28

Eines muss man dem deutschen Blondchen schon lassen: Sie kann reden wie ein Wasserfall. So begeistert sie mich auch ansah, ich konnte ihr nur meinen üblichen kühlen Blick schenken und ihre Euphorie nicht teilen. Jedoch hat sie meinen kleinen Test bestanden und so entstand letztendlich trotzdem ein schakalhaftes Grinsen auf meinen Lippen. "Du scheiterst an den Gewürzen?" Ich spottete nur dezent und schlug meine Beine übereinander. Meinen Kopf stützte ich auf meinen Arm, da er allmählich doch ein wenig schwer wurde. "Die Gewürze sollten deine geringste Sorge sein, Weib." Sie muss kein guter Koch sein, wenn sie mit so etwas simplem schon Probleme bekommt. Seltsamerweise erscheint mir die Möglichkeit, sie zu erleuchten weitaus weniger nervtötend als bisher angenommen. "Es gibt weitaus kompliziertere Gerichte der ägyptischen und arabischen Küche, mein Fräulein." Schmeicheleien sind zwar nicht angebracht, jedoch habe ich soeben einen Beschluss gefasst. "Ich muss es ja wissen, schließlich habe ich kein einziges Wort der Despektierlichkeit von euch vernommen, während ihr meine Kreationen verzehrt habt!" Mein Grinsen wurde ein wenig heiterer. Ob die Damen von mir erwartet hatten, dass ich gut kochen konnte? Schließlich habe ich jahrelang bei Amarna und Fenuku nichts anderes gemacht. Hinter meiner Herrschaftlichkeit steckt eben doch noch ein Diener, doch das bringt auch gute Seiten mit sich. Ich kenne mich mit Pflanzen, Medizin, Essen und Kindererziehung so meisterlich aus, dass ich einen ganzen Haushalt alleine schmeißen könnte! Ich erhob mich aus meiner gekrümmten Haltung und streckte meine Hand einlanden in Lisanna's Richtung aus. "Lisanna, Wächterin von Sachsen!" Mit imposanter Epik sprach ich ihren Namen und lächelte. "Hiermit biete ich euch meine Dienste in der Lehre der Kochkunst an!" Sicherlich wird sie meine Selbstlosigkeit bei ihr Anklang finden. Noch hat sie sich meinen Respekt nicht erarbeitet, doch ich helfe ihr gerne dabei ihr Leben auf den rechten Weg zu lenken. Ihre Passion für gutes Essen ist mir schließlich nicht entgangen. Apophis und ich wunderten uns schon wie sie nur so dürr sein kann.

Die darauffolgende Diskussion über Deutschland bekam ich dann aber wieder nur zur Hälfte mit, zum Großteil auch, weil mich andere Länder überhaupt nicht interessiere. Allerdings wunderte ich mich über das, was Misaki von sich gab. Vielleicht zeigt sie es nicht unbedingt, doch ihr Interesse klingt verdammt geheuchelt. Unmöglich dass mich mein Verstand da trügt, denn wen interessiert ein Land am anderen Ende der Welt schon? Ihre letztendliche Anekdote regte mich allerdings rasch zum nachdenken an. Ich könnte ja mal wieder Amarna und Fenuku zuhause besuchen. Warum eigentlich nicht? Es ist ja nun nicht so als würde sie mich dort drüben verfolgen... oder? Apophis stellte sich zwischen mir und meinen Gedanken und ließ mich wissen, dass es besser wäre sich auf das Hier und jetzt zu konzentrieren. "Verdammt, hör auf in meinem Kopf rumzuschnüffeln!" knurrte ich mit nicht gedämpfter Stimme meinen tierischen Begleiter an. Für einen Moment schauten wir uns über meine Schulter ein wenig bitter an. "Wenn du nicht aufhörst meine magische Schwäche auszunutzen, mach ich 'ne Handtasche aus dir!" Damit beließ ich es und trank meinen Tee aus. Apophis war ruhig, so wie Misaki und Lisanna auch. Richtig, Apophis ist ebenfalls ein Bestandteil unserer Gespräche. Alles was mir entgeht kann er mir früher oder später mitteilen. Zwei Paar Ohren hören ja für gewöhnlich besser als eines. Jedoch ist Apophis sonst nicht in der Lage meine Gedanken zu lesen. Dafür ist er zu schwach. Gelegentlich rutsche ich aber auf sein Niveau hinab, wenn ich dabei bin meine Kräfte zu verlieren und das ist genau das, was gerade mit mir passiert. Ein mächtiger Dschinn zu sein hat eben nicht nur Vorteile, vor allem wenn man von der Energie andere Lebewesen zehrt aber gleichzeitig keinem Unschuldigem etwas zu Leide tun will. Meine Müdigkeit ließ ich mir nicht anmerken. Vielleicht wäre es eine gute Idee später noch einen Spaziergang zu machen. Denn wenn ich nicht sterben will sollte ich mir besser bald jemanden suchen, der mir sein Leben schenkt. Ich seufzte. Wahrlich, ich wäre lieber ein Mensch, dann hätte ich solche Probleme nicht.

Meine kleine Herausforderung wurde von meinen beiden Begleiterinnen hingenommen. Während Lisanna relativ motiviert zu überlegen begann schien was ich sagte Misaki zu verärgern. Nun gut, vielleicht war das doch etwas übertrieben oder aber sie konnte mein Zwinkern nicht deuten. Ich sagte nichts dazu. Schließlich gibt es nichts, was Geschehenes wieder ungeschehen macht. Bevor Lisanna mir allerdings eine klare Antwort geben konnte vernahm ich ein Murmeln aus ihrer Richtung und kaum hatte ich ihr meinen fragenden Blick zugeworfen erspähte ich wieder ein Lächeln auf ihren Lippen. Will einer Frauen verstehen! Besonders diese Exemplar! Lisanna's motivierte Ankündigung, dass sie wisse was ich hören wollte lenkte meine volle Aufmerksamkeit wieder auf sie, jedoch wollte ich diese Antwort gewiss nicht hören. "Rumpel-was aus wo...?" murmelte ich ihr mit hochgezogener Augenbraue zu. Wie enttäuschend, ich habe an ihren klaren Menschenverstand geglaubt, doch anscheinend war sie doch dümmer als sie aussah. Doch da, sie lächelte mich breit an und behauptete dies sei nur ein Scherz gewesen. Und tatsächlich, ich war schon misstrauisch geworden, da rückte sie mit der richtigen Antwort raus. "Schlaues Kind." spottete ich kühl, noch immer ein wenig angesäuert wegen ihres dummen Witzes. Was auch immer ein Rumpel-Dings ist und wo dieser Märchenwald befindlich ist! "Nungut, ich stehe zu meinem Wort." seufzte ich und blickte ihr erwartungsvoll in die Augen. "Du hast einen Wunsch frei, Lisanna." Es ist ihre Wahl ob sie sich den Wunsch für später aufhebt oder ihn sofort verschwendet. So oder so wird er mich nur unnötig schwächen - ich habe sie eben unterschätzt.

Das Essen war nun zu Ende und der Tag war ebenfalls auf dem besten Wege dahin. Die Damen initiierten den weiteren Verlauf des Tages. Es war wie immer Misaki die den Ton angab. Allerdings sprach sie meine Anweisung von vorher an. Das hatte sie wohl wirklich ein wenig gekränkt und für einen Moment verlor ich meinen neutralen Blick gegen eine überrumpelte Mine. Ihre Anweisungen waren ungewöhnlich. Warum wollte sie, dass ich sie trage? Ehe mir ein Gegenargument einfiel schlug sie einen Spaziergang vor. Nun, dagegen hatte ich nichts einzuwenden, jedoch würde mir das nur unnötig Kraft kosten, genauso wie Misaki auf Händen zu tragen. Allerdings war das immer noch besser als sie nochmals zu teleportieren. Ich gab es zwar nicht gern zu, doch mir blieb keine andere Wahl. Mit einem genervten Seufzen erhob ich mich - zu schnell, denn ich verlor sofort mein Gleichgewicht und musste mich auf dem Tisch abstützen. "Phu, also..." begann ich und versuchte mich zu sammeln. Das ist nicht gut, wenn ich nicht aufpasse kipp ich noch vor meiner weiblichen Begleitung um. Im Rückblick war es eine dumme Idee mich auf ein Treffen mit den beiden einzulassen, ich habe zu viel Zeit verloren. Apophis... Er hatte seinen Kopf gehoben, als der Schwindel mich erfasste. Ich musste ihn bitten mir einen Teil seiner Kraft zu leihen und er gehorchte. Ich wäre so aufgeschmissen ohne ihn! Selbst wenn ich nicht gern mit solchen Dingen belaste, er hatte etwas gut bei mir. Letztendlich schaffte ich es Sekunden später wieder mich gerade hinzustellen und ich räusperte mich. "Mir ist egal wohin wir gehen." begann ich und machte mich auf den Weg zu Misaki. "Aber wir sollten nicht allzu weit laufen." riet ich hinterher. Ich ließ keine Gehässigkeiten mehr von mir, dafür war mir mein eigener Zustand etwas zu kritisch. Apophis schalt mich, ich solle mich zurückziehen und meinen Allerwertesten retten. Wahrscheinlich hatte er auch Recht damit, doch ich weigerte mich. Ich will nicht, deshalb!

Ich zog Misaki's Stuhl nach hinten und kniete mich ein wenig gequält neben ihr auf den Boden. "Wenn du anfängst zu zappeln, lass ich dich fallen." sagte ich gerade so laut, dass sie es hören konnte. Mir war alles andere egal, selbst mein Gesicht strotzte plötzlich vor kalter Kühnheit. Bislang konnte ich mich mit den Scherzen, die ich mir mit meinen Mitmenschen und den Parallelwelten erlaubte über Wasser halten, doch wie ich nicht zum ersten Mal feststellte war das keine dauerhafte Lösung. Einer meiner Arme glitt rasch unter Misaki's Kniekehlen während mein anderer sich um ihre Hüfte legte. Mir fiel ihr mir Wohlbekannter Duft auf, der mich irgendwie immer wieder neu beflügelte und ich hiefte sie daraufhin schnall nach oben. Glücklicherweise war sie ja nicht gerade schwer, bei Lisanna oder dem bescheuertem Magier hätte das wohl anders ausgesehen, so viel wie die beiden immer in sich reinstopften! Für einen Moment blickte ich in Misaki's Gesicht, ich wusste selber nicht wirklich was mein Blick ihr sagen sollte. Es war ein Misch aus Staunen und Freunde, die sich da zeigte, jedoch war auch gewiss etwas anderes dabei, was ich nicht wirklich deuten konnte, ehe das alles von einem störrischen Blick zur Seite abgelöst wurde. "Wir sind quitt." fügte ich leise an, ehe ich mich in Bewegung setzte. Mit einem uncharmanten tritt gegen ihren leeren Stuhl ließ ich alles herbeigezauberte sofort wieder in Luft auflösen. Mir war relativ egal, ob Lisanna noch saß oder nicht, sie wird es verkraften! Apophis beäugte Misaki in meinen Armen ganz neugierig, beugte sich zu ihr hinunter und züngelte sie neugierig an. Elender Schleimer. Er machte einen auf süßes Haustier um- ja wozu eigentlich? Wollte er mich für meine Selbstlosigkeit bestrafen? Wollte er mit ihr anbändeln? Das wird nie im Leben passieren! Kaum hatte ich mich wieder auf den Boden gehockt um sie in ihr Gefährt zu setzen, spürte ich, wie sein Wickelgriff um meinen Hals sich löste und er war auf Misaki übergesprungen. Ich hielt ein wenig verwirrt inne nachdem Misaki sicher in ihrem Rollstuhl saß und ich mich wieder aufgerichtet hatte. "Echt jetzt? Was soll das werden, Apophis?" Selbst wenn er nicht wirklich Emotion zeigen konnte, sein Blick strotzte für mich von Schelmischkeit und es war als würde er mir die Zunge rausstrecken und mich verspotten. "Fein. Wie auch immer du willst, Vollidiot." murmelte ich beleidigt zurück und positionierte mich hinter Misaki nur um mich auf ihren Gefährt abstützen zu können. Abermals entglitt mir ein erschöpftes Seufzen. Wenn ich bis Morgen überlebe, mach ich erstmal Urlaub, das habe ich soeben beschlossen...!
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BeitragThema: Re: Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]   Sa 28 Mai 2016 - 20:07

Misaki's Gesichtsausdruck verriet mir das sie mit meiner Beschreibung von Deutschland nicht sonderlich viel anfangen konnte. Trotzdem meinte sie das es ein schönes Land zu sein scheint und vor allem wohl nicht so öde wie diese Insel sei. Das konnte sie laut sagen. Hier hatte man auf Dauer nicht wirklich viel Abwechslung. An den Strand gehen, feiern gehen, ins Kino gehen, spazieren. Mehr kann man hier kaum machen. Auf dem Festland konnte man mal hierhin, mal dahin fahren. Und hier? Ich bräuchte mit meiner Maschine nur mal kurz am Gashahn ziehen und schon wäre ich am anderen Ende der Insel angekommen. Naja, die Strände hier waren wesentlich schöner und das Wasser hier war nicht so kalt wie zum Beispiel in Deutschland. Aber das war wirklich nur ein schwacher Trost.
Zum Thema Essen meinte Seth nur das die Gewürze meine geringste Sorge sein sollten. "Dem ist seit 3 Jahren auch so, aber vorher war ich nun mal auf das angewiesen was die Küche hergab. Meine Mutter war immer streng dagegen Gewürze zu nutzen." rechtfertigte ich meine Aussage von eben. Als er mich anschließend "Wächterin von Sachsen" nannte schaute ich ihn irritiert an. Und als er mir dann anbot mich in der "Lehre der Kochkunst" zu unterweisen bekam ich langsam Angst das er in den letzten Minuten krank geworden war. Wieso war er plötzlich so nett zu mir? Hatte er eingesehen das er mich so schnell nicht mehr loswerden würde und versuchte nun mi mir klar zu kommen? Oder hatte er einfach nur Angst das ich Misaki vergiften würde wenn ich mal etwas für sie koche. Wenn er wüsste was ich für eine gute Köchin bin. Wobei er mir bei der arabischen Küche durchaus eine Hilfe wäre, da ich die meisten Rezepte nur auf Arabisch fand. "Es wäre mir eine Freude wenn du mich zumindest was die arabische und ägyptische Küche angeht unterweisen würdest. Was europäische, indische und japanische Gerichte angeht habe ich bereits ausreichende Erfahrung und würde euch beiden bei Gelegenheit gerne mal etwas Dementsprechendes kochen." Ob die beiden dieses Angebot annahmen würden lag an ihnen. Wobei Misaki früher oder später so oder so in den Genuss meine Kochkünste kommen würde, da wir uns ja ein Zimmer teilten.
Meine scherzhafte Antwort zu Seth's mir auferlegten Rätsels schien Misaki, aufgrund der Tatsache das Seth sie verärgert hatte, indem er sagte sie müsse zu ihrem Rollstuhl zurück kriechen wenn sie mir helfen würde, nicht zu reagieren. Und Seth schien sich mit Märchen nicht so auszukennen, ansonsten hätte er sicherlich anders reagiert. Schade, dabei fand ich das ziemlich witzig. Jedenfalls hatte ich richtig "geraten" und hatte nun einen Wunsch frei. Auch wenn er mich eher spöttisch "schlaues Kind" nannte, freute ich mich darüber. Die Frage war nur was ich mir wünschen sollte. Naja, das hatte ja noch Zeit. "Ich werd mir später was wünschen, also vergiss es nicht." ermahnte ich den Dschinn und hoffte er würde später nicht sagen das er davon nichts wüsste. Naja, zur Not hatte ich ja noch eine Zeugin.
Als es dann darum ging was wir als nächstes tun würden bestrafte Misaki Seth erstmal wegen seines unangebrachten Verhaltens von vorhin. Er sollte sie ohne Magie wieder in ihren Rollstuhl befördern. Besonders begeistert schien dieser über diese Aufforderung nicht zu sein, doch er befolgte sie trotzdem. Wobei es erstmal so aussah als würde er jeden Moment umkippen nachdem er aufgestanden war. Das bereitete mir schon etwas Sorgen und ich beschloss für mich selbst in im Auge zu behalten. Schließlich hatte Misaki entschieden das wir etwas spazieren gehen würden, da wäre es sehr ungünstig wenn er plötzlich zusammenbricht und wir es nicht mitbekommen und ihn womöglich liegenlassen. Während ich mir deswegen ein paar Gedanken machte hatte sich Seth bereits zu Misaki begeben und meinte er würde sie einfach fallen lassen wenn sie anfangen würde herum zu zappeln. Besorgt beobachtete ich wie er sie hochhob bis plötzlich der Stuhl unter meinem Hintern verschwand. Ich schrie erschrocken auf während ich zu Boden fiel und auf meinem Hintern landete. Mit schmerzverzerrtem Gesicht stand ich wieder auf und warf Seth einen bösen Blick hinterher, was dieser aufgrund der Tatsache das er mit dem Rücken zu mir stand wahrscheinlich nicht mitbekommen würde. "Das bekommst du irgendwann zurück." flüsterte ich leise vor mich hin während ich mich zu den beiden begab. Kaum wieder bei den beiden angekommen durfte ich beobachten wie die Schlange die die ganze Zeit bei Seth war auf Misaki herum kroch. Es sah fast schon so aus als wolle sie mit Misaki kuscheln. Der Weißhaarige schien darüber nicht besonders begeistert zu sein und bezeichnete sein Haustier sogar als Vollidiot. "Also echt, wie kann er nur ein so süßes Tierchen wie dich nur Vollidiot nennen?" fragte ich in Richtung des Reptils und beugte mich zu ihm runter um ihm sanft über den Kopf zu streicheln. "Wenn ich das richtig mitbekommen habe hast du dich vorhin mit ihr unterhalten oder? Kommuniziert ihr irgendwie per Telepathie oder sowas?" fragte ich an Seth gerichtet ohne dabei meinen Blick von Apophis abzuwenden. Wie gerne auch ich ein Haustier hätte. Ich wüsste sogar schon was ich für eines haben wollen würde. Die Frage war bloß woher ich einen Zwergdrachen bekommen sollte. Ob ich dafür meinen Wunsch einsetzen sollte? Vielleicht sollte ich darüber erstmal mit Misaki reden.
Jetzt war es jedenfalls erstmal an der Zeit spazieren zu gehen. "Was wäre euch lieber? Spazieren im Stadtpark, im Bambuswald oder an der Uferpromenade?" fragte ich meine Freunde lächelnd. Ich persönlich wäre ja am liebsten an den Strand gegangen aber aufgrund von Misaki's Einschränkung fiel das wohl ins Wasser. Es sei denn mir würde eine Lösung dafür einfallen. Nachdenklich schaute ich an Misaki herab und überlegte ob ich irgendeinen Zauber kannte der helfen könnte. Mir fiel auch relativ schnell etwas ein. "Wir könnten auch an den Strand gehen." schlug ich deshalb nun doch vor und wandte mich lächelnd an Misaki. "Ich könnte mit Erd-Magie einen Zauber einsetzen der um dich herum den Sand verfestigt, sodass du dich problemlos fortbewegen kannst." Das ich mich währenddessen die ganze Zeit darauf konzentrieren müsste den Zauber aufrecht zu erhalten und es mich eine Menge Kraft kosten würde behielt ich allerdings für mich. Ich wollte unbedingt mit Misaki zum Strand, immerhin war es ihr ja sicherlich nicht so oft möglich dorthin zu kommen, geschweige denn dich dort frei zu bewegen. Blieb nur zu hoffen das sie das überhaupt wollte und das ich, wenn sie zusagt nicht schlapp mache. "Also, die Entscheidung liegt bei euch." wiederholte ich noch einmal an beide gewandt und freute mich schon richtig darauf endlich mal wieder die Insel zu erkunden. Immerhin war ich ein Jahr lang weg gewesen.

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Vor dem Waisenhaus [Das Gelände]

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