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 Verlassene Siedlung

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Leviathan
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BeitragThema: Verlassene Siedlung    So 29 Jan 2012 - 14:04

Die verlassene Wohnsiedlung



Diese Siedlung wurde nach einer Schlacht nie wieder renoviert; so steht sie nach ca. einem ganzen Jahrhundert immernoch leer und hat in etwa den gleichen Zustand wie direkt nach dem Krieg. Niemand weiss, warum nie wieder an dieser Siedlung gebaut wurde - unter den Menschen erzählt man sich aber, dass hier die Geister von den verstorbenen Kriegern hausen und man es deshalb gelassen hatte.
Tatsache aber ist, dass sich hierher immer wieder obdachlose Jugendliche verirren und sich auch niederlassen. Die Inneneinrichtung der Gebäude ist nach wie vor verhanden, allerdings veraltet und alles andere als modern. Sogar alte Bettdecken und Zeichnungen von damaligen Kindern befinden sich noch auf den uralten und rostenden Betten. Die Fenster, sowie auch die Türen sind zerschlagen.
Direkt neben der Siedlung befinden sich alte Bahngleise, die aber ebenso wie die Behausungen nie wieder genutzt worden waren; allerdings verbinden sie die Siedlung mit dem alten, stillgelegten Bahnhof. Das einzige, was diesen Häusern einen Glanz gibt sind die Kirschblütenbäume, die in voller Pracht blühen.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Di 27 März 2012 - 22:04

pp: Alte Kirche

Liam Faceles

Na klasse, AJ.
Ich war durch die Nacht gerannt und stellte alle möglichen, wütenden Fragen, ob sie denn doof war, so einfach in irgendwelche fernen, dunklen, abgelegenen Gebieten herumzurennen, aber sie bekam es vor lauter Ohnmacht gar nicht mit.
Für einen kurzen Moment hatte ich Schiss, dass sie mir abkratzte, bis mir einfiel, dass das ja schon längst passiert war. Hmpf. Hätte ich doch früher besser aufgepasst.
Als ich die einsamen Siedlungen betrat, lauschte ich einige Sekunden lang, war dann sicher, dass sich hier keine Werwölfe befanden - riechen würde ich sie - so hoffte ich - früh genug.
Ich legte meine hübsche Schülerin ab und betrachtete ihr ruhendes Gesicht, legte meine Jacke über ihren Körper und musste kurz schmunzeln, da sie schon einmal ziemlich schnell in Ohnmacht gefallen war, wegen der Höhe meines letzten Wohnortes.
Ich hoffte, der Kerl, der sie überfallen hatte, konnte ihr nicht viel antun, aber ich roch weder Blut noch irgendwas, das ihn hätte ertappen können. Das einzige, was noch leicht in der Luft lag war das Blut des Kerles, den ich fast umgebracht hatte.
Nach einem kurzen Moment des Überlebens kuschelte ich mich neben ihr unter meine Jacke [ich hatte sie an eine Mauer gelehnt, darum saß auch ich selbst mit dem Rücken an der Wand] und starrte vor mich hin, nahm eine Pistole aus meiner Hosentasche und betrachtete sie eindringlich. Sie war nicht gelöst; das wäre zu gefährlich.
Ich legte sie beiseite und sah wieder zu Aj, streichelte ihr über's Gesicht. Fing dann an, ihre Wangen leicht zusammenzudrücken, sodass sie ein Tintenfisch-Face hatte.
"Warum schläfst du immer in Gefahrensituationen ein? Um dich aus der Affäre zu ziehen?", fragte ich sie, in der Annahme, dass sie es sowieso nicht hören würde und ging gleich weiter, "Warum verdrehst du deinem Lehrer den Kopf, du blödes Ding? Das sollte ganz und gar nicht in die Richtung gehen, nie, okay?", ich drückte ein wenig ihre Nase zu einer Schweinsnase nach oben, ließ dann von ihr ab. Das kam ja sonst noch sexueller Belästigung gleich. Müde seufzte ich auf, der Geruch der Hunde machte mir zu schaffen, und besah mir den Mond. Was daran musste diese Bestien unbesiegbar machen? Blöder Scheiß.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Di 27 März 2012 - 22:21

Ich spürte, wie er mich ablegte, doch öffnete ich die Augen nicht, da er sich nachdem er mir seine Jacke umgelegt hatte neben mich setzte und sich regelrecht an mich kuschelte. Es war nun endlich wieder warm. Die Kälte des Todes hatte mich verlassen und ich konnte wieder atmen, ich atmete leise vor mich hin, so als würde ich noch schlafen und ich genoss seine Gegenwart, denn ich war ihm ewig nicht mehr so nah gewesen. Selbstverständlich konnte ich mich so schnell nicht entlieben, ich konnte ihn so schnell nicht hassen, doch ich versuchte die Gefühle für ihn zu verdrängen so gut ich konnte. Nur, wenn ich doch gerade die Gelegenheit dazu hatte, so konnte ich sie doch ausnutzen, oder nicht?
Die Augen noch immer geschlossen lauschte ich, wie er plötzlich fragte, wieso ich in Gefahrensituationen immer einschlief, ob ich mich damit aus der Affäre ziehen wollte, dabei presste er die Finger auf meine Wangen sodass sich mein Gesicht zu einer Grimasse verzog, die ihn scheinbar zu amüsieren schien, denn er hörte gar nicht mehr auf damit.
Doch ich hörte noch mehr, denn das war nicht alles, was er mir scheinbar zu sagen hatte und leider wusste er nicht, dass ich im selben Moment, wie er den Finger auf meine Nase drückte, die Augen öffnete und hörte, wie er sagte, >>Warum verdrehst du deinem Lehrer den Kopf, du blödes Ding? Das sollte ganz und gar nicht in die Richtung gehen, nie, okay? <<
Ich starrte ihn an und schwieg. Keine Ahnung wie lange diese Stille anhielt, wie ich ihn einfach nur anstarrte und seine Worte in meinem Kopf wiederhallten. Was wollte er mir damit sagen? Was nur, was?
So gern ich auch gefragt hätte, ich bekam einfach kein Wort heraus, alles was ich machte war lachen. Ja, ich lachte, obwohl das gerade sicher nicht der richtige Moment war und sicher auch Feinde anlocken konnte, doch es war mir so gut wie egal. Ich konnte mich nämlich einfach nicht zusammen nehmen und lachte. >>Liam, du bist albern <<, meinte ich und wischte mir die Tränen die sich gebildet hatten aus den Augenwinkeln. >>Wieso sagst du sowas, hm? <<, fragte ich mit einem Mal ganz ruhig und wandte den Blick, der eben noch auf ihm geruht hatte, ab.
Mein Blick wanderte in die Ferne, ich erhob mich vorsichtig und noch immer schwach, hielt mich gerade noch so auf den Beinen obwohl ich versuchte mir die Schwäche nicht anmerken zu lassen. >>Wo sind wir hier eigentlich? <<, fragte ich ihn, denn in dieser Gegend war ich vermutlich noch nie gewesen, sie kam mir jedenfalls keineswegs bekannt vor. Seuftzen.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Mi 4 Apr 2012 - 13:41

Liam

Ich war zu fest davon ausgegangen, dass sie nichts mitkriegen würde, und damit hatte ich die Quittung. Sie hatte es gehört? Was hatte sie gehört? Hatte sie es verstanden?
Wir starrten uns ein paar Sekunden an, als ich mit meinem Finger ihre Nase anstupste. Also ließ ich das erstmal.
Sie fragte mich, warum ich sowas albernes sagte und fing an zu lachen. Ich, immernoch irritiert, lachte ein wenig mit, schüttelte dann den Kopf und murmelte: "Kein Grund."
Am liebsten hätte ich 'arggh' gebrüllt und wäre abgehauen, so wie ich immer weglief, wenn die Situationen ernst wurden. Gut, 'Kein Grund' zu antworten, konnte man auch als vor der Situation fliehen empfinden. Mhhhm. Mist.
Ihre wackeligen Beine richteten sich auf und sie stand mitten in der alten Hausbaracke, müde schaute ich zu ihr hoch.
Trotz der zitternden Beine sah sie stark aus, und mir machte ihre Veränderung fast Angst. Hatte sich da viel getan? Letzt hatte ich bemerkt, wie sehr sie sich geändert hatte, doch dass ihr Kern gleich blieb, und ich ärgerte mich, dass Veränderungen etwas waren, wovor ich Angst hatte.
"Bei den verlassenen Siedlungen. In der Hoffnung, die Werwölfe wissen, dass diese Siedlungen auch verlassen geblieben sind, und nicht herkommen.", ich seufzte, stand auch kurz auf, wodurch meine Jacke zu Boden flatterte.
"Weisst du mittlerweile, was los ist?" Vielleicht hatte sie auf den Weg her ja wen getroffen.
Ich konnte mich nicht zurückhalten und umarmte sie von hinten. "Eigentlich bist du ein Engel und dürftest so schnell kein zweites Mal sterben, aber ich hatte Angst, dass das vielleicht passiert..", murmelte ich und ließ sie gleich darauf wieder los. Zu viel Kontakt war..gefährlich.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Fr 6 Apr 2012 - 20:54

Jedes Wort wäre für mich nun wohl wie eine scharfe Messerklinge gewesen, hätte ich nicht gewusst, was uns eigentlich bevorstand. Ich hatte alle im Stich gelassen, weil ich mich hier versteckt hielt, weil ich noch schwach und angeschlagen war und, weil ich nicht kämpfte, wie es all die anderen taten. Sogar Liam hielt ich davon ab den anderen zu helfen und ich kam mir furchtbar feige vor, so, wie ich mich hier versteckte.
In den verlassenen Siedlungen befanden wir uns, womöglich einer der sichersten Orte, wenn man davon ausging, dass die Werwölfe, die uns aus welchem Grunde auch immer angriffen, wussten oder eher dachten, dass die Siedlungen noch immer verlassen waren.
Liam hatte sich wieder einmal gekonnt aus der Situation gerettet, indem er einfach bloß erklärt hatte, dass es keinen Grund hatte, wieso er das gesagt hatte und so musste ich es wohl oder übel dabei belassen und mit einem wiederwilligen, >>Hm<<, einstecken, was eben eingesteckt werden musste. Nämlich die Warheit.
Liam erhob sich, nachdem er eben noch zu mir aufgesehen hatte, fragte, ob ich denn mitlerweile wisse, was geschehen war, doch ich schüttelte den Kopf, denn auf meinem Weg war ich niemandem begegnet, der mir mehr sagen konnte, als dass wir von Werwölfen angegriffen werden würden. >>Leider nicht mehr, als ich ohnehin schon wusste...<<, erklärte ich also und spürte im selben Moment, wie er sich mir näherte, wie der Wind um mein Haar spielte und mich an der Wange kitzelte. Er legte seine Arme um mich und umarmte mich, ohne, dass ich ihn sehen konnte, >>Eigentlich bist du ein Engel und dürftest so schnell kein zweites Mal sterben, aber ich hatte Angst, dass das vielleicht passiert...<<, sagte er und ich horchte auf.
>>Wieso hattest du angst, dass das passieren könnte? <<, fragte ich und wandte mich zu ihm um, nachdem er von mir abgelassen hatte, betrachtete ihn stumm mit einem durchdringenden Blick, der versuchte ihn zu sehen, in sein Herz und seine Seele zu sehen.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Sa 14 Apr 2012 - 1:21

Liam

Sie merkte es.
Dass ich mich ihr entzog, sobald sie mich auf den Zahn fühlen wollte. Sie erahnte auch sicher, dass ich grundlegene Angst davor hatte, dass irgendwer wusste, was ich dachte.
Sie nahm meine Lügen hin und ich hatte das Gefühl, etwas zerbrach, da ich nicht mehr ehrlich mit ihr sein konnte.
Sie schien sich aber auch über etwas anderes Gedanken zu machen, so hatte ich zumindest das Gefühl. Darüber, was auf der Insel passiert war, wusste sie genauso wenig Bescheid wie vorher. Ob ich sie da weiter aufklären sollte, wusste ich nicht, darum nickte ich nur. Wenn sie etwas wissen wollte, so würde sie auch fragen.
Irgendwie glaubte ich, dass die Umarmung völlig fehl am Platz war, und blickte ihr nicht in die Augen, sondern irgendwo abseits, in die Nacht hinein.
Als ich zurückblickte, schien sie geradezu auf den Grund meiner Augen blicken zu wollen und hielt ihrem Blick stand, zuckte mit den Achseln, da ich wieder nichts antworten konnte.
"Weil du in meinen Gedanken manchmal noch die zerbrechliche Alisha bist.", sagte ich dann und war gnadenlos ehrlich mit der Aussage. Eigentlich mochte ich diese Neigung an mir gar nicht, denn es klang so, als hätte sie sich verändert, und ich wollte das nicht.
Hilflos verwandelte ich mich in eine Katze, ein kleines, wildes Fellknäul, das um ihre Beine strich und Nähe suchte, in einer Form, in der es weniger unangebracht wirkte. Ich lies vom Kuscheln ab und erlangte wieder meine menschliche Form, im Schneidersitz sitzend.
"Und irgendwie bin ich immer dein Freund, der dich beschützen will." Nicht ihr Lehrer.
Da gab es was, das mich für einen Moment beschäftigte, was mir vermutlich ein paar Mal im Hinterkopf rumspukte.
"Vielleicht verlasse ich Isola, nachdem diese Katastrophe überstanden ist."
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    So 15 Apr 2012 - 15:21

Ich war in seinen Augen also noch immer ein zerbrechliches kleines Mädchen, die Lippen schürzend nickte ich. Irgendwo war ich nicht ganz ehrlich zu ihm gewesen, denn ein Teil von mir war ganz besonders zerbrechlich und dieser Teil war aus Fleisch und Blut und hielt mich am Leben. Es war mein Herz, das sicher nicht mehr lange schlagen würde, wie es die Ärzte damals gesagt hatten. Selbst wenn ich ein Engel war, konnte ich sterben und dieser Gedanke machte mir doch ein wenig angst. Schon bald würde eine Schmerzwelle mich überkommen, das wusste ich genau, denn die vorherige war bereits viel zu lange her gewesen.
Meinen Blick wandte ich für einen Moment von ihm ab, sah in den dunklen Nachthimmel und betrachtete den leuchtenden Mond, sowie die Sterne, alles war ganz anders gekommen, als ich erwartet hatte, alles war trüb und kalt geworden, fast schon beklemmend.
Ich wandte mich wieder zu ihm um, doch dann war er bereits verschwunden und ein Kater schmiegte sich um meine Beine herum, ich lächelte, denn in dieser Form gefiel Liam mir genauso wie in seiner menschlichen, ich hob ihn einen Moment auf den Arm und knuddelte ihn, ehe ich ihn wieder herunter ließ und er sich sogleich zurück verwandelte. Seine Fähigkeiten hatte er genauso wenig unter Kotrolle wie ich meine.
>>Und irgendwie bin ich immer dein Freund, der dich beschützen will <<, waren wir tatsächich wieder soetwas wie Freunde? Waren wir das überhaupt jemals gewesen? Ich schwieg, was hätte ich auch großartig dazu sagen sollen? Es freute mich ja, dass er mich beschützen wollte, doch weder war es nötig, noch möglich...
Gerade versank ich immer tiefer in diesem Gedanken der Auswegslosigkeit, denn mein Tod war nicht vorherzusehen, es konnte heute, jetzt und morgen sein, aber auch in zehn Jahren, egal wann es war, es würde schmerzhaft und schwer werden, das sterben ansich.
Doch dann rissen mich seine Worte regelrecht aus den Gedanken zurück in die Realität. >>Du willst Isola verlassen? <<, fragte ich ungläubig und fügte anbei, >>Wo willst du stattdessen hin? <<
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Sa 28 Apr 2012 - 13:00

Liam

Ich saß vor ihm im Schneidersitz und wusste nicht wirklich Antworten darauf.
Weg von hier, halt. Isola war nie wirklich meine Heimat gewesen, und nicht allzu selten hatte ich mich gewundert, was ich überhaupt hier suchte. Ich hatte oft Angst gehabt, dass meine Katzenohren in der Öffentlichkeit sichtbar wurden. Oder dass die Vergangenheit mich wieder einholte. Dass ich wieder in irgendwelche Lagen kam, aus denen ich mich nicht wieder rausbugsieren konnte.
Ich legte ein breites Grinsen auf. "Vielleicht nach Italien.", antwortete ich dann, "ein paar Dinge klären."
Mir Leute suchen, und die Mafia dort in den Untergrund stampfen. Das wäre kein einfaches Verfangen, aber wer sagte etwas Gegenteiliges?
"Ich könnte dort auch Arbeit finden, und vielleicht eher Freunde." Oder Freundinnen. Anstatt mich hier an meine Schülerin ranzumachen.
"Irgendwie bin ich für das Lehrerdasein einfach nicht geschaffen."
Mit einem Sprung war ich aufgestanden und hatte Alishas Hand genommen. Ich wollte weg von diesem eher unsicheren Ort, zunächst.
"Was hält dich denn noch hier, Aj? Vielleicht die anderen Wesen? Für dich geht das vielleicht, aber ich suche was Anderes, etwas, wo ich mich auch entwickeln kann. Das geht nicht in diesem Trott hier. Irgendwie, überhaupt nicht.", ich schüttelte den Kopf.
Wir waren aus dem zerfallenen Gebäude rausgekommen, doch jetzt stoppte ich. "Im Prinzip könntest du ja mitkommen.", scherzte ich.
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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Sa 28 Apr 2012 - 20:41

Die Sonne war bereits untergegangen, es war ziemlich dunkel, doch gerade noch hell genug, um die eigene Hand vor Augen sehen zu können. Ich fragte mich, ob der Krieg nun endlich vorüber war, wo ich doch keinen Laut mehr hören konnte. Um uns herum war alles still.
Nach Italien wollte Liam gehen, erklärte er, weil er doch weg aus Isola wollte, was ich so recht nicht verstehen konnte, wieso wollte er denn weg, was gefiel ihm an diesem Ort nicht?
Doch als er sagte er wolle ein paar Dinge klären, da fragte ich, >>Was für Dinge? <<, und die Neugier packte mich.
Dort wollte er Arbeit und Freunde finden, sagte Liam, woraufhin ich stutzig wurde, >>Hast du das alles nicht schon hier? <<, platzte eine weitere Frage regelrecht aus mir heraus, doch ich war nicht hysterisch, im Gegenteil, ich war eher still.
Langsam setzte ich mich ihm gegenüber und erinnerte mich irgendwie an unsere erste Begegnung, wie wir im Gras herum gelegen und miteinander gespielt hatte, ohne zu ahnen, was die Folgen hätten sein können.
>>Irgendwie bin ich für das Lehrerdasein einfach nicht geschaffen <<, meinte er und sprang auf, noch bevor ich mich richtig gesetzt hatte, sodass ich nun zu ihm aufsehen musste und er nicht mehr zu mir. >>Wieso glaubst du das? <<
Liam wollte wissen, was mich hier noch hielt. Lange blieb ich stumm und wusste nichts zu sagen, es kam mir schon eigenartig vor, dass ich hier blieb, denn irgendwie hatte ich ja doch keinen Grund dazu, dieser Ort war tatsächlich nie so wirkllich eine Erfüllung für mich gewesen und im Moment beherbergte er eher Schmerz und Trauer, als Glückliche Momente.
Deshalb war meine Antwort schlichtweg, >>Eigentlich nichts mehr <<
>>Ich? Mitkommen? <<, leider hatte ich nicht begriffen, dass er nur gescherzt hatte und hatte dieses indirekte Angebot aufgeschnappt.

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BeitragThema: Re: Verlassene Siedlung    Do 31 Mai 2012 - 21:55

Liam

Es wehte kein Lüftchen und man könnte meinen, der pure Frieden wäre ausgebrochen. Alles vergeben und vergessen, dabei war ein paar Stunden zu vor die Schlacht auf Leben und Tod entschieden.
"Dinge...", begann ich und wollte eigentlich nichts Konkretes erklären, daber ich wusste, dass ich AJ vielleicht nie wieder sehen würde. Da wollte ich ihr keine Lügen auftischen.
"Ich muss etwas regeln. Kein Rachefeldzug, nur sowas ähnliches. Ich würde es dir gerne besser erklären, aber du glaubst es mir vielleicht nicht. Sonst holt mich die Vergangenheit wieder ein, wenn ich nicht langsam die Sache beende - ", ich stoppte und überlegte, wie viel ich ihr erzählen sollte, wollte sie aber nicht langweilen. Und auf unsere friedliche Tage hin nicht davon überzeugen, dass ich gestört war.
"Hier habe ich Arbeit, und ich bin eher schlecht als recht ein Lehrer. Bevor ich so weitermache, sehe ich das lieber ein, anstatt die Bildung der Kinder zu versauen. Freunde? Nur wenige. Sie kommen und gehen, und die liebste und einzige Freundin bist eigentlich du."
Ich zuckte mit den Schultern, "Das ist nicht der Grund, wieso ich unbedingt gehen will, sondern eher der Grund, wieso ich noch bleibe."
Ich setzte mich wieder und streckte meine Arme von mir.
"Es ist ja nicht nur, dass ich es glaube. Ich weiss es. Nicht nur der Unterricht, was ist, wenn ich wieder einen meiner Anfälle bekomme? Wenn ich meine Schüler schon bedrohe...das geht eigentlich gar nicht.", und was blieb, waren die Gewissensbisse und die Angst, wem etwas anzutun.
"Italien ist wirklich schön", grinste ich und sah sie schief an. Denn ganz so unernst meinte ich das dann doch nicht. Aber wer ging schon mit seinem Lehrer in die Ferne? Und war unsere Freundschaft so fest, dass sie auch halten würde, egal was passiert?
"Du. Mitkommen.", bestätigte ich, "Interessiert? Die Toscana, die Gewürze? Pizza und Pasta. Auch wenn das wohl die wenigen positiven Dinge sein würden."
Plötzlich war ich ganz Feuer und Flamme. "Es wäre ein Abenteuer. Was Neues. Was Anderes. Bist du dabei?", meinte ich und war so euphorisch, dass ich gar nicht drüber nachdachte, dass sie das Angebot eben auch mit Freuden ausschlagen konnte.


[out: sorrysorrysorry, ich hab erst gar nicht gesehen gehabt, dass du hier schon gepostet hast :/ ich hoffe, das macht dir nichts aus, hab den Zeitsprung nicht beachtet, da dass ja eher irrelevant erstmal ist:D]
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