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 Beika-Weg

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Leviathan
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BeitragThema: Beika-Weg   Mo 5 Sep 2011 - 1:36

das Eingangsposting lautete :

Der Beika - Weg



Der Beika Weg wurde nach dem bekannten Stadtpark benannt und das auch nicht ohne Grund. Er befindet sich direkt neben bzw im Park und führt genau ins Yashidori-Stadtviertel, gefolgt von den drei anderen Vierteln. Der gesamte Weg zeigt sich als relativ passabel, da auch die Bäume viel Schatten spenden und man so auch an heissen Sommertagen diesen Weg in Anspruch nehmen kann.

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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Di 26 Jun 2012 - 17:59

pp: KURADORI | BÄCKEREI
__________________________________

Es war schon ein seltsames Gefühl gewesen einen Jungen dazu aufzufordern ihr auf den Hintern zu gucken. Man könnte meinen, es wäre ein schlechter Anmachspruch, wenn da nicht wirklich etwas gewesen wäre, das sie störte. Während sie geduldig darauf wartete, dass der Blonde etwas sagte vibrierte wieder ihr Handy, doch Horie kam nicht dazu es hervor zu kramen, denn seine nächsten Worte ließen sie entsetzt den Kopf herum reißen und knallrot anlaufen. Sie war im Inbegriff gewesen etwas zu erwidern und sich die Hände auf den Hintern zu drücken, als könnte sie ihn so vor seinen Blick verstecken, da korrigierte sich der Junge auch schon. Ein Käfer? Die Brünette tat wie ihr geheißen und ließ den Blonden an ihrer Rückseite herum fummeln. Ja, das Tierwesen hatte mit etwas kleinerem gerechnet, doch als Jun auf das Tier dort wies, machte sie einen entsetzten Satz zur Seite. Das wäre wohl nichts außergewöhnliches gewesen, doch dank ihres Stammes befand sich das Mädchen nun auf der schmalen Steinmauer, an der sie längs liefen. Sie hatte ihre Sprungkraft in diesem Schockmoment nicht richtig einschätzen können und aus einem kleinen Satz war ein, für einen Menschen anormaler, Sprung geworden.
Die Tüte hatte sie während dieser Aktion fallen lassen und mit geröteten Wangen kletterte sie schließlich wieder zu dem Jungen hinab, um sie aufzuheben und selbst endlich einen Bissen zu sich zu nehmen. Der Geschmack von Salat, Gurke und Tomate fügte sich zu einem wahren Genuss zusammen. Zufrieden schloss sie für einen kurzen Moment die Augen, öffnete diese jedoch wieder, aus Angst, irgendwo gegen zu laufen. Horie schraubte schließlich noch die Flasche mit der Vanillemilch auf und genehmigte sich einen Schluck. Sie hatten den Beika-Weg bereits fast wieder erreicht, als auch das Mädchen ihr Frühstück beendete, die Tüte in einem Abfalleimer verschwinden ließ und sich die Hände rieb. Mit vollem Magen fühlte sie sich gleich viel schwerer. Vermutlich würde sie nicht einmal mehr auf einen Ast hinauf springen können und wenn doch, dann würde sie sich wahrscheinlich übergeben. Erst jetzt fiel ihr wieder ein, dass das Handy vibriert hatte und das Tierwesen tippte rasch eine Antwort ein, während sich ein schüchternes Lächeln in ihren Zügen breit machte. Schon wieder ein Neuling...Ich scheine wohl nur noch solche zu treffen...
Als sie schließlich wieder den Ort erreichten, an dem sie dem Blonden mehr oder weniger in die Arme gefallen war, lehnte sich die Brünette an dem Geländer an und ließ den Blick zu den Augen des Jungens schweifen. „Dankeschön...dafür, dass du mich von dem Käfer befreit hast. Muss ja fast wie ein schlechter Anmachspruch gewirkt haben.“, ein unsicheres Lächeln verirrte sich in ihre Züge, als sie den Blick auf den Boden schweifen ließ. „Obwohl es da glaub ich noch viel schlimmere gibt, oder?“ Horie setzte sich schließlich ganz auf das Geländer und ließ die Beine baumeln, während die aufgeweckten, grünen Augen wieder zu dem Blonden – Jun – zurück fanden. Im Grunde hätte sie jetzt gehen können, doch sie fühlte sich in seiner Gesellschaft wohl. Er war weder aufdringlich noch ließ er irgendwelche Dominanz heraus hängen und genau das behagte dem Tierwesen. „Auf wen wartest du eigentlich?“ Neugierig neigte sie den Kopf zur Seite, ehe ihr Blick über den leeren Weg wanderte. Ein weiter Blick in den Himmel verriet, dass es sich bereits dem Nachmittag entgegen neigte und Horie konnte ein Seufzen nicht unterdrücken. Das Wochenende war so turbulent gewesen, dass sie es nicht hatte genießen können und nun war es schon fast wieder vorbei. Die Brünette würde es nur ungern zugeben, doch irgendwie fürchtete sie sich vor der kommenden Woche. Sie hatte Angst vor den Besprechungen im Unterricht. Der Angriff würde sicherlich noch ausführlich besprochen werden...Geistesabwesend starrte sie auf einen unbestimmten Fleck. Ohne es zu merken hatten sich die runden Chinchillaohren blicken lassen, die die Umgebung sondierten und darauf erpicht waren Horie zu warnen, wenn sie ein bedrohliches Geräusch vernehmen würden.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Mi 27 Jun 2012 - 17:40

    cf.: Kuradori » Bäckerrei


Es überraschte ihn etwas, dass das Mädchen so erschrocken von dem Insekt zu sein schien. Erst kletterte sie in Bäumen herum, in denen es Unmengen an Käfern gab und dann fürchtete sie sich vor einem, der gerade auf dem Boden saß und sich bereits mit seiner Flucht beschäftigte. Zappelnd setzte er die kurzen Beine in Bewegung und verkroch sich auch so gleich in einem Spalt, der augenscheinlich zu schmal für das Tier zu sein schien. Doch der erste Eindruck täuschte, denn das Insekt verschwand innerhalb der nächsten Sekunden irgendwie in der Mauer und hatte somit durch den heldenhaften Einsatz des Blonden seine Freiheit wieder erlangt. Was für eine tugendhafte Tat; das brachte sicher gutes Karma. Zumindest erhoffte Jun sich dieses von seiner spektakulären Rettungsaktion.
Nun wand er seinen Blick wieder Horie zu, die auf der schmalen Steinmauer balancierte, die ein normaler Mensch mit Sicherheit nicht ohne Weiteres und mit nur einem Sprung erreicht hätte. Also war sie entweder eine ziemlich kleine Stabhochspringerin oder war ebenso magisch angehaucht, wie viele der Menschen hier auf der Insel; ihn mit eingeschlossen. Als er die Tüte, welche zu Boden gefallen war, aufheben wollte, kletterte die Brünette allerdings schon wieder mit leicht geröteten Wangen hinunter und machte sich selbst daran ihr Brot auszulesen und dann endlich hinein zu beißen. Diesen Moment der Stille nutzte der Schüler, um kurz sein Handy heraus zu fischen, es rasch aufzuklappen und enttäuscht in den Tiefen seiner Hosentasche wieder versinken zu lassen. Aus den Augenwinkeln konnte er erkennen, dass auch sie sich an ihrem Handy zu schaffen machte und so versuchte er seine Neugier einfach zu unterdrücken und noch einen Schluck Limonade trinkend neben ihr her zu laufen. Eigentlich war sie eine ganz angenehme Gesellschaft. Sie war nicht aufdringlich und nervtötend, sondern eher etwas zurückhaltender. Zwar tollpatschig, dies konnte man nicht leugnen, aber auch offen und durchaus spendabel. Andere hätten sich vermutlich lediglich entschuldigt – oder vielleicht nicht einmal das – und wären wieder gegangen.

Nachdem sie wieder den selben Baum erreicht hatten, lehnte sich Jun ebenfalls gegen das Geländer und stellte die Plastikflasche neben sich auf, spielte dabei an deren Verschluss herum. Den einen Ellenbogen auf der Mauer abstützend, musste er flüchtig Grinsen als er ihre Worte vernahm. »Kein Problem. Wenn dir mal wieder ein Käfer an deinen vier Buchstaben klebt, klingel einfach bei mir durch«, erwiderte er lachend und hob auf die Frage, ob es denn noch schlimmere Anmachsprüche gäbe die Augenbrauen. Der Junge räusperte sich unauffällig, strich sich sein Haar etwas zurecht und beugte sich leicht nach vorne, sodass gerade einmal ein Finger zwischen ihre Nasenspitzen gepasst hätten.
»Hey, deine Augenfarbe passt perfekt zu meiner Bettwäsche. Darf ich dich mitnehmen?«, raunte er ihr zu, konnte dabei aber nicht lange seriös bleiben. Einige Sekunden später musste Jun unweigerlich anfangen zu lachen. Ob sie ihm das wohl für einen Moment abgekauft hatte? Wahrscheinlich nicht, aber hätten sie das Thema vorher nicht angeschnitten … wer weiß? »Nur so als Beispiel.« Er schraubte die Flasche auf, während er sich wieder von ihr entfernte und nahm noch einen Schluck, bevor er die Limo achtlos ins Gras legte.
Die Sonne zeigte sich bereits soweit, dass die Strahlen angenehm das Gesicht wärmten und man selbst unter dem Baum nicht fror. Für einen Moment senkte der Dämon die Lider, entspannte sich und reagierte erst wieder auf seine Umwelt, als er die Frage des Mädchens vernahm. Abrupt öffnete er die Augen und schluckte. Irgendwie hatte er es gerade recht erfolgreich geschafft zu verdrängen, dass er ein Rendevouz hatte. Wahrscheinlich war es bereits um die elf Uhr und die Sms hatte er vor mehr als einer Stunde verschickt. Hätte Jinai sich nicht längst melden müssen? Und dann auch noch die Sache mit der Computerstimme …
»Ich warte auf meine Freundin«, setzte er an und schaute zu Boden. »Aber ob sie überhaupt kommt, ist hier die Frage. Ich habe schon versucht sie anzurufen und ihr mehrere Sms' geschickt, aber sie hat auf keine reagiert. Und ihre Handynummer soll plötzlich ungültig sein … hattest du so was schon mal?« Warum erzählte er das eigentlich einer quasi Fremden? Vielleicht, weil er sonst niemanden hatte, dem er sich anvertrauen konnte. Wenn man mal ehrlich war, war es unschwer zu erkennen, dass es niemanden hier gab, den Jun wirklich als einen guten Freund bezeichnen konnte. Er hatte sogar mehr Feinde als Freunde. Seufzend heftete er seinen Blick auf das Mädchen und musste verdutzt feststellen, dass nun senkrecht stehende Ohren aus ihrem braunen Haar hervor guckten. »Seit wann …? Und ich dachte schon, wenigstens du wärst normal.« Er ließ die Schultern ein Stück hängen und hievte sich nun ebenfalls auf die Mauer.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Mi 27 Jun 2012 - 22:32

Da bräuchte ich schon deine Nummer, um mich bei dir zu melden.“ Die Brünette musste noch immer über seine Worte schmunzeln, als er sich schon längst wieder von ihr abgewandt hatte und seiner Limonade widmete. Er hatte ihr sogar fast ein leichtes Lachen entlockt, nachdem sie den Schock über die plötzliche Nähe überwunden hatte. Ein dezentes, amüsiertes Kichern war die Folge gewesen, als ihr Blick in die Ferne glitt. Die Ohren spielten, suchten aufmerksam nach einem Geräusch, an dem sie sich festhalten konnten, doch sie fanden nichts, bis sie schließlich die Stimme des Jungen auffingen und Horie wieder aus ihrer Traumwelt rissen. Verdutzt hatte sie ihren Kopf in Richtung des Blonden gedreht und sah ihm aus den großen, grünen Augen entgegen, die seine eigenes Spiegelbild wiedergaben. Und dann lässt sie ihn so lange warten? Der Junge tat dem Tierwesen schon ein wenig Leid, doch sie vermied es ihm dies zu zeigen. Vermutlich würde es ihn dann doch nur noch mehr zu schaffen machen. So entschied sich Horie dazu, ihm zu zuhören. Es war ganz schön viel, dass er ihr erzählte, obwohl sie sich kaum kannten. Sie selbst erinnerte sich gut an das Gefühl, als sie hier her kam und niemanden hatte, mit dem sie reden konnte. Vielleicht täuschte sie sich auch und er hatte bereits, anders als Horie zu dem Zeitpunkt, viele Freundschaften geschlossen, von denen momentan einfach niemand Zeit hatte. Erst als Jun seine Frage an sie richtete ließ sie den Blick in den Himmel; nur um kurz darauf wieder zu ihm zu sehen und sich an den Kopf zu fassen, als er sich auf die Mauer schwang. Sie hatte ihre Ohren gar nicht wahr genommen und ließ sie langsam wieder verschwinden, während sie über eine Antwort auf seine Frage nach dachte.
Ich kenne solche Situationen...Ich habe sie hier schon des öfteren miterleben müssen...“, ihre Stimme war zum Ende hin leiser geworden und das Mädchen schluckte schließlich, als sie ihren Blick auf seine Augen richtete. Horie brachte es nicht übers Herz ihm zu sagen, was es in den meisten Fällen bedeutete. Für sie war es nicht das erste Mal, doch wenn jemand die Insel verließ, dann meistens ohne etwas mitzunehmen. Nur die wenigsten banden sich an diesen Ort, doch die meisten ließen alles zurück – auch ihr Handy und all jene, die sie hier kennen lernten. Sie ließen ihre Karte sperren, um keine Brücke in ihr neues Leben zu bilden. Es bestand zwar die Chance, dass es hier anders war, doch die Tatsache, dass sie ihren Freund hier warten ließ und nicht erschien sprach dafür. Die dunkelgrünen Augen begannen zu flackern, und sprachen das aus, was sie dachte. Es tut mir so Leid... Sie wird nicht kommen. Horie musste die Augen schließen, um sich von diesem Gedanken los zu reißen und ihn ziehen zu lassen. Manchmal, da war es beinahe eine Strafe mit diesem Ausmaß an Empathie gesegnet worden zu sein, doch sie hatte gelernt damit umzugehen und sich von diesen Gefühlen los zu sagen.
Das Mädchen lehnte sich schließlich nach hinten und öffnete die Augen wieder, während sie den Kopf hatte in den Nacken sinken lassen. Hoch konzentriert starrte sie auf die Rinde des Baumes hinter sich, der für sie nun so erschien, als würde er auf dem Kopf stehen. „Normal ist relativ. Was hier auf der Insel normal ist, muss anderswo nicht zwangsläufig genauso sein. Von meinem Stamm ausgehend bin ich die Einzige hier. Insofern bin ich nicht normal. Wäre ich zuhause, dann wäre ich so normal wie jeder andere. Alles Ansichtssache...“ Horie richtete sich schließlich wieder auf und sah über den immer noch leeren Weg. Sie hatte die Hoffnung aufgegeben oder besser gesagt nie besessen, dass seine Freundin kommen würde, doch für ihn war das vermutlich nicht so leicht. Horie dachte einen kurzen Moment darüber nach, was sie tun würde, wenn Levi sie verlassen würde, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Es würde mich vollständig zerstören... Mit diesem Gedanken sprang sie von der Mauer hinab und legte die Hände vor den Oberschenkeln ineinander, als sie sich wieder dem Blonden widmete, um ihn auf andere Gedanken zu bringen. Mehr konnte sie für ihn nicht tun. „Aber wenn es dich ein wenig beruhigt... Ich kann nichts außergewöhnliches. Ich bin zwar lärmempfindlicher und kann höher springen, als andere, aber ich kann keine spektakulären Dinge, wie Sachen in Flammen aufgehen lassen oder so...“, ein leichtes und unsicheres Lächeln zierte ihre Lippen. Horie reichte das. Sie verstand den Trubel nicht, den alle veranstalteten – den Wunsch der oder die Beste zu sein. Man war wie man war.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Do 28 Jun 2012 - 18:01

Wie erwartet, hatte sie den saloppen Spruch nicht ernst genommen. Ihn hätte es auch sehr überrascht, wenn dem so gewesen wäre. Aber sie war nun wirklich nicht der Typ Mädchen, den er auf diese Art und Weise anmachen würde. Generell hielt der Blonde nicht viel von diesen Versuchen Mädchen zu beeindrucken, aber bei der kleinen Brünette hätte es noch merkwürdiger geklungen, als ohnehin schon. »Die gebe ich dir wann anders, ok?«, erwiderte er lächelnd und fragte sich, wann sich die beiden wieder sähen oder er sie doch noch im Verlauf des Gesprächs seine Nummer erhalten wollte. Im Moment brächte er es nicht über sich sein Handy aufzuklappen, nur um abermals fest stellen zu müssen, dass sein Posteingangs und die Mailbox vollkommen leer waren. Das Warten und die innerliche Unruhe machten ihn sowieso gerade ziemlich fertig, da konnte er sich diese traurigen Aussichten getrost sparen. Schließlich antwortete Horie auf die Frage des Schülers und sah ihm dabei mit einem traurigen Ausdruck an. Die Brauen zusammen schiebend, legte er den Kopf leicht schräg und betrachtete ihr rundes Antlitz. »Ja, und geht es vielleicht noch etwas genauer?« Jun wollte sie nicht zu einer Antwort drängen, doch ebenso interessierte es ihn brennend was sie womöglich noch zu sagen hatte. Zwar konnte er sich nicht vorstellen, dass es ihm in seiner Situation half, aber vielleicht brachten ihn ihre Worte ja auf eine Idee oder eine plötzliche Eingebung auf welche er noch nicht gekommen war.
Der Junge fuhr mit den Fingerspitzen über das recht kurz geschorene Gras und rupfte einen Halm aus der Erde, um diesen zwischen Daumen und Zeigefinger zu drehen. Es war saftig und grün, und das trotz des meist starken Sonneneinfalls und dem seltenen Regen. Gestern hatte es zwar heftig geregnet, aber das Wasser musste bereits entweder kondensiert und sich in neue Wolken verwandelt haben oder aber war vollständig ins Grundwasser gesickert. Beide Varianten waren plausibel und womöglich war über Nacht auch beides geschehen. Mit solchen Vorgängen kannte er sich nicht wirklich aus, dazu hatte er damals zu wenig Interesse am Erdkundeunterricht gezeigt. »Was für ein Stamm?«, fragte Jun und schnippte den Grashalm weg auf den Boden, wo er zwischen den vielen anderen nicht mehr genau zu lokalisieren war. Er konnte sich vorstellen, dass sie einer Familie von Tierwesen angehören musste, aber welche Art genau, hatte er bei dem kurzen Blick auf ihre Ohren nicht sagen können. Ihr plötzliches Herunterspringen von der schmalen Mauer auf den Boden, überraschte den Blonden genauso, wie die Tatsache, dass sie offenbar noch bleiben wollte. Ob es ihm recht war oder er sie eher als lästig empfand, konnte er nicht genau sagen. Es war ein Zwischending, da er ihre Gesellschaft zwar als angenehm empfand, aber eigentlich nicht riskieren wollte, dass Jinai ihn mit ihr sah. »Auch wenn das zugegeben ziemlich cool wäre, ist es mal 'ne Abwechslung wenn hier jemand genauso wenig kann, wie ich. Jinai macht die ganze Zeit irgendwelche extrem übermenschlichen Dinge – sie läuft über Wasser, wie Jesus oder so. Aber auf Dauer ist das ziemlich ätzend, weißt du? Wenn man selbst eigentlich das Potenzial hätte, aber keinen Plan hat, wie man das umsetzen soll.« Er hätte schon gerne jemanden, der ihm beibrachte wie er seine Fähigkeiten nutzte. Bisher waren diese nur wenige Male und das in unkontrolliertem Maße frei geworden. Jun baumelte mit den Füßen hin und her und seufzte. Man, wäre er gerade gern wieder in Kyoto, umgeben von ganz gewöhnlichen Menschen.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Do 28 Jun 2012 - 18:54

Das er ihr seine Handynummer nicht sofort gab konnte verschiedene Gründe haben. Ob es nun die Tatsache war, dass er zu faul war sein Handy raus zu holen, Angst hatte keine Nachricht von seiner Freundin zu haben oder einfach das nötige Vertrauen fehlte – es gab so viele Möglichkeiten und der Brünetten waren diese Gründe auch nicht sonderlich wichtig. Sie akzeptierte einfach die Tatsache, dass sich wohl ein andermal dazu Gelegenheit bekommen würde, wenn sie sich noch einmal über den Weg laufen sollten.
Eigentlich hatte sie gehofft, dass er nicht weiter nachfragen würde, denn eigentlich hatte sie das Thema doch erfolgreich zur Seite geschoben und es sogar geschafft dieses für einen Moment zu ignorieren. Abschied nehmen zu müssen war immer so eine Sache und meist mit vielen Tränen verbunden, doch jemandem sagen zu müssen, dass jemand nicht wieder kam und somit der Bote der schlechten Nachricht zu sein, empfand Horie als weitaus schlimmer. Seufzend wandte sich das Tierwesen von ihm ab, betrachtete einen Vogel auf einer Balkonbrüstung eines nahen Hauses. „Ich weiß nicht genau, wie ich es formulieren soll...aber ich glaube nicht, dass sie noch kommen wird...“, das Mädchen legte eine Pause ein und versuchte sich die Worte im Kopf zurecht zu legen, um ihn nicht zu sehr zu verletzen. „Viele der Bewohner verschwinden überstürzt und ohne ein Wort zu jemandem zu sagen. Sie gehen, wenn sie glauben, dass es an der Zeit ist und wollen nichts mehr mit ihrem Aufenthalt auf Isola zu tun haben. Für sie ist es ein abgeschlossenes Kapitel in ihrem Leben und sie brechen meistens jede Verbindung zu dieser Insel und allem, was damit zu tun hatte, ab.“, Horie musste schließlich schlucken, ehe sie es fertig brachte, den Blonden wieder anzusehen. „Ich hoffe für dich, dass es hier anders ist. Doch wenn du wirklich sicher gehen willst...dann empfehle ich dir das Sekretariat aufzusuchen und nach ihren Unterlagen zu fragen...wenn alles, was auf ihre Existenz hingewiesen hat fehlt...dann ist sie wirklich fort.“, die Brünette kratzte sich schließlich verlegen am Arm. Diese Situation war unangenehm und erschuf ein flaues Gefühl in ihrer Magengegend. S viel Unbehagen hatte sie lange nicht empfunden. Ob es jetzt richtig war, wenn sie ihm ein Angebot machte? Unsicher wanderte ihr Blick immer wieder zwischen Jun und dem Boden hin und her. „Wen du magst, dann begleite ich dich dort hin...
Jinai. Sie kannte den Namen. War sie nicht eine Dämonin? Juns Worte bestätigten diese vage Ahnung. Dankbar dafür, wieder einen Strohhalm zu haben, an dem sie sich festhalten konnte, griff Horie das Thema wieder auf. „Das kommt bestimmt noch mit der Zeit. Im Vergleich zu mir hast du hier bestimmt Lehrer, die dir helfen können, deine Fähigkeiten zu entwickeln?“ Es war eine indirekte und ziemlich undeutliche Frage danach, welcher Rasse er angehörte, denn das hatte ihr der Junge schließlich noch nicht verraten. „Im Vergleich zu den anderen Tierwesen hier, schaffe ich es nicht einmal, mich vollständig zu verwandeln, aber das ist in Ordnung. Ich denke irgendwann, da werde ich in der Lage sein, so etwas auch zu können.“ ein leichtes Lächeln bildete sich wieder auf ihren Lippen, ehe ihr bewusst wurde, dass sie ihm noch gar nicht auf seine Frage nach ihrem Stamm geantwortet hatte. Die Brünette druckste ein wenig herum und griff mit ihren Fingern in das grüne Kleid, bearbeitete den Stoff mit ihren Händen, während sie ihm schließlich doch antwortete. „Chinchillidae....Chinchilla Sie redete nicht oft darüber und auch nicht mit jedem. Viele hätten sie vermutlich sogar ausgelacht. Während hier Raubtiere umher marschierten, stolze Tierwesen, war sie mit dem Blut einer Nagetierart gesegnet. Horie selbst sah zwar keinen Grund, darüber zu lachen, doch für viele war das halt anders. Seufzend trat das Mädchen weiter auf den Weg hinaus und ließ sich schließlich die Sonne auf den Rücken scheinen. Es tat wirklich gut das warme Tageslicht zu spüren. Zufrieden schloss sie für einen Moment die Augen und wartete darauf, dass der Junge etwas sagte. Die letzten Stunden, die sie mit Leviathan, ihrem Kindheitsfreund, verbracht hatte schienen aus ihr ja eine richtig redseelige Person gemacht zu haben. Mal sehen, wie lange das noch anhalten würde. Ihrer Natur entsprach es jedenfalls nicht und wahrscheinlich trug auch gerade dieser Junge mit seiner Art dazu bei. Er war ihr sympathisch. Vielleicht würden sie ja sogar Freunde werden...Zum jetzigen Zeitpunkt war das jedenfalls noch weit her geholt, aber mit der Zeit würde es sich sicherlich zeigen.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Fr 29 Jun 2012 - 19:09

Ihre Worte trafen ihn wie ein Schlag direkt in die Magengrube. Für einen Augenblick presste er fest die Lippen aufeinander und blickte mit ausdruckslosen Augen auf seine Knie. Er konnte ihr einfach keinen Glauben schenken, denn sie hatte weder den leisesten Hauch einer Ahnung von Jinai, noch von ihrer Beziehung. Nur, weil sie diesen Fall schon des öfteren auf der Insel miterlebt hatte, hieß das nicht gleich, dass es bei ihnen genau so war. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich von ungläubig in wütend, während der Blonde die Hände zu Fäusten ballte. Unbewusst drückte er die Kiefer aufeinander und atmete stoßartiger als sonst. Obwohl er ihr in dieser Hinsicht nicht so leicht vertrauen konnte, hörte er Horie weiterhin zu, obgleich auch etwas halbherzig. Inzwischen kreisten seine Gedanken intensiver denn je um seine Freundin und die Stimme, welche seinen gesunden Menschenverstand repräsentierte, meldete sich wieder. Immer wieder bestätigte sie, dass die Brünette womöglich gar nicht so unrecht mit ihrer Behauptung hatte.
Widerwillig wehrte er sich gegen diese Stimme, konnte aber nicht verhindern, dass ihn jedes Wort des Tiermenschen innerlich zerfleischte. Vermutlich täte es weniger weh von einem Werwolf in Stücke gerissen zu werden, als nun dieses Gespräch mit der Brünetten zu führen. Wobei man das nicht wirklich als Konversation bezeichnen konnte, da sie eigentlich die ganze Zeit sprach und er wie eine stumme Masse daneben saß, seine Wut gegen die Welt zu unterdrücken versuchend. »Genug! Das reicht jetzt!«, schrie Jun sie schließlich urplötzlich an und vergrub seine Finger in der Erde. Unbewusst hatte er sämtliches Gras herausgerissen, sodass unter seinen Handflächen der blanke, dunkelbraune Erdboden sichtbar war. Die Finger des Jungen zitterten, ebenso seine Atemstöße. Aus den Augenwinkeln konnte er erahnen, wie viel Überwindung es sie kostete ihm das alles zu erzählen und doch wünschte er sich im nächsten Moment gar nicht mehr genauer darauf eingegangen zu sein. Dann hätte zumindest noch die Hoffnung in ihm weiter gelebt und wäre nicht auf einmal von einem riesigen Berg Asche unter sich begraben worden. »Das glaube ich nicht! Wir waren glücklich … sie hat mich geliebt, ich habe sie geliebt. Jinai würde niemals einfach so gehen!« Heftig den Kopf schüttelnd musste er kurzzeitig mit feuchten Augen ringen, konnte aber zumindest dies verhindern. Noch war nichts entschieden und ein Besuch im Sekretariat würde bestätigen, dass es sich nur um ein Missverständnis handelte.
Im Moment wollte er gar nicht weiter über seine Fähigkeiten reden, weil sie diesen Teil der Unterhaltung später noch weiter führen könnten, wenn er beruhigter wäre und endlich Gewissheit hatte. »Vielleicht irgendwann«, gab Jun missmutig zurück und erhob sich ruckartig. Die Erde fiel zu Boden, doch er machte sich nicht die Mühe seine Hände an irgendwas abzuklopfen. Als Horie ihm von ihrer Rasse erzählte, hob er flüchtig die Augenbrauen und musterte sie von oben bis unten. Zierlich war sie ja, aber irgendwie hatte er Chinchillas dicker in Erinnerung. Anscheinend hatte sie ansonsten nicht viel mit den Nagern gemeinsam. »Dafür bist du aber ganz schön ungeschickt im Klettern«, merkte der Blonde etwas rüde an und fuhr sich seufzend durchs ungekämmte Haar. Er wollte das Mädchen nicht wegen etwas fertig machen, wofür sie nichts konnte und womit sie nichts zu tun hatte, aber sie hatte ihn gerade auch in einem sehr schlechten Moment erwischt. »Ich will dich in nichts rein ziehen, womit du nichts zu tun hast. Aber wenn du eine Abkürzung in die Schule kennst?« Fragend und mit angespannten Schultern wartete er auf eine Antwort. Das war vielleicht ausnutzen von Bekannten, aber je schneller ihm diese Last von den Schultern genommen wurde, desto besser. Unruhig wollte er sich schon in Bewegung setzen, wartete aber doch lieber auf ihre Antwort.

    Tbc.: Büro des Direktors
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Fr 29 Jun 2012 - 20:47

Die Frage danach, wie lange sie noch so redselig sein würde beantwortete sich binnen weniger Minuten. Sein plötzlicher Ausbruch hatte die Brünette so verschreckt, dass sie zusammengezuckt war und nach hinten stolperte. Eine Landung auf ihren vier Buchstaben wurde dennoch gekonnt verhindert. Dafür hatte sich ihr Herzschlag rasant beschleunigt und Horie musste mit sich ringen, um nicht direkt die Flucht zu ergreifen oder sich noch weiter in diese Panikattacke hinein zu steigern und einem Herzinfarkt zu unterliegen. Zugegeben – die meisten Menschen würden solch eine Aktion unter dem Begriff übertrieben abstempeln, doch das war nun einmal der Nachteil ihres Stammes und es hatte bisher nicht nur wenige das Leben gekostet. Chinchilla waren nun einmal anfällig gegenüber plötzlichen, lauten Geräuschen. Da war es doch wirklich verwunderlich, dass Horie noch lebte, denn auf Isola war es alles andere als ruhig. Vielleicht erklärte das auch, weshalb ihr Stamm immer zurück gezogen in den Bergen gehaust hatte und nicht inmitten der größeren Städte.
Eingeschüchtert hatte das Tierwesen seine Arme schützend vor die Brust gedrückt und ihre großen, grünen Augen waren schreckgeweitet, flackerten unruhig, während sie den Blonden nicht aus den Augen ließ. Natürlich verstand Horie es, dass ihn ihre Worte aufwühlten, doch sie hatte nicht geglaubt, dass es so schwer für sie sein würde in seiner Nähe zu bleiben. Ihr Körper hatte bereits angefangen zu zittern. Sie war gefangen – gefangen in einer Schockstarre, während ihr nichts anderes übrig blieb, als seinen Worten zu lauschen, den Versuchen sich selbst einzureden, dass seine Freundin nicht fort sein konnte. Das Mädchen war bereits davon überzeugt, dass Jinai fort war. Es war schwer, jemanden verzweifeln zu sehen, die Versuche zu sehen, mit denen diese Person versuchte ihre Seele zu schützen, damit sie nicht zerbrach und sich in Wünsche einzuhüllen, die nicht der Realität entsprachen – nur um sich einzureden, dass alles gut sei.
Aua – der Seitenhieb saß, doch Horie konnte ihm diesen nicht verübeln. Sie hatte ihm sinngemäß einen Dolch ins Herz gerammt, ohne es eigentlich zu wollen, da war es nur normal, dass er sie anblaffte. Die Brünette hätte jetzt protestieren können. Es war nicht ihre Schuld gewesen, dass sie vom Baum gefallen war – naja zumindest nicht ganz – denn schließlich war der Baum feucht gewesen, sonst wäre sie nicht hinab gestürzt. Das Mädchen schaffte es jedoch nicht einmal sich zu rühren, wie sollte sie da in der Lage sein, sich vor ihm zu rechtfertigen? So blieb ihr nichts anderes übrig als stillschweigend in sein Gesicht zu starren und darauf zu warten, dass ihre Beine wieder das taten, was Horie von ihnen verlangte. Am liebsten hätte sie ihm gesagt, dass sie keine Abkürzung kannte, doch die Brünette war mehr als schlecht im Lügen und wollte auch nicht vor ihm weg laufen, nachdem sie schon dafür verantwortlich war, dass sich diese Situation so entwickelt hatte. Wenigstens schrie er nicht mehr. Das Tierwesen schaffte es schließlich zu nicken und allmählich wieder Regung in ihren Körper kommen zu lassen. Das Zittern hatte nach gelassen, während sie sich vorsichtig und beinahe schwankend in Bewegung setzte. Man könnte meinen, sie wäre betrunken.
Ihre Kehle fühlte sich trocken an und so oft sie auch schluckte, es wurde nicht besser. Zwar beruhigte sie sich von Schritt zu Schritt mehr, doch selbst ein Blinder mit Krückstock würde sehen, wie angespannt sie war. Immer wieder sah sie über die Schulter zu dem blonden Jungen, doch sobald ihr dieser zu nahe kam beschleunigte sie ihren Schritt wieder und lief ein Stück voraus. Sie wahrte diesen Radius von einem guten Meter und nichts ließ mehr darauf schließen, dass sie bis vor kurzem doch sogar noch an seiner Seite gelaufen war. Schweigend ging sie im Kopf alle möglichen Wege durch, um den kürzesten ausfindig zu machen und einzuschlagen. Im Grunde könnte sie ihn vor dem Schulgebäude abliefern und verschwinden, aber aus irgendeinem Grund hatte sie das Gefühl bleiben zu müssen. Wer weiß, ob er jemanden hat, der ihn auffangen kann, wenn sich meine Vermutung bestätigt. Er kennt mich zwar nicht wirklich, doch es ist immer noch besser, als völlig allein zu sein. Ich weiß, was für ein Gefühl es ist... die plötzliche Einsamkeit ist schlimmer als alles andere... Horie bog schließlich auf das Schulgelände ein. Zum Glück war auch am Wochenende immer jemand vor Ort, den man ansprechen konnte – einer der Vorteile auf Isola, denn selbstverständlich war so etwas nicht.

tbc: BÜRO DES DIREKTORS
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Fr 14 Dez 2012 - 19:56

~ First Post

Es muss eine halbe Ewigkeit her gewesen sein als Kuraiko das Letzte mal Kurya gesehen hatte. Ein Jahr? Oder sogar doch länger? Sie hatte keine Ahnung mehr. Am liebsten hätte sie ihn direkt zuerst getroffen, aber sie wusste nicht wo er war und hat somit vergeblich nach ihm gesucht. Ein Zimmer von ihm hatte sie auch nicht gefunden, nach ihrem hatte sie schon erst gar nicht gesucht. Sie ging irgendwann jedenfalls in die Stadt und hatte sich alles angeschaut. Interessant war es schon aber hatte keinen wirklich Reiz. An dem ersten Tag kann man sich es ja schließlich nicht erlauben eine Person um die nächste Ecke zu bringen. Auch wenn das wahrscheinlich das Highlight des Tages gewesen wäre. Bei dem Gedanken musste sie nur grinsen und etwas kichern. Sicherlich hätte sie hier eine Menge Spaß. Sie setzte sich auf einer der Mauern. Der Himmel war schon sehr dunkel und das schwache Licht der Laternen war eigentlich vollkommen unnötig, zu mindestens was ihre Augen betraf. "Hätte man sich auch sparen können.", dachte sie laut nach. Sie zuckte mit den Schultern und brachte nur ein "Hmm....", heraus. Musste ja schließlich jeder selber wissen was er macht. War schließlich nicht ihre Sache. Kuraiko fuchtelte irgendwie mit ihren Händen rum, am liebsten hätte sie eigentlich wieder gekämpft oder irgendwas gequält und die Besinnung verloren, dass alles passte ihr hier überhaupt nicht, war nicht viel los. Vor allem nicht im Park. Eigentlich war es sogar schon langweilig. Sie schaute noch einmal zum Himmel hinauf. Sicherlich war es schon etwas später und sie würde auch bald ihr Zimmer suchen gehen. An sich war selbst der Himmel interessanter als alles andere herum. War schon etwas armselig. Hätte sie doch jemanden in der Stadt überfallen, wäre vielleicht um einiges besser gewesen.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Fr 14 Dez 2012 - 20:34

cf: von iwo xD

Mit schnellen Schritten rannte der Blondhaarige die Straßen entlang und atmete angestrengt. Es war schon ziemlich dunkel draussen, weshalb er nicht genau wusste wieviel Uhr es jetzt überhaupt war. Da er gearbeitet hatte, um ein bisschen Geld zur Verfügung zu haben hatte er total die Zeit vergessen. Das kam davon wenn man noch sauber machen wollte und als letztes den Laden verließ. Zum Glück hatte er vor Eile nicht vergessen abzuschließen, denn das wäre nicht so gut gewesen. Es war ziemlich leise in den Straßen was Kaoru überhaupt nichts ausmachte und dennoch konnte er umso mehr seinen eigenen lauten Atem hören. Hoffentlich war es noch nicht all zu spät, denn er hatte keine Lust sich in das Waisenhaus zu schleichen. Schließlich gab es ab einer bestimmten Uhrzeit eine Ausgangssperre und keiner durfte mehr in die Stadt. Wieso, weshalb und warum das wusste keiner so recht. Immerhin waren sie magische Wesen und konnten doch eigentlich ganz gut auf sich selbst aufpassen. Naja, irgendwann verging dem Blonden die Lust wie ein Dummkopf nach Hause zu rennen, weshalb er seine Schritte verlangsamte. Kurz kramte er sein Handy aus seiner Hosentasche, aber leider waren keine einzigen Nachrichten drauf. Sollte er vielleicht Toyo eine schreiben? Oder doch seinem Bruder? Den von dem hatte der Kleine schon lange nichts gehört. Irgendwie komisch. Sie hatten sich nun gefunden und plötzlich schien die ganze Neugier wie verflogen und sie kümmerten sich nicht mehr umeinander. Vielleicht wollte Kurya auch einfach nichts von ihm wissen. Ein bisschen traurig darüber entschied er sich lieber nur Toyo eine zu schreiben, weshalb er eifrig tippte und das Handy wieder in der Hosentasche verstaute. Die Laternen am Straßenrand spendeten ein bisschen Licht und vertrieben leicht die Dunkelheit. Obwohl die Dunkelheit überwiegte konnte Kaoru dennoch ein junges Mädchen auf einer Mauer ausmachen, die ganz alleine saß. Auch ihre Aura konnte der junge Halbengel spüren, die ihm bekannt vor kam. Jedoch dachte er sich nichts dabei und lief weiter. Dennoch konnte er nicht anders als vor ihr stehen zu bleiben und sie zu mustern. Ihr Gesicht.. es wirkte so vertraut und doch fremd. Hi! begrüßte er sie lächelnd und wartete auf eine Antwort, doch das Gefühl von Vertrautheit blieb noch immer.
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BeitragThema: Re: Beika-Weg   Fr 14 Dez 2012 - 22:35

Man hörte deutlich eine Person die schnell den Weg durch den Park rannte. Natürlich überhörte auch Kuraiko das nicht, allerdings wandte sie sich der Person nicht zu. Völlige Desinteresse eben. Hätte sie sich mit jemanden getroffen wäre es etwas anderes gewesen, aber dem war nicht so von daher schaute sie weiter gelangweilt in dem Himmel. Warum saß sie eigentlich immer noch hier? Normalerweise wäre sie schon längst weg , dennoch hielt sie etwas fest. Vielleicht war der Himmel doch nicht so langweilig wie sie eigentlich dachte. Naja sie hatte keine Ahnung von dem Himmel, was sollte sie auch von dem halten? Langsam näherte sich ein Junge der sich auch direkt begrüßen musste. Warum ausgerechnet ich? Nachdem sie die Augen gerollt hatte schaute sie mit einem entnervten Blick dem Kerl direkt in die Augen. Sie überlegte ernsthaft ob sie ihn zurückgrüßen sollte oder eben nicht und einfach wieder sinnlos in den Himmel zu starren. Das hatte sie eh nur allzu oft getan. Vor allem warum lächelt der mich die ganze Zeit so bescheuert an? Irritiert und gleichzeitig grimmig schaute sie den Jungen an. Er sah noch etwas jünger aus wahrscheinlich ein Schüler der Schule oder so. Er sah etwas erschöpft zu gleich aus, vielleicht weil er eben gerannt war oder vielleicht war er einfach nur dauerhaft mit den Nerven am Ende. Konnte Kuraiko ja nicht wissen. „Ach was soll’s…“, nuschelte sie. „Hallo.“, antwortete sie darauf kurz und knapp was sollte sie auch großartig sagen. So idiotisch zurücklächeln würde sie sicherlich nicht. Käme sie sich ja total bescheuert vor. Obwohl wenn sie zurücklächeln würde, hätte sie eher zu befürchten der Kleine rennt direkt nachhause zu seiner Mami. So fies wollte sie zu ihm auch nicht sein. Eins musste man aber zugeben er hatte sehr schöne blaue Augen. Natürlich würde sie ihm das nicht sagen. Wie sähe sie denn aus wenn sie die Komplimente machen würde? Schließlich wandte sie sich wieder ab und schaute in die andere Richtung wo er wahrscheinlich hingerannt wäre, hätte er Kuraiko nicht angequasselt. Das Waisenhaus würde dann ja in dieser Richtung liegen. Ehrlich gesagt hatte sie keine Ahnung mehr, aber würde sie sicherlich noch rechtzeitig finden. Hoffte sie jedenfalls. Vielleicht ist der Junge ja deshalb so gerannt. Warum dachte sie eigentlich so viel darüber nach, interessierte sie ja nicht einmal. Sie seufzte kurz auf und sagte noch etwas. „Anstrengend…“, typische Selbstgespräche von Kuraikos Seite aus. Manchmal fasste sie ganz Gedanken in einem Satz zusammen den sie auch aussprach, ließ sich eben manchmal nicht vermeiden. Nun ja solch zehn Jahre in etwa gewöhnten sich ja nicht so schnell ab, aber wohl eher gar nicht.
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Beika-Weg

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