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 Das Haus im Park

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Leviathan
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BeitragThema: Das Haus im Park   So 3 Jul 2011 - 15:19

das Eingangsposting lautete :



Das Haus im Park




Hier wohnt: Mathéo Tristam


Auf einer Lichtung am Rande des Stadtparks steht diese schicke Behausung. Äußerlich macht es einen sehr gepflegten Eindruck. Das reine Gelb der Wände steht in einem angenehmen Kontrast zum ruhigen Blau der Dachziegel. Von vorne fällt dem Betrachter sofort die hohe und breite Fensterfront auf, durch welche die Sonne fast das gesamte Haus mit Licht erfüllen kann. Über eine ausschweigende Terrasse neben der Fensterfront gelangt man zur Eingangstür des Hauses. Draußen stehen an schönen Tagen ein runder Tisch und einige Stühle, die zu einem sonnigen Frühstück einladen oder einer von zirpenden Grillen begleitete Soiree.

Das Wohnzimmer ist der erste Raum, in den man tritt und welches mit ca. der Hälfte der Fläche auch der größte Raum des Hauses ist. Hier steht eine lange und tiefe Couch mit Blick auf die Fensterfront. Vor dem Glas steht wiederum ein großer Flachbildfernseher, der jedoch nur selten genutzt wird. Häufiger findet dagegen der flache Couchtisch Verwendung, der zwischen beiden steht. Sitzt man auf der Couch und Blick nach draußen, hat man zu seiner Linken an der Wand eine lange Schrankwand stehen; zur rechten befindet sich die Eingangstür. Hinter der Couch befindet sich auf der Seite der Schrankwand die Tür zum Schlafzimmer. Dieses beherbergt ein großes 2-Mann-Bett, welches auf Silber schimmernden Beinen steht und eine hohe, weiche Matratze besitzt, die ihres Gleichen sucht. Laut Angaben des Besitzers stammt sie vom selben Hersteller, der auch das britische Königshaus beliefert. Direkt neben der Tür und somit gegenüber vom Bett steht bedeckt ein Kleiderschrank die gesamte Wand. Die Türen schweben förmlich zur Seite und geben die etlichen Fächer und Schubläden frei. Da das Bett mit einer Seite an der Wand steht, befindet sich nur auf der von der Tür abgewandten Seite ein Nachttisch. Gegenüber der Tür befinden sich auch die breiten und hohen Fenster des Schlafzimmers.

Neben dem Schlafzimmer gelangt man vom Wohnzimmer ins Bad, welches über weniger Tiefe, aber dafür ausreichend Breite verfügt. Kommt man hinein, stolpert man fast schon in die Badewanne. Neben dieser befinden sich das Waschbecken so wie die Waschmaschine und schmale Schränke. Unter dem Fenster auf der anderen Seite der Badewanne steht zudem der Wäschekorb. Macht man sich lang in der Wanne.
Die Toilette befindet sich in einem eigenen, sehr kleinen Raum neben dem Bad. Ein einzelnes Waschbecken hängt dort auch noch.

Was nun noch fehlt, ist die offene Küche. Dreht man sich sofort nach links, sobald man das Haus betritt, gelangt man zu ihr. Die wichtigsten Dinge wie Arbeitsfläche, Ofen, Waschbecken, Schränke – stehend wie hängend sind dort auf engem Raum zusammengepfercht. Der Kühlschrank wirkt fast schon prunkvoll mit seinem amerikanischen, weinroten Stil und seiner Höhe, welche der Höhe der restlichen Küche gleicht.

Die Decke ist im Übrigen schief, so wie es der Blick von Außerhalb auch schließen lässt. Während die Terrasse über eine verzierte Holzrüstung verfügt, ist auf ihrer Rückseite eine Tür integriert. Über diese gelangt man in den Garten auf der Rückseite des Hauses. Diverse Gemüsesorten lassen sich hier je nach Bedarf des Besitzers anbauen. Ein Apfel- und ein Pflaumenbaum runden das Angebot schließlich ab.




Zuletzt von Leviathan am Fr 4 Mai 2018 - 13:38 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Di 13 März 2018 - 13:38


Kurz nachdem Sky sich praktisch dazu bereit erklärte, ihren Pullover dem Engel als Geburtstagsgeschenk zu überreichen, verabschiedete sie sich hektisch von den Jungs. Dass das Thema über den letzten Angriff auf Isola wohl etwas zu viel für sie gewesen war und sie sich nicht auch noch die Nachrichten geben wollte, fiel dem Nephilim jedoch nicht auf. "Ich hab doch erst in einer Woche Geburtstag!", rief er dem Mädchen aufgeregt hinterher, wedelte noch etwas mit den Armen - doch schneller als die beiden schauen konnten war Sky auch schon von der Bildfläche verschwunden. Grummelnd wanderte Leviathans Blick zu Matti, der den plötzlichen Abgang ihrer neuen Klassenkameradin schlichtweg akzeptierte und sich wohl nicht mehr Gedanken darüber zu machen schien - den Eindruck hatte zumindest der Engel.
"Ja, gut, dann ab vor die Kiste!" Immernoch etwas verwirrt erhob sich der Junge aus dem Stuhl und folgte dem Tristam in sein trautes Heim und zur Couch, auf der er es sich ohne Aufforderung sofort gemütlich gemacht hatte und mit offenem Mund den Flachbildfernseher bewunderte. "Boah, Matti, du bist voll der Schnösel.", stellte Levi fest und dachte an den alten Röhrenfernseher im Waisenhaus. Er war alt, fett und im wahrsten Sinne des Wortes eine Kiste - aber er erfüllte auch in so einem Zustand den Zweck und Leviathan war froh darüber. "Der Fernseher im Waisenhaus ist immernoch derselbe wie vor 50 Jahren.", übertrieb er. Seit Levi allerdings im Waisenhaus wohnte, stand auch dieses Gerät im Wohnzimmer und es wurde nie ausgetauscht, was wohl auch daran lag, dass man keinen Grund dafür sah - immerhin funktionierte er einwandfrei. Gespannt darüber, was dieses High-Tech-Gerät wohl zu bieten hatte machte sich der Engel bereit. Gesittet wie er nun einmal war schlüpfte er aus seinen Stiefeln, um die Beine ebenfalls auf die Sitzfläche zu befördern und schlißelich im Schneidersitz auf jener zu verweilen. "Oh mein Gott, dieses gestochen scharfe Bi-..." kurz bevor Levi komplett in seiner Schwärmerei verfallen war, erschien bereits die Nachrichtensprecherin auf der Bildfläche, die der Schüler nur zu gut kannte. "Die ist auch alt geworden.", stellte er fest, hielt dann aber sofort seinen Mund, als er die folgenden Nachricht vernahm. Allmählich klappte die Kinnlade des Engels mehr und mehr herunter und auch seine eher gerade Körperhaltung wurde dabei immer buckeliger, als er der Nachrichtensprecherin zuhörte. Sein Blick wechselte zwischen Fernseher, Matti, Fernseher, Matti, Fernseher ... dicht gefolgt von einem undefinierbaren Händefuchteln. Unerschütterlich wie immer und sich fast schon darüber lustig machend, machte Matti seinen Freund darauf aufmerksan, dass dieser nun wohl obdachlos sei. "ICH ZIEH BEI DIR EIN!", schoss es aus dem Engel heraus, während die Nachrichtentante im Hintergrund vom heutigen Wetter, einer ausgeraubten alten Dame und ähnlichem erzählte. "Wohin sollen wir denn bitte?!" Mittlerweile hatte sich der Junge schon aus seiner gemütlichen Pose entfernt und lief nervös entlang der Couch auf und ab. Raufte sich dabei den Kopf. "Wollen die jetzt einfach so ein neues Waisenhaus aus dem Ärmel zaubern oder was?" Als wüsste Matti all die Antworten und als hätte er Schuld daran, bombardierte der Nephilim seinen Freund mit all seiner Aufregung. "Gestern Abend war da noch alles in Ordnung! ... oder halt fast!", teilte er Matti noch mit, eher sich fast schon erzürnt wieder auf die Couch flackte, sein Handy dann aus der Hosentasche zupfte, was in seiner Aufregung alles andere als einfach war. "Ich ruf mal schnell Big Boss an.", meinte er, als er die Nummer der Schuldirektorin in seinen Kontakten suchte und diese schließlich wählte.

"JUL! JUL ICH BINS! HÖRST DU MICH? ... ... ... Ich bin gerade bei Matti und die Tussi von Local TV schwadroniert davon, dass das Waisenhaus nicht mehr ...."
Nur wenige Minuten hatte das Gespräch mit der Direktorin gedauert und dennoch schien der Engel um einiges ruhiger zu sein als zuvor. "Ja, tschüss!" Peinlich berührt und in Hoffnung darüber, dass Matti das "ich hab dich lieb" nicht gehört hatte, legte Leviathan auf. Wer wusste schon, wass sich der Kerl wieder zusammenreimen würde?
"Angeblich werden unsere Sachen direkt in ein neues Wohnheim gebracht, so viel weiß sie auch noch nicht, aber sie wird mich am Laufenden halten ... Du kannst echt froh sein, dass du deine eigene Bude hast, Matti." Und das war des Engels voller Ernst. Ein weiteres Mal seufzte er und lehnte sich etwas am Sofa zurück. Was würde heute eigentlich noch alles passieren? Ob Caiwen und Kaede schon davon gehört hatten? Womöglich befanden sie sich noch im Waisenhaus. In dem Waisenhaus, das nicht mehr sicher war. Wie ein Blitz traf der Gedanke den Engel und er schreckte auf. "Caiwen und Kaede! Die sind da bestimmt noch drinnen! Was auch immer zwischen Cai und dir war und warum auch immer du dich nicht gefreut hast, dass sie gestern seelenruhig in ihrem Bettchen lag - aber meinst du nicht, wir sollten mal nach ihr sehen?"











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Mathéo Tristam
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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Di 13 März 2018 - 21:49

Eigentlich hatte der Tristam ja lachen wollen. Aber als Levi plötzlich die wahnsinnige Idee herausschrie, bei Mathéo einzuziehen, verstummte der Dämon abrupt. Die Augen weiteten sich und der Mund schrumpfte zu einem verzweifelten Punkt. »Ähm«, ging das Stottern los. Doch da Levi ohne Pause mit einer rhetorischen Frage nach der anderen nachsetzte, beruhigte sich der Rothaarige wieder. Okay, falscher Alarm, er wirft nur mit Unsinn um sich. War also nichts ernst gemeint, wie Mathéo einschätzte. Glück gehabt.
Der Tristam hatte ja nichts gegen seinen Klassenkameraden. Ganz im Gegenteil: Levi war ihm ein gerngesehener Freund. Aber alleine zu wohnen – das war etwas, was sich der Dämon erarbeitet hatte und was er sehr schätzte. Dieser stille Rückzugsort war ihm Gold wert; ach, noch mehr!

Mathéo machte anschließend einfach einen auf aufmerksamer und anteilhabender Zuhörer, schenkte Levi einen mitfühlenden Blick. Hin und wieder schüttelte er leicht den Kopf, als würde er das Grauen der Welt ebenso wenig verstehen könnten wie der Engel. Das sollte reichen, damit Levi auf keine falschen Gedanken kam.
Erst als die Ankündigung kam, Levi würde schnell Big Boss anrufen, zuckten Mathéos Augenbrauen überrascht nach oben. »Big Boss?«, fragte der Tristam eher zu sich als zu seinem Freund, der längst nur noch auf sein Telefon hörte, wie es bimmelte. Die Brauen senkten sich wieder, als Mathéo hörte, wer dieser Big Boss war: Jul. Damit schloss sich der Kreis … ein Kreis … irgendwie. Den Namen hatte Levi vorher schon mal in den Mund genommen. Zu der Zeit dachte Mathéo noch, es wäre eine von Levis Kirschen, doch wer nannte seine Kirsche schon Big Boss? Das taten Masochisten eventuell – aber Levi war keiner … oder? Mathéo beäugte seinen Freund verschmitzt. Vorstellen konnte er es sich, war eine sehr lustige Vorstellung. Aber ernst nehmen konnte er es nicht. Dann war diese Jul halt keine Kirsche. Ein weibliches Wesen war es definitiv, denn Mathéo konnte den Ton ihrer Stimme am Telefon vernehmen. Genaue Worte waren nicht zu verstehen. Der Dämon verzichtete darauf, die Schallausbreitungsqualität der Luft zwischen ihm und Levi zu manipulieren, damit er das Gespräch belauschen konnte. So was taten Freunde einfach nicht untereinander. Außerdem würde ihm Levi sicher noch genug berichten, sobald er aufgelegt hatte.
Was Levi jedoch selbst sagte, war schwer zu überhören. So bekam Mathéo mit, dass diese Jul nicht im Waisenhaus wohnte, da sie ihre Bleibe nicht verlor. Es konnte also nur jemand wie der Dämon selbst sein, der außerhalb wohnte oder es war jemand erwachsenes, der ohnehin nicht im Waisenhaus wohnte. Eine Lehrerin? Das wäre eine Option, aber welche Lehrerin führte schon freiwillig ein vertrautes Verhältnis mit dem Klassenclown Leviathan Nakamura? Vor allem war es doch leichtsinnig, ihm auch noch die eigene Handynummer zu überlassen. Konnte keine gute Lehrerin sein, schätzte der Dämon – insofern sie überhaupt eine Lehrerin war. Ob Levi mir einer …? Besser war’s, er dachte nicht weiter darüber nach.
Zum Ende wurde es noch einen Tacken interessanter. Er wollte bei ihr einziehen? Mathéo glupschte neugierig zum Engel. Seine Aussage klang ernsthafter als zuvor Mathéo gegenüber. Hatte Levi eine Mutter, Tante, Oma, irgendwas auf der Insel? Wenn ja: Warum wusste der Tristam nichts davon? Die beiden Jungs mussten wohl mal ein ernstes Wort miteinander reden.

Levi beendete das Telefonat und schaute dabei etwas verlegen drein. Sah man etwa eine zarte, pfirsichrote Blöße auf seinen kindlichen Wangen? Wie süß. Mathéo musste lachen.
Levi erzählte ihm von dem Plan, dass die Sachen der Schüler in ein neues Wohnheim gebracht werden sollten. Mehr wusste diese Jul allerdings selbst nicht. Das einzige, was klar war, war, dass Mathéo sich glücklich schätzen konnte, eine eigene Bleibe zu besitzen. Das brauchte ihm Levi nicht extra sagen, das hatte der Dämon längst erkannt. Und zum Glück würde sich an der eigenen, einsamen Bleibe so schnell nichts ändern.
Beruhigt über jeweils andere Umstände lehnten sich die Jungs – leider nur – für einen kurzen Moment zurück; denn Levi schoss sogleich wieder hoch. Dabei plapperte er was von Caiwen und Kaede und dass gerade nicht zählte, was zwischen dem Dämon und der Werwölfin mal war, aber die beiden mussten angeblich rasant nachschauen, ob die noch im Waisenhaus waren oder nicht. Immerhin schien dieses Haus ja … gefährlich. Leuchtete also ein diese Reaktion.

»Ähm«, Mathéo musste erst mal begreifen, was da von ihm verlangt wurde. Es stimmte schon, dass da mal was war – oder so. Aber seit dem hatte es keinerlei Kontakt mehr zwischen den beiden gegeben und der Tristam hatte eigentlich auch seine Entschlüsse nach dem letzten Treffen der beiden gefasst. Wenn der Dämon in sich hineinfühlte, spürte er keinen Zwang, keine Klammheit. Er schätzte Levis Sorge, aber im Moment fühlte sich Mathéo unberührt etwaiger vergangener Tage – eine rückgekehrte Eigenschaft seiner früheren dämonischen Tage: die Fähigkeit Loszulassen.
»Joa, kein Ding. Können wir machen«, nickte er seinem Freund schließlich mit gefassterer Miene zu. »Lass mich nur schnell ‘ne Jacke greifen. Ich bring dir eine mit.« Da grauste es ihm wieder. Hoffentlich würde er das alles wiedersehen.

Zwei Lederjacken hatte er dabei, als er zu Levi zurückkehrte. Eine davon trug er selbst und eine war für seinen Kumpan. Mathéo fragte sich, ob Levi das hochwertige, englische Leder erkannte. Vom Stil her sah es wie eine dieser Londoner Szene-Biker-Jacken aus, die einerseits eine gewisse Schlichtheit besaßen durch ihre einheitliche Farbe und andererseits eine deutliche Coolness ausstrahlten. Fehlte eigentlich nur noch der Ofen unterm Hintern und das Grid-Girl, welches sich von hinten an einen randrückte.
»Du musst mir aber auf dem Weg unbedingt erklären, wer diese Jul ist. Mir schwirren ja die wildesten Vermutungen im Kopf herum.«


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Zuletzt von Mathéo Tristam am Do 15 März 2018 - 11:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Mi 14 März 2018 - 17:22


Der Dämon hatte wirklich eine wahnsinnige Geduld. Zuerst wurde er bei seinem Frühstück von zwei Schnorrern gestört und danach dreschte der Engel mit seinen Worten aus purer Verzweiflung und Aufregung auch noch regelrecht auf seinen Freund ein. Die ganze Zeit über war Mathéo die Ruhe in Person gewesen und gab sich der von Levi ausgehende Achterbahn der Gefühle in vollen Zügen, hörte auch aufmerksam zu. So wirkte es zumindest auf den Engel.
Auch auf den Vorschlag, nach Caiwen und Kaede zu sehen, ging er ohne Umwege ein. Fast schon kühl wirkte der Dämon dabei - große Überzeugungskunst musste Leviathan also nicht leisten.
"Ja, bitte.", meinte der Engel kräftig nickend, als Mathéo sich aufmachte um 2 Jacken aufzutreiben - die Wärmelampe konnte man also wohl schlecht mitnehmen. Nach einem flüchtigen Blick auf sein Smartphone, nur um festzustellen, dass sich Kaede noch immer nicht gemeldet hatte, schlüpfte der Engel wieder in seine Stiefel. "Nicht dein Ernst." Mit hochgehobenen Augenbrauen linste er zur Lederjacke, die Matti in den Händen hielt, als er zurückgekehrt war. Eine ähnliche bedeckte seinen Oberkörper. Levi wusste nicht so recht, ob er es cool oder übertrieben finden sollte, und genau das konnte man wohl auch aus seiner Mimik lesen. Mit einem kurzen Schulternzucken nahm er es einfach so hin, dass die beiden nun einen auf Bad Boys machten und zog sich die Jacke über, nachdem er sie entgegen genommen hatte. Sie fühlte sich zumindest angenehm an und roch ebenso wohltuend. Das Schnösel-Image würde Matti wohl so schnell nicht losbekommen.
"Hast du auch Sonnenbrillen?", fragte Levi seinen Freund, als er vom Sofa aufgestanden war und bombardierte ihn sofort mit der nächsten Idee. "Und die Jeans! Lass uns die Jeans zerschneiden!" Voller Begeisterung und mit geballter Faust funkelte er den Engländer an, beruhigte sich zum Glück aber sofort wieder, als ihm einfiel, dass die Kleidung ja nichtmal ihm selbst gehörte. Wahrscheinlich würde Levi ein solches Schnippschnapp nicht überleben. "Wie viel Kohle trag ich eigentlich gerade an mir?"
Sich selbst bzw. seine Kleidung musternd verließ der Engel das Haus im Park und Mathéo tat es ihm gleich. Außerdem schien den Jungen wohl die Neugierde gepackt zu haben. Der Engel nickte und grinste vor sich hin, machte zuerst aber nur wenig Anstalten, seiner Begleitung von der geheimnisvollen Jul zu berichten. Ein wenig konnte er noch an seiner eigenen Geschichte schrauben.

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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Di 19 Jun 2018 - 22:38

cf: Stadtzentrum | Wohnviertel | Wohnung 12 – Julia Bardera


Mitten in der Nacht hatte es Mathéo zurück zu seinem Häuschen im Park geschafft. Wären die Parklampen nicht gewesen, er hätte sich wohl die Augen des Fellknäuls ausleihen müssen, um den Weg zu finden. So aber erreichten sie sicher ihr Ziel. Dort angekommen überkam den Dämon auch schnell die längst überfällige Müdigkeit. Für eine Katzenwäsche schleppte er sich noch ins Bad, streifte sich irgendwie die Sachen vom Leib und warf sich dann in seiner Boxer in sein kuscheliges Bett. Groß genug war es sogar für zwei Personen, wenn auch er bisher nur alleine auf der Matratze gelegen hatte. Diese Nacht sollte es sich zum ersten Mal ändern, denn er lud die Katze auf das Kissen neben sich ein. Dort sollte sie es gemütlich haben und die Nacht friedlich verbringen können. Zum Glück gehörte Mathéo nicht zu den Personen, die sich wie wild im Schlaf wälzten. Dadurch brauchte die Katze keine Sorgen haben.
Der Dämon dache gar nicht mehr daran – schon lange nicht mehr -, dass es sich bei der Katze eigentlich um ein Mädchen handelte, welches da gerade in seinem Bett lag.


--- Tageswechsel ---



Am nächsten Morgen holte die Sonne den Tristam schon früh aus den Federn. In der Nacht hatte er vergessen, die Gardinen zuzuziehen, weshalb die warmen Strahlen ihn ungehindert piesacken konnten. Murrend wachte der Dämon auf und wollte die Realität aber nicht akzeptieren. Daher drehte er sich mit dem Gesicht weg vom Fenster und ließ die Augen geschlossen.
Nur leider wachte sein Körper immer mehr auf und Mathéo schaffte es nicht, sich zurück ins Schlummerland zu schleichen.
Was ihm blieb, war, die Augen aufzureißen. Jedoch tat er dies in einem sehr langsamen und natürlich verschlafen trägem Tempo. Zögerlich musterte er die Welt um sich herum, erkannte sein Schlafzimmer und erkannte die Katze.
»Morwen, Kleene«, murmelte er in sein Kissen hinein und schaute – mehr oder weniger deutlich – hinüber auf das Nachbarkissen. »Mwie spwäht iwt ew eigentwich?« Aber das würde sie ihm nicht sagen können. Sie war ja nur eine Katze. Also warf Mathéo seinen Kopf mit viel Schwung zurück auf die andere Seite und prüfte den Wecker auf seinem Nachttisch. »Hmw«
Irgendwie konnte er ja auch aufstehen, dachte er sich, wo er es scheinbar eh nicht mehr schaffte, einzuschlafen. Seltsam war dieser Umstand aber schon. Einerseits fühlte er sich so total träge, als würde er jeden Moment wieder wegpennen; und andererseits konnte er die Augen schließen und verschwand einfach nicht im Traumland. Irgendeine gute Seele musste ihn vom Himmel herab strafen wollen mit diesem Schabernack. Verflucht sei es.

Der Dämon warf die Füße von der Matratze und ließ sie auf den Boden gleiten. Mühselig richtete er seinen Oberkörper auf und streckte sich ausgiebig. Das Kratzen am Bauch durfte natürlich nicht fehlen.
Und was tat die Katze? Mathéo schaute sich um. Hieß es nicht, dass diese Tiere den Großteil des Tages pennten? Würde sie vielleicht einfach weiterschlafen und ihn alleine der Qual des Wachseins überlassen?










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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Di 19 Jun 2018 - 23:22

cf: Wohnviertel - Wohnung 12 - Julia Bardera

Es war sicher schon nach Mitternacht, als wir endlich das scheinbare Heim meines Helden erreichten. Natürlich handelte es sich hierbei nicht etwa um ein pompöses Schloss - leider -, aber es war nicht weniger beeindruckend, da es sich um eine Hütte mitten im Park handelte. Mein kleines Katzenherz klopfte trotz Müdigkeit vor Begeisterung rasend schnell und ich konnte es kaum erwarten erst das Haus und dann natürlich auch den Park zu erkunden. Aber das musste warten.
Erst einmal ging es hinein in die Hütte. Ich sah mich flüchtig etwas um und folgte Mathéo gedankenlos, bis ich merkte, dass er ins Bad ging. Oh, Moment. Dahin sollte ich ihm nicht folgen. Stattdessen machte ich mich auf die Suche nach einem gemütlichen Platz zum Schlafen und wurde bald fündig. Ein Bett. Ein richtiges Bett! Mit Matratze, Decke, Kissen und allem drum und dran! Man, es war ewig her, dass ich in einem Bett geschlafen hatte. Doch ehe ich es richtig bestaunen konnte, kam mein Held wieder herein. Mit nichts weiter bekleidet, als einer Boxershorts.
Wäre es möglich gewesen unter meinem Fell rot zu werden, so würde ich es spätestens jetzt tun. Die einzige Person, die ich auch nur ansatzweise unbekleidet gesehen hatte, war mein Vater und das war bereits eine Ewigkeit her. Ich wartete, bis er im Bett lag, ehe ich hinauf sprang und es mir auf dem freien Kissen gemütlich machte. Ich war gerade etwas zu müde, um mir Gedanken darüber zu machen, dass ich gerade das Bett mit einem halbnackten Jungen teilte! Allein!
Es dauerte eine Weile, bis ich einschlief...


~Tageswechsel~


Obwohl ich Probleme gehabt hatte einzuschlafen, war der Schlaf selbst ziemlich gut und sehr erholsam. So gut hatte ich lange nicht mehr geschlafen. Das Kissen war wundervoll weich, Sonne wärmte mir das Fell und es war herrlich still - bis Mathéo aufwachte. Ich seufzte leise, öffnete träge die Augen und blickte quasi direkt in sein Gesicht. Natürlich mit etwas Abstand. Trägt er die Augenklappe immer im Schlaf? Irgendwann musste er sie sicher abnehmen. Doch bestimmt beim Duschen! Verdammt... Ich wollte zu gerne wissen, was sich darunter befand - Ein Auge oder eine leere Augenhöhle? - aber ich wollte nicht riskieren ihn nackt zu sehen.
Jedenfalls wurde ich langsam wacher, je länger er sprach. Nach und nach erinnerte ich mich an die jüngsten Ereignisse und daran, dass ich mich bei Mathéo in einer Hütte im Park befand. Dann erinnerte ich mich daran, dass er irgendwo noch meine Gitarre hatte und geriet einen Moment in Panik, weil ich nicht wusste, wo sie war, hob blinzelnd den Kopf und... Argh! Hastig senkte ich den Kopf wieder und legte mir die kleinen Pfötchen über die Augen. Der Mann ist noch immer halbnackt! Er sollte sich was anziehen... Bitte!

















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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Mi 20 Jun 2018 - 23:32

Was machte denn die Katze da? Sie hielt sich die Augen mit ihren supersoften Pfötchen zu. Da wollte sich wohl jemand vor den Sonnenstrahlen schützen. Schlimm diese Schnarchnasen, dachte sich der Tristam. Aber wenn er nicht schlafen konnte, dann durfte das niemand in seinem Haus. Also warf er sich auf den Bauch hinüber zur Mieze und stoppte mit dem Kopf kurz vor dem Schlafkissen des Tieres. Vorsichtig schob er eines der Pfötchen beiseite, um einen Blick auf das süße Gesicht zu erhaschen. Irgendwie war das Verhalten seltsam für eine Katze.
Doch lange wollte er sich mit der Forschung auch nicht aufhalten. Der Tag war jung, er wollte verbraucht werden. Das Wochenende war morgen schon vorbei und dann müsse er wieder in die Schule. Das bedeutete, dass er den letzten Tag nochmal richtig ausnutzen musste.

Gesagt – getan, warf sich der Dämon mit viel Schwung aus dem Bett heraus, auf die Beine, ach, direkt mit den Füßen in die Hausschuhe. Stramm stand er da, als er sich erneut streckte. Aus dem breiten Schrank mit den Schwebetüren zauberte er sich ein rotorangenes Shirt hervor, welches ziemlich gut zu seiner zerzausten Haarfarbe passte. Die Boxer blieb erst mal. Er würde sich nach der Dusche richtig anziehen. Über einem Herrendiener neben der Schlafzimmertür hing eine kurze Sporthose, die er sich kurzerhand schnappte und über den Hintern streifte. Das durfte reichen, damit er unbesorgt die Gardinen im Wohnzimmer aufziehen konnte, ohne Gefahr zu laufen, vorbeilaufende Kinder zu verschrecken.

Mathéo erinnerte sich an den letzten Morgen, als Levi und Sky unangemeldet vorbeigeschneit kamen und ihm die Brötchen wegfutterten. Wegen den beiden hatte er nun nur noch eins – und das musste reichen. Er würde sich einfach ordentlich Wurst und Käse drauf stapeln, vielleicht noch eine Schicht Frischkäse drüber streichen und mit etwas Marmelade vollenden. Das sollte reichen. Oder aber er teilte das Brötchen in drei Schreiben, dann konnte er ein Mal mehr belegen. Sicher würde sich auch noch eine Packung Nudeln für den Notfall finden lassen. Aber Nudeln zum Frühstück? Für den Engländer klang das seltsam.
Erst mal galt es, Kaffee aufzusetzen. Ob die Katze auch etwas wollte? Mathéo blickte sich um, konnte sie nicht sofort erspähen. Entweder lag sie noch im Bett oder schlich herum. Eine Schale mit Milch würde sie aber sicher hervorlocken. Also griff er zum Kühlschrank, holte eine Packung bester irischer Milch heraus, nahm sich ein Schälchen aus dem Regal und befüllte es zur Hälfte. Noch vor der Küchenzelle stellte er das Gefäß ab, lehnte sich mit dem Hintern an das Mobiliar und wartete darauf, dass jemand auftauchte.










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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Do 21 Jun 2018 - 0:11

Es dauerte nur ein paar Sekunden, da spürte ich durch das Kissen und die Matratze, wie etwas schweres auf dem Bett landete und im nächsten Moment hob Mathéo auch schon meine Pfoten hoch. Sein Gesicht war direkt vor dem Kissen und damit auch ziemlich nahe an meinem Gesicht. Unsicher, was er vorhatte, hielt ich still, blinzelte und schnupperte vorsichtig - letzteres war ein Drang der Katze, alles zu beschnuppern, was sie beschnuppern konnte. Aber dann stand er bereits mit Schwung wieder auf. Ich wollte meine Pfoten auch schon wieder auf meine Augen legen, da bemerkte ich, dass er zu seinem Schrank ging.
Gott sei Dank, er zieht sich was an. Zwar nur ein Oberteil, aber das genügte vorerst. Da er sich also dazu entschlossen haben schien den Tag zu beginnen, streckte ich mich genüsslich und gähnte ausgiebig, ehe ich aufstand, mein Fell zurecht rückte und... nun ja, ich begann nun erst einmal mich im Schlafzimmer umzuschauen. Was allerdings nicht sonderlich lange dauerte, weil es nicht so viel in diesem Zimmer gab. Ein ziemlich großes echt hübsches Bett, ein riesiger Schrank und ein Nachttisch... Mein Lieblingsmöbel war definitiv das Bett.
Nachdem der Punkt auf meiner Liste also flott abgehakt war, tappste ich hinüber ins augenscheinliche Wohnzimmer, das ziemlich hübsch aussah, wie ich fand. Allerdings hatte ich die Einrichtung schon schnell vergessen, da ich diese riesige Fensterfront erblickte, die fast die ganze Wand einnahm.  Die war mein erstes Ziel! Ich hatte gerade einen ersten Blick hinaus geworfen - ein unglaublicher Park!!! -, als ich Geräusche aus der Küche hörte. Das klang nach... einem Kühlschrank und... Flüssigkeit... Etwas wurde auf dem Boden abge- Oh! Also, das ließ ich mir natürlich nicht entgehen!
Innerhalb weniger Sekunden lief ich hinüber zu Mathéo, der bereits auf mich zu warten schien, und erblickte begeistert die Schale mit Milch. Oh, mein Held... Prüfend schnupperte ich kurz daran und bemerkte, dass sie irgendwie anders war als die Milch von letzter Nacht, aber das konnte ich mir auch eingebildet haben. Letztendlich trank ich sie so oder so und stellte fest, dass diese hier verdammt gut war! Hoffentlich hatte er noch mehr davon...

















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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Do 21 Jun 2018 - 10:34

Schlibberdischlabb – schon war die Schale leer. Die Katze ließ sich auch dieses Mal keine Zeit und verputzte das weiße Gold nahezu in einem Zug. Schien ihr also zu schmecken. Grund genug einen Nachschlag zu gewähren. Also holte Mathéo die Milch ein zweites Mal aus dem Kühlschrank und füllte in der Schale der Katze nach. Doch während sie sich ihrem Mal hingab, musterte der Dämon das kleine Tier. Er musterte es und musterte es und irgendwann fiel ihm ein, dass er den gestrigen Tag über etwas ganz Wichtiges vergessen hatte. Stirnrunzelnd fragte er sich, wie das überhaupt möglich war. Als hätte ihm jemand einen Kratzer auf die Festplatte geschmuggelt und dadurch die Datenbestände beschädigt.

Die Stirnfalten verschwanden wieder, als Mathéo seine verlorenen Erinnerungen kollektivierte. Im alten Waisenhaus hatte er die Katze das erste Mal getroffen und da hatte er sie auch als das entlarvt, was sie tatsächlich war: Keine echte Katze. Oder aber sie war kein echter Mensch. Sonderlich viel hatten sie nicht darüber gesprochen. Entscheidend war aber, dass sich Mathéo die ganze Zeit so verhalten hatte, als wäre die Mieze wirklich nicht mehr als eine Mieze. Am Besten war’s, nicht weiter darüber nachzudenken, was er tatsächlich getan hatte. Immerhin war sie noch bei ihm, also muss es ihr ja gut ergangen sein.
An der Stelle fiel Mathéo die Gitarre ein, die er immer noch besaß und ja eigentlich dem Fellknäul gehörte. Mit dieser Idee im aufgeklarten Gesicht eilte der Dämon zurück in sein Schlafzimmer und kramte die kleine Kugel hervor, welche in einer der Taschen steckte. Ein Mal auf diese getippt reichte, um seine dämonischen Fähigkeiten einzuleiten und die Atome in ihre ursprüngliche Struktur zurückzuführen. Aus der Kugel wurde daher eine feinkörnige Wolke, welche sich binnen kürzester Zeit zu einer Gitarre materialisierte. Mathéo musterte sie. Machte denselben Eindruck wie am Tag zuvor. Sogar kleine Abnutzungsspuren waren wieder da.

Mit der Beute in der Hand schlenderte er zurück in den größten Raum des Hauses und positionierte sich hinter der Couch mit Blick zur Küche. Die Gitarre hielt er dabei deutlich sichtbar vor sich.










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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Do 21 Jun 2018 - 15:56

Oh ja, er hatte noch mehr davon. Wenn er mir weiter so nach schenke, würde ich aber bald dem Ruf der Natur folgen müssen. Aber kurz nachdem er mir die Schüssel das zweite Mal gefüllt hatte, verschwand er auch schon wieder. Da ich gerade recht zufrieden war, machte ich mir allerdings keine Gedanken darüber warum oder wohin er ging und genoss die Milch diesmal etwas langsamer. Sobald auch der letzte Tropfen mit angemessener Wertschätzung konsumiert worden war, schleckte ich mir noch kleine Reste von meiner kleinen Schnauze und schaute mich etwas um. Jetzt war wirklich so langsam eine gute Zeit-
Meine Gitarre! Meine Ohren stellten sich auf, als würde ich einem leisen Geräusch lauschen, doch alles, was ich gerade sah, war mein Goldstück, das sich in den Händen meines Helden befand. Als ich sie das letzte Mal gesehen hatte, hatte er sie hinter seinem Rücken verschwinden lassen. Übrig geblieben war nur ein kleines... Ding, aber jetzt... war sie wieder da! Ziemlich glücklich über diesen freudigen Umstand, tappste ich zu Mathéo herüber und miaute glücklich. Bisher machte das Instrument ganz den Eindruck, als hätte sie keinen Schaden genommen, aber das würde ich noch genauer überprüfen. Zuallererst war eine Wiedervereinigung vonnöten, für die ich Mathéo überschwänglich umarmt hätte, wenn ich mich sowas trauen würde.
Und während ich nun innerlich plante, wie diese Wiedervereinigung aussehen sollte, tappselte ich ziemlich ungeduldig vor Mathéo herum und miaute erneut, damit er mir mein liebstes Hab und Gut hinlegte. Vielleicht sollte ich mich auch verwandeln, um sie richtig entgegen nehmen zu können...

















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BeitragThema: Re: Das Haus im Park   Do 21 Jun 2018 - 20:18

Der Anblick des Instruments wandelte das Verhalten der Katze schlagartig. Vermutlich würde sie sogar eine weitere Schale Milch ignorieren. Aber was erwartete sie nun von ihm? Mathéo sah, wie sie ungeduldig vor ihm herumtapste und ihn anmiaute. Sollte er ihr die Gitarre reichen? Aber mit ihren kleinen Pfötchen könnte sie diese nicht entgegennehmen. Vielleicht sollte sie sich wieder verwandeln. Als Mensch tat man sich einfacher, so ein großes Objekt zu halten. Der Tristam wollte sich besser nicht vorstellen, wie es aussah, wenn es eine Katze versuchte.
Doch wenigstens vor die Nase legen konnte er ihr das Instrument. Erinnerte sich, wie er das Zimmer aufgebrochen hatte, in dem die Gitarre lag. Da war die Katze sofort aufs Bett gesprungen und hatte das Instrument befummelt, als wolle sie gleich darauf spielen.

Mathéo senkte die Gitarre langsam gen Boden und beobachtete dabei das Verhalten des Fellknäuls. Er hätte auch einfach selbst ein paar Takte drauf spielen können. Wer wusste schon, wie die Katze darauf reagieren würde. Manche Frauen mochten es nicht, wenn jemand anderes als sie selbst ihr Auto bedienten. Dasselbe konnte für Mädchen und ihre Gitarren gelten. Mathéo beließ es jedenfalls bei den Gedanken und ließ das Instrument los, kaum lag es ruhig auf dem Wohnzimmerboden.
Er verblieb in der Hocke. »Da hast du sie wieder. Freust du dich?«, legte er den Kopf schief und schaute das Tier fragend an. Mathéo war gespannt, wie sie sich verhalten würde. Vielleicht kam sie sogar auf den Gedanken, sich zurückzuverwandeln, um die Gitarre auch testen zu können.
Dabei fiel dem Tristam ein, dass sie doch ein Zimmer im Wohnheim haben musste - oder? Die letzte Nacht hatte sie bei ihm verbracht, was ihn kein bisschen gestört hatte. Aber er glaubte nicht, dass die Schulleitung so etwas genehmigen würde, sobald sie davon Wind bekam. Oder war es etwa erlaubt? Mathéo musste kurz überlegen, aber ihm fielen keine Mitschüler ein, die zusammen außerhalb des Wohnheims wohnten. Ihm fiel aber auch niemand ein, der innerhalb des Wohnheims zusammen wohnte; also bis auf obligatorische Jungen- und Mädchenzimmer.

Innerlich mit den Schultern zuckend schob Mathéo das Thema wieder beiseite. Als Katze könnte sie ruhig für immer bei ihm hausen. Es war sehr angenehm, einen kleinen Mitbewohner zu haben. Wobei der Tristam damit wohl einfach nur überspielte, dass er allgemein gerne einen Mitbewohner hätte.










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