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 Wohnung 13 - Valerye van Dyck

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BeitragThema: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   So 3 Jul 2011 - 13:15

das Eingangsposting lautete :

Stadtwohnung 13

Hier wohnt: Valerye van Dyck





Der Wohnblock liegt am Anfang der Barádori Strasse.

Diese Wohnung befindet sich im zweiten Stockwerk. Sie verfügt über einen relativ geräumigen Vorraum, ein extra Badezimmer und eine Toilette, eine offene Küche und zwei weitere Räume, die man nach Belieben gestalten und einrichten kann. Die Wohnung liegt auf der Rückseite des Hauses und bietet einen schönen Ausblick auf den Stadtpark. Der Balkon ist viel grösser im Vergleich zu jenen an der Vorderseite und aussedem grenzt sowohl diese Wohnung als auch der Balkon direkt an die Wohnung 12.



Zuletzt von Takeru am Do 3 Mai 2012 - 12:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 17:12

Sie hatte für jemanden den ich erst kennengelernt hatte ziemlich viel geredet, dennoch war sie schon ein wenig interessant, auch wenn sie nicht so reagiert hatte wie ich es erwartet hätte.
Allerdings war es bei Menschen sowie andersartigen Wesen durchaus schwer sie alle zu verstehen oder ihre Sichtweise nachzuvollziehen. Außerdem hatte Sylvia van Hossen vorhin von ihr gesprochen, somit wusste ich das sie eine meiner neuen Kolleginnen war, dennoch würde mir das nur wenig helfen.
Ja ich bin heute Abend hier angekommen und habe mir ein zimmer gemietet.
Sie hatte scheinbar nicht die Fähigkeit oder den nerv in einer gehobeneren Sprache zu sprechen, dennoch lächelte ich sie an und dachte wieder daran wie beinahe jeder den ich kennengelernt hatte sich daran störte das ich nur einen Namen hatte. Das lag aber wohl daran das Menschen sich immer einen Nachnamen besorgt hatten, meistens war es der Beruf eines vorfahren, dennoch gab es auch andere gründe dafür. Dennoch hatte ich eben keinen und damit sollte man irgendwann auch klarkommen können, zumindest war das meine Hoffnung. Nun blickte ich sie sanft und leicht lächelnd an.
Nein, sie reden nicht zuviel werte Kollegin und sie sehen bezaubernd aus wenn ich das so sagen darf. Ich hatte eigentlich nicht gedacht das sie eine Lehrerin sein könnten, ich hätte sie für eine Schülerin gehalten.
Das blöde an dieser aussage war das es sich um die Wahrheit handelte und das sie es wohl als einen dummen anmachspruch auslegen würde. Auch wenn dem nicht so war, schließlich kannte ich sie nicht einmal, aber das konnten alles wieder falsche annahmen sein da ich immer und immer wieder dachte das ich wüsste wie andere denken und dabei war das nicht wirklich richtig.
Ich danke ihnen für diese Einladung, wenn sie möchten dann können sie mich auch jederzeit besuchen kommen.
Auch wenn es sich ein wenig falsch anhörte, schließlich war ich es gewohnt vollkommen falsch verstanden zu werden, war es nun einmal so. Ich mochte es von Leuten besucht zu werden, ich war es zwar gewohnt einsam und alleine zu sein, dennoch mochte ich es nicht.
Nun betrat ich ihre Wohnung und drehte mich wieder zu ihr um ihr in die Augen zu schauen.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 18:05

"Ach so ist das.", gab ich interessiert als Antwort auf seine Aussage, das er erst heute hier angekommen sei. Zwar war mir nicht ganz klar warum er sich ein Zimmer gemietet hatte wenn er doch eine Wohnung hatte. Aber er wird sicherlich seine Gründe haben. Vielleicht war seine Wohnung ja noch gar nicht eingerichtet, wer wusste das schon.
Zumindest schaute er nun etwas sanfter in die Runde. So wie er vorher geschaut hatte, war mir das eindeutig zu ernst gewesen. Schön zu wissen das er keiner dieser immer Seriösen Leute waren. Ich finde so etwas nämlich überhaupt nicht sympathisch. Doch nicht nur mit seinem Blick fuhr er auf. Ich schaute ziemlich überrascht als er mich Kollegin nannte und mich dazu noch als bezaubernd bezeichnete. Auch mit den weitern Worten die er von sich gab brachte er mich ein wenig in Verlegenheit. "Ach was!", tat ich sein Argument mit einer abwinkenden Geste ab, "So jung bin ich nun auch wieder nicht.". Nun lachte ich etwas verlegen. Das waren dann doch ein wenig zu viele Komplimente für meine Wenigkeit und es dauerte eine Weile bis sich das wieder beruhigt hatte. "Sind sie eine neue Lehrkraft die hier an der Schule anfängt oder warum bezeichnen sie mich als Kollegin?". Im Moment dieser Aussage lächelte ich zwar fröhlich, jedoch konnte man mir doch in gewissem Maße meine Unsicherheit aus der Stimme raus hören. Eigentlich hätte er ja alles behaupten können. Vielleicht war er ja ein Einbrecher der auf die Dummheit der Leute spekuliert! Aber selbst wenn wäre ich ihm ja schon längst in die Falle gegangen. Vielleicht war ich auch einfach zu misstrauisch, denn so wie er rumlief konnte er wirklich kein sehr intelligenter Einbrecher sein. Man könnte ihn aufgrund seiner Aufmachung wahrscheinlich noch auf zwei Kilometer erkennen. "Na dann herzlich willkommen im Kollegium." , hieß ich ihn einfach im Kollegium willkommen und ließ die Sorgen das er ein Einbrecher sein könnte endgültig fallen.
"Gerne doch!", gab ich meine Begeisterung über seine Gegen-Einladung bekannt während er an mir vorbei in die Wohnung eintrat, " Es ist ja nur eine Strecke von fünf Metern zu ihnen. da denke ich geht das in Ordnung.".
Nachdem er sich in der Wohnung zu mir umgedreht hatte ging ich vor ins Esszimmer, welches in meiner Wohnung direkt in der Küche untergebracht war. "Tut mir leid, dass es hier so unordentlich ist.", entschuldigte ich mich für die in meinem Haus herrschende Unordnung. "Aber ich hatte absolut nicht mit Besuch gerechnet.", fügte ich zu meiner Entschuldigung hinzu als wir die Küche betraten. Es war der einzige Raum der wirklich super Ordentlich war. Ich war ja schließlich eine begeisterte Köchin, da konnte ich es nicht leiden wenn mein "Hobbyraum" unordentlich ist. "Setzen sie sich.", sagte ich zu ihm und zeigte auf einen der Stühle die an dem Esstisch standen während ich zur Küchenzeile vorging. "Wollen sie irgendetwas? Tee oder Kaffee?", fragte ich und schaute ihn fragend an.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 18:27

Sie hatte vollkommen anders reagiert als ich es erwartet hatte, sie hatte mit Verlegenheit reagiert, anstatt es falsch zu verstehen hatte sie es richtig verstanden, für meinen Geschmack gefiel mir das dann doch ziemlich gut. Es war einfach schön ihr beim lächeln zusehen zu können, dennoch war es ein wenig seltsam eine solch fröhliche Person kennenzulernen. Normalerweise mochte ich so etwas überhaupt nicht und dennoch störte es mich in diesem Fall nicht einmal im geringsten.
Ich hatte mich wohl über die Jahrhunderte ziemlich verändert, was wahrscheinlich in vielen Hinsichten der Fall gewesen war, auch wenn ich es noch nicht gemerkt hatte.
Ja ich bin der wohl neueste Lehrer des Kollegiums, ich habe vorhin Fräulein van Hossen kennengelernt, das ist auch der Grund wieso ich wusste das sie Lehrerin sind.
Dann hatte sie mich auch noch willkommen geheißen, sie war wirklich erstaunlich nett und für meinen Geschmack ziemlich interessant. Ob alle hier auf der Insel wohl so oder so ähnlich waren?
Ich konnte mir davon wohl noch kein Bild machen, aber diese Zeiten würden schon noch kommen, schließlich war ich lediglich einen Tag hier und es würde noch eine Weile dauern bis ich mich hier zuhause fühlen konnte.
Ich danke ihnen, die Unordentlichkeit stört mich nicht Frau Lunatique und ich hätte gerne einen Tee wenn es ihnen recht ist.
Nun setzte ich mich langsam an einen der Stühle welche um den Esstisch herum standen und stellte mich sofort wieder hin. Meine Rüstung störte ein wenig, schließlich war es keine Rüstung die zum sitzen gedacht war. Sie war nicht einmal dafür gedacht sich auf ein Pferd zu setzen, es war eine Rüstung für den Feldkampf.
Nun bewegte ich mich einen Moment aus ihrer Sichtweite und ließ meine Rüstung in meinem Tor von Babylon verschwinden, schließlich wollte ich mich setzen.
Also setzte ich mich hin und lächelte in ihre Richtung und konzentrierte meinen blick auf ihre haare.
Wie kommt es das jemand wie sie alleine wohnt?
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 19:20

Mit samt seiner Rüstung war er mir in die Küche gefolgt und setzte sich sogar einen Moment hin. Ich nutzte die Zeit inzwischen und griff nach meinem Wasserkocher und stellte ihn in die Spüle. Ich hatte zwar seine Antwort noch nicht erhalten, aber ich persönlich wollte einen Tee. Wie konnte es bei einer gebürtigen Britin auch anders sein? So bemerkte ich auch nicht das er sich einen kurzen Moment lang aus der Küche entfernte um seine Rüstung abzulegen, welche ihn wohl beim hinsetzten ordentlich behindert hatte.
Seine Wahl mit dem Tee begrüßte ich in Gedanken. So musste ich die Kaffeemaschine wenigstens nicht dreckig machen. Ich füllte also den Behälter des Wasserkochers mit Wasser, stellte ihn auf seine Vorrichtung und betätigte den Schalter des Geräts. "Sie kennen Silvie also bereits?", fragte ich während ich die Teebeutel für den Tee aus einem der oberen Küchenschränke holte. "Sie ist in Ordnung.", begann ich ihm meine Meinung mitzuteilen während ich den Schrank wieder zu machte. "Von außen mag sie hart wirken, jedoch ist sie innen drin ganz weich und verletzlich.".
Ich legte die Teebeutel auf die Küchenzeile und drehte mich so, dass ich mich mit dem Rücken an sie anlehnen konnte und schaute nun fröhlich lächelnd zu meinem Gast hinüber. Erst jetzt begann ich ihn mal genauestens zu mustern.  Er machte einen recht Sportlichen Eindruck auf mich, sein Gesicht war schmal und sein Haar kurz blond. Hatte etwas von diesen Leuten im Fernsehen welche in Action-Filmen mitspielten. Wie dem auch sei.
Während ich noch einmal prüfend zum Wasserkocher sah, fragte er mich warum jemand wie ich noch nicht mit jemandem zusammen wohnt. "Der Richtige.", antwortete ich wie aus der Pistole geschossen und lachte dabei. "Ich habe ihn noch nicht gefunden. Um ehrlich zu sein habe ich nicht so viel Interesse daran jemanden zu suchen.". Ein schmerzerfülltes Lächeln glitt mir kurzzeitig über die Lippen bevor es wieder einem fröhlichen wich. Zu eindeutig kamen bei mir die Erinnerungen an meine letzte Beziehung hoch, welche wohlgemerkt vor vier Jahren war. "Und sie? Wie sieht es bei ihnen aus?", fragte ich daraufhin zurück, "Haben sie jemanden mit dem sie ihr Leben teilen?"
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 19:42

Nun wurde es erst richtig interessant für mich, ich hatte meine Rüstung verschwinden lassen und dennoch wunderte sie sich kein Stück, oder sie reagierte einfach nicht darauf.
Eines von beiden war der Fall, als sie dann über Fräulein van Hossen redete, wunderte ich mich ein wenig, schließlich hatte sie ganz genau das gesagt was meine vorherige Vermutung bestätigte.
Nun blickte ich sie weiterhin an und legte meinen Kopf ein wenig schief.
Ziemlich genau das hatte ich mir auch gedacht, dennoch habe ich sie wohl ein wenig zu sehr verwirrt als das wir wirklich normal hätten reden können.
Das wollte ich eigentlich nicht sagen, schließlich waren es teilweise nur Gedanken und dennoch hatte ich es ihr einfach so gesagt, ich ohrfeigte mich in Gedanken dafür.
Schließlich musste ich nicht alles sagen was ich denke, es war nicht immer hilfreich, es war meistens sogar schädlich für mich und die Beziehungen welche ich mit anderen pflegte.
Dann schien sie mich zu mustern, zumindest schien ihr blick das auszusagen, dennoch konnte man es nie wissen, ich änderte meine Haltung nicht damit sie sich ein gutes Bild davon machen konnte.
Schließlich hatte ich dasselbe getan und somit sollte sie auch das Recht dazu haben.
Nun sagte sie etwas das mich ein wenig zum Schmunzeln brachte, schließlich hatte ich es schon so oft gehört das ich kaum noch mitzählen konnte.
Sie warten also auf den richtigen?
Interessant, schließlich tun das viele und die wenigsten finden ihn.
Dennoch wünsche ich ihnen alles Glück dieser Welt.

Nun lächelte ich wieder einigermaßen normal und blickte sie weiter an, aber was sollte ich ihr sagen, sollte ich ihr die Wahrheit sagen oder sollte ich mir etwas einfallen lassen so dass sie nicht das gleiche Problem wie Sylvia bekam?
Schließlich wollte ich nicht das auch sie durcheinander wird oder deshalb anders von mir denkt.
Dennoch musste ich die Wahrheit sagen denn es wäre unrecht sie mit lügen zu strafen.
Zurzeit nicht….nein, meine letzte Beziehung ist bereits über Fünfzig Jahre her.
Sagte ich relativ sanft mit einem leichten lächeln, schließlich war es die Wahrheit.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 20:48

An die Küchenzeile gelehnt hörte ich mir an was er zu sagen hatte. Es warteten also viele auf den richtigen? Vorstellen konnte ich es mir, dennoch war mein Fall nicht so einfach. "Ich meine damit nicht das ich nur auf den richtigen Warte. Ich habe lediglich aufgehört selber zu suchen." , erklärte ich meine Umstände etwas genauer, "Trotzdem danke für ihre Glückwünsche.", würdigte ich dankbar seinen Zuspruch und lächelte zurück.
Ich staunte nicht schlecht als er mir auf meine Frage hin sagte das er fünfzig Jahre schon keine Beziehung mehr hatte. Nur war er äußerlich alles andere als über fünfzig, weswegen ich es für einen Scherz hielt. "Fünfzig Jahre?", wiederholte ich lachend, "Ich habe ja gehört das einem die Zeit ohne jemanden an seiner Seite länger vor kommt, aber sie sind definitiv nicht über fünfzig! Niemals!".
Genau in diesem Moment fing der Wasserkocher an zu piepen. ich drehte mich wieder von ihm weg und nahm das Gerät von seiner Plattform. Dann holte ich zwei große Tassen aus einem der Schränke und hängte in jede von ihnen einen Teebeutel, anschließend goss ich das Wasser in die Tassen und brachte sie an den Tisch wo er bereits Platz genommen hatte. Mit der Aussage "Bitte sehr." stellte ich ihm die Tasse hin. "Aber erst ziehen lassen.", fügte ich sicherheitshalber noch einmal hinzu. Ich selbst setzte mich nun gegenüber von ihm an den Tisch und ließ mich genüsslich nach hinten an die Lehne sinken. "Anscheinend bin ich nicht die einzige die in einer Krise steckt was das Liebesleben angeht. Vielleicht gibt's ja doch noch Hoffnung für mich.", scherzte ich ein weiteres mal. Ich wollte das Thema so schnell es geht hinter mich bringen. Ich mochte es nicht, auch wenn man mir das von außen nicht ansah. "Aber genug davon. Was haben sie denn vor zu unterrichten wenn sie an unserer Schule hier angestellt sind? Schließlich sind das nicht gerade normale Unterrichtsfächer.". Hoffentlich würde der Themawechsel anschlagen. Denn über den Beruf zu reden war immer einfacher. Besonders wenn man das andere Thema wie gesagt nicht weiter ausreizen wollte.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Di 13 Jan 2015 - 21:10

Sie hatte mir erklärt was sie gemeint hatte, aber im Prinzip hätte ich es kaum verstehen können, schließlich hätte ich dazu wohl ihre Gedanken lesen müssen. Das war eine Fähigkeit welche ich zu gerne erlernen würde, schließlich konnte ich alles lernen, nur wer würde es mir beibringen und sich die zeit dafür nehmen. Niemand fürchtete ich und das würde wohl auch so bleiben, dennoch war es weniger ein Problem. Dann kam der Hammer für mich, sie hatte das was ich sagte als Scherz aufgefasst, sie konnte es nicht wissen, schön und gut, dennoch es gleich als Scherz aufzufassen.
Sie war wohl noch nie jemandem begegnet der schon ein wenig älter war und einfach nicht so aussah, nun griff ich mir mit einer Hand an den Kopf und lächelte weiter.
Ich bin weitaus älter als fünfzig Jahre meine liebe.
Sie haben noch nie jemanden getroffen der vom aussehen her nicht altern kann?

Sagte ich sanft und nahm meine Hand wieder weg um ihr weiterhin in die Augen zu schauen, selbst ihre Augen waren schön und dennoch merkte ich wie sie das Thema wechseln wollte.
Meine liebe, es besteht immer Hoffnung sogar in meinem Fall, somit müssen sie sich nicht wirklich sorgen.
Aber wie sie möchten wechseln wir eben das Thema.
Ich danke ihnen außerdem für den Tee.

Sagte ich leicht grinsend und blickte sie weiterhin genau hin, während ich immer kurz auf meinen Tee. Blickte und dann wieder zu ihr. Sie war schon anders als die meisten die ich in meinem langen leben getroffen hatte, um genau zu sein war sie nicht einmal jemandem ähnlich den ich getroffen hatte. Dann überlegte ich kurz wie ich am besten auf ihre frage antworten sollte.
Ich werde Alchemie unterrichten und Inselkunde werde ich mir mit irgendjemandem teilen.
Mir wurde noch nicht gesagt mit wem also weiß ich auch noch nicht mehr.

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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Mi 14 Jan 2015 - 15:47

Ich verschluckte mich kurz als er mir sagte, dass er mir sagte das er wirklich älter wäre als fünfzig Jahre. Er konnte also wirklich nicht altern? Also, er wurde äußerlich nicht älter? War das biologisch überhaupt möglich? Kurz wollte ich es anzweifeln. Dann aber fiel mir ein, dass ja auch ich mich heute ja auch in einem jüngeren Status befunden hatte. Es schien also gar nicht so unwahrscheinlich. Eigentlich war es sogar sehr plausibel. Vielleicht konnte er ja etwas Ähnliches.
"Doch, habe ich.", antwortete ich ihm schließlich, "Aber ich kann ja nicht riechen das sie einer von diesen Leuten sind.". Nun griff ich zu meiner Tasse, Der Tee müsste nämlich in der Zwischenzeit durchgezogen sein. Langsam nippte ich einmal kurz an der Tasse und verzog dabei genüsslich das Gesicht. Jap! Er war durchgezogen. Auch mein Gast bedankte sich für den Tee. Worauf ich nur mit einem "Kein Problem!", antwortete. Auf seine zu vorgegangenen Aussagen ging ich nicht ein. Ich war ihm einfach im Stillen dankbar das er das Thema mit wechselte.
Als er mir von seinen Unterrichtsfächern erzählte hörte ich sehr interessiert zu. Er unterrichtete also Inselkunde und Alchemie. Eine sehr schöne Kombination wie ich fand. Zwar nicht zu hundert Prozent meine Kombination erster Wahl, trotzdem angenehm. Ich unterrichtete ja auch Inselkunde und ich mochte das Fach ziemlich gerne und laut seiner Aussage würde ich mir das Fach sogar mit ihm teilen. Da er aber nicht wusste wer diese Person war, half ich ihm sogleich auf die Sprünge. "Diese Antwort kann ich ihnen ganz einfach beantworten.", sagte ich lachend und zeigte dabei hinweisend mit meinem Zeigefinger und lachte. "Schön zu wissen das ich einen Kollegen mit derselben Fachrichtung habe. Das kann die Sachen manchmal echt erleichtern.". Das konnte es wirklich. Wenn zum Beispiel ein Lehrer verhindert war, so konnte der andere Vertretungsunterricht machen. Eine sehr praktische Sache.
"Was hat sie eigentlich dazu bewegt sich hier als Lehrer einstellen zu lassen? Ich meine, sie haben ja bestimmt viele Jahre etwas anderes gemacht, oder?", fragte ich spontan im Anschluss auf meine Antwort. Wenn er wirklich nicht alterte muss er ja allerhand erlebt haben. Ich mit meinen 23 Jahren konnte da wohl nicht mithalten. Außer meiner Pädagogischen Ausbildung und meines Studiums hatte ich noch nicht viel vorzuweisen.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Mi 14 Jan 2015 - 16:23

Natürlich hatte sie es nicht wissen können, ich hatte sie damit nicht absichtlich als dumm dargestellt oder ähnliches, so war ich eben und auch das wollte ich eigentlich ändern.
Dennoch wenn ich alles ändern würde was ich bisher gedacht hatte dann musste ich mich vollkommen verändern und das war schließlich schwer oder sogar unmöglich.
Mit dem alter wurden Angewohnheiten immer und immer schwieriger zu ändern, das hatte ich zumindest gelernt, auch wenn es eine relativ schlechte Erkenntnis war.
Machen Sie sich keine Sorgen Frau Lunatique, es glaubt mir so oder so kaum jemand wie alt ich wirklich bin.
Diesen Satz beendete ich wieder mit einem lächeln und schauten auf meine Teetasse, er war wohl fertig, denn mein gegenüber trank bereits. Also hob ich leicht die Tasse an und nippte sanft an dem Tee, er war ziemlich gut für meinen Geschmack und ich hatte schon viel Tee getrunken. Nun blickte ich sie wieder an und lächelte weiter, seltsamerweise hatte ich Spaß daran sie anzulächeln, was wohl daran lag das sie einfach nett war und auch ständig freundlich dreinblickte. Ich persönlich war zwar kein wirklich nettes Wesen aber ich konnte durchaus nett sein, wenn es auch nur in bestimmten Situationen der Fall war.
Ahh, ok nun weiß ich wenigstens wer mit mir Inselkunde unterrichtet.
Dann müssen wir auch bei Gelegenheit einmal über den Lehrplan sprechen, schließlich sollten wir sicherstellen das alle Schüler dasselbe lernen.

Auch wenn ich mir sicher war das die Schüler nicht unbedingt Lust hatten zu lernen, schließlich waren es Schüler und die verhielten sich normalerweise alle ähnlich.
Aber dieses mal waren es wohl keine Menschen, das würde sicherlich interessant werden, denn ich kannte andere Wesen kaum. Ich wusste nur wie die Wesen hießen hatte mich aber nicht weiter damit beschäftigt.
Nun ich bin Lehrer geworden damit ich mein Wissen wenigstens teilen kann und ja ich habe sehr viele dinge getan in meiner Lebenszeit.
Manche waren richtig andere waren falsch aber so lange man seinem herzen folgt ist es im Prinzip egal.
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BeitragThema: Re: Wohnung 13 - Valerye van Dyck   Do 15 Jan 2015 - 16:40

"Kann ich mir denken.", entgegnete ich ihm und lachte. "Trotz den besonderen Umständen auf dieser Insel ist es trotzdem noch eine Sache die den Leuten hier nicht in den Kopf gehen will.".
Das war sogar halbwegs korrekt. Es war wohl mehr oder weniger ein Beweis, das die meisten Leute hier doch sehr menschlich dachten. Jeder hier verhielt sich generell ziemlich "menschlich". Egal ob Dämon, Gestaltenwandler oder Vampir. Im Grunde genommen gingen wir alle einem alltäglichen Leben nach.
Begnügt schaute ich ihm dann dabei zu, wie auch er begann an seiner Tasse zu nippen. Es schien ihm zu schmecken, zumindest lächelte er. Ich tat es ihm daraufhin gleich und nahm ebenfalls einen weiteren Schluck aus meiner Tasse. Er sprach unterdessen davon , dass wir unseren Lehrplan besprechen sollten. Damit alle Schüler das gleiche lernen argumentierte er. "Gerne.", gab ich ihm daraufhin als Antwort. "Aber erst später. Man sollte die freien Tage genießen.", schob ich daraufhin den Vorschlag von meiner Seite ein wenig nach hinten. Das hatte schließlich noch Zeit. Man musste sich ja nicht unbedingt immer sofort um jede Sache kümmern wenn sie gerade auf dem Radar aufploppte.
Als er dann auf meine Frage antwortete, warum er Lehrer geworden ist, hörte ich interessiert zu, Er wollte sein wissen also weitergeben und freute sich es nun tun zu können. Auch seine darauf folgende Aussage faszinierte mich sehr. ". So lange man seinem Herzen folgt ist es egal was man tut.". Ich ließ mir diesen Satz noch ein paar Mal durch den Kopf gehen. Wirklich eine sehr schöne Aussage, auch wenn sie nur begrenzt mit der Frage in Verbindung gebracht werden konnte. "Da haben sie Recht." , gab ich ihm lächelnd als Antwort. "Sie haben eine bewundernswerte Ansicht.", sprach ich ihm daraufhin meine Anerkennung für seine Aussage zu. Eine sehr sonderbare Persönlichkeit war er ja irgendwie schon. Er wirkte ein bisschen als wäre er nicht von diesem Planeten und dennoch war er hier.
"Haben sie eigentlich diesen Abend noch etwas vor?", fragte ich dann ziemlich aus dem nichts, "Also, was ich damit meine ist ob sie ihre Wohnung noch einrichten - oder noch ein paar Besorgungen machen müssen. Denn außer Tee habe ich im Moment nicht viel was interessant ist.". Ich hatte eigentlich nichts dagegen wenn er noch ein wenig bleiben würde. wie schon gesagt, ich wäre den Weihnachtsabend sowieso alleine gewesen und ich hasste alleine sein. Also stören würde es mich auf keinen Fall. Nur fragte ich Höflichkeitshalber, denn wenn er noch etwas wichtiges machen musste wollte ich ihn auf keinen Fall davon abhalten.
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