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 Wohnung 12 - Julia Bardera

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Leviathan
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BeitragThema: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 3 Jul 2011 - 13:11

das Eingangsposting lautete :

Stadtwohnung 12

Hier wohnt: Julia Bardera





Der Wohnblock liegt am Anfang der Barádori Strasse.

Diese Wohnung befindet sich im zweiten Stockwerk. Sie verfügt über einen relativ geräumigen Vorraum, ein extra Badezimmer und Toilette, eine offene Küche und zwei weitere Räume, die man nach Belieben gestalten und einrichten kann. Die Wohnung liegt auf der Rückseite des Wohnhauses und bietet somit einen schönen Ausblick auf den Stadtpark. Der Balkon auf dieser Seite ist um einiges grösser als jener auf der Vorderseite.
Sie grenzt an die Wohnung 13.


Zuletzt von Leviathan am Di 6 Jan 2015 - 16:21 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mi 13 Jun 2018 - 22:07



Das Angebot mit der Milch stieß wohl auf breite Zustimmung seitens des Besitzers. Eine Aktion aus Höflichkeit war es immerhin nicht. Ing ja auch schwer, wenn die Person, welcher man Gastfreundschaft anbot, eine Katze war. Dementsprechend nickte die Dämonin nur noch einmal bestätigend und stieß sich dann vom Türrahmen ab, um sich zur Küche zu bewegen. Gezielt steuerte sie dabei auf einen der Wandschränke in ihrer Küche zu, wo sie auch schon wenige Momente später eine weiße Porzellanschüssel herausfischte. „Hier, bitte sehr.“, überreichte sie ihm die Schüssel und wollte sich auch im Anschluss gleich auf zum Kühlschrank machen um die Milch zu besorgen. Zwar hatte der Tristam diese bestimmt schon bei der Zubereitung seines Desserts bemerkt und vielleicht sogar benutzt, aber Julia wollte eben eine gute Gastgeberin sein. Da war so etwas einfach eine normale Routine für sie. Allerdings war es die Einwirkung einer fremden Macht, welche sie daran hindern sollte. Nämlich ein Klopfen an der Eingangstür zu ihrer Wohnung.

Ein Seufzen entkam Julia als sie es vernahm. Ihre Wohnung hatte eine Klinge, die konnte man auch benutzen. Aber nein, stattdessen machte Levi es sich zur Aufgabe einfach so an die Tür zu klopfen. Sie schaute zum Rothaarigen hinüber und wollte schon einen entschuldigenden Blick aufsetzten, da kam er ihr zuvor und erlaubte ihr sozusagen, nach dem so ersehnten Besuch zu sehen. Er hatte sich ganz schön Zeit gelassen, so viel war klar. Dementsprechend nickte sie dem Dämon nur zu und verschwand mit einer gekonnten Drehung und langsamen Schritten aus ihrem Essenshabitat. Selbstverständlich schaute sie noch einmal prüfend über die Herdplatte, wie es ihrem Hauptgang gehen würde. Dieser würde aber, wie sie nach einem anheben des Deckels feststellte, noch etwas brauchen.
Da sie sehr fest von der Annahme ausging, es würde sich bei dem Besuch um ihren Schützling handeln, bemühte sich die Dämonin gar nicht, eine strenge Haltung einzunehmen, sondern trug ihr normales Gesicht mit zur Wohnungstür. Ein letzter Seufzer entfloh noch einmal ihren Lippen, dann öffnete sie in einem ruhigen - und langsamen Manier die Tür. Nur, um wirklich ernsthaft überrascht zu werden. Mit einem Mal änderte sich die monotone Mimik Julias zu einem eher suspekten Blick, als sie eine ziemlich adrett gekleidete, ebenfalls jung aussehende Frau, vor ihrer Tür stehen lassen. Ihren Ziehsohn hatte sie vor lauter Überraschung noch gar nicht auf dem Schirm. Insbesondere als ihre Wenigkeit mit „Miss“ bezeichnet wurde, horchte sie auf. Versank aber in lauschender Stille, da ihr Besucher gleich weiterredete und während sie das tat und die Worte der jungen Frau vernahm, wechselte ihr Blick zu ihrem Schützling herüber. Als wäre sie seine Mutter an einem Elternabend, schob sich ihre Augenbraue nach oben, als hätte er eine 6 in einem seiner Fächer kassiert. Nur, das dieses Fach „Wohnungssuche“ hieß.

„Ja, diese Jul bin ich.“, gab sie bestätigend mit einem wechselnden Blick zu ihrer Nachbarin bekannt, „Und ihn hier kenne ich auch.“. Nochmals wechselte sie zwischen den beiden Gesichtern hin und her. Sie hatte eine Vermutung was Leviathan anging, aber sie hielt damit erst einmal hinter dem Zaun. Stattdessen verschränkten sich lediglich ihre Arme vor der rosa bluse. Erst jetzt schien die Information wirklich in Julias Bewusstsein durchzusickern. Er hatte sich den Falschen Balkon ausgesucht? Na super! „Es tut mir wirklich unglaublich leid, wenn er ihnen so viel Ärger bereitet hat.“, betonte sie ihre Betroffenheit und sah um Vergebung suchend in die Augen der schwarzhaarigen Frau. „Ich kann ihnen versichern, das er das sicherlich nicht noch einmal tun wird. Sollte er etwas beschädigt haben ... ich werde dafür aufkommen.“. Bei letztem Satz musterte sie den Nephilim mit einem scharfen Blick. Ein Fehler machen war ja nicht schlimm, aber ein bisschen mehr Grips hatte sie ihm dann doch in dieser Situation zugetraut. Besonders, weil er eben nicht das erste Mal bei ihr zuhause war. Leicht seufzte die Blondine erneut kaum hörbar in sich hinein. Hoffentlich, hoffentlich hatte er auch nichts kaputt gemacht! „Außerdem bin ich mir sicher, dass es ihm auch leid tut, nicht wahr?“. Etwas ungeduldig tippten dabei die Finger ihrer linken Hand an den Ellenbogen des rechten Armes. Das dies keine Höflichkeitsfrage war, sondern eine Forderung von Seiten der Dämonin, musste hier nicht gesagt werden. Aber…Moment, der musternde Blick wechselte zu Frau van Dyck und nun fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Die Akte, welche sie heute Morgen bearbeitet hatte! Das war die andere Lehrkraft, welche sie noch in der Schule unterstützen sollte. Oh Levi, dachte sie und klatschte sich innerlich an die Stirn. Super…

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Leviathan
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 14 Jun 2018 - 20:32


All seine Bemühungen, die fremde Frau abzuwimmeln waren erfolglos. Widerborstig bestand sie darauf sich zu vergewissern, dass der Engel tatsächlich zu ihrer vermeintlichen Nachbarin wollte und sich lediglich am Balkon geirrt hatte. Was sie dann allerdings mit „vulgäre Umgangsformen“ meinte blieb dem Schüler schleierhaft – er hatte sich verbal zwar nicht von seiner besten Seite gezeigt, aber so schlimm war das nun auch wieder nicht gewesen … oder?
Ein tiefes Seufzen entging dem Jungen, als er die Schultern fallen ließ und sich ihr ergab. Er würde sie nicht loswerden und Julia näherte sich der Türe schneller als gedacht. Nur wenige Sekunden warteten beide Herrschaften auf das Erscheinen der Direktorin. Sie öffnete die Wohnungstüre mit entspannter Haltung und normalen Gesichtsausdruck, wechselte ihre Mimik jedoch schnell, als sie nicht nur ihren Schützling, sondern auch eine weitere Frau antraf. Als wäre Julia die einzige Person, bei der er sich entschuldigen müsste senkte der Engel leicht seinen Kopf, presste Ober- und Unterlippe aufeinander und warf ihr einen bedauernden Blick entgegen. 
Leviathan hatte keine andere Reaktion seitens der Direktorin erwartet, dennoch atmete er erleichtert aus, als auch Julia der Frau, die sich kurz zuvor als Lady Valerye van Dyck vorgestellt hatte versicherte, den Jungen an ihrer Seite zu kennen. „Sag ich doch! Jetzt zufrieden?“ Anstatt sich auch bei der Lady zu entschuldigen stichelte der Junge immer weiter und trug vorerst nicht gerade dazu bei, die Situation zu gradieren. Stattdessen stieg Julia so überhaupt nicht vom Gas und erklärte sich bereit für etwaige Schäden aufzukommen, die der Engel verursacht haben könnte. Rasch schüttelte der Engel mit dem Kopf um ihr zu signalisieren, dass er nichts kaputt gemacht hatte und auch er wechselte den Blick zwischen der van Dyck und Julia hin und her. Auch war es vorhersehbar, was Julia von Leviathan verlangen würde, auch wenn er bis zum Schluss hoffte, dass er dem Bevorstehenden entgehen könnte. Zeitgleich wunderte er sich auch, was für Situationen es tatsächlich nur benötigte, um einen derart großes Trara herum zu machen und es so aufzubauschen, als wäre jemand verletzt oder etwas tatsächlich gestohlen worden. Er war lediglich am falschen Balkon gelandet und um die Balkontüre zu zerschlagen, hatte ihm sowieso die Energie gefehlt! „Ja, wirklich, Entschuldigung, noch einmal. Ich dachte halt echt, dass jemand Jul was angetan hat…“ „Was bestimmt nicht so abwegig ist, wenn man an die letzten Tage denkt…“ Dass er damit nicht die Landung am falschen Balkon, sondern den „versuchten Einbruch“ mithilfe seiner mickrigen Restenergie in Verbindung brachte, würde die Frau bestimmt verstehen. Auch wenn der Schüler schon sichtlich genervt von der Situation war, drehte er sich zu Julias Nachbarin, fasste sich ein Herz und verbeugte sich kurz. Nicht, weil es ihm unendlich leidtat, sondern um Julia noch mehr Probleme ersparen zu können.  











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Valerye van Dyck
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 17 Jun 2018 - 18:40

Valerye winkte relativ schnell ab, nachdem Julia begonnen hatte, sich am laufenden Band mit Entschuldigungen zu wiederholen. Es war ja nett, dass sie sich solche Mühe gab, aber man musste es auch nicht übertreiben. Zu Beginn lächelte die van Dyck daher noch nachgiebig, doch zum Ende hin fiel es ihr immer schwerer, weil das Mundwerk der Blondine einfach nicht aufhörte, zu plappern. Sie sollte sich darin üben, ihren Stolz nicht so schnell aus der Hand zu geben für einen kleinen Jungen. Kinder mochten Schutzbedürftige sein, doch sie waren gleichsam dazu angehalten, sich selbst zu bilden und die Regeln der Erwachsenen zu erkennen und zu adaptieren. Valerye war kein Monster, welches den ungeschulten Einbrecher am liebsten gewaltsam bestraft hätte, bis er nie wieder auf den Gedanken käme, solch eine Aktion ein weiteres Mal durchzuführen. Sicher steckte auch eine große Portion kindlicher Unfähigkeit mit drin. An dieser musste man arbeiten und ihm helfen, solche Unfähigkeiten abzustellen, indem man sie mit Fähigkeiten ersetzte. Dafür war die Schule da – und auch die Erziehung der Eltern.
Erneut musterte Valerye die Blondine. Ihr Gefühl schlug nicht wirklich an, es mit der Mutter des Jungen zu tun zu haben. Sie wirkte mehr wie eine Tante auf die van Dyck. Innerlich jedoch die Schultern zuckend tat die Lehrerin in spe den Gedankengang beiseite. Allgemein und im Ganzen schob sie den Konflikt neben sich und hakte ihn damit ab.

»Ihr könnt beruhigt sein, der Kleine hat nichts kaputt gemacht. Er hatte es nur vor.« Ein scharfer Seitenblick galt dem Schuldigen. Dieser zeigte der Hexe etwas, was sie nie erwartet hätte, weshalb sie erst leicht überrascht aussah, dann aber schnell merkte, dass er es nur der Form halber tat oder gar um nicht noch einen schlechteren Schatten auf seinen … Vormund … zu werfen. Valerye nickte mit einem seichten wie warnenden Lächeln auf den Lippen, wenn auch kein drohendes Wesen in ihrem Gemüt steckte. »Ich empfehle dir, künftig nur noch Wohnungstüren zu nutzen. Das wird dir viele Probleme ersparen.«

Nach ihren letzten Worten verabschiedete sich die Hexe von beiden Anwesenden und spazierte an dem Knaben vorbei zurück in ihre Wohnung.


bc: Wohnung 13 – Valerye van Dyck
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Mathéo Tristam
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mo 18 Jun 2018 - 23:07

Mathéo verlor sich in Raum und Zeit, die ihn umgaben und war nur noch auf das Schauspiel vor seiner selbst fokussiert. Vor Seligkeit innerlich seufzend beobachtete er die Miezekatze dabei, wie sie mühsam auch den letzten Tropfen aus der Schale schlecken wollte. Nichts durfte übrigbleiben. Alles war kostbar. Sie war einfach zu niedlich dabei.
Da kam es für den Tristam fast schon überraschend, wie die Katze sich nach getaner Arbeit den Milchbart säuberte und zu ihm hinüber kam. Seine Hände hingen an den Knien herunter und waren so leicht von der Mieze zu erreichen. Erst noch leckte sie ihm - wohl dankbar - über jene Extremitäten, dann aber schon spürte er die süßen, kleinen Reißzähnchen auf seiner Haut. Mathéo zuckte nicht zurück, vertraute er dem Tier vollkommen. Sie würde ihn nicht beißen oder gar seinen Finger abreißen. Lange hielt sie auch nicht fest, denn schon im nächsten Augenblick ließ sie ihn los und setzte eines der niedlichsten und rührseligsten Gesichter auf, welche der Dämon jemals in seinem Leben sehen durfte. Dagegen war keine Verteidigung gefeilt. Jede Mauer würde in Angesicht dieser Waffe zerbröckeln.
Ob der totalen Vernichtung durch das süße Katzengesicht wollte Mathéo alles tun, was sie von ihm verlangte. Doch ehe er dies tun konnte, musste er innehalten. Eine Frage kam ihm in den Sinn: Was verlangte die Mieze eigentlich von ihm?
Sich wieder fangend schaute er das kleine Tier fragend an und überlegte, ob sie ihm etwas sagen wollte. Die Milch hatte ihr auf alle Fälle geschmeckt. Doch war sie vielleicht zu wenig? Wenn ja, hätte sie sicher an der Schale herumgetapst und ihm zu verstehen gegeben, dass sie Nachschlag wollte. Stattdessen war sie aber zu ihm gekommen und hatte … Sie hatte ihn gebissen! Oder so ähnlich …
Mathéos Augen wurden größer, als er meinte, die Lösung zu erkennen.

Neugierig, ob er auf der richtigen Fährte war, ging er wieder zum Kühlschrank und suchte nach etwas Essbarem für die Mieze. Die Milch mochte lecker gewesen sein, aber vermutlich fehlte es der Kleinen nach etwas Bissfestem, welches in der Lage war, ihren Magen zu füllen. Hm, was mögen Katzen … Da fiel ihm auf Anhieb Fisch ein. Aber hatte Julia denn Fisch? Mathéo durchstöberte hoffnungsvoll die Regale des Kühlschrankes.
Tatsächlich fand er eine Forelle, welche sorgsam eingewickelt in einem der Fächer lag und nur darauf wartete, herausgenommen zu werden. Irgendwie dachte er sich zwar, dass Julia bestimmt anderes mit dem Fisch vorhatte, doch Mathéo würde ihr diesen einfach bei der nächsten Gelegenheit ersetzen. Mit dieser Entschuldigung im Kopf konnte er damit leben, die Forelle aus dem Kühlschrank zu entführen.
Ein Brett musste her. Mit diesem setzte er sich runter auf den Boden direkt neben der Mieze und ihrem Schälchen. Das schützende Papier der Forelle wurde auf dem Brett geöffnet und der Tristam ließ seinen Blick prüfend über das tote Tier in seinem Schoß schweifen. Er wollte den Fisch nicht einfach der Katze vorwerfen, sondern stattdessen die Gräten und derartiges rausschneiden. Eigentlich wollte er das Fleisch herausschneiden und es portionsweise in die Schale geben. Dafür hatte er sich ein feines Messerchen aus einem der Schubkästen genommen.

Noch während Mathéo dabei war, die Katze zu füttern, kehrte Julia zurück in die Küche. Im Schlepptau hatte sie Levi, der nun doch endlich angekommen war. Dass auf dem Gang noch eine andere Person gewesen sein musste, hatte der Tristam mitbekommen. Doch es interessierte ihn sonderlich wenig. Stattdessen ließ er sich anhören, welche Dummheit der Engel angestellt hatte. Natürlich ließ Mathéo es sich nicht nehmen, seinen Freund anständig auszulachen und ihn damit aufzuziehen.

Nachdem Julia genug getadelt, Mathéo genug gelacht und Levi sich genug beschwert hatte, ging das mehr oder weniger ungleiche Trio zum Abendmahl über. Es war bereits sehr spät und so beeilten sie sich. Währenddessen durfte sich die Miezekatze mit der vorbereiteten Forelle beschäftigen.
Als alle ihre Teller - und Schalen - geleert hatte und sogar das Dessert einen Platz im Magen gefunden hatte, war es auch schon an der Zeit für den Tristam, sich von Julia und Levi zu verabschieden. Glücklicherweise hatte er es nicht weit bis zum Park und seinem Haus.
Seinem Schulkameraden warf er noch einen Seitenhieb zu, amüsierte sich etwas, wünsche ihm dann aber eine ruhige Nacht. Das Wochenende würde bald vorbei sein und dann hieß es wieder: Ran an die Schulbank. Bei Julia war sich Mathéo etwas unsicher, wie er sie verabschieden sollte, beließ es dann aber zur Sicherheit bei einem sympathischen Lächeln und warmen Worten. Insgeheim fragte er sich, wann sie sich wiedersehen würden.

Zusammen mit der Miezekatze verließ er daraufhin die Wohnung.


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Isalija
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mo 18 Jun 2018 - 23:24

Voller Begeisterung stellte ich fest, dass mein Held offenbar verstanden hatte, was ich brauchte! Und so kam es, dass ich ihm kurz darauf neugierig und ziemlich ungeduldig dabei zusah, wie er einen Fisch von Gräten befreite und das Fleisch in kleinen Stücken in die Schale gab. Yummy. Die Katze ließ es sich auch nicht nehmen sich mit den Vorderpfoten an seinem Bein abzustützen und seine Arbeit mit Argusaugen zu beobachten.
Zwischendurch kam die Frau in die Küche und brachte den Stinktierjungen mit. Und im Laufe des Abends bekam ich das Gefühl, dass die drei offenbar eine engere Bindung zueinander hatten. Es war schön zu beobachten, wie sie miteinander lachten und scherzten und lauschte mit einem Ohr, während ich den Fisch genüsslich verspeiste. Allerdings wurde es zunehmend spät und ich wurde müde. Und wie ich es mir schon halb gedacht hatte, verabschiedete sich Mathéo auch schon nach dem Essen von den beiden. Ich ließ mich bereitwillig von ihm mitnehmen, als er sich letztendlich auf machte nach hause zu gehen. Einerseits war ich neugierig wo er wohnte und andererseits hatte er ja noch meine Gitarre. Außerdem fühlte ich mich ziemlich wohl bei ihm. Sicher. Geborgen.
Vielleicht... konnte ich ja ein bisschen bei ihm bleiben...

tbc: Die Stadt - Das Haus im Park

















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Julia Bardera
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 5 Jul 2018 - 11:44



So ein Abend in Gesellschaft war schon etwas Schönes. Einmal mehr hatte Julia realisiert wie toll es doch war, in einer angenehmen Umgebung zu speisen. Mit Leuten, bei denen sie sich wohl fühlte, etwas lockerer sein konnte. Nicht zu vergessen was an dem Abend sonst noch so passiert war und sie nach dem verabschieden und schlafen gehen immer noch gedanklich bis in den Schlaf verfolgte. Es war die altbekannte Frage mit dem öffnen. Wie öffnete man sich jemandem? Auch, wenn Mathéo ihr wirklich selbst ein Teil seiner selbst präsentiert hatte, seine Narbe. So waren sie sich trotzdem noch irgendwie fremd und so im Nachhinein kam die Dämonin nicht drumherum, die Ganze Situation als Merkwürdig zu betrachten. Auch, wenn das auf den zweiten Gedanken hin nicht mehr ganz zutreffend war. Julia zog sich mit den Händen im dunklen ihres Schlafzimmers über das Gesicht. Wo sollte das hinführen? Irgendwie hatte sie das aus ihrer Lebensplanung, ihrer Routine geworfen. Aber, war das was Schlechtes? Ihre Augen suchten im dunkeln Schwarz des Zimmers nach antworten. Wahrscheinlich nicht, vielleicht war es auch das, was die Direktorin mal gebraucht hatte. Etwas oder jemand der ihren gewöhnlichen Lebensweg aufbrach und sie daran erinnerte, dass da noch mehr war. Auch Leute die sich aktuell mit ihrer Wenigkeit befassen wollten. Allerdings kollidierte das irgendwo noch mit ihrem Stolz und Selbstverständnis. Es war eine komplizierte Angelegenheit und dementsprechend langsam driftete die Dämonin langsam in die Reiche der Träume ab. Welche bei Julia aus gähnender Leere bestanden. Wie lange war es her, dass sie einmal einen richtigen Traum gehabt hatte? Sie wusste es nicht.

Erst die Lichter des morgens, welche ihr Zimmer erhellten und aus dem Schlafe rissen, sorgten für eine Öffnung der schweren Augenlieder. Langsam und stetig hoben sie sich an und den ersten Blick den die Blondine vornahm, war der aus dem Fenster. Ruhig war es draußen und aus dem Wohnzimmer, von der Couch, war ebenfalls noch nichts zu hören. Leviathan schlief also auch noch. Oder er hatte sie nicht aufgeweckt, wenn er denn schon aufgestanden war. Ihr Blick vergrämte sich kurz. Hoffentlich hatte er nicht den Kühlschrank in einem seiner Essenstechnischen Wahnanfälle ausgeräumt. Dann, so stand jetzt schon einmal fest, musste sie in jedem Fall noch einmal los und Brötchen holen. Sie rechnete nicht damit, das er ihr etwas übrig lassen würde. Aber das würde sie ja herausfinden, wenn sie sich in ihrer Wohnung umsehen würde. Deswegen erhob sie sich auch in einem Zug aus ihrem Ort der Erholung. Schnell aufstehen machte schnell wach, so war die Devise. Wirken tat sie allerdings nur bedingt. Eine Dusche war da immer noch viel effektiver. Was auch als erstes auf der Liste der Dämonin stand um den Morgen endgültig einzuleiten.

Als Julia das Schlafzimmer verließ, sah sie schon den Chaos-Engel eingewickelt auf dem ausgefahrenen Sofa liegen. Er war also wirklich noch nicht wach. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen bei dem Anblick. Gut, dann konnte sie sich immerhin in Ruhe fertig machen. Es führte sie ihr Gang also direkt ins Bad. Eine gute halbe Stunde verbrachte sie dort. Waschen, Haare föhnen, Zurechtmachen und ihre herkömmliche Kleidung wieder Anlegen. Gewohnt geschäftlich schaute sich die junge Frau wieder im Spiegel an. Alles saß dort, wo es sitzen sollte. Einmal nickte sie sich selbst noch im Spiegel zu, dann machte sie sich auf den Weg in die Küche, frühstück wollte immerhin auch vorbereitet werden. Mit leerem Magen, das stand fest, würde sie in jedem Falle nicht mehr anfangen zu arbeiten. Die Stundenpläne und Organisation wollten immerhin noch bearbeitet und aufgestellt werden. In die Schule, musste sie also allemal noch am heutigen Tag, genauso wie gestern...trotz Wochenende. Aber sie war nun einmal ein Arbeitstier. Je früher es weg war, umso besser. Außerdem, was sollte sie sonst machen? Für ihre Hobbys hatte sie auch später noch Zeit.

tbc: folgt noch

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