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 Wohnung 12 - Julia Bardera

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Leviathan
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BeitragThema: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 3 Jul 2011 - 13:11

das Eingangsposting lautete :

Stadtwohnung 12

Hier wohnt: Julia Bardera





Der Wohnblock liegt am Anfang der Barádori Strasse.

Diese Wohnung befindet sich im zweiten Stockwerk. Sie verfügt über einen relativ geräumigen Vorraum, ein extra Badezimmer und Toilette, eine offene Küche und zwei weitere Räume, die man nach Belieben gestalten und einrichten kann. Die Wohnung liegt auf der Rückseite des Wohnhauses und bietet somit einen schönen Ausblick auf den Stadtpark. Der Balkon auf dieser Seite ist um einiges grösser als jener auf der Vorderseite.
Sie grenzt an die Wohnung 13.


Zuletzt von Leviathan am Di 6 Jan 2015 - 16:21 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 22 Feb 2015 - 13:01

"Danke!" schrie ich förmlich innerlich auf als er einlenkte und sich bereit erklärte wieder ins Bett zu gehen. Ich hatte Gedacht das er, wie die male zuvor, nicht so wirklich etwas damit anzufangen wusste und es einfach als unnötig ansah. Dann ging er auf mich zu, blieb vor mir stehen und umarmte mich fest. Wieder umarmte er mich, aber dieses Mal stand ich nicht wie ein Strich in der Landschaft dort und war starr vor Schreck. Im Gegenteil. Ich erwiderte seine Umarmung sogar ein bisschen. Zwar nicht komplett, aber dennoch bemerkbar.
Die nun folgenden Sätze schockierten mich dann ein wenig. Insbesondere den Fakt mit dem Nachthemd erwähnte, welchen ich, nach genauerem Hinsehen selbst bestätigen konnte, bemerkte auch ich wie mir wirklich langsam kalt um die Beine herum wurde. Trotzdem ließ ich mir davon erst einmal nichts anmerken. Während seiner Sätze begann er, immer schneller und schneller zu reden und kurz bevor er in ein brabbeln überging, sagte er nichts mehr und blieb still. Die letzten Worte waren "..ich möchte nicht das du krank wirst denn....". In Gedanken beendete mein Kopf dann den Satz: "..ich mag dich.", hallten die von ihm nicht ausgesprochenen Worte in meinem Kopf herum.
"Okay.", flüsterte ich leise als er die Umarmung leicht löste und mir direkt in die Augen sah. Es war eine ungewohnte Situation für mich. Und diese verstärkte sich noch als er auf einmal die Führung des Gesprächs übernahm. Er gab mir zwei Möglichkeiten. Die eine beinhaltete, dass er sich vorher noch etwas zu essen machte und sich dann schlafen legte, die andere das er sich gleich ins Bett begab. Ich schaute ihn einen Moment lang ein wenig unverständlich an. Warum er das ganze auch auf mich übertrug war mir nicht so ganz klar. Ich beschloss jedoch, ihn nicht darauf anzusprechen.
"Bitte leg dich jetzt hin.", erwiderte ich in einem flüsternden, flehenden Ton, "Essen kannst du später noch wenn du schon sagst das du lange Zeit ohne Essen auskommst."  . Genauso wie er schaute auch ich ihm währenddessen direkt in die Augen. Nach einem kurzen Moment der stille ergriff ich dann wieder das Wort. "Also?", fragte ich und schaute ihn abermals fragend an. "Folgst du meiner Bitte oder nicht?"
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 22 Feb 2015 - 13:33

Dass sie alles was ich gesagt hatte scheinbar nur auf mich bezogen hatte wunderte mich kaum, schließlich waren nette Leute wie sie mehr an dem wohl anderer interessiert als an ihrem eigenen.
Dennoch musste ich sie dieses mal damit durchkommen lassen, sie war eigentlich alt genug um auf sich selbst aufzupassen, erst wenn sie es zu weit treiben würde, dann würde ich einschreiten müssen.
Aber in diesem Moment war sie nicht ernsthaft gefährdet, zumindest dachte ich das, auch wenn ich Menschen und Wesen wie sie eines war nicht wirklich einschätzen konnte, so würde sie es doch noch eine weile überstehen. Schließlich war es nicht so kalt in meiner Wohnung das sie erfrieren würde, dennoch waren es etwa fünf Grad wenn mich mein Gefühl nicht täuschte.
Ich werde deiner bitte nachkommen eve.
Wenn dir jedoch etwas passieren sollte dann werde ich dir nicht verzeihen.

Es war wahrscheinlich sinnlos sie darauf aufmerksam zu machen das sie auf sich selbst achten sollte, weshalb ich es einmal auf einem altbewährten weg versuchte, es hatte bisher noch nie wirklich funktioniert aber ich würde möglicherweise etwas lernen bei dem versuch sie vor sich selbst zu retten. Andererseits lag ich wahrscheinlich ziemlich daneben und es war nicht so wie ich es mir dachte, dennoch war es alles was ich tun konnte. Nun griff ich in eine meiner Hosentaschen und zog eine sehr alte münze heraus, nun warf ich diese in die Luft und fing sie mit meinem Handrücken. Als ich mein eigenes Abbild darauf sah blickte ich in Richtung der decke und flüsterte.
Welch seltsames Schicksal habt ihr mir gegeben.
Danach legte ich die münze auf meinen Tisch und streichelte Eve über den Kopf während ich mich Richtung Schlafzimmer drehte und begann loszulaufen. Als ich in meinem Schlafzimmer angekommen war sah ich mein Oberteil nach wie vor auf dem Boden liegen und nahm es in meine Hände um es in den Wäschekorb zu werfen. Auch wenn ich getroffen hatte und leicht lächeln musste war mir nicht wirklich nach lächeln zumute, schließlich wusste ich nicht was ich mit dieser süßen, wenn auch ziemlich störrischen Person anfangen sollte. Ich versuchte meine Gedanken zu beruhigen und legte mich auf mein Bett, die decke zog ich noch nicht über meinen Körper, schließlich ergab das alles nicht allzu viel Sinn, somit starrt3e ich an die Decke und überlegte was ich nun tun sollte.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mo 23 Feb 2015 - 15:45

Ich vernahm mit Freuden das er sich nun dazu entschloss meiner Bitte Folge zu leisten. Nur nach seinem direkt darauf folgenden Satz konnte man sehen wie sich etwas Skepsis in meinem Gesicht breit machte. Mir ging es bis auf ein bisschen kälte eigentlich ziemlich gut. Er war hier der eigentliche Patient, nicht ich.
Nach seiner Aussage erwartete ich eigentlich das er sofort in Richtung des Schlafzimmers ging, aber das tat er nicht. Er warf eine Münze, welche er aus seiner Hosentasche holte, in die Luft, fing sie wieder auf und schaute sich dann allem Anschein nach das Ergebnis an. Gefolgt wurde das von einem Blick an die Decke und den Worten "Welch seltsames Schicksal habt ihr mir gegeben.". Zuerst wollte ich fragen was er damit meinte. Aber als ich mich dann an den gestrigen Abend erinnerte, wo er mir ans Herz legte niemandem von seiner Fähigkeit zu erzählen, ließ ich es lieber sein. Ich wollte mir jeglichen Ärger ersparen den ich dadurch vermutlich verursacht- bzw. ausgelöst hätte.
Wortlos strubbelte er mir dann kurz durch die Haare und begab sich mit langsamen Schritten in Richtung seines Schlafzimmers, mein Blick folgte ihm. Erst, als er im Türrahmen des Schlafzimmers verschwand setzte auch ich mich in Bewegung. Ich rechnete es ihm hoch an das er auf mich gehört hatte. Ob er es jedoch ernst nahm war eine ganz andere Geschichte. Mit ebenfalls langsamen, stetigen Schritten ging ich auch auf sein Schlafzimmer zu. Ich blieb im Türrahmen stehen und lehnte mich leicht dagegen. Mit verschränkten Armen schaute ich zu ihm. Er lag zwar auf dem Bett, aber er war weder zugedeckt noch hatte er irgendetwas anderes unternommen um sich zumindest teilweise warm zu halten. Einen kurzen Moment lang musterte ich die Szene. Ich überlegte was ich tun sollte. Alleine lassen konnte ich ihn nicht und wenn er denkt, dass er so seinen halb erfrorenen Körper los wird........dann ist bei ihm wirklich Hopfen und Malz verloren.
Mit abermals langsamen Schritten ging ich bis auf seine Bettseite und ließ mich sanft auf der Bettkante neben ihm nieder, seufzte kurz und schaute ihn an. "Widerstrebt es dir wirklich so sehr?" , fragte ich mit einem sanften Ton. "Was muss ich tun das sie auf mich hören?". Nun schaute ich ihn mehr oder weniger fragend an. Und obwohl ich mir nicht sicher war wie die Antwort ausfallen würde, erwartete ich, ich weiß nicht warum, unfreundliche Antwort.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mo 23 Feb 2015 - 17:32

Scheinbar war es ihr nicht genug mich ins Bett zu schicken, sie erwartete wohl das ich mich zugedeckt hätte weil mein Körper die Kälte nicht zu vertragen schien, dennoch wusste sie die meisten dinge welche mich ausmachten noch nicht. Oder sie verstand nicht was ich dachte oder was der eigentliche Sinn meiner Handlungen war, gut ich hatte auf sie gehört und war ihrer bitte gefolgt, dennoch war ich ihrer bitte nicht gefolgt weil es mir nicht gut ging, ich war ihr gefolgt weil sie mich darum bettete . Wie sollte sie so etwas wie mich auch verstehen, ich verstand ja selbst kaum etwas von mir. Aber das lag eben an einer anderen Sache, denn ich hatte mich nach wie vor noch nicht daran gewöhnt das mein Körper so unglaublich schwach war. Schließlich war es erst hundert jahre her das ich meinen „Vater“ getötet hatte und mir selbst dabei so sehr geschadet hatte das ich nun in diesem zustand war. Sie musste erst einmal das verstehen bevor sie wissen konnte wie sie mit mir zu reden hatte. Also hob ich meinen arm und streichelte ihr ein wenig über den rücken, ich hoffte das sie sich dadurch beruhigen würde und mir zuhören würde.
Du kennst mich leider nicht gut genug um zu verstehen wo mein Problem liegt, genau sowenig würdest du mir glauben wenn ich es dir erklären würde. Dennoch musst du nichts tun damit ich auf dich höre, aber bitte wähle deine Worte in Zukunft passender, denn ich habe mich hingelegt.
Meine Stimme klang ein wenig sanfter als vorher aber am Ende musste ich doch ein wenig lachen als ich mitbekam was ich eigentlich gesagt hatte, man sollte eben erst denken bevor man redet. Dennoch deckte ich mich nun zu und streichelte ihr weiter über den rücken, aus unempfindlichen gründen beruhigte es mich nämlich sie zu streicheln. Allerdings würde es nicht reichen, schlafen würde ich wohl dennoch nicht, ich war nicht wirklich müde und ich wusste nicht was ich tun sollte.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Di 24 Feb 2015 - 18:26

"Natürlich kenne ich dich nicht gut genug.", antwortete ich mit einer Stimmlage welche so viel sagte wie: "Ach ne, ehrlich?!". Er war doch erst gestern vor meiner Haustüre aufgetaucht. Also kann man die Bekanntschaft von uns beiden wirklich auf ein paar Stunden reduzieren. "Wer kann schon nach drei Stunden sagen das man jemanden gut kennt?".
Jetzt bemerkte ich erst, dass er seine Hand an meinem Rücken positioniert hatte. Erst kam es mir etwas unheimlich vor, aber angesichts der Umstände und wenn man sich die ganze Situation noch einmal reflektierend vor Augen führte, konnte man es als eine einfache Geste deuten. Was der Grund war, warum ich nichts dagegen tat - oder machte.
Während ich also da saß und er sich nun, wie ich ursprünglich angenommen hatte, zugedeckte, dachte ich nach. Ich solle meine Worte das nächste mal passender Wählen? Wie war das gemeint? Sollte ich ihm immer ganz genau sagen was er zu tun hat? Also Sachen wie z.B: Geh zum Kühlschrank, mach den Kühlschrank auf, nimm die Milch raus...... so etwas? Ich verstand nicht wirklich was er damit meinte. Un je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger Sinn ergab es. Es lag wohl mehr an dem Fakt, das ich von ihm etwas verlangte, was ihm widerstrebte und deswegen hatte er wohl nur das gemacht  was man direkt aus meiner Aussage hinaushören konnte. Er war wirklich ein ziemlicher Sturkopf. Aber im Moment leider auch in einem sehr verletzlichen Zustand.
"Sag mal, fühlst du dich so weit in Ordnung das man dich alleine lassen kann?", fragte ich ihn mit etwas zwigespaltenen Gedanken. Auf der einen Seite war ich der Meinung man konnte ihn nicht alleine lassen, aber auf der anderen Seite war ich schon der Meinung, er käme ab jetzt selber zurecht. Wenn ihm etwas passieren würde, während ich es hätte verhindern können......die Schuldgefühle würde ich glaube ich nicht überleben. "Ich bleibe gerne noch hier wenn du willst.", sagte ich gleich im Anschluss an meiner Frage und deutete etwas auf seinen Arm der immer noch meinen Rücken entlang fuhr. "Aber wenn du lieber deine Ruhe haben willst, dann musst du es nur sagen. Ich werde dann in einer Stunde noch einmal nach dir sehen.".
Kurz darauf hob ich jedoch wie ein Lehrer ermahnend die Hand. In einem gespielten strengen Ton sagte ich dann: "Sei dir aber im klaren das es keine Ausflüge gibt, solltest du dich für das erste entscheiden.". Ich lachte kurz. Hoffentlich verstand er, dass es nicht ernst gemeint war. Vorteilhaft wäre es ja für ihn erst einmal liegen zu bleiben. Aber wer wäre ich wenn ich ihm in seiner Wohnung Vorschriften mache?
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Di 24 Feb 2015 - 18:57

Nun wurde mir klar das ich sie wohl niemals wirklich verstehen würde, im einen Moment machte sie sich Sorgen und war nett, im nächsten Moment kommt so etwas, andererseits war ich Pech gewohnt und das war wohl wieder so ein Fall von Pech. Sie wollte gehen und ich würde sie nicht davon abhalten, andererseits wieso sollte ich es überhaupt versuchen, es waren schließlich verschwendete Ressourcen welche ich wohl anders einsetzen konnte. Sie hatte mich abgelehnt und somit hatte ich diesen Wunsch zu akzeptieren, auch wenn ich nicht wollte, so war es mir beigebracht worden. Nein heißt nein und das für die Ewigkeit, oder solange bis es widerrufen wurde und das würde nicht geschehen. Du hast recht es war dumm von mir das überhaupt gesagt zu haben.
Es stimmte ich hatte dumm gehandelt indem ich etwas Unnötiges gesagt hatte und das obwohl ich es eigentlich hatte wissen müssen. Dennoch musste ich etwas sagen, sie hatte mich schließlich gefragt ob man mich alleine lassen konnte, sie hielt mich wohl für ein Kind. Das zeigte mir das sie mich nicht ernst nahm und alles was ich sagte wahrscheinlich tausende male durchdachte um herauszufinden ob es die Wahrheit war oder ob ich sie anlog. Ich hatte leider keine Möglichkeit ihre Meinung welche sie sich von mir gebildet hatte zu ändern, es war wahrscheinlich auch besser so, sie würde es so oder so nicht verstehen. Bei ihrer letzten aussage, lächelte ich ein wenig, auch wenn es nicht wirklich ein lächeln war, sondern eine vorteuschung davon.
Ich bin im Stande auf mich selbst aufzupassen, du kannst gehen.
Bei diesen Worten legte ich meine beiden Hände unter meinen Kopf und schloss die Augen, glücklicherweise hatte man meine Trauer dieses mal nicht aus meiner stimme heraus hören können, dennoch hatte ich deshalb meine Augen geschlossen denn in meinen Augen hätte man meine Trauer eindeutig gesehen. Glücklicherweise kannte ich meine schwächen mittlerweile ganz gut und somit war ich auf meine Fehler vorbereitet oder wusste wie ich diese umgehen konnte und dennoch passierte es ab und an das ich einfach nicht daran dachte.
Nun wusste ich selbst nichtmehr was ich tun sollte und blieb einfach so liegen und versuchte darüber nachzudenken was sie nun eigentlich wollte. Mir wurde klar das sie mir nur geholfen hatte weil sie nicht wollte das mein leben endet, sie hätte wahrscheinlich jedem geholfen, egal ob es jemand war den sie kannte oder irgendein dahergelaufener. Nach dieser Realisierung versank ich in einer tiefen Trauer, schließlich hatte es bis jetzt noch Hoffnung gegeben aber nun war die Hoffnung verschwunden.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Di 24 Feb 2015 - 20:31

Etwas überrascht über die doch etwas harrsche Antwort sah ich ihn an. Er sah nicht gerade sehr zufrieden aus. Eher traurig. Aber warum? Ich war innerlich ein wenig irritiert. Also begann ich eins und eins zusammenzuzählen. Oder besser gesagt, ich versuchte es. Ich würde die Antwort wohl kaum finden wenn ich nur an die letzte halbe Stunde dachte. Irgendwie erwartete ich regelrecht die Antwort in der Begegnung gestern Abend zu finden. Und Tatsache! Mir fiel Tatsächlich auf das er sich seit dem Gespräch, welches am gestrigen Abend sehr ins Private ging, durchaus sehr merkwürdig verhielt.
Trotz dieser Feststellung wollten mir einige Sachen so noch nicht in den Kopf gehen. Kurz schaute ich auf den Boden, dann wieder zu ihm. Er hatte mittlerweile schon seine Augen geschlossen und lag einfach still dort, die Arme hinter seinem Kopf verschränkt......Moment......waren das Spuren von Tränen in seinem Gesicht? Die waren eben gerade noch nicht dort gewesen. Also, bevor ich gefragt hatte ob er alleine zurecht kommen würde. Während ich immer noch auf sein Gesicht schaute, überlegte ich. Sollte ich jetzt einfach gehen? Ich schloss kurz meine Augen, atmete einmal tief durch und sagte dann kurz und schmerzlos: "Dann bleibe ich." und kurz darauf rückte ich mit dem Rücken noch etwas weiter an ihn heran. Er müsste meinen Rücken nun eigentlich auf Höhe seiner Hüfte spüren. Weiter bewegte ich mich jetzt aber noch nicht. Es war mehr wie ein kurzes Warten. Ich war mir nämlich nicht hundertprozentig sicher wie das jetzt rüberkommen würde. Ach, was solls! Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Mit meiner linken Hand klopfte ich einmal kurz auf seinen mit der Decke bedeckten Bauch um mich seiner Aufmerksamkeit zu vergewissern. "Hey!" , fragte ich dann und atmete einmal ganz leise durch bevor ich das fragte. "Ist hier noch Platz für jemand anderes?". Mir war zwar bewusst, das in meiner Wohnung noch der CD-Spieler fröhlich vor sich hindudelte und mein Kaffee wahrscheinlich auch eiskalt sein würde, wenn ich wieder käme. Aber im Moment hatte das hier eindeutig Priorität. Denn, auch wenn ich es abstreiten würde, für drei Stunden bedeutete er mir schon mehr als gewisse andere Personen. Und das muss man erst einmal schaffen.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Di 24 Feb 2015 - 21:09

Langsam breitete sich in meinem Kopf ein seltsames aber mir wohlbekanntes Gefühl aus, es war eine allumfassende Verwirrung die Besitz von mir ergriffen hatte. Sie hatte meine Trauer mit einem schlag aufgelöst und mir Hoffnung gegeben, ich wusste nicht ob ihr klar war was sie da eben getan hatte oder ob sie es bemerkt hatte das ich traurig gewesen war. Nun griff ich an meine Augen und bemerkte das diese feucht waren. Meine nutzlosen Augen hatten mich wieder einmal verraten, so war eben der lauf der dinge und sich darüber aufregen würde wenig bringen, somit entschloss ich mich es einfach zu vergessen.
Also befasste ich mich wieder mit den anderen dingen welche sie getan hatte und welche mich ein wenig verwundert hatten, sie war ziemlich nah an mich gerückt und hatte sogar ihre Hand auf die decke über meinem Bauch gelegt, langsam fragte ich mich ehrlich was genau sie eigentlich vor hatte.
Aber als sie dann sagte ob noch platz im Bett war wusste ich selbst nicht mehr wie mir geschieht.
Nun richtete ich mich ein wenig auf und rückte auf die andere Seite des Bettes.
Für dich ist immer platz an meiner Seite.
Sagte ich so sanft wie möglich während ich mein Gesicht unter der Decke versteckte weil ich rot geworden war. Seltsamerweise hatte das weniger mit ihr Zutun, wobei es wohl auch irgendwie dazugehörte aber dennoch, es lag daran das sie mich dabei erwischt hatte das ich traurig gewesen war.
Du bist eine einzigartige Frau Eve, ich erkläre dir später wieso.
Sagte ich unter meiner decke hervor, schließlich war ich immer noch rot und das gefiel mir gar nicht, ich schämte mich dafür. Ich fühlte mich in diesem Moment so schwach, es war nicht normal das ich mich so verhielt, möglicherweise hatte sie recht, möglicherweise war ich wirklich geschwächt und bemerkte es nicht. Andererseits lag es wahrscheinlich daran das ich mich nach wie vor nicht daran gewöhnt hatte das ich seit meinem Fall eben nur noch so schwach war und das ich meine kraft erst nach und nach zurückbekommen würde.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mi 25 Feb 2015 - 16:38

Direkt nach meiner Frage, ob ich ihm in seinem Bett eventuell Gesellschaft leisten konnte, kam auch schon die Antwort. Etwas überrascht war ich schon wie ich gestehen muss, aber wer hätte Gedacht das er es einfach so ohne Wenn und Aber annehmen würde. Naja, auf jeden Fall durfte man meine Frage auf keinen Fall falsch interpretieren. Okay, es machte den Eindruck, aber trotzdem. So konnte ich ihn wenigstens im Auge behalten ohne das mir kalt werden würde. Denn ich bin ganz ehrlich, so langsam wurde mir das wirklich etwas zu kühl. Heizte er überhaupt in seiner Wohnung? Ich bezweifelte es.
Wie auch immer. Mit der Vergewisserung, das ich mich nun mit in sein Bett begeben durfte, hob ich die Decke kurz an, drehte mich mit einem Satz komplett auf das Bett und rutschte sogleich mit meinem Rücken an die Lehne des Bettes, so dass ich dort nun sitzend saß und meine Decke nur meine Beine bedeckte. Der Rest von mir war ja bekleidet, da musste ich mir keine Sorgen um die Kälte machen. Auch, wenn es nur leichte Kleidung war. Ein Nachthemd eben. Wie ein Wächter schaute ich nun auf ihn herunter und beobachtete wie er sich in seiner Decke vergrub. Schon irgendwie niedlich wenn man es sich so ansah. Zumindest blieb er jetzt im Bett liegen und ich konnte, sollte noch etwas passieren schnell eingreifen. Indirekt könnte ich mich eigentlich für meine vorherige Idee, in einer Stunde noch einmal nach ihm zu schauen, selbst Ohrfeigen. Was hab ich mir dabei eigentlich nur gedacht? Ich spürte auf jeden Fall wie langsam aber sicher die Wärme auch in meine Beine zurückkehrte. Erst jetzt bemerkte ich so auf halbem Wege, das meinem Körper wirklich kalt gewesen sein muss. Wie ich das jedoch einfach ausgeblendet hatte, war eine Frage die sich mir auch jetzt nicht erschloss.
Dann meldete sich Gilgamesh zu Wort und unterbrach meine Gedankengänge. Er bezeichnete mich als einzigartig, hängte aber direkt danach hinten dran, dass er mir erst später erklären würde warum er genau diese Ansicht vertrat. Auf jeden Fall verwunderte es mich und ich versuchte auch nicht großartig das zu verbergen. "Wieso sagst du es mir nicht einfach jetzt?" , fragte ich ganz spontan und schaute dabei ein wenig interessiert drein. "Ich meine, im Moment haben wir beide doch Zeit, oder nicht?" , versuchte ich einigermaßen vernünftig zu Argumentieren.
Nun wendete ich meinen Blick von ihm ab und lehnte meinen Kopf nach hinten an die Wand. Mein Blick ging nun in Richtung Decke, aber wenn ich mir Mühe gab, war ich immer noch in der Lage ihn aus dem Augenwinkel zu sehen. "Wenn du es dir aber für später aufheben willst, macht es mir auch nichts. Ich bin zwar neugierig, werde es aber überleben.", meinte ich nur noch und lachte.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mi 25 Feb 2015 - 17:00

Sie hatte sich nicht einmal hingelegt, ich fand es ein wenig schade, vor allem da ich sie eigentlich hatte in den Arm nehmen wollen und wenn ich das jetzt tun würde wusste ich das es vollkommen falsch herübergekommen würde. Dennoch musste ich einen Moment darüber nachdenken ob ich es nicht doch vielleicht versuchen sollte, ich entschied mich dagegen und blickte sie an. Ich war immer noch unter der decke versteckt und nur meine Augen schauten heraus, schließlich war ich immer noch ein wenig rot im Gesicht und das sollte sie eigentlich nicht sehen. Aber als sie dann an die decke schaute überlegte ich kurz und schaute sie mit zugekniffenen Augen an um abzuwägen ob ich sicher war und mich wieder von der decke über meinem Kopf befreien konnte. Ich wusste das ich damit ein Risiko eingehen würde und dennoch schob ich meinen Kopf wieder nach oben, schließlich wollte ich das sie mich verstehen würde wenn ich ihr erklären würde was genau ich meinte.
Du hast recht also werde ich es dir erklären meine schöne.
Ich weiß nicht ob du mir glaubst aber das ist momentan nebensächlich, dennoch habe ich durch mein langes leben sehr viele Frauen kennengelernt.
Aber nicht eine einzige war dir auch nur ähnlich, du bist so nett und hilfsbereit das ich mich beinahe wundere das ich es geschafft habe dich kennenzulernen.
Ich bin es eher gewohnt das Frauen ein wenig hilfloser sind, oder nur denen helfen die sie kennen.
Aber du bist im Gegensatz einfach nur etwas vollkommen anderes und das hatte ich damit gemeint.

Es war nicht zu überhören das ich Bewunderung für sie empfand und das ich sie sehr gerne hatte konnte man wohl auch nicht überhören und dennoch wusste ich nicht was ich noch sagen sollte.
Möglicherweise war es ja genug, sie würde es sicher verstehen schließlich war sie schlau und sie achtete auch auf die dinge welche ich sagte, allerdings glaubte sie mir noch nicht so wirklich, wenn ich es mir recht überlegte war es richtig was sie tat. Andererseits konnte ich ihr nichts beweisen, leider hatte es zu dieser zeit kein Geburtszertifikat oder ähnliches gegeben. Wobei ich auch keines bekommen hätte, ich war ja nicht geboren worden, im Prinzip war ich erschaffen worden und hatte damit wohl nicht die selben rechte wie die geborenen Wesen. So war ich nun einmal, keine Bindungen und keine Familie, niemand der mir nachtrauern würde und niemand der mich als wichtig empfand. Für einen Menschen wären diese Gedanken wohl höchst selbstzerstörerisch, für mich waren sie allerdings ein Fakt welcher mich schon seit sehr langer zeit begleitete, sogar sie hatte mich abgelehnt und das war wohl auch der Auslöser das mir diese Gedanken wieder in den Sinn gekommen waren. Da ich nun wieder einen leichten anstieg von Trauer bemerkte drehte ich mich um und schaute gegen die wand auf meiner Seite des Bettes.
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