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 Wohnung 12 - Julia Bardera

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Leviathan
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BeitragThema: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 3 Jul 2011 - 13:11

Stadtwohnung 12

Hier wohnt: Julia Bardera





Der Wohnblock liegt am Anfang der Barádori Strasse.

Diese Wohnung befindet sich im zweiten Stockwerk. Sie verfügt über einen relativ geräumigen Vorraum, ein extra Badezimmer und Toilette, eine offene Küche und zwei weitere Räume, die man nach Belieben gestalten und einrichten kann. Die Wohnung liegt auf der Rückseite des Wohnhauses und bietet somit einen schönen Ausblick auf den Stadtpark. Der Balkon auf dieser Seite ist um einiges grösser als jener auf der Vorderseite.
Sie grenzt an die Wohnung 13.


Zuletzt von Leviathan am Di 6 Jan 2015 - 16:21 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Bernardo
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mo 7 Mai 2012 - 20:34

cf: Unbekannt



Ein frustrierender Abend lag hinter ihm. Nun war es der Wecker, der seinen Zorn schnüren wollte. Alles schien gegen ihn zu sein. Am gestrigen Tag war es die Technik, welche wiederholt hintereinander streikte und ihn davon abhielt, mit seinen Schülern Kontakt zu halten. Wo sie waren, wusste er nicht. Aufzubrechen und sie zu suchen, war wie das Suchen einer Nadel im Heuhaufen. Außerdem kam auch noch zum Bahnhof so ein Flohfänger, der es verstand, jemanden zu nerven. Das Biest war einfach nur viel zu flink gewesen und turnte die ganze Nacht um Bernardo herum. Bis er es endlich in die Finger bekam, um ihm den Hals umzudrehen, dauerte es scheinbar ewig. Zu der Zeit war seine Chance, jemanden seiner Gruppen zu finden, nochmals auf ein Minimum gesunken. Allerdings versuchte er per Kurzstreife, trotzdem jemanden ausfindig zu machen: Erfolglos. Bis zur Schule oder dem Waisenhaus war er im Übrigen nicht gefahren. Dort vertraute er den Fähigkeiten seiner Kollegen. Die letzte Station seiner Patrouille war das Wohnviertel, in dem er selbst eine Wohnung gemietet hatte. Weit und breit war kein Zeichen von Fell oder Haut. Keine Menschenseele spukte herum. In dieser Stille stellte Bernardo sein Gefährt ab – in Hoffnung, es im selben Zustand am nächsten Morgen wiederzufinden.

Ein Mal kräftig haute er auf den Klingelapparat, damit er schwieg. Murrend rieb er sich den Schlaf aus den Augen, ehe er den ersten Blick setzte. Die Sonne stand bereits, das Licht schien zwischen die Gardinenlücke hinein zu ihm aufs Bett. Bernardo stand nicht auf, um die Lücke wieder zu schließen. Er stand auf, um die Gardinen gänzlich zu öffnen und um einen Blick auf den Stadtpark zu werfen. Ein schöner Ausblick – besser als auf den Berufsverkehr; wobei heute weniger auf den Straßen los sein sollte. Die letzte Nacht hing sicher jedem Inselbewohner noch in den Knochen. Bernardo dachte nur ungern daran. Und es fiel ihm nicht schwer, es aus seinem Kopf zu verbannen. Die folgende kalte Dusche half. Er ließ das Wasser einfach über sich ergehen. All der Frust wurde mit dem Schweiß abgespült und im Abfluss davongetragen. Gleich einer kleinen Wiedergeburt schnappte er sich sein Handtuch und trocknete sich vorerst sporadisch ab, klemmte sich das Tuch um die Hüfte und schritt zurück in die Küche. Frühstück musste her, allerdings war der Kühlschrank nahezu leer. Ein gekühlter Orangensaft war jedoch drin und ein Apfel von der Theke. Das Essen war mangelhaft, teilte ihm sein Magen just mit. Allerdings baute sich dadurch nicht neuer Frust auf. Eifer begann zu keimen und der strebsame Wille, sich etwas Besseres für die Kaulatschen zu besorgen. Schnell war es daher geschehen, dass er angezogen vor seiner Haustür stand, sich die Motorradschlüssel griff und herunter zum Parkplatz schlenderte. Dort musste nur noch die Maschine gestartet werden und schon ging es ins Stadtzentrum.

tbc: Kuradori | Bäckerei










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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   So 27 Mai 2012 - 23:24

cf: Das Waisenhaus | Krankenzimmer

Noch mit dem letzten bisschen Sonnenlicht hatte er es in seine Wohnung geschafft. Das Licht seines Motorrades brauchte er zwar trotzdem – der Sicherheit wegen -, aber den Haustürschlüssel konnte er ohne fremde Hilfe identifizieren, als er ungeduldig vor der Tür stand. Für seine Hast gab es natürlich einen Grund: Die Blase drückte. Auch der stärkste Mann war an dieser Stelle machtlos. Glücklicherweise war es nicht weit und so klackte eine Tür nach der anderen, ohne dass man noch eine Seele sehen konnte. Nachdem die letzte auch ins Schloss gefallen war, brauchte man nur ein paar Sekunden zählen, dann rauschte das Wasser, nochmal rauschte das Wasser und ein drittes Mal rauschte es. Erst danach trat Bernardo aus seinem Badezimmer heraus. Schlüssel wurden dort abgelegt, wo sie immer liegen sollten, damit er sich künftiges Suchen ersparen würde.
Das vom Bäcker mitgebrachte Brot wurde in der Küche um ein paar Scheiben erleichtert und dann im legendären Brotkasten verstaut. Im Kühlschrank fanden sich noch ein paar Beläge, welche gleich die Brotscheiben schmücken sollten. In der Küche wurde allerdings nicht gegessen. Stattdessen lief im Wohnzimmer schon der Fernseher. Bernardo war neugierig, was es Neues in der Welt gab. Die Nachrichten sollten grad laufen. So nahm er sich alles zur Hand und stiefelte ins Wohnzimmer, wo er parallel zum Fernsehen mit essen begann.
Es war noch nicht wirklich spät, als er fertig war und die Sendung auch nicht mehr lief, aber was Ordentliches mit sich anzufangen wusste er auch nicht mehr, daher bereitete er sich seelisch darauf vor, das Bett mit seinem Körper zu beziehen. Das würde seine zweite Nacht werden – schon. Irgendwie kamen ihm die letzten Tage so kurz vor, als wären sie wie im Winde an ihm vorbeigeweht.
Als Bernardo einen letzten Blick durchs Fenster in seinem Wohnzimmer warf, kam es ihm vor, als wäre die Zeit auch total ruhig vorbeigezogen. Den Angriff der Werwölfe spürte er schon gar nicht mehr an seinen Knochen kratzen. Um ehrlich zu sein, war das schon am Morgen so. Aber er machte sich keine Sorgen. Sicher lag es an der Routine für solche Überfälle. Es war auch nicht die erste Werwolfsinvasion, die er erleben durfte. Eigentlich war es schon die dritte. Einzuordnen war sie als die kleinste. Die zweite war die schlimmste – mit Abstand. Danach kam irgendwann die erste und diese hier nun … die wahren Ausmaße würde er wohl erst am Montag im Unterricht erkennen. Ein paar Stunden hatte er auf alle Fälle, das wusste er schon. Aber bis er wieder die Schüler diszipliniert vor sich sehen würde, müsste noch der Samstag und der Sonntag dazu vergehen. Bernardo hatte keine Ahnung, was er das Wochenende über machen sollte. Hoffentlich würde ihm irgendwer über den Weg laufen oder er musste tatsächlich wieder zum Waisenhaus, um wenigstens ein paar Schüler besser kennen lernen zu können. Andererseits könnte er auch bei seinen Nachbarn klingeln. Vielleicht wollte es das Schicksal so, dass einer seiner Kollegen dort wohnte. Ruhig war es im Moment noch, nichts verdächtig.
Ehe er sich versah, lag der Hüne schon im Bett. Die Decke war nur zur Zierde da, denn selbst um diese Uhrzeit brütete sie Wärme noch. Dafür, dass der Himmel so klar war, war es verwunderlich, wie warm es noch sein konnte. Die Insel spann in jeglicher Hinsicht. Glücklicherweise hatte er für eine gute Zirkulation gesorgt, so was es trotz aller Umstände sehr angenehm im Schlafgemach.



Der nächste Morgen verlief gemäß dem vorherigen, nur dass er nicht wegen Nahrungsmangel beinahe umkam, sondern friedlich sein Frühstück abhielt. Einziger Wehmutstropfen, wenn man ihn so nennen konnte, war die Uhrzeit, welche seine Standuhr anzeigte. An einem Tag, wo man keinen Plan zur Gestaltung hatte, wäre man erfreut, zu verschlafen. Auch wenn Bernardo grundsätzlich gegen Zeitverschwendung im Bett war, wäre es ihm insgeheim lieber gewesen als sich der Langeweile zu ergeben.
Es war Morgen und trotzdem brannte die Sonne bereits auf die nicht eingecremten Sterblichen herunter. Wie gut, dass der Hüne nicht so zart bedeckt war und dem bisschen Strahlung locker begegnete. Die Jahre im Orient hatten ihn wohl abhärtet. Einem Spaziergang stand also nichts im Weg. Sein Gefährt würde heute auch mal seinen freien Tag genießen dürfen.

tbc: Yashidori | Magierladen










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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mi 18 Feb 2015 - 22:04

Cf: Stadtpark

Ich hatte noch einige stunden alleine und verlassen im Park gesessen und überlegt was ich nun tun konnte oder besser was ich tun sollte, schließlich kannte ich mich nicht wirklich aus und wusste auch nicht was ich tun konnte. Es war hier schon ziemlich langweilig wenn ich es mir genau überlegte, es bestand hier kaum die Gefahr das irgendjemand kommen würde und mich hinterrücks angreifen würde, genau sowenig gab es hier einen krieg oder ähnliche einigermaßen interessante dinge. Somit fühlte ich mich ein wenig fehl am platz, ich hatte eben nichts zu tun und ich würde so schnell auch nichts zu tun finden da ja leider Ferien waren. Ich konnte so oder so nicht verstehen wieso es so etwas wie Ferien überhaupt gab, aber das lag wohl daran das die Jugend heute ein wenig verweichlicht war, schließlich wollten die meisten jungen Leute nicht einmal etwas lernen. Früher hatte man sich gefreut etwas lernen zu dürfen, aber so war nun einmal der Wandel der zeit, alleine das ich zu diesem Schluss kam bedeutete wohl das ich möglicherweise zu lange gelebt hatte. Es war wahrscheinlich das ich einfach den Anschluss an die Gesellschaft an sich verloren hatte, es war nicht einfach sich an den Wandel der zeit anzupassen, vor allem wenn man es eigentlich dauerhaft tun musste um nicht hinterher zu hinken.
Dennoch war ich nun heil froh zuhause zu sein, schließlich war mein Körper ziemlich träge und wahrscheinlich waren meine Muskeln teilweise geschädigt. Es war nichts was mir auf Dauer schaden konnte, dennoch war es ungeheuer störend und es würde mich wohl für ein paar stunden außer Gefecht setzen. Ich war wohl ziemlich dumm gewesen, wenn ich es mir recht überlegte war es wirklich nicht sehr intelligent fast einzufrieren, aber ich würde es wohl überleben. Als ich dann meine Kleidung anschaute bemerkte ich das sogar auf meiner Kleidung schnee lag und der Fakt das dieser nicht geschmolzen war bedeutete wohl das meine Körpertemperatur auch sehr gesunken war.
Beinahe jedes andere Wesen wäre schon lange Tod, ich hatte es lediglich meinen resistenzen zu verdanken das dies nicht passieren konnte und somit war ich eigentlich froh, auch wenn ich nun langsam bemerkte wie mich die Müdigkeit traf und ich es nicht schaffen würde mich hinzusetzen oder hinzulegen also entschied ich mich einfach fallen zu lassen. Der letzte Gedanke welchen ich vor dem einschlafen hatte war das ich vergessen hatte die Tür hinter mir zu schließen, sie stand nämlich noch einige Millimeter offen. Danach sackte ich zu Boden und schlief mit einem krachen welcher durch meinen Aufprall auf dem Boden verursacht wurde ein.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Mi 18 Feb 2015 - 23:00

cf: Wohnung 12

...langsam schob ich die Tür zur Nachbarwohnung auf und schaute mich unsicher im Eingangsbereich um. Zuerst sah ich nichts, doch als ich weiter hinten in die Wohnung schaute lag da....lag da...eine komplett mit Schnee zugefrorene Person am Boden. Ich war zuerst starr vor Schreck. Was sollte ich tun? Was war hier los?
Vorsichtig nährte ich mich dem auf dem Boden liegenden Körper. Er war auf dem Bauch liegend, so dass ich sein Gesicht nicht sofort erkennen konnte. Aber wer auch immer es war, es sah auf jeden Fall nicht sehr gesund aus. Als ich neben der Person stand, kniete ich mich neben sie und versuchte sie auf den Rücken zu drehen damit ich wenigstens das Gesicht erkennen konnte. Das erste was mir auffiel war die unnormale Kälte als ich ihn an einer seiner Hände anfasste. Es kam mir vor als würde ich in einen Kühlschrank fassen, so kalt fühlte sich das an. Nun versuchte ich ihn mit einem kräftigen Ruck auf seinen Rücken zu drehen. Nach drei Anläufen gelang es mir dann auch. Er war wirklich unglaublich schwer und......das war Gilgamesh! Was war passiert? Als ich ihn gestern verlassen hatte war er doch noch total in Ordnung gewesen. Jetzt wurde ich hektisch. Schnell überprüfte ich mit einem Finger an seinem Hals seinen Puls, während ich mit der anderen seine Stirn anfasste. Puls hatte er noch, aber er war unglaublich unterkühlt. Sehr unterkühlt. Ich musste handeln! Oder ich hatte womoglich bald einen Termin auf der Beerdigung einer Person die ich gerade einmal ein paar Stunden kannte und welche angeblich mein Kollege war.
Panisch schaute ich mich in der Wohnung um, es sah alles sehr altertümlich Gestaltet aus, aber ich fand auf den ersten Blick nicht das was ich suchte. Schnell stand ich auf und suchte einen Raum nach dem anderen ab, so lange, bis ich das Schlafzimmer gefunden hatte. Ich lehnte die Tür weit aufgemacht an und eilte zu Gilgamesh zurück. Mit beiden Händen packte ich ihn nun links und rechts unter seinen Achseln und zog ihn unter größter Anstrengung bis in sein Schlafzimmer, dort riss ich ihm die inzwischen mit Tauwasser vollgesogene  Kleidung vom Oberkörper und hob ihn zuerst mit dem Oberkörper - und schließlich mit den Beinen auf sein Bett. Ich packte die Decke und packte ihn rundherum gut ein. Aber bei seiner Temperatur, vor allem im Kopfbereich, war es noch viel zu wenig ihn nur ins Bett zu legen. Schnell wie der Wind eilte ich in sein Badezimmer, nahm mir ein Handtuch und faltete es mehrmals. Ich drehte den Wasserhahn auf "warmes Wasser", und ließ das Handtuch sich vollsaugen. Als das erledigt war, sprintete ich zurück und platzierte dieses auf seiner Stirn. Mehr konnte ich nun nicht mehr für ihn tun, somit blieb mir nichts anderes mehr übrig als sitzen und warten. Alleine lassen konnte ich eine Person in diesem Zustand nicht. Das wäre grob fahrlässig! Das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass ich total fertig war. Erschöpft ließ ich mich an der Wand des Schlafzimmers zu Boden sinken und legte meinen Kopf auf die Knie meiner angezogenen Beine. Ab und zu schaute ich zwar auf zu ihm, aber den Schock musste ich erst einmal verarbeiten......
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 19 Feb 2015 - 16:15

Langsam erwachte ich aus einem harten und traumlosen Schlaf, mein Körper fühlte sich zwar immer noch kalt an aber ich bemerkte wie es wärmer wurde und öffnete meine Augen. Ich war nichtmehr dort wo ich zusammengebrochen war, außerdem hatte ich ein nasses aber dennoch warmes Handtuch auf meiner Stirn, nun fragte ich mich lediglich wer mir geholfen hatte, das mir jemand geholfen hatte stand nämlich außer frage. Wie diese Person in meine Wohnung gekommen war stand schließlich auch fest, ich hatte eben die Tür offen gelassen, andererseits war ich froh das mir dieser Fehler unterlaufen war, schließlich würde ich sonst immer noch auf dem Boden liegen und erst wieder aufwachen wenn meine Körpertemperatur weit genug angestiegen war.
Nun blickte ich mich erst einmal ein wenig um, es fiel mir doch ein wenig schwerer als ich es, erwartet hatte, mein Körper war nun einmal immer noch steif und nicht ganz funktionsfähig. Als ich dann bemerkte das Frau Lunatique an eine wand gelehnt auf dem Boden saß wurde mir allmälig klar was passiert war. Sie musste es gehört haben wie ich auf den Boden gefallen war, ich wusste zwar nicht wieso sie mir geholfen hatte, dennoch stand ich nun noch mehr in ihrer schuld als vorher, sie musste angenommen haben das ich sterben würde. Ich konnte ihr nicht verdenken diesen Gedankengang zu haben, sie kannte mich nicht und wusste nicht das sich mein Körper wie der eines Insektes verhielt und ich somit immun war gegen Kälte. Somit schuldete ich ihr mein Leben, sie hatte es nicht gewusst und mir dennoch geholfen, somit hatte sie gedacht das ich sterben würde und das hatte sie verhindert. Ich überlegte einen Moment ob das irgendeinen Sinn ergab und entschied mich dafür. Sie sind eine wunderbare Person wissen sie das eigentlich?
Sagte ich in einem sanften wenn auch leicht gebrochenen Ton, meine stimme wollte noch nicht so wirklich und deshalb hörte es sich nicht so an wie ich es gewollt hatte. Als ich dann über die Situation nachdachte wurde ich rot, schließlich hatte ich ihr mit der kompletten Situation gezeigt wie schwach ich eigentlich war, ich kam mir schon ein wenig hilflos vor.
Es war alles mein eigener Fehler, ich war zu dumm gewesen und hatte nicht nachgedacht, logisch mein Körper überlebte Kälte ohne Probleme, aber die Kälte hatte dennoch ihren Effekt und verlangsamte jede meiner Bewegungen. Sie konnte sogar meine stimme vorübergehend unbrauchbar machen, obwohl mir das schon einmal passiert war hatte ich nicht nachgedacht und hatte mich wie immer zu sehr auf meinen Körper verlassen.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 19 Feb 2015 - 18:01

Fast schon panisch schreckte mein Kopf hoch als ich eine Stimme hörte. Ich brauchte auch nicht lange um herauszufinden von wem diese kommen musste, denn außer mir gab es nur eine andere Person im Raum und diese war ziemlich übel zugerichtet. Als stünde ich unter Hochspannung sprang ich auf, bewegte mich neben ihn und fing an in einem irren Tempo alle möglichen Fragen zu stellen. "Geht es ihnen gut? Fehlt ihnen irgendetwas? Haben sie irgendwelche Schmerzen?". Ich war total durch den Wind was man sowohl an meiner Sprechgeschwindigkeit, sowie an meiner hysterisch veranlagten Stimme erkennen konnte.
Letzten Endes war es aber die Erleichterung das er noch am Leben war und der Schock die mich kurzzeitig laut werden ließen. Meine Laune schlug von einer Sekunde auf die andere von besorgt zu sauer um. "WAS DENKEN SIE SICH EIGENTLICH DABEI TOTAL UNTERKÜHLT DURCH DIE WELTGESCHICHTE ZU LAUFEN? S-s-sie....SIE HÄTTEN STERBEN KÖNNEN VERDAMMT NOCHMAL!", keifte ich ihn ohne auf meine Lautstärke zu achten an. Kurz nach diesem Wutanfall wischte ich mir mit der Hand übers Gesicht und atmete dabei langsam ein und wieder aus um meinen Puls und die Aufregung etwas zu regulieren.
"Entschuldigung.", sagte ich dann wieder in einer normalen Stimmlage. "Es ist nur......sie..und der Schnee auf ihrer Kleidung.....sie waren so kalt wie ein Kühlschrank verstehen sie?". Kurz darauf ließ ich mich auf seiner Bettkante nieder und legte meinen Kopf in meine Hände. Ich wusste echt nicht was ich sagen sollte. Jeder der schon einmal in so einer Lage gewesen ist weiß ganz sicher wovon ich rede. Man steht in diesem Moment voll unter Adrenalin und wenn das nachlässt tritt eine ziemlich starke Phase der Müdigkeit ein. Genau wie es bei mir gerade der Fall war, ich fühlte mich nämlich auf einmal total schlapp. "Sie haben mich zu Tode erschreckt.", sagte ich ohne ihn dabei anzusehen in meine Hände hinein. Ich hatte mir ja nicht einmal die Haare gekämmt. Es sollte ein schöner Morgen mit Frühstück werden. Bis jetzt aber fühlte sich das ganze nach einem schlecht gemachten Horrorfilm an. "Wissen sie das eigentlich?", fragte ich und schaute ihm dabei so gut es ging ins Gesicht. Ich bezweifelte das ich überreagiert hatte. Denn mein Kopf malte sich gerade das "Worst-Case Szenario" aus. In diesem Fall hätte selbst das Bett nichts mehr gebracht. Da hätte es womöglich gleich der Krankenwagen sein müssen.....oder noch etwas anderes.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 19 Feb 2015 - 18:40

Nun blickte ich sie ein wenig verwundert an, denn das war ich, ich war sehr verwundert. Sie hatte mit dem was sie gesagt hatte vollkommen recht, ich war dumm gewesen und hatte ihr unnötige sorgen gemacht. Als sie dann ihre stimme erhob wusste ich nichtmehr was ich sagen sollte, schließlich hatte sie vollkommen recht, ich konnte mich nicht mehr verhalten wie ich es gewohnt war. Nun lebte ich nichtmehr alleine, nun gab es Leute welche in meinem Umfeld lebten und welchen das leben anderer wohl auch noch etwas wert war. Es war ungewöhnlich für mich und dennoch war es wie diese Welt eigentlich war.
Als sie sich dann entschuldigt hatte und sich auf mein Bett setzte, blickte ich sie ein wenig erschrocken an, sie hatte vollkommen recht gehabt und sie hatte sich ziemlich erschreckt und das nur weil ich zu dumm gewesen war, irgendetwas musste ich tun, am liebsten hätte ich sie nun umarmt aber meine Hände waren nach wie vor eiskalt und ich wollte sie nicht erschrecken indem ich sie berührte. Dennoch setzte ich mich erst einmal auf und bemerkte dabei das ich kein Oberteil mehr anhatte, die Hose an meinen Beinen spürte ich allerdings noch und somit wunderte ich mich erst einmal darüber. Scheinbar war mein Oberkörper zu taub als das ich noch spüren konnte ob ich etwas an hatte oder nicht, dennoch hatte sie mir wohl das Oberteil ausgezogen.
Beruhigen Sie sich bitte meine liebe, sie haben vollkommen recht und müssen sich nicht entschuldigen, all das war nur mein Fehler.
Sagte ich in einem sanften und ein wenig bedrückten Tonfall, es war schließlich alles mein Fehler. Gewesen und ich musste mich irgendwie dafür erkenntlich zeigen. Wie ich das nun tun würde war die andere frage, schließlich war es nicht einfach so etwas zu entschuldigen. Dann setzte ich mich hin und legte meine arme um sie ohne sie zu berühren, schließlich war ich eiskalt und wollte sie nicht frieren lassen. Dann senkte ich meinen Kopf auf die Höhe ihres Kopfes und sagte:
Jetzt weiß ich es, ich habe sie wirklich ziemlich erschreckt und es gibt kaum etwas womit ich das wieder gutmachen kann, schließlich wussten sie nicht genug über mich um meinen Gedankengang zu verstehen.
Aber dann bemerkte ich etwas, sie schien doch ziemlich erschöpft zu sein, ich hatte sie wohl ein wenig mehr erschreckt als ich es erwartet hatte. Nun traten ein paar tränen aus meinen Augen und ich musste wegschauen, sie war so weit für mich gegangen und das ohne einen wirklichen Grund zu haben, sie war wirklich ein guter Mensch. Das hatte ich sehr lange nichtmehr gedacht, jemanden wie sie gab es wirklich selten, aber sie hatte mich bereits abgewiesen und somit konnte ich ihr nur noch helfen und nicht mehr. Allerdings war ich in diesem Moment auch ziemlich besorgt um sie, schließlich hatte ich das hier verursacht und es konnte nicht ungeschehen gemacht werden. Das einzige was mir momentan einfiel war das ich ihr etwas zu essen machen konnte und das sie sich am besten ausruhen würde, schließlich war sie dem Anschein nach ziemlich schwach in diesem Moment. Nun berührte ich kurz ihre schulter und sagte in dem Moment als ich sie berührte:
Legen Sie sich bitte hin Frau Lunatique, ich werde uns ein Frühstück machen und danach können wir darüber reden.
Nachdem ich fertig war mit meiner rede, welche ich absichtlich in einem relativ leisen und dennoch bestimmenden Ton gesagt hatte stellte ich mich auf und bewegte mich langsam aber sicher in Richtung der Küche.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Do 19 Feb 2015 - 23:45

Eine Zeit lang herrschte Stille. Ich wusste nicht ob es wegen meinem Laut werden war, oder ob es eventuelle andere Gründe dafür gab, vielleicht war er auch einfach wieder eingeschlafen. Alles war möglich in seinem Zustand. Als ich Sekunden später jedoch das Geräusch der Bettdecke vernahm, wusste ich das dem nicht so war. Ich entfernte meinen Kopf von meinen Händen, welche ihn gestützt hatten und schaute wieder auf die Stelle wo er vorhin noch gelegen hatte. Er hatte sich inzwischen aufgerichtet und saß somit praktisch neben mir.
Kurz darauf entschuldigte er sich in einem sanften Ton für all den Stress und die Aufregung die er bei mir ausgelöst hatte. Aber statt auf Verständnis von meiner Seite aus zu stoßen - fand er Verwirrung. Ich bezweifelte das er das ganze so ernst nahm wie ich. Auch seine "Luftumarmung" machte da keinen großen Unterschied. Mein Eindruck, dass er das alles nicht so ernst zu nehmen schien, blieb weiterhin bestehen. Wie ich einen Moment später feststellen musste auch zu Recht.
Was er nun veranstaltete war nun vollends entgegen meiner eigentlichen Erwartungen. Mit der Begründung ich solle mich ausruhen und er würde in der Zwischenzeit etwas zu essen machen stand er dann auf......und ging aus dem Zimmer. Einfach so! Als wäre nie etwas gewesen. Als wäre das alles gerade nur ein böser Traum von ihm gewesen. Verständnislos schaute ich ihm hinterher wie er aus dem Türrahmen verschwand und sich allem Anschein nach in Richtung Küche begab. Eine Minute lang machte ich nichts. Ich blieb einfach dort sitzen und schaute wie versteinert zur Türe hinaus, ich war Fassungslos.
Jetzt stand ich auf und folgte ihm bzw. ging dorthin wo ich ihn vermutete, die Küche. Dort angekommen sah ich ihn auch schon wie er inmitten des Raumes stand. "Sag mal willst du mich eigentlich für dumm verkaufen?", begann ich mit ihm zu reden ohne auf eine Reaktion seinerseits zu warten. Selbst mein siezen ließ ich aus. "Vor nicht einmal zwanzig Minuten liegst du tiefgefroren wie ein Eiswürfel im Eingangsbereich der Wohnung, erschreckst mich zu Tode und kaum kannst du wieder gehen ist das einzige an was du denkst Frühstück?". Mit einem völlig entgeisterten Gesicht sah ich ihn an. Es war unschwer zu erkennen, dass mir jegliches Verständnis für sein Verhalten fehlte. Das mir genau in diesem Moment etwas kalt wurde war nicht verwunderlich. Ich war ja auch immer noch im Nachthemd. Ein Fakt den ich seit meinem Schock-Moment total ausblendete. "Ich weiß nicht wie Resistent dein Körper gegen so etwas ist, aber ich mein Freund läge schon längst in einer Holzkiste! Also geh wieder zurück ins Bett bevor du dich großartig um etwas anderes kümmerst...." . Nun schaute ich mehr oder weniger verzweifelt in seine Richtung. "...bitte....", hängte ich noch flehend dahinter.
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BeitragThema: Re: Wohnung 12 - Julia Bardera   Fr 20 Feb 2015 - 14:03

In dem Moment als ich anfangen wollte etwas zum Frühstück zu machen bemerkte ich das sie mir gefolgt war. So wie sie sprach hatte sie sich noch mehr sorgen um ich gemacht als ich es gedacht hatte, der Grund dafür war für mich vollkommen unverständlich aber sie hatte mit dem was sie sagte recht, dennoch verstand sie dabei etwas falsch, schließlich wollte ich nicht wirklich frühstücken, ich wollte ihr nur helfen und das schien sie nicht zu verstehen. Aber ich musste nachgeben, sie hatte mich angefleht wieder ins Bett zu gehen, ich konnte einer so schönen und unglaublich netten Frau nichts abschlagen. Vor allem wie sie es gesagt hatte gab mir zu denken, ich hatte so etwas in meinem sehr langen leben noch nicht einmal gehört. Ich hatte keine Ahnung wie ich mich nun verhalten sollte, wahrscheinlich war es das beste ihr einfach alles zu sagen und zu erklären wieso ich mich so verhielt, ihr musste es andererseits selbst nicht ganz so gut gehen, so wie sie in ihrem Nachthemd in meiner eigentlich viel zu kalten Wohnung stand und mich verzweifelt anschaute. Somit bewegte ich mich langsam auf sie zu und nahm sie in die arme, schließlich war es mir in diesem Moment egal ob es ihr kalt wurde oder nicht, sie hatte diese Reaktion herausgefordert, dann begann ich leise zu reden mit meinem Kopf auf ihrer schulter.
Du hast recht, ich sollte mich noch ein wenig hinlegen.
Aber du musst verstehen das nicht nur du dir Sorgen machst, schau dich an, du stehst hier mitten in meiner Wohnung, hast ein Nachthemd an und hast wahrscheinlich nicht einmal etwas gegessen.
Ich habe keinen Hunger, ich bin es gewohnt lange zeit ohne Nahrung auszukommen.
Kälte kann mir nicht auf Dauer schaden, aber dir schon, nun denk bitte auch an dich, ich möchte nicht das du krank wirst denn...

Ich war beim Reden immer und immer schneller geworden, wahrscheinlich hätte ich wenn ich mich nicht selbst unterbrochen hätte gesagt was ich fühle oder was ich denke, weshalb ich aufgehört hatte zu reden, schließlich wollte ich nicht das sie falsch von mir denkt. Sie hatte mich bereits abgelehnt und das war wahrscheinlich auch das beste für sie, denn mit mir konnte man eben nicht auf Dauer glücklich werden, schließlich war ich bereits zu alt als das ich wirklich alles verstehen konnte was heute so vor sich ging.
Dann lockerte ich meine Umarmung wieder ein wenig und blickte ihr in die Augen, sie musste verstehen das es mir mit meinen sorgen ernst war und das sie eine Bedeutung für mich hatte, dennoch wusste ich nicht was ich sagen sollte also sagte ich stattdessen:
Eve, ich bebe dir zwei Möglichkeiten.
Du legst dich hin, ich mache mir etwas zu essen und lege mich selbst noch einmal hin.
Oder wir legen uns beide hin und essen später etwas.

Dieses Mal hatte ich darauf geachtet das mein Ton sanft wenn auch ein wenig ernst klang, sie musste verstehen das sie nicht nur auf mich achten sollte.
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Wohnung 12 - Julia Bardera

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