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 Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love

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BeitragThema: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 17 Jan 2011 - 22:43

das Eingangsposting lautete :

Zimmer 101
Hier wohnen: Hayumi Iki, Sky Love



Das Zimmer ist auf der Fensterseite mit zwei Betten an der linken und rechten Wand, den dazugehörigen Nachtkästchen und einem kleinen Regal, das von beiden Mitbewohnern benützt werden darf, ausgestattet. Auf der Türseite befinden sich zwei Schreibtische mit Lampen und ein Kleiderschrank, um die Klamotten der Schüler aufzubewahren. An besonders heissen Tagen sorgt die im Zimmer eingebaute Klimaanlage für ausreichend Abkühlung. Die kürzlich neu gestrichenen, weissen Wände lassen den Raum besonders freundlich wirken.

Zustand des Zimmers: -
Dekoration: -
Lage des Zimmers


Zuletzt von Leviathan am Mo 28 Sep 2015 - 12:01 bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Shiina Mashiro
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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   So 19 Apr 2015 - 16:36

Wortlos, beinahe ohne eine kleine Bewegung zu machen, nahm die Engelin die Aussagen des Fuchsmädchens hin ohne diese auch nur im Geringsten zu kommentieren. "Serenity.....", wiederholte Shiina einen kurzen Moment später und forstete in ihren Gedanken ob sie den Namen schon einmal irgendwo gehört hatte. Aber das hatte sie nicht, genauso wie bei Shiki und dem Rest der Schüler die hier sonst noch waren. Persönlichen Kontakt hatte sie nämlich mit keinem von ihnen. Sie stand für sich selbst. Und so lange sie malen konnte, war ihr das relativ egal. Alles was sie brauchte war eine Leinwand und Farbe.
"Verstehe...", entgegnete die Engelin auf die verneinte Antwort des Fuchsmädchens auf ihre Wahrsager-Frage und machte sich nicht länger die Mühe etwas anderes zu Fragen. Shiina war zwar exzentrisch, aber nicht dumm. Sie merkte, dass die ihr gegenüber liegende Person nicht wirklich ein Interesse an einem Gespräch hegte. Okay, Shiina merkte es nicht. Aber die Person hatte im Moment so rein gar nichts an sich was die Blonde interessierte. Zumindest war es ihr noch nicht ins Auge gefallen. Aber was die Engelin nicht sah, sah sie eben nicht. Woraufhin sie sich, ohne auch nur eine weitere Silbe in die Richtung ihrer Zimmergenossin zu verlieren umdrehte und die Kartuschen, welche sie vorhin wieder zurückgestellt hatte , nahm und begann ihre Mischpalette vorsichtig wieder aufzufüllen. Ihr Kopf war wieder im Mal-Modus. Von einer Sekunde auf die andere gehörte die Aufmerksamkeit Shiinas nur noch der, mit bereits wenigen Pinselstrichen, benetzten Leinwand. Lediglich als sie den Pinsel in die Hand nahm drehte sich ihr Kopf noch einmal zu der launischen Person auf dem Bett. "Willkommen in Zimmer 101.", sagte sie noch und fing schon während sie den Kopf drehte an, mit dem Pinsel Farbe aufzutragen. Mit wenigen Strichen begann sich eine grobe Landschaft auf der Leinwand zu bilden. Wie eine Maschine setzte sie die Striche, mischte die Farben neu und setzte dann neu an. Das Genie begann zu arbeiten, so hätte man es bezeichnen können. Alles in allem sah Shiinas Tätigkeit gerade mehr als professionell aus. So zog sich das Spiel eine kurze Zeit. "Welche Farbe wärst du gerne?.", fragte sie plötzlich und unterbrach das malen. Sie drehte ihren Kopf und schaute ihre Zimmergenossin  nun mit ihrem durchaus fixierenden Blick an. Wie das auf das andere Mädchen wirken musste, kann man nur erraten. Sie hielt Shiina bestimmt für ein zurückgebliebenes etwas. wenn nicht bewusst, dann sicherlich in irgendwelchen Hintergedanken. Vielleicht würde sie ja von ihr eine Antwort bekommen und sie nicht selbst geben müssen.

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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   So 19 Apr 2015 - 17:04

Serenity hatte immer noch die Augen geschlossen und versuchte sich auf ihre Musik zu konzentrieren als die Fremde sich auf einmal wieder umdrehte und damit anfing an ihrer Staffelei zu malen. Es kamen vorerst keine weiteren Fragen oder Kommunikationsversuche und Serenity passte das im Moment ganz recht.
//Sie ist...still. Das ist gut...aber...//, Serenity öffnete Gedankenverloren wieder die Augen, lauschte den Klängen aus ihren Kopfhörern und sah ausdruckslos zur Decke herauf. Die ruhige Art ihrer Zimmergenossin schaffte es tatsächlich auf Serenity überzuspringen und sie etwas zu beruhigen. Sie hatte anscheinend Glück gehabt. Immerhin hätte sie auch eine Zimmergefährtin haben können, welche den Mund nie halten konnte oder neugierig wie ein kleines Kind war. Bisher empfand sie dieses Mädchen als Zimmergefährtin als gar nicht so schlimm. Es hätte immerhin viel viel schlimmer kommen können.
"Mhm...danke", entgegnete Serenity dem Mädchen ohne Blickkontakt aufzubauen als sie sie auf diesem Zimmer willkommen hieß. Als die Fremde anfing an ihrer Staffelei zu malen, wanderte der Blick des Fuchsmädchens langsam zur Seite und blieb an der tätigen Künstlerin hängen. Sie schien definitiv zu wissen was sie dort tat. Zumindest ging Serenity einfach mal davon aus. Sie selbst hätte wohl schon allein beim mischen der Farbe oder beim schwingen des Pinsels Probleme. Einige Minuten beobachtete das Fuchsmädchen ihre Zimmergefährtin bei ihrer künstlerischen Arbeit. Es hatte etwas wirklich beruhigendes an sich...

"Hm..? Was? Farbe?", Serenity wurde aus ihren Gedanken gerissen als die Fremde auf einmal aufhörte zu malen und ihrem Blick wieder dem Fuchsmädchen widmete. Diese Frage kam nun wirklich absolut unerwartet. Was sie wohl damit meinte? Wollte sie Fragen was ihre Lieblingsfarbe war? So kalt erwischt begann Serenity sogar direkt damit darüber nachzudenken.
Welche Farbe sie wohl am liebsten wäre? In der Regel hatte sie Probleme damit, dass sich ihre Meinungen in den verschiedensten Dingen ständig änderten. Mal hatte sie eine Lieblingsfarbe und einige Tage später war es eine ganz andere.
"Ich weiß zwar nicht was diese Frage soll aber...irgend etwas dunkles nehme ich mal an", Gedankenverloren richtete sich der Blick des Fuchsmädchens wieder an die Decke. Sie mochte helle Farben nicht so wirklich...diese hatten die unangenehme Gewohnheit Leute glücklich zu machen. Glückliche Leute wiederum empfand sie als relativ gesprächig, teilweise euphorisch und dadurch als relativ anstrengend. An dunklen, monotonen Orten waren Menschen etwas weniger nervtötend.
In Gedanken verloren nahm Serenity endlich ihren Arm von ihrer Stirn und entblößte dadurch die zwar nicht mehr blutende, jedoch inzwischen krustige, schmerzend aussehende Wunde, welche sie sich vorhin an der Schrankkante zugezogen hatte. Dies bemerkte sie jedoch nicht und befasste sich weiterhin mit der Frage die ihr gestellt wurde. Serenity war zwar nicht auf all zu viel Kontakt aus, aber wenn man sie schon etwas fragte, dann wollte sie wenigstens ehrlich antworten.
"Dunkelrot? Eine warme Farbe zumindest...ich würde sagen etwas, dass ins dunkle Orange oder dunkle Rot geht. Ja...ich denke so eine Farbe würde zu mir passen", erklärte das Fuchsmädchen grübelnd als sie ihre Hände hinter dem Kopf zusammenfaltete und ihr Gesicht leicht in die Richtung ihrer Zimmergefährtin drehte. Hatte diese Antwort Sinn gemacht? Sie ging einfach mal davon aus, dass dem nicht so war. Aber immerhin hatte die Frage in ihren Augen genau so wenig Sinn gehabt.
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Shiina Mashiro
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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 20 Apr 2015 - 3:22

Wie auch Shiki schien das Fuchsmädchen etwas irritiert von Shiinas Frage zu sein. Man konnte es ihr nicht verübeln. Die Frage kam so unerwartet und plötzlich, dass man nur überrascht darauf reagieren konnte. Dennoch bemühte sie sich eine Antwort darauf zu geben. Shiinas Blick löste sich keine Sekunde mehr von dem Gesicht des anderen Mädchens. Sie wechselte von Rot zu Orange, von orange zu Rot und am Ende landete sie wieder am Anfang. Sie hatte sich im Gegensatz zu Shiki wenigstens entschieden und festgelegt. "Dunkelrot....", wiederholte Shiina und begann daraufhin ihren Blick auf den Boden zu richten und in Gedanken zu versinken. Rot war eine warme Farbe. Sie konnte zu Gelb, oder zu Blau tendieren. Außerdem stand sie, in den meisten Fällen, für die Liebe. Aufgrund des Dunkleren Tons jedoch, war das alles etwas abgeschwächt. Man nahm die Farbe dadurch nicht mehr so stark wahr. Genauso wie jemand, der sich hinter einer Fassade versteckt. All das leitete Shiina aus der Antwort ab. Ob das natürlich stimmte, wusste sie natürlich nicht. In den meisten Fällen aber lag sie richtig. Trotzdem war sie noch nicht ganz zufrieden mit ihrer Interpretation. "Dunkelrot..", wiederholte die Blonde ein weiteres Mal als wären ihre Gedanken zurückgesetzt worden. Sie würde wohl noch etwas brauchen um diese Antwort zu entschlüsseln. "Eine schöne Farbe...", sagte die Engelin bevor sie ihren Blick wieder erhob und sie wieder anstarrte. Erst in diesem Moment bemerkte sie die Wunde am Kopf des Mädchens. Es stimmte sie etwas besorgt, vor allem weil die Verletzung schon etwas größer war - und noch dazu am Kopf. Eine Sache die man nie unterschätzen sollte. Doch Shiina wäre nicht Shiina wenn sie daraufhin sofort losspringen würde um zu helfen. Wieder einmal war sie zu weltfremd umso zu reagieren, wie es vielleicht ein normaler Mensch getan hätte.  Stattdessen blieb sie seelenruhig sitzen und gab sei nur ein sanftes "Du bist verletzt." von sich. Gleichzeitig dazu deutete sie mit ihrer freien Hand auf die Stelle an ihrem Kopf, wo sich die Wunde von Serenity befand. Doch entgegen der Vermutung, das sie ihr helfen würde, drehte sie sich wieder zu ihrer Staffelei um und begann wieder den pinsel in die Hand zu nehmen. Was die Blonde im Moment wohl mehr als nur unhöflich dastehen ließ. Jedoch beklagte sie sich nicht über irgendwelche Schmerzen, geschweige denn hatte sie Shiina darauf angesprochen. Demzufolge war für sie alles in Ordnung. So war sie eben, aber woher sollte ihre neue Zimmergenossin das wissen?

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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 20 Apr 2015 - 10:34

Der Reaktion des Mädchens nach zu urteilen hatte Serenity wohl eine halbwegs annehmbare Antwort geliefert. Auch wenn sie immer noch nicht ganz verstand warum sie diese Frage gestellt hatte...aber Serenity hatte von Natur aus Probleme damit andere Menschen zu verstehen. Von daher war diese Situation nun auch nichts all zu neues.
"Hm...", Serenity bemerkte erst jetzt, dass sie ihre Wunde frei gegeben hatte. Schnell begann sie wieder damit ihren Arm auf die Stirn zu legen, zuckte jedoch wegen dem darauf entstandenen Schmerz ein mal kurz zusammen. Leise in sich hineinseufzend entschloss das Fuchsmädchen die Wunde nicht weiter zu verstecken. Wozu auch? Ihre Zimmergefährtin hatte es nun ohnehin schon gesehen. Also warum weiter verstecken? Außerdem tat es doch langsam etwas weh...
Etwas irritiert sah das Fuchsmädchen dabei zu wie sich das andere Mädchen auf einmal wieder umdrehte um weiter an ihrer Staffelei zu malen. Das war...unüblich. Aber war es nicht genau das was Serenity wollte? Eine Zimmergefährtin, die sich einfach von ihr und ihren Problemen fern hielt? Eigentlich war es genau das...aber warum hatte sie dann so ein unangenehmes Gefühl in ihr? Vermutlich lag es daran, dass Serenity sich hier gerade absolut zum Affen gemacht hatte. Es war ihr immerhin sehr gut anzusehen wie distanziert sie war. Und auf einmal zeigte sie zufällig ihre Stirnwunde. Vermutlich, dachte sich das Fremde Mädchen nun, dass Serenity das nur getan hatte um Mitleid zu erhaschen. Aber dabei hatte sie es wirklich nicht darauf angelegt! Sie hatte ihre Verletzung einfach nur unter ihrer Farbgrübelei vergessen! Sie legte es NICHT darauf an Mitleid zu bekommen!

"Kch", angeekelt von der bloßen Überlegung daran, dass man von ihr überhaupt nur denken könnte sie wolle Mitleid, stand das Fuchsmädchen langsam von ihrem Bett auf. Als sie den ersten Fuß auf den Boden setzte, überkam sie ein starkes Schwindelgefühl und zog das Fuchsmädchen stark zur Seite weg. Allein die Tatsache, dass sie sich noch rechtzeitig an ihrem Nachttisch festhalten konnte sorgte dafür, dass sie nicht wie ein nasser Sack umfiel. Einige Momente verharrte Serenity in ihrer Position und wartete darauf, dass sie wieder halbwegs sehen konnte. Wäre sie doch nur liegen geblieben...ihr Kopf fühlte sich an als wäre ihr Gehirn lose und würde bei jeder Bewegung brutal an die Schädelinnenseite geschleudert werden. Es dauerte einige lange Momente bis das Schwindelgefühl wieder halbwegs verschwand. Die Kopfschmerzen jedoch sahen nicht so aus als wollten sie verschwinden.
Nachdenklich sah Serenity zum Fenster, welches sich dank der draußen herrschenden Finsternis sehr gut als Spiegel eignete. Die Wunde, welche mitten auf ihrer Stirn prangte war größer als sie es erwartet hatte. Sie blutete zwar nicht mehr, jedoch war die Wunde selbst, sowie ihr Arm von blutiger Kruste umringt, welche noch von dem daraus ausgetretenen Blut zurückgeblieben ist. Vielleicht sollte Serenity morgen so früh wie möglich aufstehen, damit sie unter die Dusche konnte. So wie sie die Neugier der Menschen einschätzte, würden morgen wohl viele dumme Fragen kommen. Sie sollte dafür sorgen, dass es wenigstens nicht mehr ganz so wüst aussah.
//Du bist lächerlich, Serenity...tu der Welt einen Gefallen und schlag dir das nächste mal direkt das Hirn mit raus...//, begann sich das Fuchsmädchen gedanklich im spiegelnden Fenster anzufeinden. Das war nicht das erste mal, dass Serenity sich wissentlich verletzt hatte nur um es später zu bereuen. Nichts war einfach mehr konstant an ihr. Absolut gar nichts. Sie konnte kaum noch etwas tun ohne, dass sie es später in irgendeiner Form bereute. Sie verfluchte sich selbst für diese Rückgratlose Sprunghaftigkeit. Sollte sie langsam wirklich das machen was ihre Eltern ihr damals versucht hatten aufzudrängen? Sollte sie zu einem nutzlosen Therapeuten oder irgendeinen suspekten Psychiater gehen? Keine Chance...sie war doch nicht verrückt! Und selbst wenn: Irgendwann würde sie schon einen Weg finden mit ihrem inneren Zwiespalt zurecht zu kommen. Immerhin waren einige der größten Denker und Weltberühmtheiten auf irgend eine Art und Weise auch verrückt. Nur mit dem Unterschied, dass diese irgendwelche Fähigkeiten hatten die herausragten...Serenity war einfach nur stinknormal. Wenn nicht sogar intellektuell irgendwo im unteren Mittelmaß. Und das zerstörte ihren Mut dann leider auch schon wieder. Dies realisierend entfuhr dem Fuchsmädchen ein langgezogener, resignierender Seufzer.
//Du kotzt mich an...//, Serenity begann wieder damit ihre Spiegelung im Fenster intensiv und verbittert anzustarren. Dies war jedoch nichts was nun all zu ungewöhnlich für sie wäre...immerhin hatte sie diese Phasen öfter als man es vielleicht vermuten würde.
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Shiina Mashiro
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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 20 Apr 2015 - 22:24

Beiläufig hörte Shiina das Geräusch von einer Person, welche sich auf einem Bett bewegte. Anscheinend schien ihre Zimmergenossin irgendetwas zu machen. Shiina war jedoch zu vertieft in ihre Malerei als das sie wirklich aktiv ihren Blick zu ihr hin drehen würde. Und so folgte ein weiteres Geräusch. Es klang beinahe so, wie ein panisches Greifen nach irgendeinem Möbelstück. Doch das war trotzdem noch nicht genug um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Immer noch machte die Engelin keine Anstalten in die Richtung des Fuchsmädchens zu schauen. Würde nicht in diesem Moment die Farbe alle sein, mit der die Blonde malen wollte. Still legte sie den Pinsel in die eine Halterung, dann die Mischpalette in die andere. Eine kurze Zeit lang betrachtete sie das von ihr geschaffene, zu hälfte fertig gewordene Bild und begann dabei ganz kurz zu lächeln. Nun stand sie auf. Jetzt sah sie auch was ihre Zimmergenossin gemacht hatte. Serenity hatte sich nicht etwa unter ihre Decke gelegt oder sich einfach nur umgedreht. Nein, das Fuchsmädchen hatte sich auf die Bettkante gesetzt und schien aus dem Fenster zu schauen. Sie musste sich dabei wohl am Nachttisch gestoßen haben. Anders konnte sich Shiina das dumpfe Geräusch von eben nämlich nicht erklären, aber ihr schien es ja trotzdem noch gut zu gehen.

Eine kurze Zeit überlegte die Blonde, was sie jetzt tun sollte. Sollte sie weiter malen, oder es erst einmal für heute sein lassen? Es passierte nicht häufig, das Shiina ein Gemälde einfach so mittendrin abbrach. Aber dadurch, dass sie letztes Mal schon so lange wach geblieben war um ihre Mangas zu zeichnen, war die Engelin jetzt dementsprechend müde. Was sie auch mit einem leichten Gähner von sich gab. Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren nahm die Blonde ihre Farbkartusche neben der Staffelei auf, packte sie aufs Fensterbrett und begab sich danach direkt zu ihrem Schrank. Langsam entfernte sie die Jacke der Schulkleidung, dann die Krawatte, das Hemd, den Rock und ihre Strümpfe und stand dementsprechend erst einmal in Unterwäsche im Raum. Wobei man wieder betonen musste, das es ihr ziemlich egal war ob man sie dabei beobachtete oder nicht. Schamgefühle hatte Shiina noch nie und wird sie wahrscheinlich auch nicht mehr bekommen. Sogar vor einer ganzen Horde Jungs würde sie das abziehen. Nun nahm sie ihr weißes Nachthemd aus dem Schrank und streifte es über. Dabei stellte sie sich aber so ungeschickt an, dass ihre Frisur nun so aussah, als wäre sie gerade erst aufgestanden. Bevor sie sich nun zurück zum Bett begab, machte sie das Licht aus. Nun war es dunkel im Zimmer, doch das währte nicht lange. In dem kurzen Sekundenabschnitt wo ihre Zimmergenossin wahrscheinlich gar nichts sehen konnte, hatte sich Shiina auf ihre Bettkante gesetzt und ihre Nachttischlampe angemacht. Das kleine Licht ließ den Raum jetzt in einer angenehmen, wenn auch nur leichten, Dunkelheit verschwinden. "Soll ich dir bei deiner Wunde helfen?", fragte die Engelin mit ihrer sanften Stimme und schaute sie an. So etwas hatte Shiina bis jetzt noch nie jemanden aus Eigeninitiative gefragt. Aber angesichts der kurzen Zeit die sich die Beiden erst kannten, waren die Chancen extrem niedrig das Serenity das überhaupt erkennen würde. Falls das vorhergehende Verhalten der Blonden sie vor ihren Augen nicht schon längst als "zurückgeblieben" dastehen ließ.

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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 20 Apr 2015 - 22:52

Serenity beobachtete in der Spiegelung des Zimmerfensters wie ihre Mitbewohnerin wortlos zum Schrank ging. Ohne mit der Wimper zu zucken begann diese damit sich zu entkleiden und anschließend ihr Nachthemd anzuziehen. Es war für das Fuchsmädchen nicht schwer zu erkennen, dass dieses Mädchen so ihre Eigenheiten hatte...aber dass sie sogar so etwas einfach in Anwesenheit einer wildfremden Person machte, kam nun überraschend. Krampfhaft versuchte Serenity die Zeit lang ihren Blick starr gerade aus aus dem Fenster zu richten und dabei nicht auf die Spiegelung ihrer Mitbewohnerin zu achten.
Was...sollte sie gleich überhaupt machen? Nun sie hatte natürlich auch Schlafklamotten...aber im Gegensatz zu ihrer Zimmergenossin genierte sich Serenity vermutlich zu sehr als dass sie sich einfach so hier mitten im Raum umziehen würde. Noch als sich das Fuchsmädchen über ihre heutige Schlafkleidung Gedanken machte, schaltete ihre Mitbewohnerin einfach das Licht aus. Auch wenn diese Dunkelheit zugegebenermaßen nicht lange andauerte.

"Ich glaube nicht, dass du mir da helfen kannst...Du siehst nicht wie eine Ärztin aus", antwortete Serenity mit einem gezwungenen Lächeln. Nun...dass ihr jemand einfach so ohne Aufforderung Hilfe anbot war schon etwas länger her. Das Fuchsmädchen wusste nicht einmal mehr wie sie nun darauf reagieren sollte. In diesem Fall war es immer besser einfach bei der Wahrheit zu bleiben. Es war schon sehr spät und vermutlich hatte dieses Mädchen nun keinen Verbandskasten oder dergleichen hier. Und sterben würde sie daran vermutlich auch nicht.
Seufzend begann Serenity damit sich ihren Pullover und anschließend ihre Schuhe auszuziehen. Das Oberteil faltete sie halbwegs ordentlich zurecht und legte es neben ihre Schuhe unten an das Bett. Ihre Kopfhörer und den MP3 Player legte sie in einem kleinen Kabelsalat einfach auf den Nachttisch. Sie würde heute einfach in ihrer Hose und ihrem Shirt schlafen...das musste nun vermutlich etwas komisch rüberkommen, aber zu mehr konnte sich das Fuchsmädchen einfach nicht überwinden. Ohne irgend etwas weiteres zu sagen, verkroch sie sich anschließend unter ihre Bettdecke und drehte ihrer Mitbewohnerin den Rücken zu. Nachdenklich starrte sie anschließend die dunkle Wand vor sich an. Schlafen würde sie heute vermutlich nicht wirklich können. Und morgen war auch noch ihr erster Schultag...das konnte ja etwas werden. Diesen Gedanken jedoch schnell abschüttelnd, drehte sich das Fuchsmädchen noch ein letztes mal mit dem Kopf zu ihrer neuen Mitbewohnerin.
"Uhm...danke...wirklich...", hauchte Serenity kleinlaut als sie noch ein letztes mal den Blick ihrer Mitbewohnerin kreuzte, ehe sie sich wieder umdrehte und ihre Augen schloss. Niemand sollte von ihr behaupten, dass sie unhöflich sei...außerdem hatte sie einfach den inneren Drang gehabt sich doch noch einmal für das Hilfeangebot dieses Mädchens zu bedanken. Selbstverständlich war dies immerhin nicht. Und je mehr Serenity darüber nachdachte, um so neugieriger wurde sie wenigstens auf den Namen ihrer Mitbewohnerin. Aber nicht mehr heute...dazu war morgen vermutlich auch noch Zeit. Nun würde eine Frage nach ihrem Namen vermutlich einfach nur schräg rüberkommen...
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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mi 22 Apr 2015 - 0:24

Es war 6:30 Uhr als Shiina ihre Augen aufschlug. Die Sonne kitzelte die Blonde an der Nase und machte es für sie unmöglich noch einmal die Augen zu schließen und weiter zu schlafen. Wie ein Zombie richtete sich die Engelin auf bis sie in einer sitzenden Position war  und schaute nun, mehr oder weniger verschlafen auf die andere Seite des Zimmers, fand aber nur ein leeres Bett vor. Ihre Zimmergenössin war wohl schon gegangen.
Einen Augenblick lang schaute sich Shiina noch im Raum um, dann stand sie auf, ging zum Schrank und nahm ihre Schuluniform daraus. Im Schlafanzug verließ sie daraufhin das Zimmer und machte sich auf zum Duschen. Was an sich nicht sehr lange dauerte. Da so gut wie jeder andere im Waisenhaus noch am Schlafen war, begegneten ihr auch nicht allzu viele Leute. Um ehrlich zu sein war das auch der Grund, warum so viele die Blonde die ganzen Jahre über kaum - bis gar nicht gesehen hatten.
Nachdem sie ihr Duschzeug wieder zurück in den Schrank gelegt hatte, ging Shiina noch einmal zu ihrer Staffelei hinüber und betrachtete ihr halb fertiges Kunstwerk nun bei Tageslicht. Es gefiel ihr, auch wenn sie mit einigen Sachen nicht so ganz zufrieden war. Als zweites fiel ihr Blick auf die Farbkartuschen die sie benutzte. Alle waren beinahe leer und sie musste heute wohl oder übel neue holen gehen. Kaufen konnte sie diese nicht, dafür war ihr Taschengeld Vorrat zu niedrig. Jedoch gab es in der Schule einen Raum mit Farben dieser Art, bei dem sie sich mit Erlaubnis der ehemaligen Heimleitung bedienen konnte wie es ihr gerade beliebte. Nicht zum ersten Mal fehlten deswegen im Kunstunterricht ab und zu ein paar Materialien. Stören tat es jedoch keinen so wirklich.
Nachdem die Blonde nun alles im Zimmer erledigt hatte, nahm sie ihr Handy plus ihre Schulsachen und verließ nun ihr Zimmer und ging in Richtung des Speisesaals. Denn sie hatte Hunger...großen Hunger.

tbc: Speisesaal

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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Mo 7 Sep 2015 - 17:33

cf: Kleiner Park

Es war schon sehr spät als die Blondine die Tür zu ihrem Zimmer öffnete. Sehr lange hatte sie sich mit der Fremden auf der Parkbasnk unterhalten. Aber das war nichts was die Künstlerin im Moment störte. Denn, auch wenn es ein kurzes Gespräch war, so hatte Shiina durchaus alles davon im Kopf behalten. Nur machte sie sich in ihrer exzentrischen Art wohl weniger Gedanken darüber als normal denkende Menschen. Was wohl teilweise auch daran lag, das sie sich gegenseitig nicht einmal ihre Namen verraten hatten.
Langsam trat die Blondine nun in ihr Zimmer ein und tastete sogleich mit der rechten Hand nach dem Lichtschalter an der Wand. Eine Aktion die sie nach einer guten Minute endlich zum Abschluss brachte. Zwar wäre die Aktion schneller gegangen, wenn sie selbst ihren Blick auch an die Wand gerichtet hätte, aber so war sie nun mal. Langsam schloss sei nun die Tür hinter ich und schaute auf das Bett ihrer Zimmergenossin. Doch entgegen ihrer Erwartung war dort niemand vorzufinden. So Kontaktfreudig wie das Mädchen gestern Abend gewesen war, ist sie bestimmt irgendwo anders um die Nacht dort zu verbringen. Aber so genau konnte man das natürlich nie sagen. Langsam ihren Blick von der Bettseite abwendend ging Shiina nun mit langsamen Schritten zum Schrank. So wie immer streifte sie sich ihr grünes Sommerkleid vom Körper und hängte es sorgsam wieder zurück in den Schrank. Danach verweilte sie noch einen Moment regungslos davor, den Blick starr auf das Kleid gerichtet. Ein kleines Lächeln bildete sich auf ihren Lippen bevor die Künstlerin dann ihr Nachthemd, welches direkt daneben hing, herausnahm und sich mehr oder weniger ungeschickt über den Kopf zog. Dabei schaffte es Shiina, sich in gewisser Weise selbst zu fesseln. Ein recht lustiges Schauspiel von außen betrachtet. Für die Blondine hingegen war es nicht ganz so angenehm. Je länger sie in diesem Nachthemd "gefangen" war, desto stärker wurde das Bedürfnis diesem Gefängnis zu entkommen. Weswegen das zappeln immer und immer stärker wurde. Kontrolliert war das natürlich nicht und obwohl die Chancen, mit dieser Methode, aus dem Gefängnis zu entkommen sehr gering waren, so schaffte sie es auf überraschende Art und Weise doch noch den Kopf durch die Richtige Öffnung des Nachthemds zu bekommen. Nachdem nun auch die Arme der Siebzehnjährigen dort waren, wo das Kleidungsstück sie haben sollte, war die Hürde überwunden. Nur noch die leicht angestrengte Atmung des Mädchens, sowie die übermäßig zerzausten Haare zeugten noch von dem Kampf, welchen sich die Blondine gerade geliefert hatte.
Mit dem nächsten Griff schloss sie dann die Schranktür und machte das Licht aus. Zum Bett fand sie nach Siebzehn Jahren auf der Insel ja schon alleine, Zumindest eine Sache die man von ihr erwarten konnte. Sanft ließ sei sich in der Dunkelheit auf ihr Bett sinken und blieb einen Moment, aus dem Fenster schauend, auf der Bettkante sitzen. Ein Unwetter zog auf. Das konnte sie schon an den Wolken erkennen. Oft kam es nicht vor, aber wenn, dann waren es meistens sehr heftige. Während Shiina die Wolken so betrachtete, entwich ihr ein leichtes Gähnen. Ein Signal welches die Engelin auch sogleich wahrnahm. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte sie sich unter ihre Bettdecke gelegt und war bereit einzuschlafen. "...Gute Nacht...", sagte sie noch leise in Richtung des leeren Bettes. Das dort niemand drin lag, ignorierte sie in diesem Moment. Dann schloss sie langsam ihre Augen.


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BeitragThema: Re: Zimmer 101 - Hayumi Iki, Sky Love   Sa 19 Sep 2015 - 20:43

Es war sechs Uhr morgens. Genau sechs Uhr als die Engelin ihre Augen öffnete und verschlafen unter ihrer Bettdecke hervor lugte. Gerade noch konnte sie sehen wie der Sekundenzeiger die volle Stunde ankündigte. Eigentlich war sechs Uhr so gar nicht ihre Zeit. Immer noch war sie etwas benommen und müde. Aber einschlafen konnte sie jetzt nicht mehr. denn sie wusste genau, wenn sie jetzt nochmal ihre Augen zubekommt, würde sie locker bis zwölf Uhr mittags durchschlafen. Keine Glanzleistung unter der Woche. Vor allem wenn die Lehrer das Spitzkriegen, was sie garantiert werden. Bei allem was im Leben nicht sicher war, das war es.
Nur langsam schaffte es die Engelin ihrem gemütlichen Bett zu entkommen und richtete sich langsam auf. Die Decke blieb dabei auf ihren Schultern hängen. Es war still im Zimmer. Ein Blick zum benachbarten Bett versicherte ihr wie gestern Abend schon das die Zimmergenossin nicht da war. Erst jetzt sah die Blondine die einzelnen Regentropfen an der Fensterscheibe hinablaufen. "...Keine Sonne...", sagte sie leise und erhob sich mit diesen Worten eher schleppend vom Bett. Ein kurzes taumeln signalisierte der Engelin abermals das sie noch nicht wirklich Herr ihrer gesamten Körperteile war. Weswegen sie sich mit einer Hand an der Wand und wie vorhin schon, langsam, in Richtung ihres Schrankes bewegte. Die ganz normale Morgenroutine stand auf dem Plan und auch wenn Shiina nicht wirklich so ganz normal war, so gehört ein Bad nehmen definitiv zu den ersten Tätigkeiten des Tages. In aller Ruhe öffnete die Künstlerin ihren Spind, nahm die Schuluniform heraus und legte diese erst einmal sorgfältig auf das Bett. Mit einer dann schon etwas mehr kontrollierten Drehung ging es dann aber noch einmal zurück. Duschzeug brauchte man natürlich auch noch um vernünftig den morgen zu beginnen. Mehr schlecht als Recht griff die Blondine nach dem besagten Shampoo und sorgte damit dafür, dass es in einem relativ stumpfen Winkel direkt vor die Füße der Engelin fiel. Welche eine gute Minute brauchte um sich selbst zu überwinden damit sie das runtergefallene Objekt wieder aufsammelte. Eine kurze Prüfung der Hülle mit ihren verschlafenen Augen folgte. Nachdem sie das Shampoo aber dreimal hin - und her drehte, aber nichts fand, nahm sie ihre Uniform ebenfalls vom Bett auf und begab sich in Richtung der Badeeinrichtung, während ihre Augen ab und zu mal wieder zu fielen. Blieb nur zu hoffen, das sie die Treppe nicht herunterfiel. Aber auch wenn man ihren Gang anschauen würde sah das alles andere als solide aus.

Tbc: Gemeinschaftsbad.


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